[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsmerkmal für ein Sicherheitselement, ein Sicherheitspapier
oder einen Datenträger, das einen Träger aufweist, in den eine oder mehrere durchgehende
Öffnungen eingebracht werden sollen. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren
zur Herstellung eines derartigen Sicherheitsmerkmals sowie ein Sicherheitselement,
ein Sicherheitspapier sowie einen Datenträger mit einem solchen Sicherheitsmerkmal.
[0002] Ausweiskarten, wie beispielsweise Kreditkarten oder Personalausweise, werden oft
mittels Lasergravur mit einer individuellen Kennzeichnung versehen. Auch das Erzeugen
durchgehender Öffnungen in Wertdokumenten durch Laserschneiden ist seit Längerem bekannt.
So ist beispielsweise in der Druckschrift
DE 43 34 848 C1 ein Wertpapier mit einer von einer transparenten Abdeckfolie verschlossenen fensterartigen
Durchbrechung beschrieben, die durch einen Laserschneidevorgang erzeugt werden kann.
[0003] Aus der
WO 2005/108109 A1 ist ein Wertdokument, wie zum Beispiel Banknote, Passbuch oder dergleichen bekannt,
das ein Sicherheitspapier und eine mithilfe eines Lasers erzeugte Markierung aufweist,
wobei das Sicherheitspapier wenigstens einen Teilbereich mit einer Beschichtung aufweist,
und sich die Markierung über den Grenzbereich zwischen Beschichtung und Sicherheitspapier
erstreckt.
[0004] Die Druckschrift
EP 0 956 975 A2 betrifft ein Kopierschutzelement, das eine Metallschicht und eine weitere Schicht
aufweist. Die physikalisch/optischen Eigenschaften der weiteren Schicht sind derart,
dass mit Hilfe eines Laserstrahls in das Kopierschutzelement eingebrachte Kennzeichnungen
elektrofotografisch nicht reproduzierbar sind.
[0005] Die Druckschrift
EP 1 661 729 A2 betrifft die Laserkennzeichnung von Wertdokumenten, die auf Wechselwirkung der Laserstrahlung
mit den eingesetzten Druckfarbensystemen beruht.
[0006] Die Druckschrift
WO 02/03104 A2 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsmerkmals, bei dem ein mit
einer Metallschicht beschichtetes Substrat mit Hilfe von Laserstrahlung mit durchgehenden
oder nicht durchgehenden Öffnungen versehen wird. Die Metallschicht wird dabei durch
die Einwirkung der Laserstrahlung verdampft und somit vollständig entfernt.
[0007] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Sicherheitselemente,
Sicherheitspapiere und Datenträger der eingangs genannten Art hinsichtlich ihrer Nachahmungssicherheit
weiter zu verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.
Ein entsprechendes Sicherheitselement, ein Sicherheitspapier sowie ein Datenträger
mit einem solchen Sicherheitsmerkmal sind in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren betrifft die Herstellung eines Sicherheitsmerkmals,
das in einem separaten Sicherheitselement zum Aufbringen auf oder zum Einbringen in
einen Datenträger, in einem Sicherheitspapier oder einer Sicherheitsfolie für die
Herstellung von Wertdokumenten oder dergleichen, oder in einem Datenträger, wie etwa
einer Banknote, Ausweiskarte oder dergleichen, vorliegen kann. Wesentlich ist dabei
lediglich, dass das Sicherheitselement, Sicherheitspapier oder der Datenträger einen
Träger für das Sicherheitsmerkmal bereitstellt, in den die eine oder mehreren durchgehenden
Öffnungen eingebracht werden. Auch wenn nachfolgend der Einfachheit halber meist von
Öffnungen in der Mehrzahl gesprochen wird, versteht sich stets, dass erfindungsgemäß
auch nur eine einzige Öffnung in dem Träger vorgesehen sein kann.
[0010] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen kann, wie nachfolgend im Detail erläutert,
je nach der konkreten Verfahrensführung eine genaue, hochgenaue oder sogar perfekte
Passerung von durchgehenden Öffnungen und lasermodifiziertem Nahbereich erreicht werden.
Wie aus den unten stehenden Ausführungen deutlich wird, kann der Markierungsstoff
nicht nur im unmittelbar an die Öffnung anschließenden Randbereich der Öffnung modifiziert
werden, der lasermodifizierte Bereich kann aufgrund der Eigenschaften der Wechselwirkung
von Laserstrahlung und Markierungsstoff auch einen gewissen kleinen Abstand von der
Öffnung aufweisen. Die Wendung "Nahbereich der Öffnungen" schließt daher neben dem
Randbereich der Öffnung, der unmittelbar an die Öffnung anschließt, auch einen Bereich
ein, der mit einem gewissen kleinen Abstand nahe an der Öffnung liegt. Der kleine
Abstand kann je nach Anwendung einige zehntel Millimeter oder auch einige Millimeter
betragen.
[0011] In einer ersten Erfindungsvariante wird der lasermodifizierbare Markierungsstoff
beim Einbringen der durchgehenden Öffnungen in den Träger durch den Schneidlaserstrahl
selbst modifiziert. Wie weiter unten genauer erläutert, wird dabei ausgenutzt, dass
die Laserenergie in einem äußeren Bereich des Profils des Schneidlaserstrahls ausreicht,
um gleichzeitig mit dem Laserschneidevorgang den im Randbereich bzw. im Nahbereich
der zu schneidenden Öffnung angeordneten Markierungsstoff zu modifizieren. Auf diese
Weise ist automatisch eine perfekte Passerung von Öffnungen und lasermodifiziertem
Randbereich bzw. Nahbereich gewährleistet.
[0012] Alternativ können in einer weiteren Erfindungsvariante im selben Arbeitsgang durch
ein Lasermodul einerseits mit höherer Laserleistung die durchgehenden Öffnungen in
den Träger eingebracht werden und andererseits mit niedrigerer Laserleistung der lasermodifizierbare
Markierungsstoff im Nahbereich der Öffnungen modifiziert werden. Da beide Schritte
im selben Arbeitsgang durchgeführt werden, wird eine hochgenaue Passerung von Öffnungen
und lasermodifiziertem Nahbereich erzielt. Unter einer hochgenauen Passerung wird
dabei eine Passerung mit einem Versatz von weniger als 0,4 mm, insbesondere von weniger
als 0,2 mm oder sogar von weniger als 0,1 mm verstanden. Die Passerung weist diese
hohe Genauigkeit vorzugsweise in allen Richtungen auf.
[0013] Gemäß einer weiteren Erfindungsvariante können durch ein erstes Lasermodul die durchgehenden
Öffnungen in den Träger eingebracht werden und durch ein zweites Lasermodul der lasermodifizierbare
Markierungsstoff im Nahbereich der Öffnungen modifiziert werden, wobei das erste und
zweite Lasermodul durch dasselbe Steuersignal gesteuert werden. Durch den Einsatz
von zwei Lasermodulen für die beiden Bearbeitungsschritte wird eine besonders hohe
Produktionsgeschwindigkeit und durch die Verwendung desselben Steuersignals für beide
Lasermodule zugleich eine genaue Passerung ermöglicht. Der Versatz beträgt bei einer
solchen genauen Passerung weniger als 0,5 mm, insbesondere weniger als 0,3 mm. Die
Passerung weist diese Genauigkeit vorzugsweise in allen Richtungen auf.
[0014] Um den Träger mit dem Markierungsstoff zu versehen, wird dieser in einer vorteilhaften
Erfindungsvariante auf seiner Oberfläche mit dem Markierungsstoff beschichtet, beispielsweise
durch ein Druckverfahren. Nach einer anderen ebenfalls vorteilhaften Variante der
Erfindung wird der Markierungsstoff in das Volumen des Trägers eingebracht. Dafür
stehen je nach Trägermaterial verschiedene Verfahren zur Verfügung.
[0015] Ist der Träger aus Papier gebildet, kann der Markierungsstoff mit Vorteil schon bei
der Blattbildung der Papiermasse beigemischt werden. Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit
besteht darin, den Markierungsstoff in einem Tauchbad in das Volumen des Papiersubstrats
einzubringen oder das Papiersubstrat in einer Leimpresse mit dem Markierungsstoff
zu imprägnieren. Ist der Träger aus einer Kunststofffolie gebildet, kann der Markierungsstoff
gleichfalls bereits bei der Herstellung der Folie oder nachträglich durch einen Imprägnierungsschritt
in das Volumen der Folie eingebracht werden.
[0016] Der Markierungsstoff wird erfindungsgemäß zumindest im Nahbereich der zu erzeugenden
Öffnungen vorgesehen. Da der Markierungsstoff jedoch erst durch die Beaufschlagung
mit Laserstrahlung modifiziert wird, kann er ohne Weiteres auch in einem weiten Umfeld
um die Öffnungen oder sogar im gesamten Träger vorliegen. Liegt der Markierungsstoff
beispielsweise im gesamten Träger vor, kann er selbstverständlich in einem anderen
Bereich des Sicherheitselements, Sicherheitspapiers oder Datenträgers auch zur Erzeugung
eines weiteren Sicherheitsmerkmals eingesetzt werden, beispielsweise zur Erzeugung
einer individuellen Kennzeichnung in einem weiteren Arbeitsschritt.
[0017] Als Markierungsstoff kommen mit Vorteil Stoffe infrage, deren sichtbare Farbe durch
die Einwirkung der Laserstrahlung verändert wird. Hierzu können beispielsweise thermoreaktive
Farbpigmente, wie etwa Ultramarinblau verwendet werden. Mit Vorteil können auch Markierungsstoffe
eingesetzt werden, deren Infrarot-absorbierende Eigenschaften oder deren magnetische,
elektrische oder lumineszierende Eigenschaften durch die Einwirkung der Laserstrahlung
verändert werden. Sicherheitsmerkmale mit Öffnungen mit einem derartigen lasermodifiziertem
Nahbereich können insbesondere für die maschinelle Echtheitsprüfung eingesetzt werden.
Auch der Einsatz einer Kombination verschiedener Markierungsstoffe kommt in Betracht,
beispielsweise um sowohl eine visuelle als auch eine maschinelle Echtheitsprüfung
des Sicherheitsmerkmals zu ermöglichen. Bei Verwendung mehrerer Markierungsstoffe
können diese sowohl nebeneinander als auch in verschiedenen Schichten übereinander
zu liegen kommen.
[0018] Bei einer vorteilhaften Verfahrensführung werden durch den Laserschnitt im Träger
durchgehende Öffnungen mit schräger Schnittkante erzeugt. Eine schräge Schnittkante
kann beispielsweise dadurch sichergestellt werden, dass der Laserstrahl beim Erzeugen
der Öffnungen unter einem vorbestimmten Winkel zur Oberflächennormalen des Trägers
geführt wird. Je nach gewähltem Schnittwinkel lässt sich dabei die Größe des Modifikationsbereichs
einstellen, wie weiter unten genauer erläutert.
[0019] Die durchgehenden Öffnungen können insbesondere in Form von Perforationen, Schnitten
oder ausgedehnten Fensterbereichen erzeugt werden. In einer konkreten Ausführungsform
eines Sicherheitsmerkmals werden besonders einfache Strukturen erzeugt, indem mit
dem Laserstrahl eine Mehrzahl kreisrunder durchgehender Öffnungen mit einem kreisrunden
lasermodifizierten Markierungsstoff - Nahbereich hergestellt werden. Derartige Strukturen
können über ihre visuelle und taktile Wirkung hinaus durch geeignete Erkennungsroutinen
auch als Kopierschutz-Konstellationen eingesetzt werden.
[0020] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass mit dem Laserstrahl
Öffnungen von gegenüberliegenden Seiten des Sicherheitselements her eingebracht werden.
Insbesondere können mit dem Laserstrahl erste Öffnungen von einer ersten Seite des
Sicherheitselements her und zweite Öffnungen von einer zweiten gegenüberliegenden
Seite des Sicherheitselements her eingebracht werden, wobei sich die ersten und zweiten
Öffnungen zu einem im Durchlicht erkennbaren Gesamtbild ergänzen. Je nach gewünschtem
Effekt kann dabei beispielsweise vorgesehen sein, dass die ersten Öffnungen bzw. ihre
modifizierten Nahbereiche im Auflicht nur von der ersten Seite sichtbar sind. Auch
die zweiten Öffnungen bzw. ihre modifizierten Nahbereiche können im Auflicht nur von
der zweiten Seite her sichtbar sein. Dies kann beispielsweise durch sehr kleine Löcher
und/ oder eine entsprechende Beschichtung des Sicherheitselements mit einem Markierungsstoff
erreicht werden. Im Durchlicht treten dagegen unabhängig von der Nahbereichsmodifikation
sowohl die ersten als auch die zweiten Öffnungen in Erscheinung und bilden ein Gesamtbild.
[0021] In allen Erfindungsvarianten kann der lasermodifizierbare Markierungsstoff in einem
unmittelbar an die zu erzeugenden Öffnungen anschließenden Randbereich der Öffnungen
durch Einwirkung von Laserstrahlung modifiziert werden.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Erfindungsvariante werden als lasermodifizierbarer Markierungsstoff
lasermodifizierbare Effektpigmente eingesetzt. Derartige Effektpigmente stehen dem
Fachmann mit unterschiedlichen Eigenschaften, insbesondere bezüglich ihrer Körperfarbe,
dem Farbumschlag unter Lasereinwirkung, der Schwellenergie und der benötigten Laserwellenlänge
zur Verfügung. Auch Effektpigmente, die bei Laserbestrahlung nicht (nur) ihre sichtbare
Farbe, sondern ihre Infrarot-absorbierenden, magnetischen, elektrischen oder lumineszierenden
Eigenschaften verändern, sind dem Fachmann bekannt. Die Modifikation der Effektpigmente
kann mit Laserstrahlung im ultravioletten, sichtbaren oder infraroten Spektralbereich,
beispielsweise mit einem CO
2-Lase einer Wellenlänge von 10,6 µm erfolgen.
[0023] Bei einer weiteren ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante wird ein pigmentfreier
lasermodifizierbarer Markierungsstoff eingesetzt. Auch pigmentfreie Markierungsstoffe
können, beispielsweise als Stich- oder Druckfarbe, auf den Träger aufgebracht oder
in das Trägervolumen eingebracht werden. Mit pigmentfreien Markierungsstoffen lässt
sich eine Beschichtung hoher Transparenz erzeugen, in die durch Lasereinwirkung mit
hoher Geschwindigkeit eine dauerhafte und kontrastreiche Markierung eingebracht werden
kann. Pigmentfreie Markierungsstoffe können durch Laserstrahlung im ultravioletten,
sichtbaren oder infraroten Spektralbereich beispielsweise mit der 10,6 µm-Strahlung
eines CO
2-Lasers modifiziert werden. Konkrete, nicht beschränkende Beispiele für pigmentfreie
lasermodifizierbare Markierungsstoffe sind in den Druckschriften
WO 02/101462 A1,
US 4,343,885 und
EP 0290 750 B1 angegeben, deren Offenbarung insoweit in die vorliegende Beschreibung aufgenommen
wird.
[0024] Die Erfindung umfasst auch ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
und dergleichen mit einem nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Sicherheitsmerkmal,
wobei das Sicherheitselement einen Träger aufweist, in den durch Einwirkung von Laserstrahlung
durchgehende Öffnungen eingebracht sind und der einen lasermodifizierten Markierungsstoff
im Nahbereich der Öffnungen enthält. Ein derartiges Sicherheitselement kann beispielsweise
in Form eines Sicherheitsfadens, eines Etiketts, eines Transferelements oder einer
Abdeckfolie für einen Fensterbereich oder ein Loch in einem Wertdokument, wie etwa
einer Banknote, ausgebildet sein.
[0025] Daneben umfasst die Erfindung auch ein Sicherheitspapier für die Herstellung von
Wertdokumenten oder dergleichen mit einem nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten
Sicherheitsmerkmal, wobei das Sicherheitspapier einen Träger aufweist, in den durch
Einwirkung von Laserstrahlung durchgehende Öffnungen eingebracht sind und der einen
lasermodifizierten Markierungsstoff im Nahbereich der Öffnungen enthält. Anstatt die
Öffnungen direkt in das Sicherheitspapier einzubringen, kann dieses auch mit einem
Sicherheitselement der oben beschriebenen Art versehen sein.
[0026] Die Erfindung enthält weiter einen Datenträger mit einem nach dem beschriebenen Verfahren
hergestellten Sicherheitsmerkmal, insbesondere ein Wertdokument, wie eine Banknote,
Ausweiskarte oder dergleichen, wobei der Datenträger einen Träger aufweist, in den
durch Einwirkung von Laserstrahlung durchgehende Öffnungen eingebracht sind und der
einen lasermodifizierten Markierungsstoff im Nahbereich der Öffnungen enthält. Anstatt
die Öffnungen direkt in den Datenträger einzubringen, kann dieser auch mit einem erfindungsgemäßen
Sicherheitselement versehen sein oder aus einem erfindungsgemäßen Sicherheitspapier
hergestellt sein.
[0027] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Merkmalsbereich,
- Fig. 2
- eine Detailaufsicht auf den Merkmalsbereich von Fig. 1,
- Fig. 3
- zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Prinzips in (a) schematisch die räumliche Energieverteilung
eines Schneidlaserstrahls, und in (b) und (c) die räumliche Verteilung der beim Schneiden
entstehenden Wärmeenergie,
- Fig. 4
- eine Detailansicht auf einen Merkmalsbereich nach einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 5
- Querschnittsdarstellungen eines erfindungsgemäßen Merkmalsbereichs bei der Erzeugung
eines Randeffekts für eine Öffnung mit schräger Schnittkante, wobei (a) die Situation
vor der Laserbeaufschlagung zeigt und (b) und (c) zwei Öffnungen mit unterschiedlich
breitem Randeffekt zeigen,
- Fig. 6
- eine Aufsicht auf einen Merkmalsbereich mit einem weiteren erfindungsgemäßen Sicherheitsmerkmal,
- Fig. 7
- eine Banknote mit einer Mehrzahl von Laserlöchern, deren Randbereich durch einen laserinduzierten
Farbumschlag von Effektpigmenten passergenau eingefärbt ist, und
- Fig. 8
- ein Sicherheitselement nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei
(a) den visuellen Eindruck im Auflicht von der ersten Seite des Sicherheitselements,
(b) den visuellen Eindruck im Auflicht von der zweiten Seite des Sicherheitselements,
(c) den visuellen Eindruck im Durchlicht, und (d) einen Querschnitt durch das Sicherheitselement
entlang der Linie D-D von (c) zeigt.
[0029] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote erläutert. Die Figuren 1 und 2
zeigen dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die in einem in Fig.
2 genauer dargestellten, erfindungsgemäßen Merkmalsbereich 12 mit einem Laserloch
mit Randeffekt versehen ist.
[0030] Mit Bezug auf die Aufsicht der Fig. 2 wurde im Merkmalsbereich 12 durch die Einwirkung
von Laserstrahlung eine durchgehende Öffnung 14 in das Papiersubstrat 16 der Banknote
10 geschnitten, deren Randbereich 18 einen Farbeffekt in perfekter Passerung zur Öffnung
14 aufweist. Im Ausführungsbeispiel ist die Öffnung 14 mit einem ohne Versatz umlaufenden
roten Rand 18 versehen.
[0031] Um diesen perfekt gepasserten Rand 18 zu erzeugen, wurde das Papiersubstrat 16 vor
dem Laserschneiden in einem gewissen Umgebungsbereich 20 der zu erzeugenden Öffnung
14 mit lasermodifizierbaren Effektpigmenten versehen, die bei Einwirkung von Laserstrahlung
die gewünschte Farbänderung zeigen.
[0032] Das Prinzip der gleichzeitigen Erzeugung der Öffnung 14 und der Randgestaltung 18
ist in Fig. 3(a) illustriert. Fig. 3(a) zeigt schematisch die im Wesentlichen gaußförmige
räumliche Energieverteilung 30 eines Schneidlaserstrahls.
[0033] In einem inneren Bereich, dem Schnittbereich 32, überschreitet die Laserenergie die
zum Schneiden des Substrats 16 benötigte Schwellenergie E
1. Mit E
2 ist in Fig. 3(a) die Reaktionsenergie der Effektpigmente bezeichnet, bei deren Überschreiten
die gewünschte Farbänderung erfolgt. Wie aus der Figur unmittelbar ersichtlich, liegt
in einem äußeren Bereich des Laserstrahlprofils, dem Markierungsbereich 34, die Laserenergie
zwischen der für die Farbänderung benötigen Reaktionsenergie E
2 und der zum Schneiden benötigen Energie E
1, so dass in diesem Bereich 34 eine Farbänderung der Effektpigmente induziert wird,
das Substrat aber nicht geschnitten wird.
[0034] Das Papiersubstrat 16 wird daher beim Laserschneiden durch den Laserstrahl 30 in
einem Randbereich 18 der geschnittenen Öffnung 14 in perfekter Passerung zur Öffnung
14 eingefärbt. Die Breite des eingefärbten Randbereichs 18 entspricht dabei der Breite
des Markierungsbereichs 34 und hängt von dem Strahlprofil, der Reaktionsenergie der
verwendeten Effektpigmente und den Materialeigenschaften des Trägers ab.
[0035] Außerhalb des Schnittbereichs 32 und des Markierungsbereichs 34 liegt die Laserenergie
unterhalb der Reaktionsschwelle der Effektpigmente, so dass das Substrat dort nicht
verändert wird.
[0036] Die lasermodifizierbaren Effektpigmente können auf das Substrat 16 aufgebracht, beispielsweise
aufgedruckt werden, oder können in das Volumen des Substrats 16 eingebracht werden.
Dies kann bereits bei der Papierherstellung durch Beimischung der Effektpigmente zur
Papiermasse bei der Blattbildung geschehen oder auch nachfolgend in einem Tauchbad
oder durch eine Imprägnierung in der Leimpresse.
[0037] Als Effektpigmente, die ihre sichtbare Farbe durch die Einwirkung der Laserstrahlung
verändern, kommen beispielsweise thermoreaktive Farbpigmente, wie etwa Ultramarinblau,
infrage.
[0038] Es versteht sich, dass auch zwei oder mehr Effektpigmente mit unterschiedlichen Schwellenergien
oder eine Kombination aus visuell und maschinell nachweisbaren Effektpigmenten eingesetzt
werden können, um mehrere gepasserte Randeffekte zu erzeugen.
[0039] Anstelle der beispielhaft beschriebenen Effektpigmente kann auch ein pigmentfreier
lasermodifizierbarer Markierungsstoff eingesetzt werden. Auch solche pigmentfreie
Markierungsstoffe können, beispielsweise als Stich- oder Druckfarbe, auf das Substrat
16 aufgedruckt oder in das Volumen des Substrats 16 eingebracht werden. Nicht pigmentierte,
lasermodifizierbare Beschichtungen können im unbeschrifteten Zustand eine sehr hohe
Transparenz aufweisen. Durch Einwirkung von Laserstrahlung, beispielsweise eines CO
2-Lasers bei 10,6 µm lassen sich mit hoher Geschwindigkeit dauerhafte und kontrastreiche
Markierungen, beispielsweise eine schwarze Beschriftung in der Beschichtung erzeugen.
[0040] Neben der Modifikation der Effektpigmente bzw. des pigmentfreien Markierungsstoffs
durch die Laserstrahlung selbst kommt auch eine Modifikation des Markierungsstoffs
durch die beim Laserstrahlschneiden erzeugte Wärme infrage. Auf diese Weise kann der
modifizierte Randbereich der Öffnung sogar größer als die Strahlausdehnung sein, wie
in Fig. 3(b) verdeutlicht.
[0041] Fig. 3(b) zeigt schematisch die räumliche Verteilung 30' der Wärmeenergie im Substrat
16, die beim Schneiden einer Öffnung mit dem Laserstrahl von Fig. 3(a) erzeugt wird.
Wie aus einem Vergleich der Figuren 3(a) und (b) unmittelbar ersichtlich, erstreckt
sich der erwärmte Bereich aufgrund der Wärmeleitung im Substrat über den Strahldurchmesser
hinaus.
[0042] Wie bereits bei Fig. 3(a) beschrieben, wird das Substrat 16 im inneren Schnittbereich
32 geschnitten, da dort die Laserenergie E die zum Schneiden benötigte Schwellenergie
E
1 überschreitet. Reagieren die Effektpigmente bzw. der pigmentfreie Markierungsstoff
nun zumindest auch auf die beim Schneiden erzeugte Wärmeenergie E' und wird mit E
2' die Reaktionsenergie der Effektpigmente oder des pigmentfreien Markierungsstoffs
bezeichnet, bei deren Überschreiten die gewünschte Farbänderung erfolgt, so ergibt
sich bei den für Fig. 3(b) angenommenen Verhältnissen ein Markierungsbereich 34',
dessen Ausdehnung ohne Weiteres größer als die Abmessung des Laserstrahls sein kann.
[0043] Es ist dabei sogar möglich, dass der Markierungsstoff unmittelbar neben der Schnittkante
abgetragen oder zerstört wird, und erst ab einem bestimmten kleinen Abstand von der
Schnittkante modifiziert wird, wie in den Figuren 3(c) und 4 illustriert. Die Lasermodifikation
erfolgt in dieser Erfindungsvariante nicht mehr im unmittelbaren Randbereich, sondern
in einem gewissen Abstand von der Schnittkante im Nahbereich der Öffnung. In Fig.
3(c) ist wie in Fig. 3(b) die räumliche Verteilung 30' der Wärmeenergie im Substrat
16 gezeigt, wobei für die Darstellung angenommen ist, dass der verwendete Markierungsstoff
ab einer Wärmeenergie E
2' modifiziert wird und oberhalb einer Wärmeenergie E
3' abgetragen oder zerstört wird.
[0044] Der Laserstrahl erzeugt in diesem Fall im Substrat einen Schnittbereich 32, durch
den die Öffnung 14 (Fig. 4) selbst definiert wird, einen unmittelbar angrenzenden
Destruktionsbereich 36, in dem der Markierungsstoff abgetragen oder zerstört wird,
und einen an den Destruktionsbereich 36 angrenzenden Markierungsbereich 34', in dem
nur die gewünschte Farbänderung des Markierungsstoffs induziert wird.
[0045] Wie in Fig. 4 zu erkennen, die wie Fig. 2 eine Aufsicht auf einen erfindungsgemäßen
Merkmalsbereich darstellt, entsteht dadurch eine Öffnung 14 mit einem perfekt gepasserten,
in einem kleinen Abstand umlaufenden Modifikationsbereich 18'. Der Abstand des Modifikationsbereichs
18' zur Schnittkante 38 der Öffnung 14 entspricht dabei gerade der Breite des Destruktionsbereichs
36 der Fig. 3(c).
[0046] Schließt, wie im Fall der Fig. 3(c) und 4, der Modifikationsbereich nicht unmittelbar
an die Schnittkante der Öffnung an, so befindet er sich nach der in dieser Beschreibung
verwendeten Terminologie noch im Nahbereich, nicht mehr jedoch im Randbereich des
Öffnung. Ein unmittelbar an die Schnittkante der Öffnung anschließender Modifikationsbereich,
wie etwa in Fig. 2 gezeigt, liegt dagegen nicht nur im Nahbereich, sondern sogar im
Randbereich der Öffnung.
[0047] Wird durch den Laserschnitt eine schräge Schnittkante im Träger eines Sicherheitselements,
Sicherheitspapiers oder Wertdokuments erzeugt, so kann der Randeffekt auch entlang
der gesamten Schnittkante ausgebildet sein, wie anhand von Fig. 5 erläutert.
[0048] In dieser Erfindungsvariante wird der Markierungsstoff in einer Umgebung der zu erzeugenden
Öffnung nicht nur an der Oberfläche, sondern in das Volumen 42 des Trägers 40 eingebracht,
wie in Fig. 5(a) dargestellt.
[0049] Durch Beaufschlagung des so vorbereiteten Trägers mit Laserstrahlung 44 wird eine
schräge Schnittkante 46 erzeugt, wie in den Figuren 5(b) und (c) gezeigt, beispielsweise
indem der Laserschnitt unter einem vorbestimmten Winkel zur Oberflächennormalen des
Trägers durchgeführt wird und/ oder wegen der gaußförmigen Energieverteilung des Laserstrahls.
[0050] Der für die Reaktion des Markierungsstoffs erforderliche Energieschwellwert wird
dabei in einem Randbereich 48 entlang der schrägen Schnittkante 46 überschritten und
der Markierungsstoff modifiziert. Je nach der Einstellung des Strahlprofils des Laserstrahls
und des Winkels der Strahlführung beim Schneiden kann so ein schmalerer oder breiterer
modifizierter Randbereich erzeugt werden, wie in Fig. 5(b) und (c) illustriert.
[0051] Anstatt die Effektpigmente oder den pigmentfreien Markierungsstoff durch den Schneidlaserstrahl
selbst zu modifizieren, ist es mit Bezug auf Fig. 6 auch möglich, durch ein Lasermodul
im selben Arbeitsgang mit höherer Laserleistung durchgehende Öffnungen 52 in den Träger
50 einzubringen und den lasermodifizierbaren Markierungsstoff im Nahbereich 54 der
Öffnungen 52 mit niedrigerer Laserleistung zu modifizieren. Da das Laserschneiden
und die Pigmentmodifikation im selben Arbeitsgang durchgeführt werden, ist eine hochgenaue
Passerung von Lochdesign 52 zum Effektdesign 54 mit einem Versatz von weniger als
0,1 mm möglich.
[0052] Anders als bei der oben zunächst beschriebenen Erzeugung von Öffnung und Randeffekt
durch denselben Laserstrahl kann der modifizierte Nahbereich 54 bei dieser Erfindungsvariante
auch durch einen gewissen, weitgehend frei wählbaren Zwischenraum 56 von der geschnittenen
Öffnung 52 getrennt sein. Die einfache Darstellung der Fig. 6 dient dabei nur der
Erläuterung des erfindungsgemäßen Prinzips, in der Praxis können selbstverständlich
auch wesentlich komplexere Loch- und Effektdesigns erzeugt werden. Insbesondere ist
nicht notwendig, dass das Effektdesign dieselbe Gestalt hat wie das Lochdesign, so
dass eine Öffnung 52 mit einer ersten Umrissform und das Effektdesign 54 mit einer
zweiten unterschiedlichen Umrissform gestaltet werden können. Beispielsweise kann
eine runde Öffnung 52 mit einem quadratischen oder sternförmigen Effektdesign 54 kombiniert
sein.
[0053] Bei der eben geschilderten Vorgehensweise wird die Produktionsgeschwindigkeit einer
Laserschneidanlage allerdings reduziert, da die Anlage in einem Arbeitsgang zwei Arbeitsschritte
- Schneiden bei hoher Leistungseinstellung und Modifizieren bei niedriger Leistungseinstellung
- erfüllen muss. Alternativ kann daher auch ein erstes Lasermodul zum Erzeugen der
durchgehenden Öffnungen und ein nachgeschaltetes zweites Lasermodul zum Modifizieren
des Markierungsstoffs eingesetzt werden, wobei das erste und zweite Lasermodul durch
dasselbe Steuersignal gesteuert werden. Dadurch lässt sich die Laserschneidanlage
auch bei hoher Geschwindigkeit mit sehr guter Passerung fahren.
[0054] Eine weitere Anwendung erfindungsgemäß modifizierter Öffnungen ist in Fig. 7 dargestellt.
Die dort gezeigte Banknote 60 ist mit einem Merkmalsbereich 62 mit einer Mehrzahl
von Laserlöchern 64 versehen, deren Randbereich, wie oben beschrieben, durch eine
laserinduzierte Farbänderung von Effektpigmenten passergenau eingefärbt ist.
[0055] Neben ihrer visuellen und taktilen Wirkung können derartige Laserlöcher auch dazu
eingesetzt werden, das Kopieren und Bearbeiten von Banknoten mit Scannern, Farbkopierern,
Bildbearbeitungsprogrammen oder dergleichen zu erschweren oder zu verhindern.
[0056] Dazu werden die Laserlöcher 64 beispielsweise in Form vorbestimmter spezieller Konstellationen
66 angeordnet, die über die eingefärbten Ränder durch geeignete Erkennungsroutinen
von den Reproduktionsgeräten oder Bearbeitungsprogrammen identifiziert werden können.
Die Bearbeitung oder Ausgabe von Bilddateien mit den vorbestimmten Konstellationen
kann dann eingeschränkt oder unterbunden werden.
[0057] Fig. 8 zeigt ein Sicherheitselement 70 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung, in das mit einem Laserstrahl von gegenüberliegenden Seiten 72, 76 des Sicherheitselements
her kleine Öffnungen 74, 78 eingebracht sind. Fig. 8(a) zeigt dabei erste Öffnungen
74, die von der ersten Seite 72 des Sicherheitselements 70 her eingebracht sind, die
in Fig. 8(b) dargestellten zweiten Öffnungen 78 sind von der zweiten gegenüberliegenden
Seite 76 des Sicherheitselements her eingebracht.
[0058] Der Träger 80 des Sicherheitselements ist dabei zumindest im Nahbereich mit einer
Gruppe von Öffnungen 74 bzw. 78 mit lasermodifizierbaren Effektpigmenten versehen.
Wie aus dem Querschnitt durch das Sicherheitselement der Fig. 8(d) ersichtlich, ist
der Träger 80 im gezeigten Ausführungsbeispiel sogar im Nahbereich beider Öffnungsgruppen
74, 78 jeweils mit einer Effektpigmentschicht 84, 88 versehen, wobei die Effektpigmente
der Schicht 84 nach Lasereinwirkung einen Farbumschlag zu einer ersten Farbe, beispielsweise
Rot, die Effektpigmente der zweiten Schicht 88 nach Lasereinwirkung einen Farbumschlag
zu einer zweiten Farbe, beispielsweise Grün, zeigen.
[0059] Aufgrund des kleinen, sich verjüngenden Durchmessers der Öffnungen 74, 78 und der
Position der Effektpigmentschichten 84, 88 auf dem Träger sind die Öffnungen 74, 78
im Auflicht jeweils nur von einer Seite der Anordnung zu erkennen. Insbesondere sind
von der ersten Seite des Sicherheitselements her nur die Öffnungen 74 mit rotem Rand
zu erkennen (Fig. 8(a)), von der zweiten Seite des Sicherheitselements her nur die
Öffnungen 78 mit grünem Rand.
[0060] Im Durchlicht sind dagegen beide Gruppen von Öffnungen 74 und 78 ohne - Weiteres
erkennbar und bilden so ein nur im Durchlicht sichtbares Gesamtbild, wie in Fig. 8(c)
gezeigt.
1. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsmerkmals für ein Sicherheitselement, ein
Sicherheitspapier oder einen Datenträger, das einen Träger (16) aufweist, in den eine
oder mehrere durchgehende Öffnungen (14) einge-bracht werden sollen, mit den Merkmalen,
dass bei dem Verfahren
- der Träger (16) zumindest im Nahbereich der zu erzeugenden Öffnungen mit einem lasermodifizierbaren
Markierungsstoff versehen wird (20),
- durch Einwirkung von Laserstrahlung durchgehende Öffnungen (14) in den Träger (16)
eingebracht werden, und
- der lasermodifizierbare Markierungsstoff im Nahbereich (18) der Öffnungen (14) durch
Einwirkung von Laserstrahlung modifiziert wird,
- wobei die Modifikation des lasermodifizierbaren Markierungsstoffs nicht in einer
Abtragung oder Zerstörung besteht, sondern die sichtbare Farbe, die Infrarot-absorbierenden,
magnetischen, elektrischen oder lumineszierenden Eigenschaften des lasermodifizierbaren
Markierungsstoffs durch die Einwirkung der Laserstrahlung verändert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der lasermodifizierbare Markierungsstoff beim Einbringen der durchgehenden Öffnungen
(14) in den Träger (16) durch denselben Laserstrahl modifiziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Lasermodul im selben Arbeitsgang mit höherer Laserleistung die durchgehenden
Öffnungen in den Träger (16) eingebracht werden und mit niedrigerer Laserleistung
der lasermodifizierbare Markierungsstoff im Nahbereich der Öffnungen modifiziert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein erstes Lasermodul die durchgehenden Öffnungen in den Träger (16) eingebracht
werden und durch ein zweites Lasermodul der lasermodifizierbare Markierungsstoff im
Nahbereich (18) der Öffnungen modifiziert wird, wobei das erste und zweite Lasermodul
durch dasselbe Steuersignal gesteuert werden.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (16) mit dem Markierungsstoff beschichtet wird, oder der Markierungsstoff
in das Volumen (42) des Trägers (40) eingebracht wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (16) aus Papier oder aus einer Kunststofffolie gebildet ist.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durchgehende Öffnungen mit schräger Schnittkante (46) in dem Träger (40) erzeugt
werden.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Laserstrahl kreisrunde, durchgehende Öffnungen (14) mit einem kreisrunden,
lasermodifizierten Markierungsstoff-Nahbereich (18) erzeugt werden.
9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Laserstrahl Öffnungen (74, 78) von gegenüberliegenden Seiten (72, 76) des
Sicherheitselements her eingebracht werden, insbesondere mit dem Laserstrahl erste
Öffnungen (74) von einer ersten Seite (72) des Sicherheitselements her eingebracht
werden und zweite Öffnungen (78) von einer zweiten gegenüberliegenden Seite (76) des
Sicherheitselements her eingebracht werden, wobei sich die ersten und zweiten Öffnungen
(74, 78) zu einem im Durchlicht erkennbaren Gesamtbild ergänzen.
10. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der lasermodifizierbare Markierungsstoff in einem unmittelbar an die zu erzeugenden
Öffnungen (14) anschließenden Randbereich (18) der Öffnungen (14) durch Einwirkung
von Laserstrahlung modifiziert wird.
11. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als lasermodifizierbarer Markierungsstoff lasermodifizierbare Effektpigmente eingesetzt
werden, oder ein pigmentfreier, lasermodifizierbarer Markierungsstoff eingesetzt wird.
12. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einbringen der Öffnungen (14) und zum Modifizieren des Markierungsstoffs Laserstrahlung
im ultravioletten oder sichtbaren Spektralbereich oder Laserstrahlung im infraroten
Spektralbereich eingesetzt wird, insbesondere Laserstrahlung eines CO2-Lasers bei einer Wellenlänge von etwa 10,6 µm.
13. Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen mit einem
Träger (16), in den durch Einwirkung von Laserstrahlung durchgehende Öffnungen (14)
eingebracht sind und mit einem lasermodifizierten Markierungsstoff im Nahbereich (18)
der Öffnungen (14), herstellbar nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Modifikation
des lasermodifizierten Markierungsstoffs nicht in einer Abtragung oder Zerstörung
besteht, sondern die sichtbare Farbe, die Infrarot-absorbierenden, magnetischen, elektrischen
oder lumineszierenden Eigenschaften des lasermodifizierten Markierungsstoffs durch
die Einwirkung der Laserstrahlung verändert sind.
14. Sicherheitspapier für die Herstellung von Wertdokumenten oder dergleichen mit einem
Träger (16), in den durch Einwirkung von Laserstrahlung durchgehende Öffnungen (14)
eingebracht sind und mit einem lasermodifizierten Markierungsstoff im Nahbereich (18)
der Öffnungen (14), herstellbar nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Modifikation
des lasermodifizierten Markierungsstoffs nicht in einer Abtragung oder Zerstörung
besteht, sondern die sichtbare Farbe, die Infrarot-absorbierenden, magnetischen, elektrischen
oder lumineszierenden Eigenschaften des lasermodifizierten Markierungsstoffs durch
die Einwirkung der Laserstrahlung verändert sind.
15. Datenträger, insbesondere Wertdokument, wie Banknote, Ausweiskarte oder dergleichen,
mit einem Träger (16), in den durch Einwirkung von Laserstrahlung durchgehende Öffnungen
(14) eingebracht sind und mit einem lasermodifizierten Markierungsstoff im Nahbereich
(18) der Öffnungen (14), herstellbar nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die
Modifikation des lasermodifizierten Markierungsstoffs nicht in einer Abtragung oder
Zerstörung besteht, sondern die sichtbare Farbe, die Infrarot-absorbierenden, magnetischen,
elektrischen oder lumineszierenden Eigenschaften des lasermodifizierten Markierungsstoffs
durch die Einwirkung der Laserstrahlung verändert sind.
1. A method for manufacturing a security feature, for a security element, a security
paper or a data carrier, that exhibits a substrate (16) into which one or more through
openings (14) are to be introduced, having the features that, in the method,
- the substrate (16) is provided (20) with a laser-modifiable marking substance at
least in the vicinity of the openings to be produced,
- by the action of laser radiation, through openings (14) are introduced into the
substrate (16) and
- the laser-modifiable marking substance is modified by the action of laser radiation
in the vicinity (18) of the openings (14),
- the modification of the laser-modifiable marking substance not consisting in an
ablation or destruction, but rather the visible color, the infrared-absorbing, magnetic,
electric or luminescent properties of the laser-modifiable marking substance being
changed by the action of the laser radiation.
2. The method according to claim 1, characterized in that, upon introduction of the through openings (14) into the substrate (16), the laser-modifiable
marking substance is modified by the same laser beam.
3. The method according to claim 1, characterized in that, by a laser module, in the same operation, the through openings are introduced into
the substrate (16) with higher laser power, and the laser-modifiable marking substance
in the vicinity of the openings is modified with lower laser power.
4. The method according to claim 1, characterized in that the through openings are introduced into the substrate (16) by a first laser module,
and the laser-modifiable marking substance in the vicinity (18) of the openings is
modified by a second laser module, the first and second laser module being controlled
by the same control signal.
5. The method according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the substrate (16) is coated with the marking substance, or the marking substance
is introduced into the volume (42) of the substrate (40).
6. The method according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the substrate (16) is formed from paper or from a plastic foil.
7. The method according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that through openings having an oblique cut edge (46) are produced in the substrate (40).
8. The method according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that circular, through openings (14) having a circular, laser-modified marking-substance
vicinity (18) are produced with the laser beam.
9. The method according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that, with the laser beam, openings (74, 78) are introduced from opposing sides (72, 76)
of the security element, especially, with the laser beam, first openings (74) are
introduced from a first side (72) of the security element and second openings (78)
are introduced from a second opposing side (76) of the security element, the first
and second openings (74, 78) complementing each other to form a complete image that
is perceptible in transmitted light.
10. The method according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the laser-modifiable marking substance is modified by the action of laser radiation
in an edge region (18) of the openings (14) that immediately adjoins the openings
to be produced (14).
11. The method according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that laser-modifiable effect pigments are used as the laser-modifiable marking substance,
or a pigment-free, laser-modifiable marking substance is used.
12. The method according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that laser radiation in the ultraviolet or visible spectral range or laser radiation in
the infrared spectral range, especially laser radiation of a CO2 laser at a wavelength of about 10.6 µm, is used to introduce the openings (14) and
to modify the marking substance.
13. A security element for security papers, value documents and the like, having a substrate
(16) into which, by the action of laser radiation, through openings (14) are introduced,
and having a laser-modified marking substance in the vicinity (18) of the openings
(14), manufacturable according to one of claims 1 to 12, the modification of the laser-modified
marking substance not consisting in an ablation or destruction, but rather the visible
color, the infrared-absorbing, magnetic, electric or luminescent properties of the
laser-modified marking substance being changed by the action of the laser radiation.
14. A security paper for manufacturing value documents or the like, having a substrate
(16) into which, by the action of laser radiation, through openings (14) are introduced,
and having a laser-modified marking substance in the vicinity (18) of the openings
(14), manufacturable according to one of claims 1 to 12, the modification of the laser-modified
marking substance not consisting in an ablation or destruction, but rather the visible
color, the infrared-absorbing, magnetic, electric or luminescent properties of the
laser-modified marking substance being changed by the action of the laser radiation.
15. A data carrier, especially a value document, such as a banknote, identification card
or the like, having a substrate (16) into which, by the action of laser radiation,
through openings (14) are introduced, and having a laser-modified marking substance
in the vicinity (18) of the openings (14), manufacturable according to one of claims
1 to 12, the modification of the laser-modified marking substance not consisting in
an ablation or destruction, but rather the visible color, the infrared-absorbing,
magnetic, electric or luminescent properties of the laser-modified marking substance
being changed by the action of the laser radiation.
1. Procédé de fabrication d'une caractéristique de sécurité pour un élément de sécurité,
un papier de sécurité ou un support de données, qui comprend un support (16), dans
lequel doivent être produites une ou plusieurs ouvertures continues (14), présentant
pour caractéristiques le fait que, dans le procédé :
- le support (16) est, au moins dans le domaine proche des ouvertures à produire,
pourvu d'une substance de marquage (20) modifiable par laser,
- sous l'action d'un rayonnement laser, des ouvertures continues (14) sont produites
dans le support (16), et
- la substance de marquage modifiable par laser est, dans le domaine proche (18) des
ouvertures (14), modifiée sous l'action d'un rayonnement laser,
- la modification de la substance de marquage modifiable par laser ne résidant pas
dans un enlèvement ou dans une destruction, mais dans le fait que la couleur visible,
les propriétés d'absorption de l'infrarouge, magnétiques, électriques ou luminescentes
de la substance de marquage modifiable par laser, sont modifiées sous l'action du
rayonnement laser.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la substance de marquage modifiable par laser est, lors de la production des ouvertures
continues (14) dans le support (16), modifiée par le même faisceau laser.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, grâce à un module laser, et au cours d'une seule et même passe, les ouvertures continues
sont produites dans le support (16) avec une puissance laser élevée, et la substance
de marquage modifiable par laser est modifiée dans le domaine proche des ouvertures
grâce à une puissance laser plus faible.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, grâce à un premier module laser, les ouvertures continues sont produites dans le
support (16) et, grâce à un deuxième module laser, la substance de marquage modifiable
par laser est modifiée dans le domaine proche (18) des ouvertures, le premier et le
deuxième modules laser étant pilotés par un seul et même signal de commande.
5. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le support (16) est revêtu de la substance de marquage, ou encore la substance de
marquage est introduite dans le volume (42) du support (40).
6. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le support (16) est constitué de papier ou d'une feuille plastique.
7. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les ouvertures continues sont produites dans le support (40) avec une arête oblique
(46).
8. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le faisceau laser permet de produire des ouvertures (14) continues, circulaires,
ayant un domaine proche (18) de substance de marquage modifiable par laser, de forme
circulaire.
9. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les ouvertures (74, 78) sont produites à partir des faces opposées (72, 76) de l'élément
de sécurité à l'aide du faisceau laser, et en particulier le faisceau laser permet
de produire des premières ouvertures (74) à partir d'une première face (72) de l'élément
de sécurité et des deuxièmes ouvertures (78) à partir d'une deuxième face opposée
(76) de l'élément de sécurité, les première et deuxième ouvertures (74, 78) se complétant
pour former une image globale, reconnaissable par transmission.
10. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la substance de marquage modifiable par laser est modifiée sous l'action d'un rayonnement
laser dans un domaine marginal (18) des ouvertures (14), qui suit immédiatement les
ouvertures (14) à produire.
11. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, en tant que substance de marquage modifiable par laser, on utilise des pigments
à effets, ou encore on utilise une substance de marquage modifiable par laser ne contenant
pas de pigments.
12. Procédé selon au moins l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que, pour produire les ouvertures (14) et pour modifier la substance de marquage, on
utilise un rayonnement laser dans le domaine spectral ultraviolet ou visible, ou un
rayonnement laser dans le domaine spectral infrarouge, en particulier un rayonnement
laser d'un laser à CO2, à une longueur d'onde d'environ 10,6 µm.
13. Elément de sécurité pour papiers de sécurité, documents de valeur et analogues, comportant
un support (16), dans lequel des ouvertures continues (14) sont produites sous l'action
d'un rayonnement laser, ainsi qu'une substance de marquage modifiée par laser dans
le domaine proche (18) des ouvertures (14), pouvant être fabriqué selon l'une des
revendications 1 à 12, la modification de la substance de marquage modifiée par laser
résidant non pas dans un enlèvement ou une destruction, mais dans le fait que la couleur
visible, les propriétés d'absorption de l'infrarouge, magnétiques, électriques ou
luminescentes de la substance de marquage modifiée par laser sont modifiées sous l'action
du rayonnement laser.
14. Elément de sécurité pour documents de valeur et analogues, comportant un support (16),
dans lequel des ouvertures continues (14) sont produites sous l'action d'un rayonnement
laser, ainsi qu'une substance de marquage modifiée par laser dans le domaine proche
(18) des ouvertures (14), pouvant être fabriqué selon l'une des revendications 1 à
12, la modification de la substance de marquage modifiée par laser résidant non pas
dans un enlèvement ou une destruction, mais dans le fait que la couleur visible, les
propriétés d'absorption de l'infrarouge, magnétiques, électriques ou luminescentes
de la substance de marquage modifiée par laser sont modifiées sous l'action du rayonnement
laser.
15. Support de données, en particulier documents de valeur, tels qu'un billet de banque,
une carte d'identité ou analogues, comportant un support (16), dans lequel des ouvertures
continues (14) sont produites sous l'action d'un rayonnement laser, ainsi qu'une substance
de marquage modifiée par laser dans le domaine proche (18) des ouvertures (14), pouvant
être fabriqué selon l'une des revendications 1 à 12, la modification de la substance
de marquage modifiée par laser résidant non pas dans un enlèvement ou une destruction,
mais dans le fait que la couleur visible, les propriétés d'absorption de l'infrarouge,
magnétiques, électriques ou luminescentes de la substance de marquage modifiée par
laser sont modifiées sous l'action du rayonnement laser.