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(11) |
EP 2 167 239 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.2012 Patentblatt 2012/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.06.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/057395 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/152098 (18.12.2008 Gazette 2008/51) |
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| (54) |
BESCHICHTUNGSVORRICHTUNG, BESCHICHTUNGSSTATION UND VERFAHREN ZUR BESCHICHTUNG EINES
OBJEKTS
COATING DEVICE, COATING STATION, AND METHOD FOR COATING AN OBJECT
DISPOSITIF DE REVETEMENT, STATION DE REVETEMENT ET PROCEDE DE REVETEMENT D'UN OBJET
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
12.06.2007 DE 102007027078
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.2010 Patentblatt 2010/13 |
| (73) |
Patentinhaber: TGC Technologie-
Beteiligungsgesellschaft mbH |
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91126 Rednitzhembach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRENDEL, Gerhard
91275 Auerbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lang, Christian |
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LangRaible GbR
Patent- und Rechtsanwälte
Rosenheimerstrasse 139 81671 München 81671 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 733 799 US-A- 2 730 988 US-A- 3 462 292
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GB-A- 591 474 US-A- 2 869 510 US-A- 4 563 977
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beschichtungsvorrichtung zur elektrostatischen
Beschichtung einer ersten Seite eines relativ zur Beschichtungsvorrichtung bewegten
Objekts, insbesondere zur Beschichtung einer ersten Oberfläche eines flächigen Objekts,
sowie eine Beschichtungsstation umfassend eine derartige Beschichtungsvorrichtung.
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Beschichtung eines Objekts, insbesondere
zur Beschichtung einer ersten Oberfläche eines flächigen Objekts, vorzugsweise in
der oben genannten Beschichtungsvorrichtung bzw. Beschichtungsstation.
STAND DER TECHNIK
[0002] Pulverbeschichtungsstationen und Pulverbeschichtungsverfahren mit elektrostatischer
Beschichtung eines Objekts bzw. Werkstücks sind bekannt. Dabei wird Beschichtungspulver
auf das Werkstück aufgetragen. Die Pulverpartikel haften durch elektrostatische Kräfte
auf dem Werkstück. Ein Problem ist hierbei, dass sich an den Kanten, an denen die
Feldlinien des elektrostatischen Felds kunzentriert sind, Kanteneffekte bilden, so
dass sich dort ein besonders starker Pulverauftrag ergibt. Die Konzentration des Pulvers
an den Kanten führt zu dem sogenannten Bilderrahmeneffekt, der vermieden werden soll.
Dazu werden bekanntermaßen Gegenelektroden hinter dem Werkstück vorgesehen, die dazu
fuhren sollen, dass eine gleichmäßige Feldlinienverteilung gegeben ist und somit keine
Konzentration von Pulver aufgebaut wird. Diese Maßnahme zeigt jedoch keine zufrieden
stellenden Ergebnisse. Insbesondere tritt beim Einsatz der hinter dem Werkstück angeordneten
Gegenelektroden ein von Spannungsschlägen erzeugter Effekt auf, sog. "Nadelstiche",
der eine ungleichmäßige und spröde Beschichtung zur Folge mit sich bringt.
[0003] Die
US 5,915,621 offenbart eine elektrostatische Pulves beschichtungsvorrichtung mit einer koronaelektrode
zur Aufladung des Beschichtungsubjektes vor der Pulves applikation.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der Erfindung, die Qualität und Homogenität einer
Pulverbeschichtung, insbesondere in den Kantenbereichen eines flächigen Objekts, zu
verbessern.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Beschichtungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, eine
Beschichtungsstation gemäß Anspruch 6 oder ein Verfahren gemäß Anspruch 8. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Demnach wird eine Beschichtungsvorrichtung zur elektrostatischen Beschichtung einer
ersten Seite eines relativ zur Beschichtungsvorrichtung bewegten Objekts, insbesondere
zur Beschichtung einer ersten Oberfläche eines flächigen Objekts, bereitgestellt,
die wenigstens eine erste Abgabeeinheit zur Abgabe eines Beschichtungsmittels, und
wenigstens eine erste Elektrodenanordnung zur Beeinflussung der Beschichtung des Objekts
umfasst.
[0007] Insbesondere betrifft die Erfindung eine Pulverbeschichtungsstation mit elektrostatischer
Beschichtung eines Objekts, welches auch als Werkstück bezeichnet werden kann. Das
Beschichtungsmittel sind in diesem Fall Beschichtungspartikel bzw. ein Beschichtungspulver,
das auf das Werkstück aufgetragen wird, indem die Pulverpartikel durch elektrostatische
Kräfte auf dem Werkstück haften bleiben. Die Erfindung soll jedoch nicht auf die Pulverbeschichtung
beschränkt sein, sondern jede elektrostatisch unterstützte Beschichtung umfassen.
Vor allem betrifft die Erfindung die Pulverbeschichtung von Holzwerkstoffen, insbesondere
MDF-Platten (Medium Density Fibre MDF) zur Herstellung von Hochglanzoberflächen, bei
denen Kanteneffekte an den Kanten zu Stirnseiten besondere Probleme bereiten.
[0008] Die Abgabeeinheit kann ein oder mehrere Pulverpistolenanordnungen, von denen jede
wenigstens eine, insbesondere zwei oder mehrere Pulverpistolen bzw. -strahler (Abgabevorrichtung)
umfasst, aufweisen. Vor allem können die Abgabevorrichtungen, wie Pulverpistolen und
Pulverstrahler, über eine Fläche verteilt angeordnet werden, so dass ein Beschichtungsbereich
definiert ist, in welchem die Abgabevorrichtungen ein entsprechendes Pulver oder allgemein
Beschichtungsmittel auf ein Werkstück aufbringen können.
[0009] Insbesondere kann die Abgabeeinheit wenigstens einen, insbesondere zwei oder mehrere
nebeneinander angeordnete Abgabevorrichtungen aufweisen. So können insbesondere mehrere
Abgabevorrichtungen (z. B. Pulverpistolen) quer, insbesondere senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Objekts relativ zur Abgabeeinheit in Reihen und/oder Spalten angeordnet sein.
Bei einer senkrechten oder vertikalen Ausrichtung des insbesondere plattenförmigen
Objekts bzw. der zu beschichtenden Werkstückoberfläche können beispielsweise mehrere
Pistolen benachbart vertikal relativ zueinander angeordnet, so dass die gesamte Breite
bzw. Höhe der Objektfläche bei der Längsbewegung des Objekts vorbei an der Abgabeeinheit
beschichtet werden kann.
[0010] Üblicherweise wird das zu beschichtende Objekt oder Werkstück linear an der Vorrichtung
vorbei geführt, wobei eine Seite beschichtet wird. Allerdings kann auch die Vorrichtung
relativ zum Werkstück bewegbar sein, um eine Oberfläche des Werkstücks vollständig
mit Beschichtungsmaterial zu beaufschlagen.
[0011] Die Abgabeeinheit ist negativ oder positiv gepolt. Damit wirkt sie als negativ geladene
Kathode oder als positiv geladene Anode, die eine Haftung der Partikel an der Oberfläche
bewirkt. Bevorzugt wird die Abgabevorrichtung negativ gepolt.
[0012] Die Elektrodenanordnung umfasst mehrere oberhalb und unterhalb und seitlich benachbart
zur Abgabeeinheit oder Abgabevorrichtung angeordnete Anoden oder kathoden. Diese Anoden
bzw. Kathoden sind auf derselben Seite der zu beschichtenden Oberfläche angeordnet,
d.h. statt die Gegenelektrode wie aus dem Stand der Technik bekannt auf der gegenüberliegenden
Seite des Werkstückes vorzusehen, sind die Anoden bzw. Kathoden um die negativ bzw.
positiv gepolten Pulverpistolen herum angeordnet werden. Die Anordnung der Anoden
bzw. Kathoden, allgemein auch als Elektroden bezeichnet, kann hierbei in einer Ebene
parallel zur Bewegungsebene des Werkstücks erfolgen oder die Elektroden können in
verschiedenen Ebenen parallel zur Bewegungsebene des Werkstücks vorgesehen sein. Die
Anoden/Kathoden weïsen ein umgekehrtes Vorzeichen im Vergleich zur Polung der Abgabeeinheit
auf.
[0013] Zusätzlich sind Anoden/Kathoden oberhalb und unterhalb des an den Pulverpistolen
vorbeilaufenden Werkstückes, also des Beschichtungsbereichs, angeordnet, um den Feldlinienverlauf
so zu beeinflussen, dass im Bereich der oberen und unteren Kanten (die im Wesentlichen
parallel zur Bewegungsrichtung an der Vorrichtung vorbei transportiert werden) keine
Rand- oder Kanteneffekte auftreten. Die vor und hinter den Pulverpistolen (relativ
zur Bewegungsrichtung des Objekts) vorgesehenen Anoden/Kathoden sorgen für eine Veränderung
des durch die Anoden/Kathoden erzeugten Feldlinienverlaufs derart, dass im Bereich
der vorderen und hinteren Kanten (die im Wesentlichen senkrecht an der Vorrichtung
vorbei transportiert werden) keine Rand- oder Kanteneffekte auftreten. Bei einer senkrechten
Ausrichtung des zu beschichtenden Objekts, beispielsweise einer MDF-Platte, während
der Bewegung durch die Beschichtungsstation ist beispielsweise beidseitig der Abgabeeinheit/Abgabevorrichtung
jeweils eine Elektrodenanordnung (in Transportrichtung und entgegengesetzt) angeordnet,
sowie Anoden/Kathoden oberhalb und unterhalb der Abgabeeinheit, d. h. oberhalb der
obersten und unterhalb der untersten Abgabevorrichtung der Abgabeeinheit und/oder
oberhalb und/oder unterhalb des Beschichtungsbereichs.
[0014] Insbesondere sind die Abgabeeinheit und/oder die Elektrodenanordnung der Beschichtungsvorrichtung
bewegbar relativ zu einer Beschichtungskammer und/oder Werkstückaufnahme einer Beschichtungsstation
angeordnet. Die Abgabeeinheit kann beispielsweise quer, insbesondere senkrecht zur
Bewegungsrichtung des Werkstücks hin und her bewegbar sein. Die Pulverpistolen können
während des Pulverauftrages hin und her oszillieren. Die Elektroden können entweder
starr oder auch beweglich angeordnet sein und eine Bewegung mit der Abgabeeinheit
oder unabhängig von der Abgabeeinheit durchführen. Damit wird eine homogene Beschichtung
entlang der Breite der Objektoberfläche erreicht.
[0015] Eine erfindungsgemäße Beschichtungsstation, umfasst eine erste Beschichtungsvorrichtung
wie oben beschrieben, und eine zweite Beschichtungsvorrichtung zur elektrostatischen
Beschichtung einer zweiten Seite eines relativ zur zweiten Beschichtungsvorrichtung
bewegten Objekts, insbesondere zur Beschichtung einer zweiten Oberfläche eines flächigen
Objekts, mit wenigstens einer zweiten Abgabeeinheit zur Abgabe eines Beschichtungsmittels,
und wenigstens einer zweiten Elektrodenanordnung zur Beeinflussung der Beschichtung
des Objekts. Die erste Vorrichtung bestehend aus Abgabeeinheit und Elektrodenanordnung
kann an einer ersten Seite relativ zum entlang einer Bewegungsstrecke transportierten
zu beschichtenden Objekt angeordnet sein, die andere Vorrichtung bestehend aus Abgabeeinheit
und Elektrodenanordnung kann an einer anderen Seite relativ zum entlang einer Bewegungsstrecke
transportierten zu beschichtenden Objekt angeordnet sein. Insbesondere können die
Vorrichtungen versetzt zueinander angeordnet sein, so dass es bei der sukzessiven
Beschichtung der beiden Oberflächen zu keinen Störungen durch die jeweils andere Vorrichtung
kommt. Der Versatz kann hierbei das 1-fache oder 1,5-fache oder mehrfache der Ausdehnung
des Beschichtungsbereichs in dieser Richtung entsprechen.
[0016] Die Erfindung wird auch gelöst durch ein Verfahren zur Beschichtung einer ersten
Seite eines Objekts, insbesondere zur Beschichtung einer ersten Oberfläche eines flächigen
Objekts, vorzugsweise mittels einer Beschichtungsvorrichtung bzw. Beschichtungsstation
wie oben beschrieben, umfassend folgende Schritte: Bereitstellung einer Anordnung
von wenigstens einer Abgabeeinheit und wenigstens einer der Abgabeeinheit zugeordneten
Elektrodenanordnung mit wenigstens einer Elektrode; Bewegung des Objekts relativ zur
Beschichtungsstation entlang einer Bewegungsstrecke vorbei an der Anordnung; Abgabe
eines Beschichtungsmittels zur Beschichtung des Objekts während der relativen Bewegung
des Objekts; und Beaufschlagung der Elektrodenanordnung mit einer positiven oder negativen
Spannung und/oder Ladung wenigstens während eines Teilzeitraums des Beschichtungsprozesses.
[0017] Insbesondere wird die Elektrodenanordnung wenigstens dann mit einer positiven Spannung
(als Anode) oder negativen Spannung (als Kathode) und/oder Ladung beaufschlagt, wenn
sich eine vordere Kante annährt bzw. eine hintere Kante des relativ zur Beschichtungsstation
bewegten Objekts entfernt, und ein bestimmter Abstand vor einer Anode/Kathode unterschritten
wird. Insbesondere wird eine Anode/Kathode mit einer positiven/negativen Spannung
beaufschlagt, so lange eine vordere Kante des Objekts (mit Bezug auf seine Bewegungsrichtung)
einen bestimmten Abstand von dieser Anode/Kathode aufweist, bis die Kante die Anode/Kathode
passiert hat (minimaler Abstand). Anschließend passiert die Kante die Abgabeeinheit
und die dahinter angeordnete Anode/Kathode. Sobald die Kante diese Elektrode passiert,
wird die Anode/Kathode mit einer positiven/negativen Spannung beaufschlagt, bis die
Kante einen bestimmten Abstand von der Anode/Kathode erreicht hat. Die nur zeitweise
Beaufschlagung der Elektroden kann insbesondere die (im Bezug auf die Bewegungsrichtung
des Objekts) vor und hinter den Abgabeeinheiten angeordneten Elektroden betreffen.
Auf diese Weise wird eine qualitativ hochwertige Beschichtung der Oberfläche des Objekts
auch in den Kantenbereichen erreicht. Da Randeffekte in Kantennähe auftreten, ist
die Einschaltung dieser Elektroden selektiv während der Vorbeibewegung der Kanten
an der Anordnung vorgesehen. Die insbesondere relativ oberhalb und unterhalb der Abgabeeinheit
bzw. des Beschichtungsbereichs angeordneten Anoden/Kathoden können jedoch in einem
anderen Modus, beispielsweise mit konstanter positiver/negativer Spannung, betrieben
werden, wobei insgesamt die eingestellte Spannung mit dem Abstand der Abgabevorrichtung
oder der Anode/Kathode zur zu beschichtenden Werkstückoberfläche bzw. zum Beschichtungsbereich
variieren kann. Die entsprechenden Betriebs-Modi können natürlich auch für alle anderen
Elektrodenanordnungen Verwendung finden.
[0018] Insbesondere wird die Abgabeeinheit wenigstens während eines Teilzeitraums des Beschichtungsprozesses
mit einer negativen oder positiven Spannung und/oder Ladung beaufschlagt.
[0019] Die Elektrodenspannung beträgt beispielsweise zwischen 10.000 kV und 50.000 kV. Sie
ist in der Regel mit entgegengesetztem Vorzeichen im Vergleich zur Abgabeeinheit gepolt.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Abgabeeinheit und/oder die Elektrodenanordnung
relativ zum Objekt in einer zur relativen Bewegungsrichtung (v) zwischen der Abgabeeinheit
und der Elektrodenanordnung nicht parallelen Richtung, insbesondere quer, vorzugsweise
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Objekts, bewegt. Die Bewegung von Abgabeeinheit
und/oder Elektrodenanordnung kann dabei synchron oder unabhängig voneinander erfolgen.
[0021] Das Objekt kann während des Transports durch die Beschichtungsstation senkrecht bzw.
vertikal ausgerichtet sein. Die Abgabeeinheit kann dann eine Hin- und Herbewegung
nach oben und unten durchführen, so dass die Oberfläche des Objekts entlang ihrer
Breite (senkrecht zur Längs- oder Bewegungsrichtung) homogen beschichtet wird.
[0022] Für die beschriebenen Merkmale soll sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen
miteinander Schutz beansprucht werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0023] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnungen deutlich.
Die Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Pulverbeschichtungsstation;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Pulverbeschichtungsstation; und
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Pulverbeschichtungsstation.
BESCHREIBUNG EINES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0024] In der Figur 1 ist schematisch eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Pulverbeschichtungsstation
1 dargestellt. Sie weist eine Pulverkabine 2 auf, durch die ein flächiges Objekt 3,
z.B. ein Werkstück oder Substrat, zur elektrostatischen Beschichtung mit einem Pulver
in einer Richtung senkrecht zur Zeichenebene hindurchgeführt wird.
[0025] Das Beschichtungspulver wird über benachbart zueinander angeordnete Pulverpistolen
4 bzw. 5 bereitgestellt, um die ihnen gegenüber angeordneten Oberflächen 3a bzw. 3b
des Substrats 3 zu beschichten. Die Pulverpistolen 4 und 5 sind negativ gepolt, um
ein elektrostatisches Feld zu erzeugen und das Beschichtungspulver haftend auf die
Oberflächen 3a bzw. 3b aufzubringen. Darüber hinaus sind beide Anordnungen von Pulverpistolen
4 und 5 jeweils in senkrechter Richtung oszillierend (angedeutet durch die Doppelpfeile)
an einem Träger angeordnet. Sie können jedoch auch starr angeordnet sein.
[0026] Zur Verbesserung der Beschichtungsqualität an der Oberkante und der Unterkante des
Substrats 3, die parallel zur Bewegungsrichtung des Werkstücks 3 angeordnet sind,
sind oberhalb und unterhalb der Pistolenanordnungen 4 und 5 jeweils mit einer positiven
Spannung beaufschlagte Anoden 6a, 7a, 6b, 7b vorgesehen. Die Anoden 6a und 7a beeinflussen
das durch die negativ gepolte Pulverpistole 4 erzeugte elektromagnetische Feld im
Kantenbereich, die Anoden 6b und 7b beeinflussen das durch die negativ gepolte Pulverpistole
5 erzeugte elektromagnetische Feld im Kantenbereich, so dass Rahmeneffekte oder sonstige
störende Effekte im Bereich der Kanten der Oberflächen 3a und 3b verhindert werden.
[0027] Die Figur 2 zeigt eine Seitenansicht der Pulverbeschichtungsstation 1 gemäß der Figur
1. In der Darstellung werden zwei Werkstücke 3 hintereinander mit der Geschwindigkeit
v, angedeutet durch entsprechende Pfeile, durch die Pulverkabine 2 hindurch geführt.
Die Werkstücke definieren dabei zumindest in der Höhe den Beschichtungsbereich (entspricht
der Breite des Werkstücks). Beim Passieren der kreisförmig dargestellten und negativ
geladenen Pulverpistolen 4 und 5 werden die Werkstücke 3 durch das von den Pistolen
4 und 5 abgegebene Pulver beschichtet. Die Pulverpistolenanordnungen 4 und 5 werden
dabei, wie durch entsprechende Doppelpfeile angedeutet, nach oben und unten bewegt,
um eine homogene Beschichtung der Werkstücke 3 zwischen den Oberkanten 3c und den
Unterkanten 3d zu bewerkstelligen.
[0028] Zur Vermeidung von Kanteneffekten an den Oberkanten 3c und den Unterkanten 3d sind
eine obere Anode 6 und eine untere Anode 7 benachbart oberhalb und unterhalb der jeweiligen
Pistolenanordnungen 4 bzw. 5 angeordnet. Diese Anoden 6 und 7 werden zumindest während
des Beschichtungsvorgangs an einem der beiden Beschichtungsmodule kontinuierlich betrieben,
d.h. sie sind kontinuierlich positiv gepolt und liegen (gegenüber dem Substrat 3)
auf einem positiven elektrischen Potential. Die Anoden 6 und 7 können ortsfest sein,
wie hier gezeigt, oder sich mit den Pulverpistolen synchron oder unabhängig (asynchron)
von den Pulverpistolen 4, 5 bewegen.
[0029] Außerdem sind seitlich benachbart zu den Pulverpistolenanordnungen 4, 5 jeweils erste
Anoden 8 bzgl. der Bewegungsrichtung v vor den Pistolenanordnungen 4 und 5 angeordnet,
und zweite Anoden 9 bzgl. der Bewegungsrichtung v hinter den Pistolenanordnungen 4
und 5 angeordnet. Diese Anodenanordnungen sorgen durch ein gesteuertes Anschalten
ihres positiven Potentials für die Vermeidung von Kanteneffekten an den Vorderkanten
3e und den Hinterkanten 3f der Werkstücke 3.
[0030] Sämtliche Anoden 6, 7, 8, 9, die einer bestimmten Abgabeeinheit 4 bzw. 5 zugeordnet
sind, sind auf derselben Substratseite angeordnet wie die jeweilige Abgabeeinheit
4 bzw. 5.
[0031] Statt Anoden (bei negativ gepolter Abgabeeinheit) können auch Kathoden (bei positiv
gepolter Abgabeeinheit) vorgesehen sein. Die Abgabeeinheit und die Elektroden liegen
im Betrieb auf unterschiedlichem Potential und sind in der Regel unterschiedlich gepolt.
[0032] Die Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf die Pulverbeschichtungsanlage 1, bei der entlang
des Transportwegs B zwei Substrate 3 mit einer Geschwindigkeit v durch die Pulverkabine
2 hindurch transportiert werden. Die Beschichtungsstation 1 umfasst eine erste Teilstation
1a zur Beschichtung einer ersten Oberfläche 3a der vorbeitransportierten Substrate
3 und eine zweite Beschichtungsteilstation 1b zur Beschichtung einer zweiten Oberfläche
3b der Substrate 3.
[0033] Beide Teilstationen 1a und 1b weisen eine vordere Anodenanordnung 8 und eine hintere
Anodenanordnung 9 auf. Die seitlich vor und hinter den Beschichtungspistolenanordnungen
4 und 5 angebrachten Anoden 8 bzw. 9 werden nur zeitweise mit positiver Spannung beaufschlagt,
nämlich dann, wenn sich die Hinterkante 3f eines Substrats 3 der vorderen Anode 8
annähert und einen Abstand a unterschreitet. Das Potential wird abgeschaltet, wenn
die Kante 3f die Anodenanordnung 8 passiert.
[0034] Die hintere Anodenanordnung 9 wird eingeschaltet, sobald eine Kante 3e, 3f diese
passiert und abgeschaltet, sobald die Kante 3e, 3f einen Abstand b überschreitet.
Insbesondere können die Werte a und b etwa 100 mm betragen. Der Abstand des Werkstücks
3 von den Anoden 8,9 bzw. den Pulverpistolen 4, 5 liegt dabei im Bereich von 200 mm.
Bei größeren Abständen sind auch die Strecken a und b, in welchen die Anoden betrieben
werden, größer. Beispielsweise kann der Abstand a = b bei einem Abstand der Werkstückoberfläche
3a, 3b von der Anoden 8, 9 bzw. der Pulverpistole 4, 5 im Bereich von 150 mm bis 50
mm, vorzugsweise 75 mm betragen.
[0035] Auf diese Weise können unerwünschte Beschichtungseffekte, beispielsweise die sog.
Nadelstiche, auf den Oberflächen 3a und 3b im Bereich der Vorder- und der Hinterkante
3e bzw. 3f vermieden werden.
1. Beschichtungsvorrichtung zur elektrostatischen Beschichtung einer ersten Seite eines
relativ zur Beschichtungsvorrichtung bewegten Objekts (Werkstück) (3), insbesondere
zur Beschichtung einer ersten Oberfläche eines flächigen Objekts (3), umfassend:
wenigstens eine erste Abgabeeinheit (4, 5) zur Abgabe eines Beschichtungsmittels,
wobei die Abgabeeinheit (4, 5) als Anode oder Kathode ausgebildet ist, und
wenigstens eine erste Elektrodenanordnung (6, 7, 8, 9) zur Beeinflussung der Beschichtung
des Objekts (3),
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Elektrodenanordnung (6, 7, 8, 9) mehrere Kathoden oder Anoden mit zur Abgabeeinheit
(4, 5) umgekehrten Polung oberhalb und unterhalb und seitlich der Abgabeeinheit (4,
5) angeordnet sind, wobei jeweils eine Kathode oder Anode mit zur Abgabeeinheit (4,
5) umgekehrten Polung oberhalb und unterhalb des Beschichtungsbereichs angeordnet
sind.
2. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgabeeinheit (4, 5) wenigstens eine, insbesondere mehrere nebeneinander, vorzugsweise
in Reihen und/oder Spalten angeordnete Abgabevorrichtungen aufweist.
3. Beschichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Elektrodenanordnung mindestens eine seitlich gegenüber dem Beschichtungsbereich
versetzt angeordnete Anode oder Kathode aufweist.
4. Beschichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anode oder Kathode maximal den Abstand, vorzugsweise den halben Abstand von Abgabevorrichtung
oder Abgabeeinheit von der zu beschichtenden Werkstückoberfläche oder einer Objektbahn,
auf der sich das Objekt (Werkstück) bewegt, von der Abgabevorrichtung oder-einheit
entfernt angeordnet ist.
5. Beschichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgabeeinheit (4, 5) und/oder die Elektrodenanordnung (6, 7, 8, 9) der Beschichtungsvorrichtung
relativ zu einer Beschichtungskammer einer Beschichtungsstation und/oder einer Werkstückaufnahme
bewegbar angeordnet ist
6. Beschichtungsstation, umfassend eine erste Beschichtungsvorrichtung (1a) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, und eine zweite Beschichtungsvorrichtung (1b) zur elektrostatischen
Beschichtung einer zweiten Seite eines relativ zur zweiten Beschichtungsvorrichtung
bewegten Objekts, insbesondere zur Beschichtung einer zweiten Oberfläche eines flächigen
Objekts, umfassend:
wenigstens eine zweite Abgabeeinheit zur Abgabe eines Beschichtungsmittels, und
wenigstens eine zweite Elektrodenanordnung zur Beeinflussung der Beschichtung des
Objekts.
7. Beschichtungsstation nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Abgabeeinheit spiegelsymmetrisch zur Objektbahn gegenüberliegend, jedoch
um mindestens einen Beschichtungsbereich, vorzugsweise mehr als einen, insbesondere
1,5 Beschichtungsbereiche versetzt entlang der Objektbahn angeordnet ist.
8. Verfahren zur Beschichtung einer ersten Seite eines Objekts, insbesondere zur Beschichtung
einer ersten Oberfläche eines flächigen Objekts, mittels einer Beschichtungsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend folgende Schritte:
Bereitstellung der Beschichtungsvorrichtung ;
Bewegung des Objekts relativ zur Beschichtungsvorrichtung entlang einer Transportstrecke
(Objektbahn);
Abgabe eines Beschichtungsmittels zur Beschichtung des Objekts während der relativen
Bewegung des Objekts; und
Beaufschlagung der wenigstens einen Anode oder Kathode der Elektrodenanordnung mit
einer positiven oder negativen Spannung und/oder Ladung wenigstens während eines Teilzeitraums
des Beschichtungsprozesses.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beaufschlagung der Anode oder Kathode der Elektrodenanordnung mit Spannung wenigstens
dann erfolgt, wenn eine Kante des an der Anode oder Kathode vorbei bewegten Objekts
über einen bestimmten Bereich relativ zur Anode oder Kathode bewegt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anode oder Kathode innerhalb eines Bereichs, bei dem sich eine Kante des Werkstücks
(Objekts) innerhalb eines Abstandes von einem, vorzugsweise einem halben Abstand der
Abgabeeinheit oder Abgabevorrichtung von dem Objekt oder der Objektbahn vor der Anode
oder Kathode befindet, mit Spannung beaufschlagt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannung zwischen 10.000 kV und 50.000 kV beträgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannung insbesondere von versetzt zum Beschichtungsbereich angeordneten Anoden
oder Kathoden in Abhängigkeit von dem Abstand der Anode oder Kathode zum Beschichtungsbereich
gewählt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgabeeinheit und/oder die Elektrodenanordnung relativ zum Objekt in einer zur
relativen Bewegungsrichtung (v) zwischen der Abgabeeinheit und der Elektrodenanordnung
nicht parallelen Richtung bewegt weiden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Objekt und/oder die zu beschichtende Werkstückoberfläche während des Transports
durch die Beschichtungsstation im Wesentlichen senkrecht oder vertikal ausgerichtet
ist.
1. Coating apparatus for the electrostatic coating of a first side of an object (work
piece) (3) moved relative to the coating apparatus, especially for coating a first
surface of a flat object (3), comprising: at least a first dispensing unit (4, 5)
for dispensing a coating composition, wherein the dispensing unit (4, 5) is fomed
as anode or cathode, and at least a first electrode arrangement (6, 7, 8, 9) for influencing
coating of the object (3),
characterised by the fact that
in the electrode arrangement (6, 7, 8, 9), several cathodes or anodes of opposite
polarity to the dispensing unit (4, 5) are arranged above and below and at the side
of the dispensing unit (4, 5), wherein in each case a cathode or anode of opposite
polarity to the dispensing unit (4, 5) is arranged above and below the coating region.
2. Coating apparatus in accordance with claim 1,
characterised by the fact that
the dispensing unit (4, 5) has at least one, especially several adjacent dispensing
apparatuses, preferably arranged in rows and/or columns.
3. Coating apparatus in accordance with any of the previous claims,
characterised by the fact that
the electrode arrangement has at least one anode or cathode laterally offset relative
to the coating region.
4. Coating apparatus in accordance with any of the previous claims,
characterised by the fact that
the anode or cathode is disposed at a distance from the dispensing apparatus or dispensing
unit, said distance being at most the distance, preferably half the distance, of the
dispensing apparatus or dispensing unit from the work piece surface to be coated or
an object path on which the object (work piece) moves.
5. Coating apparatus in accordance with any of the previous claims,
characterised by the fact that
the dispensing unit (4, 5) and/or the electrode arrangement (6, 7, 8, 9) of the coating
apparatus are disposed so as to be movable relative to a coating chamber of a coating
station and/or a work piece fixture.
6. Coating station comprising a first coating apparatus (1a) in accordance with any of
the previous claims and a second coating apparatus (1 b) for the electrostatic coating
of a second side of an object moved relative to the second coating apparatus, especially
for the coating of a second surface of a flat object, comprising:
at least a second dispensing unit for dispensing a coating composition,
and at least a second electrode arrangement for influencing coating of the object.
7. Coating station in accordance with claim 6,
characterised by the fact that
the second dispensing unit is disposed mirror-symmetrically opposite the object path,
but offset by at least one coating region, preferably more than one, especially 1.5
coating regions along the object path.
8. Method for coating a first side of an object, especially for coating a first surface
of a flat object, preferably by means of a coating apparatus in accordance with any
of claims 1 to 5, comprising the following steps:
Provision of the coating apparatus;
Movement of the object relative to the coating apparatus along a transport path (object
path);
Dispensing of a coating composition for coating the object during the relative movement
of the object, and
Application of a positive or negative voltage and/or charge to the at least one anode
or cathode of the electrode arrangement, at least during a sub-period of the coating
process.
9. Method in accordance with claim 8,
characterised by the fact that
the application of the voltage to the anode or cathode of the electrode arrangement
occurs at least when one edge of the object moved past the anode or cathode is moved
over a certain region relative to the anode or cathode.
10. Method in accordance with claim 9,
characterised by the fact that
the anode or cathode within a region, in which one edge of the work piece (object)
is located within a distance of one, preferably one half, distance of the dispensing
unit or dispensing apparatus from the object or the object path in front of the anode
or cathode, is placed under a voltage.
11. Method in accordance with any of claims 8 to 10,
characterised by the fact that
the voltage is between 10,000 kV and 50,000 kV.
12. Method in accordance with any of claims 8 to 11,
characterised by the fact that
the voltage, especially of anodes or cathodes offset from the coating region, is chosen
as a function of the distance between the anode or cathode and the coating region.
13. Method in accordance with any of claims 8 to 12,
characterised by the fact that
the dispensing unit and/or the electrode arrangement are moved relative to the object
in a direction which is non-parallel with the relative direction of movement (v) between
the dispensing unit and the electrode arrangement.
14. Method in accordance with any of claims 8 to 13,
characterised by the fact that
the object and/or the work piece surface to be coated is essentially oriented vertically
or perpendicularly during transport through the coating station.
1. Dispositif d'enduction pour l'enduction électrostatique d'un premier côté d'un objet
(pièce à travailler) (3) qui est déplacé par rapport au dispositif d'enduction, en
particulier pour l'enduction d'une première surface d'un objet plan (3), comprenant
:
au moins une première unité d'émission (4, 5) pour l'émission d'un moyen d'enduction,
l'unité d'émission (4, 5) étant configurée en tant qu'anode ou que cathode, et au
moins un premier dispositif d'électrode (6, 7, 8, 9) pour influencer l'enduction de
l'objet (3),
caractérisé en ce
que plusieurs cathodes ou anodes (6, 7, 8, 9) avec une polarisation inverse par rapport
à l'unité d'émission (4, 5) sont placées au-dessus et au-dessous et sur le côté de
l'unité d'émission (4, 5), une cathode ou anode avec une polarisation inverse par
rapport à l'unité d'émission (4, 5) étant respectivement placée respectivement au-dessus
et au-dessous de la zone d'enduction.
2. Dispositif d'enduction selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que l'unité d'émission (4, 5) présente au moins une, en particulier plusieurs dispositifs
d'émission placés l'un à côté de l'autre, de préférence en rangées et/ou colonnes.
3. Dispositif d'enduction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif d'électrode présente au moins une anode ou cathode placée décalée latéralement
par rapport à la zone d'enduction.
4. Dispositif d'enduction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'anode ou la cathode est placée éloignée du dispositif ou de l'unité d'émission
au maximum de la distance, de préférence de la moitié de la distance entre le dispositif
d'émission ou l'unité d'émission et la surface de la pièce à travailler à enduire
ou une trajectoire d'objet sur laquelle l'objet (la pièce à travailler) se déplace.
5. Dispositif d'enduction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'unité d'émission (4, 5) et/ou le dispositif d'électrode (6, 7, 8, 9) du dispositif
d'enduction est placé mobile par rapport à une chambre d'enduction d'une station d'enduction
et/ou d'une fixation de pièce à travailler.
6. Station d'enduction comprenant un premier dispositif d'enduction (1a) selon l'une
des revendications précédentes et un second dispositif d'enduction (1 b) pour l'enduction
électrostatique d'un second côté d'un objet déplacé par rapport au second dispositif
d'enduction, en particulier pour l'enduction d'une seconde surface d'un objet plan,
comprenant :
au moins une seconde unité d'émission pour l'émission d'un moyen d'enduction et au
moins un second dispositif d'électrode pour influencer l'enduction de l'objet.
7. Station d'enduction selon la revendication 6,
caractérisée en ce
que la seconde unité d'émission est placée en face de la trajectoire de l'objet selon
la symétrie miroir, cependant en étant décalée le long de la trajectoire de l'objet
d'au moins une zone d'enduction, de préférence de plus d'une zone d'enduction, en
particulier d'1,5 zone d'enduction.
8. Procédé pour l'enduction d'un premier côté d'un objet, en particulier pour l'enduction
d'une première surface d'un objet plan, au moyen d'un dispositif d'enduction selon
l'une des revendications 1 à 5, comprenant les étapes suivantes :
mise à disposition du dispositif d'enduction ;
déplacement de l'objet par rapport au dispositif d'enduction le long d'un parcours
de transport (trajectoire de l'objet) ;
émission d'un moyen d'enduction pour l'enduction de l'objet pendant le déplacement
relatif de l'objet et
charge de l'anode ou de la cathode qui existe au moins du dispositif d'électrode avec
une tension et/ou une charge positive ou négative au moins pendant une période partielle
du processus d'enduction.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce
que la charge de l'anode ou de la cathode du dispositif d'électrode avec une tension
se fait au moins lorsqu'une arête de l'objet déplacé en passant le long de l'anode
ou de la cathode est déplacée par rapport à l'anode ou à la cathode sur une zone définie.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce
que l'anode ou la cathode est chargée de tension à l'intérieur d'une zone dans laquelle
une arête de la pièce à travailler (de l'objet) se trouve à l'intérieur d'une distance,
de préférence de la moitié d'une distance entre l'unité d'émission ou le dispositif
d'émission et l'objet ou la trajectoire de l'objet devant l'anode ou la cathode.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce
que la tension se situe entre 10000 kV et 50000 kV.
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce
que la tension est choisie en particulier par des anodes ou des cathodes placées décalées
par rapport à la zone d'enduction en fonction de la distance entre l'anode ou la cathode
et la zone d'enduction.
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12,
caractérisé en ce
que l'unité d'émission et/ou le dispositif d'électrode sont déplacés par rapport à l'objet
dans un sens non parallèle au sens de déplacement relatif (v) entre l'unité d'émission
et le dispositif d'électrode.
14. Procédé selon l'une des revendications 8 à 13,
caractérisé en ce
que l'objet et/ou la surface de la pièce à travailler à enduire est orienté substantiellement
perpendiculairement ou verticalement pendant le transport à travers la station d'enduction.
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