[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, vorzugsweise eine Rollenoffsetdruckmaschine
für den Zeitungsdruck, die wenigstens eine Schneidevorrichtung zum Schneiden einer
Bedruckstoffbahn in mehrere Teilbahnen, wenigstens ein Druckwerk und eine Vorrichtung
zur Teilbahnseitenregisterkorrektur für wenigstens eine der Teilbahnen aufweist. Die
Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren mit der wenigstens eine Teilbahn in einer
Druckmaschine während der Produktion relativ zur Laufrichtung versetzt werden kann.
[0002] Die Praxis hat gezeigt, dass einzelne Teilbahnen zum Beispiel nach dem Spreizen auf
ihrem weiteren Weg durch die Druckmaschine wieder zusammen- oder auseinander laufen
können. Um diesem Effekt entgegenzuwirken werden spezielle Leitwalzen verwendet, die
in vielen Fällen auch genügen, um die Teilbahnen mit einer ausreichenden Registerhaltigkeit
durch die Druckwerke zu führen. In etwa 20% der Fälle reichen diese Maßnahmen aber
nicht aus, um die geforderten Qualitätsanforderungen betreffend Registerhaltigkeit
und Geradelauf der Teilbahnen zu gewährleisten.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Druckmaschine und ein Verfahren zur Verfügung
zu stellen, bei der die Lage einzelner Teilbahnen oder Teilbahnbündel während des
Druckens unabhängig voneinander korrigiert werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung nach Anspruch 1 und das Verfahren nach Anspruch
18 gelöst.
[0005] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, bevorzugt eine Rollenoffsetdruckmaschine
für den Zeitungsdruck, mit wenigstens einem Druckwerk zum Bedrucken einer Bedruckstoffbahn,
einer Schneidevorrichtung, mit der die Bedruckstoffbahn in wenigstens zwei Teilbahnen
geschnitten werden kann, und einer in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung
angeordnete Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterkorrektur und/oder Passerkorrektur
und/oder Seitenlagekorrektur wenigstens einer der Teilbahnen oder einem Teilbahnbündel.
[0006] Die Vorrichtung besteht aus wenigstens einem Walzenkörper, der von der Teilbahn zumindest
teilweise umschlungen wird. Der Walzenkörper ist so in der Druckmaschine gelagert,
dass er aus einer Ruheposition, in der seine Längsachse quer zur Laufrichtung der
Bedruckstoffbahn weist, mit wenigstens einem Ende verschwenkbar in Richtung in die
Teilbahn hinein verschwenkbar ist. Dabei kann der Walzenkörper in der Druckmaschine
drehbar gelagert sein, so dass er von der vorbeilaufenden Bedruckstoffbahn in Rotation
versetzt wird. Insbesondere für 6/2 Maschinen wird der Walzenkörper sich bevorzugt
bei der Produktion von selbst mitdrehen oder mitangetrieben oder durch einen eigenen
Motor angetrieben werden. Grundsätzlich kann der Rotationskörper auch während der
Produktion stillstehen, in diesem Fall wird er im Regelfall Düsen aufweisen, aus denen
Luft austreten kann, so dass die Bedruckstoffbahn auf einem Luftpolster geführt wird
und keinen direkten Kontakt zu dem stehenden Walzenkörper hat. Ist der Walzenköper
wie beschrieben mit wenigstens einem Ende verschwenkbar ausgebildet, so ist er bevorzugt
einseitig mit dem nicht verschwenkbaren Ende in der Druckmaschine gelagert, bevorzugt
drehgelagert.
[0007] Bevorzugt handelt es sich bei der Vorrichtung um eine Teilbahnseitenregisterkorrektur-Vorrichtung
mit wenigstens zwei Teilbahnseitenregisterwalzen, die relativ zueinander bewegt werden
können. Dabei sind die beiden Teilbahnseitenregisterwalzen in Querrichtung zur Druckbahn
gesehen direkt nebeneinander angeordnet und die Rotationsachsen beider Teilbahnseitenregisterwalzen
stehen in deren Grund- oder Ruhestellung senkrecht zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn.
In dieser Grundstellung liegen die Rotationsachsen der beiden Teilbahnregisterwalzen
somit auf einer Geraden, die quer zur Druckbahn verläuft, das heißt, beide Teilbahnseitenregisterwalzen
haben in der Grundstellung eine gemeinsame Rotationsachse in Längsrichtung. Aus dieser
Grundstellung kann wenigstens eine der beiden Teilbahnseitenwalzen vor oder während
dem Drucken um eine Schwenkachse verschwenkt werden, so dass die Rotationsachse dieser
Teilbahnwalze jetzt nicht mehr senkrecht zur Laufrichtung steht
[0008] Dabei kann die Verschwenkachse an einem beliebigen Ende der Teilbahnseitenregisterwalze
gebildet sein, es kann aber auch eine Verschwenkachse an jedem der beiden Enden gebildet
sein. Sollen beide Walzenenden je eine Schwenkachse aufweisen, so sollen diese einzeln
mit einer Schwenkvorrichtung koppelbar sein, so dass zum Verschwenken die Walze immer
nur in einer der Schwenkachsen mit der Druckmaschine verbunden ist, während sie am
anderen Ende frei verschwenkbar ist.
[0009] Besteht die Teilbahnregistervorrichtung wie bevorzugt aus zwei Teilbahnseitenregisterwalzen,
kann entweder nur eine der beiden Teilbahnseitenregisterwalzen um eine Schwenkachse
verschwenkt werden, während die andere der Teilbahnseitenregisterwalzen in der Grundstellung
verbleibt, bevorzugt können beide Teilbahnseitenregisterwalzen unabhängig voneinander
um eine beliebige Winkelgradzahl verschwenkt werden.
[0010] Um dieses Verschwenken nur einer der beiden Teilbahnseitenregisterwalzen zu ermöglichen,
sind die beiden Teilbahnregisterwalzen, die gemeinsam eine Länge aufweisen, die wenigstens
der Breite der Druckbahn entspricht, so miteinander verbunden, dass jede der beiden
Walzen unabhängig von der anderen in Richtung der Druckbahn verschwenkt werden kann.
Bevorzugt handelt es sich um zwei trennbar miteinander verbundene Teilbahnseitenregisterwalzen,
die vor dem Verschwenken automatisch voneinander getrennt werden können. Dabei kann
die Verbindung beispielsweise durch einen Elektromagneten, der ein- und ausgeschalten
werden kann, oder einen Formschluss gegeben sein, so dass die zu verschwenkende Teilbahnseitenregisterwalze
zum Beispiel erst in Längsrichtung bewegt werden muss, um für die Schwenkbewegung
frei zu sein. Besonders bevorzugt handelt es sich um zwei unabhängige, das heißt nicht
mit einander verbundenen oder verbindbare Teilbahnseitenregisterwalzen, die unabhängig
voneinander angetrieben sind und unabhängig voneinander verstellt werden können. Dabei
liegen die Schwenkachsen für die Teilbahnseitenregisterwalzen bevorzugt an dem Ende,
das am oder außerhalb des äußeren Rands der Druckbahn liegt.
[0011] Alternativ kann die Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterung auch aus einem durchgehenden
Körper, beispielsweise einem zylindrischen Hauptkörper bestehen, der auf der zur Bedruckstoffbahn
weisenden Seite eine in Längsrichtung einmal, zweimal oder mehrmals geteilte vom Hauptkörper
beabstandete Halbschale aufweisen, wobei die Teilhalbschalen jeweils so mit dem Hauptkörper
verbunden sind, dass sie jeweils einseitig vom Hauptkörper mittels eines Stellmotors
der auf ein Stellelement wirkt um eine Schwenkachse in Richtung der Bedruckstoffbahn
bevorzugt stufenlos abgeschwenkt werden können. Bei mehr als zwei schwenkbaren Elementen
kann zumindest das mittlere dritte Element auch beidseitig, das heißt parallel, um
die gleiche Strecke in die Bedruckstoffbahn hinein geschoben werden. In einer weiteren
Ausführungsform kann auch die der Bedruckstoffbahn zugewandte Seite des zylindrischen
Körpers selbst aus einzelnen Elementen aufgebaut sein, die von dem dann als Grundkörper
ausgelegten der Bedruckstoffbahn angewandten Seite des zylindrischen Körpers durch
Stellglieder entsprechend verschwenkt werden können. In beiden vorbeschrieben Ausführungen
handelt es sich um nicht mitdrehende Vorrichtungen, die dann bevorzugt so konstruiert
sind, dass die oben erwähnte Luftumspülung der Lauffläche der Bedruckstoffbahn möglich
ist. Weitere Ausführungsformen mit denen Teilbahnen in gleich wirkender Weise seitlich
verschoben oder versetzt werden können und die hier nicht ausdrücklich beschrieben
sind, werden vom Umfang der Erfindung mit umfasst
[0012] Die Schalenelemente der Alternative und die halbzylindrischen Elemente der weiteren
Ausführungsform sind bevorzugt teilkreisförmig gebildet, besonders bevorzugt umfasst
der durch sie abgedeckte Kreisbogen mehr als 120°, ganz besonders bevorzugt einen
Kreisbogen von mehr als 180°. Für die Schalenelemente oder die halbzylindrischen Elemente
gilt das im Folgenden für die Teilbahnseitenregisterwalzen Gesagte entsprechend.
[0013] Durch das Verschwenken der Teilbahnseitenregisterwalzen kann die Teilbahn oder das
Teilbahnbündel quer zur Laufrichtung versetzt werden, um beispielsweise einen registergenauen
Einlauf der Teilbahn in einen nächsten Druckspalt oder den Falzapparat zu ermöglichen.
Das Verschwenken kann aber auch dazu benutzt werden, die Laufrichtung wenigstens einer
Teilbahn oder eines Teilbahnbündels zu korrigieren, die/das nach dem Schneiden auf
ihrem/seinem Weg durch die Druckmaschine zumindest an einer Stelle nicht mehr parallel
zu wenigstens einer weiteren Teilbahn oder einem weiteren Teilbahnbündel läuft. Zusätzlich
können die beiden Teilbahnseitenregisterwalzen auch voneinander weg oder aufeinander
zu verstellbar sein, so dass der seitliche Abstand der beiden Walzen zueinander verändert
werden kann. Das heißt, mittels der Teilbahnseitenregisterwalzen können die Teilbahnen
seitlich und in Längsrichtung versetzt werden, um den Lauf der Teilbahnen zueinander
oder zu einer Referenzbahn zu korrigieren.
[0014] Bevorzugt weist die Druckmaschine zusätzlich eine Spreizvorrichtung auf, die in Laufrichtung
der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung und vor den Teilbahnseitenregisterwalzen
angeordnet ist. Dabei kann die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung unmittelbar
nach der Spreizvorrichtung angeordnet sein, sie kann aber auch in Laufrichtung der
Bedruckstoffbahn gesehen zwischen zwei direkt aufeinander folgenden Druckwerken liegen
oder direkt vor dem Einlauf in einen Falztrichter. Andere mögliche Einbauorte sind
unter anderem in Bahnlaufrichtung vor einem Wendemodul, einem Trichter oder einem
Falzapparat. Bei der Bahnspreizvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Vorrichtung
handeln, wie sie in der deutschen Anmeldung
DE 103 37 248 A1 beschrieben ist, auf deren Inhalt ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0015] Wird die Bedruckstoffbahn in drei Teilbahnen geschnitten, die anschließend durch
die Spreizeinrichtung laufen, so läuft im Regelfall die mittlerer der drei Teilbahnen
geradeaus weiter, während die rechte und die linke Teilbahn einen seitlichen Versatz
erfahren. Bei dieser Anordnung werden dann in der Regel die beiden äußeren Teilbahnen
mittels je einer Teilbahnseitenregisterwalze registert, wobei die mittlere, nicht
registerte Teilbahn als Referenzbahn für die Teilbahnxegisterung dient.
[0016] Weiterhin kann die Druckmaschine eine Vorrichtung zur Korrektur des Teilbahnumfangsregisters
aufweisen, mit der Längenunterschiede der Teilbahnen, die zum Beispiel auf Grund von
Fanout-Effekten oder Spannungsunterschieden in den Teilbahnen auftreten können, korrigiert
werden, um Produkte mit hoher Druckqualität, das heißt guter Registerhaltigkeit zu
produzieren. Die Teilbahnumfangsregister-Korrekturvorrichtung kann beispielsweise
in Laufrichtung direkt nach der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung angeordnet
sein, es kann aber auch an jeder anderen geeigneten Stelle in die Druckmaschine eingebaut
sein.
[0017] Weist die Druckmaschine mehr als ein Druckwerk auf, so können jedes oder mehrer dieser
Druckwerke je eine Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung aufweisen, es ist auch
denkbar, wenn auch wenig bevorzugt, das eine Druckmaschine mit einem Druckwerk zwei
Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtungen aufweist, zum Beispiel eine zwischen
zwei direkt aufeinander folgenden Druckspalten und eine weitere vor oder unmittelbar
vor dem Falztrichtereinlauf. Grundsätzlich ist die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung
nicht auf einen Einbauort beschränkt, sondern kann in der Druckmaschine dort vorgesehen
werden, wo ihr Einsatz sinnvoll ist und die Platzverhältnisse einen Einbau ermöglichen.
So ist es bei einer Druckmaschine mit einem Gummi/Gummi Druckwerk (zwei nacheinander
angeordnete H-Druckwerke) für den Vierfarbendruck vorteilhaft, wenn die Registerverstellung
zwischen dem zweiten und dritten Druckspalt erfolgt, da der Weg der Bedruckstoffbahn
zwischen diesen beiden Druckspalten länger ist als beispielsweise der Weg zwischen
dem ersten und dem zweiten Druckspalt bzw. zwischen dem dritten und dem vierten Druckspalt.
Je länger der Weg zwischen zwei aufeinander folgenden Druckspalten ist, desto mehr
Zeit hat zum Beispiel das Wasser in die Bedruckstoffbahn einzudringen und desto größer
können die dadurch erzeugten Registerfehler sein. Auch die Anzahl der pro Druckmaschine
eingebauten Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtungen kann entsprechend den Anforderungen
an die Qualität der Druckprodukte, dem Aufbau der Druckmaschine und weiteren Parametern
frei gewählt werden.
[0018] Die Schneidevorrichtung kann nur ein Messer aufweisen, wodurch die Bedruckstoffbahn
in genau zwei Teilbahnen geschnitten werden kann. Dieses eine Messer kann fest montiert
sein, so dass mit dem eingebauten Messer immer gleiche erste und zweite Teilbahnen
erzeugt werden. In diesem Fall weist die Teilbahnseitenregistervorrichtung bevorzugt
zwei Teilbahnseitenregisterwalzen auf, die wenigstens so breit sind, wie die Teilbahnen
nach dem Schneiden. Weist die Druckmaschine keine Spreizvorrichtung auf, bzw. erfolgt,
wenig bevorzugt, das Spreizen der Bahnen erst in Laufrichtung hinter den Teilbahnseitenregisterwalzen,
so liegen das Messer der Schneidevorrichtung und der Spalt, der durch die beiden sich
direkt gegenüberliegenden Seiten der Teilbahnseitenregisterwalzen gebildet ist in
einer Linie parallel zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn. Kann das eine Messer zwischen
zwei Produktionen ummontiert werden, so dass die zweite Produktion andere Teilbahnbreiten
aufweist, als die erste, können, wenn erforderlich, auch die Teilbahnregisterwalzen
versetzt, verfahren oder ausgetauscht werden.
[0019] Ist das Messer mittels beispielsweise eines Elektro-, Pneumatik- oder Hydraulikantriebs
quer zur Laufrichtung verstellbar, um die Herstellung unterschiedlicher Teilbahnbreiten
zu ermöglichen, so können auch die Teilbahnseitenregisterwalzen verstellbar, bevorzugt
angetrieben verstellbar sein, um an die jeweilige Messerposition angepasst zu werden.
Dabei müssen die beiden Teilbahnseitenregisterwalzen je eine Axiallänge aufweisen,
die der maximal möglichen Teilbahnbreite entspricht. Denkbar, wenn hierin auch nicht
bevorzugt, wären auch Teilbahnseitenregisterwalzen, die telekopierbar sind und dadurch
der jeweiligen Teilbahnbreite angepasst werden können.
[0020] Sowohl bei 4, 6 oder n-seiten- oder plattenbreiten Druckmaschinen kann es vorteilhaft
sein, wenn die Schneidevorrichtung mehr als ein Messer aufweist. Weist die Schneidevorrichtung
zum Beispiel zwei Messer auf, so können maximal drei Teilbahnen geschnitten werden.
Die beiden Messer können beide ortsfest montiert sein. Beide Messer können zum Beispiel
zusammen per Hand oder durch einen gemeinsamen Antrieb quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn
verstellt werden, wobei der Abstand zwischen den beiden Messern bei dieser Verstellbewegung
konstant bleibt. Bevorzugt ist aber wenigstens eines der Messer per Hand oder mittels
eines Antriebs oder einer Verstellvorrichtung quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn
verstellbar, besonders bevorzugt ist es, wenn beide Messer mittels je eines Antriebs
oder einer Verstellvorrichtung frei verstellbar sind, das heißt aufeinander zu und
voneinander weg bewegt werden können, beispielsweise beim Einsatz von quer zur Bahnlaufrichtung
beweglichen Trichtern). Schließlich sind auch getrennte oder verbundene Antriebe möglich,
mit denen die beiden Messer nach Wahl gemeinsam oder getrennt bewegt werden können.
[0021] Wird die Bedruckstoffbahn in drei Teilbahnen geschnitten, so ist es vorteilhaft,
wenn auch die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung drei Teilbahnseitenregisterwalzen
aufweist. Dabei können die beiden äußeren Teilbahnseitenregisterwalzen zum Beispiel
gegenüber der Bedruckstoffbahn verschwenkbar sein, bevorzugt in die Bedruckstoffbahn
hineingeschwenkt werden, während eine, bevorzugt die mittlere der Teilbahnseitenregisterwalzen,
fest quer zur Laufrichtung angeordnet ist oder senkrecht auf die Druckbahn zugefahren
werden kann, um so auch korrigierend auf die mittlere der drei Teilbahnen einwirken
zu können. Bevorzugt ist es aber, wenn alle drei Teilbahnregisterseitenwalzen mittels
entsprechender Verstellmittel aus ihrer Ausgangsposition, wo ihre Rotationsachse quer
zur Laufrichtung zeigt, in Richtung der Bedruckstoffbahn bzw. in diese hinein verschwenkt
werden können. In beiden Fällen muss jede der Teilbahnseitenregisterwalzen eine Breite
aufweisen, die der Breite der möglichen breitesten Teilbahn entspricht. Dazu können
entweder alle Teilbahnseitenregisterwalzen je eine durch die auf der Druckmaschine
herstellbare theoretisch mögliche Produktvielfalt vorgegebene maximale Breite aufweisen,
oder die Teilbahnseitenregisterwalzen können telekopierbare Walzenkörper sein, deren
axiale Länge automatisch, das heißt zum Beispiel durch einen Stellantrieb, variiert
werden kann. Schließlich ist auch eine wenigstens der maximalen Druckbreite der Bedruckstoffbahn
entsprechende Teilbahnseitenregisterwalze vorstellbar, die aus x-Segmenten mit zum
Beispiel identischer Axiallänge besteht, die trennbar verbunden sind, und aus denen
je nach Bedarf drei produktionsspezifischbreite Teilbahnseitenregisterwalzen gebildet
werden können mit axialen Längen, die im Wesentlichen der Breite der einzelnen Teilbahnen
entsprechen, und die je aus mindestens einem, bevorzugt aus mehreren der Segmente
gebildet werden. Die so gebildeten Teilbahnseitenregisterwalzen können dann zum Beispiel
automatisch mit einem Verschwenkmechanismus verbunden werden. Was hier am Beispiel
für drei Teilbahnen beschrieben wurde, gilt natürlich entsprechend auch für mehr als
drei Teilbahnen.
[0022] Bevorzugt wird die Verstellung der Teilbahnseitenregisterwalze/n über einen bekannten
automatisch Regler bewirkt, der seine Regelanweisungen zum Beispiel von einer Steuerung,
bevorzugt der zentralen Maschinensteuerung der Druckmaschine erhält. Diese wiederum
bekommt Signale von einem Detektor, beispielsweise einer Lichtschranke, einem Ultraschallsensor,
einem Kontrastsensor oder einer Kamera, der zum Beispiel nach dem Spreizen die korrekt
Lage der Seiten der geschnittenen Teilbahnen oder nach einem Bedrucken markante Druckpunkte
auf der Bedruckstoffbahn überwacht und seitliche Abweichungen von einer vorgegebenen
Sollstellung detektiert. Wird eine Abweichung detektiert, so kann ein Korrekturwert
errechnet werden, der dann bevorzugt automatisch über den Regler eine Verstellung
der jeweiligen Teilbahnseitenregisterwalze bewirkt. Dadurch kann schnell und effizient
auf Seitenregisterabweichungen des Druckbildes reagiert werden, egal ob sie durch
einen Schräglauf der Teilbahn, eine Querversatz der Teilbahn oder einen Fanout-Effekt,
das heißt einer unzulässigen Dehnung der Bahn quer zur Laufrichtung herrührt. Statt
der automatischen Verstellung kann auch das Bedienpersonal bei einer zum Beispiel
optischen oder akustischen Anzeige die Verstellung der Teilbahnseitenregisterwalzen
am Steuerpult veranlassen.
[0023] Das Verschwenken der Teilbahnseitenregisterwalzen erfolgt mittels je eines Motors,
zum Beispiel eines Schrittmotors, wobei jeder der Motoren direkt oder über bekannte
Kopplungsglieder, wie zum Beispiel eine Gewindestange, auf die jeweilige Teilbahnseitenregisterwalze
wirkt. Die Motoren sind unabhängig voneinander ansteuerbar. Dabei sind die Teilbahnseitenregisterwalzen
bzw. deren Schwenkwinkel oder Eindringtiefe in die Bedruckstoffbahn bevorzugt stufenlos
verstellbar, so dass auf jede detektierte Abweichung mit einer exakten Korrektur reagiert
werden kann.
[0024] Zur Sicherheit kann jede der Teilbahnseitenregisterwalzen zusätzlich einen Verriegelungsmechanismus
aufweisen, der die Teilbahnseitenregisterwalze zumindest in ihrer Grundstellung verriegelt,
um eine versehentlichen Einschwenken zum Beispiel bei einem Druck mit einer ungeteilten
Bedruckstoffbahn zu verhindern. Diese mechanische Verriegelung muss dann vom Operateur
bewusst gelöst werden, bevor eine erste Schwenkbewegung in Richtung auf die Bedruckstoffbahn
einsetzen kann. Weniger bevorzugt kann die Verstellung auch über einen Hydraulik-
oder Luftdruckzylinder bewirkt werden.
[0025] Die Abweichung der detektierten Ist-Position der Teilbahn von der vorgegebenen Soll-Position
kann in mm angegeben werden, bevorzugt ist aber eine Angabe in Prozent der Abweichung,
wobei 0 (Null) Prozent bedeutet, dass die Soll-Position mit der Ist-Position übereinstimmt,
eine betragsmäßig steigende Anzeige (z.B. -50 % und +50% gleiche Abweichungen in entgegengesetzte
Richtung) eine sich vergrößernde Abweichung der Ist-Position von der Soll-Position
angibt.
[0026] Die erfindungsgemäße Teilbahnseitenregistervorrichtung kann werksseitig bereits in
eine neue Maschine eingebaut sein. Zur Nachrüstung von Druckmaschinen im Druckbetrieb
können alle notwendigen Teile, Motoren, Antriebe, Sensoren, Verbindungsleitungen etc.
als Modul ausgebildet sein, das an die jeweiligen Gegebenheiten der individuellen
Druckmaschine angepasst, nachträglich geliefert und in die Maschine eingebaut werden
kann.
[0027] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren, bei dem eine Bedruckstoffbahn in
eine Druckmaschine eingeführt wird, die Bedruckstoffbahn in einer Schneidevorrichtung
in wenigstens zwei Teilbahnen geschnitten wird, die beiden Teilbahnen auf ihrem Weg
durch die Druckmaschine über eine Vorrichtung mit wenigstens zwei Walzenkörpern geführt
werden, wobei jeder der Walzenkörper von je einer Teilbahn teilweise umschlungen wird,
und wobei wenigstens einer der Walzenkörper in Richtung auf die Teilbahn hin verschwenkt
werden kann, wodurch eine Laufrichtung der Teilbahn korrigiert und/oder die Teilbahn
quer zur Laufrichtung versetzt wird. Das Verfahren kann zusätzlich ein Spreizen der
Teilbahnen umfassen, wobei die Spreizvorrichtung bevorzugt in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn
nach der Schneidevorrichtung und vor der Teilbahnseitenregistervorrichtung angeordnet
ist, und die Spreizvorrichtung die Teilbahnen nach dem Schneiden parallel zueinander
um ein festes oder einstellbares Spreizmaß versetzt. Weiterhin kann die Vorrichtung
eine Teilbahnumfangsregister-Korrekturvorrichtung aufweisen. Die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung
kann statt direkt nach der Spreizvorrichtung auch unmittelbar vor dem Einlauf in einen
Falztrichter in die Druckmaschine eingebaut sein und zum Beispiel die Laufrichtung
eines Teilbahnbündels korrigieren, oder an jeder anderen Stelle, wo es sinnvoll ist.
Statt einer Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung können auch an unterschiedlichen
Positionen in der Drucknaschine mehrere Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtungen
vorgesehen sein. Ein bevorzugter Einbauort ist neben den bereits erwähnten, die Position
zwischen zwei in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn direkt aufeinander folgenden Druckspalten.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung mittels Figuren anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Die in den Figuren gezeigten und in der Figurenbeschreibung erklärten
Merkmale gehören zum Umfang der Erfindung. Das Ausführungsbeispiel zeigt nur eine
von zahlreichen möglichen Ausführungen der Erfindung und soll den Umfang der Erfindung
daher nicht einschränken.
Die Figuren zeigen im Einzelnen:
[0029]
- Figur 1:
- Druckwerk mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Seitenschnittansicht
- Figur 2:
- Druckwerk mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht
- Figur 3a:
- Teilbahnseitenregisterwalzen in Grundposition
- Figur 3b:
- Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung mit einer verschwenkten Teilbahnseitenregisterwalze
[0030] In den Figuren 1 und 2 wird ein Druckwerk einer Druckmaschine dargstellt, mit zwei
X- oder H-Druckstellen, in denen die Bedruckstoffbahn beidseitig in jeweils zwei Druckspalten
bedruckt wird. Zwischen dem zweiten Druckspalt und dem dritten Druckspalt sind in
der durch den Pfeil angegebenen Laufrichtung der Druckbahn drei Vorrichtungen (1,
2, 3) dargestellt, die jeweils aus Walzenkörpern bestehen. Bei der Vorrichtung, die
direkt auf den zweiten Druckspalt folgt, handelt es sich um die erfindungsgemäße Vorrichtung
zum relativen seitlichen Versatz der Teilbahn bzw. Teilbahnen (4, 5, 6) zur Laufrichtung
der Bedruckstoffbahn.
[0031] Nicht in den Figuren 1 und 2 gezeigt ist das Einführen der Bedruckstoffbahn von einer
Bedruckstoffbahnrolle in die Druckmaschine, das Schneiden der Bedruckstoffbahn in
drei, hier identische Teilbahnen (4, 5, 6) und das im Ausführungsbeispiel gleichmäßige
Spreizen der Teilbahnen (4, 5, 6). Es soll nur erwähnt sein, dass die Bedruckstoffbahn,
bei der es sich beispielsweise um eine 6-seitenbreite Bedruckstoffbahn in, wie dargestellt
drei je 2-seitenbreite Teilbahnen (4, 5, 6) schneiden lässt, ebenso gut aber auch
in eine 4-seitenbreite Teilbahn und zwei je 1-seitige Teilbahnen, in eine 3-seitige
Teilbahn, eine 2-seitige Teilbahn und eine 1-seitige Teilbahn, und so weiter. Statt
in drei Teilbahnen kann die Bedruckstoffbahn auch in jeder andere sinnvolle Anzahl
von Teilbahnen geschnitten werden, beispielsweise in zwei, vier oder x Teilbahnen.
Wenn auch hier am Beispiel einer 6-seitenbreiten Bedruckstoffbahn gezeigt, so ist
das gleiche Prinzip auf jeder Bedruckstoffbahn anwendbar, egal wie breit sie ist.
[0032] Wie man am besten in der Figur 2 erkennen kann, weist die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung
(1) drei Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) auf, die im Ausführungsbeispiel
alle quer zur Laufrichtung der Teilbahnen (4, 5, 6) liegen. Von den drei Teilbahnseitenregisterwalzen
(1a, 1b, 1c sollen wenigstens die äußeren beiden verstellbar sein, das heißt in Richtung
auf die Teilbahn (4, 5, 6) zu verschwenkt werden können. Bevorzugt sind alle drei
Teilbahnregisterwalzen (1a, 1b, 1c) verschwenkbar, so dass der Bahnlauf jeder der
drei Teilbahnen (4, 5, 6) individuell mittels der jeweiligen Teilbahnseitenregisterwalze
(1a, 1b, 1 c) manipulierbar ist.
[0033] Die im Ausführungsbeispiel gezeigten Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) sind
in einer Linie quer zur Laufrichtung angeordnet und weisen alle drei im Wesentlichen
die gleiche axiale Länge auf. Die axiale Länge jeder der Walzen (1a, 1b, 1c) ist größer
als die Breite der jeweiligen Teilbahn (4, 5, 6). Die axiale Länge jeder der Walzen
(1a, 1b, 1c) kann beispielsweise drei oder vier Druckseiten sein, so dass mit den
Walzen (1a, 1b, 1c) jede mögliche Variation der Breiten der Teilbahnen (4, 5, 6) bearbeitbar
ist. Nicht in den Figuren gezeigt und wenig bevorzugt können die Teilbahnseitenregisterwalzen
(1a, 1b, 1c) auch zueinander versetzt angeordnet sein, zum Beispiel kann die mittlere
Walze (1b) in Laufrichtung hinter den Seitenwalzen (1a, 1c) angeordnet sein, oder
die mittlere Walze (1b) kann gesehen in die Richtung senkrecht zur Laufrichtung vor
oder hinter den Seitenwalzen (1a, 1c) angeordnet sein. Dies erlaubt eine schmalere
Ausgestaltung der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1), die bei einer Auslegung
jeder Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) für je vier Druckseiten ja eine Gesamtbreit
von 12 Druckseiten aufweisen könnte. Denkbar, wenn auch weniger bevorzugt, ist die
Ausgestaltung der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) als teleskopierbare Walzen,
die der jeweiligen Teilbahnbreite angepasst werden können, wobei auch hier eine Anordnung
der mittleren Walze (1b) wie vorbeschrieben vorteilhaft wäre. Schließlich soll es
auch möglich sein, dass die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1) nur eine
Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) aufweist, die aus zahlreichen voneinander
trennbaren Elementen gebildet ist. In diesem Fall könnte die Teilbahnseitenregisterwalze
(1a, 1b, 1c) immer entsprechend der Breite der Teilbahnen (4, 5, 6) an entsprechenden
Verbindungsstellen in x Teilbahnseitenregister-Teilwalzen geteilt werden, die dann
durch zum Beispiel ankoppelbare Verstelleinrichtungen, die je an einer der Teilwalzen
angreifen, verstellt werden können.
[0034] Das Verstellen der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1e) bewirkt, dass die jeweilige
Teilbahn (4, 5, 6) entweder quer zur Laufrichtung versetzt wird, um registergenau
in den dritten Druckspalt einzulaufen, oder es bewirkt ein Korrektur der Einlaufrichtung,
wenn es aus welchen Grund auch immer dazu kommt, dass die Teilbahn (4, 5, 6) schräg
in den nächsten Druckspalt einläuft.
[0035] In dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 sind in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn
nach der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1) weiterhin eine Teilbahnumfangsregister-Korrekturvorrichtung
(2) zum Ausgleich von Längenunterschieden in den Teilbahnen (4, 5, 6), zum Beispiel
durch den Fanout-Effekt oder schwankende Bahnspannungen vorgesehen und Umlenkwalzen
(3), die die Teilbahnen (4, 5, 6) direkt in den nachfolgenden Druckspalt leiten.
[0036] Wie speziell in der Figur 1 gut zu erkennen ist, werden die Teilbahnseitenregisterwalzen
(1a, 1b, 1c) teilweise von den Teilbahnen (4, 5, 6) während der Produktion umschlungen.
Der Grad der Umschlingung hängt im Ausgangszustand der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung,
das heißt, wenn die Rotationsachsen der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c)
auf einer Linie quer zur Bahnlaufrichtung liegen, von der Führung der Druckstoffbahn
durch die Druckmaschine ab. In der Regel ist er größer als 30 Grad und kleiner als
90 Grad. Werden die Walzen (1a, 1b, 1c) verschwenkt, zum Beispiel in die Teilbahn
(4, 5, 6) hinein, ändert sich der Umschlingungswinkel entlang der axialen Länge der
Walze (4, 5, 6), was zu einer Änderung der Laufrichtung oder einem Versatz der Teilbahn
(4, 5, 6) quer zur Laufrichtung führt.
[0037] Oberhalb des Druckwerkes sind Detektoren (7, 8) zu sehen, bei denen es sich beispielsweise
um Kameras oder Lichtschranken handeln kann, die die Lage der Kanten der Teilbahnen
(4, 5, 6) und/oder die Lage von markanten Druckpunkten auf den Teilbahnen (4, 5, 6)
detektieren können. Die Detektoren (7, 8) können die ermittelten Informationen, bei
denen es sich um Ist-Daten der Kanten oder um markante Druckpunkte oder Druckbilder
handeln kann, an eine nicht gezeigte Auswerteeinrichtung senden, in der die ermittelten
Ist-Daten mit vorgegebenen Soll-Daten verglichen werden. Bei dieser Auswerteeinrichtung
kann es sich um die zentrale Maschinensteuerung oder eine Untereinheit der Zentralsteuerung,
eine eigene druckwerksbezogenen Auswerteeinrichtung oder eine sonstige Auswerteeinrichtung
bekannter Art handeln. Die detektierten Ist-Positionen können von dem Detektor (7,
8) in Signale umgewandelt werden, die dann über Funk, Lichtleiter oder Leitungen an
die Auswerteeinrichtung übertragen werden.
[0038] Ergibt ein Vergleich der Ist-Daten mit den Soll-Daten eine unerlaubte Abweichung,
so kann die Auswerteeinrichtung wiederum Regelsignale an die nicht gezeigten Antriebe
der nicht gezeigten Verstellvorrichtungen der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b,
1c) senden, die die Walzen (1a, 1b, 1c) dann verschwenken. Bei den Antrieben kann
es sich um Gleichstrommotoren handeln, um pneumatische oder hydraulische Zylinder,
oder andere geeignete Antriebe.
[0039] Die Figuren 3a und 3b zeigen eine Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung mit
zwei Teilbahnen (4, 5, 6) einmal in der Grundstellung, in der die beiden Rotationsachsen
der beide Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1c) auf einer Linie liegen, die quer zu
Laufrichtung der Teilbahnen (4, 5, 6) weist. Dies Stellung können die Walzen (1a,
1c) beispielsweise bei ruhender Produktion einnehmen oder während der Produktion,
wenn die Detektoren (7, 8) keine unzulässigen Abweichungen zwischen den Ist-Positionen
und Soll-Positionen der für die seitliche Registerung relevanten Daten entdecken.
[0040] In Figur 3b ist ein Zustand gezeigt, bei dem beide Teilbahnseitenregisterwalzen (1a,
1c) aus ihrer Grundstellung heraus verschwenkt wurden, um den Bahnlauf beider Teilbahnen
(4, 5, 6) zu beeinflussen. Die Anordnung der beiden Walzen (1a, 1c) nahe nebeneinander
zeigt, dass bei der Produktion nach dem Schneiden keine oder nur eine sehr geringe
Spreizung erfolgt ist.
1. Druckmaschine, insbesondere eine Rollendruckmaschine für den Zeitungsdruck, mit
a) wenigstens einem Druckwerk zum Bedrucken eine Bedruckstoffbahn,
b) einer Schneidevorrichtung, zum Schneiden der Bedruckstoffbahn in wenigstens zwei
Teilbahnen (4, 5, 6), und
c) einer in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung angeordneten
Vorrichtung (1) zur Teilbahnseitenregisterkorrektur und/oder Passerkorrektur und/oder
Seitenlagekorrektur wenigstens einer der Teilbahnen (4, 5, 6) oder einem Teilbahnbündel,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) die Vorrichtung (1) aus wenigstens einem Walzenkörper (1) besteht, der aus einer
Ruheposition, in der er quer zur Bedruckstoffbahn steht, mit wenigstens einem Ende
auf die Bedruckstoffbahn zu verschwenkbar ist.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) wenigstens zwei quer zur Bedruckstoffbahn nebeneinander angeordnete
Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) aufweist, die während einer Produktion von
je einer der Teilbahnen (4, 5, 6) zumindest teilweise umschlungen sind, wobei zumindest
eine der beiden Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) aus einer Grundstellung
in der die Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn
steht, in eine Registerstellung verschwenkbar ist.
3. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verschwenken der Vorrichtung (1) ein Einlaufwinkel und/oder eine Einlaufposition
der Teilbahn (4, 5, 6) oder des Teilbahnbündels in die nachfolgende Be- oder Verarbeitungsvorrichtung
korrigiert wird.
4. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verschwenken der Vorrichtung (1) die Teilbahn (4, 5, 6) oder das Teilbahnbündel
in eine Richtung quer zur Laufrichtung versetzt wird.
5. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der nachfolgenden Be- oder Verarbeitungseinrichtung um ein Druckwerk,
ein Wendemodul, einen Trichter oder einen Falzapparat handelt.
6. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zwischen zwei aufeinander folgenden Druckspalten angeordnet ist.
7. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine weiterhin eine Vorrichtung zur Teilbahnumfangregisterkorrektur
(2) aufweist, die in Druckrichtung vor oder nach der Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterkorrektur
(1) angeordnet ist.
8. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung wenigstens ein Messer aufweist, das ortsfest montiert ist
oder mittels eines Antriebs quer zu der Laufrichtung der Bedruckstoffbahn verstellbar
ist.
9. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung zwei Messer aufweist, von denen wenigstens eines mittels
eines Antriebes quer zur Förderrichtung der Bedruckstoffbahn verstellbar ist.
10. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung zur Herstellung von drei Teilbahnen (4, 5, 6) zwei Messer
aufweist, die zum Einstellen einer Breite der Teilbahnen (4, 5, 6) mittels je eines
Antriebs aufeinander zu und voneinander weg fahrbar sind.
11. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung einen zusätzlichen Antrieb zum gleichzeitigen Bewegen der
beiden Messer bei konstantem Abstand aufweist.
12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung drei Teilbahnseitenregisterwalzen aufweist, von den nur die beiden
äußeren Teilbahnregisterwalzen (1a, 1c) zur Registerung der äußeren Teilbahnen (4,
6) relativ Bedruckstoffbahn verstellbar sind.
13. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass alle drei Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) zur Registerung der drei Teilbahnen,
(4, 5, 6) relativ Bedruckstoffbahn verstellbar sind.
14. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine weiterhin wenigstens einen Detektor (7, 8) aufweist, der eine Position
einer Teilbahnkante auf einem Walzenkörper und/oder eine Position eines markanten
Druckpunktes detektiert.
15. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (7, 8) Signale an eine Auswertereinheit liefert, in der die vom Detektor(7,
8) ermittelte Ist-Position mit einer vorgegebenen Soll-Position vergleicht.
16. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit Korrekturdaten ermittelt und an eine Regeleinheit oder Steuerung
weiterleitet, die dann ein Verschwenken der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b,
1c) veranlasst.
17. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei einem Detektor (7, 8) um eine Lichtschranke, einen Ultraschallsensor,
einen Kontrastsensor oder um eine Kamera handelt
18. Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterkorrektur nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Einbau als Zusatzmodul in eine Druckmaschine vorbereitet ist.
19. Verfahren zur Teilbahnseitenregisterkorrektur wenigstens einer Teilbahn (4, 5, 6),
bei der
a) eine Bedruckstoffbahn einer Druckmaschine zugeführt wird,
b) die Druckbahn durch eine Schneidevorrichtung geleitet wird, wo sie in wenigstens
zwei Teilbahnen (4, 5, 6) geschnitten wird,
e) die Teilbahnen (4, 5, 6) auf ihrem Weg durch die Druckmaschine über eine Vorrichtung
(1) mit wenigstens zwei Walzenkörpern (1a, 1b, 1c) geführt wird,
f) wobei jeder der Walzenkörper (1a, 1b, 1c) von je einer Teilbahn (4, 5, 6) teilweise
umschlungen wird und
g) wobei wenigstens einer der Walzenkörper (1a, 1b, 1c) in Richtung auf die Teilbahn
(4, 5, 6) hin bewegt werde kann,
h) wodurch eine Laufrichtung der Teilbahn (4, 5, 6) korrigiert und/oder die Teilbahn
(4, 5, 6) quer zur Laufrichtung versetzt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine weiterhin eine Spreizvorrichtung aufweist, in der die Teilbahnen
(4, 5, 6) nach dem Schneiden um ein Spreizmaß parallel zueinander versetzt werden.
21. Verfahren nach einem der zwei vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine wenigstens einen Detektor (7, 8) aufweist, mit den die Position
der Lage der Kante der Teilbahn (4, 5, 6) auf einem Walzenkörper und/oder die Lage
eines markanten Druckpunktes des Druckbildes detektiert wird.
22. Verfahren nach den vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Detektor (7, 8) gemessene Ist-Position in einer Auswerteinrichtung mit
einer vorgegebenen Soll-Position verglichen wird und bei unzulässigen Abweichungen
des IstWerts vom Soll-Wert die Teilbahnseitenregisterwalze/n (1a, 1b, 1c) verstellt
wird/werden.