(19)
(11) EP 2 168 732 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.08.2012  Patentblatt  2012/35

(21) Anmeldenummer: 09169977.7

(22) Anmeldetag:  10.09.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26D 7/26(2006.01)
B41F 13/58(2006.01)
B41F 13/02(2006.01)
B65H 23/038(2006.01)

(54)

Vorrichtung zur Seitenregistrierung von Teilbahnen

Device for side registration of partial webs

Dispositif d'alignement latéral de bandes partielles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 24.09.2008 DE 202008012699 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.03.2010  Patentblatt  2010/13

(73) Patentinhaber: WIFAG Maschinenfabrik AG
3014 Bern (CH)

(72) Erfinder:
  • Langsch, Robert
    3042 Ortschwaben (CH)
  • Zehnder, Thomas
    3177 Laupen (CH)
  • Seiler, Thomas
    3661 Uetendorf (CH)

(74) Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx 
Patentanwälte Stuntzstraße 16
81677 München
81677 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 433 596
DE-A1-102007 002 794
WO-A1-2004/074151
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, vorzugsweise eine Rollenoffsetdruckmaschine für den Zeitungsdruck, die wenigstens eine Schneidevorrichtung zum Schneiden einer Bedruckstoffbahn in mehrere Teilbahnen, wenigstens ein Druckwerk und eine Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterkorrektur für wenigstens eine der Teilbahnen aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren mit der wenigstens eine Teilbahn in einer Druckmaschine während der Produktion relativ zur Laufrichtung versetzt werden kann.

    [0002] Aus der DE 10 2007 002 794 A1 ist gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 18 eine Wendenstangeneinheit für eine Rollenrotationsmaschine bzw. ein Verfahren zur Teilbahnseitenregister Korrektur bekannt. Die Wendestangeneinheit weist mehrere Wendestangen auf in die wenigstens eine Bahn eines bahnförmigen Bedruckstoffs einführbar ist. Die oder jede Bahn des bahnförmigen Bedruckstoffs kann an mindestens einer in Einführungsrichtung des Bedruckstoffs stromaufwärts der Wendestangen angeordneten Schneideeinrichtung in Teilbahnen geschnitten werden. Die Teilbahn oder Teilbahnen sind an den Wendestangen umlenkbar, so dass die Teilbahn/en in einer Ausführrichtung, die senkrecht zur Einführrichtung der ungeteilten Bedruckstoffbahn verläuft, aus den Wendestangen ausläuft.

    [0003] Die Praxis hat gezeigt, dass einzelne Teilbahnen zum Beispiel nach dem Spreizen auf ihrem weiteren Weg durch die Druckmaschine wieder zusammen- oder auseinander laufen können. Um diesem Effekt entgegenzuwirken werden spezielle Leitwalzen verwendet, die in vielen Fällen auch genügen, um die Teilbahnen mit einer ausreichenden Registerhaltigkeit durch die Druckwerke zu führen. In etwa 20% der Fälle reichen diese Maßnahmen aber nicht aus, um die geforderten Qualitätsanforderungen betreffend Registerhaltigkeit und Geradelauf der Teilbahnen zu gewährleisten.

    [0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Druckmaschine und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, bei der die Lage einzelner Teilbahnen oder Teilbahnbündel während des Druckens unabhängig voneinander korrigiert werden kann.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung nach Anspruch 1 und das Verfahren nach Anspruch 18 gelöst.

    [0006] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, bevorzugt eine Rollenoffsetdruckmaschine für den Zeitungsdruck, mit wenigstens einem Druckwerk zum Bedrucken einer Bedruckstoffbahn, einer Schneidevorrichtung, mit der die Bedruckstoffbahn in wenigstens zwei Teilbahnen geschnitten werden kann, und einer in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung angeordnete Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterkorrektur und/oder Passerkorrektur und/oder Seitenlagekorrektur wenigstens einer der Teilbahnen oder einem Teilbahnbündel.

    [0007] Die Vorrichtung besteht aus wenigstens einem Walzenkörper, der von der Teilbahn zumindest teilweise umschlungen wird. Der Walzenkörper ist so in der Druckmaschine gelagert, dass er aus einer Ruheposition, in der seine Längsachse quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn weist, mit wenigstens einem Ende verschwenkbar in Richtung in die Teilbahn hinein verschwenkbar ist. Dabei kann der Walzenkörper in der Druckmaschine drehbar gelagert sein, so dass er von der vorbeilaufenden Bedruckstoffbahn in Rotation versetzt wird. Insbesondere für 6/2 Maschinen wird der Walzenkörper sich bevorzugt bei der Produktion von selbst mitdrehen oder mitangetrieben oder durch einen eigenen Motor angetrieben werden. Grundsätzlich kann der Rotationskörper auch während der Produktion stillstehen, in diesem Fall wird er im Regelfall Düsen aufweisen, aus denen Luft austreten kann, so dass die Bedruckstoffbahn auf einem Luftpolster geführt wird und keinen direkten Kontakt zu dem stehenden Walzenkörper hat. Ist der Walzenköper wie beschrieben mit wenigstens einem Ende verschwenkbar ausgebildet, so ist er bevorzugt einseitig mit dem nicht verschwenkbaren Ende in der Druckmaschine gelagert, bevorzugt drehgelagert.

    [0008] Bevorzugt handelt es sich bei der Vorrichtung um eine Teilbahnseitenregisterkorrektur-Vorrichtung mit wenigstens zwei Teilbahnseitenregisterwalzen, die relativ zueinander bewegt werden können. Dabei sind die beiden Teilbahnseitenregisterwalzen in Querrichtung zur Druckbahn gesehen direkt nebeneinander angeordnet und die Rotationsachsen beider Teilbahnseitenregisterwalzen stehen in deren Grund- oder Ruhestellung senkrecht zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn. In dieser Grundstellung liegen die Rotationsachsen der beiden Teilbahnregisterwalzen somit auf einer Geraden, die quer zur Druckbahn verläuft, das heißt, beide Teilbahnseitenregisterwalzen haben in der Grundstellung eine gemeinsame Rotationsachse in Längsrichtung. Aus dieser Grundstellung kann wenigstens eine der beiden Teilbahnseitenwalzen vor oder während dem Drucken um eine Schwenkachse verschwenkt werden, so dass die Rotationsachse dieser Teilbahnwalze jetzt nicht mehr senkrecht zur Laufrichtung steht

    [0009] Dabei kann die Verschwenkachse an einem beliebigen Ende der Teilbahnseitenregisterwalze gebildet sein, es kann aber auch eine Verschwenkachse an jedem der beiden Enden gebildet sein. Sollen beide Walzenenden je eine Schwenkachse aufweisen, so sollen diese einzeln mit einer Schwenkvorrichtung koppelbar sein, so dass zum Verschwenken die Walze immer nur in einer der Schwenkachsen mit der Druckmaschine verbunden ist, während sie am anderen Ende frei verschwenkbar ist.

    [0010] Besteht die Teilbahnregistervorrichtung wie bevorzugt aus zwei Teilbahnseitenregisterwalzen, kann entweder nur eine der beiden Teilbahnseitenregisterwalzen um eine Schwenkachse verschwenkt werden, während die andere der Teilbahnseitenregisterwalzen in der Grundstellung verbleibt, bevorzugt können beide Teilbahnseitenregisterwalzen unabhängig voneinander um eine beliebige Winkelgradzahl verschwenkt werden.

    [0011] Um dieses Verschwenken nur einer der beiden Teilbahnseitenregisterwalzen zu ermöglichen, sind die beiden Teilbahnregisterwalzen, die gemeinsam eine Länge aufweisen, die wenigstens der Breite der Druckbahn entspricht, so miteinander verbunden, dass jede der beiden Walzen unabhängig von der anderen in Richtung der Druckbahn verschwenkt werden kann. Bevorzugt handelt es sich um zwei trennbar miteinander verbundene Teilbahnseitenregisterwalzen, die vor dem Verschwenken automatisch voneinander getrennt werden können. Dabei kann die Verbindung beispielsweise durch einen Elektromagneten, der ein- und ausgeschalten werden kann, oder einen Formschluss gegeben sein, so dass die zu verschwenkende Teilbahnseitenregisterwalze zum Beispiel erst in Längsrichtung bewegt werden muss, um für die Schwenkbewegung frei zu sein. Besonders bevorzugt handelt es sich um zwei unabhängige, das heißt nicht mit einander verbundenen oder verbindbare Teilbahnseitenregisterwalzen, die unabhängig voneinander angetrieben sind und unabhängig voneinander verstellt werden können. Dabei liegen die Schwenkachsen für die Teilbahnseitenregisterwalzen bevorzugt an dem Ende, das am oder außerhalb des äußeren Rands der Druckbahn liegt.

    [0012] Alternativ kann die Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterung auch aus einem durchgehenden Körper, beispielsweise einem zylindrischen Hauptkörper bestehen, der auf der zur Bedruckstoffbahn weisenden Seite eine in Längsrichtung einmal, zweimal oder mehrmals geteilte vom Hauptkörper beabstandete Halbschale aufweisen, wobei die Teilhalbschalen jeweils so mit dem Hauptkörper verbunden sind, dass sie jeweils einseitig vom Hauptkörper mittels eines Stellmotors der auf ein Stellelement wirkt um eine Schwenkachse in Richtung der Bedruckstoffbahn bevorzugt stufenlos abgeschwenkt werden können. Bei mehr als zwei schwenkbaren Elementen kann zumindest das mittlere dritte Element auch beidseitig, das heißt parallel, um die gleiche Strecke in die Bedruckstoffbahn hinein geschoben werden. In einer weiteren Ausführungsform kann auch die der Bedruckstoffbahn zugewandte Seite des zylindrischen Körpers selbst aus einzelnen Elementen aufgebaut sein, die von dem dann als Grundkörper ausgelegten der Bedruckstoffbahn angewandten Seite des zylindrischen Körpers durch Stellglieder entsprechend verschwenkt werden können. In beiden vorbeschrieben Ausführungen handelt es sich um nicht mitdrehende Vorrichtungen, die dann bevorzugt so konstruiert sind, dass die oben erwähnte Luftumspülung der Lauffläche der Bedruckstoffbahn möglich ist. Weitere Ausführungsformen mit denen Teilbahnen in gleich wirkender Weise seitlich verschoben oder versetzt werden können und die hier nicht ausdrücklich beschrieben sind, werden vom Umfang der Erfindung mit umfasst

    [0013] Die Schalenelemente der Alternative und die halbzylindrischen Elemente der weiteren Ausführungsform sind bevorzugt teilkreisförmig gebildet, besonders bevorzugt umfasst der durch sie abgedeckte Kreisbogen mehr als 120°, ganz besonders bevorzugt einen Kreisbogen von mehr als 180°. Für die Schalenelemente oder die halbzylindrischen Elemente gilt das im Folgenden für die Teilbahnseitenregisterwalzen Gesagte entsprechend.

    [0014] Durch das Verschwenken der Teilbahnseitenregisterwalzen kann die Teilbahn oder das Teilbahnbündel quer zur Laufrichtung versetzt werden, um beispielsweise einen registergenauen Einlauf der Teilbahn in einen nächsten Druckspalt oder den Falzapparat zu ermöglichen. Das Verschwenken kann aber auch dazu benutzt werden, die Laufrichtung wenigstens einer Teilbahn oder eines Teilbahnbündels zu korrigieren, die/das nach dem Schneiden auf ihrem/seinem Weg durch die Druckmaschine zumindest an einer Stelle nicht mehr parallel zu wenigstens einer weiteren Teilbahn oder einem weiteren Teilbahnbündel läuft. Zusätzlich können die beiden Teilbahnseitenregisterwalzen auch voneinander weg oder aufeinander zu verstellbar sein, so dass der seitliche Abstand der beiden Walzen zueinander verändert werden kann. Das heißt, mittels der Teilbahnseitenregisterwalzen können die Teilbahnen seitlich und in Längsrichtung versetzt werden, um den Lauf der Teilbahnen zueinander oder zu einer Referenzbahn zu korrigieren.

    [0015] Bevorzugt weist die Druckmaschine zusätzlich eine Spreizvorrichtung auf, die in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung und vor den Teilbahnseitenregisterwalzen angeordnet ist. Dabei kann die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung unmittelbar nach der Spreizvorrichtung angeordnet sein, sie kann aber auch in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn gesehen zwischen zwei direkt aufeinander folgenden Druckwerken liegen oder direkt vor dem Einlauf in einen Falztrichter. Andere mögliche Einbauorte sind unter anderem in Bahnlaufrichtung vor einem Wendemodul, einem Trichter oder einem Falzapparat. Bei der Bahnspreizvorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Vorrichtung handeln, wie sie in der deutschen Anmeldung DE 103 37 248 A1 beschrieben ist, auf deren Inhalt ausdrücklich Bezug genommen wird.

    [0016] Wird die Bedruckstoffbahn in drei Teilbahnen geschnitten, die anschließend durch die Spreizeinrichtung laufen, so läuft im Regelfall die mittlerer der drei Teilbahnen geradeaus weiter, während die rechte und die linke Teilbahn einen seitlichen Versatz erfahren. Bei dieser Anordnung werden dann in der Regel die beiden äußeren Teilbahnen mittels je einer Teilbahnseitenregisterwalze registert, wobei die mittlere, nicht registerte Teilbahn als Referenzbahn für die Teilbahnxegisterung dient.

    [0017] Weiterhin kann die Druckmaschine eine Vorrichtung zur Korrektur des Teilbahnumfangsregisters aufweisen, mit der Längenunterschiede der Teilbahnen, die zum Beispiel auf Grund von Fanout-Effekten oder Spannungsunterschieden in den Teilbahnen auftreten können, korrigiert werden, um Produkte mit hoher Druckqualität, das heißt guter Registerhaltigkeit zu produzieren. Die Teilbahnumfangsregister-Korrekturvorrichtung kann beispielsweise in Laufrichtung direkt nach der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung angeordnet sein, es kann aber auch an jeder anderen geeigneten Stelle in die Druckmaschine eingebaut sein.

    [0018] Weist die Druckmaschine mehr als ein Druckwerk auf, so können jedes oder mehrer dieser Druckwerke je eine Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung aufweisen, es ist auch denkbar, wenn auch wenig bevorzugt, das eine Druckmaschine mit einem Druckwerk zwei Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtungen aufweist, zum Beispiel eine zwischen zwei direkt aufeinander folgenden Druckspalten und eine weitere vor oder unmittelbar vor dem Falztrichtereinlauf. Grundsätzlich ist die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung nicht auf einen Einbauort beschränkt, sondern kann in der Druckmaschine dort vorgesehen werden, wo ihr Einsatz sinnvoll ist und die Platzverhältnisse einen Einbau ermöglichen. So ist es bei einer Druckmaschine mit einem Gummi/Gummi Druckwerk (zwei nacheinander angeordnete H-Druckwerke) für den Vierfarbendruck vorteilhaft, wenn die Registerverstellung zwischen dem zweiten und dritten Druckspalt erfolgt, da der Weg der Bedruckstoffbahn zwischen diesen beiden Druckspalten länger ist als beispielsweise der Weg zwischen dem ersten und dem zweiten Druckspalt bzw. zwischen dem dritten und dem vierten Druckspalt. Je länger der Weg zwischen zwei aufeinander folgenden Druckspalten ist, desto mehr Zeit hat zum Beispiel das Wasser in die Bedruckstoffbahn einzudringen und desto größer können die dadurch erzeugten Registerfehler sein. Auch die Anzahl der pro Druckmaschine eingebauten Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtungen kann entsprechend den Anforderungen an die Qualität der Druckprodukte, dem Aufbau der Druckmaschine und weiteren Parametern frei gewählt werden.

    [0019] Die Schneidevorrichtung kann nur ein Messer aufweisen, wodurch die Bedruckstoffbahn in genau zwei Teilbahnen geschnitten werden kann. Dieses eine Messer kann fest montiert sein, so dass mit dem eingebauten Messer immer gleiche erste und zweite Teilbahnen erzeugt werden. In diesem Fall weist die Teilbahnseitenregistervorrichtung bevorzugt zwei Teilbahnseitenregisterwalzen auf, die wenigstens so breit sind, wie die Teilbahnen nach dem Schneiden. Weist die Druckmaschine keine Spreizvorrichtung auf, bzw. erfolgt, wenig bevorzugt, das Spreizen der Bahnen erst in Laufrichtung hinter den Teilbahnseitenregisterwalzen, so liegen das Messer der Schneidevorrichtung und der Spalt, der durch die beiden sich direkt gegenüberliegenden Seiten der Teilbahnseitenregisterwalzen gebildet ist in einer Linie parallel zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn. Kann das eine Messer zwischen zwei Produktionen ummontiert werden, so dass die zweite Produktion andere Teilbahnbreiten aufweist, als die erste, können, wenn erforderlich, auch die Teilbahnregisterwalzen versetzt, verfahren oder ausgetauscht werden.

    [0020] Ist das Messer mittels beispielsweise eines Elektro-, Pneumatik- oder Hydraulikantriebs quer zur Laufrichtung verstellbar, um die Herstellung unterschiedlicher Teilbahnbreiten zu ermöglichen, so können auch die Teilbahnseitenregisterwalzen verstellbar, bevorzugt angetrieben verstellbar sein, um an die jeweilige Messerposition angepasst zu werden. Dabei müssen die beiden Teilbahnseitenregisterwalzen je eine Axiallänge aufweisen, die der maximal möglichen Teilbahnbreite entspricht. Denkbar, wenn hierin auch nicht bevorzugt, wären auch Teilbahnseitenregisterwalzen, die telekopierbar sind und dadurch der jeweiligen Teilbahnbreite angepasst werden können.

    [0021] Sowohl bei 4, 6 oder n-seiten- oder plattenbreiten Druckmaschinen kann es vorteilhaft sein, wenn die Schneidevorrichtung mehr als ein Messer aufweist. Weist die Schneidevorrichtung zum Beispiel zwei Messer auf, so können maximal drei Teilbahnen geschnitten werden. Die beiden Messer können beide ortsfest montiert sein. Beide Messer können zum Beispiel zusammen per Hand oder durch einen gemeinsamen Antrieb quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn verstellt werden, wobei der Abstand zwischen den beiden Messern bei dieser Verstellbewegung konstant bleibt. Bevorzugt ist aber wenigstens eines der Messer per Hand oder mittels eines Antriebs oder einer Verstellvorrichtung quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn verstellbar, besonders bevorzugt ist es, wenn beide Messer mittels je eines Antriebs oder einer Verstellvorrichtung frei verstellbar sind, das heißt aufeinander zu und voneinander weg bewegt werden können, beispielsweise beim Einsatz von quer zur Bahnlaufrichtung beweglichen Trichtern). Schließlich sind auch getrennte oder verbundene Antriebe möglich, mit denen die beiden Messer nach Wahl gemeinsam oder getrennt bewegt werden können.

    [0022] Wird die Bedruckstoffbahn in drei Teilbahnen geschnitten, so ist es vorteilhaft, wenn auch die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung drei Teilbahnseitenregisterwalzen aufweist. Dabei können die beiden äußeren Teilbahnseitenregisterwalzen zum Beispiel gegenüber der Bedruckstoffbahn verschwenkbar sein, bevorzugt in die Bedruckstoffbahn hineingeschwenkt werden, während eine, bevorzugt die mittlere der Teilbahnseitenregisterwalzen, fest quer zur Laufrichtung angeordnet ist oder senkrecht auf die Druckbahn zugefahren werden kann, um so auch korrigierend auf die mittlere der drei Teilbahnen einwirken zu können. Bevorzugt ist es aber, wenn alle drei Teilbahnregisterseitenwalzen mittels entsprechender Verstellmittel aus ihrer Ausgangsposition, wo ihre Rotationsachse quer zur Laufrichtung zeigt, in Richtung der Bedruckstoffbahn bzw. in diese hinein verschwenkt werden können. In beiden Fällen muss jede der Teilbahnseitenregisterwalzen eine Breite aufweisen, die der Breite der möglichen breitesten Teilbahn entspricht. Dazu können entweder alle Teilbahnseitenregisterwalzen je eine durch die auf der Druckmaschine herstellbare theoretisch mögliche Produktvielfalt vorgegebene maximale Breite aufweisen, oder die Teilbahnseitenregisterwalzen können telekopierbare Walzenkörper sein, deren axiale Länge automatisch, das heißt zum Beispiel durch einen Stellantrieb, variiert werden kann. Schließlich ist auch eine wenigstens der maximalen Druckbreite der Bedruckstoffbahn entsprechende Teilbahnseitenregisterwalze vorstellbar, die aus x-Segmenten mit zum Beispiel identischer Axiallänge besteht, die trennbar verbunden sind, und aus denen je nach Bedarf drei produktionsspezifischbreite Teilbahnseitenregisterwalzen gebildet werden können mit axialen Längen, die im Wesentlichen der Breite der einzelnen Teilbahnen entsprechen, und die je aus mindestens einem, bevorzugt aus mehreren der Segmente gebildet werden. Die so gebildeten Teilbahnseitenregisterwalzen können dann zum Beispiel automatisch mit einem Verschwenkmechanismus verbunden werden. Was hier am Beispiel für drei Teilbahnen beschrieben wurde, gilt natürlich entsprechend auch für mehr als drei Teilbahnen.

    [0023] Bevorzugt wird die Verstellung der Teilbahnseitenregisterwalze/n über einen bekannten automatisch Regler bewirkt, der seine Regelanweisungen zum Beispiel von einer Steuerung, bevorzugt der zentralen Maschinensteuerung der Druckmaschine erhält. Diese wiederum bekommt Signale von einem Detektor, beispielsweise einer Lichtschranke, einem Ultraschallsensor, einem Kontrastsensor oder einer Kamera, der zum Beispiel nach dem Spreizen die korrekt Lage der Seiten der geschnittenen Teilbahnen oder nach einem Bedrucken markante Druckpunkte auf der Bedruckstoffbahn überwacht und seitliche Abweichungen von einer vorgegebenen Sollstellung detektiert. Wird eine Abweichung detektiert, so kann ein Korrekturwert errechnet werden, der dann bevorzugt automatisch über den Regler eine Verstellung der jeweiligen Teilbahnseitenregisterwalze bewirkt. Dadurch kann schnell und effizient auf Seitenregisterabweichungen des Druckbildes reagiert werden, egal ob sie durch einen Schräglauf der Teilbahn, eine Querversatz der Teilbahn oder einen Fanout-Effekt, das heißt einer unzulässigen Dehnung der Bahn quer zur Laufrichtung herrührt. Statt der automatischen Verstellung kann auch das Bedienpersonal bei einer zum Beispiel optischen oder akustischen Anzeige die Verstellung der Teilbahnseitenregisterwalzen am Steuerpult veranlassen.

    [0024] Das Verschwenken der Teilbahnseitenregisterwalzen erfolgt mittels je eines Motors, zum Beispiel eines Schrittmotors, wobei jeder der Motoren direkt oder über bekannte Kopplungsglieder, wie zum Beispiel eine Gewindestange, auf die jeweilige Teilbahnseitenregisterwalze wirkt. Die Motoren sind unabhängig voneinander ansteuerbar. Dabei sind die Teilbahnseitenregisterwalzen bzw. deren Schwenkwinkel oder Eindringtiefe in die Bedruckstoffbahn bevorzugt stufenlos verstellbar, so dass auf jede detektierte Abweichung mit einer exakten Korrektur reagiert werden kann.

    [0025] Zur Sicherheit kann jede der Teilbahnseitenregisterwalzen zusätzlich einen Verriegelungsmechanismus aufweisen, der die Teilbahnseitenregisterwalze zumindest in ihrer Grundstellung verriegelt, um eine versehentlichen Einschwenken zum Beispiel bei einem Druck mit einer ungeteilten Bedruckstoffbahn zu verhindern. Diese mechanische Verriegelung muss dann vom Operateur bewusst gelöst werden, bevor eine erste Schwenkbewegung in Richtung auf die Bedruckstoffbahn einsetzen kann. Weniger bevorzugt kann die Verstellung auch über einen Hydraulik- oder Luftdruckzylinder bewirkt werden.

    [0026] Die Abweichung der detektierten Ist-Position der Teilbahn von der vorgegebenen Soll-Position kann in mm angegeben werden, bevorzugt ist aber eine Angabe in Prozent der Abweichung, wobei 0 (Null) Prozent bedeutet, dass die Soll-Position mit der Ist-Position übereinstimmt, eine betragsmäßig steigende Anzeige (z.B. -50 % und +50% gleiche Abweichungen in entgegengesetzte Richtung) eine sich vergrößernde Abweichung der Ist-Position von der Soll-Position angibt.

    [0027] Die erfindungsgemäße Teilbahnseitenregistervorrichtung kann werksseitig bereits in eine neue Maschine eingebaut sein. Zur Nachrüstung von Druckmaschinen im Druckbetrieb können alle notwendigen Teile, Motoren, Antriebe, Sensoren, Verbindungsleitungen etc. als Modul ausgebildet sein, das an die jeweiligen Gegebenheiten der individuellen Druckmaschine angepasst, nachträglich geliefert und in die Maschine eingebaut werden kann.

    [0028] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren, bei dem eine Bedruckstoffbahn in eine Druckmaschine eingeführt wird, die Bedruckstoffbahn in einer Schneidevorrichtung in wenigstens zwei Teilbahnen geschnitten wird, die beiden Teilbahnen auf ihrem Weg durch die Druckmaschine über eine Vorrichtung mit wenigstens zwei Walzenkörpern geführt werden, wobei jeder der Walzenkörper von je einer Teilbahn teilweise umschlungen wird, und wobei wenigstens einer der Walzenkörper in Richtung auf die Teilbahn hin verschwenkt werden kann, wodurch eine Laufrichtung der Teilbahn korrigiert und/oder die Teilbahn quer zur Laufrichtung versetzt wird. Das Verfahren kann zusätzlich ein Spreizen der Teilbahnen umfassen, wobei die Spreizvorrichtung bevorzugt in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung und vor der Teilbahnseitenregistervorrichtung angeordnet ist, und die Spreizvorrichtung die Teilbahnen nach dem Schneiden parallel zueinander um ein festes oder einstellbares Spreizmaß versetzt. Weiterhin kann die Vorrichtung eine Teilbahnumfangsregister-Korrekturvorrichtung aufweisen. Die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung kann statt direkt nach der Spreizvorrichtung auch unmittelbar vor dem Einlauf in einen Falztrichter in die Druckmaschine eingebaut sein und zum Beispiel die Laufrichtung eines Teilbahnbündels korrigieren, oder an jeder anderen Stelle, wo es sinnvoll ist. Statt einer Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung können auch an unterschiedlichen Positionen in der Drucknaschine mehrere Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtungen vorgesehen sein. Ein bevorzugter Einbauort ist neben den bereits erwähnten, die Position zwischen zwei in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn direkt aufeinander folgenden Druckspalten.

    [0029] Im Folgenden wird die Erfindung mittels Figuren anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die in den Figuren gezeigten und in der Figurenbeschreibung erklärten Merkmale gehören zum Umfang der Erfindung. Das Ausführungsbeispiel zeigt nur eine von zahlreichen möglichen Ausführungen der Erfindung und soll den Umfang der Erfindung daher nicht einschränken.

    Die Figuren zeigen im Einzelnen:



    [0030] 
    Figur 1:
    Druckwerk mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Seitenschnittansicht
    Figur 2:
    Druckwerk mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht
    Figur 3a:
    Teilbahnseitenregisterwalzen in Grundposition
    Figur 3b:
    Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung mit einer verschwenkten Teilbahnseitenregisterwalze


    [0031] In den Figuren 1 und 2 wird ein Druckwerk einer Druckmaschine dargstellt, mit zwei X- oder H-Druckstellen, in denen die Bedruckstoffbahn beidseitig in jeweils zwei Druckspalten bedruckt wird. Zwischen dem zweiten Druckspalt und dem dritten Druckspalt sind in der durch den Pfeil angegebenen Laufrichtung der Druckbahn drei Vorrichtungen (1, 2, 3) dargestellt, die jeweils aus Walzenkörpern bestehen. Bei der Vorrichtung, die direkt auf den zweiten Druckspalt folgt, handelt es sich um die erfindungsgemäße Vorrichtung zum relativen seitlichen Versatz der Teilbahn bzw. Teilbahnen (4, 5, 6) zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn.

    [0032] Nicht in den Figuren 1 und 2 gezeigt ist das Einführen der Bedruckstoffbahn von einer Bedruckstoffbahnrolle in die Druckmaschine, das Schneiden der Bedruckstoffbahn in drei, hier identische Teilbahnen (4, 5, 6) und das im Ausführungsbeispiel gleichmäßige Spreizen der Teilbahnen (4, 5, 6). Es soll nur erwähnt sein, dass die Bedruckstoffbahn, bei der es sich beispielsweise um eine 6-seitenbreite Bedruckstoffbahn in, wie dargestellt drei je 2-seitenbreite Teilbahnen (4, 5, 6) schneiden lässt, ebenso gut aber auch in eine 4-seitenbreite Teilbahn und zwei je 1-seitige Teilbahnen, in eine 3-seitige Teilbahn, eine 2-seitige Teilbahn und eine 1-seitige Teilbahn, und so weiter. Statt in drei Teilbahnen kann die Bedruckstoffbahn auch in jeder andere sinnvolle Anzahl von Teilbahnen geschnitten werden, beispielsweise in zwei, vier oder x Teilbahnen. Wenn auch hier am Beispiel einer 6-seitenbreiten Bedruckstoffbahn gezeigt, so ist das gleiche Prinzip auf jeder Bedruckstoffbahn anwendbar, egal wie breit sie ist.

    [0033] Wie man am besten in der Figur 2 erkennen kann, weist die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1) drei Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) auf, die im Ausführungsbeispiel alle quer zur Laufrichtung der Teilbahnen (4, 5, 6) liegen. Von den drei Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c sollen wenigstens die äußeren beiden verstellbar sein, das heißt in Richtung auf die Teilbahn (4, 5, 6) zu verschwenkt werden können. Bevorzugt sind alle drei Teilbahnregisterwalzen (1a, 1b, 1c) verschwenkbar, so dass der Bahnlauf jeder der drei Teilbahnen (4, 5, 6) individuell mittels der jeweiligen Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1 c) manipulierbar ist.

    [0034] Die im Ausführungsbeispiel gezeigten Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) sind in einer Linie quer zur Laufrichtung angeordnet und weisen alle drei im Wesentlichen die gleiche axiale Länge auf. Die axiale Länge jeder der Walzen (1a, 1b, 1c) ist größer als die Breite der jeweiligen Teilbahn (4, 5, 6). Die axiale Länge jeder der Walzen (1a, 1b, 1c) kann beispielsweise drei oder vier Druckseiten sein, so dass mit den Walzen (1a, 1b, 1c) jede mögliche Variation der Breiten der Teilbahnen (4, 5, 6) bearbeitbar ist. Nicht in den Figuren gezeigt und wenig bevorzugt können die Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) auch zueinander versetzt angeordnet sein, zum Beispiel kann die mittlere Walze (1b) in Laufrichtung hinter den Seitenwalzen (1a, 1c) angeordnet sein, oder die mittlere Walze (1b) kann gesehen in die Richtung senkrecht zur Laufrichtung vor oder hinter den Seitenwalzen (1a, 1c) angeordnet sein. Dies erlaubt eine schmalere Ausgestaltung der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1), die bei einer Auslegung jeder Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) für je vier Druckseiten ja eine Gesamtbreit von 12 Druckseiten aufweisen könnte. Denkbar, wenn auch weniger bevorzugt, ist die Ausgestaltung der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) als teleskopierbare Walzen, die der jeweiligen Teilbahnbreite angepasst werden können, wobei auch hier eine Anordnung der mittleren Walze (1b) wie vorbeschrieben vorteilhaft wäre. Schließlich soll es auch möglich sein, dass die Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1) nur eine Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) aufweist, die aus zahlreichen voneinander trennbaren Elementen gebildet ist. In diesem Fall könnte die Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) immer entsprechend der Breite der Teilbahnen (4, 5, 6) an entsprechenden Verbindungsstellen in x Teilbahnseitenregister-Teilwalzen geteilt werden, die dann durch zum Beispiel ankoppelbare Verstelleinrichtungen, die je an einer der Teilwalzen angreifen, verstellt werden können.

    [0035] Das Verstellen der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1e) bewirkt, dass die jeweilige Teilbahn (4, 5, 6) entweder quer zur Laufrichtung versetzt wird, um registergenau in den dritten Druckspalt einzulaufen, oder es bewirkt ein Korrektur der Einlaufrichtung, wenn es aus welchen Grund auch immer dazu kommt, dass die Teilbahn (4, 5, 6) schräg in den nächsten Druckspalt einläuft.

    [0036] In dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 sind in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung (1) weiterhin eine Teilbahnumfangsregister-Korrekturvorrichtung (2) zum Ausgleich von Längenunterschieden in den Teilbahnen (4, 5, 6), zum Beispiel durch den Fanout-Effekt oder schwankende Bahnspannungen vorgesehen und Umlenkwalzen (3), die die Teilbahnen (4, 5, 6) direkt in den nachfolgenden Druckspalt leiten.

    [0037] Wie speziell in der Figur 1 gut zu erkennen ist, werden die Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) teilweise von den Teilbahnen (4, 5, 6) während der Produktion umschlungen. Der Grad der Umschlingung hängt im Ausgangszustand der Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung, das heißt, wenn die Rotationsachsen der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) auf einer Linie quer zur Bahnlaufrichtung liegen, von der Führung der Druckstoffbahn durch die Druckmaschine ab. In der Regel ist er größer als 30 Grad und kleiner als 90 Grad. Werden die Walzen (1a, 1b, 1c) verschwenkt, zum Beispiel in die Teilbahn (4, 5, 6) hinein, ändert sich der Umschlingungswinkel entlang der axialen Länge der Walze (4, 5, 6), was zu einer Änderung der Laufrichtung oder einem Versatz der Teilbahn (4, 5, 6) quer zur Laufrichtung führt.

    [0038] Oberhalb des Druckwerkes sind Detektoren (7, 8) zu sehen, bei denen es sich beispielsweise um Kameras oder Lichtschranken handeln kann, die die Lage der Kanten der Teilbahnen (4, 5, 6) und/oder die Lage von markanten Druckpunkten auf den Teilbahnen (4, 5, 6) detektieren können. Die Detektoren (7, 8) können die ermittelten Informationen, bei denen es sich um Ist-Daten der Kanten oder um markante Druckpunkte oder Druckbilder handeln kann, an eine nicht gezeigte Auswerteeinrichtung senden, in der die ermittelten Ist-Daten mit vorgegebenen Soll-Daten verglichen werden. Bei dieser Auswerteeinrichtung kann es sich um die zentrale Maschinensteuerung oder eine Untereinheit der Zentralsteuerung, eine eigene druckwerksbezogenen Auswerteeinrichtung oder eine sonstige Auswerteeinrichtung bekannter Art handeln. Die detektierten Ist-Positionen können von dem Detektor (7, 8) in Signale umgewandelt werden, die dann über Funk, Lichtleiter oder Leitungen an die Auswerteeinrichtung übertragen werden.

    [0039] Ergibt ein Vergleich der Ist-Daten mit den Soll-Daten eine unerlaubte Abweichung, so kann die Auswerteeinrichtung wiederum Regelsignale an die nicht gezeigten Antriebe der nicht gezeigten Verstellvorrichtungen der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) senden, die die Walzen (1a, 1b, 1c) dann verschwenken. Bei den Antrieben kann es sich um Gleichstrommotoren handeln, um pneumatische oder hydraulische Zylinder, oder andere geeignete Antriebe.

    [0040] Die Figuren 3a und 3b zeigen eine Teilbahnseitenregister-Korrekturvorrichtung mit zwei Teilbahnen (4, 5, 6) einmal in der Grundstellung, in der die beiden Rotationsachsen der beide Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1c) auf einer Linie liegen, die quer zu Laufrichtung der Teilbahnen (4, 5, 6) weist. Dies Stellung können die Walzen (1a, 1c) beispielsweise bei ruhender Produktion einnehmen oder während der Produktion, wenn die Detektoren (7, 8) keine unzulässigen Abweichungen zwischen den Ist-Positionen und Soll-Positionen der für die seitliche Registerung relevanten Daten entdecken.

    [0041] In Figur 3b ist ein Zustand gezeigt, bei dem beide Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1c) aus ihrer Grundstellung heraus verschwenkt wurden, um den Bahnlauf beider Teilbahnen (4, 5, 6) zu beeinflussen. Die Anordnung der beiden Walzen (1a, 1c) nahe nebeneinander zeigt, dass bei der Produktion nach dem Schneiden keine oder nur eine sehr geringe Spreizung erfolgt ist.


    Ansprüche

    1. Druckmaschine, insbesondere eine Rollendruckmaschine für den Zeitungsdruck, mit

    a) wenigstens einem Druckwerk zum Bedrucken eine Bedruckstoffbahn,

    b) einer Schneidevorrichtung, zum Schneiden der Bedruckstoffbahn in wenigstens zwei Teilbahnen (4, 5, 6), und

    c) einer in Laufrichtung der Bedruckstoffbahn nach der Schneidevorrichtung angeordneten Vorrichtung (1) zur Teilbahnseitenregisterkorrektur und/oder Passerkorrektur und/oder Seitenlagekorrektur wenigstens einer der Teilbahnen (4, 5, 6) oder einem Teilbahnbündel,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    d) die Vorrichtung (1) aus wenigstens einem Walzenkörper (1) besteht, der von der wenigstens einen Teilbahn (4, 5, 6) oder dem Teilbahnbündel wenigstens teilweise umschlingbar ist und der aus einer Ruheposition, in der seine Längsachse quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn weist, mit wenigstens einem Ende in die Teilbahn (4, 5, 6) bzw. in das Teilbahnbündel hinein verschwenkbar ist.


     
    2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) wenigstens zwei quer zur Bedruckstoffbahn nebeneinander angeordnete Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) aufweist, die während einer Produktion von je einer der Teilbahnen (4, 5, 6) zumindest teilweise umschlungen sind, wobei zumindest eine der beiden Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) aus einer Grundstellung in der die Teilbahnseitenregisterwalze (1a, 1b, 1c) quer zur Laufrichtung der Bedruckstoffbahn steht, in eine Registerstellung verschwenkbar ist.
     
    3. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verschwenken der Vorrichtung (1) ein Einlaufwinkel und/oder eine Einlaufposition der Teilbahn (4, 5, 6) oder des Teilbahnbündels in die nachfolgende Be- oder Verarbeitungsvorrichtung korrigiert wird.
     
    4. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Verschwenken der Vorrichtung (1) die Teilbahn (4,5, 6) oder das Teilbahnbündel in eine Richtung quer zur Laufrichtung versetzt wird.
     
    5. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der nachfolgenden Be- oder Verarbeitungseinrichtung um ein Druckwerk, ein Wendemodul, einen Trichter oder einen Falzapparat handelt.
     
    6. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) zwischen zwei aufeinander folgenden Druckspalten angeordnet ist.
     
    7. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine weiterhin eine Vorrichtung zur Teilbahnumfangregisterkorrektur (2) aufweist, die in Druckrichtung vor oder nach der Vorrichtung zur Teilbahnseitenregisterkorrektur (1) angeordnet ist.
     
    8. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung wenigstens ein Messer aufweist, das ortsfest montiert ist oder mittels eines Antriebs quer zu der Laufrichtung der Bedruckstoffbahn verstellbar ist.
     
    9. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung zwei Messer aufweist, von denen wenigstens eines mittels eines Antriebes quer zur Förderrichtung der Bedruckstoffbahn verstellbar ist.
     
    10. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung zur Herstellung von drei Teilbahnen (4, 5, 6) zwei Messer aufweist, die zum Einstellen einer Breite der Teilbahnen (4, 5, 6) mittels je eines Antriebs aufeinander zu und voneinander weg fahrbar sind.
     
    11. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidevorrichtung einen zusätzlichen Antrieb zum gleichzeitigen Bewegen der beiden Messer bei konstantem Abstand aufweist.
     
    12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung drei Teilbahnseitenregisterwalzen aufweist, von den nur die beiden äußeren Teilbahnregistenvalzen (1a, 1c) zur Registerung der äußeren Teilbahnen (4, 6) relativ Bedruckstoffbahn verstellbar sind.
     
    13. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass alle drei Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) zur Registerung der drei Teilbahnen (4, 5, 6) relativ Bedruckstoffbahn verstellbar sind.
     
    14. Druckmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine weiterhin wenigstens einen Detektor (7, 8) aufweist, der eine Position einer Teilbahnkante auf einem Walzenkörper und/oder eine Position eines markanten Druckpunktes detektiert.
     
    15. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Detektor (7, 8) Signale an eine Auswerteeinheit liefert, in der die vom Detektor (7, 8) ermittelte Ist-Position mit einer vorgegebenen Soll-Position vergleicht.
     
    16. Druckmaschine nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit Korrekturdaten ermittelt und an eine Regeleinheit oder Steuerung weiterleitet, die dann ein Verschwenken der Teilbahnseitenregisterwalzen (1a, 1b, 1c) veranlasst.
     
    17. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei einem Detektor (7, 8) um eine Lichtschranke, einen Ultraschallsensor, einen Kontrastsensor oder um eine Kamera handelt
     
    18. Verfahren zur Teilbahnseitenregisterkorrektur wenigstens einer Teilbahn (4, 5, 6), bei der

    a) eine Bedruckstoffbahn einer Druckmaschine zugeführt wird,

    b) die Druckbahn durch eine Schneidevorrichtung geleitet wird, wo sie in wenigstens zwei Teilbahnen (4, 5, 6) geschnitten wird,

    c) die Teilbahnen (4, 5, 6) auf ihrem Weg durch die Druckmaschine über eine Vorrichtung (1) mit wenigstens zwei Walzenkörpern (1a, 1b, 1c) gerührt werden, wobei die Walzenkörper (1a, 1b, 1c) in der Ruhestellung eine gemeinsame Rotationachse haben, die quer zu der Laufrichtung der Bedruckstoffbahn verläuft

    d) wobei jeder der Walzenkörper (1a, 1b, 1c) von je einer Teilbahn (4, 5, 6) teilweise umschlungen wird und dadurch gekennzeichnet, dass

    e) wenigstens einer der Walzenkörper (1a, 1b, 1c) um eine Schwenkachse in Richtung in die Teilbahn (4, 5, 6) hinein bewegt werde kann,

    f) wodurch eine Laufrichtung der Teilbahn (4, 5, 6) korrigiert und/oder die Teilbahn (4, 5, 6) quer zur Laufrichtung versetzt wird.


     
    19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine weiterhin eine Spreizvorrichtung aufweist, in der die Teilbahnen (4, 5, 6) nach dem Schneiden um ein Spreizmaß parallel zueinander versetzt werden.
     
    20. Verfahren nach einem der zwei vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine wenigstens einen Detektor (7, 8) aufweist, mit den die Position der Lage der Kante der Teilbahn (4, 5, 6) auf einem Walzenkörper und/oder die Lage eines markanten Druckpunktes des Druckbildes detektiert wird.
     
    21. Verfahren nach den vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Detektor (7, 8) gemessene Ist-Position in einer Auswerteinrichtung mit einer vorgegebenen Soll-Position verglichen wird und bei unzulässigen Abweichungen des IstWerts vom Soll-Wert die Teilbahnseitenregisterwalzeln (1a, 1b, 1c) verstellt wird/werden.
     


    Claims

    1. A printing machine, in particular a rotary printing machine for printing newspapers, comprising:

    a) at least one printing unit for printing onto a printing substrate web;

    b) a cutting device for cutting the printing substrate web into at least two partial webs (4, 5, 6); and

    c) a device (1), arranged after the cutting device in the direction of feed of the printing substrate web, for correcting the partial web lateral register and/or registration and/or lateral position of at least one of the partial webs (4, 5, 6) or a bundle of partial webs, characterised in that

    d) the device (1) consists of at least one roller body (1) which can be at least partially looped around by the at least one partial web (4, 5, 6) or bundle of partial webs, and at least an end of which can be pivoted into the partial web (4, 5, 6) and/or bundle of partial webs from a resting position in which its longitudinal axis points transverse to the direction of feed of the printing substrate web.


     
    2. The printing machine according to Claim 1, characterised in that the device (1) comprises at least two partial web lateral register rollers (1a, 1b, 1c) which are arranged adjacently transverse to the printing substrate web and at least partially looped around by each of the partial webs (4, 5, 6) during production, wherein at least one of the two partial web lateral register rollers (1a, 1b, 1c) can be pivoted from a base position, in which the partial web lateral register roller (1a, 1b, 1c) is transverse to the direction of feed of the printing substrate web, into a register position.
     
    3. The printing machine according to any one of the preceding claims, characterised in that a feed angle and/or feed position of the partial web (4, 5, 6) or bundle of partial webs into the subsequent processing device is corrected by pivoting the device (1).
     
    4. The printing machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the partial web (4, 5, 6) or bundle of partial webs is offset in a direction transverse to the direction of feed by pivoting the device (1).
     
    5. The printing machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the subsequent processing device is a printing unit, a turning module, a funnel or a folding apparatus.
     
    6. The printing machine according to the preceding claim, characterised in that the device (1) is arranged between two consecutive printing gaps.
     
    7. The printing machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the printing machine further comprises a device for correcting the partial web circumferential register (2) which is arranged before or after the device for correcting the partial web lateral register (1) in the printing direction.
     
    8. The printing machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the cutting device comprises at least one knife which is fitted to be stationary or can be adjusted transverse to the direction of feed of the printing substrate web by means of a drive.
     
    9. The printing machine according to any one of Claims 1 to 8, characterised in that the cutting device comprises two knives, at least one of which can be adjusted transverse to the conveying direction of the printing substrate web by means of a drive.
     
    10. The printing machine according to any one of Claims 1 to 9, characterised in that in order to produce three partial webs (4, 5, 6), the cutting device comprises two knives which can be moved towards and away from each other by means of a drive each, in order to set a width of the partial webs (4, 5, 6).
     
    11. The printing machine according to the preceding claim, characterised in that the cutting device comprises an additional drive for simultaneously moving the two knives at a constant distance.
     
    12. The printing machine according to any one of Claims 1 to 11, characterised in that the device comprises three partial web lateral register rollers, of which only the two outer partial web lateral register rollers (1a, 1c) can be adjusted in order to register the outer partial webs (4, 6) relative to the printing substrate web.
     
    13. The printing machine according to any one of Claims 1 to 11, characterised in that all three partial web lateral register rollers (1a, 1b 1c) can be adjusted in order to register the three partial webs (4, 5, 6) relative to the printing substrate web.
     
    14. The printing machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the printing machine further comprises at least one detector (7, 8) which detects a position of a partial web edge on a roller body and/or a position of a prominent printed point.
     
    15. The printing machine according to the preceding claim, characterised in that the detector (7, 8) provides signals to an evaluation unit which compares the actual position ascertained by the detector (7, 8) with a predetermined target position.
     
    16. The printing machine according to the preceding claim, characterised in that the evaluation unit ascertains correction data and relays them to a regulating unit or controller which then causes the partial web lateral register rollers (1a, 1b, 1c) to be pivoted.
     
    17. The printing machine according to any one of Claims 15 to 17, characterised in that a detector (7, 8) is a light barrier, an ultrasound sensor, a contrast sensor or a camera.
     
    18. A method for correcting the partial web lateral register of at least one partial web (4, 5, 6), wherein:

    a) a printing substrate web is fed to a printing machine;

    b) the printing web is directed through a cutting device where it is cut into at least two partial webs (4, 5, 6);

    c) while passing through the printing machine, the partial webs (4, 5, 6) are guided via a device (1) comprising at least two roller bodies (1a, 1b, 1c), wherein in their resting position, the roller bodies (1a, 1b, 1c) have a common rotational axis which runs transverse to the direction of feed of the printing substrate web,

    d) wherein each of the roller bodies (1a, 1b, 1c) is partially looped around by a partial web (4, 5, 6) each, and
    characterised in that

    e) at least one of the roller bodies (1a, 1b, 1c) can be moved about a pivoting axis in a direction into the partial web (4, 5, 6),

    f) thus correcting a direction of feed of the partial web (4, 5, 6) and/or offsetting the partial web (4, 5, 6) transverse to the direction of feed.


     
    19. The method according to Claim 18, characterised in that the printing machine further comprises a spreading device in which the partial webs (4, 5, 6), once cut, are offset parallel to each other by a degree of spreading.
     
    20. The method according to any one of the preceding two claims, characterised in that the printing machine comprises at least one detector (7, 8) using which the position of the edge of the partial web (4, 5, 6) on a roller body and/or the position of a prominent printed point on the printed image is detected.
     
    21. The method according to the preceding claim, characterised in that the actual position measured by the detector (7, 8) is compared with a predetermined target position in an evaluation device, and the partial web lateral register roller/s (1a, 1b, 1c) is/are adjusted if there are unallowable deviations between the actual value and the target value.
     


    Revendications

    1. Machine d'imprimerie, en particulier machine d'imprimerie rotative pour l'impression de journaux, avec

    a) au moins un groupe d'impression pour l'impression d'une bande de matériau à imprimer,

    b) un dispositif de coupe, pour couper la bande de matériau à imprimer en au moins deux bandes partielles (4, 5, 6), et

    c) un dispositif (1) disposé en aval du dispositif de coupe dans la direction de défilement de la bande de matériau à imprimer, pour la correction de l'alignement latéral des bandes partielles et/ou la correction des repères et/ou la correction de la position latérale d'au moins une des bandes partielles (4, 5, 6) ou d'une liasse de bandes partielles,
    caractérisée en ce que

    d) le dispositif (1) se compose d'au moins un corps de rouleau (1), qui peut être en contact au moins partiellement avec au moins une bande partielle (4, 5, 6) ou le faisceau de bandes partielles, et qui peut basculer d'une position de repos, dans laquelle son axe longitudinal est orienté transversalement à la direction de défilement de la bande de matériau à imprimer, avec au moins une extrémité plongeant dans la bande partielle (4, 5, 6) ou dans la liasse de bandes partielles.


     
    2. Machine d'imprimerie selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif (1) présente au moins deux rouleaux d'alignement latéral de bandes partielles (1a, 1b, 1c) disposés l'un à côté de l'autre transversalement à la bande de matériau à imprimer, qui sont chacun en contact au moins partiellement avec une des bandes partielles (4, 5, 6) pendant une production, dans laquelle au moins un des deux rouleaux d'alignement latéral de bandes partielles (1a, 1b, 1c peut basculer d'une position de base, dans laquelle le rouleau d'alignement latéral de bandes partielles (1a, 1b, 1c) est déplacé transversalement à la direction de défilement de la bande de matériau à imprimer, dans une position d'alignement.
     
    3. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que, par le basculement du dispositif (1), on corrige un angle d'entrée et/ou une position d'entrée de la bande partielle (4, 5, 6) ou de la liasse de bandes partielles dans le dispositif de traitement ou de façonnage qui suit.
     
    4. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que, par le basculement du dispositif (1), on déplace la bande partielle (4, 5, 6) ou la liasse de bandes partielles dans une direction transversale à la direction de défilement.
     
    5. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de traitement ou de façonnage qui suit est un groupe d'impression, un module de retournement, un entonnoir ou un appareil de pliage.
     
    6. Machine d'imprimerie selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif (1) est disposé entre deux fentes d'impression successives.
     
    7. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la machine d'impression présente en outre un dispositif pour la correction de l'alignement périphérique de bandes partielles (2), qui est disposé en amont ou en aval du dispositif pour la correction de l'alignement latéral de bandes partielles (1) dans la direction d'impression.
     
    8. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de coupe présente au moins une lame, qui est montée en position stationnaire ou qui est réglable au moyen d'un entraînement transversalement à la direction de défilement de la bande de matériau à imprimer.
     
    9. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le dispositif de coupe présente deux lames, dont au moins une est réglable au moyen d'un entraînement transversalement à la direction de transport de la bande de matériau à imprimer.
     
    10. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le dispositif de coupe présente, pour la production de trois bandes partielles (4, 5, 6), deux lames qui peuvent être rapprochées et écartées l'une de l'autre pour régler la largeur des bandes partielles (4, 5, 6).
     
    11. Machine d'imprimerie selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif de coupe présente un entraînement supplémentaire pour le déplacement simultané des deux lames avec un écartement constant.
     
    12. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que le dispositif présente trois rouleaux d'alignement latéral de bandes partielles, dont seuls les deux rouleaux d'alignement de bandes partielles extérieurs (1a, 1c sont réglables pour l'alignement des bandes partielles extérieures (4, 6) par rapport à la bande de matériau à imprimer.
     
    13. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que les trois rouleaux d'alignement de bandes partielles (1a, 1b, 1c sont tous réglables pour l'alignement des trois bandes partielles (4, 5, 6) par rapport à la bande de matériau à imprimer.
     
    14. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la machine d'imprimerie présente en outre au moins un détecteur (7, 8), qui détecte une position d'un bord de bande partielle sur un corps de rouleau et/ou une position d'un point d'impression marquant.
     
    15. Machine d'imprimerie selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le détecteur (7, 8) envoie des signaux à une unité d'évaluation, qui compare la position réelle déterminée par le détecteur (7, 8) avec une position de consigne prédéterminée.
     
    16. Machine d'imprimerie selon la revendication précédente, caractérisée en ce que l'unité d'évaluation détermine des données de correction et les retransmet à une unité de régulation ou à une commande, qui provoque alors un basculement des rouleaux d'alignement latéral de bandes partielles (1a, 1b, 1c) .
     
    17. Machine d'imprimerie selon l'une quelconque des revendications 15 à 16, caractérisée en ce qu'un détecteur (7, 8) est une barrière lumineuse, un détecteur à ultrasons, un détecteur de contraste ou une caméra.
     
    18. Procédé pour la correction de l'alignement latéral de bandes partielles d'au moins une bande partielle (4, 5, 6), dans lequel

    a) on fournit une bande de matériau à imprimer à une machine d'imprimerie,

    b) on conduit la bande à imprimer à travers un dispositif de coupe, où elle est coupée en au moins deux bandes partielles (4, 5, 6),

    c) on guide les bandes partielles (4, 5, 6) sur leur trajet à travers la machine d'imprimerie au moyen d'un dispositif (1) avec au moins deux corps de rouleau (1a, 1b, 1c) dans lequel les corps de rouleau (1a, 1b, 1c) présentent dans la position de repos un axe de rotation commun, qui s'étend transversalement à la direction de défilement de la bande de matériau à imprimer,

    d) dans lequel on entoure au moins partiellement chacun des corps de rouleau (1a, 1b, 1c respectivement avec une bande partielle (4, 5, 6), et
    caractérisé en ce que

    e) on peut déplacer au moins un des corps de rouleau (1a, 1b, 1c autour d'un axe de basculement en direction de la bande partielle (4, 5, 6),

    f) ce qui corrige une direction de défilement de la bande partielle (4, 5, 6) et/ou déplace la bande partielle (4, 5, 6) transversalement à la direction de défilement.


     
    19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que la machine d'imprimerie présente en outre un dispositif d'écartement, dans lequel on déplace les bandes partielles (4, 5, 6) parallèlement l'une à l'autre d'une mesure d'écartement après la coupe.
     
    20. Procédé selon l'une quelconque des deux revendications précédentes, caractérisé en ce que la machine d'imprimerie présente en outre au moins un détecteur (7, 8), avec lequel on détecte la position de la situation du bord de la bande partielle (4, 5, 6) sur un corps de rouleau et/ou la situation d'un point d'impression marquant du motif imprimé.
     
    21. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'on compare la position réelle mesurée par le détecteur (7, 8) dans un dispositif d'évaluation avec une position de consigne prédéterminée et, en cas d'écarts inacceptables de la valeur réelle par rapport à la valeur de consigne, on déplace le/les rouleau(x) d'alignement latéral de bandes partielles (1a, 1b, 1c).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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