[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zeichengerät zum Zeichnen von rotationssymmetrisch
angeordneten Motiven auf ein Zeichenmaterial, umfassend eine Basis mit einer Auflagefläche
für das Zeichenmaterial, eine Schablonenführung, und eine Zeichenschablone, die an
der Schablonenführung anbringbar und mittels der Schablonenführung drehbar geführt
ist.
[0002] Ein derartiges Zeichengerät ist aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt das europäische
Patent
EP 1 108 562 B1 ein vergleichbares Zeichengerät, das zum Zeichnen von rotationssymmetrisch angeordneten
Motiven, sogenannten "Mandalas" geeignet ist. Dieses Zeichengerät ist rein manuell
zu bedienen. Es hat sich gezeigt, dass dabei die Schablone nicht mit hinreichender
Zuverlässigkeit in vorbestimmten Winkelabständen positionierbar ist. Dies liegt insbesondere
an der manuellen Betätigung, die - vor allem wenn sie von Kindern ausgeführt wird
- fehleranfällig hinsichtlich der Winkelausrichtung der Motive der Schablone ist.
Das Zeichenergebnis kann dann bei nicht regelmäßiger Relatiwerdrehung der Schablone
unbefriedigend sein, weil die gezeichneten Motive in unterschiedlichen Winkelabständen
zueinander auf das Zeichenmaterial gezeichnet wurden.
[0003] Weitere Zeichengeräte mit ähnlichen Schwierigkeiten bei der Erzielung eines gewünschten
Zeichenergebnisses sind aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt beispielsweise
das Dokument
GB 2 288 151 A ein derartiges Zeichengerät. Dieses Zeichengerät hat außerdem den Nachteil, dass
das Zeichenmaterial in Querrichtung zum Zeichengerät verrutschen kann, was das Zeichenergebnis
weiter beeinträchtigen kann.
[0004] Dem gleichen Problem unterliegt auch das Zeichengerät gemäß dem Dokument
US 2,950,537, bei dem ebenfalls das Zeichenmaterial relativ zur Basis verrutschen kann. Schließlich
lässt sich auch mit diesem Zeichengerät eine Verdrehung der Zeichenschablone in regelmäßigen
Winkelabständen nicht sicherstellen.
[0005] Es ist dem gegenüber eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Zeichengerät der
eingangs bezeichneten Art bereitzustellen, das sich komfortabler bedienen lässt und
das zuverlässig ein Verdrehen der Schablone in vorbestimmten Winkelabständen sicherstellt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Zeichengerät der eingangs bezeichneten Art gelöst, bei
dem vorgesehen ist, dass die Zeichenschablone mittels der Schablonenführung motorisch
drehantreibbar ist und dass der motorische Drehantrieb nach Maßgabe vorgegebener Winkelabstände
schrittweise verstellbar ist.
[0007] Mittels des motorischen Drehantriebs lässt sich sicherstellen, dass die Zeichenschablone
immer in vorgegebenen Winkelabständen verstellt wird. Dadurch ist gewährleistet, dass
die Zeichenschablone in einem vorgegebenen Raster aus Winkelabständen verdrehbar ist
und so in diesen vorgegebenen Winkelabständen einzelne Motive auf das Zeichenmaterial,
beispielsweise ein Blatt Papier oder eine bemalbare Folie, aufmalbar sind. Statt einer
manuellen Betätigung muss lediglich der motorische Antrieb entsprechend angesteuert
werden, so dass sich die Schablone selbsttätig dreht. Dadurch ist eine ungenaue manuelle
Einstellung ausgeschlossen, so dass das Zeichengerät insbesondere für Kinder mit dem
gewünschten Erfolg leichter bedienbar ist.
[0008] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Zeichenschablone innerhalb der
Schablonenführung kontinuierlich drehbar ist. Dies bietet sich beispielsweise dann
an, wenn das Raster aus vorgegebenen Winkelabständen zu groß ist um bestimmte Zeichenoperationen
durchzuführen. Beispielsweise wünscht eine Bedienungsperson des erfindungsgemäßen
Zeichengeräts das Zeichnen eines Buchstabenzuges, wobei die aufeinanderfolgenden Buchstaben
in geringerem Winkelabstand zueinander angeordnet sind, als es die vorgegebenen Winkelabstände
zulassen. Eine Relatiwerdrehung zwischen Zeichenschablone und Schablonenführung lässt
so weiterhin das weitestgehend freie Verdrehen der Schablone innerhalb der Schablonenführung
um beliebig große oder kleine Winkel zu.
[0009] In diesem Zusammenhang kann ferner vorgesehen sein, dass die Zeichenschablone an
der Schablonenführung fixierbar ist. Ist also ein beliebiges Verdrehen zwischen Zeichenschablone
und Schablonenführung nicht gewünscht, so werden die Zeichenschablone und die Schablonenführung
aneinander fixiert, so dass sich die Zeichenschablone motorisch um die vorgegebenen
Winkelabstände mit der Schablonenführung verstellen lässt. Ein solche Fixierung kann
durch Formschluss oder Kraftschluss erreicht werden.
[0010] Eine Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass die Zeichenschablone mit wenigstens
einem an der Schablonenführung federnd angebrachten Federfinger in Eingriff bringbar
und über einen dem Federfinger zugeordneten Klemmhebel an der Schablonenführung fixierbar
ist.
[0011] Ist der wenigstens eine Klemmhebel in einer Freigabestellung positioniert, so lässt
sich die Zeichenschablone beliebig relativ zur Schablonenführung verdrehen. Ist der
Klemmhebel jedoch in einer Fixierstellung positioniert, so klemmt er die Zeichenschablone
gegen die Schablonenführung, das heißt gegen einen Federfinger, der in Folge der Klemmung
ausgelenkt wird und entsprechend der Klemmkraft die Zeichenschablone fest an die Schablonenführung
beziehungsweise an den daran angebrachten Klammhebel klemmt.
[0012] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der motorische Dreherantrieb derart
betätigbar ist, dass er die Schablonenführung kontinuierlich über ein ganzzahliges
Vielfaches der vorgegebenen Winkelabstände relativ zur Basis verdreht.
Durch diese Ausführungsvariante der Erfindung ist es möglich, die Schablonenführung
und die mit dieser fest gekoppelten Schablone wahlweise um nur einen Winkelschritt
oder um ein ganzzahliges Vielfaches eines solchen Winkelschritts zu verdrehen.
[0013] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der motorische Antrieb wahlweise
im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn betätigbar ist. Dies kann beispielsweise
durch Ändern der Bestromung des motorischen Antriebs oder durch Umschalten eines zwischen
Antrieb und Schablonenführung geschalteten Getriebes erfolgen.
[0014] Erfindungsgemäß kann ferner vorgesehen sein, dass die Auflagefläche eine Mehrzahl
von Anlagekanten aufweist, an die das Zeichenmaterial anlegbar ist. Wie bereits im
Hinblick auf den Stand der Technik erläutert, ist es vorteilhaft, wenn das Zeichenmaterial
im Zeichengerät in einer vorbestimmten Solllage während des Zeichenvorgangs verharrt.
Es ist nämlich für das Zeichenergebnis unerwünscht, wenn sich das Zeichenmaterial
während des Zeichenvorgangs oder zwischen zwei verschiedenen Zeichenschritten, beispielsweise
aufgrund einer Schablonenbewegung, selbst relativ zu Basis verschieben lässt.
[0015] Um das Zeichenmaterial im Zeichengerät zu fixieren und geschützt aufzunehmen, sieht
eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass die Schablonenführung in der Basis in einem
Abstand oberhalb der Auflagefläche angeordnet ist, wobei das Zeichenmaterial in einen
Einsteckschlitz innerhalb der Basis zwischen die Schablonenführung und die Auflagefläche
einsteckbar ist. Bei dieser Ausführungsvariante wird das Zeichenmaterial bevorzugt
nur im Bereich der Schablone der Umgebung zum Bemalen dargeboten. Die verbleibenden
Abschnitte des Zeichenmaterials sind in der Basis, das heißt in dem Einsteckschlitz
aufgenommen.
[0016] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass im Bereich wenigstens einer Anlagekante,
vorzugsweise an derjenigen Anlagekante, an die sich die vorlaufende Stirnkante des
Zeichenmaterials anlegt, wenigstens ein Klemmarm vorgesehen ist, der das Zeichenmaterial
auf die Auflagefläche drückt. Dies dient der weitern Fixierung des Zeichenmaterials
im Zeichengerät insbesondere an der Basis. Um das Einschieben des Zeichenmaterials
zu erleichtern, kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass der Klemmarm mit
einer Aufnahmerolle versehen ist. Die Aufnahmerolle erlaubt ein reibungsreduziertes
Einschieben des Zeichenmaterials unter den Klemmarm, wobei nach dem Einschieben die
Klemmkraft des Klemmarms ausreichend ist, um das Zeichenmaterial gegen die Auflagefläche
zu drücken. In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass die Auflagefläche, zumindest
nur im Bereich des Klemmarms, mit einer aufgerauten Oberfläche versehen ist. Es kann
aber auch die gesamte Auflagefläche mit einer aufgerauten Oberfläche versehen sein.
[0017] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Basis mit einem schwenkbar
an der Basis angebrachten Deckel versehen ist, der zwischen einer Offenstellung, in
der er aufgeklappt die Schablonenführung und die Schablone zum Einfügen von Zeichenmaterial
und zum Zeichnen freigibt, und einer Schließstellung verstellbar ist, in der er die
Schablonenführung und die Schablone verschließt und ein Einfügen von Zeichenmaterial
verhindert. So werden in der Offenstellung die Schablone sowie die Schablonenführung
und auch mögliche Betätigungstasten für den motorischen Antrieb freigegeben, um das
Zeichnen mit dem Zeichengerät zu ermöglichen. In der Schließstellung sind alle Funktionskomponenten
des Zeichengerätes von dem Deckel abgedeckt. Darüber hinaus kann in der Schließstellung
der Deckel auch den Schlitz verdecken, um so ein unerwünschtes Einschieben von neuem
Zeichen material oder ein Herausfallen von bereits bemaltem Zeichenmaterial zu verhindern.
[0018] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Basis ein Zubehörfach aufweist,
das mit dem Deckel verschließbar ist. In dieses Zubehörfach können etwa kleinere Schablonen,
Stifte, oder dergleichen eingelegt werden. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht
vor, dass dem Zubehörfach eine zu dem Deckel separat ausgebildete Abdeckung zugeordnet
ist, die mit dem Deckel zumindest über einen Teil dessen Schwenkbewegung gekoppelt
ist. So ist es möglich, dass beim Verschwenken des Deckels aus der Offenstellung in
die Schließstellung auch die Abdeckung für das Zubehörfach geschlossen wird und so
ein Herausfallen von Zubehörteilen verhindert wird. Beim Öffnen des Zeichengeräts
aus der Schließstellung in die Offenstellung wird hingegen die Abdeckung mitgenommen
und auch in eine ihr zugeordnete Offenstellung überführt. Diese Offenstellung der
Abdeckung kann vorgegeben sein, so dass es erfindungsgemäß möglich ist, dass die Abdeckung
sich nur um einen Winkel von etwa 90° verschwenken lässt und dann in dieser der Abdeckung
zugeordneten Offenstellung verharrt, wo hingegen der Deckel sich weiter verschwenken
lässt.
[0019] Hinsichtlich der Verstellung der Schablonenführung kann vorgesehen sein, dass der
motorische Antrieb einen Elektromotor, insbesondere einen Schrittmotor, umfasst, der
über eine Getriebeanordnung mit der Schablonenführung drehgekoppelt ist.
Der Elektromotor kann durch geeignete Batterien oder Akkumulatoren mit Strom versorgt
werden. Er kann aber auch netzbetrieben sein. Vorzugsweise ist der Elektromotor in
der Basis integriert. Eine Handsteuerung des Elektromotors kann über eine oder mehrere
Bedientasten erfolgen, die an der Basis in der Nähe der Drehbahnschablonenführung
angebracht sind. Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Schablonenführung
mit einem Rastmechanismus gekoppelt ist, der jeweils nach Drehung der Schablonenführung
um den vorgegebenen Winkelabschnitt die Schablonenführung relativ zur Basis verrastet.
Ein solcher Rastmechanismus kann es ermöglichen, einen Servomotor durch einen herkömmlichen
Gleichstrommotor zu ersetzen, der die Schablonenführung jeweils bis zur nächsten Raststellung
dreht und dann ausgeschaltet wird.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren erläutert.
Es stellen dar:
- Fig. 1
- eine perspektivische Übersichtsansicht eines erfindungsgemäßen Zeichengerätes, wobei
der Deckel in einer Offenstellung gezeigt ist.
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Basis;
- Fig. 3
- eine Detailansicht des in Figur 2 mit III gekennzeichneten Bereichs;
- Fig. 4
- eine Detailansicht eines Bereichs innerhalb der Basis zur Erläuterung der Fixierung
von Zeichenmaterial;
- Fig. 5
- eine vergrößerte Darstellung des oberen Bereichs von Figur 4;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Draufsicht auf einen Klemmarm:
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines Klemmarms;
- Fig. 8
- das erfindungsgemäße Zeichengerät mit geschlossenem Deckel, und
- Fig. 9
- eine schematische Ansicht einer Schablone.
[0021] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Zeichengerät dargestellt und allgemein mit 10
bezeichnet. Dieses umfasst eine Basis 12, und einen Deckel 14, der um eine Drehachse
16 relativ zur Basis 12 verschwenkbar ist. An der Basis 12 ist eine aufgeraute Auflagefläche
18 vorgesehen, auf die ein Blatt Zeichenmaterial aufgelegt werden kann. Die Auflagefläche
18 ist über einen Schlitz 20 zugänglich, der in der Basis 12 ausgebildet ist. Über
diesen Schlitz 20 kann entsprechend dem Pfeil P ein Blatt Papier eingeschoben werden.
[0022] In der Basis 12 ist eine kreisförmige Ausnehmung vorgesehen, in der eine verdrehbare
Schablonenführung 22 aufgenommen ist. Die Schablonenführung 22 weist eine kreisförmige
Ausnehmung 24 auf. In diese kann, wie später noch im Detail erläutert wird, eine Schablone
eingelegt werden.
[0023] Die Schablonenführung 22 ist über einen nicht gezeigten Drehantrieb entsprechend
den Pfeilen R im Uhrzeigersinn und im Gegenuhrzeigersinn drehantreibbar. Hierfür sind
die Tasten 26 und 28 vorgesehen. Beim Niederdrücken der Taste 26 dreht sich die Schablonenführung
im Uhrzeigersinn. Bei Betätigung der Taste 28 dreht sich die Schablonenführung hingegen
im Gegenuhrzeigersinn. Die Schablonenführung 22 ist derart drehantreibbar, dass sie
sich immer um einen vorbestimmten Winkelabstand dreht, wenn eine der Tasten 26 und
28 angetippt wird. Wird dauerhaft auf eine der Taste 26, 28 gedrückt, so dreht sich
die Schablonenführung kontinuierlich ohne Unterbrechung. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
weist die Schablonenführung 16 Markierungen 30 auf, wobei zwei benachbarte Markierungen
einen vorbestimmten Winkelabschnitt einschließen, um den sich die Schablonenführung
bei einmaligem Antippen einer der Tasten 26, 28 dreht. Dieser Winkelabschnitt beträgt
im gezeigten Ausführungsbeispiel 22,5°. Je nach Bedarf lassen sich aber auch kleinere
oder größere Winkelabstände wählen.
[0024] In Figur 1 erkennt man ferner einen Griff 32, der an der Basis 12 ausgebildet ist.
Darüber hinaus sind an der Auflagefläche 18 im Bereich des Schlitzes 20 jeweils zwei
Anlagerippen 34, 36 vorgesehen, die als Anlage für ein Blatt Zeichen material dienen,
sobald dieses in den Schlitz 20 eingesteckt ist.
[0025] In der Basis sind darüber hinaus zwei Verschlussöffnungen 38 vorgesehen, in die beim
Zuklappen des Deckels 14 zwei korrespondierende Verschlussvorsprünge 40 eingreifen
und verrasten.
[0026] Ferner erkennt man, dass an der Basis ein Zubehörfach 42 vorgesehen ist, in das Zeichenzubehör,
wie beispielsweise Schablonenteile oder Stifte, eingelegt werden kann. Dem Zubehörfach
42 ist eine Abdeckung 44 zugeordnet, die ebenfalls um die Drehachse 16 herum drehbar
ist. Diese Abdeckung 44 öffnet sich selbsttätig beim Öffnen des Deckels 14 und bleibt
dann aber in einer bestimmten Winkelstellung, etwa der wie in Fig. 1 gezeigt, bei
geöffnetem Deckel stehen.
[0027] Die Abdeckung 44 dient beim Verschließen des Deckels 14 zum vollständigen Schließen
des Zubehörfachs 42, so dass darin eingelegte Stift auch im Zubehörfach bleiben.
[0028] Im Deckel erkennt man eine kreisringförmige Ausnehmung 45, die zur Aufnahme von verschiedenen
Schablonen dient. Eine Schablone, wie sie bei dem erfindungsgemäßen Zeichengerät zum
Einsatz kommt, ist beispielsweise in Fig. 9 gezeigt und dort allgemein mit 50 bezeichnet.
Wie man erkennt weist sie einzelne Motive auf, wie etwa Buchstaben, Muster, Gesichter,
geometrische Formen (Sterne, Dreiecke, etc.). Darüber hinaus besitzt die Schablone
50 einen kreisringförmigen Durchbruch 52, in den seinerseits wieder eine kleinere
kreisrunde Schablone mit entsprechenden Motiven drehbar einlegbar ist. Dadurch lassen
sich in der drehbaren Schablone 50 wiederum drehbar bestimmte Motivschablonen einlegen.
[0029] Die Schablone 50 ist an ihrem Umfangsbereich mit einem Ring 54 umgeben, an dem in
regelmäßigen Winkelabschnitten von 22,5° jeweils Winkelmarkierungen 56 eingeprägt
sind. Diese lassen sich in Ausrichtung mit den Markierungen 30 an der Schablonenführung
22 bringen. An der Schablonenführung 22 sind, wie man in Fig. 1 erkennt, auch Klemmhebel
60 vorgesehen. Diese 60 Klemmhebel lassen sich jeweils um eine Drehachse D (siehe
Fig. 1) relativ zur Schablonenführung 22 verdrehen. Sie dienen zum Festklemmen der
Schablone 50 an der Schablonenführung.
[0030] In Fig. 2 erkennt man nochmals eine Draufsicht auf diese Basis 12. Man erkennt in
Fig. 2 und in der vergrößerten Darstellung des Bereichs nahe den Tasten 26 und 28
gemäß Fig. 3, dass an der Schablonenführung im Bereich der Klemmhebel 60 Federfinger
62 vorgesehen sind. Diese Federfinger stehen gegenüber dem umgebenden Bereich der
Schablonenführung 22 etwas nach oben vor und lassen sich gegen einen Klemmwiderstand
aus der Ebene eines Auflagerings 64 der Schablonenführung 22 heraus nach unten biegen.
Der Auflagering 64 dient zum Auflegen der Schablone 50. Durch Verschwenken des Klemmhebels
60 entsprechend dem strichlierten Pfeil s gemäß Fig. 3 lässt sich der Klemmhebel 60
über den elastisch auslenkbaren Klemmarm 62 in Deckung bringen. Ist die Schablone
50 zwischen beiden angeordnet, so wird sie unter Auslenkung des Federfingers zwischen
dem Klemmhebel 60 und dem Federfinger 62 festgespannt. Die Schablone 50 selbst lässt
sich jedoch im Freigabezustand, wenn keiner der Klemmhebel 60 aus der in Fig. 2 gezeigten
Stellung herausgeschwenkt ist, frei auf dem Auflagering 64 verdrehen und in eine beliebige
Winkellage relativ zur Schablonenführung 22 bringen.
[0031] In Fig. 3 erkennt man ferner einen Markierungspfeil 66 zur Orientierung hinsichtlich
einer Positionierung der Schablone 50 (Fig. 9).
[0032] Fig. 4 zeigt eine freigelegte Schablonenführung 22 sowie die Auflagefläche 18 der
Basis. Darin erkennt man, dass die relativ zur Grundfläche 18 drehbare Schablonenführung
22 durch Führungsrollen 68 geführt ist. An ihrem Außenumfang weist die Schablonenführung
22 eine Außenverzahnung 70 auf. Diese Außenverzahnung 70 wird über den nicht gezeigten
motorischen Antrieb und ein gekapseltes Getriebe 72 drehangetrieben.
[0033] Ferner erkennt man in Fig. 4 Anlagekanten, nämlich eine stirnseitige Anlagekante
74, seitliche Anlagekanten 76, 78 sowie die beiden Ursprünge 36 und 38. Diese Anlagekanten
dienen zum definierten Anlegen des Zeichenmaterials und verhindern ein unerwünschtes
Verrutschen desselben. Zusätzlich zu den Anlagekanten 74, 76, 78 sind Klemmarme 80
vorgesehen. Die Klemmarme 80 drücken auf die Auflagefläche 18. Sie weisen an ihrem
freien Ende eine beim Einschieben des Blattes reibungsmindernd drehbare Rolle 82 auf.
In Fig. 7 ist schematisch die Kraft F angedeutet, mit der der Klemmarm 80 auf die
Auflagefläche 18 drückt.
[0034] Ferner erkennt man in Fig. 8 das erfindungsgemäße Zeichengerät 10 in geschlossenem
Zustand. Dabei ist der Deckel 14 zugeklappt und mit der Basis 18 verrastet. Die Basis
18 besteht aus zwei Teilen, nämlich einem unteren Basisteil 18
1 und einem oberen Basisteil 18
2, die im betriebsfertigen Zustand fest miteinander verbunden sind.
[0035] Das erfindungsgemäße Zeichengerät wird in dem in Fig. 1 gezeigten Zustand wie folgt
verwendet. In den Schlitz 20 wird ein Blatt Zeichenmaterial, etwa ein Blatt Papier
oder eine bemalbare Folie, eingeschoben, bis dieses an den jeweiligen Anlagekanten
74, 76, 78 sowie die beiden Anschläge 36 und 38 zur Anlage kommt und im Zeichengerät
festgehalten ist. Beim Einschieben gelangt das Zeichenmaterial unter die Klemmarme
80 und wird von diesen gegen die Auflagefläche 18 gedrückt. Sodann wird eine Schablone
50 (Fig. 9) in die Schablonenführung 22 eingelegt und in eine gewünschte Winkelstellung
gebracht, vorzugsweise mit einer Winkelmarkierung 56 in Ausrichtung zu einer Markierung
30. Sodann werden die Klemmhebel 60 entsprechend der Darstellung gemäß Fig. 3 verdreht
und die Schablone 50 wird dadurch zwischen dem nachgebenden Federfinger 62 und dem
korrespondierenden Klemmhebel 60 an der Schablonenführung 22 fixiert. Daraufhin kann
mit dem Zeichenvorgang begonnen werden, das heißt einzelne Motive können mit Hilfe
der Schablone 50 gezeichnet werden. In der Folge werden die Tasten 26 und 28 bedarfsweise
betätigt, um die Schablone schrittweise um einen vorbestimmten Winkelabschnitt weiterzudrehen.
Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel betragen die Winkelschritte jeweils 22,5°,
das heißt die Schablone kann aus ihrer Ausgangsstellung um 22,5°, 45,7°, 60,5°, 90°
usw. weitergedreht werden. Nach jedem Winkelschritt kann der Zeichenvorgang fortgesetzt
werden. Schließlich kann die Schablone 50 durch eine andere Schablone mit anderen
Motiven ersetzt werden. Auch in den Durchbruch 52 lassen sich verschiedene kleine
Schablonen einsetzen und verdrehen, so dass auch mit diesen jeweils zusätzliche Motive
auf das Zeichenmaterial in verschiedenen Winkellagen einerseits hinsichtlich der Schablone
50 andererseits aber auch hinsichtlich der Basis 12 auf das Zeichenmaterial gemalt
werden können.
[0036] Ist der Zeichenvorgang beendet, so lässt sich das Zeichen material durch den Schlitz
20 aus dem erfindungsgemäßen Zeichengerät 10 entnehmen. Ferner lässt sich das Zeichengerät
10 durch Zuklappen des Deckels in eine Schließstellung gemäß Fig. 8 verschließen.
Dabei kann in das Zubehörfach 42 eingelegtes Zeichenzubehör, etwa Stifte oder dergleichen,
sicher in dem Zeichengerät gehalten werden. Zum Transport des Zeichengeräts dient
der Griff 32.
1. Zeichengerät (10) zum Zeichnen von rotationssymmetrisch angeordneten Motiven auf ein
Zeichenmaterial, umfassend:
- eine Basis (12) mit einer Auflagefläche (18) für das Zeichenmaterial,
- eine Schablonenführung (22), und
- eine Zeichenschablone (50), die an der Schablonenführung (22) anbringbar und mittels
der Schablonenführung (22) drehbar geführt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichenschablone (50) mittels der Schablonenführung (22) motorisch drehantreibbar
ist und dass der motorische Drehantrieb nach Maßgabe vorgegebener Winkelabstände schrittweise
verstellbar ist.
2. Zeichengerät (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichenschablone (50) innerhalb der Schablonenführung (22) kontinuierlich drehbar
ist.
3. Zeichengerät (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichenschablone (50) an der Schablonenführung (22) fixierbar ist.
4. Zeichengerät (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichenschablone (50) mit wenigstens einem an der Schablonenführung (22) federnd
angebrachten Federfinger (62) in Eingriff bringbar und über einen dem Federfinger
(62) zugeordneten Klemmhebel (60) an der Schablonenführung (22) fixierbar ist.
5. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Dreherantrieb derart betätigbar ist, dass er die Schablonenführung
(22) kontinuierlich über ein ganzzahliges Vielfaches der vorgegebenen Winkelabstände
relativ zur Basis (12) verdreht.
6. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb wahlweise im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn
betätigbar ist.
7. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (18) eine Mehrzahl von Anlagekanten (74, 76, 78) aufweist, an die
das Zeichenmaterial anlegbar ist.
8. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schablonenführung (22) in der Basis in einem Abstand oberhalb der Auflagefläche
(18) angeordnet ist, wobei das Zeichenmaterial in einen Einsteckschlitz (20) innerhalb
der Basis (12) zwischen die Schablonenführung (22) und die Auflagefläche (18) einsteckbar
ist.
9. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich wenigstens einer Anlagekante (74), vorzugsweise an derjenigen Anlagekante
(74), an die sich die vorlaufende Stirnkante des Zeichenmaterials anlegt, wenigstens
ein Klemmarm (80) vorgesehen ist, der das Zeichenmaterial auf die Auflagefläche drückt.
10. Zeichengerät (10) nach Anspruch 9.
dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmarm (80) mit einer Aufnahmerolle (82) versehen ist.
11. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (12) mit einem schwenkbar an der Basis (12) angebrachten Deckel (14) versehen
ist, der zwischen einer Offenstellung, in der er aufgeklappt die Schablonenführung
(22) und die Schablone (50) zum Einfügen von Zeichenmaterial und zum Zeichnen freigibt,
und einer Schließstellung verstellbar ist, in der er die Schablonenführung (22) und
die Schablone (50) verschließt und ein Einfügen von Zeichenmaterial verhindert.
12. Zeichengerät (10) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (14) ein Zubehörfach (42) aufweist, das mit dem Deckel (14) verschließbar
ist.
13. Zeichengerät (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Zubehörfach (42) eine zu dem Deckel (14) separat ausgebildete Abdeckung (44)
zugeordnet ist, die mit dem Deckel (14) zumindest über einen Teil dessen Schwenkbewegung
gekoppelt ist.
14. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb einen Elektromotor, insbesondere einen Schrittmotor, umfasst,
der über einen Getriebeanordnung (72) mit der Schablonenführung (22) drehgekoppelt
ist.
15. Zeichengerät (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schablonenführung (22) mit einem Rastmechanismus gekoppelt ist, der jeweils nach
Drehung der Schablonenführung (22) um den vorgegebenen Winkelabschnitt die Schablonenführung
(22) relativ zur Basis (12) verrastet.