[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackung für Schüttgüter, insbesondere einen
Beutel oder Sack aus Kunststofffolie, mit zumindest einer das Schüttgut einhüllenden
Verpackungswand, welche mindestens einen mehrlagigen, mit Gasdurchlässen zur Entlüftung
aus dem Verpackungsinneren ausgerüsteten Wandbereich aus zumindest einer inneren und
einer äußeren Lage aufweist, wobei die aufeinander liegenden Lagen mittels wenigstens
einer Verschlussnaht miteinander verbunden sind.
[0002] Verpackungen bekannter Gattung sind zum Beispiel Beutel oder Säcke aus einer Folie,
insbesondere einer schweißbaren Kunststofffolie, welche unter anderem zur Aufnahme
bzw. Umhüllung unterschiedlichster Schütt- oder Füllgüter dienen, wie beispielsweise
Düngemittel, Mehle oder dergleichen granulatartigen Produkte, welche beispielsweise
in der chemischen Industrie oder der Lebensmittelindustrie hergestellt werden. Beim
Befüllvorgang solcher Verpackungen gelangt in das Verpackungsinnere häufig neben dem
darin aufzunehmenden Füllgut auch ein bestimmter Anteil an Luft. Dabei entsteht auf
der Innenseite der Verpackungswand zumindest zeitweise ein Überdruck. Um Beschädigungen
an oder gegebenenfalls ein Aufreißen der Verpackungswand, durch den an deren Innenseite
anliegenden Überdruck, zu verhindern, ist stets für eine ausreichende Entlüftung aus
dem Verpackungsinneren zu sorgen.
[0003] Die Verpackungen weisen dazu üblicherweise in einem Bereich ihrer Verpackungswand
wenigstens einen mehrlagigen Wandbereich aus zumindest einer inneren Lage und einer
äußeren Lage auf, wobei die aufeinander liegenden Lagen mittels wenigstens einer Verschlussnaht
miteinander verbunden sind. Für eine Entlüftung aus dem Verpackungsinneren ist der
mehrlagige Wandbereich mit Gasdurchlässen ausgerüstet. Dazu können beispielsweise
in der inneren Lage des mehrlagigen Wandbereiches als Perforationen ausgebildete Gasdurchlässe
vorgesehen sein, wobei die äußere Lage des mehrlagigen Wandbereiches die innere Lage
in der Art eines Flatterventils abdeckt. Dadurch ist zwar ein direkter Übertritt von
Feuchtigkeit in das Verpackungsinnere verhindert, jedoch besteht trotz der abgedeckten
Gasdurchlässe, weiterhin das Problem, dass Feuchtigkeit über den Spalt zwischen den
locker aufeinander liegenden Lagen, aufgrund von Kapillarwirkung, zu den Gasdurchlässen
in der inneren Lage gelangen kann und über diese in das Verpackungsinnere eindringt.
Insbesondere die in der Umgebungsluft vorhandene Feuchtigkeit kann ebenso ungehindert
über die Gasdurchlässe in das Verpackungsinnere gelangen, wodurch speziell bei hygroskopischen
Füllgütern eine Reaktion dieser verursacht wird, was dann gegebenenfalls die Unbrauchbarkeit
des in der Verpackung befindlichen Füllgutes zur Folge haben kann.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung der vorbezeichneten Gattung
dahingehend zu verbessern, dass ein Eindringen von Feuchtigkeit über die Gasdurchlässe
wirkungsvoll verhindert ist.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine Verpackung mit den Merkmalen
des Patentanspruches 1. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Ansprüchen 2 bis 12 angegeben.
[0006] Bei einer Verpackung für Schüttgüter, insbesondere einem Sack oder Beutel aus Kunststofffolie,
mit zumindest einer das Schüttgut einhüllenden Verpackungswand, welche mindestens
einen mehrlagigen, mit Gasdurchlässen für eine Entlüftung aus dem Verpackungsinneren
ausgerüsteten Wandbereich aus wenigstens einer inneren Lage und einer äußeren Lage
aufweist, wobei die aufeinander liegenden Lagen mittels wenigstens einer Verschlussnaht
miteinander verbunden sind, ist nach der Erfindung vorgesehen, dass mindestens eine
der einander zugewandten Flächen der aufeinander liegenden Lagen wenigstens einen
Flachenbereich aufweist, welcher mit einem aktivierbaren Verbindungsmittel für einen
Verschluss eines jeweiligen Gasdurchlasses versehen ist.
[0007] Mit Hilfe eines derartig erfindungsgemäß ausgebildeten, mehrlagigen Wandbereiches
lässt sich ein vorteilhafter Verschluss der Gasdurchlässe, insbesondere nach erfolgter
Entlüftung der Verpackung, erzielen. Somit ist gleichzeitig das Eindringen von Feuchtigkeit
in das Verpackungsinnere auf vorteilhafte Weise verhindert, so dass selbst bei hygroskopischen
Füllgütern nicht mehr die Gefahr einer ungewollten Reaktion besteht. Die durch das
aktivierbare Verbindungsmittel erzeugte stoffschlüssige Verbindung beruht auf einer
chemischen Reaktion des Verbindungsmittels. Die einander zugewandten Oberflächen der
aufeinander liegenden Lagen gehen dabei eine nicht lösbare Verbindung miteinander
ein, die dem erfindungsgemäßen Verpackungsmittel im Bereich seines mehrlagigen Wandbereiches
zudem eine erhöhte Festigkeit verleiht.
[0008] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das aktivierbare
Verbindungsmittel ein auf physikalische Einflüsse reagierendes Verbindungsmittel ist.
Der Einsatz eines solchen Verbindungsmittels, welches beispielsweise durch Strahlung,
wie zum Beispiel Wärmestrahlung oder UV-Strahlung, bzw. mittels Druckkräften oder
auch durch Feuchtigkeit aktiviert werden kann, stellt eine vorteilhafte Möglichkeit
dar, eine dauerhaft feste und zugleich für Feuchtigkeit undurchlässige Verbindung
zwischen den einander zugewandten Oberflächen der beispielsweise aus einer Kunststofffolie
hergestellten, aufeinander liegenden Lagen zu erzeugen. Durch eine gezielte Behandlung
eines jeweiligen, mit dem Verbindungsmittel ausgerüsteten Flächenbereiches, ist insbesondere
nach dem Befüllen und dem Verschluss der erfindungsgemäßen Verpackung auf vorteilhafte
Weise ein hermetischer Verschluss des Füllgutes im Verpackungsinneren bewirkt. Es
ist auch denkbar, dass auf das Verbindungsmittel mehrere physikalische Zustandsgrößen,
wie Wärme und Druck, gleichzeitig einwirken, um einen sicheren Verschluss der Durchlässe
zu gewährleisten.
[0009] Dabei kann das aktivierbare Verbindungsmittel als auf mindestens einen Flächenbereich
eine der Lagen aufgetragene Beschichtung ausgebildet sein, wodurch eine relativ einfache
Ausrüstung des mehrlagigen, zur Entlüftung dienenden Wandbereiches mit einem Verbindungsmittel
gegeben ist. Die Beschichtung kann dazu während der Herstellung der/des für die Verpackung
benötigten Flachbahn bzw. Folienschlauches auf wenigstens einem vorbestimmten Flächenbereich
aufgetragen werden, welcher dann mindestens einen Abschnitt zwischen den aufeinander
liegenden Lagen des Wandbereiches ausbildet.
[0010] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass das Verbindungsmittel, anstelle einer aufgetragenen
Beschichtung, eine Schicht einer mehrschichtigen, zumindest die Lagen des Wandbereiches
ausbildenden Kunststofffolie ist. Insbesondere bei einer zum Einsatz kommenden Kunststoffverbundfolie
kann bevorzugt eine Deckschicht der die Verpackungswand ausbildenden Verbundfolie
aus einem aktivierbaren Verbindungsmittel bestehen. Dabei weist diese Schicht der
Kunststofffolie bei Umgebungsbedingungen ähnlich vorteilhafte mechanische Eigenschaften,
hinsichtlich zum Beispiel ihrer Festigkeit, wie die anderen Folienschichten auf, so
dass keine Beeinträchtigungen bei der Handhabung bzw. der Verwendung damit ausgestalteter
Verpackungen auftreten und somit stets eine sichere Langzeitfunktion derer gewährleistet
ist. Zudem kann mit der Ausbildung des Verbindungsmittels als Deckschicht einer Kunststofffolie
auf das zusätzliche Auftragen des Verbindungsmittels in Form einer Beschichtung bei
der Herstellung der Verpackung verzichtet werden.
[0011] Jeder Gasdurchlass kann insbesondere Teil eines in mindestens eine der Lagen ausgebildeten,
gasdurchlässigen Flächenstückes sein. Ein in Form von Perforationen in wenigstens
eine der Lagen eingebrachtes gasdurchlässiges Flächenstück gewährleistet stets eine
vorteilhafte Entlüftungsfunktion der Verpackung aus ihrem Inneren, wobei jede Perforation
beispielsweise als kreisförmige Lochungen oder als Schlitze ausgebildet sein kann.
Mit Hilfe von Perforationen ist eine konstruktiv einfache Ausgestaltung eines luftdurchlässigen
Flächenstückes gegeben, wobei die Perforationen in die Verpackungswand über entsprechende
Nadel- bzw. Schnittwerkzeuge eingebracht werden können.
[0012] Sowohl alternativ als auch optional besteht die Möglichkeit, dass die Gasdurchlässe
in einer ihre Stoffschlussverbindung unterbrechenden Verschlussnaht ausgebildet sind.
Durch eine solche, mindestens einen deren Stoffschlussverbindung unterbrechenden Gasdurchlass
aufweisende Verschlussnaht ist eine weitere, vorteilhafte Möglichkeit für eine Entlüftung
aus dem Verpackungsinneren geschaffen. Zudem lässt sich nach erfolgter Entlüftung
der Verpackung mit Hilfe des die aufeinander liegenden Lagen miteinander verbindenden
Verbindungsmittels im Bereich der Gasdurchlässe wiederum ein vorteilhafter Verschluss
erzielen. Dabei ist im Durchlassweg jedes Gasdurchlasses in der Verschlussnaht mindestens
eine kammerartige Erweiterung ausgebildet, die vorzugsweise einen labyrinthartigen
Verlauf innerhalb der Verschlussnaht haben kann. Neben dem hermetischen Abschluss
des Füllgutes im Verpackungsinneren kann mit einer derartig erfindungsgemäß ausgebildeten
Verpackung somit ein Entlüftungsvorgang umgesetzt werden, bei dem das Ausstauben von
Füllgutpartikeln auf ein Minimum reduziert ist. Die Verschlussnaht weist insbesondere
Verbindungselemente auf, die jeweils mindestens eine wenigstens einen Abschnitt des
Durchlasses ausbildende Unterbrechung aufweisen.
[0013] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die aufeinander liegenden
Lagen mittels zweier etwa parallel zueinander verlaufender Verschlussnähte zur Ausbildung
eines kanalartigen Gasdurchtrittsbereiches miteinander verbunden sind. Mit Hilfe des
kanalartigen Durchtrittsbereiches, welcher sich bevorzugt in Längsrichtung der Verpackung
erstreckt, ist ein direkter Austritt der beim Entlüftungsvorgang aus dem Verpackungsinneren
mitgerissenen Feststoffpartikel des Füllgutes in die Umgebung verhindert. Mit der
Ausbildung eines kanalartigen Gasdurchtrittsbereiches im mehrlagigen Wandbereich der
Verpackung kann somit der Anteil des ausstaubenden Füllgutes mit Vorteil weiter verringert
werden. Ein Großteil der ausgetragenen Feststoffpartikel sammelt sich nunmehr im Entlüftungskanal
zwischen den aufeinander liegenden Lagen. Des weiteren ist das beispielsweise auf
einer der einander zugewandten Oberflächen der Lagen aufgetragene und somit innerhalb
des kanalartigen Gasdurchtrittsbereiches liegende Verbindungsmittel vor etwaigen an
der Außenseite der Verpackung während des Abfüllvorganges einwirkenden Umgebungsbedingungen
geschützt.
[0014] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass im kanalartigen Gasdurchtrittsbereich wenigstens
eine durchgehende Verbindungsnaht ausgebildet ist, die den Gasdurchtrittsbereich in
mehrere, zumindest teilweise miteinander medienleitend verbundene Kammern unterteilt,
wobei die gasdurchlässigen Flächenstücke in den unterschiedlichen Lagen jeweils gesonderten
Kammern zugeordnet sind. Über eine derartige, insbesondere kurvenförmige Nahtabschnitte
aufweisende Verbindungsnaht, welche zwischen den aufeinander liegenden Lagen ausgebildet
ist, lassen sich im Gasdurchtrittsbereich auf vorteilhafte Weise Kammern erzeugen,
die aufgrund des bestimmten und zugleich stets ununterbrochenen Verlaufes der Verbindungsnaht,
über gewundene und somit relativ lange Entlüftungswege untereinander Gas leitend verbunden
sind. Die den Gasdurchtrittsbereich dabei bevorzugt in zwei voneinander abgetrennte
Entlüftungsbereiche unterteilende Verbindungsnaht verhindert somit eine geradlinige
Verbindung zwischen den Gasdurchlässen der Kammern, so dass das Ausstauben des Füllgutes
mit Vorteil weiter vermindert ist. Auch hier ist wiederum eine der einander zugewandten
Oberflächen der Lagen mit einem Verbindungsmittel ausgerüstet, wodurch nach dem Entlüftungsvorgang
durch Aktivierung des Verbindungsmittels sich ein optimaler Verschluss des Gasdurchtrittsbereiches
erzielen lässt.
[0015] Im kanalartigen Gasdurchtrittsbereich kann zusätzlich zwischen der inneren und der
äußeren Lage wenigstens eine als Leitorgan für einen den Gasdurchtrittsbereich passierenden
Gasstrom ausgebildete Zwischenlage angeordnet sein. Die als Leitorgan fungierende
Zwischenlage beeinflusst die Strömung des aus dem Verpackungsinneren entweichenden
Gasstromes derart, dass wiederum ein geradliniger bzw. direkter Gasdurchgang zwischen
den entsprechend durch die Zwischenlage verdeckten gasdurchlässigen Flächenstücken
in der inneren und äußeren Lage des Wandbereiches verhindert ist. Die Zwischenlage,
welche beispielsweise Teil einer Folie sein kann, dient zugleich als Abscheideorgan
für die mit dem Gasstrom ausgetragenen Feststoffpartikel des Füllgutes. Dabei können
durch die Umlenkung des Gasstromes innerhalb des Gasdurchtrittsbereiches strömungsfreie
Gebiete entstehen, in denen dann bevorzugt die beim Entlüftungsvorgang in den Gasdurchtrittsbereich
mitgeführten Feststoffpartikel ausgeschieden werden. Das die Verpackung vor einem
ungewollten Feuchtigkeitseintritt nach seiner Aktivierung bewahrende Verbindungsmittel
kann beispielsweise auf einer der Seiten des Leitorganes in Form einer Beschichtung
aufgetragen sein. Somit ist dann eine stoffschlüssige, das Verpackungsinnere hermetisch
abtrennende Verbindung zwischen der Zwischenlage und der inneren oder äußeren Lage
des mehrlagigen Wandbereiches erzeugt.
[0016] Die Zwischenlage ist bevorzugt ein separat in den Gasdurchtrittsbereich eingebrachter
Folienstreifen, der mittels einer in Längsrichtung des Gasdurchtrittsbereiches verlaufenden
Verbindungsnaht an zumindest einer der Lagen festgelegt ist. Die Verwendung eines
separaten Folienstreifens zur Ausbildung der Zwischenlage schafft eine vorteilhafte
Möglichkeit ein zu beiden Längsseiten umströmbares Leitorgan im Gasdurchtrittsbereich
zu platzieren, mittels dem eine optimale Entlüftungsleistung gewährleistet ist. Die
dem Folienstreifen entlang seiner Mitte an einer der Lagen festlegende Verbindungsnaht,
welche sowohl eine Schweißnaht als auch eine Klebenaht sein kann, fixiert den Folienstreifen
zudem stets sicher innerhalb des Gasdurchtrittsbereiches. Die Verbindungsnaht kann
dazu sowohl durchgehend als auch abschnittsweise unterbrochen ausgebildet sein.
[0017] Eine andere Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die auf eine jeweilige Oberfläche
der inneren oder äußeren Lage bzw. der Zwischenlage aufgebrachte Beschichtung ein
Thermoharz ist. Mit der Verwendung eines Thermoharzes ist eine vorteilhafte Möglichkeit
zur Ausbildung eines relativ einfach auf vorbestimmte Flächenbereiche aufzutragenden
Verbindungsmittels gegeben. Bei seiner Aktivierung durch z. B. den Eintrag von Wärme
verflüssigt das Thermoharz entsprechend und stellt eine abdichtend Verbindung mit
den jeweiligen Kontaktflächen her. Die Schmelztemperatur des Thermoharzes ist dabei
in der Regel niedriger als die Schmelztemperatur der zur Herstellung der Verpackungswand
verwendeten Kunststoffolie, so dass jederzeit die optimale Funktionalität der das
Füllgut einhüllenden Verpackung gewährleistet ist. Selbstverständlich können auch
andersartige Beschichtungen, wie zum Beispiel Acrylate oder Lacke, welche sich ebenfalls
bevorzugt mit Hilfe von physikalischen Zustandsgrößen aktivieren lassen, eingesetzt
werden.
[0018] Es liegt des Weiteren im Rahmen der Erfindung, dass die Verpackungswand eine gefaltete
Flachbahn ist, deren einander überlappende Randbereiche den mehrlagigen Wandbereich
ausbilden. Mittels der gefalteten Flachbahn ist stets eine einfache Herstellung einer
das Füllgut aufnehmenden Verpackungswand ermöglicht. Die mittels der einander überlappenden
Randbereiche erzeugten Lagen des mehrlagigen Wandbereiches und des gegebenenfalls
zwischen den Lagen angeordneten Leitorgans lassen sich mit Hilfe einer stoffschlüssigen
Verbindung zueinander in einer gewünschten Anordnung fixieren. Es ist ebenfalls denkbar,
anstelle einer Flachbahn die Verpackung aus einem Folienschlauch auszubilden, an dessen
Innen- oder Außenseite, bevorzugt in Verpackungslängsrichtung verlaufend, ein Folienstreifen
zur Ausbildung eines mehrlagigen Wandbereiches angeordnet ist.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung, aus denen sich weitere erfinderische Merkmale
ergeben, sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Verpackung;
- Fig. 2:
- eine Ansicht eines mehrlagigen Wandbereiches der Verpackung nach Figur 1 im Querschnitt;
- Fig. 3:
- eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels für einen erfindungsgemäßen Wandbereich
im Querschnitt;
- Fig. 4:
- eine Ansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Wandbereiches im Querschnitt;
- Fig. 5:
- eine Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels für einen Wandbereich im Querschnitt;
- Fig. 6:
- eine Ansicht eines möglichen fünften Ausführungsbeispiels für einen erfindungsgemäßen
Wandbereich, und
- Fig. 7:
- eine Ansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgebildeten Wandbereiches
im Querschnitt.
[0020] Mit 1 ist ein Seitenfaltenbeutel oder -sack bezeichnet, dessen Verpackungswand 2
insbesondere aus einer gefalteten Flachbahn gebildet ist, wobei deren einander überlappende
Randbereiche einen sich in Verpackungslängsrichtung erstreckenden, mehrlagigen Wandbereich
3 ausbilden. Der Wandbereich 3 weist eine innere Lage 4 und eine äußere Lage 5 auf,
wobei die aufeinander liegenden Lagen 4, 5 mittels wenigstens einer Verschlussnaht
6 miteinander verbunden sind. Des Weiteren ist die Verpackungswand 2 sowohl im Kopfbereich
7 als auch im Bodenbereich 8 des Seitenfaltenbeutels beispielsweise über jeweils eine
Querschweißnaht 9, 10 stoffschlüssig verschlossen.
[0021] Fig. 2 zeigt eine Ansicht des Seitenfaltenbeutels 1 im Querschnitt und soll insbesondere
die Ausgestaltung des mehrlagigen, zur Entlüftung aus dem Beutelinneren dienenden
Wandbereiches 3 verdeutlichen. In der zwischen der inneren Lage 4 und der äußeren
Lage 5 ausgebildeten Verschlussnaht 6, welche eine Klebe- oder Schweißnaht sein kann,
ist dazu mindestens ein die Stoffschlussverbindung der Verschlussnaht 6 unterbrechender,
kammerartiger Durchlass vorgesehen. Die mit einer Vielzahl von Gasdurchlässen versehene
Verschlussnaht 6 ist insbesondere im Bereich der Randkante 12 der inneren Lage 4 ausgebildet,
wobei ein vorbestimmter Abschnitt der einander überdeckenden Lagen 4, 5 Verschluss
bildend miteinander fixiert sind. Die äußere Lage 5 ist auf ihrer der inneren Lage
4 zugewandten Seite, insbesondere an freien Ende 13, mit einem in Form einer Beschichtung
aufgetragenen, nachträglich aktivierbaren Verbindungsmittel 11 ausgerüstet, das nach
dem Entlüftungsvorgang einen hermetischen Abschluss des Verpackungsinneren zur Umgebung
bewirkt und dementsprechend keine Feuchtigkeit in das Verpackungsinnere gelangen kann.
[0022] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäß ausgebildeten
mehrlagigen Wandbereich 14, wobei die innere Lage 15 und die äußere Lage 16 über eine
herkömmliche Verschlussnaht 17 miteinander verbunden sind. Zur Entlüftung der Verpackung
ist insbesondere wenigstens ein gasdurchlässiges Flächenstück 18 mit als Perforationen
ausgebildeten Gasdurchlässen 19 in der inneren Lage 15 vorgesehen. Die äußere Lage
16 weist wiederum auf ihrer der inneren Lage 15 zugewandten Seite ein aktivierbares
Verbindungsmittel 11 auf, das eine Deckschicht der inneren Lage 15 ausbildet und nach
seiner Aktivierung ebenso einen sicheren Verschluss der Gasdurchlässe 19 gewährleistet.
[0023] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines mehrlagigen Wandbereiches 20, dessen
innere und äußere Lage 4, 5 mittels zweier parallel zueinander verlaufender Verschlussnähte
6, 6' miteinander verbunden sind und somit ein Gasdurchtrittsbereich 21 zwischen den
Lagen 4, 5 ausgebildet ist. Die Verschlussnähte 6, 6' sind wiederum mit ihre Stoffschlussverbindungen
unterbrechenden Gasdurchlässen ausgerüstet. Der kanalartige Gasdurchtrittsbereich
21 kann insbesondere als Rückhalt für die mit dem austretenden Gasstrom mitgerissenen
Feststoffpartikel des Füllgutes dienen. Für einen hermetischen Verschluss der Verpackung
wird wiederum das in diesem Fall als Beschichtung auf der inneren Lage 4 aufgetragene
Verbindungsmittel 11 verwendet.
[0024] In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen, mehrlagigen
Wandbereiches 22 für eine Entlüftung aus dem Verpackungsinneren aufgezeigt. Der Wandbereich
22 bildet mit seiner inneren Lage 15 und seiner äußeren Lage 16 ebenfalls einen kanalartigen
Gasdurchtrittsbereich 23 aus, der an einer Längsseite 24 durch eine herkömmliche,
insbesondere als Schweiß- oder Klebenaht ausgebildete Verschlussnaht 17 und entlang
der gegenüberliegenden seiner anderen Längsseite 25 durch eine mit Gasdurchlässen
versehenen Verschlussnaht 6' begrenzt wird. Die innere Lage 15 weist mindestens ein
gasdurchlässiges Flächenstück 18 auf, so dass über die Gasdurchlässe 19 ein Gasstrom
aus dem Beutelinneren in den Gasdurchtrittsbereich 23 möglich ist und von dort aus
eine Entlüftung in die Umgebung über die Verschlussnaht 6' gewährleistet ist. Zum
Verschluss der gasdurchlässigen Flächenstücke 18 ist insbesondere auf der Innenseite
der äußeren Lage 16 ein aktivierbares Verbindungsmittel 11 vorgesehen, welches anstelle
einer Beschichtung ebenso eine Deckschicht einer mehrschichtigen, zumindest die aufeinander
liegenden Lagen 15, 16 des Wandbereiches 22 ausbildenden Kunststofffolie sein kann.
[0025] Fig. 6 und Fig. 7 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel für einen Seitenfaltenbeutel
26, dessen mehrlagige Wandbereiche 27, 28 aus einem beispielsweise mittels Blasextrusion
hergestellten Folienschlauch 29 und einem auf dessen Innenseite aufgesetzten separaten
Folienstreifen 30 hergestellt sind. Der jeweils die innere Lage 31 ausbildende Folienstreifen
30 ist über herkömmliche Verschlussnähte 17, 17' mit der Innenseite des die äußere
Lage 32 der mehrlagigen Wandbereiche 27, 28 ausbildenden Folienschlauches 29 verbunden.
Sowohl die inneren Lagen 31 als auch die äußeren Lagen 32 weisen jeweils gasdurchlässige
Flächenstücke 18, 18' mit als Perforationen ausgebildeten Gasdurchlässen 19, 19' auf.
Der in Figur 7 ausgebildete Gasdurchtrittsbereich 34 weist zusätzlich eine zwischen
die innere Lage 31 und die äußere Lage 32 eingelegte Zwischenlage 35 auf, welche als
Leitorgan für den den Gasdurchtrittsbereich 34 passierenden Gasstrom dient. Die Zwischenlage
35 ist über die Verbindungsnaht 36 an einer der Lagen 31, 32 festgelegt. Beide Gasdurchtrittsbereiche
33, 34 sind wiederum mit einem das Verpackungsinnere hermetisch verschließenden Verbindungsmittel
11 ausgerüstet, wobei wie Fig. 7 verdeutlicht, das Verbindungsmittel 11 auch auf der
als Leitorgan ausgebildeten Zwischenlage 35 aufgebracht bzw. an dieser in Form einer
die Zwischenlage ausbildenden Deckschicht ausgebildet sein kann.
1. Verpackung für Schüttgüter, insbesondere Sack oder Beutel aus Kunststofffolie, mit
zumindest einer das Schüttgut einhüllenden Verpackungswand, welche mindestens einen
mehrlagigen, mit Gasdurchlässen für eine Entlüftung aus dem Verpackungsinneren ausgerüsteten
Wandbereich aus wenigstens einer inneren und einer äußeren Lage aufweist, wobei die
aufeinander liegenden Lagen mittels wenigstens einer Verschlussnaht miteinander verbunden
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der einander zugewandten Flächen der aufeinander liegenden Lagen
(4, 5, 15, 16, 31, 32) wenigstens einen mit einem aktivierbaren Verbindungsmittel
(11) versehenen Flächenbereich für einen Verschluss eines jeweiligen Gasdurchlasses
(19, 19') aufweist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aktivierbare Verbindungsmittel (11) ein auf physikalische Einflüsse reagierendes
Verbindungsmittel ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (11) als auf mindestens einem Flächenbereich einer der Lagen
(4, 5, 15, 16, 31, 32) aufgetragene Beschichtung ausgebildet ist.
4. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das aktivierbare Verbindungsmittel (11) eine Schicht einer mehrschichtigen, zumindest
die Lagen (4, 5, 15, 16, 31, 32) des Wandbereiches (14, 22, 28) ausbildenden Kunststofffolie
ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gasdurchlass (19, 19') Teil eines in mindestens eine der Lagen (15, 31, 32)
ausgebildeten, gasdurchlässigen Flächenstückes (18, 18') ist.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasdurchlässe in einer ihre Stoffschlussverbindung unterbrechenden Verschlussnaht
(6, 6') ausgebildet sind.
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinander liegenden Lagen (4, 5, 15, 16, 31, 32) mittels zweier etwa parallel
zueinander verlaufender Verschlussnähte (6, 6', 17, 17') zur Ausbildung eines kanalartigen
Gasdurchtrittsbereiches (21, 23, 33, 34) miteinander verbunden sind.
8. Verpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im kanalartigen Gasdurchtrittsbereich wenigstens eine durchgehende Verbindungsnaht
ausgebildet ist, die den Gasdurchtrittsbereich in mehrere, zumindest teilweise miteinander
medienleitend verbundene Kammern unterteilt, wobei die gasdurchlässigen Flächenstücke
in den unterschiedlichen Lagen jeweils gesonderten Kammern zugeordnet sind.
9. Verpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im kanalartigen Gasdurchtrittsbereich (34) zwischen der inneren und der äußeren Lage
(27, 28) wenigstens eine als Leitorgan für ein den Gasdurchtrittsbereich (34) passierenden
Gasstrom ausgebildete Zwischenlage (35) angeordnet ist.
10. Verpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlage (35) ein separat in den Gasdurchtrittsbereich (34) eingebrachter
Folienstreifen ist, der mittels einer Verbindungsnaht (36) an zumindest einer der
Lagen (31, 32) festgelegt ist.
11. Verpackung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung ein Thermoharz ist.
12. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungswand (2) eine gefaltete Flachbahn ist, deren einander überlappende
Randbereiche den mehrlagigen Wandbereich (3, 14, 20, 22) ausbilden.