[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufzugsanlage mit einem verfahrbaren Transportteil,
insbesondere einer verfahrbaren Aufzugskabine, einem verfahrbaren Aufzugskorb oder
einer verfahrbaren Plattform, wobei im oder am Transportteil mindestens eine Anzeigeeinrichtung
angebracht ist, die von einem Anzeigesteuergerät angesteuert wird, und die Aufzugsanlage
eine Aufzugssteuereinrichtung aufweist, die die Fahrbewegung des Transportteiles steuert.
[0002] Eine derartige Aufzugsanlage mit Anzeigeeinrichtung ist aus der
US-Patentschrift 5,485,897 bekannt. Die Anzeigeeinrichtung überlagert zwei Bildinhalte und zeigt das in dieser
Weise gebildete überlagerte Bild an.
[0003] Aus der
US-Patentschrift 5,485,897 ist eine Anzeigeeinrichtung bekannt, bei der ein in sich geschlossenes Anzeigeband
um zwei Umlenkrollen herumgeführt ist. Durch Verdrehen der Umlenkrollen wird das Anzeigeband
verfahren, sobald das Transportteil der Aufzugsanlage bewegt wird. Das Anzeigeband
zeigt das jeweilige Stockwerk an, in dem sich das Transportteil befindet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufzugsanlage anzugeben, die einen
großen Fahrkomfort und/oder großen Fahrspaß bietet, aber dennoch kostengünstig herstellbar
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Aufzugsanlage mit den Merkmalen gemäß
Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Aufzugsanlage
sind in Unteransprüchen angegeben.
[0006] Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Anzeigeeinrichtung eine Rollbandanzeigeeinrichtung
ist, die zwei beabstandet angeordnete, zusammenarbeitende Rollen aufweist, von denen
eine ein Anzeigeband aufrollt bzw. aufspult, wenn es von der anderen abgerollt bzw.
abgespult wird. Die Rollen bilden also Spulen zum Aufspulen und Abspulen des Anzeigebands.
[0007] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Aufzugsanlage ist darin zu sehen,
dass die erfindungsgemäß vorgesehene Rollbandanzeige eine Vielzahl unterschiedlicher
Anzeigeformen mit - im Vergleich zu vorbekannten Anzeigen - geringem technischen Aufwand
und damit geringen Kosten ermöglicht. Beispielsweise kann dem Aufzugnutzer durch Anzeige
eines bewegten Bildes (Films), dessen Bildbewegung an die Fahrbewegung des Aufzugs
angepasst ist, suggeriert werden, dass sich das Transportteil, z. B. die Aufzugskabine,
durch ein anderes Umfeld bewegt als dies tatsächlich der Fall ist. Beispielsweise
kann angezeigt werden, dass sich die Aufzugskabine durch Wasser, beispielsweise ein
Aquarium, oder durch den Weltraum bewegt. Im Falle einer Korrelation der Bildbewegung
an die Fahrbewegung der Aufzugskabine kann eine annähernd perfekte optische Täuschung
und damit ein besonders großer Fahrspaß bei den Nutzern der Aufzugsanlage hervorgerufen
werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Fahrkomfort erhöht werden, indem zum Beispiel
Informationen, die sich beispielsweise auf die von der Aufzugskabine als nächstes
angefahrenen Haltestellen bzw. Etagen oder Stockwerke beziehen oder diesen zugeordnet
sind, angezeigt werden. Auch kann eine Anzeige Werbeinhalte und/oder Hinweise auf
Veranstaltungen einbeziehen, die einen unmittelbaren, einen mittelbaren oder keinen
Bezug zu den angefahrenen Haltestellen bzw. Stockwerken aufweisen. Durch ein Verändern
der Anzeige in Abhängigkeit von dem Ort und/oder der Geschwindigkeit der Aufzugskabine
kann außerdem ein zeitlicher Wechsel der angezeigten Bildinhalte erreicht werden,
so dass die Anzeige für die Nutzer der Aufzugsanlage nicht langweilig wird. Alternativ
kann die Anzeige von Anzeigebildern auch stochastisch erfolgen.
[0008] Durch das erfindungsgemäß vorgesehene Aufwickeln eines Anzeigebands auf einer von
zwei Rollen und dem Abwickeln des Anzeigebands von der jeweils anderen Rolle lässt
sich eine Vielzahl an Anzeigebildern einfach und schnell anzeigen, wobei die Länge
des Anzeigebands und damit die anzeigbaren Informationsmengen nicht durch den Abstand
der Rollen bzw. Spulen begrenzt wird; es lassen sich also - im Unterschied beispielsweise
zu der in der bereits eingangs erwähnten
US-Patentschrift 5,485,897 beschriebenen Anzeigeeinrichtung, bei der die Länge des Anzeigebands durch den Abstand
der Umlenkrollen bestimmt wird - beliebig viele Informationen anzeigen.
[0009] Beispielsweise kann die Rollbandanzeigeeinrichtung von dem Anzeigesteuergerät derart
angesteuert werden, dass die Rollgeschwindigkeit des Anzeigebands proportional zu
der Geschwindigkeit des Transportteiles ist. Bei dieser Ausgestaltung ist eine Korrelation
der Bildbewegung bzw. Bildveränderung mit der tatsächlichen Fahrbewegung besonders
einfach möglich.
[0010] Vorzugsweise ist das Anzeigesteuergerät mit der Aufzugssteuereinrichtung verbunden,
insbesondere derart, dass es von dieser ein die Fahrbewegung und/oder den Ort des
Transportteiles und/oder die Stellung von Türen des Transportteiles (z. B. offen oder
geschlossen) angebendes Steuersignal erhält, und das Anzeigesteuergerät die Anzeige
auf der Anzeigeeinrichtung in Abhängigkeit von der Fahrbewegung und/oder dem Ort des
Transportteiles und/oder der Stellung der Türen des Transportteiles steuert.
[0011] Beispielsweise kann das Anzeigesteuergerät die Rollbandanzeigeeinrichtung derart
ansteuern, dass die Position des Anzeigebands an die jeweilige Position des Transportteiles
und/oder die Rollgeschwindigkeit des Anzeigebands an die Geschwindigkeit des Transportteiles
angepasst ist. Zum Beispiel kann auf der Anzeigeeinrichtung ein bewegtes Bild, also
beispielsweise ein Film, angezeigt werden, und zwar derart, dass dessen Bildbewegungs-
bzw. Filmgeschwindigkeit mit ansteigender Geschwindigkeit des Transportteiles erhöht
und bei abfallender Geschwindigkeit des Transportteiles reduziert wird.
[0012] Im Hinblick auf einen besonders großen Fahrspaß wird es als vorteilhaft angesehen,
wenn ein Film angezeigt wird, der eine Bewegung des Betrachters suggeriert.
[0013] Vorzugsweise wird die Ablaufgeschwindigkeit der Bilder bzw. des Films derart gesteuert,
dass die suggerierte Bewegung des Betrachters proportional zu der jeweiligen Geschwindigkeit
des Transportteiles ist.
[0014] Alternativ oder zusätzlich können zumindest zu einem der in Fahrtrichtung vorausliegenden
Haltepunkte Informationen angezeigt werden, die über eine Stockwerksangabe hinausgehen.
Beispielsweise können unterschiedlichen Orten des Transportteiles unterschiedliche
Anzeigebilder oder Anzeigefilme zugeordnet sein, die abgespeicherte Informationen
zu den jeweils nächsten Haltepunkten enthalten, wobei die Anzeigebilder oder Anzeigefilme
beispielsweise in Abhängigkeit von der jeweiligen Position des Transportteiles angezeigt
werden. Die Informationen können beispielsweise auch einen Werbecharakter haben und
Firmenembleme oder Firmenlogos umfassen.
[0015] Auch kann vorgesehen sein, dass Anzeigebilder oder Anzeigefilme in Abhängigkeit von
der jeweiligen Position des Transportteiles und in Abhängigkeit von den aufzugnutzerseitig
angewählten Stockwerken angezeigt werden, wobei Anzeigebilder oder Anzeigefilme von
aufzugnutzerseitig angewählten Stockwerken bevorzugt, insbesondere länger oder ausschließlich,
gezeigt werden.
[0016] Besonders bevorzugt ist das Anzeigesteuergerät derart ausgestaltet, dass es das Anzeigeband
der Rollbandanzeigeeinrichtung derart verfährt, dass das Anzeigeband bereits während
der Fahrt zu einem insassenseitig ausgewählten Haltepunkt vorgegebene Informationen
anzeigt, die diesem ausgewählten Haltepunkt zugeordnet sind.
[0017] Vorzugsweise wird das Anzeigesteuergerät das Anzeigeband in die Anzeigestellung zum
Anzeigen der Informationen, die dem insassenseitig ausgewählten Haltepunkt zugeordnet
sind, verfahren, sobald die Tür oder die Türen des Transportteils verschlossen sind
oder sobald die Fahrt des Transportteils beginnt. Die Aufroll- und die Abrollgeschwindigkeit
des Anzeigebands wird vorzugsweise so groß gewählt, dass die Anzeigestellung noch
vor dem Erreichen des insassenseitig ausgewählten Haltepunkts eingestellt wird.
[0018] Bevorzugt wird die Aufroll- und die Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands so groß
eingestellt, dass die Anzeigestellung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne noch
dem Schließen der Tür bzw. der Türen oder innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne
nach dem Fahrtbeginn erreicht wird. Die vorgegebene Zeitspanne beträgt beispielsweise
maximal die Hälfte der Zeitdauer, die das Transportteil für die Fahrt zwischen zwei
aufeinander folgenden Stockwerken benötigt, oder beispielsweise maximal 5 Sekunden.
Die Fahrtdauer zwischen zwei aufeinander folgenden Stockwerken kann beispielsweise
gemittelt werden und es kann die gemittelte Fahrtdauer für die Bestimmung der maximalen
Verfahrdauer des Anzeigebands herangezogen werden.
[0019] Vorzugsweise weist das Anzeigesteuergerät einen Zufallsgenerator auf, mit dem das
Anzeigesteuergerät die Auswahl der Anzeigebilder stochastisch vornehmen kann. Beispielsweise
wird der Zufallsgenerator gestartet und ein neues Anzeigebild, eine neue Kaskade an
Anzeigebildern oder ein neuer Anzeigefilm zufällig ausgewählt, sobald die Tür oder
die Türen des Transportteils verschlossen sind oder sobald die Fahrt des Transportteils
beginnt.
[0020] Mit Blick auf die angezeigten Informationen wird es als vorteilhaft angesehen, wenn
das Anzeigeband derart verfahren wird, dass es über eine Stockwerksangabe hinausgehende
Informationen (beispielsweise in Form von Anzeigebildern) zu dem jeweils nächsten
insassenseitig ausgewählten Haltepunkt anzeigt.
[0021] Den Haltepunkten sind bevorzugt unterschiedliche Prioritäten zugeordnet, und das
Anzeigesteuergerät ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass das Anzeigeband in Abhängigkeit
von den insassenseitig ausgewählten nächsten Haltepunkten sowie den diesen Haltepunkten
zugeordneten Prioritäten verfahren wird.
[0022] Vorzugsweise wird das Anzeigeband derart verfahren, dass die vorgegebenen Informationen
(beispielsweise in Form von Anzeigebildern) zuerst für den Haltepunkt mit der höchsten
Priorität angezeigt werden. Im Falle, dass zwei oder mehr Haltepunkte dieselbe höchste
Priorität aufweisen, werden bevorzugt die Informationen zu dem in Fahrrichtung nächsten
Haltepunkt, der die höchste Priorität aufweist, angezeigt.
[0023] Im Übrigen kann auch vorgesehen sein, dass unterschiedlichen Orten des Transportteiles
unterschiedliche Anzeigebilder zugeordnet sind, die abgespeicherte Informationen zu
dem jeweils nächsten Haltepunkt enthalten. Das Anzeigesteuergerät ist in einem solchen
Falle beispielsweise derart ausgestaltet, dass die Anzeigebilder in Abhängigkeit von
der jeweiligen Position des Transportteiles und/oder in Abhängigkeit von den aufzugnutzerseitig
angewählten Stockwerken angezeigt werden. Beispielsweise werden Anzeigebilder von
aufzugnutzerseitig angewählten Stockwerken bevorzugt, insbesondere länger oder ausschließlich,
gezeigt.
[0024] Im oder am Transportteil können beispielsweise zwei oder mehr Anzeigeeinrichtungen
angebracht sein, die von dem Anzeigesteuergerät angesteuert werden; das Anzeigesteuergerät
kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass die Anzeige auf den Anzeigeeinrichtungen
in Abhängigkeit von der Fahrbewegung des Transportteiles synchron erfolgt.
[0025] Beispielsweise kann die Verfahrrichtung des Anzeigebands zu der Verfahrrichtung des
Transportteiles entgegengesetzt sein.
[0026] Auch kann auf der Rollbandanzeigeeinrichtung ein Film angezeigt werden, und zwar
derart, dass dessen Filmgeschwindigkeit mit ansteigender Geschwindigkeit des Transportteiles
erhöht und bei abfallender Geschwindigkeit des Transportteiles reduziert wird.
[0027] Die Anzeigefläche der Rollbandanzeigeeinrichtung kann im Übrigen segmentiert sein,
so dass trotz Verwendung eines einzigen Anzeigebands der visuelle Eindruck hervorgerufen
wird, dass eine Mehrzahl an voneinander unabhängigen Anzeigeelementen vorhanden sei.
[0028] Bevorzugt weist das Anzeigesteuergerät eine Speichereinrichtung auf, in der das Anzeigesteuergerät
zu jedem Anzeigebild die Anzeigezeit abspeichert. Das Anzeigesteuergerät weist vorzugsweise
darüber hinaus eine Schnittstelle auf, über die die Speichereinrichtung von extern
auslesbar ist. Ein Abspeichern der Anzeigezeiten für jedes Anzeigebild lässt eine
Verschleißbestimmung der Anzeigebilder zu: Erfahrungsgemäß bleichen Anzeigebilder
durch die Lichtdurchstrahlung aus, so dass deren Bildqualität mit deren Anzeigezeit
abnimmt. Werden die Anzeigezeiten anzeigebildindividuell abgespeichert und von Zeit
zu Zeit ausgelesen, so lässt sich feststellen, ob einzelne oder mehrere Anzeigebilder
bereits eine vorgegebene Anzeigedauer erreicht oder überschritten haben und ausgewechselt
werden sollten. Auch kann, wenn es sich bei den Anzeigebildern um Werbung handelt,
eine Abrechnung der Werbegebühren nach der jeweiligen Anzeigedauer erfolgen, beispielsweise
derart, dass für länger angezeigte Anzeigebilder höhere Gebühren in Rechnung gestellt
werden als für weniger lang angezeigte Anzeigebilder.
[0029] Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Betreiben einer Aufzugsanlage
mit einem verfahrbaren Transportteil, insbesondere einer verfahrbaren Aufzugskabine,
einem verfahrbaren Aufzugskorb oder einer verfahrbaren Plattform, wobei bei dem Verfahren
das Transportteil in einem mehrstöckigen Gebäude verfahren wird und eine Anzeige auf
mindestens einer im oder am Transportteil angeordneten, flächigen Anzeigeeinrichtung
verändert wird.
[0030] Erfindungsgemäß ist diesbezüglich vorgesehen, dass das Anzeigeband einer Rollbandanzeigeeinrichtung
verfahren wird, indem das Anzeigeband auf einer von zwei beabstandet angeordneten,
zusammenarbeitenden Rollen oder Spulen aufgerollt bzw. aufgespult und dabei von der
jeweils anderen Rolle bzw. Spule abgerollt bzw. abgespult wird.
[0031] Bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sei auf die obigen Ausführungen
im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Aufzugsanlage verwiesen, da die Vorteile
der erfindungsgemäßen Aufzugsanlage denen des erfindungsgemäßen Verfahrens im Wesentlichen
entsprechen.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert;
dabei zeigen beispielhaft:
- Figuren 1 und 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufzugsanlage, anhand derer
auch das erfindungsgemäße Verfahren beispielhaft erläutert wird;
- Figuren 3 und 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufzugsanlage, bei der eine
Anzeige von Informationen für die aufzugnutzerseitig ausgewählten Etagen erfolgt;
- Figuren 5 und 6
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufzugsanlage, bei der auf einer
An- zeigeeinrichtung ein bewegtes Bild angezeigt wird, dessen Bewegung an die Bewegung
des Aufzugs angepasst ist;
- Figuren 7 und 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufzugsanlage, bei der
ein bewegtes Bild angezeigt wird;
- Figur 9
- ein Ausführungsbeispiel für ein fahrbares Transportteil für die Aufzugsanlage gemäß
den Figuren 1 bis 8 sowie 10-13;
- Figuren 10-11
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufzugsanlage, bei der eine Anzeige
von Informationen in Abhängigkeit von der als nächstes anzufahrenden und aufzugnutzerseitig
ausgewählten Etage erfolgt; und
- Figuren 12-13
- ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Aufzugsanlage, bei der die Anzeige
von Informationen für diejenige aufzugnutzerseitig ausgewählte Etage erfolgt, die
die höchste Priorität aufweist.
[0033] In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten
stets dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0034] In der Figur 1 ist beispielhaft ein mehrstöckiges Gebäude 10 gezeigt, das mit einer
Aufzugsanlage 20 ausgestattet ist. Die Aufzugsanlage 20 erstreckt sich durch einen
Aufzugsschacht 25 vom Erdgeschoss 30 über vier Stockwerke 40, 50, 60 und 70 bis zum
Dach des Gebäudes 10. In jedem der Stockwerke ist jeweils eine Zugangstür 80 angeordnet,
mit der ein in dem Aufzugsschacht 20 bewegliches Transportteil 100 betreten oder wieder
verlassen wird.
[0035] Das Transportteil 100 ist mit einer Anzeigeeinrichtung 110 ausgestattet, die in Abhängigkeit
von der Fahrbewegung des Transportteiles 100 angesteuert wird. In der Figur 1 erkennt
man auf der Anzeigeeinrichtung 110 beispielhaft Anzeigeelemente 200, 210 und 220,
die jeweils Informationen über die von dem Transportteil 100 als nächstes anzufahrenden
Etagen- bzw. Stockwerke anzeigen. Die Informationen, die durch die Anzeigeelemente
200, 210 und 220 angezeigt werden, gehen dabei inhaltlich über eine reine Stockwerksangabe
hinaus. So kann beispielsweise durch das Anzeigeelement 200 angezeigt werden, dass
in dem ersten Stockwerk bzw. in der ersten Etage eine Arztpraxis betrieben wird. In
entsprechender Weise können mit den Anzeigeelementen 210 und 220 Informationen über
die zweite und die dritte Etage angezeigt werden. Mit der Anzeigeeinrichtung 110 werden
also jeweils Informationen über diejenigen Stockwerke, die vom Transportteil 100 als
nächstes angefahren werden, angezeigt.
[0036] Wird das Transportteil 100 in Bewegung gesetzt, so wird die Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung
110 je nach dem Ort des Transportteiles 100 verändert. Dies zeigt beispielhaft die
Figur 2.
[0037] In der Figur 2 erkennt man, dass sich das Transportteil 100 zwischen der ersten und
der zweiten Etage befindet und weiter nach oben fährt. Demgemäß ist eine Anzeige von
Informationen zum ersten Stockwerk nicht mehr erforderlich, und das Anzeigeelement
200 wird auf der Anzeigeeinrichtung 110 nicht mehr angezeigt. Der frei werdende Platz
auf der Anzeigeeinrichtung 100 kann nun mit Informationen gefüllt werden, die sich
auf weitere Stockwerke, beispielsweise auf das vierte Stockwerk, beziehen. Im Ergebnis
erhält man beispielsweise die in der Figur 2 dargestellte Anzeige: Man sieht die beiden
Anzeigeelemente 210 und 220, die sich auf das zweite und das dritte Stockwerk beziehen,
sowie ein weiteres Anzeigeelement 230, das sich auf das vierte Stockwerk bezieht.
[0038] Zusammengefasst wird die Anzeigeeinrichtung 110 gemäß den Figuren 1 und 2 also ortsabhängig
angesteuert, und zwar derart, dass unterschiedlichen Orten des Transportteiles 100
unterschiedliche Anzeigebilder zugeordnet sind, die abgespeicherte Informationen zu
den jeweils nächsten Haltepunkten enthalten. Die Informationen gehen dabei über eine
reine Stockwerksangabe hinaus.
[0039] Die Ansteuerung der Anzeigeeinrichtung 110 erfolgt vorzugsweise derart, dass die
Verfahrrichtung der Anzeigeelemente mit der Verfahrrichtung des Transportteiles korreliert.
Wird also das Transportteil 100 im Aufzugsschacht nach oben bewegt, so werden die
Anzeigeelemente ebenfalls nach oben verfahren, wie dies in den Figuren 1 und 2 gezeigt
ist. In entsprechender Weise würden die Anzeigeelemente nach unten verschoben werden,
wenn das Transportteil 100 nach unten bewegt wird.
[0040] In den Figuren 3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Anzeige auf
der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden auf
der Anzeigeeinrichtung 100 Anzeigeelemente 240 und 250 angezeigt, die sich auf Etagen
beziehen, die von den Nutzern der Aufzugsanlage als Fahrtziel an- bzw. ausgewählt
worden sind. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 3 und 4 wird also beispielhaft
davon ausgegangen, dass sich in dem Transportteil Personen befinden, die in das dritte
und das vierte Stockwerk fahren wollen. Demgemäß werden auf der Anzeigeeinrichtung
110 ausschließlich Informationen angezeigt, die sich auf das dritte und vierte Stockwerk
beziehen.
[0041] Die Anzeige kann dabei beispielsweise unverändert bleiben, solange das Transportteil
100 das dritte Stockwerk noch nicht erreicht hat. So ist in der Figur 4 zu erkennen,
dass auch bei einer Position des Transportteiles 100 zwischen dem ersten und dem zweiten
Stockwerk noch die gleiche Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung 110 angezeigt wird,
wie dies der Fall war, als das Transportteil 100 noch im Erdgeschoss des Gebäudes
10 stand (vgl. Figur 3).
[0042] In den Figuren 5 und 6 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Aufzugsanlage gezeigt,
bei der auf der Anzeigeeinrichtung 110 ein bewegtes Bild, also ein Film, angezeigt
wird. In der Figur 5 erkennt man drei Fische, die mit den Bezugszeichen 300, 310 und
320 gekennzeichnet sind. Die Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung 110 suggeriert einer
in dem Transportteil 100 befindlichen Person, dass sich das Transportteil 100 in Wasser,
beispielsweise in einem Aquarium, befinden würde.
[0043] Setzt sich das Transportteil 100 nun in Bewegung und fährt nach oben, wie dies die
Figur 6 zeigt, so wird das Bild auf der Anzeigeeinrichtung 110 entsprechend verändert
bzw. verfahren. Im Falle einer Bewegung des Transportteils 100 nach oben werden demgemäß
die Fische 310 und 320 auf der Anzeigeeinrichtung 110 nach unten verschoben, und es
wird ein weiterer Fisch 330 sichtbar. Durch das Verschieben des auf der Anzeigeeinrichtung
110 dargestellten Bildes wird den im Transportteil 100 befindlichen Personen suggeriert,
dass sie sich gegenüber den Fischen bewegen würden und durch das Aquarium hindurch
fahren würden.
[0044] Um eine möglichst gute optische Täuschung hervorzurufen, wird die Verfahrgeschwindigkeit
des auf der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellten Bildes bzw. die Ablaufgeschwindigkeit
des auf der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellte Films derart gewählt, dass die Verfahr-
bzw. Ablaufgeschwindigkeit des Bildes bzw. Films an die Geschwindigkeit des Transportteiles
angepasst ist. Vorzugsweise ist die Ablaufgeschwindigkeit des Films bzw. die Verfahrgeschwindigkeit
des Bildes proportional zu der Geschwindigkeit des Transportteiles 110.
[0045] Die Figuren 7 und 8 zeigen ein Ausführungsbeispiel für eine Aufzugsanlage 20, bei
der auf der Anzeigeeinrichtung 110 Sterne dargestellt sind, die den Eindruck vermitteln,
als würde sich das Transportteil 100 durch den Weltraum bewegen. Demgemäß wird bei
einer Bewegung des Transportteiles 100 auch das auf der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellte
Bild verändert. Fährt das Fahrzeugteil 100 in dem Aufzugsschacht 20 nach oben, so
werden die auf der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellten Sterne nach unten verschoben.
So erkennt man in der Figur 8, dass der in der Figur 7 schematisch dargestellte Saturn
400 sowie der darunter links befindliche Stern 410 nach unten verschoben werden, so
dass die drei Sterne 420, 430 und 440 aus dem Bildausschnitt verschwinden. Durch das
Verschieben des Bildausschnitts können andere Sterne oder Planeten angezeigt werden,
die vorher auf die Anzeigeeinrichtung nicht gepasst haben. So erkennt man in der Figur
8 weitere Sterne 450 und 460, die oberhalb des Saturns 400 dargestellt sind.
[0046] In der Figur 9 ist ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau eines Transportteiles 100
für die Aufzugsanlagen 20 gemäß den Figuren 1 bis 8 gezeigt. Man erkennt, dass sich
in dem Transportteil 100 eine Person 500 befindet, die mittels einer Etagenauswahleinrichtung
510 auswählen kann, in welche Etage das Transportteil 100 fahren soll.
[0047] In der Figur 9 erkennt man darüber hinaus beispielhaft den Aufbau der Anzeigeeinrichtung
110, bei der es sich um eine Rollbandanzeigeeinrichtung handelt. Die Anzeigeeinrichtung
umfasst zwei Rollen 600 und 610, von denen eine durch einen Motor 620 angetrieben
wird. Die Rolle 600 kann daher auch als Antriebsrolle und die Rolle 610 als Gegenrolle
bezeichnet werden. Auf den beiden Rollen 600 und 610 ist ein Anzeigeband 630 aufgerollt,
das von zwei parallel angeordneten Leuchtleisten 640 und 650 beleuchtet wird. Die
Leuchtleisten können durch Leuchtstofflampen gebildet sein oder auch durch ein Trägerprofil,
an dem eine Vielzahl an Halogenlampen beabstandet zueinander, vorzugsweise entlang
einer geraden Linie, angeordnet ist.
[0048] Die beiden Rollen 600 und 610 arbeiten in der Weise zusammen, dass das Anzeigeband
630 auf der Rolle 610 aufgerollt wird, wenn es von der Rolle 600 abgerollt wird. In
entsprechender Weise wird das Anzeigeband 630 auf der Antriebsrolle 600 aufgerollt,
wenn es von der Rolle 610 abgerollt wird. Um ein Aufrollen des Anzeigebands 630 auf
der Rolle 610 zu erreichen, wenn das Anzeigeband von der Antriebsrolle 600 abgerollt
wird, kann die Rolle 610 in Aufwickelrichtung beispielsweise federbelastet sein -
zum Beispiel mittels einer Spiralfeder-, so dass sich die Rolle 610 automatisch aufrollt,
wenn sie nicht in Abrollrichtung gehalten oder gezogen wird. Alternativ kann auch
die Rolle 610 an den Motor 620 angeschlossen werden, beispielsweise mit einem Getriebe,
so dass im Falle einer Motordrehung des Motors 620 in Aufwickelrichtung (bezogen auf
die Rolle 600) ein Abwickeln auf der Rolle 610 erfolgt und umgekehrt im Falle einer
Motordrehung des Motors 620 in Abwickelrichtung (bezogen auf die Rolle 600) ein Aufwickeln
auf der Rolle 610 erfolgt. Die beiden Rollen werden von dem Motor 620 hierzu bevorzugt
synchron in dieselbe Drehrichtung bewegt.
[0049] Mit dem Motor 620 steht ein Anzeigesteuergerät 660 in Verbindung, das mit einer Aufzugssteuereinrichtung
670 verbunden ist. Die Aufzugssteuereinrichtung 670 dient dazu, die Fahrbewegung des
Transportteiles 100 zu steuern. Zu der Aufzugssteuereinrichtung 670 kann damit die
Information übertragen werden, an welchem Ort sich das Transportteil 100 jeweils befindet
und welche Geschwindigkeit es aufweist bzw. welche Stellung die Türen des Transportteils
einnehmen. Die Aufzugssteuereinrichtung 670 ist somit also in der Lage, an das Anzeigesteuergerät
660 ein Steuersignal ST1 zu übermitteln, das die Fahrbewegung und/oder den Ort des
Transportteils 100 und/oder die Türstellung anzeigt.
[0050] Das Anzeigesteuergerät 660 wertet das Steuersignal ST1 aus und erzeugt ein Anzeigesignal
ST2, das zu dem Motor 620 übermittelt wird und diesen ansteuert. Das Anzeigesignal
ST2 wird den Motor 620 vorzugsweise derart ansteuern, wie dies bereits erläutert worden
ist, also beispielsweise derart, dass die Fahrgeschwindigkeit des Anzeigebandes 630
mit der Geschwindigkeit des Transportteils 100 korreliert. Vorzugsweise ist die Verfahrgeschwindigkeit
des Anzeigebandes 630 zu der Verfahrgeschwindigkeit des Transportteiles 100 proportional.
[0051] Wird nun das Transportteil 100 nach oben verfahren, so wird das Anzeigeband 630 von
der Antriebsrolle 600 abgerollt und auf der Gegenrolle 610 aufgerollt. Entsprechend
umgekehrt wird das Anzeigeband 630 auf der Antriebsrolle 600 aufgerollt und von der
Gegenrolle 610 abgerollt werden, wenn sich das Transportteil 100 nach unten bewegt.
[0052] In den Figuren 10 und 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Anzeige auf
der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird auf der
Anzeigeeinrichtung 110 das Anzeigeelement 240 angezeigt, das sich auf die erste Etage
bezieht. Die erste Etage ist von den Insassen des Transportteiles 100 neben der dritten
Etage als Fahrtziel mittels einer Etagenauswahleinrichtung an- bzw. ausgewählt worden.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 10 und 11 wird also beispielhaft davon
ausgegangen, dass sich in dem Transportteil Personen befinden, die in das erste und
das dritte Stockwerk fahren wollen und die Etagenauswahleinrichtung entsprechend bedient
haben. Da vom Erdgeschoss kommend in Fahrtrichtung zunächst die erste Etage angefahren
wird, werden bei diesem Ausführungsbeispiel von dem Anzeigesteuergerät auf der Anzeigeeinrichtung
110 zunächst Informationen angezeigt, die dem ersten Stockwerk zugeordnet sind. Die
Anzeige des Anzeigeelements 240 erfolgt vorzugsweise, sobald die Türen 80 des Transportteiles
geschlossen worden sind und ein entsprechendes Steuersignal zu dem Anzeigesteuergerät
gelangt ist.
[0053] Die Anzeige bleibt beispielsweise unverändert, solange das Transportteil 100 das
erste Stockwerk noch nicht erreicht hat. Sobald das erste Stockwerk erreicht worden
ist und die Tür 80 für die Fahrt zu dem dritten Stockwerk geschlossen wird bzw. die
Fahrt zu dem dritten Stockwerk beginnt oder bevorsteht, wird die Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung
110 geändert und auf das Anzeigeelement 250 umgestellt, das dem dritten Stockwerk
zugeordnet ist (vgl. Figur 11).
[0054] In den Figuren 12 und 13 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Anzeige auf
der Anzeigeeinrichtung 110 dargestellt. Ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
den Figuren 10 und 11 wird hier beispielhaft davon ausgegangen, dass sich das Transportteil
100 zunächst im Erdgeschoss 30 befindet (vgl. Figur 12) und die Insassen im Transportteil
100 mittels einer Etagenauswahleinrichtung die erste und die dritten Etage als Fahrtziel
ausgewählt haben. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 10 und
11 wird die Anzeige hier jedoch nach Prioritäten durchgeführt, die den Etagen zugewiesen
sind. Beispielsweise sind den Etagen betreiberseitig bzw. inhaberseitig folgende Prioritäten
zugewiesen:
Priorität(Erdgeschoss) = 1
Priorität(erste Etage) = 3
Priorität(zweite Etage) = 6
Priorität(dritte Etage) = 5
Priorität(vierte Etage) = 7
[0055] Die dritte Etage 60 weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine größere Priorität als
die erste Etage 40 auf, denn es gilt: Priorität(dritte Etage) = 5 > 3 = Priorität(erste
Etage)
[0056] Aus diesem Grunde wird das Anzeigesteuergerät der Aufzugsanlage 20 das Anzeigeelement
250 für die dritte Etage anzeigen, sobald die Türen 80 des Transportteiles geschlossen
worden sind und ein entsprechendes Steuersignal zu dem Anzeigesteuergerät gelangt
ist, obwohl vom Erdgeschoss kommend in Fahrtrichtung zunächst die erste Etage angefahren
wird (vgl. Figur 12).
[0057] Die Anzeige bleibt demgemäß unverändert, nachdem das erste Stockwerk erreicht worden
ist und die Tür 80 für die Fahrt zu dem dritten Stockwerk geschlossen wird bzw. die
Fahrt zu dem dritten Stockwerk beginnt oder bevorsteht (vgl. Figur 13).
[0058] Bezugszeichenliste
- 10
- Gebäude
- 20
- Aufzugsanlage
- 25
- Aufzugsschacht
- 30
- Erdgeschoss
- 40
- erstes Stockwerk
- 50
- zweites Stockwerk
- 60
- drittes Stockwerk
- 70
- viertes Stockwerk
- 80
- Zugangstür
- 100
- Transportteil
- 110
- Anzeigeeinrichtung
- 200
- Anzeigeelement
- 210
- Anzeigeelement
- 220
- Anzeigeelement
- 230
- Anzeigeelement
- 240
- Anzeigeelement
- 250
- Anzeigeelement
- 300
- Fisch
- 310
- Fisch
- 320
- Fisch
- 400
- Saturn
- 410
- Stern
- 420
- Stern
- 430
- Stern
- 440
- Stern
- 450
- Stern
- 460
- Stern
- 500
- Person
- 510
- Etagenauswahleinrichtung
- 600
- Antriebsrolle
- 610
- Gegenrolle
- 620
- Motor
- 630
- Anzeigeband
- 640
- Leuchtleiste
- 650
- Leuchtleiste
- 660
- Anzeigesteuergerät
- 670
- Aufzugssteuereinrichtung
- ST1
- Steuersignal
- ST2
- Steuersignal
1. Aufzugsanlage (20) mit einem verfahrbaren Transportteil (100), insbesondere einer
verfahrbaren Aufzugskabine, einem verfahrbaren Aufzugskorb oder einer verfahrbaren
Plattform, wobei
- im oder am Transportteil mindestens eine Anzeigeeinrichtung (110) angebracht ist,
die von einem Anzeigesteuergerät (660) angesteuert wird, und
- die Aufzugsanlage eine Aufzugssteuereinrichtung (670) aufweist, die die Fahrbewegung
des Transportteiles steuert,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Anzeigeeinrichtung eine Rollbandanzeigeeinrichtung ist, die zwei beabstandet
angeordnete, zusammenarbeitende Rollen (600, 610) aufweist, von denen eine ein Anzeigeband
der Rollbandanzeigeeinrichtung aufrollt, wenn es von der anderen abgerollt wird.
2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigesteuergerät (660) das Anzeigeband der Rollbandanzeigeeinrichtung derart
verfährt, dass das Anzeigeband bereits während der Fahrt zu einem insassenseitig ausgewählten
Haltepunkt Informationen anzeigt, die dem insassenseitig ausgewählten Haltepunkt zugeordnet
sind.
3. Aufzugsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigeband in die Anzeigestellung zum Anzeigen der Informationen, die dem insassenseitig
ausgewählten Haltepunkt zugeordnet sind, verfahren wird, sobald die Tür oder die Türen
des Transportteils verschlossen sind oder sobald die Fahrt des Transportteils beginnt,
wobei die Aufroll- und die Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands so groß ist, dass
die Anzeigestellung noch vor dem Erreichen des insassenseitig ausgewählten Haltepunkts
eingestellt wird.
4. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeigestellung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne noch dem Schließen der
Tür bzw. der Türen oder innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne nach dem Fahrtbeginn
erreicht wird, wobei die vorgegebene Zeitspanne maximal die Hälfte der Zeitdauer,
die das Transportteil für die Fahrt zwischen zwei aufeinander folgenden Stockwerken
benötigt, beträgt.
5. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
den Haltepunkten unterschiedliche Prioritäten zugeordnet sind und das Anzeigesteuergerät
derart ausgestaltet ist, dass das Anzeigeband in Abhängigkeit von den insassenseitig
ausgewählten nächsten Haltepunkten sowie den diesen Haltepunkten zugeordneten Prioritäten
verfahren wird.
6. Aufzugsanlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigeband derart verfahren wird, dass die Informationen zuerst für den Haltepunkt
mit der höchsten Priorität angezeigt werden, wobei im Falle, dass zwei oder mehr Haltepunkte
dieselbe höchste Priorität aufweisen, die Informationen zu dem in Fahrrichtung nächsten
Haltepunkt, der die höchste Priorität aufweist, angezeigt werden.
7. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigesteuergerät eine Speichereinrichtung aufweist, in der das Anzeigesteuergerät
zu jedem Anzeigebild die Anzeigezeit abspeichert.
8. Aufzugsanlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigesteuergerät eine Schnittstelle aufweist, über die die Speichereinrichtung
von extern auslesbar ist.
9. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- unterschiedlichen Orten des Transportteiles unterschiedliche Anzeigebilder zugeordnet
sind und
- das Anzeigesteuergerät derart ausgestaltet ist, dass die Anzeigebilder in Abhängigkeit
von der jeweiligen Position des Transportteiles angezeigt werden.
10. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- im oder am Transportteil zumindest zwei Anzeigeeinrichtungen angebracht sind, die
von dem Anzeigesteuergerät angesteuert werden, und
- das Anzeigesteuergerät die Anzeige auf den Anzeigeeinrichtungen synchron steuert.
11. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verfahrrichtung des Anzeigebands zu der Verfahrrichtung des Transportteiles entgegengesetzt
ist.
12. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Rollbandanzeigeeinrichtung ein Film angezeigt wird, wobei die die Filmgeschwindigkeit
bestimmende Aufroll- und Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands mit ansteigender Geschwindigkeit
des Transportteiles erhöht und bei abfallender Geschwindigkeit des Transportteiles
reduziert wird.
13. Verfahren zum Betreiben einer Aufzugsanlage (20) mit einem verfahrbaren Transportteil
(100), insbesondere einer verfahrbaren Aufzugskabine, einem verfahrbaren Aufzugskorb
oder einer verfahrbaren Plattform, wobei bei dem Verfahren
- das Transportteil in einem mehrstöckigen Gebäude (10) verfahren wird und
- eine Anzeige auf mindestens einer im oder am Transportteil angeordneten, flächigen
Anzeigeeinrichtung (110) verändert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Anzeigeband einer Rollbandanzeigeeinrichtung verfahren wird, indem das Anzeigeband
auf einer von zwei beabstandet angeordneten, zusammenarbeitenden Rollen (600, 610)
aufgerollt und dabei von der jeweils anderen Rolle abgerollt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Anzeigeband in eine Anzeigestellung zum Anzeigen von Informationen, die einem
insassenseitig ausgewählten Haltepunkt zugeordnet sind, verfahren wird, sobald die
Tür oder die Türen des Transportteils verschlossen sind oder sobald die Fahrt des
Transportteils beginnt.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufroll- und die Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands so groß gewählt wird,
dass die Anzeigestellung noch vor dem Erreichen des insassenseitig ausgewählten Haltepunkts
eingestellt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Aufzugsanlage (20) mit einem verfahrbaren Transportteil (100), insbesondere einer
verfahrbaren Aufzugskabine, einem verfahrbaren Aufzugskorb oder einer verfahrbaren
Plattform, wobei
- im oder am Transportteil mindestens eine Anzeigeeinrichtung (110) angebracht ist,
die von einem Anzeigesteuergerät (660) angesteuert wird,
- die Aufzugsanlage eine Aufzugssteuereinrichtung (670) aufweist, die die Fahrbewegung
des Transportteiles steuert, und
- das Anzeigesteuergerät derart ausgestaltet ist, dass die Anzeige in Abhängigkeit
von den insassenseitig ausgewählten nächsten Haltepunkten erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Anzeigeeinrichtung eine Rollbandanzeigeeinrichtung ist, die zwei beabstandet
angeordnete, zusammenarbeitende Rollen (600, 610) aufweist, von denen eine ein Anzeigeband
der Rollbandanzeigeeinrichtung aufrollt, wenn es von der anderen abgerollt wird, und
- das Anzeigesteuergerät derart ausgestaltet ist, das es das Anzeigeband in Abhängigkeit
von den insassenseitig ausgewählten nächsten Haltepunkten sowie den diesen Haltepunkten
zugeordneten Prioritäten verfährt.
2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigesteuergerät (660) das Anzeigeband der Rollbandanzeigeeinrichtung derart
verfährt, dass das Anzeigeband bereits während der Fahrt zu einem insassenseitig ausgewählten
Haltepunkt Informationen anzeigt, die dem insassenseitig ausgewählten Haltepunkt zugeordnet
sind.
3. Aufzugsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigeband in die Anzeigestellung zum Anzeigen der Informationen, die dem insassenseitig
ausgewählten Haltepunkt zugeordnet sind, verfahren wird, sobald die Tür oder die Türen
des Transportteils verschlossen sind oder sobald die Fahrt des Transportteils beginnt,
wobei die Aufroll- und die Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands so groß ist, dass
die Anzeigestellung noch vor dem Erreichen des insassenseitig ausgewählten Haltepunkts
eingestellt wird.
4. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeigestellung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne noch dem Schließen der
Tür bzw. der Türen oder innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne nach dem Fahrtbeginn
erreicht wird, wobei die vorgegebene Zeitspanne maximal die Hälfte der Zeitdauer,
die das Transportteil für die Fahrt zwischen zwei aufeinander folgenden Stockwerken
benötigt, beträgt.
5. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigeband derart verfahren wird, dass die Informationen zuerst für den Haltepunkt
mit der höchsten Priorität angezeigt werden, wobei im Falle, dass zwei oder mehr Haltepunkte
dieselbe höchste Priorität aufweisen, die Informationen zu dem in Fahrrichtung nächsten
Haltepunkt, der die höchste Priorität aufweist, angezeigt werden.
6. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigesteuergerät eine Speichereinrichtung aufweist, in der das Anzeigesteuergerät
zu jedem Anzeigebild die Anzeigezeit abspeichert.
7. Aufzugsanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anzeigesteuergerät eine Schnittstelle aufweist, über die die Speichereinrichtung
von extern auslesbar ist.
8. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- unterschiedlichen Orten des Transportteiles unterschiedliche Anzeigebilder zugeordnet
sind und
- das Anzeigesteuergerät derart ausgestaltet ist, dass die Anzeigebilder in Abhängigkeit
von der jeweiligen Position des Transportteiles angezeigt werden.
9. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- im oder am Transportteil zumindest zwei Anzeigeeinrichtungen angebracht sind, die
von dem Anzeigesteuergerät angesteuert werden, und
- das Anzeigesteuergerät die Anzeige auf den Anzeigeeinrichtungen synchron steuert.
10. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verfahrrichtung des Anzeigebands zu der Verfahrrichtung des Transportteiles entgegengesetzt
ist.
11. Aufzugsanlage nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Rollbandanzeigeeinrichtung ein Film angezeigt wird, wobei die die Filmgeschwindigkeit
bestimmende Aufroll- und Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands mit ansteigender Geschwindigkeit
des Transportteiles erhöht und bei abfallender Geschwindigkeit des Transportteiles
reduziert wird.
12. Verfahren zum Betreiben einer Aufzugsanlage (20) mit einem verfahrbaren Transportteil
(100), insbesondere einer verfahrbaren Aufzugskabine, einem verfahrbaren Aufzugskorb
oder einer verfahrbaren Plattform, wobei bei dem Verfahren
- das Transportteil in einem mehrstöckigen Gebäude (10) verfahren wird,
- eine Anzeige auf mindestens einer im oder am Transportteil angeordneten, flächigen
Anzeigeeinrichtung (110) verändert wird und
- die Anzeige in Abhängigkeit von den insassenseitig ausgewählten nächsten Haltepunkten
gesteuert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Anzeigeband einer Rollbandanzeigeeinrichtung verfahren wird, indem das Anzeigeband
auf einer von zwei beabstandet angeordneten, zusammenarbeitenden Rollen (600, 610)
aufgerollt und dabei von der jeweils anderen Rolle abgerollt wird und
- das Anzeigeband in Abhängigkeit von den insassenseitig ausgewählten nächsten Haltepunkten
sowie den diesen Haltepunkten zugeordneten Prioritäten verfahren wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Anzeigeband in eine Anzeigestellung zum Anzeigen von Informationen, die einem
insassenseitig ausgewählten Haltepunkt zugeordnet sind, verfahren wird, sobald die
Tür oder die Türen des Transportteils verschlossen sind oder sobald die Fahrt des
Transportteils beginnt.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufroll- und die Abrollgeschwindigkeit des Anzeigebands so groß gewählt wird,
dass die Anzeigestellung noch vor dem Erreichen des insassenseitig ausgewählten Haltepunkts
eingestellt wird.