Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Crimpautomaten, umfassend ein durch einen ersten Motor
angetriebenes Crimpwerkzeug und eine Vorratsrolle, auf der ein metallisches Kontaktelementband
und ein darauf abgelegter Trennstreifen gemeinsam zu einer Spirale aufgewickelt sind,
wobei dem Crimpwerkzeug eine Einzugsvorrichtung zum Einziehen des Kontaktelementbandes
in das Crimpwerkzeug zugeordnet ist.
Stand der Technik
[0002] Eine solcher Crimpautomat ist aus der
DE 10 2004 057 818 A1 bekannt. Das Abziehen des aus Blech gestanzten Kontaktelementbandes mit den metallischen
Kontaktelementen wir dabei durch eine Einzugsvorrichtung bewirkt, die in unmittelbar
auf das Kontaktelementband einwirkt, welches in sich sehr starr und zugfest ist. Die
Einzugsvorrichtung bildet einen direkten Bestandteil des motorisch angetriebenen Crimpwerkzeuges
bildet und ist durch dieses betätigt.
[0003] Bei der Verarbeitung eines Kontaktelementbandes in einem Crimpwerkzeug werden die
darin enthaltenen und durch einen Tiefziehprozess erzeugten Crimpkontakte durch plastische
Verformung an Kabelenden festgelegt und zugleich von dem Kontaktelementband abgestanzt.
Dies ist mit der Erzeugung von erheblichen Schwingungen verbunden.
[0004] Beim Aufwickeln eines Kontaktelementbandes auf eine Vorratsrolle ergeben sich erheblichen
Schwierigkeiten, weil die von dem Kontaktelementband vertikal vorstehenden Crimpfahnen
und Steckverbinder der einzelnen Kontaktelemente beim Aufwickeln nicht deformiert
werden dürfen und dazu neigen, sich mit einander zu verhaken. Ein Kontaktelementband
kann daher nur unter Zwischenfügung eines Trennstreifens aus glattem Papier und nur
lose auf eine Vorratsrolle aufgewickelt werden. Es ist von großem Gewicht mit der
Folge, dass sich die fertige Rolle bei der späteren Lagerung und dem Transport verformt
und dass sich eine Unwuchtigkeit einstellt. Außerdem können sich die vorstehenden
Teile ineinander und in dem Trennsteifen verhaken. Das führt beim späteren Abspulen
zu Problemen. Das Abspulen wird zusätzlich dadurch erschwert, dass In einem Crimpautomaten
das Abspulen nicht kontinuierlich sondern im Arbeitstakt des Crimpwerkzeuges getaktet
und somit diskontinuierlich erfolgt. Das Abziehen des Kontaktelementbandes von der
Vorratsrolle setzt daher bei einem jeden Crimpvorgang ein getaktetes Beschleunigen
und Auslaufen der schweren Vorratsrolle in kleinsten Schritten voraus. Die dadurch
generierten Schwingungen können sich mit den üblichen Unwuchten der Vorratsrolle und
dem gegenseitigen Verhaken der Crimpkontaktzemente des Kontaktelementbandes derart
ungünstig überlagern, dass die Crimpqualität verschlechtert wird Es ist daher bei
der bekannten Bauform unverzichtbar, die Vorratsrolle in Bezug auf das Crimpwerkzeug
starr verriegelt festzulegen Dies ist mit einem zusätzlichen technischem Aufwand verbunden
sowie mit einem hohen Bedienungsaufwand während der Benutzung
[0005] US 2006/017 2610 betrifft eine Spritzgussmaschine, in der Sensoren vorgesehen sind, um einen ausreichenden
Durchhang eines Trägerbandes sicherzustellen.
[0006] Die
WO 2006/136930 A1 betrifft eine Crimpmaschine für verschiedene Crimp- und Pressvorgänge, insbesondere
zum halbautomatischen oder vollautomatischen Befestigen eines Kontaktelements an einem
Kabelende gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aufgabe der Erfindung:
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zur Grunde, einen Crimpautomaten der Eingangs genannten
Art derart weiterzuentwickeln, dass die zur Verfügung stehenden Kontaktelementbänder
problemlos und in hoher Crimpqualität verarbeitet werden können, dass ein Austausch
der Vorratsrollen erleichtert möglich und eine starre Verriegelung der Lagerung der
Vorratsrollen nicht mehr nötig ist
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Crimpautomaten gemäß Anspruch 1 gelöst Auf vorteilhafte
Ausgestaltungen nehmen dle Unteransprüche Bezug
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zur Lösung dieser Aufgabe ein Crimpautomat
vorgesehen, umfassend ein durch einen ersten Motor angetriebenes Crimpwerkzeug und
eine Vorratsrolle, auf der ein metallisches Kontaktelementband und ein darauf abgelegter
Trennstreifen gemeinsam zu einer Spirale aufgewickelt sind, wobei dem Crimpwerkzeug
eine Einzugsvorrichtung zum Einziehen des Kontaktelementbandes in das Crimpwerkzeug
zugeordnet ist. Dabei ist es nunmehr vorgesehen, dass zum Abziehen des Kontaktelementbandes
von der Vorratsrolle ein signalbetätigbarer, zweiter Motor vorgesehen ist und dass
ein Sensor vorgesehen ist, der den zweiten Motor so betätigt, dass das Kontaktelementband
in der Zwischenzone zwischen der Vorratsrolle und dem Crimpwerkzeug frei von Zugspannungen
ist Über das Kontaktelementband können daher keine Zug- oder Beschleunigungskräfte
auf das Crimpwerkzeug übertragen werden, die das damit im Crimpprozess erzielte Arbeitsergebnis
nachteilig belasten Eine verriegelte Zuordnung der Lagerung der Vorratsrollen ist
daher entbehrlich und der Austausch einer leeren durch eine volle Vorratsrolle erheblich
vereinfacht.
[0010] Die Übertragung von Zugkräften wird besonders zuverlässig unterdrückt, da das Kontaktelementband
in der Zwischenzone zwischen der Vorratsrolle und dem Cnmpwerkzeug locker U - förmig
durchhängend in einem Hängespeicher aufgenommen ist.
[0011] Ein Sensor kann den zweiten Motor dabei zeitlich begrenzt nur dann einschalten, wenn
der Durchhang D des Kontaktelementband einen willkürlich festlegbaren, unteren Grenzwert
GU unterschreitet. Die zeitliche Grenze, bis zu der der zweite Motor das Kontaktelementband
dann von der Vorratstolle abzieht, fasst sich empirisch leicht ermitteln Die Ausführung
Ist besonders einfach aufgebaut.
[0012] Es besteht auch die Möglichkeit, die Ausführung so zu gestalten, dass der Sensor
den zweiten Motor einschaltet, wenn der Durchhang D des Kontaktelementband einen willkürlich
festlegbaren, unteren Grenzwert GU unterschreitet und aus, wenn der Durchhang D einen
willkürlich festlegbaren, oberen Grenzwert GO überschreitet Die Grenzwerte sind auch
dabei empirisch leicht ermittelbar und maßgeblich von dem verfügbaren Raum bestimmt,
insgesamt genügt in den meisten Fällen ein maximaler Durchhang D von 50 bis 200 mm,
um ein gutes Arbeitsergebnis zu erzielen unter Vermeidung unnötig zahlreicher Betätigungsvorgänge
des zweiten Motors.
[0013] Der Sensor kann zumindest eine Lichtschranke und/oder einen Berührungskontakt für
eine Steuerspannung umfassen.
[0014] Nach einer besonders kostengünstigen und robusten Ausgestaltung ist es vorgesehen,
dass der Sensor durch einen Schließkontakt für eine Steuerspannung gebildet ist und
dass der Schließkontakt zumindest einen Eingang umfasst, der an der tiefsten Stelle
des Hängespeichers angeordnet ist und zumindest einen Ausgang, der durch das Kontaktelementband
gebildet ist, wobei das Kontaktelementband durch den zweiten Motor auf den Eingang
absenkbar ist. Die Steuerspannung, dabei handelt es sich zur Vermeidung von unnötigen
Unfallrisiken um eine Niederspannung, wird zweckmäßig durch das Crimpwerkzeug an das
Kontaktelementband angelegt und durch einen Kontakt abgenommen, der mit dem Kontaktelementband
in Berührung gelangt, wenn dieses den tiefsten Punkt im Hängespeicher erreicht. Für
die Weiterleitung des dabei erhaltenen und zur Steuerung des zweiten Motors benötigten
Signals kann eine lösbare Steckverbindung vorgesehen sein, die leicht herstellbar
ist. Eine Ansteuerung des zweiten Motors mit dem dazu benötigten Signal kann so erreicht
werden, ohne dass sich für den Anwender ein zusätzlicher Arbeitsaufwand ergibt.
[0015] Der Eingang der Steuerung kann bei einer solchen Bauform durch ein Leitblech gebildet
sein, auf das das Kontaktelementband durch den zweiten Motor absenkbar ist und das
dabei im abgesenkten Zustand den benötigten Kontakt herstellt. Liegt ein Kontakt an,
dann signalisiert das einen vollen Hängespeicher und die Abschaltung des zweiten Motors.
Wird der Kontakt unterbrochen, dann signalisiert das im einfachsten Fall einen leeren
Hängespeicher und er zweite Motor wird erneut eingeschaltet bis sich ein neuer Kontakt
ergibt. Durch Verzögerungsschaltungen, die den aktuellen Betriebszustand und/oder
Verbrauch des Crimpwerkzeuges mit berücksichtigen, fassen sich damit trotz einfachsten
Aufbaus der Schaltung unnötig häufige Schaltvorgänge vermeiden
[0016] Der zweite Motor wirkt erfindungsgemaß zum Abziehen des Kontaktelementbandes von
der Vorratsrolle mit einer Abzugsvorrichtung für den Trennstreifen zusammen Während
das Kontaktelementband eine unebene Oberfläche und je nach Bauform der Crimpkontaktelemente
ganz unterschiedliche Dimensionen und Formen haben und demgemäss schwierig sicher
und beschädigungsfrei mit standardisierten Mitteln zu ergreifen und zu transportieren
ist, besteht der Trennsteifen zumeist aus einem Hartpapier, das mit Rollen leicht
und sicher erfassbar und transportierbar ist, das ferner nicht am Produkt verbleibt
und das insoweit ohnehin aus der Verarbeitungszone entfernt werden muss. Das Kontaktelementband
wird daher im Sinn der Erfindung bevorzugt durch Abziehen des Trennstreifens von der
Vorratsrolle abgespult
[0017] Die Abzugsvorrichtung kann durch eine Spule gebildet sein, auf die der Trennstreifen
aufwickelbar Ist Die Spule kann dabei aus einer Wegwerfhülse aus Karton oder eine
Spannhülse bestehen, die nach dem Aufwickeln des Trennstreifens aus diesem herausgezogen
und anschließend wieder verwendet werden kann
[0018] Die Abzugsvorrichtung kann auch durch ein Paar Abzugsrollen gebildet sein, die von
den einander gegenüberliegenden Seiten an den Trennstreifen anpressbar und gegensinnig
rotierbar sind, um den dazwischen eingefügten Trennstreifen abzuziehen und in einen
Abfallbehälter oder einen pneumatischen Stetigförderer einzuspeisen.
[0019] Die Vorratsrolle kann austauschbar in einem frei verschiebbaren Wagen gelagert sein.
Dies bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlicher Kontaktelementbänder
zu bevorraten und nach Bedarf aus dem Lager zu holen, an einen Crimpautomaten anzuschließen
und zu verarbeiteten.
[0020] Der zweite Motor und gegebenenfalls die Abzugsvorrichtung können dabei einen Bestandteil
des Crimpautomaten bilden und stationär gelagert sein. Sie werden immer wider verwendet
und es ist daher nicht erforderlich, den Wagen mit der Vorratsrolle damit zu belasten
und zu verteuern.
Zeichnung
[0021] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Bauform, bei der eine auf einem Wagen gelagerte Vorratsrolle an
einem Crimpautomaten in Arbeitsposition gebracht ist. Die Abzugsvorrichtung für das
Kontaktelementband ist durch ein Paar Reibrolle gebildet, die beiderseits an den Trennstreifen
angepresst sind und durch dessen Abzug ein Abspulen des Kontaktelementbandes bewirken.
Fig. 2 eine zweite Bauform ähnlich Fig. 1, bei der die Abzugsvorrichtung für das Kontaktelementband
durch eine Spule gebildet ist.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0022] In den Zeichnungen bezeichnen übereinstimmende Bezugszeichen übereinstimende Gegenstände.
[0023] Fig. 1 zeigt einen Crimpautomaten, umfassend ein durch einen ersten Motor angetriebenes
Crimpwerkzeug 1 und eine Vorratsrolle 2, auf der ein metallisches Kontaktelementband
3 und ein darauf abgelegter Trennstreifen 4 gemeinsam zu einer Spirale aufgewickelt
sind, wobei dem Crimpwerkzug 1 eine Einzugsvorrichtung zum getakteten Einziehen des
Kontaktelementbandes 3 zugeordnet ist.
[0024] Zum Abziehen des Kontaktelementbandes 3 von der Vorratsrolle 2 kann der Sensor 5
den zweiten Motor 11 zeitlich begrenzt einschalten, wenn der Durchhang D des Kontaktelementband
3 einen willkürlich festlegbaren, unteren Grenzwert GU unterschreitet, so dass erneut
eine frei durchhängende, spannungsfreie Schlaufe des Kontaktelementbandes 3 entsteht.
[0025] Die Abzugsvorrichtung 11 ist bei der Bauform nach Fig. 1 durch ein Paar Abzugsrollen
13 gebildet, die von dem zweiten Motor 11 angetrieben sind und von den einander gegenüberliegenden
Seiten an den Trennstreifen 4 angepresst und gegensinnig rotierbar sind. Der Trennstreifen
4 wird aus dem Spalt der Abzugsrollen 13 entweder unmittelbar in eine pneumatische
Abzugsvorrichtung eingespeist oder in einem Abfallbehälter abgelegt. Durch das Abziehen
des spiralig mit dem Kontaktelementstreifen auf die Vorratsrolle aufgewickelten Trennstreifens
4 wird zugleich der Kontaktelementsreifen 3 von der Vorratsrolle abgezogen und in
den Hängespeicher 6 überführt. Dies erfolgt unabhängig von dem Antrieb des Crimpvorrichtung.
[0026] Der zweite Motor 11 bildet einen Bestandteil des Maschinenständers 14 der Crimpvorrichtung
und wird unabhängig vom Arbeitstakt des Crimpwerkzeuges 1 und nur zum Auffüllen des
Hängespeichers 6 betätigt. Die Einschalthäufigkeit ist dadurch erheblich vermindert.
Sichergestellt ist in jedem Falle, dass über das Kontaktelementband 3 keine Zugkräfte
auf das Crimpwerkzeug 1 übertragen werden können.
[0027] Der zweite Motor 11 wird signalgesteuert von dem Sensor 5 derart betätigt, dass das
Kontaktelementband 3 in der Zwischenzone zwischen der Vorratsrolle 2 und dem Crimpwerkzeug
1 immer frei von Zugspannungen ist. Durch das Kontaktelementband 3 können daher keine
Kräfte auf das Crimpwerkzeug 1 übertragen werden, die durch das Abziehen des Kontaktelementbandes
3 von der Vorratsrolle 2 verursacht sind.
[0028] Das Kontaktelementband 3 ist in der Zwischenzone zwischen der Vorratsrolle 2 und
dem Crimpwerkzeug 1 U - förmig frei durchhängend in einem Hängespeicher 6 aufgenommen.
Es ist sehr flexibel und in dem betreffenden Abschnitt von sehr geringem Gewicht.
Schwingungstechnisch ist das Crimpwerkzeug 1 daher vollständig von der Vorratsrolle
isoliert.
[0029] Der Sensor 5 ist bei der Bauform nach Fig. 1 durch einen schwenkbaren Messfühler
gebildet, der von oben auf den U - förmig durchhängenden Abschnitt des Kontaktelementbandes
3 aufgelegt ist und das Kontaktelementband mit einer rotierbaren Rolle berührt. Der
Sensor 5 ist so ausgebildet, dass er den zweiten Motor 11 einschaltet, wenn der Durchhang
D des Kontaktelementband 3 einen willkürlich festlegbaren, unteren Grenzwert GU unterschreitet
und ausschaltet, wenn der Durchhang D einen willkürlich festlegbaren, oberen Grenzwert
GO überschreitet.
[0030] Der Sensor 5 kann als Alternative zu einem schwenkbaren oder beweglichen Messfühler
auch zumindest eine Lichtschranke und/oder einen statischen Berührungskontakt für
eine Steuerspannung umfassen.
[0031] Der Sensor 5 kann ferner durch einen Schließkontakt für eine Steuerspannung gebildet
sein, wobei der Schließkontakt zumindest einen Eingang 7 umfasst, der an der tiefsten
Stelle GU des Hängespeichers 6 angeordnet ist und durch eine metallische Wanne gebildet
sein kann, mit der der metallische und elektrisch leitende Kontaktelementstreifen
3 beim Auffüllen des Hängespeichers 6 in Eingriff gelangt. Der Ausgang ist dabei durch
das Kontaktelementband 3 gebildet, das durch den zweiten Motor 5 auf den Eingang 7
absenkbar ist. Die Weiterleitung des so gewonnenen Signals erfolgt zweckmäßig über
einen Steckkontakt 9, durch den der Transportwagen an den Crimpautomaten angeschlossen
wird.
[0032] Der Eingang 7 kann somit durch ein Leitblech gebildet ist, auf das das Kontaktelementband
3 durch den zweiten Motor 11 absenkbar ist. Ein solches Leitblech bietet den Vorteil,
dass ein Verhaken des Kontaktelementbandes unter allen Umständen ausgeschlossen ist.
[0033] Fig. 2 zeigt eine Bauform, bei der die Abzugsvorrichtung 10 für den Trennstreifen
4 durch eine Spule 12 gebildet ist, auf die der Trennstreifen 4 aufgewickelt und nachfolgend
entnommen und entsorgt wird. Auch dabei werden Zugkräfte nur über den Trennstreifen
in damit indirekt auf die Vorratsrolle 2 übertragen und nicht über das Kontaktelementband
3 an sich.
Der Trennstreifen ist sehr viel flexibler und dehnbarer als das Kontaktelementband
3. Durch die indirekte Überbertragung der zum Abspulen des Kontaktelementbandes erforderlichen
Kräfte auf die Vorratsrolle 2 mittels eines verformbaren und begrenzt dehnbaren Trennstreifes
4 aus Papier ergibt sich beim Einschalten der Abzugsvorrichtung 11 jeweils eine so
starke Dämpfung, dass keine störenden Schwingungen oder Kräfte auf das Crimpwerkzeug
1 übertragen werden können.
[0034] Dabei ist es auch von Bedeutung, dass sich der Papierstreifen 4 bei der Einleitung
von Zugkräften in die vertikal vorstehenden Kontaktfahnen und andere vertikal vorstehende
Teile eindrückt und plastisch verformt, was mit einer Energievernichtung verbunden
ist. Ferner wirkt sich eine große Länge und eine große Dehnbarkeit des Trennstreifens
positiv auf die Vermeidung einer unerwünschten Schwingungsübertragung von der Vorratsrolle
2 auf das Crimpwerkzeug 1 aus. Hierbei ist sicher zu stellen, dass die Zugfestigkeit
des Trennstreifens 4 hinreichend groß für ein sicheres Abspulen des Kontaktelementbandes
3 von der Vorratsrolle ist.
[0035] Die Vorratsrolle 2 mit dem spiralig darauf aufgespulten Kontaktelementband 3 und
Trennstreifen 4 ist bei beiden Bauformen rotierbar und leicht austauschbar in einem
frei verschiebbaren Wagen 8 gelagert.
[0036] Der Wagen umfasst dabei nur die Lagerung für die Vorratsrolle 2, einen Griff zum
erleichterten Verschieben sowie den durch ein gewölbtes Leitblech gebildeten, elektrischen
Eingang 7 des Sensors 5 und ein Steckkontaktelement der Steckverbindung 9, das mit
einer dazu passenden Kontaktbuchse des Crimpautomaten in Eingriff bringbar ist. Der
Wagen ist demgemäss sehr kostengünstig herstellbar und leicht manuell verschiebbar.
Er kann in einem Lager in großer Stückzahl bereitgehalten werden, was es auch erspart,
schwere Vorratsrollen 2 manuell zu transportieren und manuell in die verschiedenen
Crimpautomaten einzulegen.
[0037] Der Sensor 5, der zweite Motor 11 und gegebenenfalls die Abzugsvorrichtung 10 bilden
demgegenüber zweckmäßig einen Bestandteil des Crimpautomaten und können stationär
gelagert sein. Es ist daher auch nicht erforderlich, sie in einem jedem Wagen separat
verfügbar zu haben, sie manuell zu transportieren und jeweils zur inbetriebnahme elektrisch
an das Hoch- und Niederspannungsnetz des Crimpautomaten neu anzuschließen.
1. Crimpautomat, umfassend ein durch einen ersten Motor angetriebenes Crimpwerkzeug (1)
und eine Vorratsrolle (2), auf der ein metallisches Kontaktelementband (3) und ein
darauf abgelegter Trennstreifen (4) gemeinsam zu einer Spirale aufgewickelt sind,
wobei dem Crimpwerkzeug (1) eine Einzugsvorrichtung zum Einziehen des Kontaktelementbandes
(3) in das Crimpwerkzeug (1) zugeordnet ist, zum Abziehen des Kontaktelementbandes
(3) von der Vorratsrolle (2) ein signalbetätigbarer, zweiter Motor (11) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (11) zum Abziehen des Kontaktelementbandes (3) von der Vorratsrolle
(2) mit einer Abzugsvorrichtung (10) für den Trennstreifen (4) zusammenwirkt, und
ein Sensor (5) vorgesehen ist, der den zweiten Motor (11) so betätigt, dass das Kontaktelementband
(3) in der Zwischenzone zwischen der Vorratsrolle (2) und dem Crimpwerkzeug (1) U
- förmig durchhängend in einem Hängespeicher (6) aufgenommen ist, um frei von Zugspannungen
zu sein.
2. Crimpautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor den zweiten Motor (11) zeitlich begrenzt einschaltet, wenn der Durchhang
D des Kontaktelementbandes (3) einen willkürlich festlegbaren, unteren Grenzwert GU
unterschreitet.
3. Crimpautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor den zweiten Motor (11) einschaltet, wenn der Durchhang D des Kontaktelemehtbandes
(3) einen willkürlich festlegbaren, unteren Grenzwert GU unterschreitet und ausschaltet,
Wenn der Durchhang D einen willkürlich festlegbaren, oberen Grenzwert GO überschreitet.
4. Crimpautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) zumindest eine Lichtschranke und/oder einen Berührungskontakt für
eine Steuerspannung umfasst.
5. Crimpautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (5) durch einen Schließkontakt für eine Steuerspannung gebildet ist und
dass der Schließkontakt zumindest einen Eingang (7) umfasst, der an der tiefsten Stelle
des Hängespeicher (6) angeordnet ist und zumindest einen Ausgang, der durch das Kontaktelementband
(3) gebildet ist und dass das Kontaktelementband (3) durch den zweiten Motor (5) auf
den Eingang (7) absenkbar ist.
6. Crimpautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerspannung durch das Crimpwerkzeug (1) an das Kontaktelementband (3) und
durch eine lösbare Steckverbindung (9) an den Eingang (7) angelegt ist.
7. Crimpautomat nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingang (7) durch ein Leitblech gebildet ist, auf das das Kontaktelementband
(3) durch den zweiten Motor (11) absenkbar ist.
8. Crimpautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsvorrichtung (10) eine Spule (12) umfasst, auf die der Trennstreifen (4)
aufwickelbar ist.
9. Crimpautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsvorrichtung durch ein Paar Abzugsrollen (13) gebildet ist, die von den
einander gegenüberliegenden Seiten an den Trennstreifen (4) anpressbar und gegensinnig
rotierbar sind.
10. Crimpautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratsrolle (2) austauschbar in einem frei verschiebbaren Wagen (8) gelagert
ist.
11. Crimpautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor (11) und gegebenenfalls die Abzugsvorrichtung (10) einen Bestandteil
des Crimpautomaten bilden und stationär gelagert sind.
1. Automatic crimper, comprising a crimping tool (1) driven by a first motor and a supply
roll (2) on which a metallic contact-element strip (3) and a release strip (4) deposited
thereon are wound together into a spiral, wherein associated with the crimping tool
(1) is a draw-in device for drawing the contact-element strip (3) into the crimping
tool (1), and a signal-operated second motor (11) is provided for taking the contact-element
strip (3) off the supply roll (2), characterised in that the second motor (11) cooperates with a take-off device (10) for the release strip
(4) for taking the contact-element strip (3) off the supply roll (2), and a sensor
(5) is provided, which actuates the second motor (11) in such a way that the contact-element
strip (3) is received in a suspension storage means (6), sagging in a U shape, in
the intermediate zone between the supply roll (2) and the crimping tool (1), in order
to be free from tensile stresses.
2. Automatic crimper according to claim 1, characterised in that the sensor switches on the second motor (11) for a limited time when the sag D of
the contact-element strip (3) falls below a lower limit value GU which can be fixed
arbitrarily.
3. Automatic crimper according to claim 1, characterised in that the sensor switches on the second motor (11) when the sag D of the contact-element
strip (3) falls below a lower limit value GU which can be fixed arbitrarily, and switches
it off when the sag D exceeds an upper limit value GO which can be fixed arbitrarily.
4. Automatic crimper according to any of claims 1 to 3, characterised in that the sensor (5) comprises at least one light barrier and/or a tactile contact for
a control voltage.
5. Automatic crimper according to any of claims 1 to 4, characterised in that the sensor (5) is formed by a normally open contact for a control voltage and in that the normally open contact comprises at least one input (7) which is disposed at the
lowermost point of the suspension storage means (6) and at least one output which
is formed by the contact-element strip (3) and in that the contact-element strip (3) can be lowered onto the input (7) by the second motor
(5).
6. Automatic crimper according to claim 1, characterised in that the control voltage is applied by the crimping tool (1) to the contact-element strip
(3) and by a releasable plug-in connection (9) to the input (7).
7. Automatic crimper according to claim 5 or 6, characterised in that the input (7) is formed by a baffle plate onto which the contact-element strip (3)
can be lowered by the second motor (11).
8. Automatic crimper according to claim 1, characterised in that the take-off device (10) comprises a spool (12) onto which the release strip (4)
can be wound.
9. Automatic crimper according to claim 1, characterised in that the take-off device is formed by a pair of take-off rollers (13) which can be pressed
against the release strip (4) from mutually opposed sides and are counter-rotatable.
10. Automatic crimper according to any of claims 1 to 8, characterised in that the supply roll (2) is mounted exchangeably in a freely displaceable carriage (8).
11. Automatic crimper according to any of claims 1 to 9, characterised in that the second motor (11) and, if occasion arises, the take-off device (10) form part
of the automatic crimper and are mounted stationarily.
1. Automate de sertissage, comprenant un outil de sertissage (1) entraîné par un premier
moteur et une bobine d'alimentation (2) sur laquelle sont enroulés ensemble en spirale
une bande d'éléments de contact métallique (3) et un ruban de séparation (4) appliqué
sur celle-ci, un dispositif de traction permettant de rentrer la bande d'éléments
de contact (3) dans l'outil de sertissage (1) étant associé à l'outil de sertissage
(1), un deuxième moteur (11) activable par signaux étant prévu pour le déroulement
de la bande d'éléments de contact (3) de la bobine d'alimentation (2), caractérisé en ce que le deuxième moteur (11) coopère avec un dispositif de traction (10) pour le ruban
de séparation (4), permettant de dérouler la bande d'éléments de contact (3) de la
bobine d'alimentation (2), et en ce qu'un capteur (5) est prévu, lequel actionne le deuxième moteur (11) de telle manière
que la bande d'éléments de contact (3) est suspendue en forme de U dans un magasin
(6) dans la zone intermédiaire entre la bobine d'alimentation (2) et l'outil de sertissage
(1) pour la rendre exempte de contraintes de traction.
2. Automate de sertissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur active temporairement le deuxième moteur (11) quand la flèche D de la
bande d'éléments de contact (3) passe en dessous d'une valeur limite inférieure GU
fixée arbitrairement.
3. Automate de sertissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur active le deuxième moteur (11) quand la flèche D de la bande d'éléments
de contact (3) passe en dessous d'une valeur limite inférieure GU fixée arbitrairement,
et désactive celui-ci quand la flèche D dépasse une valeur limite supérieure GO fixée
arbitrairement.
4. Automate de sertissage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le capteur (5) comprend au moins une barrière photoélectrique et/ou un contact pour
une tension de commande.
5. Automate de sertissage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le capteur (5) est réalisé par un contact de fermeture pour une tension de commande,
en ce que le contact de fermeture comporte au moins une entrée (7) disposée au point le plus
bas du magasin (6) et au moins une sortie réalisée par la bande d'éléments de contact
(3), et en ce que la bande d'éléments de contact (3) peut être abaissée sur l'entrée (7) par le deuxième
moteur (5).
6. Automate de sertissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tension de commande est appliquée par l'outil de sertissage (1) sur la bande d'éléments
de contact (3), et est appliquée sur l'entrée (7) par une connexion à fiche amovible
(9).
7. Automate de sertissage selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'entrée (7) est formée par une plaque de guidage, sur laquelle la bande d'éléments
de contact (3) peut être abaissée par le deuxième moteur (11).
8. Automate de sertissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de traction (10) comprend une bobine (12) sur laquelle le ruban de
séparation (4) est enroulable.
9. Automate de sertissage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de traction est formé par une paire de rouleaux de traction (13) qui
peuvent être serrés contre le ruban de séparation (4) depuis des côtés opposés et
sont rotatifs en sens contraires.
10. Automate de sertissage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la bobine d'alimentation (2) peut être changée dans un chariot (8) librement déplaçable.
11. Automate de sertissage selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le deuxième moteur (11) et le cas échéant le dispositif de traction (10) constituent
un composant de l'automate de sertissage et sont montés fixement.