(19)
(11) EP 2 170 118 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.09.2010  Patentblatt  2010/35

(21) Anmeldenummer: 08802694.3

(22) Anmeldetag:  29.09.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A45D 40/24(2006.01)
A45D 40/26(2006.01)
B65D 21/02(2006.01)
A46B 9/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2008/008259
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/043566 (09.04.2009 Gazette  2009/15)

(54)

KOSMETIKEINHEIT

COSMETIC UNIT

UNITÉ COSMÉTIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 29.09.2007 EP 07019220

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.04.2010  Patentblatt  2010/14

(73) Patentinhaber: GEKA GmbH
91572 Bechhofen (DE)

(72) Erfinder:
  • RAUSCHERT, Jochen
    96450 Coburg (DE)
  • HARTSTOCK, Karl
    Jersey City, NJ 07310 (US)

(74) Vertreter: Misselhorn, Hein-Martin 
Nospat Patent-und Rechtsanwälte Isartorplatz 5
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-B1- 6 276 853
US-B1- 6 682 242
US-B1- 6 363 678
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Kosmetikeinheit umfassend einen Behälter zur Aufnahme eines Kosmetikums, eine Verschlusskappe für den Behälter und einen an der Verschlusskappe angeordneten Applikator zum Auftragen des Kosmetikums, wobei zwei derartige Kosmetikeinheiten über eine Kupplungseinrichtung miteinander verbindbar sind.

    [0002] Eine solche Kosmetikeinheit ist aus EP 1 810 593 A1 bekannt, wobei die Kupplungseinrichtung dort durch eine gesonderte Kupplungshülse gebildet wird, in die zwei zu verbindende Kosmetikeinheiten aus einander entgegengesetzten Richtungen her eingeschoben werden können. Weitere derartige Kosmetikeinheiten werden beschrieben in DE 102 13 643 A1, DE 100 39 490 A1, DE 197 33 290 A1, US 5 509 742 B1 und US 3 690 777.

    [0003] Eine gattungsgemäße Kosmetikeinheit ist beispielsweise aus US 6 682 242 B bekannt.

    [0004] Weiterhin wird in der US 5 316 159 eine Kosmetikeinheit beschrieben, die an einer Längsseite des Behälters einen Kupplungsmechanismus aufweist, mittels dessen sie mit einer zweiten ähnlichen Kosmetikeinheit zu einer Doppelkosmetikeinheit verbunden werden kann.

    [0005] Der grundsätzliche Vorteil zweier derart kombinierter Einheiten liegt darin, dass unterschiedliche Formulierungen und Applikatoren zusammengefasst und als Einheit mitgeführt werden können. Ein grundsätzlicher Nachteil bekannter derartiger Einheiten besteht darin, dass sie bereits als Kombinations-Einheit angeboten und verkauft werden, so dass die Anwenderin nicht die Möglichkeit hat, die.einzelnen Einheiten und deren Inhalte nach eigenem Geschmack und entsprechend den eigenen Vorlieben zu kaufen und zu kombinieren. Darüber hinaus ergibt sich das Problem, dass beim vorzeitigen Verbrauch des Inhalts einer Einheit diese nicht isoliert nachgekauft werden kann. Letztlich wird die Kupplungseinrichtung durch ein gesondertes Teil gebildet, was einen zusätzlichen Herstellungs- und Handhabungsaufwand bedeutet.

    [0006] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kosmetikeinheit zu schaffen, die einzeln und individuell ausgesucht erworben und mit einer ebenso einzeln ausgesuchten korrespondierenden Kosmetikeinheit verbunden werden kann. Dabei soll die vollständige, zwei Kosmetikeinheiten umfassende Verpackung sowohl im verbundenen als auch im entkoppelten Zustand optisch attraktiv sein. Die Herstellung der Verbindung soll durch den Verbraucher selbst in einfacher Weise möglich sein und die Verbindung soll axial- und torsionsgesichert sein.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Kosmetikeinheit eine an der Verschlusskappe ausgebildete Kupplungseinrichtung zum Verbinden mit einer eine entsprechende Kupplungseinrichtung aufweisenden zweiten Kosmetikeinheit hat. Die Kupplungseinrichtung weist eine sich senkrecht zur Mittellängsachse der Kosmetikeinheit erstreckende Kupplungsausnehmung sowie einen Kupplungsvorsprung auf. Eine Innenwand der Kupplungsausnehmung überspannt bezogen auf eine senkrecht zur Mittellängsachse orientierte Einsteckrichtung einen Umfangswinkelbereich von mehr als 180° und bildet somit mindestens eine Hinterschneidung. Der Kupplungsvorsprung ist komplementär zur Kupplungsausnehmung ausgebildet, so dass der Kupplungsvorsprung einer ersten Kosmetikeinheit mittels einer Schiebebewegung in Einsteckrichtung der zu verbindenden Kosmetikeinheiten in die Kupplungsausnehmung der zweiten Kosmetikeinheit einschiebbar und im eingeschobenen Zustand dort formschlüssig aufgenommen ist.

    [0008] Diese Ausgestaltung vermeidet eine gesonderte Kupplungseinrichtung in Form einer Hülse, ist einfach und durch die Verbraucherin selbst handhabbar, ist im gekoppelten Zustand stabil und trotzdem leicht lösbar und besitzt sowohl im gekoppelten als auch im entkoppelten Zustand ein attraktives Erscheinungsbild.

    [0009] Für den Hersteller ergibt sich dabei der Vorteil, dass die verschiedenen Kosmetik-Formulierungen jeweils einzeln abgefüllt und vertrieben werden können, wodurch Abfüllung, Logistik und Lagerhaltung deutlich vereinfacht und dadurch Kosten eingespart werden.

    [0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass Kupplungsausnehmung und Kupplungsvorsprung abgerundet ausgebildet sind oder alternativ, dass Kupplungsausnehmung und Kupplungsvorsprung flache, über Kanten ineinander übergehende Außenwände aufweisen.

    [0011] Zur Materialeinsparung und Beschleunigung des Spritzgießvorganges kann der Kupplungsvorsprung wenigstens teilweise hohl ausgebildet sein, wodurch auch das Erscheinungsbild vorteilhaft geprägt werden kann.

    [0012] Als besonders günstig erweist es sich, die Kupplungseinrichtung an der Verschlusskappe auszubilden, an der auch der Applikator und Stil befestigt sind, so dass beim Abschrauben der Verschlusskappe von einer ersten Einheit die Verschlusskappe und die daran angekoppelte zweite Einheit als eine Art Handgriff dienen.

    [0013] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Kupplungseinrichtung an einer Steckhülse angeordnet ist, die über die Verschlusskappe steckbar ist. An der Außenseite der Verschlusskappe und an der Innenseite der Steckhülse können Längsrinnen zur Herstellung einer drehsicheren Verbindung ausgebildet sein und für eine axiale Fixierung können an der Außenseite der Verschlusskappe und an der Innenseite der Steckhülse Rastvorsprünge bzw. -ausnehmungen vorgesehen sein.

    [0014] Die Kupplungseinrichtung kann ihrerseits an einer Außenfläche des Kupplungsvorsprungs und an einer Innenfläche der Kupplungsausnehmung einen Rastvorsprung bzw. eine Rastausnehmung aufweisen, so dass der gekoppelte Zustand hierdurch fixiert wird.

    [0015] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Kupplungsvorsprung die Mantelfläche der Kosmetikeinheit radial nach außen überragen, so dass durch zwei miteinander verbundene Kupplungseinrichtungen ein mittiger balliger Abschnitt gebildet wird, der den kombinierten Kosmetikeinheiten ein attraktives Erscheinungsbild verleiht.

    [0016] Nachfolgend wird die Erfindung an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht zweier miteinander gekoppel- ter erfindungsgemäßer Kosmetikeinheiten,
    Fig. 2
    eine perspektivische Ansicht einer einzelnen stehenden erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit,
    Fig. 3
    eine perspektivische Ansicht der Kosmetikeinheit mit ab- genommener Kappe,
    Fig. 4
    eine Kappe im abgenommenen Zustand,
    Fig. 5 bis 8
    eine Fig. 1 bis 4 entsprechende Darstellung einer Ausfüh- rungsform mit hohler Kupplungseinrichtung,
    Fig. 9 bis 12
    eine Fig. 1 bis 4 entsprechende Darstellung einer Ausfüh- rungsform einer Kupplungseinrichtung mit Steckhülse und
    Fig. 13 bis 17
    eine Fig. 9 bis 12 entsprechende Darstellung einer weiteren Ausführungsform.


    [0017] Eine in Fig. 1 bis 4 dargestellte Kosmetikeinheit 1 umfasst einen Behälter 2 und eine Verschlusskappe 3, an deren Innenseite ein Stiel 4 mit einem an der Vorderseite angeordneten, in der Zeichnung nicht ausgezeichneten Applikator 5 befestigt ist. Die Kosmetikeinheit 1 hat eine Mittellängsachse 17.

    [0018] Der Behälter 2 weist an seiner Oberseite einen verjüngten Hals 6 mit einem Außengewinde 7 auf, welches mit einem Innengewinde 8 an der Innenwand der Verschlusskappe 3 korrespondiert, so dass die Verschlusskappe 3 auf den Behälter 2 aufschraubbar ist.

    [0019] Am freien äußeren bzw. oberen Ende der Verschlusskappe 3 ist eine insbesondere einstückig angeformte Kupplungseinrichtung 9 ausgebildet, welche eine Kupplungsausnehmung 10 und einen Kupplungsvorsprung 11 umfasst.

    [0020] Die Kupplungsausnehmung 10 ist bei diesem Ausführungsbeispiel etwa ellipsenabschnittförmig ausgebildet und ihre Innenwand 12 erstreckt sich bezogen auf eine senkrecht zur Mittellängsachse 17 orientierte Einsteckrichtung 17a über einen Umfangswinkelbereich von mehr als 180°. Die Kupplungsausnehmung 10 erstreckt sich ausgehend von einer Mantelfläche 13 der Kosmetikeinheit 1 im Wesentlichen senkrecht zur Mittellängsachse 17 und zur Einsteckrichtung 17a in den Grundkörper der Kosmetikeinheit 1, insbesondere deren Verschlusskappe 3, hinein.

    [0021] Dadurch, dass die Innenwand 12 bezüglich der Einsteckrichtung 17a einen Umfangswinkelbereich von mehr als 180° überspannt, bildet die Innenwand bei dem in Fig. 1 bis 4 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel ebenso wie bei dem in Fig. 5 bis 8 gezeigten leicht abgewandelten zweiten Ausführungsbeispiel eine obere und eine untere Hinterschneidung 12a bzw. 12b.

    [0022] Der Kupplungsvorsprung 11 übergreift die Kupplungsausnehmung 10 an deren Oberseite und erstreckt sich nicht ganz bis zur Mantelfläche 13 der Kosmetikeinheit 1. Der Kupplungsvorsprung 11 schließt dementsprechend die Oberseite der Verschlusskappe 3 bogenförmig ab und besitzt eine gewölbte Oberfläche 14, an der ein Rastvorsprung 15 ausgebildet ist, wohingegen die Innenfläche 12 der Kupplungsausnehmung 10 eine korrespondierende, punktförmige Rastausnehmung 16 aufweist.

    [0023] Die Innenfläche 12 und die Außenseite 14 von Kupplungsausnehmung 10 bzw. Kupplungsvorsprung 11 verlaufen zumindest teilweise senkrecht zur Mittellängsachse 17 der Kosmetikeinheit 1.

    [0024] Dementsprechend ist es möglich, zwei Kosmetikeinheiten 1 bzw. deren Kappen 3 so nebeneinander zu halten, dass der Kupplungsvorsprung 11 der einen Kosmetikeinheit 1 mit der Kupplungsausnehmung 10 der anderen Kosmetikeinheit 1 fluchtet und dann den Kupplungsvorsprung 11 mittels einer Bewegung in Einsteckrichtung 17a und damit senkrecht zur Mittellängsachse 17 in die Kupplungsausnehmung 10 einzuschieben, bis die Mantelflächen 13 der beiden Kosmetikeinheiten 1, wie in Fig. 1 dargestellt, miteinander fluchten. Dabei rastet der Rastvorsprung 15 am Kupplungsvorsprung 11 in die Rastausnehmung 16 der Kupplungsausnehmung 10 ein und es entsteht der in Fig. 1 dargestellte Zustand, wo die beiden Kosmetikeinheiten 1 axial- und torsionsgesichert, insgesamt also endlagenstabil, aber lösbar miteinander verbunden sind und auch optisch eine Einheit, nämlich eine Doppelkosmetikeinheit, bilden. Die beiden so miteinander verbundenen Kosmetikeinheiten 1 sind insbesondere baugleich ausgeführt.

    [0025] Zur Benutzung kann die eine Kosmetikeinheit 1 mit der damit verbundenen Schraubkappe 3 von dem Behälter 2 der jeweils anderen Kosmetikeinheit 1 abgeschraubt werden, so dass ein länglicher Griff entsteht, der eine sehr bequeme Handhabung ermöglicht. Alternativ ist es allerdings auch denkbar, vor der Benutzung einer Kosmetikeinheit 1 diese von der jeweils anderen Kosmetikeinheit 1 zu entkoppeln und nach der Benutzung diese Verbindung wiederherzustellen.

    [0026] Die in Fig. 5 bis 8 dargestellte Ausführungsform stimmt mit der in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform weitestgehend überein und unterscheidet sich von dieser lediglich dadurch, dass die Kupplungseinrichtung 9 einen Hohlraum 18 aufweist, der optisch attraktiv gestaltet werden kann und zudem die für die Kupplungseinrichtung 9 erforderliche Kunststoffmenge reduziert, so dass hierdurch und durch eine damit einhergehende kürzere Taktzeit beim Spritzgießen Kosten eingespart werden.

    [0027] Die Ausführungsform nach Fig. 9 bis 12 ist ebenfalls der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 sehr ähnlich, wobei dort die Kupplungseinrichtung 9 jedoch mit einer Steckhülse 19 verbunden ist, die auf die Verschlusskappe 3 aufsteckbar ist. An der Außenseite der Verschlusskappe 3 sind Längsrippen 20 ausgebildet und an der Innenseite der Steckkappe 19 sind ebenfalls korrespondierende Längsrippen 21 vorgesehen, so dass die Steckhülse 19 beim Aufstecken auf die Verschlusskappe 3 drehfest sitzt.

    [0028] Die Kupplungseinrichtung 9 überragt die Mantelfläche 13 der Kosmetikeinheit 1, so dass im gekuppelten Zustand eine mittige, in Fig. 9 erkennbare ballige Verdichtung entsteht.

    [0029] Am äußeren unteren axialen Ende der Verschlusskappe 19 ist ein Rastwulst 22 vorgesehen, der beim vollständigen Aufstecken auf die Verschlusskappe 3 in eine Rastnut 23 am unteren axialen Ende der Verschlusskappe 3 einrastet, so dass hierdurch eine axiale Fixierung, d. h. eine Fixierung in Richtung der Mittellängsachse 17, erreicht wird.

    [0030] Ein weiterer Unterschied zwischen der Ausführungsform nach Fig. 9 bis 12 und derjenigen gemäß Fig. 1 bis 4 besteht darin, dass bei der Ausführungsform nach Fig. 9 bis 12 nur die untere Hinterschneidung 12b vorgesehen ist.

    [0031] Die Ausführungsform nach Fig. 13 bis 17 entspricht technisch den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, wobei lediglich vom Design her ein Unterschied insoweit besteht, als die Außenkontur im Querschnitt gesehen annähernd quadratisch ist und eine Kupplungsausnehmung 10a sowie ein Kupplungsvorsprung 11 a ebene Begrenzungsteilflächen aufweisen, die über Kanten 24, 25, 26 bzw. 27, 28 ineinander übergehen. Die Kupplungsausnehmung 10a und der Kupplungsvorsprung 11 a haben senkrecht zur Einsteckrichtung 17a betrachtet jeweils eine in etwa L-förmige Querschnittsfläche. Im in Fig. 13 gezeigten gekoppelten Zustand zweier so ausgebildeter Kosmetikeinheiten 1 greifen die Kupplungsausnehmungen 10a und die Kupplungsvorsprünge 11a beider Kosmetikeinheiten 1 hakenartig ineinander. Die L-Form der Kupplungsausnehmung 10a bedingt eine obere Hinterschneidung 12c, die bezogen auf die Einsteckrichtung 17a eine rechteckige oder quadratische Querschnittsfläche hat.

    [0032] Außerdem sind bei diesem in Fig. 17 gezeigten Ausführungsbeispiel die Längsrippen 20 der Verschlusskappe 3 und die Längsrippen 21 der Aufsteckhülse 19 breiter und dicker ausgebildet als bei dem in Fig. 12 gezeigten Ausführungsbeispiel.


    Ansprüche

    1. Kosmetikeinheit umfassend einen Behälter zur Aufnahme eines Kosmetikums, eine Verschlusskappe für den Behälter und einen an der Verschlusskappe angeordneten Applikator zum Auftragen des Kosmetikums, wobei zwei derartige Kosmetikeinheiten über eine Kupplungseinrichtung miteinander verbindbar sind und die Kosmetikeinheit (1) eine an der Verschlusskappe (3) ausgebildete Kupplungseinrichtung (9) zum Verbinden mit einer eine entsprechende Kupplungseinrichtung (9) aufweisenden zweiten Kosmetikeinheit (1) hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (9) eine sich senkrecht zur Mittellängsachse (17) der Kosmetikeinheit (1) erstreckende Kupplungsausnehmung (10; 10a) aufweist, deren Innenwand (12) bezogen auf eine senkrecht zur Mittellängsachse (17) orientierte Einsteckrichtung (17a) einen Umfangswinkelbereich von mehr als 180° überspannt und somit mindestens eine Hinterschneidung (12a; 12b; 12c) bildet, sowie einen Kupplungsvorsprung (11; 11a), der komplementär zur Kupplungsausnehmung (10; 10a) ausgebildet ist derart, dass der Kupplungsvorsprung (11; 11a) einer ersten Kosmetikeinheit (1) mittels einer Schiebebewegung in Einsteckrichtung (17a) der zu verbindenden Kosmetikeinheiten (1) in die Kupplungsausnehmung (10; 10a) der zweiten Kosmetikeinheit (1) einschiebbar und im eingeschobenen Zustand dort formschlüssig aufgenommen ist.
     
    2. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kupplungsausnehmung (10) und Kupplungsvorsprung (11) abgerundet ausgebildet sind.
     
    3. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kupplungsausnehmung (10a) und Kupplungsvorsprung (11a) flache, über Kanten (24, 25, 26, 27, 28) ineinander übergehende Außen- bzw. Innenwände aufweisen.
     
    4. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsvorsprung (11) wenigstens teilweise hohl ausgebildet ist.
     
    5. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (9) an einer Steckhülse (19) angeordnet ist, die über die Verschlusskappe (3) steckbar ist.
     
    6. Kosmetikeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Verschlusskappe (3) und an der Innenseite der Steckhülse (19) Längsrillen (20, 21) zur Herstellung einer drehsicheren Verbindung ausgebildet sind.
     
    7. Kosmetikeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Verschlusskappe (3) und an der Innenseite der Steckhülse (19) Rastvorsprünge bzw. -ausnehmungen (22, 23) zur Herstellung einer axialen Festlegung vorgesehen sind.
     
    8. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Außenfläche (14) des Kupplungsvorsprungs (11; 11 a) und der Innenfläche (12) der Kupplungsausnehmung (10; 10a) ein Rastvorsprung bzw. eine Rastausnehmung (15, 16) angeordnet sind.
     
    9. Kosmetikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsvorsprung (11) die Mantelfläche (13) der Kosmetikeinheit (1) radial nach außen überragt.
     


    Claims

    1. Cosmetics unit comprising a container for receiving a cosmetic, a closure cap for the container, and an applicator, which is disposed on the closure cap, for applying the cosmetic, wherein two such cosmetics units can be connected with each other via a coupling device, and the cosmetics unit (1) has a coupling device (9) formed on the closure cap (3) for connection with a second cosmetics unit (1) comprising a corresponding coupling device (9), characterized in that the coupling device (9) has a coupling recess (10; 10a) extending perpendicularly to the central longitudinal axis (17) of the cosmetics unit (1), the inner wall (12) of the coupling recess spanning, relative to an insertion direction (17a) oriented perpendicularly to the central longitudinal axis (17), a circumferential angle range of more than 180° and thus forms at least one undercut (12a; 12b; 12c), and a coupling projection (11; 11a) formed to be complementary to the coupling recess (10;10a), such that the coupling projection (11; 11a) of a first cosmetics unit (1) can be pushed into the coupling recess (10; 10a) of the second cosmetics unit (1) by means of a pushing motion in the insertion direction (17a) of the cosmetics units (1) to be connected, and that it is received therein in a positive fit in the pushed-in state.
     
    2. Cosmetics unit according to claim 1, characterized in that the coupling recess (10) and the coupling projection (11) are formed in a rounded-off manner.
     
    3. Cosmetics unit according to claim 1, characterized in that the coupling recess (10a) and the coupling projection (11 a) have flat outer and inner walls, respectively, that merge into each other via edges (24, 25, 26, 27, 28).
     
    4. Cosmetics unit according to claim 1, characterized in that the coupling projection (11) is formed to be at least partially hollow.
     
    5. Cosmetics unit according to claim 1, characterized in that the coupling device (9) is disposed on a push-on sleeve (19) that can be slipped over the closure cap (3).
     
    6. Cosmetics unit according to claim 5, characterized in that longitudinal grooves (20, 21) for establishing a non-rotatable connection are provided on the outside of the closure cap (3) and on the inside of the push-on sleeve (19).
     
    7. Cosmetics unit according to claim 5, characterized in that latching projections and recesses (22, 23), respectively, are provided on the outside of the closure cap (3) and on the inside of the push-on sleeve (19), for establishing an axial fixing.
     
    8. Cosmetics unit according to claim 1, characterized in that a latching projection and a latching recess (15, 16), respectively, are disposed on an outer surface (14) of the coupling projection (11; 11a) and the inner surface (12) of the coupling recess (10; 10a).
     
    9. Cosmetics unit according to claim 1, characterized in that the coupling projection (11) protrudes radially outwardly over the jacket surface (13) of the cosmetics unit (1).
     


    Revendications

    1. Unité cosmétique comprenant un récipient pour recevoir un produit cosmétique, un capuchon de fermeture pour le récipient et un applicateur agencé sur le capuchon de fermeture pour appliquer le produit cosmétique, de sorte que deux unités cosmétiques de ce type sont susceptibles d'être reliées l'une à l'autre via un moyen d'accouplement, et l'unité cosmétique (1) possède un moyen d'accouplement (9) réalisé sur le capuchon de fermeture (3) pour la liaison avec une seconde unité cosmétique (1) qui présente un moyen d'accouplement (9) correspondant, caractérisée en ce que le moyen d'accouplement (9) comprend un évidement d'accouplement (10 ; 10a) s'étendant perpendiculairement à l'axe longitudinal médian (17) de l'unité cosmétique (1), dont la paroi intérieure (12) couvre, par référence à une direction d'enfichage (17a) orientée perpendiculairement à l'axe longitudinal médian (17), une plage angulaire périphérique de plus de 180° et forme ainsi au moins une contre-dépouille (12a ; 12b ; 12c), ainsi qu'une saillie d'accouplement (11 ; 11a), qui est réalisée de façon complémentaire à l'évidement d'accouplement (10 ; 10a) de telle sorte que la saillie d'accouplement (11 ; 11a) d'une première unité cosmétique (1) peut être enfilée dans l'évidement d'accouplement (10 ; 10a) de la seconde unité cosmétique (1) au moyen d'un mouvement de translation en direction d'enfichage (17a) des unités cosmétiques (1) à relier, et est reçue en coopération de formes à cet endroit dans l'état enfilé.
     
    2. Unité cosmétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'évidement d'accouplement (10) et la saillie d'accouplement (11) sont réalisés arrondis.
     
    3. Unité cosmétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'évidement d'accouplement (10a) et la saillie d'accouplement (11a) présentent des parois extérieures ou intérieures planes qui se transforment les unes dans les autres par des arêtes (24, 25, 26, 27, 28).
     
    4. Unité cosmétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la saillie d'accouplement (11) est réalisée au moins partiellement creuse.
     
    5. Unité cosmétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que le moyen d'accouplement (9) et agencé sur une douille enfichable (19), qui peut être enfichée sur le capuchon de fermeture (3).
     
    6. Unité cosmétique selon la revendication 5, caractérisée en ce que des rainures longitudinales (20, 21) sont réalisées sur la face extérieure du capuchon de fermeture (3) et sur la face intérieure de la douille enfichable (19) pour établir une liaison solidaire en rotation.
     
    7. Unité cosmétique selon la revendication 5, caractérisée en ce que des saillies ou des évidements d'enclenchement (22, 23) sont prévu(e)s sur la face extérieure du capuchon de fermeture (3) et sur la face intérieure de la douille enfichable (19) pour établir une immobilisation axiale.
     
    8. Unité cosmétique selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une saillie ou un évidement d'enclenchement (15, 16) est agencé(e) sur une surface extérieure (14) de la saillie d'enclenchement (11 ; 11a) et sur la surface intérieure (12) de l'évidement d'enclenchement (10 ; 10a).
     
    9. Unité cosmétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la saillie d'enclenchement (11) dépasse radialement vers l'extérieur au-delà de la surface enveloppe (13) de l'unité cosmétique (1).
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente