Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Feuchtmittelkreislauf für eine Druckmaschine
sowie auf eine Druckmaschine mit einem solchen Feuchtmittelkreislauf.
Hintergrund der Erfindung und Stand der Technik
[0002] Im Stand der Technik finden Feuchtwerke in Offsetdruckmaschinen Anwendung. Aufgabe
des Feuchtwerks ist es, ein Feuchtmittel gleichmäßig auf die Druckplatte einer Offsetdruckmaschine
aufzutragen. Dabei wird das Feuchtmittel z.B. über einen Wasserkasten, Düsen oder
in ähnlicher Weise auf eine erste Walze aufgetragen. Ein Wasserfilm wird von der Walze
in der Regel über verschiedene andere Walzen möglichst gleichmäßig auf die Druckplatte
der Druckmaschine aufgetragen.
[0003] Überschüssiges Feuchtmittel wird in der Regel aufgefangen, aufbereitet und dem Feuchtwerk
erneut zugeführt.
[0004] Da im Betrieb eine Verunreinigung des Feuchtmittels z.B. durch Farbbestandteile und
Papierstaub auftreten kann, wird das verschmutzte Feuchtmittel in der Regel z.B. durch
Filterung gereinigt.
[0005] Die
DE 100 61 870 A1 offenbart ein Reinigungssystem, bei dem eine Förderpumpe Feuchtwasser aus einem Zwischenspeicher
entnimmt und das Feuchtwasser in eine Reinigungseinheit pumpt. In der Reinigungseinheit
ist eine weitere Pumpe vorgesehen, welche das Feuchtwasser durch einen Druckfilter
presst. Gemäß der Offenbarung dieser Druckschrift wird der gesamte Feuchtwasserstrom
durch die Reinigungseinheit geführt. Eine derartige Reinigungseinheit muss daher eine
gewisse Größe aufweisen und ist verhältnismäßig teuer herzustellen.
[0006] Die
JP 11 048459 beschreibt eine Vorrichtung zur Reinigung von Reinigungslösung einer Druckmaschine
mit einem Separationstank mit einer Regenerationsvorrichtung mit einem Grobfilter
und Filtertanks.
[0007] Bekannt ist ferner eine Reinigungseinheit, bei der das Feuchtwasser aus einem zentralen
Tank, aus dem die Druckwerke einer Druckmaschine gespeist werden, mittels einer Pumpe
gefördert und durch verschiedene Reinigungsvorrichtungen geleitet wird. Das gereinigte
Feuchtwasser wird nach der Reinigung wieder in den zentralen Tank zurückgeführt. Eine
solche Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass das Feuchtwasser über einen Ablauf
aus dem zentralen. Tank gefördert werden muss, der regelmäßig in einem bestimmten
Bereich des zentralen Tanks angeordnet ist und daher nur in diesem bestimmten Bereich
Feuchtwasser entnimmt, so dass Feuchtwasser aus anderen Bereichen in dem zentralen
Tank anteilig in geringerem Maße durch die Reinigungsvorrichtung geführt und daher
nicht gereinigt wird. Dies trifft zum Beispiel auf das Feuchtwasser im Bereich eines
Feuchtwasserspiegels im zentralen Tank zu, da der Ablauf in der Regel deutlich unterhalb
des Feuchtwasserspiegels angeordnet ist.
[0008] In der
DE 103 60 051 A1 wird eine Vorrichtung offenbart, in der Verschmutzungen, welche adhäsive Eigenschaften
aufweisen, über einen so genannten Bandskimmer aus einem Tank gefördert werden. Diese
Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass über eine derartige Vorrichtung nur Verschmutzungen
mit adhäsiven Eigenschaften an dem Band anhaften und aus dem Feuchtmittel entfernt
werden können.
[0009] Es ist noch eine Vielzahl von anderen Vorrichtungen bekannt, welche dazu bestimmt
sind, allgemeine Probleme zu lösen oder Detaillösungen anzubieten. Im Stand der Technik
existiert keine bestimmte generelle Richtung, die verschiedenen Lösungsvorschlägen
gemeinsam ist. Die technische Entwicklung betreffend die Feuchtmittelversorgung von
Druckmaschinen ist noch nicht abgeschlossen.
[0010] Dabei stellt in der Druckindustrie, insbesondere im Offsetdruck, der Einsatz von
Feuchtmitteln, welche einen Alkoholbestandteil aufweisen, ein Problem dar, da derartige
Zusätze als gesundheits- und umweltschädlich gelten. Ein Ziel der Entwicklung ist
daher, einen besonders sparsamen Umgang mit Feuchtwasser zu erzielen. Außerdem fallen
im Betrieb größere Mengen an Feuchtmittel an, welche in bestimmten Zeitabständen erneuert
werden müssen, insbesondere wenn diese Verschmutzungen aufweisen. Die mit einer Entsorgung
und Erneuerung verbundenen Kosten sind erheblich, so dass bereits geringfügige Verbesserungen
der Feuchtmittelversorgung wirtschaftlich sinnvoll sind.
Aufgabe
[0011] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Feuchtmittelkreislauf für eine Druckmaschine
sowie eine Druckmaschine mit einem solchen Feuchtmittelkreislauf bereit zu stellen,
mittels dessen ein effektiver Umgang mit Feuchtmittel erzielt wird.
Lösung der Aufgabe
[0012] Die Aufgabe wird durch die Vorrichtung gemäß Hauptanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0013] Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft einen Feuchtmittelkreislauf für eine Druckmaschine,
wobei der Feuchtmittelkreislauf zumindest ein Feuchtwerk, einen Feuchtmittelhauptbehälter,
eine Feuchtmittelzufuhr und eine Feuchtmittelrückführung aufweist, wobei die Feuchtmittelzufuhr
zwischen dem Feuchtmittelhauptbehälter und dem zumindest einen Feuchtwerk derart angeordnet
ist, dass dem zumindest einen Feuchtwerk aus dem Feuchtmittelhauptbehälter über die
Feuchtmittelzufuhr Feuchtmittel zuführbar sind,
wobei die Feuchtmittelrückführung zwischen dem zumindest einen Feuchtwerk und dem
Feuchtmittelhauptbehälter derart angeordnet ist, dass Feuchtmittel aus dem zumindest
einen Feuchtwerk über die Feuchtmittelrückführung in die Feuchtmittelzufuhr rückführbar
ist,
gekennzeichnet dadurch, dass der Feuchtmittelkreislauf derart gestaltet ist, dass
ein von dem zumindest einen Feuchtwerk kommender Feuchtmittelhauptstrom in einen ersten
Feuchtmittelteilstrom und in einen zweiten Feuchtmittelteilstrom aufteilbar ist, wobei
der zweite Feuchtmittelteilstrom zeitlich parallel und räumlich getrennt von dem ersten
Feuchtmittelteilstrom erzeugbar ist,
wobei im Bereich der Feuchtmittelrückführung ein Reinigungszweig mit einer Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
vorgesehen ist, welcher derart gestaltet ist, dass im Betrieb des Feuchtmittelkreislaufs
der erste Feuchtmittelteilstrom aus dem Feuchtmittelhauptstrom durch die Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
leitbar ist, und
wobei der Reinigungszweig derart mit dem Feuchtmittelkreislauf verbunden ist, dass
das in der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung gereinigte Feuchtmittel in die Feuchtmittelzufuhr
rückführbar ist, und
wobei der Feuchtmittelkreislauf derart gestaltet ist, dass der zweite Feuchtmittelteilstrom
ohne die Reinigungsvorrichtung zu durchlaufen in den Feuchtmittelhauptbehälter rückführbar
ist.
[0014] Die Formulierung "in die Feuchtmittelzufuhr rückführbar" ist derart zu verstehen,
dass der Feuchtmittelkreislauf ein offener Kreislauf ist, in dem Sinn, dass das im
Kreislauf befindliche Feuchtmittel im Betrieb fortlaufend zirkuliert wird. Eine derartige
"Rückführung in die Feuchtmittelzufuhr" kann direkt erfolgen oder das Feuchtmittel
kann an einer anderen Stelle in den Kreislauf derart rückgeführt werden, dass das
Feuchtmittel auf seinem nachfolgenden Weg in die Feuchtmittelzufuhr gelangt. In dem
offenen Kreislauf kann ein Anteil des Feuchtmittels z.B. über die Befeuchtung beim
Druckvorgang in den Druckprozess überführt werden und ist dann i.d.R. nicht mehr in
den Kreislauf rückführbar. Weiteres Feuchtmittel kann z.B. in der Reinigungsvorrichtung
dem Kreislauf verloren gehen. Derartiges verbrauchtes Feuchtmittel wird im Kreislauf
bevorzugt ersetzt, wobei das Feuchtmittel, welches der Feuchtmittelzufuhr zugeführt
wird, bevorzugt auf seine Qualität überprüft wird. Dies geschieht bevorzugt kontinuierlich.
Der Begriff Qualität umfasst dabei bevorzugt eine Zusammensetzung des Feuchtmittels
(z.B. ein Wasser-Alkohol-Verhältnis) und/oder die Temperatur und/oder die Belastung
mit Farbpartikeln und/oder ähnlichem. Dabei ist der Feuchtmittelkreislauf bevorzugt
derart gestaltet, dass die Überwachung und/oder die Kontrolle und Steuerung der Feuchtmittelqualität
und -quantität in dem Bestandteil des Feuchtmittelkreislaufs erfolgt, der vorliegend
als Feuchtmittelhauptbehälter bezeichnet wird. Die Begriffe Feuchtmittelhauptstrom
Feuchtmittelteilstrom bezeichnen in der Regel Durchflussvolumina pro Zeiteinheit.
Durch eine Aufteilung des Feuchtmittelhauptstroms in zwei Feuchtmittelteilströme sind
eine gezielte Reinigung eines der zwei Feuchtmittelteilströme und/oder eine getrennte
Behandlung der Feuchtmittelteilströme möglich.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform bezieht sich auf einen Feuchtmittelkreislauf,
bei dem die Feuchtmittelrückführung derart gestaltet ist, dass zwischen Feuchtwerk
und Feuchtmittelreinigungsvorrichtung keine Feuchtmittelpumpe vorgesehen ist. Mit
dem Begriff Feuchtmittelpumpe werden in erster Linie Feuchtmittelfördervorrichtungen
bezeichnet, welche dazu geeignet sind, eine Druckänderung in einer Volumeneinheit
im Feuchtmittel hervorzurufen, die dazu geeignet ist, das Feuchtmittel auf ein anderes
Höhenniveau zu fördern. Nicht von dem Begriff umfasst werden daher z.B. Fördervorrichtungen,
bei denen nur ein zu vernachlässigender Druckunterschied erzeugt wird, bei denen z.B.
das Feuchtmittel immer demselben atmosphärischen Druck ausgesetzt ist, wie bei einer
archimedischen Spirale oder andere Fördermittel, welche keine Verwirbelungen im Feuchtmittel
hervorrufen. Dadurch, dass keine derartigen Feuchtmittelpumpen im Zulauf zur Reinigungsvorrichtung
vorgesehen werden, wird eine Verwirbelung des Feuchtmittels mit den noch im Feuchtmittel
enthaltenen Verunreinigungen vermieden. Eine derartige Verwirbelung hat sich als nachteilig
erwiesen, da durch die Verwirbelung Feuchtmittel und Verunreinigungen emulgiert werden
können und im emulgierten Zustand nur noch schwer voneinander zu trennen sind. Überraschenderweise
hat sich herausgestellt, dass eine Emulgierung zu einer besonders nachteiligen innigen
Verbindung der Bestandteile führt, wenn Luft mit dem Feuchtmittel und den Verunreinigungen
verwirbelt wird. Es sind daher insbesondere bevorzugt keine Feuchtmittelpumpen vor
der Reinigungsvorrichtung zu verwenden, die derart angeordnet sind, dass beim Pumpvorgang
Luft in das Feuchtmittel eingerührt wird. Pumpen, welche z.B. in der Reinigungsvorrichtung
selber angeordnet und vollständig mit Feuchtmittel bedeckt sind, und/oder die derart
langsam drehend sind, dass eine Emulgierung verhinderbar ist, werden daher ebenfalls
nicht von dem Begriff Feuchtmittelpumpe umfasst.
[0016] Bevorzugt ist ferner ein solcher Feuchtmittelkreislauf, welcher derart gestaltet
ist, dass der zweite Feuchtmittelteilstrom auf dem Weg in die Feuchtmittelzufuhr keine
Reinigungsvorrichtung durchläuft. Dies weist den Vorteil auf, dass die Zirkulation
des Feuchtmittelkreislaufes einen hohen Volumenstrom aufweisen kann, ohne dass auch
die Reinigungsvorrichtung auf einen großen Volumenstrom ausgelegt sein muss.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform betrifft einen solchen Feuchtmittelkreislauf,
bei dem das Verhältnis zwischen dem ersten Feuchtmittelteilstrom und dem zweiten Feuchtmittelteilstrom
steuerbar und/oder regelbar ist.
[0018] Weiterhin bevorzugt ist eine Gestaltung eines Feuchtmittelkreislaufs, bei der der
erste Feuchtmittelteilstrom anhand einer ermittelten Differenz zwischen dem Feuchtmittelhauptstrom
und dem zweiten Feuchtmittelteilstrom regelbar ist. Eine Regelung des zweiten Feuchtmittelteilstroms
erfolgt bevorzugt "feuchtwerksbasiert", d.h. unabhängig von dem zu reinigenden ersten
Feuchtmittelteilstrom. Die Regelung priorisiert den Betrieb des Feuchtwerks. Daher
kann eine Reinigungsvorrichtung in einen bestehenden Feuchtwerkkreislauf eingebaut
werden, ohne die Feuchtwerkssteuerung zu beeinträchtigen.
[0019] Ferner weist ein solcher Feuchtmittelkreislauf bevorzugt eine Gestaltung auf, bei
der die Feuchtmittelrückführung ferner einen Zwischenbehälter und eine Entnahmevorrichtung
aufweist, welche derart gestattet sind, dass Feuchtmittel in dem Zwischenbehälter,
von einem oder mehreren Feuchtwerken kommend, sammelbar ist, und dass der erste Feuchtmittelteilstrom
mittels der Entnahmevorrichtung aus dem Zwischenbehälter ableitbar ist. Bevorzugt
sind der Feuchtmittelkreislauf und der Zwischenbehälter derart gestaltet, dass sich
im Betrieb des Feuchtmittelkreislaufs (z.B. aufgrund unterschiedlicher Strömungsverhältnisse
im Zwischenbehälter und/oder unterschiedlicher Dichte von Feuchtmittel und Verunreinigungen)
an verschiedenen Stellen des Zwischenbehälters im Feuchtmittel unterschiedliche Konzentrationen
von Verunreinigungen im Feuchtmittel einstellen. Dabei ist die Entnahmevorrichtung
im Feuchtmittel bevorzugt an einer Stelle angeordnet, an der sich im Betrieb des Feuchtmittelkreislaufs
eine höhere Verunreinigungskonzentration einstellt als an anderen Stellen im Zwischenbehälter.
Unterschiedliche Strömungsverhältnisse in verschiedenen Bereichen des Zwischenbehälters
kann z.B. durch Hervorrufen einer rotierenden Strömung erzeugt werden, wobei sich
Verunreinigungen je nach Dichteunterschied im Verhältnis zum Feuchtmittel im Zentrum
eines erzeugten Wirbels oder in radialer Richtung außen im Randbereich des Wirbels
eine höhere Konzentration erreichen als in anderen Bereichen der Strömung. Ferner
ist es bevorzugt, Strömungsverhältnisse im Einflussbereich zu schaffen, wobei in bestimmten
Bereichen im Zwischenbehälter ein Stillstand oder annähernd ein Stillstand des Feuchtmittels
erzielt wird. Dadurch kann ein Aufsteigen und/oder Absinken von Verunreinigungspartikeln
oder Fluiden im Feuchtmittel ermöglicht oder gefördert werden, so dass sich entsprechende
Verunreinigungen in bestimmten Bodenbereichen oder in bestimmten Bereichen der Feuchtmitteloberfläche
FO sammeln. Dabei weist der Zwischenbehälter bevorzugt ein Volumen von zwischen 20
l und 300 l bevorzugter zwischen 50 l und 150 l auf. Z.B. kann bei kleineren Maschinen
eine Zwischenbehältergröße von 50 l bevorzugt sein, und bei Rollenmaschinen, welche
eine Rollenbreite von etwa 2 m aufweisen, kann der Zwischenbehälter ein Füllvolumen
von zwischen 100 l und 150 l aufweisen. Dabei sind Volumengröße und/oder Strömungsdauer
bevorzugt derart bemessen, dass die durchschnittliche Verweildauer des Feuchtmittels
zwischen einer halben Minute und 3 Minuten liegt, bevorzugter etwa 1 Minute beträgt.
Ferner bevorzugt werden mehrere Entnahmevorrichtungen vorgesehen, welche im Feuchtmittel
an mehreren Stellen mit hohen Konzentrationen unterschiedlicher Verunreinigungen derart
angeordnet sind, dass Feuchtmittelteilströme mit unterschiedlichen Verunreinigungen
unterschiedlichen Reinigungsvorrichtungen zugeführt werden. Z. B. können Farbreste
und/oder ölige Rückstände im Bereich der Feuchtmitteloberfläche entnommen werden,
und Druckpuder, welches sich eher am Boden absetzt, kann bevorzugt zusammen mit einem
Feuchtmittelstrom im Bodenbereich des Zwischenbehälters entnommen werden. Ferner ist
in dem Zwischenbehälter bevorzugt eine Pumpe vorgesehen, welche Feuchtmittel aus dem
Zwischenbehälter in die Feuchtmittelzufuhr rückführt, wobei bevorzugt zumindest ein
Teil des Feuchtmittels in den Feuchtmittelhauptbehälter rückführbar ist. Dabei kann
die Pumpe an einer Stelle vorgesehen werden, an welcher der erste Feuchtmittelteilstrom
nach dem Durchlauf durch die Feuchtmittelreinigungsvorrichtung bereits wieder mit
dem zweiten Feuchtmittelteilstrom vereinigt ist (z.B. wenn der zweite Feuchtmittelteilstrom
nach der Reinigung in den Zwischenbehälter zurückgeleitet wird.) oder die Pumpe kann
lediglich den zweiten Feuchtmittelteilstrom fördern (z.B. wenn der zweite Feuchtmittelteilstrom
direkt in den Feuchtmittelhauptbehälter eingeleitet wird). Bevorzugt mündet die Feuchtmittelrückführung
in den Feuchtmittelhauptbehälter.
[0020] Bevorzugt ist ferner eine Ausführungsform des Feuchtmittelkreislaufs, bei der der
Reinigungszweig in Förderrichtung hinter der Feuchtmittelreinigungseinheit in den
Zwischenbehälter mündet.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform bezieht sich auf einen solchen Feuchtmittelkreislauf,
bei dem der Reinigungszweig direkt mit dem Feuchtmittelhauptbehälter verbunden ist,
so dass der erste Feuchtmittelteilstrom nach der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
direkt in den Feuchtmittelhauptbehälter einleitbar ist.
[0022] Bevorzugt ist ferner eine Ausführungsform des Feuchtmittelkreislaufs, bei der die
Entnahmevorrichtung derart gestaltet ist, dass über die Entnahmevorrichtung Feuchtmittel
bei unterschiedlichen Füllständen im Zwischenbehälter im Bereich der Feuchtmitteloberfläche
entnehmbar ist. Eine derartige Entnahmevorrichtung kann derart regelbar gestaltet
sein, dass sich z.B. eine Entnahmeöffnung der Entnahmevorrichtung mit sich veränderndem
Füllstand des Feuchtmittels im Zwischenbehälter nach oben bzw. nach unten bewegt.
Dies kann z.B. durch einen Oberflächenskimmer geschehen, dessen Entnahmeöffnung der
wandernden Feuchtmitteloberfläche über einen Schwimmer nachgeführt wird. Denkbar ist
eine elektronische Regelung der Position einer solchen Entnahmeöffnung, wobei die
Regelung bevorzugt in Abhängigkeit von Signalen von einem oder mehreren Füllstandssensoren
erfolgt. Denkbar ist ebenfalls der Einsatz eines Bandskimmers, wobei das Band des
Bandskimmers über einen gewissen Höhenunterschied umläuft und so, ohne dass eine Position
des Bandskimmers verändert werden muss, das Band dennoch mit Verunreinigungen, welche
im Bereich der Feuchtmitteloberfläche gehäuft auftreten, in Kontakt gebracht werden
kann, auch wenn der Feuchtmittelspiegel steigt oder fällt. Denkbar ist ferner eine
Kombination der genannten Möglichkeiten untereinander oder mit anderen Möglichkeiten.
[0023] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform bezieht sich auf einen Feuchtmittelkreislauf,
bei dem die Entnahmevorrichtung eine Abflusskante aufweist, welche unterhalb der Feuchtmitteloberfläche
derart angeordnet ist, dass das Ableiten des Feuchtmittels mittels Abfließen des Feuchtmittels
über die Abflusskante erfolgt. Dabei ist die Abflusskante bevorzugt in Abhängigkeit
von der Füllhöhe im Zwischenbehälter in einem bestimmten Abstand zur Feuchtmitteloberfläche
anordenbar. Eine Abflußkante kann z.B. die Kante eines Rohrs oder eines Schlauchs
sein, welches von unten an die Feuchtmitteloberfläche heranführbar ist. Dabei ist
es bevorzugt, wenn die Kante derart gestaltet und an die Feuchtmitteloberfläche heranführbar
ist, dass sie keine über die Feuchtmitteloberfläche hinausragenden Bereiche aufweist,
da derartige hinausragende Bereiche leicht verschmutzen. Ferner ist bevorzugt, wenn
die Abflusskante über einen Schwimmer oder über eine oben erwähnte elektronische Vorrichtung
in einer bevorzugten Entfernung von der Feuchtmitteloberfläche einstellbar ist. Dabei
ist es bevorzugt, wenn die Abflusskante über einen Entfernungsbereich in unterschiedlichen
Entfernungen zur Feuchtmitteloberfläche einstellbar ist, so dass über die Länge der
Abflusskante in Verbindung mit dem über die Kante hinausreichenden Füllstand ein definierter
Feuchtmittelabfluss erzeugbar ist.
[0024] Vorzugsweise weist ein solcher Feuchtmittelkreislauf eine Gestaltung auf, bei der
der Zwischenbehälter durch eine Zwischenwand in einen Einflussbereich und einen Ausflussbereich
geteilt ist, wobei die Einleitung des von dem oder den Feuchtwerken kommenden Feuchtmittels
im Einflussbereich erfolgt, wobei die Zwischenwand eine Durchflussöffnung aufweist,
durch welche ein Durchfluss zwischen dem Einflussbereich und dem Ausflussbereich ermöglicht
wird, und wobei die Durchflussöffnung unterhalb einer minimalen Füllhöhe des Feuchtmittels
im Einflussbereich angeordnet ist. Dadurch wird eine Trennung zwischen Einflussbereich
und Ausflussbereich ermöglicht, so dass das Feuchtmittel, bevor es durch die Durchflussöffnung
strömt, ausreichend lange im Einflussbereich verbleibt, so dass Verunreinigungen an
die Feuchtmitteloberfläche steigen oder sich absetzen können. Dabei ist es bevorzugt,
wenn die oben in Bezug auf den Zwischenbehälter gemachten Ausführungen im Wesentlichen
auf den Einflussbereich zutreffen, so dass sich entsprechende Verunreinigungen in
bestimmten Bodenbereichen oder in bestimmten Bereichen der Feuchtmitteloberfläche
FO sammeln. Dabei weist der Einflussbereich bevorzugt ein Volumen von zwischen 20
l und 300 l bevorzugter zwischen 50 l und 150 l auf. Z.B. kann bei kleineren Maschinen
eine Einflussbereichgröße von 50 l bevorzugt sein, und bei Rollenmaschinen, welche
eine Rollenbreite von etwa 2 m aufweisen, kann der Einflussbereich ein Füllvolumen
von zwischen 100 l und 150 l aufweisen. Dabei sind Volumengröße und/oder Strömungsdauer
bevorzugt derart bemessen, dass die durchschnittliche Verweildauer des Feuchtmittels
im Einflussbereich zwischen einer halben Minute und 3 Minuten liegt, bevorzugter etwa
1 Minute beträgt. Ferner bevorzugt werden im Einflussbereich mehrere Entnahmevorrichtungen
vorgesehen, welche im Feuchtmittel an mehreren Stellen mit hohen Konzentrationen unterschiedlicher
Verunreinigungen derart angeordnet sind, dass Feuchtmittelteilströme mit unterschiedlichen
Verunreinigungen unterschiedlichen Reinigungsvorrichtungen zugeführt werden. Z. B.
können Farbreste und/oder ölige Rückstände im Bereich der Feuchtmitteloberfläche entnommen
werden, und Druckpuder, welches sich eher am Boden absetzt, kann bevorzugt zusammen
mit einem Feuchtmittelstrom im Bodenbereich des Zwischenbehälters entnommen werden.
Ferner ist die Durchflussöffnung bevorzugt im Bodenbereich des Einflussbereichs angeordnet,
da die Verunreinigungen in der Regel eine geringere Dichte aufweisen als das Feuchtmittel
und daher an die Oberfläche steigen. Das Volumen des Einflussbereichs ist bevorzugt
derart bemessen, dass ein durchschnittlicher zeitlicher Verbleib des Feuchtmittels
im Einflussbereich gewährleistet wird, der ein Auftreiben von leichteren Bestandteilen
wie Öl und Farbstoffen ermöglicht. Bevorzugt ist eine sich nach oben verjüngende Gestaltung
des Einflussbereichs, welche bewirkt, dass sich nach oben aufsteigende Verunreinigungen
konzentriert in dem verjüngten Bereich sammeln.
[0025] Bevorzugt ist ferner ein solcher Feuchtmittelkreislauf, bei dem die Reinigungseinheit
einen Separator aufweist. Ein Separator kann in einer bevorzugten Ausführungsform
z.B. in Form einer Zentrifuge vorgesehen werden.
[0026] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform betrifft einen solchen Feuchtmittelkreislauf,
bei dem die Reinigungseinheit einen Querstromfilter aufweist. Bei der Querstromfiltration
ist eine Strömung auf einer Suspensionsseite im wesentlichen parallel zu einem Filtermittel
erzeugbar, wobei das Filtermittel von der Flüssigkeit quer durchdringbar ist, während
die Verunreinigungen bevorzugt größtenteils mit der Strömung fortgetragen werden.
Der Vorteil der Querstromfiltrierung liegt darin, dass eine Ablagerung von Verunreinigungen
am Filtermittel, durch die Strömung parallel zum Filtermittel verhindert oder erschwert
wird. Dabei werden bevorzugt dauerhafte Filtermaterialen eingesetzt. Denkbar ist auch
der zusätzliche oder alternative Einsatz von verbrauchenden Filtermaterialien.
[0027] Weiterhin bevorzugt ist eine Gestaltung eines Feuchtmittelkreislaufs, bei der die
Reinigungsvorrichtung eine Filtereinheit mit austauschbaren Filtern aufweist. Derartige
Filter können z.B. in Form von Filterbeuteln oder Filtermatten vorgesehen werden.
Denkbar sind auch andere Filterformen. Der Vorteil dieser Ausführungsformen liegt
in einem günstigen Vorrichtungspreis.
[0028] Ferner weist ein solcher Feuchtmittelkreislauf bevorzugt eine Gestaltung auf, bei
der die Reinigungsvorrichtung als Kaskadensystem aufgebaut ist.
[0029] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einem derartigen
Feuchtmittelkreislauf.
[0030] Im Folgenden werden einzelne, besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
beispielhaft beschrieben. Dabei weisen die einzelnen beschriebenen Ausführungsformen
zum Teil Merkmale auf, die nicht zwingend erforderlich sind, um die vorliegende Erfindung
auszuführen, die aber im Allgemeinen als bevorzugt angesehen werden. So sollen auch
Ausführungsformen als unter die Lehre der Erfindung fallend offenbart angesehen werden,
die nicht alle Merkmale der im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen aufweisen.
Genauso ist es denkbar, Merkmale, die in Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen
beschrieben werden, selektiv miteinander zu kombinieren.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0031] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Feuchtmittelkreislaufs, der hilfreich zum Verständnis
der Erfindung ist,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Feuchtmittelkreislaufs,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer bevorzugten weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Feuchtmittelkreislaufs,
- Fig.4
- eine schematische Darstellung eines bevorzugten Zwischenbehälters mit einer bevorzugten
Entnahmevorrichtung im Querschnitt und
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ansicht der Entnahmevorrichtung aus Fig. 4 im Bereich einer Entnahmeöffnung.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnung
[0032] Fig.1 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Feuchtmittelkreislaufs
1, der hilfreich zum Verständnis der Erfindung ist.
[0033] Dargestellt ist ein Feuchtmittelhauptbehälter 3, in dem eine bestimmte Menge gebrauchsfertiges
Feuchtmittel bereitgestellt wird, welches mittels einer nicht näher bezeichneten Pumpe
das Feuchtmittel über eine Feuchtmittelzufuhr 4 einem Feuchtwerk 2 zuführt. Dabei
sind in der Fig. 1 schematisch vier Drucktürme dargestellt, welche jeweils zumindest
ein Feuchtwerk 2 aufweisen.
[0034] Überschüssiges Feuchtmittel wird in den Feuchtwerken 2 aufgefangen und über verschiedene
Leitungen aus den verschiedenen Feuchtwerken abgeführt. Nachfolgend werden die verschiedenen
Volumenströme in einer Feuchtmittelrückführung 5 zu einem Feuchtmittelhauptstrom F
H zusammengeführt. Die Feuchtmittelrückführung 5 kann verschiedene Bauelemente aufweisen,
wie z.B. Rohre, Sammelbecken etc.
[0035] In Fig. 1 ist ein Feuchtmittelkreislauf dargestellt, der hilfreich zum Verständnis
der Erfindung ist. Hier mündet ein erster Bereich der Feuchtmittelrückführung 5 in
einen Reinigungszweig 6, so dass der gesamte Feuchtmittelhauptstrom F
H durch eine Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 geführt wird. In der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
7 wird das Feuchtmittel durch verschiedene, nicht dargestellte Vorrichtungen von Verunreinigungen
gereinigt.
[0036] Anschließend mündet der Reinigungszweig 6 in einem zweiten Abschnitt der Feuchtmittelrückführung
5, so dass der der Feuchtmittelhauptstrom F
H, in den Feuchtmittelhauptbehälter 3 zurückgeführt wird.
[0037] Gemäß dem gezeigten Feuchtmittelkreislauf wird in Strömungsrichtung zwischen den
Feuchtwerken und der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 keine Pumpe vorgesehen, so
dass das Feuchtmittel von den Feuchtwerken 2 allein aufgrund der Schwerkraft der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
7 zugeführt wird, wie das auch bei den Ausführungsformen der Erfindung sein kann.
Dies weist den Vorteil auf, dass die Bildung einer Emulsion aus Feuchtmittel und enthaltenen
Farbbestandteilen und/oder öligen Verunreinigungen vermieden wird.
[0038] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Feuchtmittelkreislaufs 1.
[0039] Gemäß dieser bevorzugten, Ausführungsform ist in der Feuchtmittelrückführung 5 einen
Zwischenbehälter 8 vorgesehen. Bevorzugt wird dabei der Feuchtmittelhauptstrom F
H von den Feuchtwerken 2 kommend allein aufgrund der Schwerkraft dem Zwischenbehälter
8 zugeführt. In der dargestellten Ausführungsform wird in dem Zwischenbehälter 8 Feuchtmittel
aus sämtlichen, dargestellten Feuchtwerken 2 eingeleitet. Das in dem Zwischenbehälter
8 gesammelte Feuchtmittel durchläuft den Zwischenbehälter 8, und wird anschließend
dem Feuchtmittelhauptbehälter 3 zugeführt.
[0040] Dabei ist die Feuchtmittelrückführung 5 derart gestaltet, dass der Feuchtmittelhauptstrom
dem Zwischenbehälter 8 in seiner Gesamtheit sowohl zugeführt als auch von diesem in
den Feuchtmittelhauptbehälter 3 weitergeleitet wird. Ferner ist gemäß dieser Ausführungsform
ein Reinigungszweig 6 vorgesehen, welcher einen ersten Feuchtmittelteilstrom F
T1 aus dem Feuchtmittelhauptstrom F
H ableitet, durch eine Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 und anschließend wieder
zurück in den Zwischenbehälter 8 leitet.
[0041] Dabei ist in dieser bevorzugten Ausführungsform der Reinigungszweig 6 so gestaltet,
dass der erste Feuchtmittelteilstrom F
T1 nur ein Teil des Feuchtmittelhauptstroms F
H beträgt, so dass im Zwischenbehälter 8 ein zweiter Feuchtmittelteilstrom F
T2 ausgebildet wird, welcher ohne die Reinigungsvorrichtung zu durchlaufen in den Feuchtmittelhauptbehälter
drei zurückgeführt wird.
[0042] Bevorzugt wird dabei der erste Feuchtmittelteilstrom F
T1 der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 allein aufgrund der Schwerkraft zugeführt.
Eine derartige Vorrichtung hat den Vorteil, dass das Feuchtmittel nicht durch Pumpen
verquirlt wird, so dass die Verunreinigungen in der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
7 leicht von dem Feuchtmittel zu trennen sind.
[0043] Eine Entnahmevorrichtung 9, welche das Feuchtmittel aus dem Zwischenbehälter 8 entnimmt,
und eine bevorzugte Gestaltung des Zwischenbehälters wird weiter unten mit Bezug auf
Figuren 4 und 5 beschrieben.
[0044] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform wird der erste Feuchtmittelteilstrom F
T1 sowohl aus dem Zwischenbehälter entnommen als auch wieder in diesen zurückgeführt.
Gemäß einer anderen, nicht dargestellten bevorzugten Ausführungsform wird der erste
Feuchtmittelteilstrom F
T1 nicht in den Zwischenbehälter 8 sondern unmittelbar in den Feuchtmittelhauptbehälter
3 zurückgeführt.
[0045] Ferner ist es denkbar, dass zusätzlich zu den dargestellten Leitungen eine weitere
Leitung Feuchtmittel aus dem Feuchtmittelhauptbehälter drei in den Zwischenbehälter
acht leitet, so dass die Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 auch dann betrieben werden
kann, wenn der Feuchtmittelkreislauf 1 stillsteht. Auf diese Art und Weise kann die
Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 auch im Stillstand der Druckmaschine betrieben
werden.
[0046] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Feuchtmittelkreislaufs.
[0047] Diese Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform, welche in Fig.
2 dargestellt ist, so dass, um Wiederholungen zu vermeiden, die bereits beschriebenen
Elemente nicht erneut beschrieben werden.
[0048] In der dargestellten Ausführungsform ist die Gestaltung der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
7 näher dargestellt. Dabei ist ersichtlich, dass die Reinigungsvorrichtung bevorzugt
mehrere Reinigungselemente aufweist. Diese können zum Beispiel einen Separator und/oder
einen Querstromfilter und/oder eine Filtereinheit und/oder ein Kaskadensystem umfassen.
[0049] Die einzelnen Reinigungselemente können sequenziell, parallel, teilweise sequenziell
und teilweise parallel und/oder kaskadierend angeordnet sein.
[0050] Wie in Fig. 3 dargestellt, umfasst die Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 eingangsseitig
eine Pumpe, welche das Feuchtmittel z.B. durch eine Filtereinheit presst. Zwar es
erfindungsgemäß bevorzugt, dass zwischen Feuchtwerk und Reinigungsvorrichtung keine
Pumpe vorgesehen ist. Jedoch können bevorzugte Ausführungsformen auch mit einer Pumpe
versehen werden, insbesondere, wenn die Pumpe derart gestaltet ist, dass Feuchtmittel
und Verunreinigungen nicht derart miteinander verquirlt werden, dass eine Emulsion
erzeugt wird. Dies kann z.B. durch besonders langsam laufende Pumpen erreicht werden.
Wenn eine Pumpe vorgesehen wird, ist ferner (zusätzlich oder alternativ zu der beschriebenen
Pumpengestaltung) bevorzugt, wenn die Pumpe an einer Stelle vorgesehen wird, die unterhalb
des Feuchtmittelspiegels liegt. Dies hat den Vorteil, dass selbst bei einer Verwirbelung
keine Luft mit dem Feuchtmittel und den Verunreinigungen in Kontakt kommt. Es hat
sich in diesem Zusammenhang überraschend herausgestellt, dass der Luftkontakt bei
Verwirbelungen eine besonders nachteilige Form der Emulgierung erzeugt, die in der
Reinigungsvorrichtung besonders schwer aufzuspalten ist.
[0051] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines bevorzugten Zwischenbehälters 8
mit einer bevorzugten Entnahmevorrichtung 9 im Querschnitt.
[0052] Ein derartiger bevorzugter Zwischenbehälter 8 kann in einem oben beschriebenen Feuchtmittelkreislauf
1 Verwendung finden. Der dargestellte Zwischenbehälter weist einen Einflussbereich
81 und einen Ausflussbereich 82 auf, die jeweils bevorzugt wannenartig ausgebildet
sind. Ferner können Einflussbereich 81 und oder Ausflussbereich 82 auch geschlossen
ausgeführt werden. Dabei mündet ein von dem oder den Feuchtwerken 2 kommender Teil
der Feuchtmittelrückführung 5 in dem Einflussbereich 81. Zwar ist die Mündung der
Feuchtmittelrückführung, durch welche der Feuchtmittelhauptstrom F
H in den Einflussbereich 81 geleitet wird, schematisch als wasserhahnartiges Gebilde
oberhalb der Feuchtmitteloberfläche im Einflussbereich 81 dargestellt, jedoch kann
es bevorzugt sein, die Mündung unterhalb der Feuchtmitteloberfläche FO, z.B. im Bodenbereich
des Einflussbereichs anzuordnen. Bevorzugt wird die Mündung derart in den Einflussbereich
eingeleitet, dass bevorzugte Strömungsverhältnisse in dem Einflussbereich geschaffen
werden, welche eine Trennung der Verunreinigungen vom Feuchtmittel fördern.
[0053] Z.B. ist es bevorzugt, Strömungsverhältnisse im Einflussbereich zu schaffen, die
eine Verweildauer des Feuchtmittels und/oder eine minimale Fluidbewegung im Einflussbereich
gewährleisten. Dadurch kann ein Aufsteigen und/oder Absinken von Verunreinigungspartikeln
oder Fluiden im Feuchtmittel ermöglicht oder gefördert werden, so dass sich entsprechende
Verunreinigungen in bestimmten Bodenbereichen oder in bestimmten Bereichen der Feuchtmitteloberfläche
FO sammeln. Ein ähnlicher Effekt kann durch ein Hervorrufen einer rotierenden Strömung
erzeugt werden, wobei sich Verunreinigungen mit kleineren oder größeren Dichten im
Zentrum eines erzeugten Wirbels oder im in radialer Richtung außen im Randbereich
des Wirbels eine höhere Konzentration erreichen als in anderen Bereichen des Einflussbereichs
81.
[0054] In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist ein Ruhebecken dargestellt,
in dem eine besonders bevorzugte Entnahmevorrichtung 9 derart angeordnet ist, dass
ihre Entnahmeöffnung knapp unterhalb des Feuchtmittelspiegels angeordnet ist. Die
Entnahmeöffnung wird mit Bezug auf Fig. 5 weiter unten beschrieben.
[0055] Ferner ist der Einflussbereich 81 bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform
von einem Ausflussbereich 82 über eine Zwischenwand 83 getrennt ausgebildet. Einflussbereich
81 und Ausflussbereich 82 sind dabei, wie dargestellt, bevorzugt im Bodenbereich 82
des Einflussbereichs 81 über eine Durchflussöffnung 84 miteinander verbunden. Die
Durchflussöffnung 84 ist bevorzugt in der Zwischenwand 83 ausgebildet.
[0056] Bei dieser bevorzugten Ausführungsform strömt ein zweiter Feuchtmittelteilstrom F
T2 durch die Durchflussöffnung 84. Der erste Feuchtmittelteilstrom F
T1 fließt in der dargestellten bevorzugten Ausführungsform gereinigt in den Ausflussbereich
82 zurück. Ferner ist denkbar, den gereinigten ersten Feuchtmittelteilstrom F
T1 direkt in den Feuchtmittelhauptbehälter zu leiten oder den ersten Feuchtmittelteilstrom
F
T1 in den Einflussbereich 81 einzuleiten, so dass der gesamte Feuchtmittelhauptstrom
F
TH durch die Durchflussöffnung 84 fließt. Ferner ist denkbar den Zwischenbehälter mit
keiner Zwischenwand auszuführen oder mehrere Zwischenwände labyrinthartig vorzusehen.
[0057] Fig. 5 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Entnahmevorrichtung 9 aus Fig. 4 im Bereich
der Entnahmeöffnung 91.
[0058] Dabei ist die Entnahmevorrichtung so gestaltet, dass das Feuchtmittel der Schwerkraft
folgend in die Entnahmeöffnung läuft. Dabei sind die Strömungsverhältnisse so ausgelegt,
dass Verunreinigungen mit geringerer Dichte in besonders hoher Konzentration im Bereich
der Feuchtmitteloberfläche FO auftreten und zusammen mit dem Feuchtmittel über die
Abflusskante 91 der Entnahmeöffnung 91 strömen. Ein derart erzeugter erster Feuchtmittelteilstrom
F
T1 weist daher eine besonders hohe Kontaminierung mit Verunreinigungen auf. Dies hat
vorteilhaft den Effekt, dass ein geringer Feuchtmittelteilstrom F
T1 zu einer hohen Reinigungswirkung führt. Durch eine derartige Gestaltung ist es möglich,
eine Reinigung des gesamten Feuchtmittelhauptstroms überflüssig zu machen, so dass
die Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 auf einen geringeren Volumenstrom auslegbar
ist.
[0059] Wie in Fig. 5 ebenfalls ersichtlich ist, ist die Abflusskante in einem Abstand ΔH
zur Feuchtmitteloberfläche FO angeordnet. Dabei ist bevorzugt, wenn die Entnahmevorrichtung
derart gestaltet ist, dass der Abstand ΔH variabel auf unterschiedliche Werte eingestellt
bzw. geregelt werden kann, so dass sich die Größe des Volumenstroms des ersten Feuchtmittelteilstroms
F
T1 einstellen lässt.
[0060] Ferner ist bevorzugt, wenn die Entnahmevorrichtung 9 über einen variablen Bereich,
dem Füllstand des Feuchtmittels folgend, im Einflussbereich 81 verstellbar ist, so
dass die Entnahmevorrichtung bei unterschiedlichen Füllständen betreibbar ist.
[0061] Eine Einstellung und/oder Regelung der Entnahmevorrichtung 9 kann dabei mechanisch
(z.B. über einen Schwimmer) oder elektronisch in Abhängigkeit von Füllstandssignalen
von einem oder mehreren Füllstandssensoren erfolgen. Füllstandssensoren können z.B.
den Druck im Feuchtmittel aufnehmen und in ein Signal umwandeln oder über eine elektrische
Widerstandsmessung. Denkbar sind hier beliebige Formen von Sensoren.
[0062] In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist die Entnahmevorrichtung rohrförmig
ausgebildet, so dass eine im Wesentlichen kreisförmige Entnahmeöffnung 91 bereitgestellt
wird. Denkbar sind beliebige andere Formen einer Entnahmekante. Wie z.B. ein im Wesentlichen
ebener, höhenverstellbarer Schieber, welcher im Einflussbereich einen weiteren Bereich
abtrennt, in den der erste Feuchtmittelteilstrom F
T1 in Richtung der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung 7 strömt.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 1
- Feuchtmittelkreislauf
- 2
- Feuchtwerk
- 3
- Feuchtmittelhauptbehälter
- 4
- Feuchtmittelzufuhr
- 5
- Feuchtmittelrückführung
- 6
- Reinigungszweig
- 7
- Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
- 8
- Zwischenbehälter
- 81
- Einflussbereich
- 82
- Ausflussbereich
- 83
- Zwischenwand
- 84
- Durchflussöffnung
- 85
- Bodenbereich des Einflussbereichs
- 9
- Entnahmevorrichtung
- 91
- Entnahmeöffnung
- 92
- Abflusskante
- FO
- Feuchtmitteloberfläche
- FH
- Feuchtmittelhauptstrom
- FT1
- erster Feuchtmittelteilstrom
- FT2
- zweiter Feuchtmittelteilstrom
- ΔH
- Abstand zwischen Abflusskante und Feuchtmitteloberfläche
1. Feuchtmittelkreislauf (1) für eine Druckmaschine, wobei der Feuchtmittelkreislauf
(1) zumindest ein Feuchtwerk (2), einen Feuchtmittelhauptbehälter (3), eine Feuchtmittelzufuhr
(4) und eine Feuchtmittelrückführung (5) aufweist,
wobei die Feuchtmittelzufuhr (4) zwischen dem Feuchtmittelhauptbehälter (3) und dem
zumindest einen Feuchtwerk (2) derart angeordnet ist, dass dem zumindest einen Feuchtwerk
(2) aus dem Feuchtmittelhauptbehälter (3) über die Feuchtmittelzufuhr (4) Feuchtmittel
zuführbar sind,
wobei die Feuchtmittelrückführung (5) zwischen dem zumindest einen Feuchtwerk (2)
und dem Feuchtmittelhauptbehälter (3) derart angeordnet ist, dass Feuchtmittel aus
dem zumindest einen Feuchtwerk (2) über die Feuchtmittelrückführung (5) in die Feuchtmittelzufuhr
(4) rückführbar ist, gekennzeichnet dadurch, dass der Feuchtmittelkreislauf derart gestaltet ist, dass ein von dem zumindest einen
Feuchtwerk (2) kommender Feuchtmittelhauptstrom (FH) in einen ersten Feuchtmittelteilstrom (FT1) und in einen zweiten Feuchtmittelteilstrom (FT2) aufteilbar ist, wobei der zweite Feuchtmittelteilstrom (FT2) zeitlich parallel und räumlich getrennt von dem ersten Feuchtmittelteilstrom erzeugbar
ist,
wobei im Bereich der Feuchtmittelrückführung (5) ein Reinigungszweig (6) mit einer
Feuchtmittelreinigungsvorrichtung (7) vorgesehen ist, welcher derart gestaltet ist,
dass im Betrieb des Feuchtmittelkreislaufs (1) der erste Feuchtmittelteilstrom (FT1) aus dem Feuchtmittelhauptstrom (FH) durch die Feuchtmittelreinigungsvorrichtung (7) leitbar ist, und
wobei der Reinigungszweig (6) derart mit dem Feuchtmittelkreislauf (1) verbunden ist,
dass das in der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung (7) gereinigte Feuchtmittel in die
Feuchtmittelzufuhr (4) rückführbar ist, und
wobei der Feuchtmittelkreislauf derart gestaltet ist, dass der zweite Feuchtmittelteilstrom
(FT2) ohne die Reinigungsvorrichtung zu durchlaufen in den Feuchtmittelhauptbehälter (3)
rückführbar ist.
2. Feuchtmittelkreislauf (1) nach Anspruch 1, wobei die Feuchtmittelrückführung (5) derart
gestaltet ist, dass zwischen Feuchtwerk (2) und Feuchtmittelreinigungsvorrichtung
(7) keine Feuchtmittelpumpe vorgesehen ist.
3. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welcher derart gestaltet
ist, dass der zweite Feuchtmittelteilstrom auf dem Weg in die Feuchtmittelzufuhr (4)
keine Reinigungsvorrichtung durchläuft.
4. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welcher derart gestaltet
ist, dass das Verhältnis zwischen dem ersten Feuchtmittelteilstrom (FT1) und dem zweiten Feuchtmittelteilstrom (FT2) steuerbar und/oder regelbar ist.
5. Feuchtmittelkreislauf (1) nach Anspruch 4, welcher derart gestaltet ist, dass der
erste Feuchtmittelteilstrom (FT1) anhand einer ermittelten Differenz zwischen dem Feuchtmittelhauptstrom (FH) und dem zweiten Feuchtmittelteilstrom (FT2) regelbar ist.
6. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Feuchtmittelrückführung
(5) ferner einen Zwischenbehälter (8) und eine Entnahmevorrichtung (9) aufweist, welche
derart gestaltet sind, dass Feuchtmittel in dem Zwischenbehälter (8) von einem oder
mehreren Feuchtwerken (2) kommend sammelbar ist, und dass der erste Feuchtmittelteilstrom
(FT1) mittels der Entnahmevorrichtung (9) aus dem Zwischenbehälter (8) ableitbar ist.
7. Feuchtmittelkreislauf (1) nach Anspruch 6, wobei der Reinigungszweig (6) in Förderrichtung
hinter der Feuchtmittelreinigungseinheit in den Zwischenbehälter (8) mündet.
8. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Reinigungszweig
(6) direkt mit dem Feuchtmittelhauptbehälter (3) verbunden ist, so dass der erste
Feuchtmittelteilstrom (FT1) nach der Feuchtmittelreinigungsvorrichtung (7) direkt in den Feuchtmittelhauptbehälter
(3) einleitbar ist.
9. Feuchtmittelkreislauf (1) nach Anspruch 6 bis 8, soweit Anspruch 8 auf die Ansprüche
6 und 7 rückbezogen ist, wobei die Entnahmevorrichtung (9) derart gestaltet ist, dass
über die Entnahmevorrichtung (9) Feuchtmittel bei unterschiedlichen Füllständen im
Zwischenbehälter (8) im Bereich der Feuchtmitteloberfläche (FO) entnehmbar ist.
10. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei die Entnahmevorrichtung
(9) eine Abflusskante (92) aufweist, welche unterhalb der Feuchtmitteloberfläche (FO)
derart angeordnet ist, dass das Ableiten des Feuchtmittels über ein Abfließen des
Feuchtmittels über die Abflusskante (92) erfolgt.
11. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei der Zwischenbehälter
(8) durch eine Zwischenwand (83) in einen Einflussbereich (81) und einen Ausflussbereich
(82) geteilt ist, wobei die Einleitung des von dem oder den Feuchtwerken (2) kommenden
Feuchtmittels im Einflussbereich (81) erfolgt, wobei die Zwischenwand (83) eine Durchflussöffnung
(84) aufweist, durch welche ein Durchfluss zwischen dem Einflussbereich (81) und dem
Ausflussbereich (82) ermöglicht wird, wobei die Durchflussöffnung (84) unterhalb einer
minimalen Füllhöhe des Feuchtmittels im Einflussbereich (81) angeordnet ist.
12. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Reinigungseinheit
einen Separator aufweist.
13. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Reinigungseinheit
einen Querstromfilter aufweist.
14. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Reinigungsvorrichtung
eine Filtereinheit mit austauschbaren Filtern aufweist.
15. Feuchtmittelkreislauf (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Reinigungsvorrichtung
als Kaskadensystem aufgebaut ist.
1. A dampening solution circuit (1) for a printing machine, wherein the dampening solution
circuit (1) comprises at least one dampening unit (2), a dampening solution main reservoir
(3), a dampening solution supply means (4) and a dampening solution return means (5),
wherein the dampening solution supply means (4) is arranged between the -dampening
solution main reservoir (3) and the at least one dampening unit (2) in such a manner
that the dampening solution can be fed to the at least one dampening unit (2) from
the dampening solution main reservoir (3) via the dampening solution supply means
(4),
wherein the dampening solution return means (5) is arranged between the at least one
dampening unit (2) and the dampening solution main reservoir (3) in such a manner
that dampening solution can be returned from the at least one dampening unit (2) via
the dampening solution return means (5) into the dampening solution supply means (4),
characterized in that the dampening solution circuit is configured in such a manner that a dampening solution
main flow (FH) coming from the at least one dampening unit (2) is dividable into a first dampening
solution partial flow (FT1) and a second dampening solution partial flow (FT2), wherein the second dampening solution partial flow (FT2) can be created parallel in time and separated in space from the first dampening
solution partial flow, and wherein a cleaning branch (6) with a dampening solution
cleaning apparatus (7) is provided in the region of the dampening solution return
means (5), which cleaning branch (6) is configured in such a manner that during the
operation of the dampening solution circuit (1) the first dampening solution partial
flow (FT1) can be passed from the dampening solution main flow (FH) through the dampening solution cleaning apparatus (7), and
wherein the cleaning branch (6) is connected with the dampening solution circuit (1)
in such a manner that the dampening solution cleaned in the dampening solution cleaning
apparatus (7) can be returned into the dampening solution supply means (4), and
wherein the dampening solution circuit is configured in such a manner that the second
dampening solution partial flow (FT2) can be returned into the dampening solution main reservoir (3) without passing the
cleaning apparatus.
2. The dampening solution circuit (1) according to claim 1, wherein the dampening solution
return means (5) is configured in such a manner that no dampening solution pump is
provided between the dampening unit (2) and the dampening solution cleaning apparatus
(7).
3. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, which
is configured in such a manner that the second dampening solution partial flow does
not pass a cleaning apparatus on its path into the dampening solution supply means
(4).
4. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, which
is configured in such a manner that the ratio between the first dampening solution
partial flow (FT1) and the second dampening solution partial flow (FT2) is controllable respectively open-loop and/or closed-loop controllable.
5. The dampening solution circuit (1) according to claim 4, which is configured in such
a manner that the first dampening solution partial flow (FT1) is controllable based on a determined difference between the dampening solution
main flow (FH) and the second dampening solution partial flow (FT2).
6. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the dampening solution return means (5) further includes an intermediate reservoir
(8) and an extraction apparatus (9), which is configured in such a manner that dampening
solution is collectable in the intermediate reservoir (8), coming from one or more
dampening units (2), and that the first dampening solution partial flow (FT1) can be drained from the intermediate reservoir (8) by means of the extraction apparatus
(9).
7. The dampening solution circuit (1) according to claim 6, wherein the cleaning branch
(6) opens out into the intermediate reservoir (8) downstream from the dampening solution
cleaning unit as seen in the feeding direction.
8. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the cleaning branch (6) is directly connected to the dampening solution main reservoir
(3) so that the first dampening solution partial flow (FT1) can be fed directly into the dampening solution main reservoir (3) downstream from
the dampening solution cleaning apparatus (7).
9. The dampening solution circuit (1) according to claims 6 to 8, as far as claim 8 refers
back to claims 6 and 7, wherein the extraction apparatus (9) is configured in such
a manner that dampening solution can be withdrawn by means of the extraction apparatus
(9) at various filling levels in the intermediate reservoir (8) in the region of the
dampening solution surface (FO).
10. The dampening solution circuit (1) according to any one of claims 6 to 9, wherein
the extraction apparatus (9) has an outflow edge (92), which is arranged below the
dampening solution surface (FO) in such a manner that draining of the dampening solution
is carried out by flowing out of the dampening solution across the outflow edge (92).
11. The dampening solution circuit (1) according to any one of claims 6 to 10, wherein
the intermediate reservoir (8) is separated into an inflow region (81) and an outflow
region (82) by means of a separating wall (83), wherein introduction of the dampening
solution coming from the one or more dampening units (2) is in the inflow region (81),
wherein the separating wall (83) has a flow-through opening (84) through which a fluid
flow between the inflow region (81) and the outflow region (82) is enabled, wherein
the flow-through opening (84) is arranged below a minimal filling level of the dampening
solution in the inflow region (81).
12. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the cleaning unit includes a separator.
13. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the cleaning unit comprises a cross-flow filter.
14. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the cleaning apparatus comprises a filter unit with replaceable filters.
15. The dampening solution circuit (1) according to any one of the preceding claims, wherein
the cleaning apparatus is configured as a cascade system.
1. Circuit d'agent de mouillage (1) pour une machine d'impression, le circuit d'agent
de mouillage (1) comprenant au moins un dispositif de mouillage (2), un récipient
principal d'agent de mouillage (3), une alimentation d'agent de mouillage (4) et un
recyclage d'agent de mouillage (5),
l'alimentation d'agent de mouillage (4) étant disposée entre le récipient principal
d'agent de mouillage (3) et le au moins un dispositif de mouillage (2) de telle sorte
que l'agent de mouillage peut être distribué au au moins un dispositif de mouillage
(2) depuis le récipient principal d'agent de mouillage (3) via l'alimentation d'agent
de mouillage (4),
le recyclage d'agent de mouillage (5) étant disposé entre le au moins un dispositif
de mouillage (2) et le récipient principal d'agent de mouillage (3) de telle sorte
que l'agent de mouillage provenant du au moins un dispositif de mouillage (2) peut
être remis en circulation via le recyclage d'agent de mouillage (5) dans l'alimentation
d'agent de mouillage (4),
caractérisé en ce que le circuit d'agent de mouillage est conçu de telle sorte qu'un courant principal
d'agent de mouillage (FH) provenant du au moins un dispositif de mouillage (2) peut être partagé en un premier
courant partiel d'agent de mouillage (FT1) et un second courant partiel d'agent de mouillage (FT2), le second courant partiel d'agent de mouillage (FT2) pouvant être produit temporellement parallèlement au premier courant partiel d'agent
de mouillage et spatialement séparément de celui-ci,
dans la zone de recyclage d'agent de mouillage (5) est prévu un branchement de nettoyage
(6) avec un dispositif de nettoyage d'agent de mouillage (7), lequel est conçu de
telle sorte que pendant le fonctionnement du circuit d'agent de mouillage (1), le
premier courant partiel d'agent de mouillage (FT1) peut être dirigé depuis le courant principal d'agent de mouillage (FH) à travers le dispositif de nettoyage d'agent de mouillage (7), et
le branchement de nettoyage (6) est relié au circuit d'agent de mouillage (1) de telle
sorte que l'agent de mouillage nettoyé dans le dispositif de nettoyage d'agent de
mouillage (7) peut être remis en circulation dans l'alimentation d'agent de mouillage
(4), et
le circuit d'agent de mouillage est conçu de telle sorte que le second courant partiel
d'agent de mouillage (FT2) peut être remis en circulation, sans traverser le dispositif de nettoyage, dans
le récipient principal d'agent de mouillage (3).
2. Circuit d'agent de mouillage (1) selon la revendication 1, le recyclage d'agent de
mouillage (5) étant conçu de telle sorte qu'aucune pompe d'agent de mouillage n'est
prévue entre le dispositif de mouillage (2) et le dispositif de nettoyage d'agent
de mouillage (7).
3. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, qui est
conçu de telle sorte que le second courant partiel d'agent de mouillage ne parcourt
aucun dispositif de nettoyage pendant son trajet vers l'alimentation d'agent de mouillage
(4).
4. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, qui est
conçu de telle sorte que le rapport entre le premier courant partiel d'agent de mouillage
(FT1) et le second courant partiel d'agent de mouillage (FT2) peut être commandé et/ou régulé.
5. Circuit d'agent de mouillage (1) selon la revendication 4, qui est conçu de telle
sorte que le premier courant partiel d'agent de mouillage (FT1) est régulable au moyen d'une différence déterminée entre le courant principal d'agent
de mouillage (FH) et le second courant partiel d'agent de mouillage (FT2).
6. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, le recyclage
d'agent de mouillage (5) présentant de plus un récipient intermédiaire (8) et un dispositif
de prélèvement (9) qui sont conçus de telle sorte que l'agent de mouillage peut être
collecté dans le récipient intermédiaire (8) en provenance d'un ou de plusieurs dispositifs
de mouillage (2), et de telle sorte que le premier courant partiel d'agent de mouillage
(FT1) peut être évacué du récipient intermédiaire (8) au moyen du dispositif de prélèvement
(9).
7. Circuit d'agent de mouillage (1) selon la revendication 6, le branchement de nettoyage
(6) débouchant dans le sens de transport à l'arrière de l'unité de nettoyage d'agent
de mouillage dans le récipient intermédiaire (8).
8. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, le branchement
de nettoyage (6) étant relié directement au récipient principal d'agent de mouillage
(3), de sorte que le premier courant partiel d'agent de mouillage (FT1) après le dispositif de nettoyage d'agent de mouillage (7) peut être introduit directement
dans le récipient principal d'agent de mouillage (3).
9. Circuit d'agent de mouillage (1) selon les revendications 6 à 8, dans la mesure où
la revendication 8 est dépendante des revendications 6 et 7, le dispositif de prélèvement
(9) étant conçu de telle sorte que l'agent de mouillage peut être prélevé via le dispositif
de prélèvement (9) à différents niveaux de remplissage dans le récipient intermédiaire
(8) dans la zone de la surface d'agent de mouillage (FO).
10. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications 6 à 9, le dispositif
de prélèvement (9) présentant une arête d'écoulement (92) qui est disposée en dessous
de la surface d'agent de mouillage (FO), de sorte que l'évacuation de l'agent de mouillage
a lieu par un écoulement de l'agent de mouillage sur l'arête d'écoulement (92).
11. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications 6 à 10, le récipient
intermédiaire (8) étant divisé par une paroi intermédiaire (83) en une zone d'écoulement
d'entrée (81) et une zone d'écoulement de sortie (82), l'introduction de l'agent de
mouillage provenant du ou des dispositifs de mouillage (2) ayant lieu dans la zone
d'écoulement d'entrée (81), la paroi intermédiaire (83) présentant une ouverture utile
(84) qui permet un écoulement entre la zone d'écoulement d'entrée (81) et la zone
d'écoulement de sortie (82), l'ouverture utile (84) étant située en dessous d'un niveau
de remplissage minimal de l'agent de mouillage dans la zone d'écoulement d'entrée
(81).
12. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, l'unité
de nettoyage comprenant un séparateur.
13. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, l'unité
de nettoyage comprenant un filtre à courant transversal.
14. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
de nettoyage comprenant une unité de filtre avec des filtres échangeables.
15. Circuit d'agent de mouillage (1) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
de nettoyage étant conçu comme un système en cascade.