[0001] Die Erfindung betrifft eine Fadenverlegevorrichtung zur Verwendung bei der Herstellung
einer mit einem Garn bewickelten, bevorzugt als Kreuzspule ausgebildeten Garnspule,
mit einer mittels eines Antriebes um eine Drehachse rotierbaren Verlegetrommel mit
einem fadenführenden Schlitz auf der Zylinderoberfläche der Verlegetrommel, wobei
die Drehachse von einer Welle mit zwei Wellenenden ausgebildet wird.
[0002] Beim Herstellen von Garnspulen muss zum Erreichen einer gleichmäßigen Bewicklung
der Faden des aufzuwickelnden Garns über der Länge der Längsachse, also dem Hub der
Garnspule, der Garnspule hin- und herbewegt werden, so dass eine Changierbewegung
ausgeführt wird. Letzteres wird als Verlegen bezeichnet. Dazu ist es z. B. aus der
US 3523652 A bekannt, so genannte Verlegetrommeln zu verwenden. Die Verlegetrommel ist dabei mit
ihrer Drehachse parallel zur Längsachse der Garnspule im Fadenlauf vor der Garnspule
in der Fadenverlegevorrichtung angeordnet. Der Faden ist in einem zick-zack-förmigen
Schlitz in der zylinderartigen Oberfläche (Zylinderoberfläche) der Verlegetrommel
geführt und läuft die Drehachse ausbildende Welle tangierend durch die Verlegetrommel
hindurch. Der Faden liegt also an der Welle an. Durch die Führung des Fadens in dem
Schlitz wird der Faden über der Länge der Längsachse der Garnspule hin- und herbewegt,
soweit der Schlitz sich in Längsrichtung der Längsachse entsprechend erstreckt. Die
Art der Aufspulung, d.h. die Aufspulcharakteristik, ist also über die Form des Schlitzes
festgelegt. Die Welle ist dabei an beiden Wellenenden an der Fadenverlegevorrichtung,
üblicherweise über Kugellager, gelagert. Es wird also eine beidseitige Lagerung der
Verlegetrommel verwendet.
[0003] Dadurch, dass der Faden an der Welle anliegt, entstehen Ablagerungen des entstehenden
Fadenabriebs innerhalb der Verlegetrommel, die die Reibung an der Welle erhöhen können.
Letzteres erhöht die Wahrscheinlichkeit von Fadenbrüchen, die wiederum zu Fadenaufwicklungen
an der Verlegetrommel führen können. Zur Reinigung der Verlegetrommel sind deshalb
Fenster in der Zylinderoberfläche der Verlegetrommel vorgesehen. Bei kleinen Hüben,
d.h. kurzer Längsachse der Verlegetrommel von ca. 1 bis 6 Zoll Länge, ist es jedoch
schwierig, eine Reinigung durch derartige Fenster vorzunehmen. Weiter führt das Rotieren
derartiger Fenster zu einer erheblichen Verletzungsgefahr, so dass ein Schutzgehäuse
vorzusehen ist.
Die beidseitige Lagerung der Verlegetrommel führt zu erheblichem Montageaufwand bei
einer Demontage der Verlegetrommel zu deren Reinigung oder zum Auswechseln der Verlegetrommel,
um eine Verlegetrommel mit einer anderen Aufspulcharakteristik zu verwenden. Außerdem
müssen unterschiedliche Grundbauteile der Verlegetrommel für verschiedene Hübe verwendet
werden, da immer die gesamte Länge zwischen den Montagepunkten der Welle an der Fadenverlegevorrichtung
zu deren beidseitiger Lagerung überbrückt werden muss.
[0004] Bei einem Produktionswechsel muss die Trommel gereinigt werden, damit beispielsweise
ein helles Garn nicht von den Ablagerungen (Flusen, Avivage etc.) des vorherigen Garnes
verunreinigt wird.
[0005] Es kann auch geschehen, dass beim Umspulen der Faden zwischen der Trommel und der
Spule (Wickelkörper) reißt, der Faden durch die Avivage auf der Trommelachse kleben
bleibt und dadurch auf dieselbe aufgewickelt wird. Ein solcher "Trommelwickel" muss
nun mit einer Schere oder Messer geschnitten werden. Konventionell (mit den Fenstern
in den die Zylinderoberfläche ausbildenden Trommelblechen) ist dies nur sehr mühsam
möglich, wegen schlechter Zugänglichkeit. Oftmals muss der ganze Trommelhalter dazu
herausgenommen, demontiert und gereinigt werden.
Zwecks Reinigung gibt es auf den Trommelblechen bekannter Verlegetrommeln entweder
Schlitze in den Flügeln oder Löcher in den Flanschteilen. Diese sind äußerst gefährlich
und müssen mit einer Türe geschützt werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenverlegevorrichtung bereitzustellen,
welche Nachteile des Standes der Technik vermeidet, wobei insbesondere ein rascher
Wechsel der Aufspulcharakteristik möglich sein soll.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Fadenverlegevorrichtung des unabhängigen Anspruchs gelöst.
Die abhängigen Ansprüche stellen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dar.
[0008] Eine erfindungsgemäße Fadenverlegevorrichtung zur Verwendung bei der Herstellung
einer mit einem Garn bewickelten, bevorzugt als Kreuzspule ausgebildeten Garnspule,
weist eine mittels eines Antriebes um eine Drehachse rotierbare Verlegetrommel mit
einem fadenführenden Schlitz auf der Zylinderoberfläche der Verlegetrommel auf. Die
Drehachse wird von einer Welle mit zwei Wellenenden ausgebildet.
Eines der Wellenenden ist als Montagewellenende derart ausgebildet, dass die Welle
mit dem Montagewellenende an der Fadenverlegevorrichtung montiert ist. Das zweite
Wellenende ist als freies Wellenende ausgebildet. Die Welle ist also nur einseitig
gelagert, so dass eine einseitige Lagerung, d.h. eine einseitige Einspannung der Verlegetrommel
ausgebildet ist.
Die Welle kann dabei z.B. direkt von einem Elektromotor in Verlängerung der Motorwelle
des Elektromotors ausgebildet sein oder es kann eine drehbare Lagerung der Welle vorgesehen
sein, so dass der Antrieb z.B. als Riemenantrieb ausgebildet sein kann. Die Welle
kann auch starr montiert sein, so dass lediglich die Verlegetrommel auf der Welle
rotierbar gelagert ist.
[0009] Durch die nur einseitige Montage der Verlegetrommel ist diese einfach und schnell
demontierbar und/oder auswechselbar, z.B. um die Aufspulcharakteristik bezüglich des
Hubs von Garnspulen zu ändern. Die Verlegtrommel muss daher keine Fenster in der Zylinderoberfläche
der Verlegetrommel aufweisen. Eine Reinigung kann ohne größeren Aufwand bei demontierter
Verlegetrommel vorgenommen werden. Wenn keine Fenster in der Zylinderoberfläche vorhanden
sind kann auf ein Sicherheitsgehäuse verzichtet werden.
Bei der erfindungsgemäßen Verlegetrommel kann also auf eine Tür verzichtet werden
da keine rotierenden Öffnungen vorhanden sein müssen.
[0010] Die erfindungsgemäße Verlegetrommel weist eine Hohlwelle auf, wobei die Hohlwelle,
bevorzugt über Kugellager, drehbar gelagert auf die Welle aufgeschoben ist. Die Hohlwelle
ist dabei bevorzugt auf eine starre Achse als Welle aufgeschoben und darauf drehbar
gelagert. Dadurch kann die Welle starr an der Fadenverlegevorrichtung montiert werden,
so dass diese eine starre und ortsfeste, sehr stabile Achse ausbildet. Der Antrieb
kann direkt z.B. mittels eines Riemenantriebs an der Hohlwelle eingreifen oder über
ein getriebeartiges Kraftübertragungsmodul erfolgen.
[0011] Erfindungsgemäß umfasst die Verlegetrommel eine montagewellenendenseitig angeordnete
erste Trommelhälfte und eine im Bereich des freien Wellenendes angeordnete zweite
Trommelhälfte, wobei die Trommelhälften jeweils Teiloberflächen der Zylinderoberfläche
der Verlegetrommel ausbilden Dabei wird der fadenführende Schlitz durch einen die
Teiloberflächen beabstandenden Spalt ausgebildet. Die beiden Trommelhälften können
so mühelos auseinandergebaut werden um z.B. eine Reinigung des Inneren der Verlegetrommel
vorzunehmen.
[0012] Sehr vorteilhaft ist die montagewellenendenseitig angeordnete erste Trommelhälfte
fest mit der Hohlwelle verbunden, bevorzugt verschraubt, und die zweite Trommelhälfte
ist auf die Hohlwelle aufgeschoben und auf der Hohlwelle drehfest mit der Hohlwelle
verbunden. Derart wird eine fliegende Lagerung der Verlegetrommel realisiert. Derart
kann zur Demontage der Verlegetrommel, zunächst die zweite Trommelhälfte abgenommen
werden und daraufhin die zweite Trommelhälfte zusammen mit der Hohlwelle von der Welle
heruntergeschoben werden. Es ergibt sich dadurch eine sehr starre Anordnung der Verlegetrommel,
so dass der zur Führung des Fadens vorgesehen Spalt insbesondere hinsichtlich seiner
Spaltbreite sehr starr ist.
[0013] Vorteilhaft ist die zweite Trommelhälfte über einen Schnellverschlussmechanismus
auf der Hohlwelle befestigt, wodurch das Abnehmen der zweiten Trommelhälfte insbesondere
zu Reinigungszwecken noch weiter vereinfacht ist. Der Schnellverschlussmechanismus
kann auch zur Einstellung der Spaltbreite des fadenführenden Schlitzes dienen.
[0014] Ein derartiger Schnellverschlussmechanismus kann einen auf die Hohlwelle mit einem
Schraubgewinde aufschraubbaren Ring aufweisen, wobei das Schraubgewinde an abkippbar
am Ring befestigten Backen ausgebildet ist. Dadurch ergibt sich eine sichere Verschraubung,
ohne dass der Ring über einen größeren Gewindeabschnitt fest angeschraubt werden muss.
[0015] Wenn zwischen der ersten Trommelhälfte und der zweiten Trommelhälfte mindestens ein
bevorzugt ringförmiges Abstandselement auf die Hohlwelle aufgeschoben ist kann die
Spaltbreite des fadenführenden Schlitzes mittels der Dicke und/oder der Anzahl der
Abstandselemente festgelegt werden. Dadurch kann die erfindungsgemäße Verlegetrommel
an verschieden Fadendicken flexibel angepasst werden.
[0016] Vorteilhaft sind die von den Trommelhälften ausgebildeten Teiloberflächen der Zylinderoberfläche
und/oder die Stirnflächen der Verlegetrommel öffnungsfrei ausgeführt. Die Trommeloberfläche
ist also geschlossen, d.h. sie weist keine Öffnung zum Reinigen auf. Dadurch wird
die Verletzungsgefahr an der Verlegetrommel minimiert.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Fadenverlegevorrichtung in einem Querschnitt;
- Figur 2
- zwei Verlegetrommeln einer erfindungsgemäßen Fadenverlegevorrichtung mit unterschiedlichen
Aufspulcharakteristika;
- Figur 3
- einen Querschnitt einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fadenverlegevorrichtung
mit geschlossener Verlegetrommel;
- Figur 4
- einen Querschnitt der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fadenverlegevorrichtung
aus Figur 3 mit geöffneter Verlegetrommel;
- Figur 5
- den Aufbau einer Verdrehsicherung einer erfindungsgemäßen Fadenverlegevorrichtung
zur drehfesten Verbindung der zweiten Trommelhälfte mit der Hohlwelle;
- Figur 6
- eine bevorzugte Ausführungsform eines Schnellverschlussmechanismus zur Sicherung der
zweiten Trommelhälfte auf der Hohlwelle;
- Figur 7
- die Handhabung des in Figur 6 gezeigten Schnellverschlusses;
- Figur 8
- eine weitere Verschlussvariante zur Fixierung der zweiten Trommelhälfte mit einem
Standard-Gewinde;
[0019] Die Darstellungen der Zeichnungen zeigen den erfindungsgemäßen Gegenstand stark schematisiert
und sind nicht maßstäblich zu verstehen. Die einzelnen Bestandteile des erfindungsgemäßen
Gegenstandes sind so dargestellt, dass ihr Aufbau gut gezeigt werden kann.
[0020] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Fadenverlegevorrichtung in einem Querschnitt.
Die Fadenverlegevorrichtung weist eine, mittels eines Antriebes um eine Drehachse
1 rotierbare, Verlegetrommel 2 auf, die eine Zylinderoberfläche 4 ausbildet. Die Drehachse
1 wird von einer Welle 6 mit zwei Wellenenden ausgebildet. Die Welle 6 ist starr an
der Fadenverlegevorrichtung montiert. Eines der Wellenenden ist als Montagewellenende
10 ausgebildet, derart, dass die Welle 6 mit dem Montagewellenende 10 an der Fadenverlegevorrichtung
montiert ist und das zweite Wellenende 11 ist als freies Wellenende ausgebildet, derart,
dass eine einseitige Lagerung der Verlegetrommel 2 ausgebildet ist. Die Verlegetrommel
2 weist eine Hohlwelle 14 auf, wobei die Hohlwelle 14 drehbar gelagert auf die Welle
6 aufgeschoben ist. Die Hohlwelle 14 ist dabei über Kugellager auf der starren Welle
6 gelagert. Der Antrieb ist als ein Elektromotor 15 ausgebildet, der über einen Riemenantrieb
16 die Rotation der Verlegetrommel antreibt.
Die Verlegetrommel 2 weist eine montagewellenendenseitig angeordnete erste Trommelhälfte
21 und eine im Bereich des freien Wellenendes 11 angeordnete zweite Trommelhälfte
22 auf. Dabei bilden die Trommelhälften 21,22 jeweils Teiloberflächen der Zylinderoberfläche
der Verlegetrommel 2 aus. Ein fadenführender Schlitz 25 wird durch einen, die Teiloberflächen
beabstandenden, Spalt ausgebildet.
Die montagewellenendenseitig angeordnete, d.h. die in der Figur links angeordnete
erste Trommelhälfte 21 ist mittels Schrauben 28 fest mit der Hohlwelle verbunden.
Die zweite Trommelhälfte 22 ist auf die Hohlwelle 14 aufgeschoben und auf der Hohlwelle
14 drehfest über einen Flansch 30 mit der Hohlwelle 14 verbunden. Die zweite Trommelhälfte
22 ist mittels eines Schnellverschlussmechanismus 32 auf der Hohlwelle 14 gesichert.
[0021] Die rechte Trommelhälfte ist daher schnell z.B. zu Reinigungszwecken entfernbar.
Es können daher geschlossene Trommelbleche vorhanden sein, d.h. die Zylinderoberfläche
der Verlegetrommel 2 muss keine Fenster mehr aufweisen. Eine Abdeckung der rotierenden
Verlegetrommel 2, z.B. mittels einer Türe, kann daher unterbleiben.
[0022] Figur 2 zeigt zwei Verlegetrommeln einer erfindungsgemäßen Fadenverlegevorrichtung
mit unterschiedlichen Aufspulcharakteristika. Die in der Figur oben dargestellte Verlegetrommel
weist z.B. einen Hub von 6 Zoll und die in der Figur unten dargestellte Verlegetrommel
weist z.B. einen Hub von 1,5 Zoll auf. Damit die Grundbauteile der Verlegetrommeln
identisch ausgebildet sein können, ist die im Bereich des freien Wellenendes angeordnete
zweite Trommelhälfte 22 in der Länge ihrer Längsachse derart ausgebildet, dass sie
jeweils unter Ausbilden eines gewünschten fadenführenden Schlitzes 25 an identischer
Position auf der Hohlwelle 14 montierbar ist. Dies ermöglicht ein schnelles Umstellen
der Hübe der Verlegetrommel durch Wechselsätze der Trommelbleche bzw. der Trommelhälften
21,22.
[0023] Figur 3 zeigt einen Querschnitt einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fadenverlegevorrichtung
mit geschlossener Verlegetrommel.
Das Montagewellenende 10 ist in der Figur auf der linken Seite der Verlegetrommel
2 angeordnet. Die Welle 6 ist also als starre Welle mittels einer Schraubenmutter,
z.B. einer Sechskantmutter 50, an einem Halteelement 52, z.B. einem Gehäuse, einer
Fadenverlegevorrichtung montiert, d.h. festgeschraubt. Die Verlegetrommel 2 hat eine,
abgesehen vom fadenführenden Schlitz 25, geschlossene Zylinderoberfläche, d.h. die
Trommelbleche sind geschlossen.
[0024] Die in der Figur linke Trommelhälfte weist einen Flansch 60, an dem das Trommelblech
61 befestigt ist, auf. Der Flansch 60 ist über Verbindungselemente an der als Hohlwelle
dienenden Buchse 63 und an einem Antriebsrad 65 befestigt. Die Buchse 63 und das Antriebsrad
65 sind über Kugellager 67,68 auf der Welle 6, im Falle des in der Figur rechten Kugellagers
68 über eine in die Welle 6 eingesteckte Hülse 71, gelagert. Eine Büchse 69 dient
als Abstandshalter. Die in der Figur rechte Trommelhälfte ist über eine Verdrehsicherung
70 an der Buchse 63 montiert und mittels eines Verschlusses arretiert. Der Verschluss
ist als ein Schnellverschluss mit einem Sprengring 75 ausgebildet und auf einen an
Buchse 63 befestigten Gewindezapfen 76 aufgeschraubt.
[0025] Um ein Starten der Trommel bei entfernter rechter Trommelhälfte zu verhindern, kann
die Position derselben überwacht werden. Dies kann geschehen durch einen Sensor, z.B.
einen Hallsensor 80, der auf der feststehenden Hohlwelle 6 montiert ist und den axialen
Abstand des Verschlusses überwacht. Dazu sind am Verschluss Magnethalter vorgesehen.
Das Kabel des Sensors wird durch die Hohlwelle 6 weggeführt.
[0026] Die beiden Trommelhälften links und rechts bilden einen Schlitz 25, der den Faden
hin und her bewegt während derselbe von der Garnspule aufgewickelt wird.
Die Genauigkeit der Fadenführung (Changierbewegung) wird durch die Schlitzbreite beeinflusst.
Je kleiner der Schlitz, desto genauer die Führung.
[0027] Die Schlitzbreite kann eingestellt werden durch Distanzscheiben, welche auf die Buchse
63 aufgesteckt die Distanz zwischen Buchse 63 und Flansch 90, in der Figur rechts,
bilden.
[0028] Konventionell hat man den Schlitz 25 auf das gröbste Garn eingestellt um die Einrichtarbeit
zu reduzieren.
Mittels dieser bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verlegetrommel kann
in kürzester Zeit der Schlitz 25 auf das jeweils zu produzierende, d.h. aufzuspulende,
Garn optimal eingestellt werden.
Durch das komplette Entfernen der rechten Hälfte wird das Reinigen stark vereinfacht.
In Figur 4 ist die erfindungsgemäße Fadenverlegevorrichtung aus Figur 3 mit geöffneter
Verlegetrommel dargestellt. Dabei ist die zweite Trommelhälfte von der Hohlwelle 6
und der Buchse 63 heruntergeschoben, nach rechts abgesetzt dargestellt.
[0029] Die Figur 5 zeigt den Aufbau der Verdrehsicherung 70 zur drehfesten Verbindung der
zweiten Trommelhälfte mit der als Buchse bezeichneten Hohlwelle 63 in einem Ausschnitt
einer dreidimensionalen Darstellung. Die Verdrehsicherung 70 ist durch Nocken 100
an der Hohlwelle 63, die in Nuten 102 an der zweiten Trommelhälfte eingreifen, realisiert.
[0030] Figur 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Schnellverschlussmechanismus
zur Sicherung der zweiten Trommelhälfte auf der Hohlwelle.
Der Verschluss kann auch durch einen Schnellverschluss realisiert werden. Bei diesem
werden anstelle des einfachen Gewindes in der Verschlussseite Gewindesegmente 110
eingesetzt, welche durch Zusammendrücken über das Gewinde auf der linken Seite geschoben
werden können, bis auf Anschlag. Dazu sind die Gewindesegmente 110 an Backen 112 zum
Zusammendrücken vorgesehen. Ein Zusammendrücken der Backen 112 erlaubt ein rasches
Einfahren des Verschlusses, da die Gewindesegmente dadurch radial nach außen weggedrückt
werden. Mit einem minimalen Aufwand kann der Verschluss nun durch Drehen vorgespannt
werden.
[0031] Ein derartiger Schnellverschluss ist sehr sicher gegen dessen Lösen. Das Gewinde
kann selbsthemmend ausgeführt sein. Ein Überlastmoment wird durch Federn 114 definiert.
Wenn das Anzugsdrehmoment, d.h. die axiale Vorspannkraft durch den Schnellverschluss,
nicht ausreicht, wird lediglich das Spulbild beeinträchtigt. Die Verletzungsgefahr
bleibt gering.
[0032] Figur 7 zeigt die Handhabung des in Figur 6 gezeigten Schnellverschlusses. Zunächst
wird der Schnellverschluss, wie in Figur 7a dargestellt, zusammengedrückt und eingefahren.
Dann wird, wie in Figur 7b dargestellt, die rechte Trommelhälfte bis an einen Anschlag,
z.B. an einen Positionierstift 120 für eine Verlegekante, eingeschoben. Der Schnellverschluss
wird nun losgelassen.
Abschließend wird, wie in Figur 7c dargestellt, am Verschluss gedreht, bis die Kupplung,
d.h. die Gewindebacken, überschnappen.
[0033] Figur 8 zeigt eine weitere Verschlussvariante zur Fixierung der zweiten Trommelhälfte
mit einem Standard-Gewinde.
Die rechte Trommelhälfte wird durch ein Gewinde 130 auf die linke Hälfte verschraubt.
Dies kann mit einem insbesondere frei beweglichen Drehgriff 132 geschehen, der sich
auf der rechten Hälfte drehen lässt. Die linke Trommelhälfte weist dabei einen fest
auf den Rotationskörper montierten Gewindezapfen 134 auf.
[0034] Zur Halterung der Teiloberflächen der Zylinderoberfläche der Verlegetrommel an den
Stirnseiten der Verlegetrommelhälften können Stabilisierungsrippen im Inneren der
Verlegetrommel vorgesehen sein.
[0035] Vorgeschlagen wird eine Fadenverlegevorrichtung zur Verwendung bei der Herstellung
einer mit einem Garn bewickelten, bevorzugt als Kreuzspule ausgebildeten Garnspule,
mit einer mittels eines Antriebes um eine Drehachse 1 rotierbaren Verlegetrommel 2
mit einem fadenführenden Schlitz 25 auf der Zylinderoberfläche der Verlegetrommel
2, wobei die Drehachse 1 von einer Welle 6 mit zwei Wellenenden 10,11 ausgebildet
wird. Dabei ist eines der Wellenenden als Montagewellenende 10 ausgebildet, derart,
dass die Welle 6 mit dem Montagewellenende 10 an der Fadenverlegevorrichtung montiert
ist und das zweite Wellenende 11 ist als freies Wellenende ausgebildet, derart, dass
eine einseitige Lagerung der Verlegetrommel 2 ausgebildet ist.
1. Fadenverlegevorrichtung zur Verwendung bei der Herstellung einer mit einem Garn bewickelten,
bevorzugt als Kreuzspule ausgebildeten Garnspule,
mit einer mittels eines Antriebes um eine Drehachse (1) rotierbaren Verlegetrommel
(2) mit einem fadenführenden Schlitz (25) auf der Zylinderoberfläche der Verlegetrommel
(2), wobei die Drehachse (1) von einer Welle (6) mit zwei Wellenenden (10,11) ausgebildet
wird, wobei eines der Wellenenden als Montagewellenende (10) ausgebildet ist, derart,
dass die Welle (6) mit dem Montagewellenende (10) an der Fadenverlegevorrichtung montiert
ist und das zweite Wellenende (11) als freies Wellenende ausgebildet ist, derart,
dass eine einseitige Lagerung der Verlegetrommel (2) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verlegetrommel (2) eine Hohlwelle (14) aufweist, wobei die Hohlwelle (14), bevorzugt
über Kugellager, drehbar gelagert auf die Welle (6) aufgeschoben ist, und dass
die Verlegetrommel (2) eine montagewellenendenseitig angeordnete erste Trommelhälfte
(21) und eine im Bereich des freien Wellenendes (11) angeordnete zweite Trommelhälfte
(22) aufweist, wobei die Trommelhälften jeweils Teiloberflächen der Zylinderoberfläche
der Verlegetrommel (2) ausbilden, und wobei der fadenführende Schlitz (25) durch einen
die Teiloberflächen beabstandenden Spalt ausgebildet wird, derart dass die beiden
Trommelhälften auseinandergebaut werden können.
2. Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die montagewellenendenseitig angeordnete erste Trommelhälfte (21) fest mit der Hohlwelle
(14) verbunden, bevorzugt verschraubt, ist und die zweite Trommelhälfte (22) auf die
Hohlwelle (14) aufgeschoben und auf der Hohlwelle (14) drehfest mit der Hohlwelle
(14) verbunden ist.
3. Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Trommelhälfte (22) über einen Schnellverschlussmechanismus (32) auf der
Hohlwelle (14) befestigt ist.
4. Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schnellverschlussmechanismus (32) einen auf die Hohlwelle (14) mit einem Schraubgewinde
aufschraubbaren Ring aufweist, wobei das Schraubgewinde an abkippbar am Ring befestigten
Backen ausgebildet ist.
5. Fadenverlegevorrichtung nach Anspruch 1 und 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zwischen der ersten Trommefhälfte (21) und der zweiten Trommelhälfte (22) mindestens
ein bevorzugt ringförmiges Abstandselement auf die Hohlwelle (14) aufgeschoben ist,
wobei die Spaltbreite des fadenführenden Schlitzes (25) mittels der Dicke und/oder
der Anzahl der Abstandselemente festgelegt ist.
6. Fadenverlegevorrichtung nach einem der Ansprüche 1, und 5.
dadurch gekennzeichnet, dass
die von den Trommelhälften (21,22) ausgebildeten Teiloberflächen der Zylinderoberfläche
und/oder die Stirnflächen der Verlegetrommel (2) öffnungsfrei ausgeführt sind.
7. Garnspulenherstellungsmaschine mit einer Fadenverlegevorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 6.
1. Thread-laying mechanism for use in the manufacture of a yarn bobbin wound with a yarn,
preferably in the form of a cross-wound bobbin, having a laying drum (2) rotatable
by means of a drive about an axis of rotation (1), with a thread-guiding slit (25)
on the cylindrical surface of the laying drum (2), wherein the axis of rotation (1)
is formed by a shaft (6) having two shaft ends (10, 11), one of the shaft ends being
in the form of a mounting shaft end (10), such that the shaft (6) is mounted with
the mounting shaft end (10) on the thread-laying mechanism, and the second shaft end
(11) is in the form of a free shaft end, such that a one-sided bearing of the laying
drum (2) is formed,
characterised in that
the laying drum (2) comprises a hollow shaft (14), the hollow shaft (14) being pushed,
so that it is rotatably mounted, preferably via ball bearings, onto the shaft (6),
and that
the laying drum (2) comprises a first drum half (21) arranged at the mounting shaft
end side and a second drum half (22) arranged in the region of the free shaft end
(11), the drum halves each forming component-surfaces of the cylindrical surface of
the laying drum (2) and wherein the thread-guiding slit (25) is formed by a gap separating
the component-surfaces, such that the two drum halves can be disassembled.
2. Thread-laying mechanism according to claim 1,
characterized in that
the first drum half (21) arranged at the mounting shaft end side is fixedly connected,
preferably by screws, to the hollow shaft (14), and the second drum half (22) is pushed
onto the hollow shaft (14) and connected, secure against rotation, to the hollow shaft
(14).
3. Thread-laying mechanism according to claim 2,
characterised in that
the second drum half (22) is secured on the hollow shaft (14) by means of a quick-release
mechanism (32).
4. Thread-laying mechanism according to claim 3,
characterised in that
the quick-release mechanism (32) comprises a ring screwable by means of a screw thread
onto the hollow shaft (14), the screw thread being formed on flanges that are fixed
to the ring so that they pivot.
5. Thread-laying mechanism according to claim 1 and 4,
characterised in that
at least one, preferably annular, spacer element is pushed onto the hollow shaft (14)
between the first drum half (21) and the second drum half (22), the gap width of the
thread-guiding slit (25) being determined by means of the thickness and/or the number
of the spacer elements.
6. Thread-laying mechanism according to one of claims 1 and 5,
characterised in that
the component-surfaces of the cylindrical surface formed by the drum halves (21, 22)
and/or the end faces of the laying drum (2) are constructed without openings.
7. Yarn manufacturing device having a thread-laying mechanism according to any one of
claims 1 to 6.
1. Dispositif de pose de fil, conçu pour être utilisé lors de la production d'une bobine
de fil garnie d'un enroulement de fil et réalisée, de préférence, sous la forme d'une
bobine croisée,
comprenant un tambour de pose (2) pouvant tourner autour d'un axe de rotation (1),
au moyen d'un entraînement, la surface du cylindre dudit tambour de pose (2) étant
munie d'une fente (25) de guidage du fil, ledit axe de rotation (1) se présentant
comme un arbre (6) pourvu de deux extrémités (10, 11), l'une des extrémités de l'arbre
étant réalisée sous la forme d'une extrémité (10) de montage dudit arbre, de telle
sorte que ledit arbre (6) soit monté sur le dispositif de pose de fil par ladite extrémité
de montage (10), et la seconde extrémité (11) de l'arbre étant réalisée sous la forme
d'une extrémité libre dudit arbre, de façon à instaurer une portée unilatérale dudit
tambour de pose (2),
caractérisé par le fait que
le tambour de pose (2) offre un arbre creux (14), ledit arbre creux (14) étant enfilé
sur l'arbre (6) avec montage rotatif, de préférence par l'intermédiaire de roulements
à billes ; et par le fait que
ledit tambour de pose (2) comprend une première moitié (21), disposée du côté de l'extrémité
de montage de l'arbre, et une seconde moitié (22) située dans la région de l'extrémité
libre (11) dudit arbre, lesdites moitiés du tambour matérialisant, respectivement,
des surfaces partielles de la surface du cylindre dudit tambour de pose (2), et la
fente (25) de guidage du fil revêtant la forme d'un interstice espaçant mutuellement
lesdites surface partielles, de telle sorte que lesdites deux moitiés du tambour puissent
être dissociées l'une de l'autre.
2. Dispositif de pose de fil, selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que
la première moitié (21) du tambour, disposée du côté de l'extrémité de montage de
l'arbre, est reliée rigidement à l'arbre creux (14), de préférence par boulonnage,
et la seconde moitié (22) dudit tambour est enfilée sur ledit arbre creux (14), et
est reliée audit arbre creux (14) avec verrouillage rotatif sur ledit arbre creux
(14).
3. Dispositif de pose de fil, selon la revendication 2,
caractérisé par le fait que
la seconde moitié (22) dudit tambour est fixée sur l'arbre creux (14) au moyen d'un
mécanisme (32) de fermeture rapide.
4. Dispositif de pose de fil, selon la revendication 3,
caractérisé par le fait que
le mécanisme (32) de fermeture rapide comporte une bague pouvant être vissée sur l'arbre
creux (14) à l'aide d'un filetage, ledit filetage étant façonné sur des mâchoires
fixées à ladite bague, sur laquelle elles peuvent être rabattues par basculement.
5. Dispositif de pose de fil, selon les revendications 1 et 4,
caractérisé par le fait
qu'au moins un élément d'espacement, annulaire de préférence, est enfilé sur l'arbre
creux (14) entre la première moitié (21) du tambour et la seconde moitié (22) dudit
tambour, la largeur d'interstice de la fente (25) de guidage du fil étant fermement
établie par l'épaisseur et/ou par le nombre des éléments d'espacement.
6. Dispositif de pose de fil, selon l'une des revendications 1 et 5,
caractérisé par le fait que
les surfaces partielles de la surface du cylindre, matérialisées par les moitiés (21,
22) du tambour, et/ou les faces extrêmes dudit tambour de pose (2), présentent des
réalisations dépourvues d'orifices.
7. Machine de production de bobines de fil, équipée d'un dispositif de pose de fil conforme
à l'une des revendications 1 à 6.