[0001] Die Erfindung betrifft einen Sessel eines Sesselliftes mit wenigstens einem an einem
Rahmen des Sessels angeordneten Sitz mit einem Sitzteil und einer Rückenlehne, wobei
der Sitzteil eine Sitzfläche und die Rückenlehne eine Rückenlehnfläche aufweist und
wobei der Sitzteil eine der Rückenlehne zugeordnete Hinterkante und eine der Hinterkante
gegenüberliegende Vorderkante aufweist.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Sesselliftes,
wobei ein Sessel mit wenigstens einem Sitz mit einem Sitzteil und einer Rückenlehne
von einer Station zu einer anderen Station bewegt wird, wobei der Sitzteil eine Sitzfläche
und die Rückenlehne eine Rückenlehnfläche aufweist, wobei der Sitzteil eine der Rückenlehne
zugeordnete Hinterkante und eine der Hinterkante gegenüberliegende Vorderkante aufweist
und wobei die Rückenlehne eine dem Sitzteil zugeordnete Unterkante und eine der Unterkante
gegenüberliegende Oberkante aufweist.
[0002] Sessel für Sessellifte weisen meist einen oder bis zu acht nebeneinander liegende
Sitz(e) auf. Um ein Herausfallen oder Abrutschen der Fahrgäste vom Sessel zu verhindern,
weisen diese Sessel Schutzbügel auf, die über die gesamte Breite des Sessels gehen.
Diese Schutzbügel können von einer Position, in der sie über den Fahrgästen liegen,
in eine Position verschwenkt werden, in der sich ein Querbügel vor den Fahrgästen
über deren Oberschenkel erstreckt. Des Weiteren ist an den Schließbügeln oft noch
eine der Anzahl der Sitze entsprechende Anzahl von Fußrasten vorgesehen.
[0003] Kleinere Personen, insbesondere Kinder, sind oft nicht in der Lage, die ordnungsgemäße
Sitzposition, bei der sich der gesamte Rücken an der Rücklehne abstützt, einzunehmen,
so dass sie sich in Folge am Schutzbügel, insbesondere am Querbügel, festhalten, wodurch
sie mit dem Gesäß in den Bereich der Vorderkante der Sitzfläche kommen. Da der Abstand
zwischen Querbügel und Sitzfläche vorschriftsgemäß so dimensioniert ist, dass auch
große Fahrgäste mit längeren Beinen unter dem Querbügel bequem Platz finden, ist dieser
Abstand in der Regel für kleinere Personen zu groß, sodass ein Durchrutschen dieser
kleineren Personen unter dem Querbügel möglich ist, insbesondere wenn sie auf Grund
ihrer kürzeren Beine nicht in der Lage sind, diese auf den Fußrasten abzustützen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Sessel eines Sesselliftes sowie
ein Verfahren der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, mit welchen
unabhängig von der Größe der Person und deren Sitzposition auf dem Sessel ein Rutschen
in Richtung der Vorderkante des Sitzes und somit ein Durchrutschen zwischen Sitzfläche
und Querbügel zuverlässig verhindert wird.
[0005] Zum einen wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Sessel eines Sesselliftes
gelöst, welcher die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
[0006] Zum anderen wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Verfahren gelöst, welches
die Merkmale des Anspruches 11 aufweist.
[0007] Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sessels einerseits
und des erfindungsgemäßen Verfahrens andererseits sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Dadurch, dass die Sitzfläche mit Hilfe eines Schwenkmechanismus verschwenkbar ist,
kann sie, während ein Fahrgast darauf sitzt, derart verschwenkt werden, dass sie im
Vergleich zur herkömmlichen Position zur Hinterkante des Sitzteils hin abfallend bzw.
stärker abfallend verläuft. Die Gewichstkraft der Fahrgäste wird dann automatisch
in Richtung zur Rückenlehne und zur Hinterkante des Sitzes gelenkt. Fahrgäste kommen
automatisch und unabhängig von deren Größe und Sitzposition auf dem Sessel in eine
stärkere, stabile Rückenlage, womit einem Rutschen in Richtung der Vorderkante des
Sitzes und somit einem Durchrutschen zwischen Sitzfläche und Querbügel entgegen gewirkt
wird.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Sitzfläche und die Rückenlehnfläche
mit Hilfe eines Schwenkmechanismus verschwenkbar. Wenn auch die Rückenlehnfläche verschwenkbar
ist, so kann in verschwenkter Position des Sitzes der herkömmliche Winkel zwischen
Sitzfläche und Rückenlehnfläche beibehalten bzw. wieder hergestellt werden, um den
gewohnten Sitzkomfort beizubehalten.
[0010] Vorzugsweise wird der Winkel zwischen Sitzfläche und Rückenlehne zumindest zeitweise
zueinander verändert. Dies kann im Rahmen der Erfindung insbesondere dadurch erfolgen,
dass zuerst die Sitzfläche und danach die Rückenlehnfläche verschwenkt wird, oder
dass zuerst die Rückenlehnfläche und danach die Sitzfläche verschwenkt wird. Es kann
auch nur die Sitzfläche verschwenkt werden, wogegen die Rückenlehnfläche permanent
in gleicher Position bleibt.
[0011] Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Sitzfläche und die Rückenlehnfläche
gleichzeitig und gegebenenfalls um die gleiche Schwenkachse verschwenkt werden, indem
der Sitz als Ganzes verschwenkt wird. Wichtig ist, dass die Sitzfläche nach dem Verschwenken
zur Hinterkante hin abfallend verläuft.
[0012] Weiters ist es bevorzugt, wenn die Sitzfläche und gegebenenfalls die Rückenlehnfläche
um eine im Wesentlichen parallel zur Hinterkante des Sitzteils verlaufende Schwenkachse
verschwenkbar ist. Im Rahmen der Erfindung kann diese Schwenkachse im Bereich der
Hinterkante des Sitzteils oder im Bereich der Mitte des Sitzteils oder im Bereich
der Vorderkante des Sitzteils angeordnet sein. Befindet sich die Schwenkachse im Bereich
der Hinterkante des Sitzteils, so kann die Vorderkante angehoben werden, wogegen die
Position der Hinterkante nicht verändert wird. Befindet sich die Schwenkachse im Bereich
der Vorderkante des Sitzteils, so kann die Hinterkante abgesenkt werden, wogegen die
Position der Vorderkante nicht verändert wird. Wenn sich die Schwenkachse im Bereich
der Mitte des Sitzteils befindet, so kann die Vorderkante erhöht werden, während die
Hinterkante abgesenkt wird.
[0013] Eine zeitliche Abfolge des erfindungsgemäßen Verschwenkens kann beispielhaft wie
folgt dargestellt werden:
Ein Fahrgast setzt sich wie gewohnt in einer Station auf einen Sitz des Sessels des
Sesselliftes, wobei der Sitz sich in herkömmlicher Position oder in Bezug auf die
herkömmliche Sitzposition in leicht nach vorne abgesenkter Position befindet. Vor
oder während des Herausfahrens des Sessels aus dieser Station wird die Sitzfläche
nach dem Einstiegsbereich derart verschwenkt, dass die Vorderkante des Sitzteils gehoben
wird. Dabei kann die Hinterkante des Sitzteils abhängig von der Lage der Schwenkachse
feststehend angeordnet bleiben oder entsprechend abgesenkt werden. Alternativ kann
die Sitzfläche nach dem Einstiegsbereich auch derart verschwenkt werden, dass die
Hinterkante des Sitzteils bei feststehend angeordneter Vorderkante gesenkt wird. Zusätzlich
kann die Rückenlehnfläche zeitgleich oder geringfügig zeitlich versetzt verschwenkt
werden, indem beispielsweise die Oberkante der Rückenlehne entgegen der Fahrtrichtung
des Sessels bewegt wird.
[0014] Während der Fahrt von dieser Station zu einer nächsten Station ist der Sitz in dieser
Position gehalten, in welcher der Fahrgast automatisch in eine stärkere, stabile Rückenlage
kommt und gegen die Rückenlehne gedrückt wird.
[0015] Vor dem Ausstiegsbereich der nächsten Station wird die Sitzfläche derart verschwenkt,
dass die Vorderkante des Sitzteils gesenkt wird. Dabei kann die Hinterkante des Sitzteils
wiederum abhängig von der Lage der Schwenkachse feststehend angeordnet bleiben oder
entsprechend gehoben werden. Wenn zuvor alternativ die Hinterkante des Sitzteils bei
feststehend angeordneter Vorderkante gesenkt wurde, so wird nun die Hinterkante des
Sitzteils bei feststehend angeordneter Vorderkante gehoben. Wenn die Rückenlehnfläche
zuvor wie oben beschrieben verschwenkt wurde, so wird auch diese in die Ausgangsstellung
verschwenkt, indem zeitgleich oder geringfügig zeitlich versetzt die Oberkante der
Rückenlehne in Fahrtrichtung des Sesselliftes bewegt wird. Der Sitz befindet sich
wieder in der eingangs beschriebenen Position. Der Fahrgast kann wie gewohnt aus dem
Sessel aussteigen.
[0016] Im Rahmen der Erfindung kann jedem Sitz ein eigener Schwenkmechanismus zugeordnet
sein. Bevorzugt ist aber, wenn ein Schwenkmechanismus mindestens zwei Sitzen, insbesondere
allen Sitzen gemeinsam zugeordnet ist. Der Schwenkmechanismus kann seitlich neben
dem Sessel angeordnet sein oder, je nach dem ob die Vordekante angehoben oder die
Hinterkante abgesenkt werden soll, im vorderen oder im hinteren Bereich des Sitzes
vorzugsweise unterhalb des Sitzes angeordnet sein.
[0017] Im Rahmen der Erfindung ist es ebenfalls möglich, dass sich der Schwenkmechanismus
ganz oder nur teilweise über die Breite des Sessels erstreckt. Ebenso ist möglich,
dass der Schwenkmechnismus mindestens eine punktuell angeordnete Heb- und Senkeinrichtung
aufweist, wie beispielsweise ein Kolben, die hinter, unter oder seitlich neben dem
Sessel bzw. mindestens einem Sitz angeordnet ist.
[0018] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen, in welchen eine
bevorzugte Ausführungsform dargestellt ist.
[0019] Es zeigt: Fig. 1 einen Sessel eines Sesselliftes mit geöffnetem Schutzbügel in Seitenansicht,
Fig. 2 den Sessel aus Fig. 1 mit geschlossenem Schutzbügel in Seitenansicht, Fig.
3 und 4 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sessels eines Sesselliftes in
Seitenansicht, Fig. 5 und 6 eine Ausführungsform eines Schwenkmechanismus und Fig.
7 Mittel zum Betätigen des Schwenkmechanismus.
[0020] In den Fig. 1 und 2 ist ein Sessel 1 eines Sesselliftes mit einem Schutzbügel 2 dargestellt,
der einen Mechanismus 3 zum Betätigen des Schutzbügels 2 aufweist. Die übrigen in
den Fig. 1 und 2 dargestellten Teile können wie im Stand der Technik üblich ausgeführt
sein. Es wird daher nur allgemein erwähnt, dass der Schutzbügel 2 an einem Rahmen
4 angeordnet ist, der über ein Gelenk 5 mit einer Tragstange 6 verbunden ist, an deren
oberen Ende eine Klemmeinrichtung 7 zum Befestigen des Sessels 1 an ein Förderseil
8 angebracht ist. Die Erfindung ist unabhängig davon auch für andere Bauformen von
Sesseln, insbesondere kuppelbare Sessel, verwendbar.
[0021] Weiters wird allgemein erwähnt, dass der Sessel 1 wenigstens einen Sitz 9 mit einem
Sitzteil 31 und einer Rückenlehne 11 aufweist, wobei der Sitzteil 31 eine Sitzfläche
10 und die Rückenlehne 11 eine Rückenlehnfläche 12 aufweist und wobei der Sitzteil
31 eine der Rückenlehne 11 zugeordnete Hinterkante 13 und eine der Hinterkante 13
gegenüberliegende Vorderkante 14 aufweist. Die Rückenlehne 11 weist eine der Sitzfläche
10 zugeordnete Unterkante 15 und eine der Unterkante 15 gegenüberliegende Oberkante
16 auf.
[0022] In den Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform eines Sessels 1 eines Sesselliftes gezeigt,
bei dem erfindungsgemäß die Sitzfläche 10 mit Hilfe eines Schwenkmechanismus 17 verschwenkbar
ist. Fig. 3 zeigt zwei Positionen der Sitzfläche 10. Die untere Position stellt die
Ein- bzw. Ausstiegsposition der Sitzfläche 10 dar, in welcher die Sitzfläche 10 so
verläuft, wie sie etwa bei einem herkömmlichen Sessel 1 eines Sesselliftes am Rahmen
4 angeordnet ist. Die obere Position stellt die verschwenkte Position der Sitzfläche
10 dar, in welcher die Sitzfläche 10 zur Hinterkante 13 des Sitzes 9 hin abfallend
bzw. stärker abfallend verläuft. In dieser oberen, verschwenkten Position befindet
sich die Sitzfläche 10 während der Fahrt des Sessels 1 von einer Station zu einer
anderen Station (Fahrtposition). Der Schwenkmechanismus 17, der in den Fig. 5 und
6 besser von vorne ersichtlich ist, ist in Fig. 3 lediglich für die untere Ein- bzw.
Ausstiegsposition der Sitzfläche 10 dargestellt und entspricht der in Fig. 5 gezeigten
Stellung des Schwenkmechanismus 17. In Fig. 4 ist der Schwenkmechanismus 17 für die
Fahrtposition der Sitzfläche 10 dargestellt und entspricht dem in Fig. 6 gezeigten
Zustand des Schwenkmechanismus 17. Der in den Fig. 3 bis 6 gezeigte Schwenkmechanismus
17 ist allen Sitzen 9 gemeinsam zugeordnet und verläuft im vorderen Bereich und unterhalb
des Sitzes 9. Er erstreckt sich dabei über die gesamte Breite des Sessels 1 im Wesentlichen
parallel zu den Vorderkanten 14 der Sitze 9.
[0023] Der Schwenkmechanismus 17 weist in den Fig. 5 und 6 zwei Profile 18, 19 auf, die
gegeneinander verschiebbar sind. Das untere Profil 18 ist verschiebbar am Rahmen 4
gelagert und wirkt als Steuerprofil 18. Das obere Profil 19 ist fest mit der Unterseite
der Sitze 9 im Bereich deren Vorderkanten 14 verbunden. Das Steuerprofli 18 ist kürzer
als das obere Profil 19, damit es beim Verschieben nicht über die Breite des Sessels
hinausragt. Das Steuerprofil 18 weist Bolzen 20 auf, die innerhalb von im oberen Profil
19 vorgesehenen Schlitzen 21 geführt sind. Die Schlitze 21 weisen einen unteren Abschnitt
22 auf, der im wesentlichen parallel zur Längserstreckung der Profile 18, 19 verläuft
und einen schräg nach oben verlaufenden Abschnitt 23.
[0024] Im unverschwenkten Zustand der Sitzfläche 9 befindet sich das in den Fig. 5 und 6
gezeigte rechte Ende des Steuerprofil 18 im Bereich des rechten Endes des oberen Profils
19, wobei die Bolzen 20 des Steuerprofils 18 im oberen Ende der schrägen Abschnitte
23 der Schlitze 21 angeordnet sind. Wenn das Steuerprofil 18 in den Fig. 5 und 6 nach
links verschoben wird, so dass dann das linke Ende des Steuerprofils 18 sich im Bereich
des linken Endes des oberen Profils 19 befindet, so wird auf Grund des schrägen Abschnittes
23 der Schlitze 21 das obere Profil 19 nach oben aber nicht zu Seite hin verschoben.
Das obere Profil 19 bleibt mit Sicherheit in dieser Position, ohne sich ungewollt
abzusenken, da die Bolzen am äußeren Ende des unteren
[0025] Abschnittes 22 der Schlitze 21, der keine vertikale Bewegung erlaubt, anliegen. Das
obere Profil 19 und damit die Vorderkante 14 des Sitzes 9 können erst wieder abgesenkt
werden, wenn das Steuerprofil 18 wieder zurück verschoben wird.
[0026] In dieser Ausführungsform wird nur die Sitzfläche 10 verschwenkt, indem die Vorderkante
14 des Sitzes 9 angehoben wird, wobei Schwenkachse 24 im Bereich der Hinterkante 13
des Sitzteils 31 angeordnet ist.
[0027] Die Betätigung des Schwenkmechanismus 17 kann mit Hilfe einer in einer Station angeordneten
Einrichtung, wie beispielsweiser durch Kupplung mit dem Mechanismus 3 zum Betätigen
des Schutzbügels 2 (Fig. 1 und 2) erfolgen. Hierzu kann der Mechanismus 3 zum Betätigen
des Schutzbügels 2 beispielsweise mit einem Kabelzug 25 ausgestattet sein, der entweder
direkt oder indirekt, beispielsweise über eine Einrichtung 26 zum Schließen und Blockieren
des Öffnens des Schutzbügels 2, das Verschieben des Steuerprofils 18 bewirkt.
[0028] Mit Bezug auf die Fig. 1, 2 und 7 kann das Betätigen des Verschwenkmechanismus 17
dargestellt werden wie folgt:
[0029] Der Mechanismus 3 zum Betätigen des Schutzbügels 2 weist eine Führungsrolle 27 auf
und wird über diese angehoben (Fig. 2), wenn der Sessel 1 einen Bereich mit einer
der Führungsrolle 27 zugeordneten Führungseinrichtung, insbesondere Führungsschiene,
durchfährt, die im Auslaufbereich aus einer Station angeordnet ist. Vor oder im Einlaufbereich
der Station ist eine weitere Führungseinrichtung, beispielsweise Führungsschiene,
angeordnet, welche die Führungsrolle 27 wieder in die in Fig. 1 dargestellte, abgesenkte
Stellung bewegt. Vom Mechanismus 3 zum Betätigen des Schutzbügels 2 verläuft eine
Stange 28, die mit einem Bowdenzug 29 verbunden ist, der seinerseits mit einer zweiten
Stange 30 verbunden ist.
[0030] Bei Einfahrt des Sessels 1 in eine Station ist die Sitzfläche 9 nach oben verschwenkt.
Wenn die Führungsrolle 27 vor oder im Einfahrtsbereich einer Station wie in Fig. 1
abgesenkt wird, so drücken der Mechanismus 3 zum Betätigen des Schutzbügels 2 und
der Bowdenzug 29 die Stange 30 derart nach unten, dass die Einrichtung 26 zum Blockieren
des Öffnens des Schutzbügels 2 deaktiviert und der Schutzbügel 2 geöffnet wird.
[0031] Die Stange 30 steht direkt oder indirekt mit dem Kabelzug 25 in Verbindung. Der Kabelzug
25 wirkt beim Öffnen des Schutzbügels 2 derart auf die Schwenkeinrichtung 17, dass
das Steuerprofil 18 in der Weise (in Fig. 5 und 6 nach rechts) verschoben wird, dass
die Bolzen 22 des Steuerprofils 18 gegen das obere Ende des schrägen Abschnittes 23
der Schlitze 21 des oberen
[0032] Profils 19 verschoben werden. Somit wird das obere Profil 18 und damit die Vorderkante
14 des Sitzes 9 im Bereich der Station abgesenkt, wogegen die Schwenkachse 24 im Bereich
der Hinterkante 13 des Sitzteils 31 angeordnet ist.
[0033] Bei Ausfahrt des Sessels 1 aus der Station wird die Führungsrolle 27 angehoben, wobei
die Stange 30 nach oben gezogen wird und die Einrichtung 26 zum Schließen des Schutzbügels
2 aktiviert. Der Kabelzug 25 wirkt beim Schließen des Schutzbügels 2 derart auf die
Schwenkeinrichtung, dass das Steuerprofil 18 in der Weise (in Fig. 5 und 6 nach links)
zurückverschoben wird, dass die Bolzen 22 des Steuerprofils 18 gegen das untere Ende
des im Wesentlichen horizontelen Abschnittes 22 der Schlitze 21 des oberen Profils
19 verschoben werden. Somit wird das obere Profil 18 und damit die Vorderkante 14
des Sitzes 9 im Bereich der Station angehoben, wogegen die Hinterkante 13 des Sitzes
9 gleichbleibend angeordnet ist. Diese Position hält der Sitz 9 während der Fahrt
bis zum Einlauf in die nächste Station bei.
[0034] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben
werden:
Die Sitzfläche 10 eines Sessels 1 eines Sesselliftes ist mit Hilfe eines Schwenkmechanismus
17 verschwenkbar. Somit kann sie, während ein Fahrgast darauf sitzt, derart verschwenkt
werden, dass sie zur Hinterkante 13 des Sitzteils 31 hin abfallend bzw. stärker abfallend
verläuft. Fahrgäste kommen automatisch und unabhängig von deren Größe und Sitzposition
auf dem Sessel 1 in eine stärkere, stabile Rückenlage, womit einem Rutschen in Richtung
der Vorderkante 14 des Sitzteils 31 und somit einem Durchrutschen zwischen Sitzfläche
10 und Querbügel zuverlässig entgegengewirkt wird.
1. Sessel eines Sesselliftes mit wenigstens einem an einem Rahmen (4) des Sessels (1)
angeordneten Sitz (9) mit einem Sitzteil (31) und einer Rückenlehne (11), wobei der
Sitzteil (31) eine Sitzfläche (10) und die Rückenlehne (11) eine Rückenlehnfläche
(12) aufweist und wobei der Sitzteil (31) eine der Rückenlehne (11) zugeordnete Hinterkante
(13) und eine der Hinterkante (13) gegenüberliegende Vorderkante (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) mit Hilfe eines Schwenkmechanismus (17) verschwenkbar ist.
2. Sessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) um eine im Wesentlichen parallel zur Hinterkante (13) des Sitzteils
(31) verlaufende Schwenkachse (24) verschwenkbar ist.
3. Sessel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (24) im Bereich der Hinterkante (13) des Sitzteils (31) oder im
Bereich der Mitte des Sitzteils (31) oder im Bereich der Vorderkante (14) Sitzteils
(31) angeordnet ist.
4. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) und die Rückenlehnfläche (12) mit Hilfe eines Schwenkmechanismus
(17) verschwenkbar sind.
5. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen Sitzfläche (10) und Rückenlehnfläche (12) veränderbar ist.
6. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (17) wenigstens zwei gegeneinander verschiebbare Profile (18,
19) aufweist, wobei ein Profil (18) verschiebbar am Rahmen (4) gelagert ist und das
andere Profil (19) fest mit dem Sitz (9) verbunden ist.
7. Sessel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbar am Rahmen (4) gelagerte Profil (18) wenigstens einen Bolzen (20)
aufweist, der in einem Schlitz (21) geführt ist, der im mit dem Sitz (9) verbundenen
Profil (19) vorgesehen ist.
8. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (17) im Bereich der Vorderkante (14) des Sitzteils (31) und
unter dem Sitzteil (31) angeordnet ist.
9. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (17) mit Hilfe einer in einer Station angeordneten Einrichtung
betätigbar ist.
10. Sessel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkmechanismus (17) mit einem Mechanismus (3) zum Betätigen des Schutzbügels
(2) gekuppelt ist.
11. Verfahren zum Betreiben eines Sesselliftes, wobei ein Sessel (1) mit wenigstens einem
Sitz (9) mit einem Sitzteil (31) und einer Rückenlehne (11) von einer Station zu einer
anderen Station bewegt wird, wobei der Sitzteil (31) eine Sitzfläche (10) und die
Rückenlehne (11) eine Rückenlehnfläche (12) aufweist, wobei der Sitzteil (31) eine
der Rückenlehne (11) zugeordnete Hinterkante (13) und eine der Hinterkante (13) gegenüberliegende
Vorderkante (14) aufweist und wobei die Rückenlehne (11) eine dem Sitzteil (31) zugeordnete
Unterkante (15) und eine der Unterkante (15) gegenüberliegende Oberkante (16) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) im Bereich einer Station mit Hilfe eines Schwenkmechanismus (17)
verschwenkt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) um eine im Wesentlichen parallel zur Hinterkante (13) des Sitzteils
(31) verlaufende Schwenkachse (24) verschwenkt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) um eine im Bereich der Hinterkante (13) des Sitzteils (31) oder
im Bereich der Mitte des Sitzteils (31) oder im Bereich der Vorderkante (14) des Sitzteils
(31) angeordnete Schwenkachse (24) verschwenkt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer Station die Sitzfläche (10) und die Rückenlehnfläche (12) mit Hilfe
eines Schwenkmechanismus (17) verschwenkt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) und die Rückenlehnfläche (12) gleichzeitig verschwenkt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen Sitzfläche (10) und Rückenlehnfläche (12) verändert wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) derart verschwenkt wird, dass die Vorderkante (14) des Sitzteils
(31) nach dem Einstiegsbereich einer Station gehoben und vor dem Ausstiegsbereich
einer Station gesenkt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (10) derart verschwenkt wird, dass die Hinterkante (13) des Sitzteils
(31) nach dem Einstiegsbereich einer Station gesenkt und vor dem Ausstiegsbereich
einer Station gehoben wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehnfläche (12) derart verschwenkt wird, dass die Oberkante (16) der Rückenlehne
(11) nach dem Einstiegsbereich einer Station entgegen der Fahrtrichtung des Sessels
(1) und vor dem Ausstiegsbereich einer Station in Fahrtrichtung des Sessels (1) bewegt
wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschwenken durch Verschieben von wenigstens zwei gegeneinander verschiebbaren
Profile (18, 19) des Schwenkmechanismus (17) erfolgt.