[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Leitung zum Anschluß ortsveränderlicher
elektrischer Verbrauscheran eine Speisequelle gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0003] Derartige Leitungen werden beispielsweise in Schleppketten und zum Verbinden von
ortsveränderlichen Geräten, insbesondere von Robotern, mit einer Spannungs- bzw. Signalquelle
eingesetzt.Die Leitungen müssen mechanisch be lastbarsein, mit einer auf lange Zeitgleichbleibenden
Biegefestigkeit. Sie sollen auch in einem weiten Temperatur bereich gut biegbarbleiben,
der beispielseise zwischen -40 °C und +80 °C liegt. Von besonderer Bedeutung für solche
Leitungen sind neben Beständigkeit gegen Tmperatur und Torsion ihre elektrischen Egense
haften. Das be zieht sich besonders auf die fürdie Übertragung von Daten vorhandenen
Leitermit Betriebsfre quenzen von über 100 MHz.
[0004] Die bekannte Leitung nach der
DE 101 62 739 A1 weist neben anderen Üertragungs elementen zwei Date nübertragungsleitungen und eine
der Stromversorgung die nende Stromleitung auf, die jeweils von einem elektrischen
Schirm umgeben sind. Die Datenübeitragungsleitungen bestehen jeweils aus einem Aderpaar
mit zwei isolierten elektrischen Leitern und die Stromleitung weist vier Adern aus
isolierten elektrischen Leitern auf. Diese bekannte Leitung hat sich in der Praxis
bewährt. Ihre Herstellung ist aberaufwendig.
[0005] In der eingang erwähnten
EP-A-1 589 541 ist eine elektrische Leitung zum Anschluß ortsveränderlicher elektrischer Verbraucheran
eine Speisequelle beschrieben, welche eine von einem Mantel aus Isolier material um
gebene Leitungsseele aufweist, in der so wohlder Übertragung von Daten als auch der
Stromversorgung die nende, aus isolierten elektrischen Leitern bestehende Adern angeordnet
sind. Die Leitungsseele die serbe kannten Leitung ist von einem zwei Lagen aufweisen
den elektrischen Schirm umgeben, von denen eine als Geflecht bzw. Umseilung aus Kupferdrähten
ausgeführt ist, während die andere mindestens eine Schicht aus einem elektrischleitfähig
gemachten, aus Kunststoff bestehenden Vliesmaterial aufweist. Zur Date nübertragung
ist in der Leitungsseele ein Aderpaarangebracht, das von einer Abschirmung umgeben
ist. In den ein andergegenüber liegenden Zwickeln zwischen den Adern des Aderpaars
ist außerhalb der Abschirmung je eine der Stromversorgung die nende Versorgungsader
angeordnet.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leitung der eingangs geschilderten
Art anzugeben, die kompakter und einfacherherzustellen so wie für die Übertragung
von Daten mit Betriebsfrequenzen von über 100 MHz geeignet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Diese Leitung ist in her kömmlicher Technike infach herstellbar. Sie besteht in der
Leitungsseele aus vier zu einem Sternvierermite in and erverseilten Adern zur Datenübertragung
und aus mindestens zwei Adern zur Stromversorgung, die in bevorzugter Ausführungs
form miteinander verseilt sind. Der Sternvierer ist ein symmetrisches Gebilde aus
zwei Paaren von Adern, die alle die gleiche Länge haben. Laufzeitunterschiede für
die Daten auf den beiden Paarenkönnen ausgeschlossen werden und ein Nebensprechen
zwischen den beiden Übertragungskreisen ist durch die durch die Symmetrie des Sternvierersgegebene
gute elektrische Entkopplung der beiden Paare minimiert.Die Abmessungen des Sternvierers
sind außer dem klein gehalten, weil derselbe keinen eigenen äußeren elektrischen Schirm,
auch Elementschirm genannt, hat. Das gilt auch für die der Stromversorgung die nenden
Adern. Der Sternvierer und die der Stromversorgung die nenden Adern können wegen derfehlenden
Elementschirme außerdem einfach mit ein ander verseilt werden. Die Schicht aus Isoliermaterial,
vorzugsweise ein Vliesmaterial aus Polypropylen, stellt eine ausreichend niedrige
Kapazität zwischen dem Schirm und der Leitungsseele sicher. Das Geflecht bzw. die
Umseilung aus Kupferdrähten als eine Lage des Schirms be wirkt eine optimierte Leitungsdämpfung.
Die elektrische Abschirmung gegen hochfrequente elektromagnetische Felderstellt als
weitere Lage des Schirms über einen weiten Frequenzbereich das metallisierte Vliesmaterialsicher,
welches eine rund um geschlossene Schicht aus elektrisch leitendem Material bildet.
Das im Vliesmaterial vorhandene Metall, bei dem es sich vorzugsweise um Kupferhandelt,
wird aus der Dampfphase abgeschieden. Es schlägt sich nicht nur auf der äußeren Oberfläche
des Vliesmaterials nie der, sondern dringt auch in dasselbe ein und umhüllt dessen
innere Fasern, die bekanntermaßen ungeorednet im Vliesmaterial zus am mengehalten
sind. Das Vliesmaterialist danach "durchdringend" beschichtet. Es hat dadurch eine
zwar poröse, abertrotz dem nahe zu vollständige Metallschicht, die eine Bedeckung
der um schlossenen Leitungsseele mit elektrisch wirksamem, metallischem Material von
> 85 % ergibt. Zur Bildung einer Korrosions- bzw. Oxidations schutz schicht können
zusätzlich zum Kupferbeispielsweise Nickeloder Silberabgeschieden werden.
[0009] Ausführungs beispiele des Erfindungs gegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Leitung nach der Erfindung.
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungs form der Leitung.
[0011] In den Zeichnungen ist eine bevorzugte Ausführungs form der Leitung dargestellt,
in der zweider Stromversorgung die nende Adern zu einem Aderpaarmiteinan der verseilt
sind. Die Leitung soll mindestens zweider Strorn versorgung die nende Adern haben,
die mit einem in der Leitungsseele außerdem vorhandenen Stemviererverseilt sind. In
der folgenden Beschreibung wird die Leitung - stellvertretend auch für die anderen
möglichen Ausführungs formen - für die bevorzugte Ausführungs form beschrieben.
[0012] Die Leitung nach Fig.1 besteht aus einem der Stromversorgung die nenden Aderpaar
A und einem der Datenübertragung dienenden Sternvierer S. Im AderpaarA sind zwei aus
einem isolierten elektrischen Leiterbestehende Adern 1 mit einander verseilt. Die
Verseilschlaglänge des Aderpaars A liegt mit Vorteil im Bereich von 8 x D1 bis 14
x D1 mit dem Durchmesser D1 des Aderpaars in mm. Der Sternvierer S weist vier mit
einan der verseilte Adern 2 auf, die jeweils aus einem isolierten Leiterbestehen.
Die Verseilschlaglänge des Sternvierer Sliegt mit Vorteil im Bereich zwischen 5 x
D2 und 8 x D2 mit dem Durchmesser D2 des Sternvierers in mm. Aderpaar A und Sternvierer
S sind mite in anderverseilt. Sie bilden zusammen mit zwei Füllelementen 3 und 4 aus
Kunststoff die Leitungsseele der Leitung. Die Füll elemente 3 und 4 bestehen vorzugsweise
aus Polypropylen fasern oder aus Polytetrafluorethylen (PTFE) niedriger Dichte. Die
Verseilung von Aderpaar A und Sternvierer S zur Leitungsseele erfolgt vorzugsweise
im Gegenschlag zur Verseilrichtung der Adern 1 des Aderpaars A einerseits und der
Adern 2 des Sternvierers S anderer seits. Die Verseilschlaglänge liegt mit Vorteil
im Bereich von 6 xD3 bis 14 xD3 mit dem Durchmesser D3 der Leitungsseele in mm.
[0013] Über der Leitungsseele ist eine Schicht 5 aus Isoliermaterial angebracht, welche
von einem elektrischen Schirm umgeben ist. Der Schirm hat eine an der Schicht 5 anliegende
erste Lage 6, welche vorzugsweise als Geflecht bzw. Umseilung aus Kupferdrähten ausgeführt
ist. Überderersten Lage 6 des Schirms ist eine zweite Lage 7 desselben angeordnet,
welche aus elektrisch leitfähig gemachtem Vliesmaterial besteht. Ein äußerer Mantel
8 aus Isoliermaterialum gibt die zweite Lage 7 des Schirms.
[0014] Die Leiter der Adern 2 des Sternvierers S sind vorzugsweise als aus sieben Kupferdrähten
bestehende Litzenleiter mit einem Querschnitt von beispielsweise 0,25 mm
2 ausgeführt. Zur Vergrößerung des elektrisch leitenden Querschnitts dieser Leiterkönnen
in den Außenzwickeln der Drähte zusätzlich sechs dünnere Kupferdrähte angeordnet sein.
Das führt gegebenenfalls zu einer weiteren Verminderung der Leitungsdämpfung. Die
Drähte des Litzenleiters können auch aus einer Kupferlegierung bestehen, wie beispielsweise
einer Kupfer-Zinn-Legierung. Zur Einhaltung eines vorgegebenen Durchmessers von beispielsweise
1,05 mm maximal für die Adern 2 besteht die Isolierung der Leiter ausmaßgenau zu extrudierendem
massivem Material, insbesondere aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder aus einem
Fluorpolymer(FEP, PTFE, PFA), wenn die Leitung in Gebieten mit hohen Temperaturen
eingesetzt werden soll.
[0015] Der Sternvierer S wird in üblicher Technik durch Verseilen von vier Adern 2 vorzugsweise
mit Rückdrehung der Adern, hergestellt, so daß sich ein drallfreier Sternvierer mit
maßgenau positionierten Adern ergibt.
[0016] Die Leiter der Adern 1 des für die Stromversorgung vorgesehenen Aderpaars A haben
beispielsweise einen Querschnitt von 0,38 mm
2. Der Durchmesser der Adern 1 kann ebenfalls beispielsweise maximal 1,05 mm betragen.
[0017] Die Schicht 5 aus Isoliermaterial besteht mit Vorteil aus einem PP-Vliesmaterial,
aus einem geschäumten PP oder auch aus einem PTFE nie derer Dichte, wenn die Leitung
beihohen Temperaturen eingesetzt werden soll. Ein Band aus einem derartigen Material
kann vorzugsweise mit Überlappung um die Leitungsseele herumge wickelt werden. Die
Schicht 5 kann in einer abgewandelten Ausführungs form auch als so genannter Innenmantelausge
führt sein, derauch die Zwickelzwischen dem Sternvierer S und dem AderpaarA ausfüllt.
Die separaten Füllelemente 3 und 4 entfallen dann.
[0018] Die Kupferdrähte des Geflechts bzw. der Umseilung können verzinnt sein. Be im Einsatz
der Leitung beihöheren Temperaturen können auch versilberte oder vernickelte Kupferdrähte
verwendet werden.
[0019] Das Vliesmatelialder zweiten Lage 7 des Schirms ist in bevorzugter Ausführungsform
ein Polyester. Es kann, insbesondere bei höheren Betriebs temperaturen, aberauch aus
anderen geeigneten Kunststoffen bestehen, wie beispielsweise Aramid oder Glasfasern.
Seine Wandstärke bzw. Dicke liegt vorzugsweise zwischen 80 µm und 300 µm. Für seine
Metallisierung wird mindestens ein elektrisch gut leitendes Metall verwendet, insbesondere
Kupfer oder Silber. Eine so erzeugte Kupferschicht kann mit einer zusätzlichen Nickelschicht
versehen werden. Die Abscheidung des jeweiligen Metalls erfolgt mittels der Plasmatechnik
aus der Dampfphase auf dem Vliesmaterial.
[0020] Dabei dringen die Metalldämpfe auch in die relativ offene Faserstruktur des Vliesmaterials
ein und umhüllen die dort befindlichen, ungeordnet zusammengehaltenen Fasern. Insgesamt
wird auf und in dem Vliesmaterial eine zwar poröse, abernahe zu geschlossene Metallschicht
erzeugt, die eine Bedeckung von > 85 % für einen umschlossenen Gegenstand - hier ist
es die erste Lage 6 des Schirms - ergibt. Das Vliesmaterial wird vorzugsweise als
Band mit Überlappung um die erste Lage 6 des Schirms herumgewickelt.
[0021] Der Mantel 8 besteht beispielsweise aus Polyvinylchlorid , Polyurethan, einem thermoplastischen
Elastomer, aus Silikon oder aus einem Fluorelastomer.
[0022] Die Leitung nach Fig. 1 ist beispielsweise für einen Einsatz in Schleppketten geeignet,
in denen sie im wesentlichen auf Biegung beansprucht wird. Eine Leitung, die beispielsweise
zum Einsatz bei Robotern bestimmt ist, geht aus Fig. 2 hervor. Eine solche Leitung
wird nicht nur auf Biegung, sondern auch auf Torsion beansprucht. Die Leitungsseele
der Leitung nach Fig. 2 entspricht einschließlich der die selbe umgebenden Schicht
5 aus Isoliermaterial der jenigen nach Fig. 1.
[0023] Bei der Ausführungsform der Leitung nach Fig. 2 we ist der elektrische Schirm zusätzlich
eine innere Lage 9 aus zwei metallkaschierten Kunststoff-Folien auf, die einseitig
oder beidseitig eine Metallschicht aufweisen können. Die beiden Folien sind mit Vorteil
jeweils mit Lücke um die Schicht 5 herumge wickelt. Dabei überdeckt die außen liegende
Folie vorzugsweise die Lücken der innen liegenden Folie. Die Folien bestehen jeweils
beispielsweise aus Polyester,Polyimid oder PEEK mit einere inseitigen oder beidseitigen
Beschichtung aus Kupfer oder Aluminium.Uberderinneren Lage 9 des Schirms ist die erste
Lage 6 desselben angebracht, die dann mit Vorteil als Umseilung aus verzinnten, versilberten
oder vernickelten Kupferdrähten ausgeführt ist. Die zweite Lage 7 des Schirms kann
bei dieser Ausführungs form der Leitung auch aus zwei Bändern aus dem oben erläuterten
metallisierten Vliesmaterial bestehen, die mit Lücke auf die erste Lage 6 aufge wickelt
sind. Dasaußenliegende Band überdeckt dabei die Lücken des innen liegenden Bandes.
1. Elektrische Leitung zum Anschluß ortsveränderlicher elektrischer Verbraucheran eine
Speisequelle, welche eine von einem Mantel aus Isoliermaterialumgebene Leitungsseele
aufweist, in der so wohl der Übertragung von Datenalsauch der Stromversorgung die
nende, aus isolierten elektrischen Leitern bestehende Adern angeordnet sind, und bei
welcher die Leitungsseele von einem zwei Lagen aufweisenden elektrischen Schirm umgeben
ist, von denen eine als Geflecht bzw. Umseilung aus Kupferdrähten und die andere aus
einem elektrisch leitfähig gemachten Kunststoff bestehenden Vliesmaterial ausgeführt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in der Leitungsseele vierzu einem Sternvierer (S) mite inanderveiseilte Adern (2)
zur Übertragung von Daten angeordnet sind,
- daß in der Leitungsseele außerdem mindestens zwei der Stromversorgung dienende Adern
(1) angebracht sind,
- daß der Sternvierer (S) und die der Stromversorgung die nenden Adern (1) als Verseilelemente
zur Bildung der Leitungsseele mit einanderverseilt sind ,
- daß über der Leitungsseele eine Schicht (5) aus Isoliermaterial angebracht ist, überderals
Teil des elektrischen Schirms in einer ersten Lage (6) ein Geflecht b zw. eine Umseilung
aus Kupferdrähten angeordnet ist,
- daß überderersten Lage (6) als zweite Lage (7) des elektrischen Schirms das aus Kunststoff
bestehende, elektrisch leitfähig gemachte Vliesmaterial in mindestens einer Schicht
angebracht ist und
- daß das Vliesmaterial von dem Mantel (8) aus Isoliermaterial um geben ist.
2. Leitung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- daß zweider Stromversorgung die nende Adern (1) vorgesehen sind, die zu einem Aderpaar(A)
mit ein anderverseilt sind, und
- daß der Sternvierer (S) und das Aderpaar (A) mite inanderverseilt sind.
3. Leitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (5) aus Isoliermaterial aus einem Material auf der Basis von Polypropylen
oder aus einem Polytetrafluorethylen nie derer Dichte besteht.
4. Leitung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß über der Schicht (5) aus Isoliermaterial als innere Lage (9) des Schirms zunächst
zwei metallkaschierte Kunststoff-Folien, die einseitig oder beidseitig eine Metallschicht
aufweisen, jeweils mit Lücke aufge wickelt sind, wobei die äußere Folie die Lücken
der inneren Folie überdeckt, über welchen die erste, vorzugsweise als Umseilung ausgeführte
Lage (6) des Schirmsangebracht ist.