[0001] Die Erfindung betrifft eine Kühlanlage mit einem Kältemittelkreislauf, der mehrere
Verdampferstrecken und einen eine Verteilung von Kältemittel auf die Verdampferstrecken
bewirkenden Verteiler aufweist, der für jede Verdampferstrecke ein ansteuerbares Ventil
aufweist.
[0002] Eine derartige Kühlanlage ist aus
DE 195 47 744 A1 bekannt. Die bekannte Kühlanlage weist einen einzelnen Verdichter und einen einzelnen
Kondensator, jedoch zwei voneinander getrennt ausgebildete Verdampfer auf. Der vom
Kompressor geförderte Kältemittelstrom wird nach dem Kondensator und vor den Expansionsventilen
mit Hilfe eines 3/2-Wegeventils in zwei Teilströme aufgeteilt, wobei die Stellung
des 3/2-Wegeventils von einer Reglereinheit gesteuert wird. Mit dieser Ausbildung
ist allerdings nur eine Aufteilung des Kältemittelstromes auf zwei Verdampfungsstrecken
möglich.
[0003] Um mehrere Verdampfungsstrecken versorgen zu können, ist aus
US 5,832,744 eine Kühlanlage bekannt, bei der der Verteiler zwischen einem Kältemitteleinlass
und mehreren Kältemittelauslässen ein Ventil aufweist, dem eine rotierende Turbinenscheibe
nachgeschaltet ist. Die Turbinenscheibe soll dafür sorgen, dass das Kältemittel gleichmäßig
auf alle Ausgänge des Verteilers und damit auch gleichmäßig auf alle Verdampfer verteilt
wird.
[0004] Ein derartiger Verteiler sichert zwar theoretisch eine gleichmäßige Verteilung des
Kältemittels auf die einzelnen Verdampfer. Allerdings bewirken bereits kleine Unterschiede
in Abmessungen, die sich beispielsweise bei der Herstellung ergeben können, dass das
Kältemittel ungleichförmig auf die einzelnen Verdampfer verteilt wird. Darüber hinaus
ist es bei derartigen Verteilern erforderlich, dass die einzelnen Verdampfer im Grunde
die gleiche thermische Belastung und auch den gleichen Strömungswiderstand haben.
Wenn dies nicht der Fall ist, kann der Fall auftreten, dass ein Verdampfer zu viel
Kältemittel erhält, so dass das Kältemittel nicht vollständig verdampft wird, bevor
es durch den Verdampfer hindurch gelaufen ist. Ein anderer Verdampfer, der an den
gleichen Verteiler angeschlossen ist, kann zu wenig Kältemittel erhalten, so dass
der Verdampfer die gewünschte Kälteleistung nicht erbringen kann. Die Überversorgung
bzw. die Unterversorgung der Verdampfer kann vor allem dann zu Schwierigkeiten führen,
wenn Temperatursensoren, die an den Verdampfern oder anderen Stellen der Kühlanlage
angeordnet sind, ein Expansionsventil steuern. Das Expansionsventil kann unter ungünstigen
Umständen in Eigenschwingungen versetzt werden, was die Kapazität und die Effektivität
der Kühlanlage weiter verschlechtert.
JP-A-2003 00 4340 offenbart eine Kühlanlage gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln einen gewünschten
Betrieb der Kühlanlage zu erreichen.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Kühlanlage der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass der Verteiler ein Gehäuse und einen im Gehäuse drehbar gelagerten Rotor aufweist,
dessen Umfang nur einen radial gerichteten Vorsprung aufweist, der mit jeweils einem
Ventilelement eines Ventils zusammen wirkt, und der Verteiler nur einen Versprung
aufweist, der die verschiedenen Ventile abwechselnd öffset.
[0007] Wenn im Folgenden von einer "Kühlanlage" die Rede ist, dann ist dieser Begriff weit
zu verstehen. Er umfasst insbesondere Kühlsysteme, Gefriersysteme, Klimaanlagen und
Wärmepumpen. Der Begriff "Kühlanlage" wurde lediglich zur Vereinfachung verwendet.
Die Verdampferstrecken können in unterschiedlichen Verdampfern angeordnet sein. Die
Erfindung wird aus Gründen der Einfachheit im Zusammenhang mit mehreren Verdampfern
erläutert. Die Erfindung ist aber auch anwendbar, wenn ein Verdampfer mehrere einzeln
oder gruppenweise ansteuerbare Verdampferstrecken aufweist.
[0008] Der Verteiler weist also für jede Verdampferstrecke ein ansteuerbares Ventil auf,
dass durch den radial gerichteten Vorsprung des Rotors gesteuert werden kann. Damit
ist es möglich, die einzelnen Verdampferstrecken individuell zu steuern, d.h. es ist
möglich, jedem Verdampfer die Menge an Kältemittel zuzuführen, die er benötigt. Man
muss keine Rücksicht mehr darauf nehmen, dass die Verdampfer alle den gleichen Strömungswiderstand
haben. Auch ist es von untergeordneter Bedeutung, wenn die Verdampfer unterschiedliche
Kälteleistung abgeben müssen. Ein Verdampfer, bei dem eine größere Kälteleistung erforderlich
ist, bekommt entsprechend mehr Kältemittel als ein Verdampfer, der wenig Kälteleistung
erbringen muss. Man muss lediglich dafür sorgen, dass das Ventil des Verdampfers,
der mehr Kältemittel benötigt, bei einer Umdrehung des Rotors für eine längere Zeit
geöffnet bleibt als bei einem Verdampfer, der weniger Kältemittel benötigt. Da der
Rotor einen radial gerichteten Vorsprung aufweist, reicht es aus, wenn der Rotor in
radialer Richtung stabil genug abgestützt ist. Alle anderen Lagerungen können dann
relativ einfach ausgebildet werden, weil die hier wirkenden Kräfte klein sind. Ein
radial gerichteter Vorsprung lässt sich auch relativ einfach fertigen, beispielsweise
in Form eines Nockens. Man kann mehr als zwei Verdampferstrecken mit geringem Aufwand
versorgen.
[0009] Vorzugsweise sind die Ventilelemente bezogen auf die Rotationsachse des Rotors radial
bewegbar. Damit kann die Wirkung des radial gerichteten Vorsprungs unmittelbar in
eine Bewegung des Ventilelements umgesetzt werden. Dies vereinfacht den Aufbau des
Verteilers. Wenn die Ventilelemente radial bewegbar sind, dann steht ausreichend Platz
für die Anordnung der Ventilelemente zur Verfügung.
[0010] Vorzugsweise weist jedes Ventilelement eine Rückstellfeder auf, die das Ventilelement
in Richtung auf einen Ventilsitz drückt. Das Ventil bleibt also ohne die Wirkung des
Nockens oder radialen Vorsprungs am Rotor geschlossen. Erst, wenn der Vorsprung auf
das Ventilelement wirkt, wird es gegen die Kraft der Rückstellfeder vom Ventilsitz
abgehoben und öffnet damit das Ventil.
[0011] Vorzugsweise ist die Rückstellfeder in einem Käfigeinsatz abgestützt, der in einer
Auslassöffnung des Gehäuses angeordnet ist. Der Käfigeinsatz ist einerseits in der
Lage, die Rückstellfeder so zu unterstützen, dass sie die notwendige Schließkraft
auf das Ventilelement ausüben kann. Andererseits weist der Käfigeinsatz auch eine
oder mehrere ausreichend groß dimensionierte Durchlassöffnungen auf, so dass Kältemittel,
das durch einen Spalt zwischen dem Ventilelement und dem Ventilsitz strömt, auch durch
den Käfigeinsatz hindurch in den entsprechenden Auslass des Verteilers strömen kann.
[0012] Bevorzugterweise weist der Käfigeinsatz eine Führungsöffnung für das Ventilelement
auf, in der ein Schaft des Ventilelements geführt ist. Der Käfigeinsatz stützt also
nicht nur die Rückstellfeder ab, sondern er führt das Ventilelement auch linear, so
dass das Ventilelement gegenüber dem Ventilsitz nicht oder nur in einem zulässigen
Maße kippen kann. Damit wird sichergestellt, dass das Ventil dicht schließen kann.
[0013] Vorzugsweise ist der Käfigeinsatz mit Presssitz in der Auslassöffnung angeordnet.
Dies ermöglicht eine relativ einfache Herstellung. Der vormontierte Käfigeinsatz mit
Rückstellfeder und Ventilelement wird einfach in die Auslassöffnung des Gehäuses eingepresst.
Die dabei entstehenden Reibungskräfte reichen aus, um den Käfigeinsatz im Gehäuse
festzuhalten. Die auf den Käfigeinsatz wirkenden Kräfte sind ohnehin relativ gering.
Sie setzen sich bei geöffnetem Ventilelement zusammen aus der Kraft der Rückstellfeder
und dem Druck, der vom Kältemittel auf das Ventilelement ausgeübt wird
[0014] Vorzugsweise ist zwischen dem Rotor und jedem Ventilelement ein Stößel angeordnet.
Der Stößel bildet ein Übertragungselement zwischen dem Rotor und dem Ventilelement.
Dies ermöglicht es, bei einem relativ kleinen Rotor auch Ventile dann zu betätigen,
wenn sie auf einem größeren Radius angeordnet sind. Damit schafft man die Möglichkeit,
eine ausreichende Anzahl von Ventilen unterzubringen. Darüber hinaus hat man größere
konstruktive Freiheiten.
[0015] Hierbei ist bevorzugt, dass der Stößel eine Länge aufweist, die kürzer ist als eine
Entfernung zwischen einem Ventilelement, das am Ventilsitz anliegt, und dem Rotor
außerhalb des Vorsprungs. Bei geschlossenem Ventil besteht also ein Spiel zwischen
dem Stößel und dem Rotor. Damit kann man sicherstellen, dass das Ventil auf jeden
Fall geschlossen bleibt, wenn der Stößel nicht von dem radialen Vorsprung am Rotor
beaufschlagt ist. Das Spiel kann so dimensioniert werden, dass im gesamten Temperaturbereich,
für den der Verteiler zugelassen ist, sichergestellt ist, dass die Ventile sicher
schließen.
[0016] Vorzugsweise weist das Gehäuse in einer Kammer, die einen Verteilereinlass mit den
Ventilen verbindet, einen umlaufenden Vorsprung auf, durch den die Stößel hindurch
geführt sind. Der Vorsprung kann in Umfangsrichtung auch unterbrochen sein, solange
sichergestellt ist, dass für jedes Ventil eine Bohrung oder ein Durchlass vorhanden
ist, durch den der Stößel geführt ist. Durch die Kammer wird die Verteilung von Kältemittel
auf die einzelnen Ventile bewirkt.
[0017] In einer alternativen oder zusätzlichen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass
die Stößel in einem Stößel-Haltering gehalten sind. Der Stößel-Haltering ist in das
Gehäuse eingesetzt. Wenn er zusammen mit dem umlaufenden Vorsprung verwendet wird,
dann ist sichergestellt, dass die Stößel an zwei in Bewegungsrichtung einen Abstand
aufweisenden Stellen abgestützt sind. Damit lässt sich auf Dauer sicherstellen, dass
die Stößel und die Ventilelemente immer eine vorbestimmte Ausrichtung zueinander behalten.
[0018] Vorzugsweise weisen die Stößel an ihren dem jeweiligen Ventilelement zugewandten
Ende eine Durchmesserverringerung auf. Der Stößel kann also über den größten Teil
seiner Länge mit einem ausreichend großen Durchmesser versehen sein, so dass er die
Druckkräfte, die vom Vorsprung des Rotors auf das jeweilige Ventilelement übertragen
werden, aufnehmen kann. Wenn er an seiner Spitze eine Verjüngung aufweist, dann ist
er in der Lage, weit genug durch die Öffnung hindurch zu treten, an deren Außenseite
der Ventilsitz gebildet ist. Damit ist es möglich, die Ventile ausreichend weit zu
öffnen, so dass der Strömungswiderstand für das Kältemittel klein gehalten werden
kann.
[0019] Bevorzugterweise ist jedes Ventilelement konusförmig ausgebildet. Damit lässt sich
auf einfache Weise eine Abdichtung zwischen Ventilsitz und Ventilelement erreichen.
Das Ventilelement kann darüber hinaus ein Stück weit durch die Öffnung geführt werden,
an deren Außenseite der Ventilsitz ausgebildet ist, so dass es leicht von dem Stößel
erreicht werden kann.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Kühlanlage mit mehre- ren Verdampfern,
- Fig. 2
- einen Verteiler in perspektivischer Darstellung von außen,
- Fig. 3
- den Verteiler in Draufsicht ohne Motor,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung des Rotors mit Vorsprung,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung eines Ventils,
- Fig. 6
- einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 5 und
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung eines Ventilelements in ei- nem Käfigeinsatz.
[0021] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Kühlanlage 1, bei der ein Verdichter
2, ein Kondensator 3, ein Sammler 4, ein Verteiler 5 und eine Verdampferanordnung
6 mit mehreren parallel angeordneten Verdampfern 7a - 7d in einem Kreislauf zusammengeschaltet
sind. Die Verdampferanordnung 6 kann auch einen einzelnen Verdampfer aufweisen, der
mehrere Verdampferstrecken aufweist, die einzeln oder gruppenweise angesteuert werden
sollen. Es ist auch möglich, die Verdampferanordnung 6 mit mehreren Verdampfern vorzusehen,
von denen mindestens einer mehrere Verdampferstrecken aufweist.
[0022] In an sich bekannter Weise verdampft flüssiges Kältemittel in den Verdampfern 7a
- 7d, wird durch den Verdichter 2 komprimiert, im Kondensator 3 verflüssigt und im
Sammler 4 gesammelt. Der Verteiler 5 ist dafür vorgesehen, das flüssige Kältemittel
auf die einzelnen Verdampfer 7a - 7d zu verteilen.
[0023] Am Ausgang eines jeden Verdampfers 7a - 7d ist ein Temperatursensor 8a - 8d angeordnet.
Der Temperatursensor 8a - 8d ermittelt die Temperatur des den Verdampfer 7a - 7d verlassenden
Kältemittels. Diese Temperatur-Information wird an eine Steuereinheit 9 weiter geleitet,
die in Abhängigkeit von den Temperatursignalen der Temperatursensoren 8a - 8d den
Verteiler 5 steuert.
[0024] Die Fig. 2 bis 7 zeigen nun den Verteiler 5 in teilweise schematisierter Darstellung.
Der Verteiler 5 weist einen Antriebsmotor 10 auf, der beispielsweise als Schrittmotor
ausgebildet ist. Der Antriebsmotor 10 ist auf ein Gehäuse 11 aufgesetzt, das einen
in Fig. 2 nicht sichtbaren Eingang und mehrere Ausgänge 12 aufweist. Im Motor 10 kann
die Steuereinheit 9 integriert sein. Es ist aber auch möglich, die Steuereinheit 9
getrennt vom Motor 10 anzuordnen und den Motor 10 lediglich mit Signalen von der Steuereinheit
9 zu versorgen.
[0025] Fig. 3 zeigt den Verteiler 5 von oben, wobei der Motor 10 entfernt worden ist, so
dass man in das Innere des Verteilers hinein sehen kann. Der Motor 10 dient, wie dies
in Fig. 2 zu erkennen ist, gleichzeitig als Deckel für das Gehäuse. Zwischen dem Motor
10 und dem Gehäuse 11 ist eine Dichtung 13 angeordnet, die verhindert, dass Kältemittel
aus dem Gehäuse 11 entweichen kann.
[0026] Der Motor 10 treibt einen Rotor 14 an, der im Gehäuse 11 angeordnet ist. Der Rotor
14 weist einen radialen Vorsprung 15 auf, der die Form eines Nockens mit zwei abgeschrägten
Flanken 16, 17 hat. Wenn sich der Rotor 14 dreht, dann wirkt der Vorsprung 15 jeweils
auf einen Stößel 18 und lenkt diesen radial nach außen aus. Die Stößel 18 sind in
einem Stößel-Haltering 19 gehalten. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, weist das Gehäuse 11
einen Vorsprung 20 auf, der in eine Verteilerkammer 21 ragt. Die Stößel 18 sind in
dem Vorsprung 20 ein weiteres Mal gehalten.
[0027] Die Verteilerkammer 21 verbindet den Eingang mit den Ventilen 22, von denen jeweils
eines für jeden Ausgang 12 vorgesehen ist. Bei einem Vor sprung 15 am Rotor 14 kann
also eines der sechs Ventile 22 geöffnet sein. Die Öffnungsdauer bestimmt die Menge
an Kältemittel, die durch das entsprechende Ventil und damit den entsprechenden Ausgang
12 abströmen kann.
[0028] Die Ventile 22 sind untereinander gleich aufgebaut. Jedes Ventil 22 weist ein Ventilelement
23 auf, das mit einem Ventilsitz 24 zusammen wirkt. Das Ventilelement 23 weist einen
konusförmig ausgebildeten Kopf 25 auf, der durch eine Gehäusewand 26 hindurch geführt
ist, an deren radialer Außenseite der Ventilsitz 24 angeordnet ist.
[0029] Das Ventilelement 23 wird mit seinem Kopf 25 durch die Kraft einer Rückstellfeder
27 in Richtung auf den Ventilsitz 24 gedrückt. Die Rückstellfeder 27 greift an der
radial äußeren Seite des Kopfes 25 an. Von dort erstreckt sich auch ein Schaft 28
des Ventilelements 23 radial nach außen. Der Schaft 28 hat einen geringeren Durchmesser
als der Kopf 25, so dass die Rückstellfeder 27 eine ausreichende Anlagefläche hat.
[0030] Die Rückstellfeder 27 ist mit ihrem anderen Ende an einem Käfigeinsatz 29 abgestützt,
der in eine Auslassöffnung 30 eingepresst ist. Der Käfigeinsatz 29 sitzt also mit
einer Presspassung im Gehäuse 11. Wie aus Fig. 7 zu erkennen ist, weist der Käfigeinsatz
29 mehrere Beine 31 auf, mit denen er im Gehäuse 11 gehalten ist. Dazwischen befinden
sich Zwischenräume, durch die Kältemittel bei geöffnetem Ventil 22, also vom Ventilsitz
24 abgehobenen Ventilelement 23, in den entsprechenden Ausgang 12 strömen kann.
[0031] Der Käfigeinsatz 29 weist eine Führungsöffnung 34 auf und führt den Schaft 28 des
Ventilelements 23 damit so, dass das Ventilelement 23 in ausreichendem Maße gegen
ein Kippen gesichert ist. Damit wird ein Verkanten des Ventilelements 23 gegenüber
dem Ventilsitz 24 vermieden, sofern es über ein vorbestimmtes Maß hinaus geht.
[0032] Die Stößel 18 sind kürzer als eine Entfernung zwischen dem Ventilelement 23 und dem
Rotor 14 in den Bereichen außerhalb des radialen Vor sprungs 15. Damit ergibt sich
immer ein gewisses Spiel zwischen dem Rotor 14 und dem Stößel 18, der mit einem geschlossenen
Ventil zusammen wirkt bzw. zwischen dem Stößel 18 und dem Ventilelement 23. Damit
kann man auf einfache Weise sicherstellen, dass dann, wenn der Vorsprung 15 am Rotor
14 das entsprechende Ventil 22 gerade nicht bewusst öffnen soll, das Ventil geschlossen
ist.
[0033] Der Stößel 18 weist an seinem Ende, das mit dem Ventilelement 23 zusammenwirkt, eine
Durchmesserverringerung 32 auf. Damit lässt sich einerseits gewährleisten, dass der
Stößel 18 einen ausreichenden Querschnitt aufweist, um die vom Vorsprung 15 ausgeübten
Druckkräfte ohne Verformung aufnehmen zu können. Andererseits ist er in dem Bereich,
in dem er mit dem Ventilelement 23 zusammenwirkt, dünn genug, um durch die Öffnung
33 in der Wand 26 des Gehäuses zu passen, an deren radialer Außenseite der Ventilsitz
24 angeordnet ist. Man kann also sicherstellen, dass auch dann, wenn der Stößel 18
mit seiner Durchmesserverringerung 32 in die Öffnung 33 hinein ragt, ein ausreichender
Strömungsquerschnitt für das Kältemittel durch das entsprechende Ventil 22 gegeben
ist.
1. Kühlanlage mit einem Kältemittelkreislauf, der mehrere Verdampferstrecken und einen
eine Verteilung von Kältemittel auf die Verdampferstrecken bewirkenden Verteiler aufweist,
der für jede Verdampferstrecke ein ansteuerbares Ventil aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteiler (5) ein Gehäuse (11) und einen im Gehäuse (11) drehbar gelagerten Rotor
(14) aufweist, dessen Umfang nur einen radial gerichteten Vorsprung (15) aufweist,
der mit einem Ventilelement (23) eines Ventils (22) zusammen wirkt, und der Verteiler
nur den Vorsprung aufweist (15), der die verschiedenen Ventile abwechselnd öffnet.
2. Kühlanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilelemente (23) bezogen auf die Rotationsachse des Rotors (14) radial bewegbar
sind.
3. Kühlanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ventilelement (23) eine Rückstellfeder (27) aufweist, die das Ventilelement
(23) in Richtung auf einen Ventilsitz (24) drückt.
4. Kühlanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellfeder (27) in einem Käfigeinsatz (29) abgestützt ist, der in einer Auslassöffnung
(30) des Gehäuses (11) angeordnet ist.
5. Kühlanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfigeinsatz (29) eine Führungsöffnung (34) für das Ventilelement (23) aufweist,
in der ein Schaft (28) des Ventilelements (23) geführt ist.
6. Kühlanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfigeinsatz (29) mit Presssitz in der Auslassöffnung (30) angeordnet ist.
7. Kühlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rotor (14) und jedem Ventilelement (23) ein Stößel (18) angeordnet ist.
8. Kühlanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (18) eine Länge aufweist, die kürzer ist als eine Entfernung zwischen
einem Ventilelement (23), das am Ventilsitz (24) anliegt, und dem Rotor (14) außerhalb
des Vorsprungs (15).
9. Kühlanlage nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) in einer Kammer (21), die einen Verteilereinlass mit den Ventilen
(22) verbindet, einen umlaufenden Vorsprung (20) aufweist, durch den die Stößel (18)
hindurch geführt sind.
10. Kühlanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößel (18) in einem Stößel-Haltering (19) gehalten sind.
11. Kühlanlage nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stößel (18) an ihren dem jeweiligen Ventilelement (23) zugewandten Ende eine
Durchmesserverringerung (32) aufweisen.
12. Kühlanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ventilelement (23) konusförmig ausgebildet ist.
1. Refrigeration system with a refrigerant circuit comprising several evaporation paths
and a distributor causing a distribution of refrigerant to the evaporation paths,
the distributor comprising a controllable valve for each evaporation path, characterised in that the distributor (5) comprises a housing (11) and a rotor (14) that is rotatably supported
in the housing (11), the circumference of said rotor (4) comprising a radially directed
projection (15) that interacts with a valve element (23) of a valve (22), the distributor
only comprising the projection (15) that opens the various valves alternatingly.
2. Refrigeration system according to claim 1, characterised in that the valve elements (23) are radially movable in relation to the rotation axis of
the rotor (14) .
3. Refrigeration system according to claim 2, characterised in that each valve element (23) has a return spring (27) that presses the valve element (23)
in the direction of a valve seat (24).
4. Refrigeration system according to claim 3, characterised in that the return spring (27) is supported in a cage insert (29) that is arranged in an
outlet opening (30) of the housing (11).
5. Refrigeration system according to claim 4, characterised in that the cage insert (29) has a guide opening (34) for the valve element (23), in which
a shaft (28) of the valve element (23) is guided.
6. Refrigeration system according to claim 4 or 5, characterised in that the cage insert (29) is arranged in the outlet opening (30) by means of press fit.
7. Refrigeration system according to one of the claims 1 to 6, characterised in that a tappet (18) is arranged between the rotor (14) and each valve element (23).
8. Refrigeration system according to claim 7, characterised in that the tappet (18) has a length, which is smaller than a distance between a valve element
(23) bearing on the valve seat (22) and the rotor (14) outside the projection (15).
9. Refrigeration system according to claim 7 or 8, characterised in that in a chamber (21) that connects a distributor inlet to the valves (22), the housing
(11) has a circumferential projection (20) through which the tappet (18) is guided.
10. Refrigeration system according to one of the claims 7 to 9, characterised in that the tappet (18) is held in a tappet locking ring (19).
11. Refrigeration system according to one of the claims 7 to 10, characterised in that the ends of the tappets (18) facing the individual valve element (23) have a diameter
reduction (32).
12. Refrigeration system according to one of the claims 1 to 11, characterised in that each valve element (23) is made with a cone shape.
1. Installation frigorifique dotée d'un circuit de réfrigérant qui présente plusieurs
parcours d'évaporation et un distributeur provoquant une distribution de réfrigérant
aux parcours d'évaporation, lequel distributeur présente une soupape pouvant être
commandée pour chaque parcours d'évaporation, caractérisée en ce que le distributeur (5) présente un boîtier (11) et un rotor (14) logé de manière rotative
dans le boîtier (11), dont la périphérie ne présente qu'une saillie dirigée dans le
sens radial (15) qui coagit avec un élément (23) d'une soupape (22), et en ce que le distributeur ne présente que la saillie (15) qui ouvre en alternance les différentes
soupapes.
2. Installation frigorifique selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de soupape (23) peuvent être déplacés dans le sens radial par rapport
à l'axe de rotation du rotor (14).
3. Installation frigorifique selon la revendication 2, caractérisée en ce que chaque élément de soupape (23) présente un ressort de rappel (27) qui le presse en
direction d'un siège de soupape (24).
4. Installation frigorifique selon la revendication 3, caractérisée en ce que le ressort de rappel (27) est en appui dans un insert de cage (29) disposé dans une
ouverture d'évacuation (30) du boîtier (11).
5. Installation frigorifique selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'insert de cage (29) présente une ouverture de guidage (34) pour l'élément de soupape
(23), dans laquelle une tige (28) de l'élément de soupape (23) est guidée.
6. Installation frigorifique selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que l'insert de cage (29) est disposé en ajustement serré dans l'ouverture d'évacuation
(30).
7. Installation frigorifique selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'un poussoir (18) est disposé entre le rotor (14) et chaque élément de soupape (23).
8. Installation frigorifique selon la revendication 7, caractérisée en ce que le poussoir (18) présente une longueur qui est plus courte qu'une distance entre
un élément de soupape (23) qui repose sur le siège de soupape (24), et le rotor (14)
en dehors de la saillie (15).
9. Installation frigorifique selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que le boîtier (11) présente dans une chambre (21) qui relie une entrée de distributeur
aux soupapes (22), une saillie périphérique (20) traversée par les poussoirs (18).
10. Installation frigorifique selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que les poussoirs (18) sont maintenus dans un anneau de retenue de poussoir (19).
11. Installation frigorifique selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que les poussoirs (18) présentent une diminution de diamètre (32) sur leur extrémité
tournée vers l'élément de soupape respectif (23).
12. Installation frigorifique selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que chaque élément de soupape (23) est réalisé en forme de cône.