(19)
(11) EP 2 174 518 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.09.2014  Patentblatt  2014/37

(21) Anmeldenummer: 07785065.9

(22) Anmeldetag:  26.07.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04R 25/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH2007/000368
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2009/012603 (29.01.2009 Gazette  2009/05)

(54)

Widerstands-Identifikation eines peripheren Lautsprechers eines Hörgeräts

Resistance identification of a peripheral loudspeaker of a hearing aid

Identification par résistance d'un haut-parleur périphérique d'un appareil d'aide auditive


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.04.2010  Patentblatt  2010/15

(73) Patentinhaber: Phonak AG
8712 Stäfa (CH)

(72) Erfinder:
  • VONLANTHEN, Andi
    CH-5453 Remetschwil (CH)

(74) Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG 
Schwäntenmos 14
8126 Zumikon
8126 Zumikon (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-99/09799
JP-A- 2004 111 399
JP-A- 2005 315 757
WO-A-2006/071210
JP-A- 2005 038 492
US-E- R E36 495
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hörgerät nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, ein Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätes nach dem Oberbegriff von Anspruch 5 sowie ein Modul zum Anschliessen an eine Signalverarbeitungseinheit eines Hörgerätes nach dem Oberbegriff von Anspruch 8.

    [0002] In der WO 99/09799 derselben Anmelderin wie vorliegende Anmeldung ist ausgeführt, dass Hörgeräte äusserst komplexe Systeme seien. Um den jeweiligen Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden, sei es notwendig, eine grosse Zahl verschiedener Hardware-Konfigurationsvarianten bereitzustellen. Dies ergebe sowohl für die Fertigung wie auch für den Vertrieb und die Hörgeräteanpassung eine äusserst kostenwirksame Vielfalt, indem z.B. in der Fertigung eine Grosszahl unterschiedlicher Gerätekonfigurationen erstellt, entsprechend bezeichnet und kontrolliert werden müsse. Im Vertrieb sei eine entsprechende Lagerhaltung erforderlich. Bei der Geräteanpassung müssten jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen gewählt werden, je nach vorliegender Gerätekonfiguration.

    [0003] In der erwähnten WO 99/09799 werden diese Probleme mit einem Hörgerät der im Oberbegriff von Anspruch 1 dargelegten Art gelöst. Entsprechend wird in der erwähnten Schrift ein Verfahren zur Herstellung vorgeschlagen, wie im Oberbegriff von Anspruch 5 ausgeführt.

    [0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ausgehend vom genannten Hörgerät bzw. Verfahren, eine einfache, kostengünstige Realisationsform vorzuschlagen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Identifikationseinheit als Identifikationswiderstand ausgebildet ist und die Identifikationseinheit über eine Widerstandsmesseinheit mit dem Eingang der Vergleichseinheit wirkverbunden ist.

    [0005] Dabei wird von der Einsicht ausgegangen, dass Widerstände mit einer sehr grossen Anzahl unterschiedlicher, exakt messbarer Widerstandswerte erhältlich oder fertigbar sind, so als diskrete Elemente oder in Dünn- oder Dickfilmtechnologie gefertigt, und dass der jeweilig vorherrschende Widerstandswert einfach und schnell im wesentlichen mit einer Strom-Spannungsmessung ermittelt werden kann. Damit eignet sich ein Widerstand ausgezeichnet, um als Identifikationseinheit eingesetzt zu werden.

    [0006] Wenn wir im Weiteren von einem Identifikationswiderstand sprechen, so verstehen wir darunter ein Impedanzelement, welches, an seinen zwei Anschlüssen ausgemessen, über einen weiten Frequenzbereich, so z.B. bis 100 KHz, einen weit überwiegenden Realteil aufweist. Ein solcher Identifikationswiderstand kann aus einem einzelnen Widerstand oder aus mehreren in Serie und/oder parallel geschalteten Widerständen bestehen. Die daran gemessene Impedanz hat wie erwähnt einen weit überwiegenden Realteil, wobei Vorhandensein eines Imaginärteils jedoch nicht auszuschliessen ist, beispielsweise aufgrund von parasitären Kapazitäten bzw. Induktivitäten.

    [0007] Mittels der Widerstandsmessung an der Widerstandsmesseinheit wird die eingebaute periphere Einheit aufgrund des Wertes ihres Identifikationswiderstandes erkannt. Durch Vergleich dieses Widerstandswertes mit Widerstandswertmöglichkeiten, die in der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit abgelegt sind, zusammen mit den jeweiligen Einheiten eigenen Kenngrössen wie z.B. Betriebsparameter für die Signalverarbeitungseinheit, wird ermöglicht, diese Grössen entsprechend der vorliegenden Hardwarekonfiguration einzusetzen.

    [0008] Es werden folgende Vorteile weiterhin erwirkt:

    Einmal zusammengebaut, identifiziert sich das Hörgerät bezüglich Hardware-Konfiguration selber.

    Insbesondere dadurch, dass der Ausgang der Vergleichseinheit mit dem Eingang einer Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist und am Hörgerät ein Anschluss vorgesehen ist, der mit dem Ausgang dieser Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist, ergibt sich die Möglichkeit, die Hardwarekonstellation des Hörgerätes auszulesen. Damit erübrigt sich oft eine Beschriftung, wie beispielsweise an der Verpackung, und es werden Fehlermöglichkeiten bei der Produktionskontrolle, im Vertrieb und in der Anpassung der Hörgeräte ausgeschlossen. Es ist auch ausgeschlossen, ein vorliegendes Hörgerät auf der Basis einer vermeintlich anderen Konfiguration, was periphere Hardwareeinheiten anbelangt, zu testen, zu liefern bzw. anzupassen. Somit werden die Vorteile beibehalten, die das Vorgehen generell gemäss der WO 99/09799 mit sich bringt, aber unter Ausnützung einer höchst einfachen, schnellen und genauen Identifikationstechnik, nämlich gemäss vorliegender Erfindung, mittel Identifikationswiderstandes.



    [0009] In einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes hat die periphere Einheit zwei Anschlüsse, die ausschliesslich durch den Identifikationswiderstand verbunden sind. Dadurch wird ausgeschlossen, dass bei der identifizierenden Widerstandsmessung der betrachteten peripheren Einheit eigene Eingangsimpedanzen auf die Identifikation Einfluss nehmen.

    [0010] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist der Ausgang der Vergleichseinheit mit einem Betriebssteuereingang an der Signalverarbeitungseinheit wirkverbunden. Damit wird es möglich, die einer identifizierten peripheren Einheit zugeordneten, optimalen Betriebsgrössen an der Signalverarbeitungseinheit automatisch zur Wirkung zu bringen. Wird dabei erkannt, dass eine eingebaute periphere Einheit nicht mit der vorgesehenen Signalverarbeitungseinheit kompatibel ist, was beispielsweise durch Fehlen des entsprechenden Identifikationswiderstandswertes in der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit angezeigt wird, so kann die Inbetriebnahme der erwähnten peripheren Einheit und/oder der Signalverarbeitungseinheit gesperrt werden, z.B. um Schädigungen zu verhüten.

    [0011] Dabei können in der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit beispielsweise auch Betriebsprogramme für die Signalverarbeitungseinheit, die sich zum Betrieb mit der entsprechenden peripheren Einheit eignen, spezifiziert sein, womit, beispielsweise drahtlos über einen Transceiver oder drahtgebunden, für die Signalverarbeitungseinheit zu implementierende Betriebsprogramme dann gesperrt werden können, wenn sie sich für die momentan vorliegende Konstellation mit der identifizierten peripheren Einheit nicht eignen.

    [0012] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist, wie bereits erwähnt wurde, der Ausgang der Vergleichseinheit mit dem Eingang einer Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden und in einer weiteren Ausführungsform ist am Hörgerät ein Anschluss vorgesehen, der mit dem Ausgang der Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist. Damit kann an einem vorliegenden Hörgerät erfindungsgemässer Art jederzeit die vorherrschende Konstellation ausgelesen werden.

    [0013] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist die periphere Einheit ein Sensor, ein Aktuator, ein Transceiver, eine manuelle Wahlschalteinheit, ein Potentiometer, ein akustisch/elektrischer Eingangswandler oder ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler.

    [0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist die erwähnte periphere Einheit eine Lautsprechereinheit.

    [0015] Gemäss dem erfindungsgemässen Herstellungsverfahren wird die Identität der peripheren Einheit automatisch anhand einer Widerstandsmessung abgefragt und abgespeichert. Dabei wird in einer Ausführungsform des erwähnten Verfahrens mit der abgefragten Identität der peripheren Einheit der Betrieb der Signalverarbeitungseinheit gesteuert oder selektioniert und dabei vorzugsweise die Implementierung eines der vorgesehenen peripheren Einheiten fremden Betriebes gesperrt.

    [0016] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden aufgrund der Identifizierung anhand des Identifizierungswiderstandes Signale an Anschlüsse zu und/oder von der Signalverarbeitungseinheit unterschiedlich interpretiert bzw. unterschiedlich verarbeitet.

    [0017] Im Weiteren wird ein Modul für den Einbau an eine Signalverarbeitungseinheit eines Hörgerätes vorgeschlagen, welches zwei Anschlüsse hat, die ausschliesslich durch einen Identifikationswiderstand verbunden sind.

    [0018] In einer Ausführungsform dieses Moduls handelt es sich um eine Lautsprecheranordnung für ein Hörgerät.

    [0019] Bezüglich den Möglichkeiten, welche sich grundsätzlich durch Autoidentifikation peripherer Einheiten an Hörgeräten ergeben, wird auch vollumfänglich und zusätzlich zu den Ausführungen in vorliegender Anmeldung auf die Ausführungen in der erwähnten WO 99/09799 verwiesen.

    [0020] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Figuren weiter erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    anhand eines Signalfluss/Funktionsblockdiagrammes, das Grundprinzip des erfindungsgemässen Hörgerätes;
    Fig. 2
    schematisch am Beispiel eines Lautsprechermoduls, eine erfindungsgemäss einsetzbare periphere Einheit gemäss vorliegender Erfindung.


    [0021] In Fig. 1 ist, in Form eines Signalfluss/Funktionsblock-diagrammes, ein erfindungsgemässes Hörgerät dargestellt mit, als Beispiel, zwei erfindungsgemäss ausgebildeten peripheren Einheiten 3E und 3A. Eine Signalverarbeitungseinheit 1, welche eine digitale Signalverarbeitung und/oder eine analoge durchführt, wie mit der DSP-Einheit 1a bzw. der Verstärkereinheit 1b dargestellt, hat Eingänge und Ausgänge. Der Ausgang der peripheren Einheit 3E ist mit einem Eingang E der Signalverarbeitungseinheit 1 verbunden, ein Ausgang A der Signalverarbeitungseinheit 1 mit dem Eingang der peripheren Einheit 3A. Bei den peripheren Einheiten, welche ein- und/oder ausgangsseitig mit Ausgängen und/oder Eingängen der Signalverarbeitungseinheit 1 wirkverbunden sind, kann es sich beispielsweise um Sensoren, z.B. Mikrophone, genereller akustisch/elektrische Wandler handeln, um Kommunikationskomponenten, z.B. Transceiver, um Steuereinheiten, z.B. Programmumschalteinheiten, Lautstärke-Einstelleinheiten, um Aktuatoren, wie elektrisch/mechanische Ausgangswandler, z.B. Lautsprechereinheiten. Nur beispielsweise ist die periphere Einheit 3E als Mikrophoneinheit, die Einheit 3A als Lautsprechereinheit, üblicherweise "receiver" oder "speaker" genannt, in Fig. 1 dargestellt. Am dargestellten Beispiel ist jede der zwei vorgesehenen peripheren Einheiten 3 mit einem Identifikationswiderstand versehen, so die Einheit 3E mit einem Identifikationswiderstand R1, die periphere Einheit 3A mit einem Identifikationswiderstand R2. Der Wert der jeweiligen Identifikationswiderstände R ist für die jeweils zugehörige periphere Einheit eindeutig identifizierend. Nach hardwaremässiger Konfiguration des Hörgerätes wird ein Identifikationszyklus ausgelöst. Bei diesem werden, wie schematisch mit der Zykluseinheit 7 dargestellt, beispielsweise sequentiell, alle Identifikationswiderstände R auf eine Impedanzmesseinheit 8 aufgeschaltet, woran der Identifikationswiderstand R der vorgesehenen peripheren Einheit gemessen wird. Wie dem Fachmann durchaus bekannt, wird dabei bevorzugterweise eine DC-Widerstandsmessung vorgenommen durch Einspeisung eines vorgegebenen Stromes an die Identifikationswiderstände und Messung der resultierenden Spannung an den jeweiligen Widerständen oder, umgekehrt, durch Vorgabe einer vorgegebenen Spannung und Messung des resultierenden Stromes. Auch eine Impedanzmessung mittels Wechselstromes ist durchaus möglich, wobei aber der Einfluss parasitärer Reaktanzen auf das Messresultat je nach gewählter Frequenz störend werden kann.

    [0022] Wird ein unendlicher Widerstandswert R gemessen, so zeigt dies, dass an einem möglichen Anschluss an die Signalverarbeitungseinheit 1 keine periphere Einheit angeschlossen ist. Die ausgangsseitig der Impedanzmesseinheit 8, beispielsweise sequentiell, erscheinenden Messresultate entsprechend den Werten R1, R2... werden einer Vergleichseinheit 9 zugeführt. Der Vergleichseinheit 9 ist an einem zweiten Vergleicheranschluss eine Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11 zugeschaltet. In der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11 sind alle Identifikationswiderstandswerte R1, R2... abgespeichert, welche peripheren Einheiten zugeordnet sind, die der Signalverarbeitungseinheit 1 aufgeschaltet werden können. Durchaus kann auch die Signalverarbeitungseinheit 1 eine Identifikationsmarkierung, wie einen erfindungsgemäss vorgesehenen Identifikationswiderstand aufweisen, der (nicht dargestellt) als erstes über die Zykluseinheit 7 und die Impedanzmesseinheit 8 gemessen wird und mit einem den Identifikationsmöglichkeitenspeicher 11 identifizierenden Widerstandswert (nicht dargestellt) verglichen wird. Stimmen diese Widerstandswerte überein, so heisst das, dass die vorgesehene Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11 der vorgesehenen Signalverarbeitungseinheit 1 entspricht, andernfalls nicht: Entspricht der Identifikationswiderstandswert an der Signalverarbeitungseinheit 1 nicht dem Widerstandswert, der die Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11 kennzeichnet, dann werden alle weiteren Vorgänge abgebrochen und z.B. akustisch oder optisch am Hörgerät oder an einem Anschluss für eine externe Station ein Warnsignal ausgegeben.

    [0023] Danach wird sequentiell, wie mit der Zykluseinheit 13 schematisch dargestellt, an der Vergleichseinheit 9, anhand der gemessenen Widerstandswerte R1, R2..., ermittelt, welche der im Identifikationsmöglichkeitenspeicher 11 definierten peripheren Einheiten bei der vorliegenden Gerätekonfiguration vorhanden sind. Ist eine Signalverarbeitungseinheit 1 beispielsweise des Typs X und sind periphere Einheiten der Typen M und N und W aufgeschaltet, so wird ausgangsseitig der Vergleichseinheit in einem Hörgerätekonfigurationsspeicher 15 die Gerätekonfiguration XNW abgespeichert. Durch Vergleich der gemessenen mit den in der Speichereinheit 11 abgelegten Widerstandswerten und der dortigen Zuordnung Widerstandswert/periphere Einheit wird die jeweilige periphere Einheit in verständlicher Art und Weise identifiziert.

    [0024] Ausgangsseitig wirkt der Konfigurationsspeicher 15 auf die Signalverarbeitungseinheit ein. Aufgrund der identifizierten vorliegenden Hardware-Konfiguration wird, wie mit der Schalteinheit 17 dargestellt, ein oder mehrere spezifische Bearbeitungsmodi an der Signalverarbeitungseinheit 1 aktiviert. In Abhängigkeit der mittels der Identifikationswiderstände ermittelten Gerätekonfiguration werden also dieser Konfiguration entsprechende Betriebszustände an der Signalverarbeitungseinheit 1 ausgewählt und aktiviert, so z.B. spezifische Programme an der digitalen Signalverarbeitungseinheit 1a und/oder Einstellungen, wie Verstärkungseinstellungen an analogen Verstärkern 1b.

    [0025] Im weiteren ist der Ausgang der Konfigurationsspeichereinheit 15 vorzugsweise auf einen Ausgang HGA des Hörgerätes geführt, womit das Hörgerät in seiner individuellen Konfiguration beispielsweise an einer Anpasseinheit für das Hörgerät identifiziert wird.

    [0026] In Fig. 2 ist schematisch und vereinfacht ein Modul bzw. eine periphere Einheit dargestellt gemäss vorliegender Erfindung und beispielsweise den Einheiten 3E und 3A gemäss Fig. 1 entsprechend. Grundsätzlich hat eine derartige, bevorzugte periphere Einheit, einzeln betrachtet als Modul bezeichnet, ihrer spezifischen Funktion entsprechende Ein- bzw. Ausgänge, das in Fig. 2 beispielsweise dargestellte Lautsprechermodul Eingänge E1 und E2, woran das elektrische Treibersignal für den Lautsprecher 17 angelegt wird. An einem erfindungsgemässen Modul 3 ist ein Identifikationswiderstand R vorgesehen, welcher über Anschlüsse bevorzugt derart ausgemessen werden kann, dass dem Modul eigene Eingangsimpedanzen, wie gestrichelt mit Z dargestellt, keinen oder nur vernachlässigbaren Einfluss auf die Bestimmung des Wertes von R nehmen. Der Identifikationswiderstand R ist dabei bevorzugt und wie in Fig. 2 dargestellt mit einem Anschluss an einem der moduleigenen Anschlüsse, E2, verbunden und auf einen dritten Anschluss, EI gemäss Fig. 2, geführt. Damit hat ein erfindungsgemässes Modul die seiner Funktion entsprechenden Anschlüsse für Signalein- und/oder -ausgänge sowie einen weiteren zusätzlichen Anschluss, und der Identifikationswiderstand R ist zwischen diesem zusätzlichen Anschluss und einem der moduleigenen Anschlüsse geschaltet.

    [0027] Mit dem Hörgerät und dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung wird auf höchst einfache Art und Weise ein eigentliches Plug-and-Play-Modularsystem für Hörgeräte bereitgestellt, welches erlaubt, die Fertigungskosten massiv zu senken, die Anschlusskonfiguration an einer Signalverarbeitungseinheit des Hörgerätes zu minimalisieren und insbesondere auch Fehlverpackungen, Fehlkonfigurationen, Fehlanpassungen etc. aufgrund menschlicher Unachtsamkeit weitestgehend auszuschalten, wobei die verwendete Identifikationstechnik höchst einfach, sicher und schnell handhabbar im Sinne einer raschen Identifikationserfassung ist. Sowohl für die Identifikation der Einheiten mit dem Identitifikationswiderstand wie auch für das Messen des entsprechenden Widerstandswertes sind nur wenige zusätzliche Vorkehrungen an bereits bestehenden Einheiten vorzukehren, nämlich, bei peripheren Einheitsmodulen Vorsehen eines zusätzlichen Widerstandes und, erfassungsseitig, Vorsehen einer kurzzeitigen Spannungs- bzw. Strombeaufschlagung an einem Anschluss und entsprechend kurzzeitige Strom- bzw. Spannungsregistrierung.


    Ansprüche

    1. Hörgerät mit einer Signalverarbeitungseinheit, welche eingangs und/oder ausgangsseitig mit einer umfassten digitalen, hybriden oder analogen peripheren Einheit wirkverbunden ist, wobei die periphere Einheit eine Identifikationseinheit umfasst, deren Ausgang mit dem Eingang einer Vergleichseinheit wirkverbunden ist, die Vergleichseinheit eingangsseitig mit einer Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit wirkverbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationseinheit durch einen Identifikations-Widerstand gebildet ist, dessen Anschlüsse über eine Widerstandsmesseinheit mit der Vergleichseinheit wirkverbunden sind, die periphere Einheit ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler in Form eines Lautsprechers ist, wobei der Lautsprecher mindestens drei Anschlüsse hat, nämlich zwei Lautsprecheranschlüsse und einen weiteren Anschluss, wobei der Identifikationswiderstand an einem der Lautsprecheranschlüsse und am weiteren Anschluss angeschlossen ist.
     
    2. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der Vergleichseinheit mit einem Betriebssteuereingang an der Signalverarbeitungseinheit wirkverbunden ist.
     
    3. Hörgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der Vergleichseinheit mit dem Eingang einer Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist.
     
    4. Hörgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Hörgerät ein Ausgang vorgesehen ist, der mit dem Ausgang der Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist.
     
    5. Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätes mit einer Signalverarbeitungseinheit sowie mindestens einer dieser zugeschalteten peripheren Einheit, wobei man die periphere Einheit mit der Signalverarbeitungseinheit einbaut, dann die Identität der peripheren Einheit automatisch abfragt und abspeichert, dadurch gekennzeichnet, dass die Identität der peripheren Einheit mittels Widerstandsmessung abgefragt wird, wobei die periphere Einheit ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler in Form eines Lautsprechers ist, wobei der Lautsprecher mindestens drei Anschlüsse hat, nämlich zwei Lautsprecheranschlüsse und einen weiteren Anschluss, wobei der Identifikationswiderstand an einem der Lautsprecheranschlüsse und am weiteren Anschluss angeschlossen ist.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der abgefragten Identität des Lautsprechers der Betrieb der Signalverarbeitungseinheit selektioniert wird und vorzugsweise die Implementierung eines des vorgesehenen Lautsprechers und/oder der Signalverarbeitungseinheit fremden Betriebes gesperrt wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Funktion der Identifizierung Signale an Anschlüssen zu und/oder von der Signalverarbeitungseinheit unterschiedlich interpretiert und/oder unterschiedlich verarbeitet werden.
     
    8. Modul zum Anschliessen an eine Signalverarbeitungseinheit eines Hörgerätes mit der Modulfunktion entsprechenden Anschlüssen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Anschlüsse durch einen Identifikationswiderstand verbunden sind, wobei das Modul ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler in Form eines Lautsprechers ist, und der Lautsprecher mindestens drei Anschlüsse hat, nämlich zwei Lautsprecheranschlüsse und einen weiteren Anschluss, wobei der Identifikationswiderstand an einem der Lautsprecheranschlüsse und am weiteren Anschluss angeschlossen ist.
     


    Claims

    1. A hearing device with a signal processing unit, the input and/or output side of which is functionally connected to a digital, hybrid or analog peripheral device, that peripheral device encompassing an identifying unit whose output effectively connects to an input of a comparator, with the input side of the comparator on its part functionally connected to an identification options memory module, characterized in that the identifying unit is in the form of an identification resistor whose contacts connect to the comparator via a resistance measurement unit, wherein the peripheral device is an electromechanical output converter in the form of a speaker, wherein the speaker is provided with at least three ports, these being two speaker ports and one additional port, with the identification resistor connected to one of the speaker ports and to the said additional port.
     
    2. The hearing device according to claim 1, characterized in that the output of the comparator is functionally connected to an operating control input on the signal processing unit.
     
    3. The hearing device according to claim 1 or 2, characterized in that the output of the comparator is functionally connected to the input of a configuration memory module.
     
    4. The hearing device according to claim 3, characterized in that the hearing device is provided with an output that connects to the output of the configuration memory module.
     
    5. A method for producing a hearing device including a signal processing unit and, connected to the latter, at least one peripheral device, wherein the peripheral device is installed with the signal processing unit, the identity of the peripheral device is automatically queried and stored in memory, characterized in that the identity of the peripheral device is determined by means of a resistance measurement, wherein the peripheral device is an electromechanical output converter in the form of a speaker, wherein the speaker is provided with at least three ports, these being two speaker ports and one additional port, with the identification resistor connected to one of the speaker ports and to the said additional port.
     
    6. The method according to claim 5, characterized in that the identity of the speaker so determined selects the operating mode of the signal processing unit while preferably locking out implementation of any operation extrinsic to the object speaker and/or to the signal processing unit.
     
    7. The method according to claim 5 or 6, characterized in that, as a function of the identification, signals travelling to or from the ports of the signal processing unit are subjected to different interpretation and/or to different processing.
     
    8. Module for connection to a signal processing unit of a hearing device, equipped with ports corresponding to the function of the module, characterized in that two ports are connected by an identification resistor, wherein the module is an electromechanical output converter in the form of a speaker, and wherein the speaker is provided with at least three ports, these being two speaker ports and one additional port, with the identification resistor connected to one of the speaker ports and to the said additional port.
     


    Revendications

    1. Appareil d'aide auditive comportant une unité de traitement de signal qui est reliée fonctionnellement côté entrée et/ou côté sortie, à une unité périphérique englobante numérique, hybride ou analogique, dans lequel l'unité périphérique comprend une unité d'identification dont la sortie est reliée fonctionnellement à l'entrée d'une unité de comparaison, l'unité de comparaison est reliée fonctionnellement côté entrée à une unité de mémorisation de possibilités d'identification, caractérisé en ce que l'unité d'identification est formée d'une résistance d'identification dont les extrémités sont fonctionnellement reliés par une unité de mesure de la résistance à l'unité de comparaison, en ce que l'unité périphérique est un transducteur de sortie électrique/mécanique sous la forme d'un haut-parleur, dans lequel le haut-parleur présente au moins trois accès, à savoir deux accès de haut-parleur et un autre accès, dans lequel la résistance d'identification est raccordée à l'un des accès de haut-parleur et à l'autre accès.
     
    2. Appareil d'aide auditive selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sortie de l'unité de comparaison est reliée fonctionnellement à une entrée de commande d'exploitation de l'unité de traitement de signal.
     
    3. Appareil d'aide auditive selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la sortie de l'unité de comparaison est reliée fonctionnellement à l'entrée d'une unité de commande de configuration.
     
    4. Appareil d'aide auditive selon la revendication 3, caractérisé en ce que sur l'appareil auditif, une sortie est prévue, qui est reliée fonctionnellement à la sortie de l'unité de mémorisation de la configuration.
     
    5. Procédé de fabrication d'un appareil d'aide auditive comportant une unité de traitement de signal et au moins une unité périphérique connectée à celle-ci, dans lequel on installe l'unité périphérique avec l'unité de traitement de signal, puis l'identité de l'unité périphérique est interrogée automatiquement et enregistrée, caractérisé en ce que l'identité de l'unité périphérique est interrogée au moyen d'une mesure de la résistance, dans lequel l'unité périphérique est un transducteur de sortie électrique/mécanique sous la forme d'un haut-parleur, dans lequel le haut-parleur a au moins trois accès, à savoir deux accès de haut-parleur et un autre accès, dans lequel la résistance d'identification est raccordée a l'un des accès de haut-parleur et à l'autre accès.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'avec l'identité interrogée du haut-parleur, l'exploitation de l'unité de traitement de signal est sélectionnée et de préférence, l'implémentation d'une exploitation étrangère du haut-parleur prévu et/ou de l'unité de traitement de signal est bloquée.
     
    7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que, en fonction de l'identification, des signaux sur des raccords allant vers et/ou provenant de l'unité de traitement de signal sont interprétés de façon différente et/ou sont traités de façon différente.
     
    8. Module de raccordement à une unité de traitement de signal d'un appareil d'aide auditive comportant la fonction de module des accès correspondants, caractérisé en ce que deux accès sont reliés par une résistance d'identification, dans lequel le module est un transducteur électrique/mécanique sous la forme d'un haut-parleur et le haut-parleur a au moins trois accès à savoir deux accès de haut-parleur et un autre accès, dans lequel la résistance d'identification est raccordée à l'un des accès de haut-parleur et à l'autre accès.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente