[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hörgerät nach dem Oberbegriff von Anspruch
1, ein Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätes nach dem Oberbegriff von Anspruch
5 sowie ein Modul zum Anschliessen an eine Signalverarbeitungseinheit eines Hörgerätes
nach dem Oberbegriff von Anspruch 8.
[0002] In der
WO 99/09799 derselben Anmelderin wie vorliegende Anmeldung ist ausgeführt, dass Hörgeräte äusserst
komplexe Systeme seien. Um den jeweiligen Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu
werden, sei es notwendig, eine grosse Zahl verschiedener Hardware-Konfigurationsvarianten
bereitzustellen. Dies ergebe sowohl für die Fertigung wie auch für den Vertrieb und
die Hörgeräteanpassung eine äusserst kostenwirksame Vielfalt, indem z.B. in der Fertigung
eine Grosszahl unterschiedlicher Gerätekonfigurationen erstellt, entsprechend bezeichnet
und kontrolliert werden müsse. Im Vertrieb sei eine entsprechende Lagerhaltung erforderlich.
Bei der Geräteanpassung müssten jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen gewählt werden,
je nach vorliegender Gerätekonfiguration.
[0003] In der erwähnten
WO 99/09799 werden diese Probleme mit einem Hörgerät der im Oberbegriff von Anspruch 1 dargelegten
Art gelöst. Entsprechend wird in der erwähnten Schrift ein Verfahren zur Herstellung
vorgeschlagen, wie im Oberbegriff von Anspruch 5 ausgeführt.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ausgehend vom genannten Hörgerät bzw.
Verfahren, eine einfache, kostengünstige Realisationsform vorzuschlagen. Dies wird
dadurch erreicht, dass die Identifikationseinheit als Identifikationswiderstand ausgebildet
ist und die Identifikationseinheit über eine Widerstandsmesseinheit mit dem Eingang
der Vergleichseinheit wirkverbunden ist.
[0005] Dabei wird von der Einsicht ausgegangen, dass Widerstände mit einer sehr grossen
Anzahl unterschiedlicher, exakt messbarer Widerstandswerte erhältlich oder fertigbar
sind, so als diskrete Elemente oder in Dünn- oder Dickfilmtechnologie gefertigt, und
dass der jeweilig vorherrschende Widerstandswert einfach und schnell im wesentlichen
mit einer Strom-Spannungsmessung ermittelt werden kann. Damit eignet sich ein Widerstand
ausgezeichnet, um als Identifikationseinheit eingesetzt zu werden.
[0006] Wenn wir im Weiteren von einem Identifikationswiderstand sprechen, so verstehen wir
darunter ein Impedanzelement, welches, an seinen zwei Anschlüssen ausgemessen, über
einen weiten Frequenzbereich, so z.B. bis 100 KHz, einen weit überwiegenden Realteil
aufweist. Ein solcher Identifikationswiderstand kann aus einem einzelnen Widerstand
oder aus mehreren in Serie und/oder parallel geschalteten Widerständen bestehen. Die
daran gemessene Impedanz hat wie erwähnt einen weit überwiegenden Realteil, wobei
Vorhandensein eines Imaginärteils jedoch nicht auszuschliessen ist, beispielsweise
aufgrund von parasitären Kapazitäten bzw. Induktivitäten.
[0007] Mittels der Widerstandsmessung an der Widerstandsmesseinheit wird die eingebaute
periphere Einheit aufgrund des Wertes ihres Identifikationswiderstandes erkannt. Durch
Vergleich dieses Widerstandswertes mit Widerstandswertmöglichkeiten, die in der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit
abgelegt sind, zusammen mit den jeweiligen Einheiten eigenen Kenngrössen wie z.B.
Betriebsparameter für die Signalverarbeitungseinheit, wird ermöglicht, diese Grössen
entsprechend der vorliegenden Hardwarekonfiguration einzusetzen.
[0008] Es werden folgende Vorteile weiterhin erwirkt:
Einmal zusammengebaut, identifiziert sich das Hörgerät bezüglich Hardware-Konfiguration
selber.
Insbesondere dadurch, dass der Ausgang der Vergleichseinheit mit dem Eingang einer
Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist und am Hörgerät ein Anschluss vorgesehen
ist, der mit dem Ausgang dieser Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist, ergibt
sich die Möglichkeit, die Hardwarekonstellation des Hörgerätes auszulesen. Damit erübrigt
sich oft eine Beschriftung, wie beispielsweise an der Verpackung, und es werden Fehlermöglichkeiten
bei der Produktionskontrolle, im Vertrieb und in der Anpassung der Hörgeräte ausgeschlossen.
Es ist auch ausgeschlossen, ein vorliegendes Hörgerät auf der Basis einer vermeintlich
anderen Konfiguration, was periphere Hardwareeinheiten anbelangt, zu testen, zu liefern
bzw. anzupassen. Somit werden die Vorteile beibehalten, die das Vorgehen generell
gemäss der WO 99/09799 mit sich bringt, aber unter Ausnützung einer höchst einfachen, schnellen und genauen
Identifikationstechnik, nämlich gemäss vorliegender Erfindung, mittel Identifikationswiderstandes.
[0009] In einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes hat die periphere Einheit
zwei Anschlüsse, die ausschliesslich durch den Identifikationswiderstand verbunden
sind. Dadurch wird ausgeschlossen, dass bei der identifizierenden Widerstandsmessung
der betrachteten peripheren Einheit eigene Eingangsimpedanzen auf die Identifikation
Einfluss nehmen.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist der Ausgang
der Vergleichseinheit mit einem Betriebssteuereingang an der Signalverarbeitungseinheit
wirkverbunden. Damit wird es möglich, die einer identifizierten peripheren Einheit
zugeordneten, optimalen Betriebsgrössen an der Signalverarbeitungseinheit automatisch
zur Wirkung zu bringen. Wird dabei erkannt, dass eine eingebaute periphere Einheit
nicht mit der vorgesehenen Signalverarbeitungseinheit kompatibel ist, was beispielsweise
durch Fehlen des entsprechenden Identifikationswiderstandswertes in der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit
angezeigt wird, so kann die Inbetriebnahme der erwähnten peripheren Einheit und/oder
der Signalverarbeitungseinheit gesperrt werden, z.B. um Schädigungen zu verhüten.
[0011] Dabei können in der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit beispielsweise auch
Betriebsprogramme für die Signalverarbeitungseinheit, die sich zum Betrieb mit der
entsprechenden peripheren Einheit eignen, spezifiziert sein, womit, beispielsweise
drahtlos über einen Transceiver oder drahtgebunden, für die Signalverarbeitungseinheit
zu implementierende Betriebsprogramme dann gesperrt werden können, wenn sie sich für
die momentan vorliegende Konstellation mit der identifizierten peripheren Einheit
nicht eignen.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist, wie bereits
erwähnt wurde, der Ausgang der Vergleichseinheit mit dem Eingang einer Konfigurationsspeichereinheit
wirkverbunden und in einer weiteren Ausführungsform ist am Hörgerät ein Anschluss
vorgesehen, der mit dem Ausgang der Konfigurationsspeichereinheit wirkverbunden ist.
Damit kann an einem vorliegenden Hörgerät erfindungsgemässer Art jederzeit die vorherrschende
Konstellation ausgelesen werden.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes ist die periphere
Einheit ein Sensor, ein Aktuator, ein Transceiver, eine manuelle Wahlschalteinheit,
ein Potentiometer, ein akustisch/elektrischer Eingangswandler oder ein elektrisch/mechanischer
Ausgangswandler.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Hörgerätes
ist die erwähnte periphere Einheit eine Lautsprechereinheit.
[0015] Gemäss dem erfindungsgemässen Herstellungsverfahren wird die Identität der peripheren
Einheit automatisch anhand einer Widerstandsmessung abgefragt und abgespeichert. Dabei
wird in einer Ausführungsform des erwähnten Verfahrens mit der abgefragten Identität
der peripheren Einheit der Betrieb der Signalverarbeitungseinheit gesteuert oder selektioniert
und dabei vorzugsweise die Implementierung eines der vorgesehenen peripheren Einheiten
fremden Betriebes gesperrt.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden aufgrund
der Identifizierung anhand des Identifizierungswiderstandes Signale an Anschlüsse
zu und/oder von der Signalverarbeitungseinheit unterschiedlich interpretiert bzw.
unterschiedlich verarbeitet.
[0017] Im Weiteren wird ein Modul für den Einbau an eine Signalverarbeitungseinheit eines
Hörgerätes vorgeschlagen, welches zwei Anschlüsse hat, die ausschliesslich durch einen
Identifikationswiderstand verbunden sind.
[0018] In einer Ausführungsform dieses Moduls handelt es sich um eine Lautsprecheranordnung
für ein Hörgerät.
[0019] Bezüglich den Möglichkeiten, welche sich grundsätzlich durch Autoidentifikation peripherer
Einheiten an Hörgeräten ergeben, wird auch vollumfänglich und zusätzlich zu den Ausführungen
in vorliegender Anmeldung auf die Ausführungen in der erwähnten
WO 99/09799 verwiesen.
[0020] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Figuren weiter erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- anhand eines Signalfluss/Funktionsblockdiagrammes, das Grundprinzip des erfindungsgemässen
Hörgerätes;
- Fig. 2
- schematisch am Beispiel eines Lautsprechermoduls, eine erfindungsgemäss einsetzbare
periphere Einheit gemäss vorliegender Erfindung.
[0021] In Fig. 1 ist, in Form eines Signalfluss/Funktionsblock-diagrammes, ein erfindungsgemässes
Hörgerät dargestellt mit, als Beispiel, zwei erfindungsgemäss ausgebildeten peripheren
Einheiten 3
E und 3
A. Eine Signalverarbeitungseinheit 1, welche eine digitale Signalverarbeitung und/oder
eine analoge durchführt, wie mit der DSP-Einheit 1a bzw. der Verstärkereinheit 1b
dargestellt, hat Eingänge und Ausgänge. Der Ausgang der peripheren Einheit 3
E ist mit einem Eingang E der Signalverarbeitungseinheit 1 verbunden, ein Ausgang A
der Signalverarbeitungseinheit 1 mit dem Eingang der peripheren Einheit 3
A. Bei den peripheren Einheiten, welche ein- und/oder ausgangsseitig mit Ausgängen
und/oder Eingängen der Signalverarbeitungseinheit 1 wirkverbunden sind, kann es sich
beispielsweise um Sensoren, z.B. Mikrophone, genereller akustisch/elektrische Wandler
handeln, um Kommunikationskomponenten, z.B. Transceiver, um Steuereinheiten, z.B.
Programmumschalteinheiten, Lautstärke-Einstelleinheiten, um Aktuatoren, wie elektrisch/mechanische
Ausgangswandler, z.B. Lautsprechereinheiten. Nur beispielsweise ist die periphere
Einheit 3
E als Mikrophoneinheit, die Einheit 3
A als Lautsprechereinheit, üblicherweise "receiver" oder "speaker" genannt, in Fig.
1 dargestellt. Am dargestellten Beispiel ist jede der zwei vorgesehenen peripheren
Einheiten 3 mit einem Identifikationswiderstand versehen, so die Einheit 3
E mit einem Identifikationswiderstand R
1, die periphere Einheit 3
A mit einem Identifikationswiderstand R
2. Der Wert der jeweiligen Identifikationswiderstände R ist für die jeweils zugehörige
periphere Einheit eindeutig identifizierend. Nach hardwaremässiger Konfiguration des
Hörgerätes wird ein Identifikationszyklus ausgelöst. Bei diesem werden, wie schematisch
mit der Zykluseinheit 7 dargestellt, beispielsweise sequentiell, alle Identifikationswiderstände
R auf eine Impedanzmesseinheit 8 aufgeschaltet, woran der Identifikationswiderstand
R der vorgesehenen peripheren Einheit gemessen wird. Wie dem Fachmann durchaus bekannt,
wird dabei bevorzugterweise eine DC-Widerstandsmessung vorgenommen durch Einspeisung
eines vorgegebenen Stromes an die Identifikationswiderstände und Messung der resultierenden
Spannung an den jeweiligen Widerständen oder, umgekehrt, durch Vorgabe einer vorgegebenen
Spannung und Messung des resultierenden Stromes. Auch eine Impedanzmessung mittels
Wechselstromes ist durchaus möglich, wobei aber der Einfluss parasitärer Reaktanzen
auf das Messresultat je nach gewählter Frequenz störend werden kann.
[0022] Wird ein unendlicher Widerstandswert R
∞ gemessen, so zeigt dies, dass an einem möglichen Anschluss an die Signalverarbeitungseinheit
1 keine periphere Einheit angeschlossen ist. Die ausgangsseitig der Impedanzmesseinheit
8, beispielsweise sequentiell, erscheinenden Messresultate entsprechend den Werten
R
1, R
2... werden einer Vergleichseinheit 9 zugeführt. Der Vergleichseinheit 9 ist an einem
zweiten Vergleicheranschluss eine Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11
zugeschaltet. In der Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11 sind alle Identifikationswiderstandswerte
R
1, R
2... abgespeichert, welche peripheren Einheiten zugeordnet sind, die der Signalverarbeitungseinheit
1 aufgeschaltet werden können. Durchaus kann auch die Signalverarbeitungseinheit 1
eine Identifikationsmarkierung, wie einen erfindungsgemäss vorgesehenen Identifikationswiderstand
aufweisen, der (nicht dargestellt) als erstes über die Zykluseinheit 7 und die Impedanzmesseinheit
8 gemessen wird und mit einem den Identifikationsmöglichkeitenspeicher 11 identifizierenden
Widerstandswert (nicht dargestellt) verglichen wird. Stimmen diese Widerstandswerte
überein, so heisst das, dass die vorgesehene Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit
11 der vorgesehenen Signalverarbeitungseinheit 1 entspricht, andernfalls nicht: Entspricht
der Identifikationswiderstandswert an der Signalverarbeitungseinheit 1 nicht dem Widerstandswert,
der die Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit 11 kennzeichnet, dann werden
alle weiteren Vorgänge abgebrochen und z.B. akustisch oder optisch am Hörgerät oder
an einem Anschluss für eine externe Station ein Warnsignal ausgegeben.
[0023] Danach wird sequentiell, wie mit der Zykluseinheit 13 schematisch dargestellt, an
der Vergleichseinheit 9, anhand der gemessenen Widerstandswerte R
1, R
2..., ermittelt, welche der im Identifikationsmöglichkeitenspeicher 11 definierten
peripheren Einheiten bei der vorliegenden Gerätekonfiguration vorhanden sind. Ist
eine Signalverarbeitungseinheit 1 beispielsweise des Typs X und sind periphere Einheiten
der Typen M und N und W aufgeschaltet, so wird ausgangsseitig der Vergleichseinheit
in einem Hörgerätekonfigurationsspeicher 15 die Gerätekonfiguration XNW abgespeichert.
Durch Vergleich der gemessenen mit den in der Speichereinheit 11 abgelegten Widerstandswerten
und der dortigen Zuordnung Widerstandswert/periphere Einheit wird die jeweilige periphere
Einheit in verständlicher Art und Weise identifiziert.
[0024] Ausgangsseitig wirkt der Konfigurationsspeicher 15 auf die Signalverarbeitungseinheit
ein. Aufgrund der identifizierten vorliegenden Hardware-Konfiguration wird, wie mit
der Schalteinheit 17 dargestellt, ein oder mehrere spezifische Bearbeitungsmodi an
der Signalverarbeitungseinheit 1 aktiviert. In Abhängigkeit der mittels der Identifikationswiderstände
ermittelten Gerätekonfiguration werden also dieser Konfiguration entsprechende Betriebszustände
an der Signalverarbeitungseinheit 1 ausgewählt und aktiviert, so z.B. spezifische
Programme an der digitalen Signalverarbeitungseinheit 1a und/oder Einstellungen, wie
Verstärkungseinstellungen an analogen Verstärkern 1b.
[0025] Im weiteren ist der Ausgang der Konfigurationsspeichereinheit 15 vorzugsweise auf
einen Ausgang HGA des Hörgerätes geführt, womit das Hörgerät in seiner individuellen
Konfiguration beispielsweise an einer Anpasseinheit für das Hörgerät identifiziert
wird.
[0026] In Fig. 2 ist schematisch und vereinfacht ein Modul bzw. eine periphere Einheit dargestellt
gemäss vorliegender Erfindung und beispielsweise den Einheiten 3
E und 3
A gemäss Fig. 1 entsprechend. Grundsätzlich hat eine derartige, bevorzugte periphere
Einheit, einzeln betrachtet als Modul bezeichnet, ihrer spezifischen Funktion entsprechende
Ein- bzw. Ausgänge, das in Fig. 2 beispielsweise dargestellte Lautsprechermodul Eingänge
E
1 und E
2, woran das elektrische Treibersignal für den Lautsprecher 17 angelegt wird. An einem
erfindungsgemässen Modul 3 ist ein Identifikationswiderstand R vorgesehen, welcher
über Anschlüsse bevorzugt derart ausgemessen werden kann, dass dem Modul eigene Eingangsimpedanzen,
wie gestrichelt mit
Z dargestellt, keinen oder nur vernachlässigbaren Einfluss auf die Bestimmung des Wertes
von R nehmen. Der Identifikationswiderstand R ist dabei bevorzugt und wie in Fig.
2 dargestellt mit einem Anschluss an einem der moduleigenen Anschlüsse, E
2, verbunden und auf einen dritten Anschluss, E
I gemäss Fig. 2, geführt. Damit hat ein erfindungsgemässes Modul die seiner Funktion
entsprechenden Anschlüsse für Signalein- und/oder -ausgänge sowie einen weiteren zusätzlichen
Anschluss, und der Identifikationswiderstand R ist zwischen diesem zusätzlichen Anschluss
und einem der moduleigenen Anschlüsse geschaltet.
[0027] Mit dem Hörgerät und dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung wird auf höchst
einfache Art und Weise ein eigentliches Plug-and-Play-Modularsystem für Hörgeräte
bereitgestellt, welches erlaubt, die Fertigungskosten massiv zu senken, die Anschlusskonfiguration
an einer Signalverarbeitungseinheit des Hörgerätes zu minimalisieren und insbesondere
auch Fehlverpackungen, Fehlkonfigurationen, Fehlanpassungen etc. aufgrund menschlicher
Unachtsamkeit weitestgehend auszuschalten, wobei die verwendete Identifikationstechnik
höchst einfach, sicher und schnell handhabbar im Sinne einer raschen Identifikationserfassung
ist. Sowohl für die Identifikation der Einheiten mit dem Identitifikationswiderstand
wie auch für das Messen des entsprechenden Widerstandswertes sind nur wenige zusätzliche
Vorkehrungen an bereits bestehenden Einheiten vorzukehren, nämlich, bei peripheren
Einheitsmodulen Vorsehen eines zusätzlichen Widerstandes und, erfassungsseitig, Vorsehen
einer kurzzeitigen Spannungs- bzw. Strombeaufschlagung an einem Anschluss und entsprechend
kurzzeitige Strom- bzw. Spannungsregistrierung.
1. Hörgerät mit einer Signalverarbeitungseinheit, welche eingangs und/oder ausgangsseitig
mit einer umfassten digitalen, hybriden oder analogen peripheren Einheit wirkverbunden
ist, wobei die periphere Einheit eine Identifikationseinheit umfasst, deren Ausgang
mit dem Eingang einer Vergleichseinheit wirkverbunden ist, die Vergleichseinheit eingangsseitig
mit einer Identifikationsmöglichkeiten-Speichereinheit wirkverbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationseinheit durch einen Identifikations-Widerstand gebildet ist, dessen
Anschlüsse über eine Widerstandsmesseinheit mit der Vergleichseinheit wirkverbunden
sind, die periphere Einheit ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler in Form eines
Lautsprechers ist, wobei der Lautsprecher mindestens drei Anschlüsse hat, nämlich
zwei Lautsprecheranschlüsse und einen weiteren Anschluss, wobei der Identifikationswiderstand
an einem der Lautsprecheranschlüsse und am weiteren Anschluss angeschlossen ist.
2. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der Vergleichseinheit mit einem Betriebssteuereingang an der Signalverarbeitungseinheit
wirkverbunden ist.
3. Hörgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der Vergleichseinheit mit dem Eingang einer Konfigurationsspeichereinheit
wirkverbunden ist.
4. Hörgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Hörgerät ein Ausgang vorgesehen ist, der mit dem Ausgang der Konfigurationsspeichereinheit
wirkverbunden ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Hörgerätes mit einer Signalverarbeitungseinheit sowie
mindestens einer dieser zugeschalteten peripheren Einheit, wobei man die periphere
Einheit mit der Signalverarbeitungseinheit einbaut, dann die Identität der peripheren
Einheit automatisch abfragt und abspeichert, dadurch gekennzeichnet, dass die Identität der peripheren Einheit mittels Widerstandsmessung abgefragt wird, wobei
die periphere Einheit ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler in Form eines Lautsprechers
ist, wobei der Lautsprecher mindestens drei Anschlüsse hat, nämlich zwei Lautsprecheranschlüsse
und einen weiteren Anschluss, wobei der Identifikationswiderstand an einem der Lautsprecheranschlüsse
und am weiteren Anschluss angeschlossen ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der abgefragten Identität des Lautsprechers der Betrieb der Signalverarbeitungseinheit
selektioniert wird und vorzugsweise die Implementierung eines des vorgesehenen Lautsprechers
und/oder der Signalverarbeitungseinheit fremden Betriebes gesperrt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Funktion der Identifizierung Signale an Anschlüssen zu und/oder von der Signalverarbeitungseinheit
unterschiedlich interpretiert und/oder unterschiedlich verarbeitet werden.
8. Modul zum Anschliessen an eine Signalverarbeitungseinheit eines Hörgerätes mit der
Modulfunktion entsprechenden Anschlüssen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Anschlüsse durch einen Identifikationswiderstand verbunden sind, wobei das Modul
ein elektrisch/mechanischer Ausgangswandler in Form eines Lautsprechers ist, und der
Lautsprecher mindestens drei Anschlüsse hat, nämlich zwei Lautsprecheranschlüsse und
einen weiteren Anschluss, wobei der Identifikationswiderstand an einem der Lautsprecheranschlüsse
und am weiteren Anschluss angeschlossen ist.
1. A hearing device with a signal processing unit, the input and/or output side of which
is functionally connected to a digital, hybrid or analog peripheral device, that peripheral
device encompassing an identifying unit whose output effectively connects to an input
of a comparator, with the input side of the comparator on its part functionally connected
to an identification options memory module, characterized in that the identifying unit is in the form of an identification resistor whose contacts
connect to the comparator via a resistance measurement unit, wherein the peripheral
device is an electromechanical output converter in the form of a speaker, wherein
the speaker is provided with at least three ports, these being two speaker ports and
one additional port, with the identification resistor connected to one of the speaker
ports and to the said additional port.
2. The hearing device according to claim 1, characterized in that the output of the comparator is functionally connected to an operating control input
on the signal processing unit.
3. The hearing device according to claim 1 or 2, characterized in that the output of the comparator is functionally connected to the input of a configuration
memory module.
4. The hearing device according to claim 3, characterized in that the hearing device is provided with an output that connects to the output of the
configuration memory module.
5. A method for producing a hearing device including a signal processing unit and, connected
to the latter, at least one peripheral device, wherein the peripheral device is installed
with the signal processing unit, the identity of the peripheral device is automatically
queried and stored in memory, characterized in that the identity of the peripheral device is determined by means of a resistance measurement,
wherein the peripheral device is an electromechanical output converter in the form
of a speaker, wherein the speaker is provided with at least three ports, these being
two speaker ports and one additional port, with the identification resistor connected
to one of the speaker ports and to the said additional port.
6. The method according to claim 5, characterized in that the identity of the speaker so determined selects the operating mode of the signal
processing unit while preferably locking out implementation of any operation extrinsic
to the object speaker and/or to the signal processing unit.
7. The method according to claim 5 or 6, characterized in that, as a function of the identification, signals travelling to or from the ports of
the signal processing unit are subjected to different interpretation and/or to different
processing.
8. Module for connection to a signal processing unit of a hearing device, equipped with
ports corresponding to the function of the module, characterized in that two ports are connected by an identification resistor, wherein the module is an electromechanical
output converter in the form of a speaker, and wherein the speaker is provided with
at least three ports, these being two speaker ports and one additional port, with
the identification resistor connected to one of the speaker ports and to the said
additional port.
1. Appareil d'aide auditive comportant une unité de traitement de signal qui est reliée
fonctionnellement côté entrée et/ou côté sortie, à une unité périphérique englobante
numérique, hybride ou analogique, dans lequel l'unité périphérique comprend une unité
d'identification dont la sortie est reliée fonctionnellement à l'entrée d'une unité
de comparaison, l'unité de comparaison est reliée fonctionnellement côté entrée à
une unité de mémorisation de possibilités d'identification, caractérisé en ce que l'unité d'identification est formée d'une résistance d'identification dont les extrémités
sont fonctionnellement reliés par une unité de mesure de la résistance à l'unité de
comparaison, en ce que l'unité périphérique est un transducteur de sortie électrique/mécanique sous la forme
d'un haut-parleur, dans lequel le haut-parleur présente au moins trois accès, à savoir
deux accès de haut-parleur et un autre accès, dans lequel la résistance d'identification
est raccordée à l'un des accès de haut-parleur et à l'autre accès.
2. Appareil d'aide auditive selon la revendication 1, caractérisé en ce que la sortie de l'unité de comparaison est reliée fonctionnellement à une entrée de
commande d'exploitation de l'unité de traitement de signal.
3. Appareil d'aide auditive selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la sortie de l'unité de comparaison est reliée fonctionnellement à l'entrée d'une
unité de commande de configuration.
4. Appareil d'aide auditive selon la revendication 3, caractérisé en ce que sur l'appareil auditif, une sortie est prévue, qui est reliée fonctionnellement à
la sortie de l'unité de mémorisation de la configuration.
5. Procédé de fabrication d'un appareil d'aide auditive comportant une unité de traitement
de signal et au moins une unité périphérique connectée à celle-ci, dans lequel on
installe l'unité périphérique avec l'unité de traitement de signal, puis l'identité
de l'unité périphérique est interrogée automatiquement et enregistrée, caractérisé en ce que l'identité de l'unité périphérique est interrogée au moyen d'une mesure de la résistance,
dans lequel l'unité périphérique est un transducteur de sortie électrique/mécanique
sous la forme d'un haut-parleur, dans lequel le haut-parleur a au moins trois accès,
à savoir deux accès de haut-parleur et un autre accès, dans lequel la résistance d'identification
est raccordée a l'un des accès de haut-parleur et à l'autre accès.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'avec l'identité interrogée du haut-parleur, l'exploitation de l'unité de traitement
de signal est sélectionnée et de préférence, l'implémentation d'une exploitation étrangère
du haut-parleur prévu et/ou de l'unité de traitement de signal est bloquée.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que, en fonction de l'identification, des signaux sur des raccords allant vers et/ou
provenant de l'unité de traitement de signal sont interprétés de façon différente
et/ou sont traités de façon différente.
8. Module de raccordement à une unité de traitement de signal d'un appareil d'aide auditive
comportant la fonction de module des accès correspondants, caractérisé en ce que deux accès sont reliés par une résistance d'identification, dans lequel le module
est un transducteur électrique/mécanique sous la forme d'un haut-parleur et le haut-parleur
a au moins trois accès à savoir deux accès de haut-parleur et un autre accès, dans
lequel la résistance d'identification est raccordée à l'un des accès de haut-parleur
et à l'autre accès.