[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung mit Pumpeneinheit und Antriebseinheit,
wobei letztere einen Elektromotor mit einem gekapselten Motorgehäuse aufweist. In
an sich bekannter Weise besitzt ein solcher Elektromotor einen Rotor und einen Stator,
zwischen denen sich ein Luftspalt erstreckt. Weiterhin ist eine gelagerte Motorwelle
vorgesehen, die vorzugsweise über eine Wellendichtung aus dem Motorgehäuse herausgeführt
ist.
[0002] Aus der
DE 10 2004 024 554 A1 ist eine ölgedichtete Drehschiebervakuumpumpe bekannt. Diese verwendet einen Elektromotor
als Antriebseinheit, dessen Welle in eine zylindrische Kammer der Pumpstufe hineingeführt
ist. Die Antriebseinheit und die Pumpeinheit sind gemeinsam in einem Gehäuse angeordnet,
welches mit Öl geflutet ist, um damit die Pumpe zu kühlen, die beweglichen Teile zu
schmieren und den Schöpfraum abzudichten. Das Öl verschlechtert die Laufeigenschaften
des Elektromotors, da es sich auch im Luftspalt zwischen Rotor und Stator befindet
und damit hohe Reibungsverluste zur Folge hat. Die Problematik der abgedichteten Einführung
der Antriebswelle in die Pumpeneinheit ist nur bedingt gelöst, da auch das Eindringen
von Öl in den Pumpraum unerwünscht ist.
[0003] Aus der
DE 10 2006 032 765 A1 ist eine Vakuumpumpe bekannt, die ebenfalls einen Elektromotor als Antrieb verwendet.
Der Motor ist in einem vakuumdichten Motorgehäuse angeordnet, welches mit dem Gehäuse
der Vakuumpumpe verbunden ist. Zwar kann durch die vakuumdichte Gestaltung des Motorgehäuses
eine Entkopplung zur Umwelt erfolgen, so dass die Abdichtung an der Eintrittsstelle
der Motorwelle in dem Pumpraum nicht mit hoher Dichtigkeit realisiert werden muss.
Gerade beim Erzeugen von Fein- oder Hochvakuum entsteht jedoch die Gefahr, dass Schmierstoffe
oder dergleichen aus dem Motor in den Pumpbereich gelangen. Außerdem können aggressive
Medien aus dem Pumpraum in den Motorbereich gelangen und dort zur Korrosion der einzelnen
Motorbauteile führen. Dies macht es beispielsweise erforderlich, die elektrische Wicklung
des Stators in eine Vergussmasse einzugießen.
[0004] Aus der
EP 1 075 074 A2 ist eine Vakuumpumpe bekannt, bei welcher das Gehäuse eines Elektromotors und das
Pumpengehäuse einstückig ausgeführt sind, um Gasdichtigkeit herzustellen. Zwischen
den beiden Gehäuseteilen ist eine Trennwand eingezogen, durch welche die Motorwelle
geführt ist, um die Pumpe anzutreiben. Bei entsprechenden Druckverhältnissen besteht
allerdings auch hier die Gefahr, dass Ausgasungen aus dem Motorraum in den Pumpenbereich
übergehen oder umgekehrt entsprechende Medien aus dem Pumpenbereich in den Motor gelangen
und dort dauerhafte Schädigungen anrichten können.
[0005] Die
DE 10158734 A1 beschreibt einen Motor, dessen Rotor in einem schutzgasgefüllten Hohlraum angeordnet
ist, um die Permanentmagnete vor Korrosion zu schützen und damit eine längere Lebensdauer
des Motors zu erreichen. Das Schutzgas wird einmalig mit einem geringen Überdruck
in den Hohlraum eingefüllt und kann ggf. nachgefüllt werden. In einer Ausführungsform
sind ein Druckausgleichsbehälter und ein Schutzgasvorratsbehälter vorhanden.
[0006] Aus der
EP 0 329790 A1 ist ein Motor mit einer beschichteten Statorwicklung bekannt, welche durch eine die
Wicklungsköpfe umströmende Flüssigkeit gekühlt wird.
[0007] In der
DE 692 14812 T2 werden elektrische Maschinen beschrieben, bei denen die Wickelköpfe der Statorwicklungen
in direktem Kontakt zu einem Kühlfluid stehen. Die Kühlflüssigkeit ist vom Rotor isoliert.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Pumpenanordnung mit einem
Elektromotor bereitzustellen, der als Antrieb einer Pumpe verwendet wird, wobei die
Probleme eines in beiden Richtungen dichten Übergangs zwischen dem Motorgehäuse und
der angetriebenen Pumpe an der Durchgangsstelle gelöst werden sollen. Bei Vakuumpumpenanordnungen
soll insbesondere die Leckrate an der Durchgangsstelle der Antriebswelle reduziert
werden. Im Zusammenhang mit dem Transport chemisch aggressiver Medien soll insbesondere
das Eindringen bzw. dauerhafte Verbleiben solcher Medien im Motorgehäuse verhindert
werden, um auf diese Weise den Elektromotor vor Korrosion und anderen Schädigungen
zu schützen.
[0009] Die genannte Aufgabe wird durch eine Pumpenanordnung gemäß dem beigefügten Patentanspruch
1 gelöst.
[0010] Die erfindungsgemäße Pumpenanordnung besitzt einen Elektromotor, der sich dadurch
auszeichnet, dass am Motorgehäuse mindestens ein Einlass-Stutzen und ein Auslass-Stutzen
angebracht sind, die sich derart gegenüberliegen, dass ein zwischen diesen Stutzen
aufgrund eines Druckunterschiedes strömendes Medium durch den Luftspalt zwischen Rotor
und Stator geführt wird. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass im gesamten Motorgehäuse
ein im Wesentlichen gleichverteilter Zustand des enthaltenen Mediums erreicht wird.
Dies kann prinzipiell sowohl durch Erzeugung eines gleichförmigen Unterdrucks im Motorgehäuse
als auch durch Flutung des Motorgehäuses mit einem inerten Korrosionsschutzmedium
(z.B. Stickstoff) erreicht werden. Die hier beanspruchte Pumpenanordnung verwendet
von diesen beiden grundsätzlichen Möglichkeiten die Schaffung eines Unterdrucks im
Motorgehäuse, welches mit einer Vakuumpumpe geschaffen wird. Dazu sind der Einlass-Stutzen
des Motorgehäuses an einen Evakuierungsraum und der Auslass-Stutzen an die Saugseite
einer ersten Vakuumpumpe angeschlossen. Im Motorgehäuse lässt sich auf diese Weise
ein Unterdruck erzeugen, wobei gleichzeitig mögliche Verdampfungsrückstände oder andere
in das Motorgehäuse eingedrungene Medien kontinuierlich abgeführt werden. Auf eine
vollständige Verkapselung der elektrischen Wicklung des Stators kann dadurch verzichtet
werden, so dass eine Imprägnierung der Wicklung ausreichend ist.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Pumpe der Pumpenanordnung selbst zur Bildung
dieses Vakuums genutzt wird bzw. dies unterstützt.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Wellendichtung an der Durchbruchstelle
des Motorgehäuses als trocken laufende Dichtung ausgeführt, die ohne Schmiermittel
auskommt. Insbesondere haben sich berührungslos wirkende Spalt- oder Labyrinthdichtungen
als vorteilhaft erwiesen. Die letztgenannten Dichtungen können bei einer hohen Drehzahl
der Motorwelle zu einer sehr guten Dichtwirkung führen und sind trotzdem im Wesentlichen
verschleißfrei. Da Schmiermittel nicht benötigt werden, besteht auch nicht die Gefahr,
dass diese oder Bestandteile davon in eine angekoppelte Maschineneinheit, beispielsweise
einen Vakuumbereich einer Pumpe eindringen können.
[0013] Auf die elektrische Bauweise des Elektromotors kommt es nicht vorrangig an, jedoch
haben sich Kurzschlussläufer und permanentmagneterregte Läufer als günstig erwiesen,
da hier kein Abrieb an Kontaktelementen entsteht.
[0014] Bei einer abgewandelten Ausführungsform, die jedoch nicht unter den hier verfolgten
Schutzbereich fällt, ist an den Einlass-Stutzen ein Spülgasreservoir angeschlossen,
aus welchem ein Spülgas bereitgestellt wird, um das Motorgehäuse zu durchströmen und
am Auslass-Stutzen abgeführt zu werden. Wird als Spülgas ein Inertgas verwendet, kann
auf diese Weise die Explosionssicherheit des Elektromotors deutlich gesteigert werden,
da im Motorgehäuse eine explosionsgeschützte Atmosphäre erzeugt wird.
[0015] Generell gestattet die Verwendung der beiden Stutzen am Motorgehäuse die Erzeugung
eines Klimas innerhalb des Motorgehäuses, welches an die Anwendung angepasst werden
kann, für welche der Elektromotor als Antrieb genutzt wird. Die Wellendichtung, durch
welche die Motorwelle an die angekoppelte Einheit geführt wird, muss auf diese Weise
keine einhundertprozentige Dichtheit gewährleisten, so dass sich die Ausführung dieser
Dichtung deutlich vereinfacht. Die gasdichte Ankopplung des Motorgehäuses an das Gehäuse
der angetriebenen Einheit ist wesentlich einfacher zu realisieren, da hier keine bewegten
Teile abzudichten sind.
[0016] Der hier beschriebene Elektromotor kann somit nicht nur in Pumpenanordnungen sondern
grundsätzlich als Antrieb für beliebige Maschinenanordnungen verwendet werden, bei
denen es auf eine gute Abdichtung ankommt, gleichzeitig die Bereitstellung eines an
die Anwendung angepassten Klimas im Motorgehäuse jedoch eine nicht hundertprozentig
dichte Verbindung zwischen angetriebener Einheit und Motoreinheit gestattet.
[0017] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung, unter Bezugnahme auf die
Zeichnung.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte Querschnittsansicht eines Elektromotors mit einer angekoppelten
Pumpeneinheit;
- Fig. 2
- ein Prinzipschaltbild einer Verwendung des Elektromotors, bei welcher das Motorgehäuse
evakuiert wird;
- Fig. 3
- ein Prinzipschaltbild einer abgewandelten Verwendung des Elektromotors, bei welcher
das Motorgehäuse mit Spülgas unter Überdruck geflutet wird.
[0018] Aus Fig. 1 ist der generelle Aufbau einer erfindungsgemäßen Pumpenanordnung mit einem
Elektromotor 01 ersichtlich. Der Elektromotor 01 umfasst zunächst einen herkömmlich
aufgebauten Stator 02 mit einer elektrischen Wicklung, sowie einen Rotor 03, der mit
einer Motorwelle 04 verbunden ist. In an sich bekannter Weise ist zwischen dem Stator
02 und dem Rotor 03 ein Luftspalt 05 ausgebildet, der zur Erzeugung großer Drehmomente
sehr klein gehalten werden kann. Die Motorwelle 04 ist in Lagern 06 gelagert.
[0019] Die genannten Bestandteile des Motors sind in einem Motorgehäuse 08 angeordnet, welches
ein- oder mehrstückig aufgebaut sein kann, jedoch im Wesentlichen gasdicht gegenüber
der Umgebung abgeschlossen sein soll. Im dargestellten Beispiel umfasst das Motorgehäuse
08 eine zylindrische Gehäusehülse 09, einen flanschseitigen Lagerdeckel 10 und einen
Abschlussdeckel 11. Die beiden Deckel 10, 11 sind mit Hilfe von Dichtungsringen 12
gasdicht an der Gehäusehülse 09 befestigt.
[0020] Am Motorgehäuse 08 sind weiterhin ein Einlass-Stutzen 14 sowie ein Auslass-Stutzen
15 angebracht. Im dargestellten Beispiel ist der Einlass-Stutzen 14 am Lagerdeckel
10 angeordnet, während der Auslass-Stutzen 15 am Abschlussdeckel 11 befestigt ist.
Beide Stutzen gestatten den Zugang zum Inneren des Motorgehäuses 08. Für die gewünschte
Funktionsweise ist es erforderlich, dass Einlass-Stutzen 14 und Auslass-Stutzen 15
sich derart gegenüberliegen, dass ein zwischen diesen beiden Stutzen strömendes Medium
zwangsweise durch den Luftspalt 05 geführt wird. Vorzugsweise sind die beiden Stutzen
um etwa 180° versetzt am Umfang des Motorgehäuses angebracht, jeweils am vorderen
bzw. hinteren Ende des Motorinnenraums.
[0021] Für die Anordnung der Stutzen ist in vielen Anwendungen von Bedeutung, dass ein das
Innere des Motorgehäuses durchströmendes Medium möglichst sämtliche Bereiche gleichmäßig
ausfüllt und durchströmt. Eine Verbesserung lässt sich in dieser Hinsicht beispielsweise
durch die Anordnung mehrerer Einlass- und Auslass-Stutzen erreichen. Bei einer abgewandelten
Ausführungsform können die Stutzen auch entlang einer gemeinsamen Axiallinie angeordnet
sein, jedoch wiederum derart, dass zwischen den Stutzen der Luftspalt 05 verläuft,
so dass dieser in jedem Fall durchströmt wird.
[0022] Im Lagerdeckel 10 ist weiterhin eine Wellendichtung 16 angeordnet, im dargestellten
Beispiel eine Labyrinthdichtung.
[0023] Durch die Wellendichtung 16 verläuft die Motorwelle 04 aus dem geschlossenen Motorgehäuse
08 hinaus. Vorzugsweise wird eine schmiermittelfreie Wellendichtung 16 verwendet.
Mit Labyrinthdichtungen oder vergleichbaren berührungslosen Dichtungen kann an der
Durchgangsstelle des Gehäuses eine hohe Dichtigkeit im Betriebszustand erreicht werden,
da der Elektromotor mit einer hohen Drehzahl betrieben wird. Gleichzeitig besitzt
die Labyrinthdichtung den Vorteil, dass kaum Verschleiß gegeben ist und kein Abrieb
entsteht.
[0024] Die vorzugsweise aus Edelstahl gefertigte Motorwelle 04 treibt außerhalb des Motorgehäuses
eine Arbeitseinheit 20 (insbesondere eine Pumpeneinheit) an, in dem sie an deren Antriebswelle
gekoppelt ist oder einstückig mit dieser ausgebildet ist. Die Arbeitseinheit 20 ist
in einem Arbeitsgehäuse 21 angeordnet, welches wiederum über Dichtungsringe 12 gasdicht
mit dem Motorgehäuse 08 verbunden ist. Als Arbeitseinheit 20 kommen unterschiedliche
Anwendungen in Betracht, insbesondere Vakuumpumpen, Gasumwälzpumpen oder Zentrifugen.
Nachfolgend werden beispielhaft zwei typische Anwendungsfälle beschrieben.
[0025] Fig. 2 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Pumpenanordnung, bei welcher die Arbeitseinheit
durch eine Pumpeneinheit 22 gebildet wird. Die Pumpeneinheit umfasst eine Pumpe, ein
Pumpengehäuse, welches das Arbeitsgehäuse bildet, sowie eine Antriebswelle, welche
an die Motorwelle 04 gekoppelt ist. Pumpengehäuse und Motorgehäuse sind gasdicht miteinander
verbunden.
[0026] Der Einlass-Stutzen 14 ist mit einem Evakuierungsraum 23 verbunden, während der Auslass-Stutzen
15 an die Saugseite einer ersten Vakuumpumpe 24 angeschlossen ist. Im Betriebszustand
evakuiert die erste Vakuumpumpe 24 sowohl den Evakuierungsraum 23 als auch das Innere
des Motorgehäuses 08. Da auf diese Weise im Motorgehäuse 08 ein Unterdruck entsteht,
ist die Gefahr reduziert, dass über die Wellendichtung 16 Medien vom Elektromotor
01 in das Pumpengehäuse gelangen. Wenn die Pumpe 22 beispielsweise als Hochvakuumpumpe
verwendet wird, führt dies zu einer Verbesserung des erreichbaren Enddrucks, da die
Leckrate zwischen Pumpe und Elektromotor deutlich herabgesetzt ist. Außerdem ist die
Gefahr reduziert, dass unerwünschte Medien vom Elektromotor freigesetzt werden und
in die Pumpe eindringen. Einerseits wird dies durch die Evakuierung des Motorgehäuses
erreicht, andererseits durch konstruktive Maßnahmen, beispielsweise die Verwendung
von Hybrid-Wälzlagern mit Fomblin® Fettfüllung zur Lagerung der Motorwelle. Ebenso
lassen sich der Rotor und die Gehäuseteile mit resistenten Materialien beschichten
oder aus solchen Materialien fertigen. Die Gehäuseteile können beispielsweise aus
Edelstahl oder Aluminium gefertigt sein oder mit einer Nickelschicht beschichtet werden.
[0027] In einer abgewandelten Ausführungsform ist die erste Vakuumpumpe 24 unmittelbar durch
die Pumpe der Pumpeneinheit 22 gebildet.
[0028] Fig. 3 zeigt einen anderen Anwendungsfall des Elektromotors, bei welchem dieser von
einem Spülgas durchströmt wird. Die Pumpeneinheit 22 dient bei dieser Anwendung beispielsweise
der Förderung aggressiver Medien. Soweit diese Medien in geringen Mengen durch die
Wellendichtung 16 in das Motorgehäuse gelangen, könnten sie bei einer größeren Verweilzeit
erhebliche Beschädigungen des Motors hervorrufen. Um dies zu verhindern ist der Einlass-Stutzen
14 an ein Spülgasreservoir 25 angeschlossen und wird von dort aus mit Spülgas versorgt.
Das mit Überdruck in den Motor eingespeiste Spülgas wird über den Auslass-Stutzen
15 abgeführt. Das Spülgas führt dabei die eingedrungenen aggressiven Medien ab, wobei
aufgrund der oben genannten Anordnung der beiden Stutzen 14, 15 keine Bereiche im
Motorgehäuse verbleiben, in denen sich aggressive Medien sammeln könnten.
[0029] Gleichzeitig umströmt das Spülgas die elektrische Wicklung des Stators und dient
damit der Kühlung des Motors. Soweit als Spülgas ein Inertgas verwendet wird, entsteht
im Motorgehäuse eine Schutzgasatmosphäre, sodass der Elektromotor auch in explosionsgefährdeten
Umgebungen eingesetzt werden kann. Neben den beschriebenen Anwendungsfällen kann der
erfindungsgemäße Elektromotor auch für andere Antriebsaufgaben verwendet werden. Der
Fachmann wird die erforderlichen Anpassungen an den veränderten Einsatzfall vornehmen
können.
Bezugszeichenliste:
[0030]
- 01
- Elektromotor
- 02
- Stator
- 03
- Rotor
- 04
- Motorwelle
- 05
- Luftspalt
- 06
- Lager
- 07
- -
- 08
- Motorgehäuse
- 09
- Gehäusehülse
- 10
- Lagerdeckel
- 11
- Abschlussdeckel
- 12
- Dichtungsringe
- 13
- -
- 14
- Einlass-Stutzen
- 15
- Auslass-Stutzen
- 16
- Wellendichtung
- 20
- Arbeitseinheit
- 21
- Arbeitsgehäuse
- 22
- Pumpeinheit
- 23
- Evakuierungsraum
- 24
- Erste Vakuumpumpe
- 25
- Spülgasreservoir
1. Pumpenanordnung, umfassend
- eine Pumpeinheit (22) mit einer Pumpe, einem Pumpengehäuse (21) und einer Antriebswelle;
- eine Antriebseinheit mit einem Elektromotor (1), einem gekapselten Motorgehäuse
(8), einem Rotor (3) und einem Stator (2), zwischen denen sich ein Luftspalt (5) erstreckt,
sowie mit einer Motorwelle (4), welche die Antriebswelle der Pumpeneinheit antreibt;
dadurch gekennzeichnet, dass am Motorgehäuse (8) mindestens ein Einlass-Stutzen (14) und ein Auslass-Stutzen (15)
derart gegenüberliegend angebracht sind, dass ein zwischen diesen Stutzen aufgrund
eines Druckunterschieds strömendes Medium durch den Luftspalt (5) geführt wird, wobei
der Einlass-Stutzen (14) an einen Evakuierungsraum (23) und der Auslass-Stutzen (15)
an die Saugseite einer ersten Vakuumpumpe (24) angeschlossen sind.
2. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass. die erste Vakuumpumpe (24) durch die Pumpe der Pumpeneinheit (22) gebildet ist.
3. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe der Pumpenanordnung eine zweite Vakuumpumpe ist, die in Reihe zwischen
der ersten Vakuumpumpe (24) und dem Evakuierungsraum (23) angeschlossen ist und der
Reduzierung des Drucks im Evakuierungsraum (23) unter den durch die erste Vakuumpumpe
(24) erzeugbaren Unterdruck dient.
4. Pumpenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Vakuumpumpe eine Drehschieberpumpe ist und die erste Vakuumpumpe (24)
eine Chemie beständige Membranpumpe ist.
5. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (21) und das Motorgehäuse (8) gasdicht miteinander verbunden sind.
6. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (4) über eine Wellendichtung (16) aus dem Motorgehäuse (8) heraus
geführt ist, wobei die Wellendichtung (16) eine ohne Schmiermittel trocken laufende
Dichtung oder eine berührungslos wirkende Dichtung, insbesondere eine Spalt- oder
Labyrinthdichtung ist.
7. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (3) des Elektromotors (1) als Kurzschlussläufer oder permanentmagneterregter
Läufer ausgebildet ist.
8. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Wicklung des Stators (2) des Elektromotors (1) mit einem chemisch
resistenten Material imprägniert ist.
9. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (4) des Elektromotors (1) aus Edelstahl besteht.
10. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (3) und/oder die Innenseite des Motorgehäuses (8) des Elektromotors (1)
eine korrosionsfeste Oberflächenbeschichtung aufweisen.