[0001] Bei der Entwicklung von Gaskochstellen besteht ein Ziel darin, eine Temperatur in
einem durch einen Gasbrenner beheizten Kochgeschirr messen zu können. Die Temperaturinformation
kann einem Nutzer angezeigt werden und dazu verwendet werden, eine automatische Temperaturregelung
zu betreiben, die typischerweise mit einem Gassteuerventil zusammenarbeitet. Dabei
sollte zur automatischen Temperaturregelung der Gaskocher mit einer möglichst großen
Breite an Speisen (z. B. Öl, Wasser, Butter, Eier, Zucker, usw.) und an Kochgeschirr
(z. B. Pfannen, Aluminiumtöpfen, Töpfen aus rostfreiem Stahl, gusseisernen Töpfen,
Kupfertöpfen usw.) zusammenarbeiten können.
[0002] Bei einigen Gaskochstellen ist ein Temperatursensor im Bereich des Gasbrenners angeordnet
und berührt die Unterseite des Topfes bzw. der Pfanne. Die Hauptschwierigkeit bei
diesem Aufbau besteht darin, die Temperatur des Topf innerhalb der Hochtemperaturumgebung
diskriminieren zu können. Die Temperaturmessung wird dabei unter anderem durch eine
Hitzestrahlung von der Flamme, durch heisse Gase und durch eine Wärmeleitung im Gasbrenner
beeinflusst. In allen Fällen ist die Temperatur des Brenners nach einigen Minuten
Betriebszeit höher als die Topftemperatur, und der Sensor misst die Brennertemperatur
stärker als die Topftemperatur. In den meisten Fällen liegt die gemessene Temperatur
folglich oberhalb der im Topf tatsächlich herrschenden Speisentemperatur, und diese
Temperaturverschiebung ("Offset") verstärkt sich, wenn der Gasbrenner warm wird. Daher
ist bei herkömmlichen Gaskochstellen die Erfassung der Topf- bzw. Speisentemperatur
für befriedigende und reproduzierbare Kochergebnisse nicht ausreichend.
[0004] JP 11094245 A offenbart ein wärmeempfindliches Element in einem Gehäuse eines Pfannenboden-Temperatursensors,
der an einer Unterseite eines Garbehälters anliegt, wobei das wärmeempfindliche Element
aus einem Bimetallschalter und einer dazu in Reihe geschalteten Temperatursicherung
ausgebildet ist, die in einem Gehäuse untergebracht sind. Der Pfannenboden-Temperatursensor
ist in Reihe mit einem in einem Sicherheitsventil vorhandenen Thermoelement und mit
einem Solenoid eines Sicherheitsventils verschaltet.
[0005] JP 2006138597 A offenbart eine Steuerung, die einen Strömungskanal eines Umschaltventils auf eine
Seite einer Durchgangsöffnung schaltet und zwar durch Feststellen eines Kochgefäßes
mit einem kleinen Durchmesser, wenn eine erfasste Temperatur niedriger ist als eine
vorgegebene vorbestimmte Temperatur, und zwar durch Überwachen einer von einem Temperatursensor
erfassten Temperatur, wobei der Temperatursensor an einer Rückseite eines Untersetzrings
angeordnet ist. Dann wird ein maximaler Wert einer Gasmenge durch eine Durchgangsöffnung
beschränkt.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zur genaueren
Temperaturmessung eines auf einem Gasbrenner mit berührendem Sensoraufbau befindlichen
Kochgeschirrs bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird mittels eines Gasbrenners nach Anspruch 1 und eines Verfahrens
nach Anspruch 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind insbesondere den Unteransprüchen
entnehmbar.
[0008] Der Gasbrenner weist einen darin angeordneten ersten Temperatursensor mit einem ersten
Temperaturmesspunkt bzw. Sensorelement auf, wobei der Temperatursensor dazu eingerichtet
ist, ein auf dem Gasbrenner aufgestelltes Kochgeschirr zu berühren. Ferner weist der
Gasbrenner mindestens einen zweiten Temperaturmesspunkt im bzw. am Gasbrenner auf,
der stärker thermisch gegen das Kochgeschirr isoliert ist als der erste Temperaturmesspunkt.
Der Einfluss des Kochgeschirrs auf die Temperaturmessung ist somit am ersten Temperaturmesspunkt
stärker als am zweiten Temperaturmesspunkt. Temperaturmesspunkt und Sensorelement
können meist synonym verwendet werden. Durch das Vorsehen des zweiten Temperaturmesspunkts
lässt sich der Einfluss eines Brennerumfelds (heisse Gase, Wärmestrahlung und -leitung)
auf eine Temperaturmessung am Topf kompensieren. Dadurch lassen sich unter anderem
eine genaue Topftemperaturregelung, eine genauer Speisentemperaturanzeige und zusätzliche
Sicherheitsfunktionen realisieren.
[0009] Allgemein ist es ausreichend, wenn sowohl am ersten Temperaturmesspunkt als auch
am zweiten Temperaturmesspunkt Temperaturen erfasst werden, die sich aus einem Wärmeanteil
vom Kochgeschirr und einem Wärmeanteil vom Brenner zusammensetzen, allerdings in unterschiedlichen
Anteilen. Vorzugsweise ist der zweite Temperaturmesspunkt bzw. das zweite Sensorelement
jedoch so positioniert und damit in einem Maß stärker vom Kochgeschirr wärmeisoliert
als der erste Temperaturmesspunkt, dass am zweiten Temperaturmesspunkt im wesentlichen
nur ein Wärmeeinfluss des Brenners gemessen wird, der zudem bevorzugt dem Wärmeeinfluss
des Brenners am ersten Temperaturmesspunkt ähnelt. Dadurch wird die Kompensation vereinfacht.
[0010] Der Temperatursensor ist zur Verringerung und Stabilisierung des Brennereinflusses
auf die Temperaturmessung seitlich von einer Schutzhülle umgeben, z. B. einer Hülse
mit zylindrischer Grundform.
[0011] Bevorzugt wird ein Gasbrenner, bei dem die Schutzhülle an ihrer Außenseite zumindest
abschnittsweise konkav geformt ist, da so heisse Gase besonders effektiv an der Schutzhülle
vorbeigeleitet werden können. Die Schutzhülle kann beispielsweise aus Messing oder
einer Keramik, z. B. Aluminiumoxid, bestehen.
[0012] Es wird bevorzugt, wenn der erste Temperatursensor auf einem thermisch isolierenden
Träger angeordnet ist, und zwar vorzugsweise unterhalb des Messpunkts des zweiten
Temperatursensors. Bevorzugt besteht der thermisch isolierende Träger aus rostfreiem
Stahl. Alternativ ist z. B. auch ein Träger aus Hochtemperaturkeramik denkbar, z.
B. aus Aluminiumoxid oder Siliziumcarbid. Das Maß der zur Kompensation gewünschten
thermischen Isolierung hängt unter anderen vom Aufbau und der gewünschten Messgenauigkeit
ab. So ist rostfreier Stahl in einer Brennerumgebung als für die meisten Fälle mit
seiner Wärmeleitfähigkeit im Bereich von 15 W m
-1 K
-1 als ausreichend wärmeisolierend anzusehen. Allgemein können alle ausreichend temperaturfesten
und wärmeisolierenden (z. B. mit einer Wärmeleitfähigkeit im Bereich von 15 W m
-1 K
-1 oder kleiner) metallischen oder nicht-metallischen Materialien Verwendet werden.
[0013] Der Messpunkt des zweiten Temperatursensors befindet sich an der Schutzhülle, speziell
an einer dem Temperatursensor zugewandten Innenseite. Dies hat den Vorteil, dass eine
Wärmebeeinflussung durch den Gasbrenner sehr ähnlich zu der Stelle am ersten Temperaturmesspunkt
ist, jedoch kein direkter Kontakt mit dem Topf besteht und so der Einfluss des Topfes
vernachlässigbar ist. Auch braucht die Schutzhülle nicht aus wärmeisolierendem Material
zu bestehen. Vielmehr kann es sogar gewünscht sein, eine gute Wärmeleitfähigkeit vorzusehen.
[0014] Das Verfahren dient zum Ermitteln einer Temperatur eines mittels des obigen Gasbrenners
beheizten Kochgeschirrs, das die folgenden Schritte aufweist: Messen eines ersten
Temperaturwerts am ersten Temperaturmesspunkt und eines zweiten Temperaturwerts am
zweiten Temperaturmesspunkt; Ermitteln der Differenz zwischen den beiden Temperaturwerten;
und Multiplizieren der Differenz mit einem Proportionalitätsfaktor (Temperaturversatz);
Bestimmen der Temperatur als Differenz zu der gemessen Topftemperatur abzüglich des
Temperaturversatzes.
[0015] Vorzugsweise wird der Proportionalitätsfaktor empirisch ermittelt.
[0016] Insbesondere wird der Proportionalitätsfaktor vorzugsweise in Abhängigkeit von der
Art des Kochgeschirrs ausgewählt.
[0017] Der Gasbrenner wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen schematisch näher
beschrieben. Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind, wo sinnvoll, mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
- FIG 1
- zeigt eine Auftragung einer Temperatur über die Zeit für verschiedene Temperaturmessungen;
- FIG 2
- zeigt eine skizzenhafte Querschnittsdarstellung in Seitenansicht eines herkömmlichen
Gasbrenners mit berührendem Temperatursensor;
- FIG 3
- zeigt eine Querschnittsdarstellung in Seitenansicht eines berührenden Temperatursensors;
- FIG 4
- zeigt eine Auftragung einer Temperaturverschiebung über eine Differenz zwischen gemessener
Topftemperatur und gemessener Brennerumfeldtemperatur.
[0018] FIG 1 zeigt eine Auftragung einer Temperatur T in °C über die Zeit t in s einer gemessenen
Temperatur T1 (einer angenommenen Topftemperatur) und einer tatsächlichen Topftemperatur
bzw. Speisentemperatur Tf. Da sich in diesem Beispiel im Topf kochendes Wasser befindet,
erreicht die Topftemperatur Tf nach einiger Zeit 100 °C und verbleibt dort. Die durch
einen mit dem Topf wärmeleitend verbundenen Temperatursensor gemessene Temperatur
T1 liegt jedoch durchgängig höher als die Topftemperatur Tf und steigt auch erheblich
über 100 °C an. Dieser Temperaturversatz bzw. Offset wird mit To bezeichnet. Der Temperaturversatz
To ist dadurch bedingt, dass der Temperatursensor nicht nur die Topftemperatur misst,
sondern auch durch den Brenner bzw. das Brennerumfeld beeinflusst wird, da der Brenner
zusätzlich Wärme an den Sensor überträgt.
[0019] FIG 2 zeigt eine skizzenhafte Querschnittsdarstellung in Seitenansicht eines Gasbrenners
1 mit einem herkömmlichen ringförmigen Brennring 2 mit einem ein Kochgeschirr 3 berührenden
Temperatursensor 4. Vom Kochgeschirr ist hier nur der wärmeleitfähige Boden eines
Topfes 3 gezeigt. Die Unterseite des Topfbodens 3 steht in flächigem, wärmeübertragendem
Kontakt mit dem Temperatursensor 4. Der Temperatursensor 4 weist einen stark wärmeleitfähigen
Kontaktteil 4a, z. B. aus Kupfer, einen isolierenden Träger 4b, z. B. aus rostfreiem
Stahl, und das eigentliche Sensorelement, z. B. ein PtRh-Element, auf, dessen Messpunkt
4c sich zwischen Kontaktteil 4a und Träger 4b befindet. Durch den Wärmekontakt durch
das Kontaktteil 4a mit dem Topfboden 3 misst das Sensorelement 4c ohne Berücksichtigung
des Einflusses des Brennrings 2 die an der Unterseite des Topfbodens 3 vorliegende
Temperatur, welche aufgrund der guten Wärmeleitung des Topfbodens 3 ungefähr der Speisentemperatur
an der Oberseite des Topfbodens 3 entspricht.
[0020] Bei eingeschaltetem Brenner 1, wie durch die aus dem Brennring 2 austretenden Flammen
F angedeutet, wird - neben der Wärme W zur Erwärmung der Speisen - eine zusätzlich
Wärmemenge auf den Temperatursensor 4c übertragen, die sich insbesondere durch heisse
Gase G, aus einer Wärmestrahlung S von den Flammen F und einer Wärmeleitung L von
dem heißen Brennring 2 durch den Träger 4b ergibt. Dadurch erhöht sich, wie in FIG
1 gezeigt, die am ersten Messpunkt 4c gemessene Temperatur T1 über die tatsächliche
Temperatur Tf am Topfboden 3 bzw. im Topf.
[0021] FIG 3 zeigt eine Querschnittsdarstellung in Seitenansicht eines Gasbrenner 5 mit
einem grundsätzlichen Aufbau wie in FIG 2, und zusätzlich mit einer den Temperatursensor
4 umfangsseitlich umgebenden Schutzhülle 6 in Form einer an ihrem Außenumfang konkav
ausgestalteten Hülse, z. B. aus Messing oder rostfreiem Stahl. Die Schutzhülle 6 dient
insbesondere dazu, den Temperatursensor 4 vor heißen Gasen G und der Wärmestrahlung
S zu schützen und am Temperatursensor 4 ein konstanteres Messumfeld herzustellen.
Durch die konkav geformte Außenkontur können insbesondere die heißen Gase G effektiv
vorbeigeleitet werden.
[0022] Der Gasbrenner 5 weist ferner einen zweiten Messpunkt 7 zur Erfassung einer Brennerumfeldtemperatur
T2 auf. Dazu ist der zweite Messpunkt 7, welcher der Position eines Messkopfes eines
zweiten Temperatursensors entspricht, stärker vom Topfboden 3 wärmeisoliert als der
erste Messpunkt 4c. Dazu ist der zweite Messpunkt 7 in FIG 3 am Träger 4b weiter vom
Topfboden 3 entfernt als der erste Messpunkt 4c. Folglich wird der Effekt des Topfbodens
3 bei einer Messung von T2 weniger berücksichtigt als bei einer Messung von T1. Bevorzugt
ist der zweite Messpunkt 7 im Wesentlichen so positioniert, dass der Einfluss des
Topfbodens auf die Messung von T2 möglichst vernachlässigbar ist und dennoch der Einfluss
des Brennerumfelds aufgrund der Flammenerzeugung in etwa dem Einfluss am ersten Messpunkt
4c entspricht. Im gezeigten Beispiel ist, da der Träger 4b aus rostfreiem Stahl im
Vergleich zum Kontaktteil 4a ein schlechter Wärmeleiter ist, der Einfluss des Topfbodens
3 am zweiten Messpunkt 7 vergleichsweise klein, während der Einfluss der Flammen F
(Brennerumfeld), z. B. durch heisse Gase G, Wärmestrahlung S und Wärmeleitung durch
den Träger 4b an beiden Messpunkten 4c,7 ähnlich ist. Der zweite Messpunkt 4c dient
somit als Kompensationsmesspunkt für den Einfluss des Brennerumfelds.
[0023] Alternativ oder zusätzlich kann der zweite bzw. ein weiterer Temperaturmesspunkt
8 sich an der Schutzhülle 6 befinden, vorzugsweise an einer Innenseite der Schutzhülle,
insbesondere an dem dem Topfboden 3 entgegengesetzten Ende.
[0024] Nun zurück zu FIG 1 ist auch eine gemessene Brennerumfeldtemperatur T2 am zweiten
Messpunkt 7 oder 8 aufgetragen.
[0025] FIG 5 zeigt eine Auftragung des Temperaturversatzes To = Tf - T1 gegen die Differenz
zwischen der am ersten Messpunkt 4c gemessenen Topftemperätur T1 und der gemessenen
Brennerumfeldtemperatur T2 am zweiten Messpunkt 7 bzw. 8.
[0026] Der Temperaturversatz To ist proportional zur Differenz zwischen der gemessenen Topftemperatur
T1 und der gemessenen Brennerumfeldtemperatur T2. Der Temperaturversatz To lässt sich
somit beschreiben als:

wobei a ein Proportionalitätsfaktor ist.
[0027] Die tatsächliche Topftemperatur Tf ergibt sich daraus zu

[0028] Der Wert des Proportionalitätsfaktors a wird am einfachsten experimentell bestimmt.
Beispielsweise liegt der Wert bei Verwendung eines Messingschutzstücks 6 bei ca. -0,3.
Der Faktor a hängt von verschiedenen Parametern ab, einschließlich der Art des Kochgeschirrs,
der Art der Speise und der Gasart.
[0029] Insgesamt lässt sich eine Genauigkeit der ermittelten / berechneten Speisentemperatur
bzw. Topftemperatur von +/- 10°C in Bezug auf die tatsächliche Speisentemperatur Tf
auch unter Berücksichtigung verschiedener Kochgeschirrarten und Speisenarten erreichen.
Wird der Faktor a abhängig von der Topfart bestimmt, lässt sich sogar eine Genauigkeit
von +/- 3°C erreichen. Daher ist eine sehr präzise Temperaturerfassung am Topf möglich,
was es wiederum ermöglicht, eine verlässliche Temperaturregelung aufzubauen, welche
sogar in der Nähe eines Siedepunkts einer Flüssigkeit im Topf ausreichend genau ist.
Die Genauigkeit ist langzeitstabil, es gibt keine wesentliche Abhängigkeit von den
Anfangsbedingungen.
[0030] Zusätzlich zur Ermöglichung einer Temperaturregelung am Topf kann die Topf/Speisentemperatur
einem Nutzer mit hoher Genauigkeit angezeigt werden, was insbesondere zur Feststellung
einer Brat- und Frittiertemperatur von Nutzen ist.
[0031] Zudem ist es nun möglich, die Temperaturerfassung als Sicherheitsmerkmal zu nutzen,
z. B. zur Erfassung einer Überhitzung, Erfassung einer Topfanwesenheit, und so weiter.
[0032] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigten Ausführungsformen
beschränkt. So kann der zweite Messpunkt auch an anderer geeigneter Stelle vorgesehen
sein, z. B. in der Mitte der Schutzhülle oder weiter unten am Träger. Dabei ist eine
Positionierung der Messpunkte unter anderem von der Form des Temperatursensors, dessen
Isolationseigenschaften, den Eigenschafen und Form der Schutzhülle, den Eigenschaften
des Brenners u. v. m. abhängig. Ein Fachmann wird nach Lesen der Ansprüche und ggf.
unter Zuhilfenahme der obigen Beschreibung und der zugehörigen Zeichnungen in der
Lage sein, die Temperaturmesspunkte auch bei anders ausgestalteten erfindungsgemäßen
Gasbrennern anzuordnen, um einen Einfluss des Brennerumfelds auf die Messung einer
Topftemperatur im Rahmen einer gewünschten Messgenauigkeit kompensieren zu können.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Gasbrenners
- 2
- Brennring
- 3
- Kochgeschirr
- 4
- Temperatursensor
- 4a
- Kontaktteil
- 4b
- Träger
- 4c
- erster Messpunkt
- 5
- Gasbrenner
- 6
- Schutzhülle
- 7
- zweiter Messpunkt
- 8
- zweiter Messpunkt
- F
- Flamme
- G
- heisse Gase
- L
- Wärmeleitung
- S
- Wärmestrahlung
- T1
- Temperatur am ersten Messpunkt
- T2
- Temperatur am zweiten Messpunkt
- Tf
- Topftemperatur
- To
- Temperaturversatz
- W
- Wärme
1. Gasbrenner (5) mit einem darin angeordneten ersten Temperatursensor (4) mit einem
ersten Temperaturmesspunkt (4c), wobei der Temperatursensor (4) dazu eingerichtet
ist, ein auf dem Gasbrenner (5) aufgestelltes Kochgeschirr (3) zu berühren, wobei
der Gasbrenner (5) mindestens einen zweiten Temperaturmesspunkt (8) aufweist, der
stärker thermisch gegen das Kochgeschirr (3) isoliert ist als der erste Temperaturmesspunkt
(4c),
dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (4) seitlich von einer Schutzhülle (6) umgeben ist, und
der zweite Temperaturmesspunkt (8) sich an der Schutzhülle (6) befindet.
2. Gasbrenner (5) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhülle (6) an ihrer Außenseite zumindest abschnittsweise konkav geformt
ist.
3. Gasbrenner (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Temperatursensor (4) auf einem thermisch isolierenden Träger (4b) angeordnet
ist.
4. Gasbrenner (5) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der thermisch isolierende Träger (4b) aus rostfreiem Stahl besteht.
5. Verfahren zum Ermitteln einer Temperatur (Tf) eines mittels eines Gasbrenners nach
einem des Ansprüche 1-4 (5) beheizten Kochgeschirrs (3), wobei der Gasbrenner (5)
mit einem darin angeordneten ersten Temperatursensor (4) mit einem ersten Temperaturmesspunkt
(4c) ausgestattet ist, wobei der Temperatursensor (4) dazu eingerichtet ist, ein auf
dem Gasbrenner (5) aufgestelltes Kochgeschirr (3) zu berühren und wobei der Gasbrenner
(5) mindestens einen zweiten Temperaturmesspunkt (8) aufweist, der stärker thermisch
gegen das Kochgeschirr (3) isoliert ist als der erste Temperaturmesspunkt (4c), wobei
das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- Messen eines ersten Temperaturwerts (T1) am ersten Temperaturmesspunkt (4c) und
eines zweiten Temperaturwerts (T2) am zweiten Temperaturmesspunkt (7; 8);
- Ermitteln einer Differenz zwischen den beiden Temperaturwerten (T1,T2);
- Bestimmen eines Temperaturversatzes (To) durch Multiplizieren der Differenz mit
einem Proportionalitätsfaktor; und
- Bestimmen der Temperatur (Tf) als Differenz der gemessenen Topftemperatur (T1) abzüglich
des Temperaturversatzes (To).
6. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Proportionalitätsfaktor empirisch bestimmt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Proportionalitätsfaktor in Abhängigkeit von der Art des Kochgeschirrs (3) bestimmt
wird.
1. Gas burner (5) with a first temperature sensor (4) arranged inside it with a first
temperature measurement point (4c), the temperature sensor (4) being designed to touch
a cooking vessel (3) positioned on the gas burner (5), wherein the gas burner (5)
has at least a second temperature measurement point (8), which is thermally insulated
from the cooking vessel (3) to a greater degree than the first temperature measurement
point (4c),
characterised in that the temperature sensor (4) is enclosed at the side by a protective jacket (6), and
the second temperature measurement point (8) is located on the protective jacket (6).
2. Gas burner (5) according to claim 2, characterised in that the outside of the protective jacket (6) is concave in shape in sections at least.
3. Gas burner (5) according to one of the preceding claims, characterised in that the first temperature sensor is arranged on a thermally insulating support (4b).
4. Gas burner (5) according to claim 4, characterised in that the thermally insulating support (4b) is made of stainless steel.
5. Method for determining a temperature (Tf) of a cooking vessel (3) heated by means
of a gas burner (5) according to one of claims 1 to 4, wherein the gas burner (5)
is equipped with a first temperature sensor (4) arranged inside it with a first temperature
measurement point (4c), the temperature sensor (4) being designed to touch a cooking
vessel (3) positioned on the gas burner (5) and wherein the gas burner (5) has at
least a second temperature measurement point (8), which is thermally insulated from
the cooking vessel (3) to a greater degree than the first temperature measurement
point (4c), wherein the method has the following steps:
- measuring a first temperature value (T1) at the first temperature measurement point
(4c) and a second temperature value (T2) at the second temperature measurement point
(7; 8);
- determining a difference between the two temperature values (T1, T2);
- determining a temperature offset (To) by multiplying the difference by a proportionality
factor; and
- determining the temperature (Tf) as the difference of the measured pot temperature
(T1) minus the temperature offset (To).
6. Method according to claim 6, characterised in that the proportionality factor is determined empirically.
7. Method according to claim 7, characterised in that the proportionality factor is determined as a function of the type of cooking vessel
(3).
1. Brûleur à gaz (5) avec, agencé à l'intérieur de celui-ci, un premier capteur de température
(4) comportant un premier point de mesure de température (4c), le capteur de température
(4) étant conçu pour venir en contact avec un ustensile de cuisson (3) posé sur le
brûleur à gaz (5), le brûleur à gaz (5) présentant au moins un deuxième point de mesure
de température (8) qui est plus fortement isolé thermiquement par rapport à l'ustensile
de cuisson (3) que le premier point de mesure de température (4c),
caractérisé en ce que le capteur de température (4) est entouré latéralement d'une enveloppe de protection
(6), et
le deuxième point de mesure de température (8) se trouve sur l'enveloppe de protection
(6).
2. Brûleur à gaz (5) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe de protection (6) est formée de manière concave au moins par sections
sur son côté extérieur.
3. Brûleur à gaz (5) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier capteur de température (4) est agencé sur un support (4b) thermiquement
isolant.
4. Brûleur à gaz (5) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le support (4b) thermiquement isolant est constitué d'acier inoxydable.
5. Procédé de détermination d'une température (Tf) d'un ustensile de cuisson (3) chauffé
au moyen d'un brûleur à gaz (5) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, le
brûleur à gaz (5) étant équipé d'un premier capteur de température (4) agencé à l'intérieur
dudit brûleur et comportant un premier point de mesure de température (4c), le capteur
de température (4) étant conçu pour venir en contact avec l'ustensile de cuisson (3)
placé sur le brûleur à gaz (5) et le brûleur à gaz (5) présentant au moins un deuxième
point de mesure de température (8) qui est plus fortement isolé thermiquement par
rapport à l'ustensile de cuisson (3) que le premier point de mesure de température
(4c), le procédé présentant les étapes suivantes consistant à :
- mesurer une première valeur de température (T1) au niveau du premier point de mesure
de température (4c) et une deuxième valeur de température (T2) au niveau du deuxième
point de mesure de température (7 ; 8) ;
- constater une différence entre les deux valeurs de température (T1, T2) ;
- déterminer un écart de température (To) par multiplication de la différence avec
un facteur de proportionnalité ; et
- déterminer la température (Tf) sous forme d'une différence de la température de
récipient (T1) mesurée déduction faite de l'écart de température (To).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le facteur de proportionnalité est déterminé de manière empirique.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le facteur de proportionnalité est déterminé en fonction du type de l'ustensile de
cuisson (3).