[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Übermittlungsvorrichtung und ein Verfahren
zum Übermitteln einer aktuellen Position eines Fahrzeugs an eine Auswertezentrale
gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 bzw. 7, wie aus der
DE 10 2005 058 033 A1 bekannt.
[0002] Die
WO 2004/027730 A beschreibt ein territoriales Überwachsungssystem, welches Nummernschilder von Kraftfahrzeugen
erfasst und analysiert.
[0003] Häufig versuchen Fahrer von mautpflichtigen Fahrzeugen das zum Ermitteln der Maut
an ihrem Fahrzeug angebrachte Gerät zu manipulieren. Beispielsweise entfernen manche
Fahrer die OBU-Einheit (On-Bord-Unit) von ihrem Fahrzeug, um zu verhindern, dass diese
beim Befahren einer bemauteten Straße eine entsprechende Information an das System
zur elektronischen Mauterhebung aussendet. Man bezeichnet Fahrzeuge mit derartigen
Manipulationen häufig als Mautpreller.
[0004] Herkömmlicherweise enthalten Systeme zur elektronischen Mauterhebung deshalb ortsfeste
Kontrollvorrichtungen zum Erkennen und zum Identifizieren von Mautprellern. Die ortsfesten
Kontrollvorrichtungen sind in der Regel dazu ausgebildet, das Fehlen einer OBU-Einheit
oder die nicht korrekte Funktionsweise einer OBU-Einheit an einem mautpflichtigen
Fahrzeug in ihrer näheren Umgebung zu erkennen. In der Regel sind die ortsfesten Kontrollvorrichtungen
als Mautbrücken ausgebildet.
[0005] Der Nachteil dieser Mautbrücken liegt in den hohen Kosten, welche beim Errichten
einer Mautbrücke anfallen. Zusätzlich sind die Mautbrücken eines herkömmlichen Systems
zur elektronischen Mauterhebung nur dazu ausgelegt, Fahrzeuge in ihrer unmittelbaren
Umgebung hinsichtlich einer vorhandenen und richtig arbeitenden OBU-Einheit zu überprüfen.
[0006] Um einen hohen Prozentsatz der Flächen aller bemauteten Straßen hinsichtlich eines
Befahrens durch einen Mautpreller zu überprüfen muss deshalb eine relativ hohe Anzahl
von Mautbrücken aufgebaut werden. Dies ist vor allem bei einer flächendeckenden Bemautung
auf allen Straßen innerhalb eines Gebiets mit sehr hohen Kosten verbunden.
[0007] Wünschenswert wäre es deshalb, eine kostengünstige Möglichkeit zum Erkennen und Identifizieren
von Mautprellern zu haben, welche eine hohe Abdeckungsrate der Flächen aller bemauteten
Straßen ermöglicht.
[0008] Die Erfindung schafft eine Übermittlungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7.
[0009] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Mautpreller ohne den Einsatz stationärer
Kontrollvorrichtungen erkennbar und identifizierbar sind, indem eine Anzahl von Fahrzeugen
mit einer erfindungsgemäßen Übermittlungsvorrichtung ausgestattet werden, welche dazu
ausgelegt ist, eine optische und elektromagnetische Markierung von einem Fremdfahrzeug
zusammen mit der eigenen Fahrzeugposition an eine Auswertezentrale zu übermitteln.
Die Auswertezentrale erkennt dann die Identität des Fremdfahrzeugs anhand der von
dem Fahrzeug übermittelten Information und fragt ab, welche Daten von dem erkannten
Fremdfahrzeug innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer empfangen werden. Anschließend
ermittelt die Auswertezentrale aus den Daten die von dem Fremdfahrzeug selbst angegebene
aktuelle eigene Fahrzeugposition. Die von dem Fremdfahrzeug selbst angegebene eigene
Fahrzeugposition wird mit der gemeldeten Position des Fahrzeugs mit der Übermittlungsvorrichtung
verglichen. Stellt die Auswertezentrale dabei einen Widerspruch zwischen der von dem
Fahrzeug mit der Übermittlungsvorrichtung gesendeten Position und dem vom Fremdfahrzeug
selbst übermittelten aktuellen eigenen Fahrzeugposition fest, so benachrichtigt sie
den Mautbetreiber. Das Fremdfahrzeug kann anschließend durch den Mautbetreiber gezielt
hinsichtlich einer möglichen Manipulation der OBU-Einheit überprüft werden.
[0010] Dabei kann die Positionsinformation eine Ortkoordinate, ein Straßenabschnitt oder
eine geographische Zone sein. Gehört das fahrzeugeigene Positionserfassungsgerät beispielsweise
zu einem Navigationssystem, so ist es einfacher, einen Straßenabschnitt als Positionsinformation
bereitzustellen. Die Positionsinformation kann damit auch nur eine ungefähre Information
über die aktuelle Position des Kontrollfahrzeugs sein.
[0011] Dabei weist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung den Vorteil auf, dass ein
mit der erfindungsgemäßen Übermittlungsvorrichtung ausgestattetes Fahrzeug als solches
nicht erkennbar ist. Eine Begegnung mit einem solchen Fahrzeug kann von einem Mautpreller
deshalb nicht vermieden werden. Eine durch die Erfindung ermöglichte Überprüfung eines
mautpflichtigen Fahrzeugs ist daher zeit- und ortsunabhängig. Dies stellt einen Vorteil
gegenüber Mautbrücken dar, deren Lage einem Fahrer schnell bekannt ist und die mit
diesem Wissen leicht umfahrbar sind. Als Alternative dazu kann das mit der Übermittlungsvorrichtung
ausgestattete Fahrzeug auch durch Markierungen, beispielsweise durch spezielle Aufkleber,
als solches anderen Fahrzeugen angezeigt werden, sofern dies aus datenschutzrechtlichen
Gründen erforderlich ist.
[0012] Da eine nicht erfindungsgemäße Übermittlungsvorrichtung in ihrer einfachsten Ausführungsform
nur über eine Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung zum Ablesen einer elektromagnetischen
Markierung und über eine Sendeeinrichtung zum Aussenden eines Langstreckensignals
verfügen muss, lässt sie sich kostengünstig herstellen. Die aufwändigen Auswertevorrichtungen
zum Identifizieren des Fremdfahrzeugs und zum Ermitteln, ob es sich bei dem Fremdfahrzeug
um einen Mautpreller handelt, sind in diesem Fall nur an der Auswertezentrale angeordnet.
Damit lässt sich eine hohe Anzahl von Fahrzeugen auf kostengünstige Weise mit der
Übermittlungsvorrichtung ausrüsten.
[0013] Als weitere Vereinfachung kann die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung nur eine
Auswerteeinrichtung sein. Diese Auswerteeinrichtung ist dann dazu ausgelegt, von einer
fahrzeugeigenen Sensoreinrichtung bereitgestellte Daten, beispielsweise ein von einer
fahrzeugeigenen Kameraeinrichtung aufgenommenes Videosignal, hinsichtlich der Markierung
des Fremdfahrzeugs auszuwerten. Beispielsweise erhält die Auswerteeinrichtung die
Umgebungsdaten von einer Fahrspurhalte-Warneinrichtung (Lane Departure Warning System)
und wertet diese dann entsprechend aus.
[0014] Die Ausstattung eines Fahrzeugs mit der erfindungsgemäßen Übermittlungsvorrichtung
ist deshalb bei hoher Straßennetzabdeckung günstiger als die üblichen stationären
Mautbrücken. Der gewünschte Abdeckungsgrad lässt sich durch die Anzahl der mit der
Übermittlungsvorrichtung ausgestatteten Fahrzeuge und deren Region anpassen.
[0015] Zur Mautprellererkennung wird eine beliebige Anzahl von Fahrzeugen mit der erfindungsgemäßen
Übermittlungsvorrichtung ausgestattet, die ein Ablesen der optischen und elektromagnetischen
Markierung und eine Kommunikation mit dem Rechenzentrum des Mautbetreibers ermöglicht.
Die Ausrüstung des Fahrzeugs mit der Übermittlungsvorrichtung kann als Erweiterung
zu einer schon am Fahrzeug vorhandenen OBU-Einheit (On-Bord-Unit) ausgeführt werden.
Dies reduziert die Kosten für eine derartige Übermittlungsvorrichtung zusätzlich.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der Übermittlungsvorrichtung weist die Sensor-
und/oder Auswerteeinrichtung eine Laser- und Detektionseinrichtung zum visuellen Erfassen
zumindest einer Teiloberfläche des Fremdfahrzeugs auf. Eine derartige Sensoreinrichtung
lässt sich auf kostengünstige Weise herstellen und eignet sich gut zum Ablesen einer
optischen Markierung eines Fremdfahrzeugs.
[0017] Die optische Markierung des Fremdfahrzeugs ist ein Nummernschild. Da Fahrzeuge herkömmlicher
Weise mit einem Nummernschild ausgestattet sein müssen, ist somit schon eine für die
Übermittlungsvorrichtung erkennbare Markierung an jedem Fremdfahrzeug vorhanden. Die
Übermittlungsvorrichtung kann in diesem Fall als ANPR-System (Automatic Number Plate
Recognition) oder als einfache Kamera mit einer Bildverarbeitungseinrichtung ausgebildet
sein. Die beschriebene Ausführungsform der Übermittlungsvorrichtung lässt sich damit
kostengünstig realisieren.
[0018] In einer Weiterbildung ist die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung zusätzlich dazu
ausgelegt, einen Abstand zwischen dem Fahrzeug und dem Fremdfahrzeug und/oder eine
Geschwindigkeit des Fremdfahrzeugs zu ermitteln und ein entsprechendes Abstands-und/oder
Geschwindigkeitssignal an ein fahrzeugeigenes Warn- und/oder Steuergerät, beispielsweise
an eine Kollisions-Warnung, an ein Fahrerassistenzsystem, an ein Notbremssystem und/oder
an ein Airbagauslösesystem, bereitzustellen. Durch diese Multifunktionalität der Sensor-
und/oder Auswerteeinrichtung der Übermittlungsvorrichtung können weitere Sensoren
am Fahrzeug eingespart werden.
[0019] In einer bevorzugten Weiterbildung der Übermittlungsvorrichtung ist die Sensor- und/oder
Auswerteeinrichtung zusätzlich dazu ausgelegt, eine Umgebung des Fahrzeugs aufzunehmen
und als Videosignal an eine fahrzeugeigene Anzeigeeinrichtung, beispielsweise an eine
Einparkhilfe, eine Rückfahrhilfe und/oder eine Tote-Winkel-Anzeigehilfe, bereitzustellen.
Das Ausstatten eines Fahrzeugs mit der Übermittlungsvorrichtung führt damit zu einer
Verbesserung des Fahrkomforts für den Fahrer des Fahrzeugs.
[0020] Als Alternative oder als Ergänzung dazu kann die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung
zusätzlich dazu ausgelegt sein, eine Umgebung des Fahrzeugs aufzunehmen und als Videosignal
an eine fahrzeugeigene Auswerteeinrichtung zum Ermitteln einer hinsichtlich der Umgebung
vorteilhaften Reaktion des Fahrzeugs, beispielsweise an ein Fahrerassistenzsystem
und/oder an eine Fahrspur-Einhaltevorrichtung (Lane Departure Warnung), bereitzustellen.
Durch die Multifunktionalität der Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung kann zusätzlich
Bauraum am Fahrzeug eingespart werden.
[0021] Erfindungsgemäß weist die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung ein Lesegerät zum
Erzeugen eines elektromagnetischen Wechselfelds zum Anregen eines RFID-Transponders
(Radio Frequency Identification) und zum Empfangen einer von dem angeregten RFID-Transponder
ausgesendeten Seriennummer auf. RFID wird zurzeit in einigen Ländern zusätzlich zu
den klassischen Kennzeichen eines Fahrzeugs als
Fahrzeugidentifikationsmittel erprobt. Zudem wird RFID zur Kennzeichnung von Fahrzeugbauteilen
bei der Herstellung der Fahrzeugbauteile eingesetzt. Damit steht die zur Realisierung
dieser Ausführungsform verwendete Technologie bereits zur Verfügung. Ein weiterer
Vorteil liegt darin, dass sich ein Lesegerät zum Ablesen eines RFID-Transponders und
der RFID-Transponder selbst kostengünstig herstellen lassen.
[0022] In einer Weiterbildung weist die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung eine Auswerteeinrichtung
zum Ermitteln einer Identität des Fremdfahrzeugs anhand der optischen und/oder elektromagnetischen
Markierung auf. Damit kann bereits am Fahrzeug selbst die Identität des Fremdfahrzeugs
ermittelt werden.
[0023] Gemäß der Erfindung ist die Auswertezentrale eine Mautzentrale. Vorzugsweise identifiziert
die Mautzentrale das Fremdfahrzeug anhand der gemeldeten optischen und/oder elektromagnetischen
Markierung und vergleicht die gemeldete Position des Fremdfahrzeugs mit den zur Mauterhebung
gemeldeten Positionen des Fremdfahrzeugs. Auf diese Weise kann die Mautzentrale schnell
ein Fahrzeug, dessen OBU-Einheit zum Ermitteln der zu zahlenden Maut manipuliert oder
vom Fahrzeug entfernt ist, erkennen.
[0024] Die in den oberen Absätzen beschriebenen Vorteile der erfindungsgemäßen Übermittlungsvorrichtung
sind auch durch ein entsprechendes Verfahren zum Übermitteln einer aktuellen Position
eines ersten Fahrzeugs an eine Auswertezentrale gewährleistet.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird nach einem Empfang des Langstreckensignals
anhand der Markierungsinformation eine Identität des ersten Fahrzeugs ermittelt, und
die Positionsinformation wird mit einer von dem ersten Fahrzeug selbst an die Auswertezentrale
gesendeten Ortinformation und/oder Mindestmaut verglichen. Dabei können auch die Langstreckensignale
mehrerer Fahrzeuge herangezogen werden. Wird das erste Fahrzeug beispielsweise innerhalb
einer vorgegebenen Zeitdauer an zwei Orten gemeldet, so überprüft die Auswertezentrale,
ob die von dem ersten Fahrzeug zurückgelegte Strecke zwischen den beiden Orten nicht
größer ist als eine von dem ersten Fahrzeug selbst gemeldete zurückgelegte Wegstrecke.
Ebenso kann die Auswertezentrale für die Strecke zwischen den beiden Orten eine Mindestmaut
bestimmen und überprüfen, ob die von dem ersten Fahrzeug selbst gemeldete zu bezahlende
Maut mindestens diesem Betrag entspricht.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Kontrolifahrzeug mit einer Ausführungsform der Übermittlungsvorrichtung
beim Ablesen einer Markierung von einem Fremdfahrzeug; und
chen. Dabei können auch die Langstreckensignale mehrerer Fahrzeuge herangezogen werden.
Wird das erste Fahrzeug beispielsweise innerhalb einer vorgegebenen Zeitdauer an zwei
Orten gemeldet, so überprüft die Auswertezentrale, ob die von dem ersten Fahrzeug
zurückgelegte Strecke zwischen den beiden Orten nicht größer ist als eine von dem
ersten Fahrzeug selbst gemeldete zurückgelegte Wegstrecke. Ebenso kann die Auswertezentrale
für die Strecke zwischen den beiden Orten eine Mindestmaut bestimmen und überprüfen,
ob die von dem ersten Fahrzeug selbst gemeldete zu bezahlende Maut mindestens diesem
Betrag entspricht.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Kontrollfahrzeug mit einer Ausführungsform der Übermittlungsvorrichtung
beim Ablesen einer Markierung von einem Fremdfahrzeug; und
Figur 2 das Kontrollfahrzeug der Figur 1 beim Senden an eine Auswertezentrale.
[0028] Figur 1 zeigt ein Kontrollfahrzeug mit einer Ausführungsform der Übermittlungsvorrichtung
beim Ablesen einer Markierung von einem Fremdfahrzeug. Dargestellt ist eine Fahrbahn
10, auf welcher zwei Fahrzeuge 12 und 14 hintereinander in eine Fahrtrichtung 16 fahren.
Das Kontrollfahrzeug 12 fährt dabei hinter dem Fremdfahrzeug 14. In dem in Figur 1
gezeigten Beispiel ist das Kontrollfahrzeug 12 dazu ausgelegt, Markierungen von dem
vorausfahrenden Fremdfahrzeug 14 abzulesen. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht
auf das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt. Als Alternative oder als
Ergänzung kann das Kontrollfahrzeug 12 auch dazu ausgelegt sein, dass es die Markierungen
aller Fahrzeuge innerhalb eines bestimmten Umkreises ermittelt.
[0029] Beide Fahrzeuge 12 und 14 weisen an ihren Heckseiten Nummernschilder 18 und 20 auf.
Zusätzlich sind beide Fahrzeuge 12 und 14 mit je einem RFID-Transponder (Radio Frequency
Identification) 22 und 24 ausgestattet. In dem Beispiel aus Figur 1 sind die RFID-Transponder
22 und 24 jeweils nahe an den Heckseiten der Fahrzeuge 12 und 14 angeordnet. Als Alternative
dazu können die RFID-Transponder 22 und 24 jedoch auch an anderen Anbringpositionen
der Fahrzeuge 12 und 14 befestigt werden.
[0030] Das Kontrollfahrzeug 12 weist an seiner Frontseite eine Sensoreinrichtung 26 auf,
mit welcher das Nummernschild 20 und der RFID-Transponder 24 des Fremdfahrzeugs 14
abgelesen werden können. Zum Ablesen des Nummernschildes 20 des Fremdfahrzeugs 14
umfasst die Sensoreinrichtung 26 eine Kamera mit einer angeschlossenen Bildverarbeitungseinrichtung.
Die Bildverarbeitungseinrichtung wertet ein von der Kamera bereitgestelltes Videosignal
hinsichtlich des auf dem Nummernschild 20 abgebildeten Kennzeichens aus.
[0031] Des Weiteren weist die Sensoreinrichtung 26 ein Abfragegerät (Reader) zum Erzeugen
eines elektromagnetischen Felds 28 auf Durch das elektromagnetische Feld 28 wird der
RFID-Transponder 24 des Fremdfahrzeugs 14 dazu angelegt, seine Identifikationsnummer
als elektromagnetisches Signal 30 auszusenden. Das Abfragegerät der Sensoreinrichtung
26 empfängt dann das von dem RFID-Transponder 24 ausgesendete elektromagnetische Signal
30 mit der Identifikationsnummer. Die Identifikationsnummer wird anschließend zusammen
mit dem von der Bildverarbeitungseinrichtung ermittelten Kennzeichen des Nummernschilds
20 des Fremdfahrzeugs 14 als Markierungsinformation 32 ausgegeben.
[0032] Es wird hier darauf hingewiesen, dass das Ablesen der am Fremdfahrzeug 14 angebrachten
Markierungen 20 und 24 durch die Sensoreinrichtung 26 des Kontrollfahrzeugs 12 erfolgt,
ohne dass der Fahrer des Fremdfahrzeugs 14 eine Möglichkeit hat, dies zu verhindern
oder in den Ableseprozess aktiv einzugreifen. Nummernschilder 18 und 20 und RFID-Transponder
22 und 24 sind herkömmlicher Weise so ausgelegt, dass Manipulationen an ihnen kaum
möglich sind.
[0033] Das Kontrollfahrzeug 12 ist mit einer Positionserfassungseinrichtung 34 ausgestattet,
welche eine aktuelle Position des Kontrollfahrzeugs 12 anhand eines Satellitensignals
ermittelt. Eine von der Positionsbestimmungseinrichtung 34 ermittelte aktuelle Position
des Kontrollfahrzeugs 12 wird fortlaufend als Positionsinformation 36 an eine Sendeeinrichtung
38 ausgegeben.
[0034] Die Positionserfassungseinrichtung 34 ist in einer bevorzugten Ausführungsform auch
dazu ausgelegt, ein Navigationssystem des Kontrollfahrzeugs 12 mit einer Information
über die aktuelle Position des Kontrollfahrzeugs 12 zu versorgen. Diese Multifunktionalität
der Positionserfassungseinrichtung 34 ist für den Fahrer des Kontrollfahrzeugs 12
mit Kosteneinsparungen verbunden.
[0035] Die Sendeeinrichtung 38 empfängt die ausgegebene Positionsinformation 36 zusammen
mit der von der Sensoreinrichtung 26 bereitgestellten Markierungsinformation 32. Anschließend
sendet die Sendeeinrichtung 38 ein Langstreckensignal 40 an eine nicht skizzierte
Auswertezentrale. Das Langstreckensignal 40 enthält dabei Informationen über die Markierungen
20 und 24 des Fremdfahrzeugs 14 und über die aktuelle Position des Kontrollfahrzeugs
12.
[0036] Figur 2 zeigt das Kontrollfahrzeug 12 zusammen mit dem vorausfahrenden Fremdfahrzeug
14. Das Kontrollfahrzeug 12 sendet gerade das Langstreckensignal 40 an eine Auswertezentrale
42. Die Auswertezentrale 42 ist in dem Beispiel aus Figur 2 einem System zur elektronischen
Mauterhebung zugeordnet. Sie ermittelt anhand des Langstreckensignals 40 die Identität
des Fremdfahrzeugs 14. Anschließend vergleicht die Auswertezentrale 42 die von dem
Kontrollfahrzeug 12 mit Hilfe des Langstreckensignals 40 gemeldete aktuelle Position
mit den Positionen, welche das Fremdfahrzeug 14 selbst zum Ermitteln einer von einem
Fahrer des Fremdfahrzeugs 14 zu bezahlenden Maut an die Auswertezentrale 42 sendet.
Stellt die Auswertezentrale 42 dabei fest, dass das Kontrollfahrzeug 12 die Markierungen
20 und 24 des Fremdfahrzeugs 14 an einer Position erkennt, welche von der vom Fremdfahrzeug
14 selbst gemeldeten aktuellen Position deutlich abweicht, so gibt sie eine entsprechende
Mitteilung an den Mautbetreiber aus. Der Mautbetreiber hat nun die Möglichkeit, das
Fremdfahrzeug 14 gezielt auf die Korrektheit der von dem Fremdfahrzeug 14 gemeldeten
Daten zu überprüfen.
[0037] Sollte das Fremdfahrzeug 14 beispielsweise aus Datenschutzgründen auf das Senden
seiner Positionsinformation an eine Mautzentrale verzichten (thick-client-Konzept)
und lediglich den OBU-internen ermittelten Mautbetrag oder die ermittelte zurückgelegte
Distanz an die Mautzentrale übertragen, so kann dennoch eine Kontrolle der vom Fremdfahrzeug
14 gesendeten Daten vorgenommen werden. Wird das Fremdfahrzeug 14 an mindestens zwei
unterschiedlichen Orten innerhalb einer bestimmten Zeit erfasst, so kann die Mautzentrale
prüfen, ob für die Distanz zwischen den beiden Orten vom Fremdfahrzeug 14 eine korrekte
Mindestdistanz oder ein korrekter Mindestmautbetrag an die Mautzentrale gemeldet wurde.
[0038] In einer Weiterbildung kann die Sensoreinrichtung 26 auch ein Videosignal an ein
Anzeigegerät des Kontrollfahrzeugs 12 ausgeben. Ein entsprechendes Anzeigegerät ist
beispielsweise eine Einparkhilfe, eine Rückfahrhilfe und/oder eine Tote-Winkel-Anzeigehilfe.
Ebenso kann die Sensoreinrichtung 26 ein Videosignal an ein Fahrerassistenzsystem
und/oder an eine Fahrspur-Einhaltevorrichtung (Lane Departure Warnung) bereitzustellen.
Als Alternative oder als Ergänzung dazu kann die Sensoreinrichtung 26 auch dazu ausgelegt
sein, einen Abstand zwischen dem Kontrollfahrzeug 12 und dem Fremdfahrzeug 14 und/oder
eine Geschwindigkeit des Fremdfahrzeugs 14 zu ermitteln und ein entsprechendes Abstands-
und/oder Geschwindigkeitssignal an ein fahrzeugeigenes Steuergerät, beispielsweise
an ein Fahrerassistenzsystem, an ein Notbremssystem und/oder an ein Airbagauslösesystem
bereitstellen. Ein derartiges Abstands- und/oder Geschwindigkeitssignal kann von der
Sensoreinrichtung 26 auch an eine fahrzeugeigene Warnvorrichtung, beispielsweise an
eine Kollisions-Warnung, ausgegeben werden. Damit kann die Sensoreinrichtung 26 weitere
Funktionen, welche die Sicherheit der Insassen und den Fahrkomfort für den Fahrer
des damit ausgestatteten Kontrollfahrzeugs 12 verbessern, ausführen. Durch die Multifunktionalität
der Sensoreinrichtung 26 der Übermittlungsvorrichtung kann die Anzahl der am Kontrollfahrzeug
12 angebrachten Sensoren reduziert werden. Auf diese Weise entfallen die Kosten für
die eingesparten Sensoren. Zusätzlich wird so der für andere Komponenten des Kontrollfahrzeugs
12 zur Verfügung stehende Bauraum erhöht.
1. Übermittlungsvorrichtung für ein Fahrzeug (12) zum Übermitteln einer aktuellen Position
eines Fremdfahrzeugs (14) an eine Auswertezentrale (42) mit
- einer Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung (26), welche dazu ausgelegt ist, eine
optische und elektromagnetische Markierung (20, 24) von dem Fremdfahrzeug (14) abzulesen
und eine der abgelesenen optischen und elektromagnetischen Markierung (20, 24) entsprechende
Markierungsinformation (32) bereitzustellen; und
- einer Sendeeinrichtung (38), welche dazu ausgelegt ist, eine von einem fahrzeugeigenen
Positionserfassungsgerät (34) bereitgestellte Positionsinformation (36) über eine
aktuelle Position des Fahrzeugs (12) und die bereitgestellte Markierungsinformation
(32) zu empfangen und ein Langstreckensignal (40) mit der bereitgestellten Positionsinformation
(36) und der bereitgestellten Markierungsinformation (32) an die Auswertezentrale
(42) auszusenden;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung (26) eine Kamera- und Bildverarbeitungseinrichtung
zum visuellen Erfassen zumindest einer Teiloberfläche des Fremdfahrzeugs (14) und
ein Lesegerät zum Erzeugen eines elektromagnetischen Wechselfelds zum Anregen eines
RFID-Transponders (24) des Fremdfahrzeuges (14) als die elektronische Markierung (24)
und zum Empfangen einer von dem angeregten RFID-Transponder (24) ausgesendeten Seriennummer
als die der abgelesenen elektromagnetischen Markierung (24) entsprechende Markierungsinformation
(32) aufweist, wobei die optische Markierung (20) des Fremdfahrzeugs (14) ein Nummernschild
(20) ist und die Seriennummer zusammen mit dem von der Bildverarbeitungseinrichtung
ermittelten Kennzeichen des Nummernschilds (20) des Fremdfahrzeugs (14) als Markierungsinformation
(32) ausgegeben wird; und
- die Auswertezentrale (42) eine Mautzentrale ist.
2. Übermittlungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung
(26) dazu ausgelegt ist, zusätzlich eine optische Markierung (20) von dem Fremdfahrzeug
(14) abzulesen und eine der abgelesenen optischen Markierung (20) entsprechende Markierungsinformation
(32) bereitzustellen, und eine Laser- und Detektionseinrichtung zum visuellen Erfassen
zumindest einer Teiloberfläche des Fremdfahrzeugs (14) aufweist.
3. Übermittlungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung
(26) zusätzlich dazu ausgelegt ist, einen Abstand zwischen dem Fahrzeug (12) und dem
Fremdfahrzeug (14) und/oder eine Geschwindigkeit des Fremdfahrzeugs (14) zu ermitteln
und ein entsprechendes Abstands- und/oder Geschwindigkeitssignal an ein fahrzeugeigenes
Warn- und/oder Steuergerät, beispielsweise an eine Kollisions-Warnung, an ein Fahrerassistenzsystem,
an ein Notbremssystem und/oder an ein Airbagauslösesystem, bereitzustellen.
4. Übermittlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Sensor- und/oder
Auswerteeinrichtung (26) zusätzlich dazu ausgelegt ist, eine Umgebung des Fahrzeugs
(12) aufzunehmen und als Videosignal an eine fahrzeugeigene Anzeigeeinrichtung, beispielsweise
an eine Einparkhilfe, eine Rückfahrhilfe und/oder eine Tote-Winkel-Anzeigehilfe, bereitzustellen.
5. Übermittlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Sensor- und/oder
Auswerteeinrichtung (26) zusätzlich dazu ausgelegt ist, eine Umgebung des Fahrzeugs
(12) aufzunehmen und als Videosignal an eine fahrzeugeigene Auswerteeinrichtung zum
Ermitteln einer hinsichtlich der Umgebung vorteilhaften Reaktion des Fahrzeugs (12),
beispielsweise an ein Fahrerassistenzsystem und/oder an eine Fahrspur-Einhaltevorrichtung
(Lane Departure Warnung), bereitzustellen.
6. Übermittlungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung
(26) eine Auswerteeinrichtung zum Ermitteln einer Identität des Fremdfahrzeugs (14)
anhand der elektromagnetischen Markierung (24) aufweist.
7. Verfahren zum Übermitteln einer aktuellen Position eines ersten Fahrzeugs (14) an
eine Auswertezentrale (42), wobei das erste Fahrzeug (14) eine optische und elektromagnetische
Markierung (20, 24) aufweist, mit den Schritten:
- Ablesen der optischen und elektromagnetischen Markierung (20, 24) des ersten Fahrzeugs
(14) durch eine Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung (26) eines zweiten Fahrzeugs
(12);
- Bereitstellen einer der abgelesenen optischen und elektromagnetischen Markierung
(20, 24) entsprechenden Markierungsinformation (32) an eine Sendeeinrichtung (38)
des zweiten Fahrzeugs (12);
- Bereitstellen einer Positionsinformation (36) über eine aktuelle Position des zweiten
Fahrzeugs (12) an die Sendeeinrichtung (38); und
- Senden eines Langstreckensignals (40) mit der bereitgestellten Markierungsinformation
(32) und der bereitgestellten Positionsinformation (36) durch die Sendeeinrichtung
(38) des zweiten Fahrzeugs (12) an die Auswertezentrale (42);
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Sensor- und/oder Auswerteeinrichtung (26) mittels einer Kamera- und Bildverarbeitungseinrichtung
zumindest eine Teiloberfläche des Fremdfahrzeugs (14) visuell erfasst und mittels
einem Lesegerät zum Erzeugen eines elektromagnetischen Wechselfelds einen RFID-Transponder
(24) des Fremdfahrzeuges (14) als die elektronische Markierung (24) anregt und eine
von dem angeregten RFID-Transponder (24) ausgesendete Seriennummer als die der abgelesenen
elektromagnetischen Markierung (24) entsprechende Markierungsinformation (32) empfängt,
wobei die optische Markierung (20) des Fremdfahrzeugs (14) ein Nummernschild (20)
ist und die Seriennummer zusammen mit dem von der Bildverarbeitungseinrichtung ermittelten
Kennzeichen des Nummernschilds (20) des Fremdfahrzeugs (14) als Markierungsinformation
(32) ausgegeben wird; und
- die Auswertezentrale (42) eine Mautzentrale ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei nach einem Empfang des Langstreckensignals (40) anhand
der Markierungsinformation (32) eine Identität des ersten Fahrzeugs ermittelt wird,
und die Positionsinformation (36) mit einer von dem ersten Fahrzeug selbst an die
Auswertezentrale (42) gesendeten Ortinformation und/oder Mindestmaut verglichen wird.
1. Transmission apparatus for a vehicle (12) for transmitting a present position of another
vehicle (14) to an evaluation centre (42) having
- a sensor and/or an evaluation device (26) which is configured to read an optical
and electromagnetic marking (20, 24) of the other vehicle (14) and to make available
marking information (32) corresponding to the read optical and electromagnetic marking
(20, 24); and
- a transmitter device (38) which is configured to receive position information (36)
which is made available by a vehicle-mounted position sensing device (34) and relates
to a current position of the vehicle (12) and to receive the marking information (32)
which is made available and to emit a long-distance signal (40) with the position
information (36) which is made available and the marking information (32) which is
made available, to the evaluation centre (42), characterized in that
- the sensor and/or evaluation device (26) has a camera and image processing device
for visually capturing at least part of the surface of the other vehicle (14) and
a reading device for generating an electromagnetic alternating field for exciting
an RFID transponder (24) of the other vehicle (14) as the electronic marking (24)
and for receiving a serial number, emitted by the excited RFID transponder (24), as
the marking information (32) which corresponds to the read electromagnetic marking
(24), wherein the optical marking (20) of the other vehicle (14) is a number plate
(20) and the serial number is output together with the registration number, obtained
by the image processing device, of the number plate (20) of the other vehicle (14)
as the marking information (32);
and
- the evaluation centre (42) is a toll centre.
2. Transmission apparatus according to Claim 1, wherein the sensor and/or evaluation
device (26) is configured additionally to read an optical marking (20) of the other
vehicle (14) and to make available marking information (32) which corresponds to the
read optical marking (20), and has a laser and detection device for visually capturing
at least part of the surface of the other vehicle (14).
3. Transmission apparatus according to Claim 1 or 2, wherein the sensor and/or evaluation
device (26) is additionally configured to determine a distance between the vehicle
(12) and the other vehicle (14) and/or a speed of the other vehicle (14) and to make
available a corresponding distance and/or speed signal to a vehicle-mounted warning
and/or control device, for example to a collision warning system, to a driver assistance
system, to an emergency brake system and/or to an airbag triggering system.
4. Transmission apparatus according to one of Claims 1 to 3, wherein the sensor and/or
evaluation device (26) is additionally configured to record the surroundings of the
vehicle (12) and make them available as a video signal to a vehicle-mounted display
device, for example to a parking aid, a reversing aid and/or a blind spot display
aid.
5. Transmission apparatus according to one of Claims 1 to 3, wherein the sensor and/or
evaluation device (26) is additionally configured to record the surroundings of the
vehicle (12) and to make them available as a video signal to a vehicle-mounted evaluation
device for determining a reaction of the vehicle (12), which is advantageous in terms
of the surroundings, for example to a driver assistance system and/or to a lane keeping
device (lane departure warning).
6. Transmission apparatus according to Claim 1, wherein the sensor and/or evaluation
device (26) has an evaluation device for determining an identity of the other vehicle
(14) on the basis of the electromagnetic marking (24).
7. Method for transmitting a current position of a first vehicle (14) to an evaluation
centre (42), wherein the first vehicle (14) has an optical and electromagnetic marking
(20, 24), comprising the steps:
- reading the optical and electromagnetic marking (20, 24) of the first vehicle (14)
by means of a sensor and/or evaluation device (26) of a second vehicle (12);
- making available marking information (32), corresponding to the read optical and
electromagnetic marking (20, 24), to a transmitter device (38) of the second vehicle
(12);
- making available position information (36) relating to a current position of the
second vehicle (12) to the transmitter device (38); and
- transmitting a long-distance signal (40) with the marking information (32) which
is made available and the position information (36) which is made available, to the
evaluation centre (42) by means of the transmitter device (38) of the second vehicle
(12); characterized in that
- the sensor and/or evaluation device (26) visually captures, by means of a camera
and image processing device, at least part of the surface of the other vehicle (14)
and excites, by means of a reading device for generating an electromagnetic alternating
field, an RFID transponder (24) of the other vehicle (14) as the electronic marking
(24), and receives a serial number, emitted by the excited RFID transponder (24),
as the marking information (32) which corresponds to the read electromagnetic marking
(24), wherein the optical marking (20) of the other vehicle (14) is a number plate
(20) and the serial number is output together with the registration number, obtained
by the image processing device, of the number plate (20) of the other vehicle (14)
as the marking information (32); and
- the evaluation centre (42) is a toll centre.
8. Method according to Claim 7, wherein after a reception of the long-distance signal
(40) an identity of the first vehicle is determined on the basis of the marking information
(32), and the position information (36) is compared with location information and/or
a minimum toll which is transmitted by the first vehicle itself to the evaluation
centre (42).
1. Dispositif de transmission permettant à un véhicule (12) de transmettre une position
actuelle d'un autre véhicule (14) à une centrale d'exploitation (42), comportant
- un dispositif à capteurs et/ou d'exploitation (26) qui est configuré pour lire une
balise optique et électromagnétique (20, 24) de l'autre véhicule (14) et pour fournir
une information de balise (32) correspondant à la balise optique et électromagnétique
(20, 24) lue ; et
- un dispositif d'émission (38) qui est configuré pour recevoir une information de
position (36) concernant une position actuelle du véhicule (12) fournie par un appareil
de détection de position (34) propre au véhicule ainsi que l'information de balise
(32) fournie, et pour envoyer un signal à grande portée (40) contenant l'information
de position (36) fournie et l'information de balise (32) fournie à la centrale d'exploitation
(42) ;
caractérisé en ce que
- le dispositif à capteurs et/ou d'exploitation (26) comporte un dispositif à caméra
et de traitement d'images destiné à détecter visuellement au moins une surface partielle
de l'autre véhicule (14) et un appareil de lecture destiné à générer un champ alternatif
électromagnétique afin d'exciter un répéteur RFID (24) de l'autre véhicule (14) en
tant que balise électronique (24) et à recevoir un numéro de série envoyé par le répéteur
RFID (24) excité en tant qu'information de balise (32) correspondant à la balise électromagnétique
(24) lue, dans lequel la balise optique (20) de l'autre véhicule (14) est une plaque
d'immatriculation (20) et le numéro de série est envoyé avec l'identification de la
plaque d'immatriculation (20) de l'autre véhicule (14) déterminée par le biais du
dispositif de traitement d'images sous la forme de l'information de balise (32) lue
; et
- la centrale d'exploitation (42) est une centrale de péage.
2. Dispositif de transmission selon la revendication 1, dans lequel le dispositif à capteurs
et/ou d'exploitation (26) est en outre configuré pour lire une balise optique (20)
de l'autre véhicule (14) et pour fournir une information de balise (32) correspondant
à la balise optique (20) lue, et comporte un dispositif à laser et de détection destiné
à détecter visuellement au moins une surface partielle de l'autre véhicule (14).
3. Dispositif de transmission selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le dispositif
à capteurs et/ou d'exploitation (26) est en outre configuré pour déterminer une distance
entre le véhicule (12) et l'autre véhicule (14) et/ou une vitesse de l'autre véhicule
(14) et pour fournir un signal correspondant de distance et/ou de vitesse à un appareil
d'alarme et/ou de commande propre au véhicule, par exemple à une alarme anticollision,
à un système d'assistance au conducteur, à un système de freinage d'urgence et/ou
à un système de déclenchement de coussin gonflable.
4. Dispositif de transmission selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
le dispositif à capteurs et/ou d'exploitation (26) est en outre configuré pour acquérir
un environnement du véhicule (12) et pour le fournir, sous la forme d'un signal vidéo,
à un dispositif d'affichage propre au véhicule, par exemple à un système d'aide au
stationnement, à un système de recul et/ou à un système d'affichage d'angle mort.
5. Dispositif de transmission selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
le dispositif à capteurs et/ou d'exploitation (26) est en outre configuré pour acquérir
un environnement du véhicule (12) et pour le fournir sous la forme d'un signal vidéo
à un dispositif d'exploitation propre au véhicule, afin de déterminer une réaction
avantageuse du véhicule (12) par rapport à l'environnement, par exemple à un système
d'aide au conducteur et/ou à un dispositif de suivi de voie (alarme de sortie de voie).
6. Dispositif de transmission selon la revendication 1, dans lequel le dispositif à capteurs
et/ou d'exploitation (26) comporte un dispositif d'exploitation destiné à déterminer
une identité de l'autre véhicule (14) à partir de la balise électromagnétique (24).
7. Procédé de transmission d'une position actuelle d'un premier véhicule (14) à une centrale
d'exploitation (42), dans lequel le premier véhicule (14) comporte une balise optique
et électromagnétique (20, 24), consistant à :
- lire la balise optique et électromagnétique (20, 24) du premier véhicule (14) au
moyen d'un dispositif à capteurs et/ou d'exploitation (26) d'un second véhicule (12)
;
- fournir une information de balise (32) correspondant à la balise optique et électromagnétique
(20, 24) lue à un dispositif d'émission (38) du second véhicule (12) ;
- fournir une information de position (36) concernant une position actuelle du second
véhicule (12) au dispositif d'émission (38) ; et
- envoyer un signal à grande portée (40) contenant l'information de balise (32) fournie
et l'information de position (36) fournie au moyen du dispositif d'émission (38) du
second véhicule (12) à la centrale d'exploitation (42) ;
caractérisé en ce que
- le dispositif à capteurs et/ou d'exploitation (26) détecte visuellement, au moyen
d'un dispositif à caméra et de traitement d'images, au moins une surface partielle
de l'autre véhicule (14) et excite, au moyen d'un appareil de lecture destiné à générer
un champ alternatif électromagnétique, un répéteur RFID (24) de l'autre véhicule (14)
en tant que balise électronique (24) et reçoit un numéro de série envoyé par le répéteur
RFID (24) excité en tant qu'information de balise (32) correspondant à la balise électromagnétique
(24) lue, dans lequel la balise optique (20) de l'autre véhicule (14) est une plaque
d'immatriculation (20) et le numéro de série est envoyé avec l'identification de la
plaque d'immatriculation (20) de l'autre véhicule (14) déterminée par le biais du
dispositif de traitement d'images sous la forme de l'information de balise (32); et
- la centrale d'exploitation (42) est une centrale de péage.
8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel, après une réception du signal à grande
portée (40), une identité du premier véhicule est déterminée à partir de l'information
de balise (32), et l'information de position (36) est comparée à une information spatiale
et/ou à un péage minimum envoyé(s) à la centrale d'exploitation (42) par le premier
véhicule lui-même.