TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft eine modular ausgebildete Armlehnenauflage für eine Armlehne
eines Stuhls, insbesondere für Büro- und Drehstühle oder -sessel, und einen solchen
Stuhl.
STAND DER TECHNIK
[0002] Nachfolgend wird die vorliegende sowie die ihr zugrunde liegende Problematik anhand
eines modernen Büro- und Drehstuhls erläutert, jedoch ohne die Erfindung dahingehend
einzuschränken.
[0003] Moderne Büro- und Drehstühle sind insbesondere zur Erhöhung des Sitzkomforts mit
an dem Stuhl angebrachten Armlehnen versehen. Diese Armlehnen bestehen aus einem Armlehnenträger,
welcher z. B. am Sitzgestell befestigt ist, und einer am oberen Ende des Armlehnenträgers
angeordneten, im Wesentlichen horizontal verlaufenden Armlehnenauflage. Die Armlehnenauflage,
die der Auflage oder dem Abstützen eines Arms im Bereich des Ellenbogens einer auf
dem Stuhl sitzenden Person dient, kann in der einfachsten Ausführung aus einem einzigen
Stück bestehen. Bei modernen Büro- und Drehstühlen sind diese Armlehnenauflagen allerdings
modular, also zwei- oder mehrgeteilt ausgebildet und weisen ein Basisteil, den so
genannten Einleger, und ein darüber angeordnetes Auflageteil, welches z. B. den Überzug
für die Armlehnenauflage aufweist, auf. Durch diese Konstruktion ist es möglich, verschiedene
Überzüge, beispielsweise Leder, Kunststoff, Stoff, gelunterfütterte Folie und dergleichen,
entsprechend dem Kundenwunsch als Überzugsmaterial für die Armlehne zu verwenden.
Diese zwei- oder mehrteilig ausgebildete Armlehnenauflage wird als Ausgangspunkt für
die vorliegende Patentanmeldung herangezogen.
[0004] Bei der Montage einer Armlehnenauflage werden der Einleger und das Auflageteil zusammen
montiert und an dem Armlehnenträger befestigt. Hier existieren verschiedene Montageverfahren:
[0005] In einer ersten Variante werden der Einleger und das Auflageteil bei der Montage
miteinander verklebt. Nachteilig bei dem Verklebten ist, dass Standzeiten zum Aushärten
des Klebers notwendig sind und daher keine zügige Montage möglich ist. Außerdem ist
diese Klebeverbindung nicht mehr lösbar, sodass keine Flexibilität zum Austauschen
einer z. B. beschädigten Armlehne vorhanden ist. Darüber hinaus reagieren viele Klebstoffe
mit den verwendeten Stoffen des Auflageteils und des Einlegers, was gewisse Grenzen
bezüglich der verwendeten Materialien setzt.
[0006] Daneben können der Einleger und das Auflageteil auch miteinander verschraubt werden,
wie dies z. B. in der
DE 299 01 666 U1 beschrieben ist. Zwar treten bei den miteinander verschraubten Teilen die sich durch
das Verkleben ergebenden Nachteile nicht auf. Allerdings ist für die Montage, d. h.
für die Verschraubung des Einlegers mit dem Auflageteil ein relativ hoher Montageaufwand
in Kauf zu nehmen, der insbesondere bei der Serienfertigung einen erheblichen Aufwand
mit sich bringt. Zudem müssen bei geschraubten Armlehnenauflagen aus Stabilitätsgründen
der Einleger und das Auflageteil relativ dick ausgebildet sein, wodurch im montierten
zustand die Armlehnenauflage ein sehr wuchtiges, kompaktes Erscheinungsbild aufweist.
Dies ist designtechnisch ungünstig.
[0007] Aus diesen Gründen wird der Einleger bei modernen Büro- und Drehstühlen vorzugsweise
mit dem Auflageteil über eigens dafür vorgesehene Rastmittel verklippst, was montagetechnisch
relativ einfach ist. Eine derartige Armlehne ist z. B. in der
EP 1 410 741 A1 beschrieben. Darüber hinaus lässt sich bei miteinander verklippsten Einleger und
Auflageteil die Armlehnenauflage schmaler, also dünner realisieren, was insgesamt
der gesamten Armlehnenauflage ein elegantes, designtechnisch günstiges Erscheinungsbild
verleiht.
[0008] Das Auflageteil kann verschiedene Überzüge aufweisen. Je nach Kundenwunsch oder Anforderung
wird dieser Einleger mit einem Auflageteil verklippst, welches je nach Bedarf mit
einem Kunststoffmaterial, Stoffbezug, Leder oder einer Folie mit darunter vorgesehenem
Gelbett versehen ist. Problematisch ist hier, dass für jedes dieser Bezugsmaterialien
typischerweise ein eigens dafür vorgesehener Einleger erforderlich ist. Ursache hierfür
ist, dass der Einleger im montierten Zustand vorzugsweise bündig in einer eigens für
den Einleger vorgesehenen Ausnehmung des Auflageteils angeordnet ist.
[0009] Das besondere Problem ergibt sich hier insbesondere in der Verwendung der unterschiedlichen
Überzugsmaterialien.
[0010] Beispielsweise müsste bei einem Lederüberzug dieses Ledermaterial das Auflageteil
überziehen und in einem Befestigungsbereich zwischen Auflageteil und Einleger befestigt
werden. Dieser Befestigungsbereich, welcher sich typischerweise unterhalb des Auflageteils
befindet, muss ausreichend breit dimensioniert sein, damit der Lederüberzug hier befestigt
werden kann und der Einleger dennoch in die dafür vorgesehene Ausnehmung des Auflageteils
eingeklippst werden kann. Insbesondere muss ein solcher Lederüberzug typischerweise
an das Auflageteil angetackert werden. Dabei entsteht eine getackerte Befestigungsschnittstelle
mit einer Schnittkante, die nach außen hin sichtbar ist. Eben dies gilt es aber möglichst
zu vermeiden. Im Falle eines anderen Überzugsmaterials, beispielsweise einer Überzugsfolie,
muss dieser Bereich zwischen Auflageteil und Einleger deutlich schmäler ausgebildet
sein als bei einem Lederüberzug. Würde man nun für die verschiedenen Überzüge jeweils
denselben Einleger verwenden, dann müsste der Befestigungsbereich zwischen Auflageteil
und Einleger auf dessen maximale Breite ausgelegt werden, beispielsweise auf die für
einen Lederüberzug benötigte Breite. Dies hat allerdings den Nachteil, dass im Falle
eines sehr dünnen Kunststoffüberzugs oder einer entsprechenden Folie dieser Befestigungsbereich
trotzdem relativ breit ausgebildet ist, was optisch nicht ansprechend ist. Auch würde
dieser breite Befestigungsbereich nach der Montage eine Schmutzsenke bilden. Darüber
hinaus ist dieser relativ breite Befestigungsbereich durch einen Benutzer des Stuhls
sehr einfach ertastbar, wenn diese Person unter die Armauflage greift. Dies ist unangenehm
und sollte vor allem bei so genannten Highend-Büro- und Drehstühlen vermieden werden.
[0011] Aus diesen Gründen wird bei solchen Büro- und Drehstühlen mit Armlehne jeweils ein
einem Überzugsmaterial spezifischer Einleger verwendet. Dies ist montagetechnisch
und logistisch allerdings relativ aufwändig. Da diese verschiedenen Einleger in vergleichsweise
geringer Stückzahl produziert werden müssen, ist dies auch im Hinblick auf die Kosten
nachteilig.
[0012] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei
einem eingangs genannten Stuhl eine verbesserte Armlehnenauflage bereitzustellen,
die insbesondere kostengünstiger herstellbar ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Armlehnenauflage mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und/oder durch einen Stuhl mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.
[0014] Demgemäß ist vorgesehen:
[0015] Eine modulare Armlehnenauflage für einen Stuhl, insbesondere für Büro- und Drehstühle
oder -sessel, mit einem Einleger, über den die Armlehenauflage an einer Armlehnensäule
befestigbar ist und einen stegförmigen, an seiner Außenseite vollständig umlaufenden
Blendenbereich aufweist, mit einem Auflageteil, welches im montierten Zustand über
eine Befestigungseinrichtung an dem Einleger befestigt ist, wobei das Auflageteil
einen nutförmigen, vollständig an seiner Unterseite umlaufenden Befestigungsbereich
aufweist, an dem ein Überzug des Auflageteils befestigbar ist, wobei der Blendenbereich
des Einlegers im montierten Zustand den Befestigungsbereich zumindest teilweise abdeckt.
[0016] Ein Stuhl, insbesondere Büro- und Drehstuhl oder -sessel, mit einem Stuhlträgergestell,
an dem ein Sitzträger und eine Rückenlehne befestigt sind, mit einem Sitz, der an
dem Sitzträger befestigt ist, mit zumindest einer Armlehne, die am Sitz oder am Sitzträger
befestigt ist und die eine erfindungsgemäße Armlehnenauflage aufweist.
[0017] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis besteht darin, dass das
Bereitstellen unterschiedlicher überzugspezifischer Einleger nicht notwendigerweise
erforderlich ist. Die Idee besteht darin, einen identischen Einleger für gleiche Armlehnenauflagen
mit unterschiedlichen Überzugsmaterialien zu verwenden. Die erfindungsgemäße zweiteilige
Armlehnenauflage weist ein Auflageteil und einen Einleger auf. Das Auflageteil weist
an seiner Unterseite Befestigungsstellen auf, die derart ausgebildet, dass der Einleger
bündig von unten in diese Ausnehmung des Auflageteils eingefügt werden kann und dort
beispielsweise verklippst, verschraubt, verklebt oder auf andere Weise befestigt werden
kann. Zwischen dem Einleger und dem Auflageteil ist im montierten Zustand ein um die
seitlichen Kanten des Einlegers vollständig umlaufender Schlitz vorhanden. Über diesen
Schlitz lässt sich das Überzugsmaterial für das Auflageteil, beispielsweise Leder,
Stoff, Kunststofffolie oder dergleichen, in einen nach außen hin lediglich über den
Schlitz zugänglichen Innenraum zwischen Einleger und Armauflage durchführen und dort
befestigen.
[0018] Damit diese Befestigungsschnittstelle für den Überzug von außen nicht sichtbar und
vor allem auch nicht ertastbar ist, weist der Einleger erfindungsgemäß eine seitlich
vollständig umlaufende Blende auf. Diese Blende dient als Sichtschutz, insbesondere
um die Befestigungsschnittstelle und das dort befestigte Überzugsmaterial von außen
optisch abzudecken. Insbesondere wird durch die Blende eine unerwünschte und gegebenenfalls
auch unansehnliche Abschlusskante, die bei der Montage des Überzugs zwangsläufig entsteht,
effektiv verborgen. Ohne eine solche Blende als Sichtschutz müsste ein hohes Augenmerk
und damit ein sehr großer Montageaufwand bereitgestellt werden, um eine optisch ansehnlichere
Befestigungskante zwischen der jeweils verwendeten Auflage und dem Auflageteil bereitzustellen.
Da diese Befestigungskante nun effektiv verborgen wird, lässt sich hier die Montage
sehr viel einfacher und damit kostengünstiger realisieren.
[0019] Darüber hinaus dient diese Blende auch als mechanischer Schutz, damit das Überzugsmaterial
an der Befestigungsschnittstelle durch unsachgemäße Handhabung der Armlehnenauflage
nicht versehentlich oder bewusst gelöst werden kann, was sonst zu einer unerwünschten
Beschädigung des Überzugs der Armlehnenauflage führen würde.
[0020] Darüber hinaus können nun identische Einleger für gleiche Armauflagen verwendet werden,
unabhängig davon, mit welchen Materialien das Auflageteil bezogen wird. Es ergibt
sich damit montagetechnisch ein zusätzlicher Freiheitsgrad.
[0021] Bei solchen Armlehnenauflagen lassen sich die entsprechenden Einleger auch in sehr
viel größerer Stückzahl produzieren, da deren Form und Größe nun nicht mehr an den
bei einer Armauflage verwendeten Stoffüberzug ausgerichtet sein muss. Die so hergestellten
Einleger lassen sich aufgrund der größeren Stückzahl auch kostengünstiger herstellen,
was damit in der Folge auch kostengünstiger herstellbare Armlehnen zur Folge hat.
[0022] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
weiteren Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0023] In einer bevorzugten Ausgestaltung deckt der Blendenbereich des Einlegers im montierten
Zustand, bei dem also der Einleger mit dem Auflageteil befestigt ist, den Befestigungsbereich
nahezu vollständig ab. Nahezu vollständig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass dennoch
ein schmaler, zwischen dem Blendenbereich des Einlegers und dem Auflageteil vorgesehener
Schlitz vorhanden ist. Dadurch wird zwischen dem umlaufenden Blendenbereich und dem
Befestigungsbereich ein Innenraum definiert, in welchem im Falle eines überzogenen
Auflageteils das Material des Überzugs im Bereich dessen Schnittkante angeordnet ist.
[0024] In einer typischen Ausgestaltung ist zwischen dem umlaufenden Blendenbereich und
dem diesen Blendenbereich umgebenden Bereich des Auflageteils ein Schlitz vorgesehen.
Dieser Schlitz weist eine solche Schlitzbreite auf, dass im Falle eines überzogenen
Auflageteils das Material des Überzugs durch diesen Schlitz berührungsfrei oder zumindest
nahezu berührungsfrei und insbesondere frei von Verspannungen in den durch den Blendenbereich
und den Befestigungsbereich definierten Innenraum geführt werden kann. Darüber hinaus
weist der Schlitz eine derartige Schlitzbreite auf, dass im Falle eines Auflageteils,
welches keinen Überzug aufweist, dieser Schlitz dennoch so schmal ist, dass eine Person
nicht durch den Schlitz in diesen Innenraum tasten kann. Vorzugsweise weist der Schlitz
eine Schlitzbreite im Bereich von 1-5 mm, insbesondere im Bereich von 2-4 mm, besonders
bevorzugt etwa 3 mm, auf. Typischerweise, jedoch nicht notwendigerweise, weist der
Schlitz eine konstante Schlitzbreite auf.
[0025] Typischerweise weist das Auflageteil eine Hartkomponente, die der direkten Anbindung
mit dem typischerweise ebenfalls als Hartkomponente ausgebildeten Einleger dient,
und eine auf der Hartkomponente aufgebrachte Weichkomponente auf. Vorzugsweise ist
die Weichkomponente aus Kunststoffschaum, beispielsweise aus PUR, gefertigt. Die Hartkomponente
kann beispielsweise als Kunststoff gespritztes Polyamidmaterial gefertigt sein. Darüber
hinaus wäre auch denkbar, als Hartkomponente ein beliebig anderes Material, beispielsweise
ein gestanztes Blech, eine Aluminiumschale oder dergleichen zu verwenden.
[0026] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Befestigungseinrichtung, über welche der
Einleger an dem Auflageteil befestigt ist, als Klipsverbindung ausgebildet. Dies ist
insbesondere aus montagetechnischen Gründen besonders bevorzugt. Darüber hinaus wäre
es auch denkbar, diese Befestigungseinrichtung als Klebeschicht, Verschraubung und
dergleichen auszubilden. Vorzugsweise ist diese Befestigungseinrichtung als reversible
Befestigung ausgebildet, so dass sich beispielsweise im Falle einer defekten oder
abgenutzten Armlehnenauflage das Auflageteil von dem Einleger wieder lösen lässt.
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist in dem Befestigungsbereich des Auflageteils
der Überzug mittels eines Befestigungsmittels befestigt. Dieses Befestigungsmittel
ist in einer typischen Ausgestaltung als getackerte Klemmverbindung ausgebildet. Darüber
hinaus kann der Überzug hier auch als Klebeschicht, nahtförmige Verbindungen, Verklipsung,
Verschraubung und dergleichen ausgebildet sein.
[0028] Vor allem für so genannte High-end-Büro und Drehstühlen ist es bevorzugt, wenn der
Überzug als hochwertiger Stoffüberzug oder als Lederüberzug ausgebildet ist. Dieser
Stoff oder Lederüberzug ist über das Auflageteil gespannt und im Befestigungsbereich
über ein Befestigungsmittel, beispielsweise über eine getackerte Klemmverbindung,
befestigt. Darüber hinaus wäre es auch denkbar, dass der Überzug als Kunststoffüberzug
ausgebildet ist. Vor allem für hochwertige Auflageteile mit sehr hochwertiger, Oberfläche
ist ein solcher Überzug nicht erforderlich, so dass hier beispielsweise die Weichkomponente
des Auflageteils die Funktion des Überzugs bildet.
[0029] In einer typischen Ausgestaltung weist der Einleger eine wannenförmige Ausnehmung
auf, die an ihren Seitenwänden Führungsschienen aufweist. Entlang dieser Führungsschienen
sind entsprechend ausgebildete Führungsschienen einer Armlehnensäule im Bereich deren
Befestigungsquerschnitts verschiebbar. Auf diese Weise lässt sich eine längsverschiebbare
Funktionalität einerseits und andererseits auch eine vereinfachte Montage dieser Armlehnensäule
der entsprechenden Armlehne realisieren.
[0030] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung lassen sich auf beliebige
und geeignete Art und Weise miteinander kombinieren.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung
angegebenen Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Stuhls;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Armlehne;
- Fig. 3
- eine Seitendarstellung einer erfindungsgemäßen Armlehne;
- Fig. 3A, 3B
- Querschnittsdarstellungen der erfindungsgemäßen Armlehne aus Fig. 3 von der Seite
und von hinten;
- Fig. 3C
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Armlehnenauflage aus Fig.
3 von unten;
- Fig. 3D, 3E
- Detaildarstellungen des Einlegers und des Auflageteils im getrennten und im montierten
Zustand;
- Fig. 4A - 4D
- Seitendarstellung einer erfindungsgemäßen Armlehnenauflage gemäß Fig. 3 zur Erläuterung
eines Montageverfahrens.
[0032] In allen Figuren der Zeichnung sind gleiche und funktionsgleiche Elemente - sofern
nichts Anderes angegeben ist - mit denselben Bezugszeichen versehen worden.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0033]
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Stuhls, der
mit einer erfindungsgemäßen Armlehne ausgestattet ist. Der hier mit Bezugszeichen
1 bezeichnete Stuhl ist als Büro-/Drehstuhl ausgebildet. Der Stuhl 1 umfasst einen
Sitzträger 6, der den Sitz 2 trägt. Ferner ist eine Rücklehne 3 vorgesehen, die über
einen Rücklehnenträger 4 an einer Standsäule 5 befestigt ist. Der Stuhl 1 weist ein
mit Rollen ausgestatteten Fußbereich 7 auf, auf dem die Standsäule 5 befestigt ist.
Der Stuhl 1 weist ferner zwei erfindungsgemäße Armlehnen 10 auf, die an einem Unterbau
8 des Stuhls 1 an diesem befestigt sind.
Fig. 2 zeigt anhand einer Explosionsdarstellung ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Armlehne. Die Armlehne 10 besteht aus einer Armlehnensäule 11, an
deren oberen Ende ein Armlehnenauflage 12 und an deren unteren Ende ein Befestigungsbereich
13 vorgesehen ist. Die Armlehnensäule 11 umfasst ein Trägerteil 14 und ein im Wesentlichen
hohles Hülsenteil 15, in welches das Trägerteil 14 vertikal, d. h. in Richtung 16,
verschiebbar ist. Auf diese Weise lässt sich die Armlehne 10 in der Höhe verstellen.
[0034] Die Armlehnenauflage 12 umfasst eine Trageplatte 17, den so genannten Einleger 17,
sowie ein Auflageteil 18, das z. B. als Polster, lederüberzogenes Teil oder auch ohne
Überzug ausgebildet ist. Ferner ist das Hülsenteil 15 im Bereich der Armlehnenauflage
12 für die Befestigung der Einleger 17 geeignet aufgeweitet und weist hierzu einen
entsprechenden aufgeweiteten Befestigungsquerschnitt 19 auf. Auf diesen aufgeweiteten
Befestigungsquerschnitt 19 des Hülsenteils 15 lässt sich der Einleger 17 befestigen,
z.B. verschrauben, verklippsen oder dergleichen. Auf den Einleger 17 lässt sich dann
die Armauflage 18 befestigen, wie nachfolgend noch detailliert erläutert wird.
[0035] Das Trägerteil 14 ist als im Wesentlichen L-förmiges Teil ausgebildet. Das Trägerteil
14 weist einen Vertikalschenkel 20 sowie einen Horizontalschenkel 21 auf. Der Vertikalschenkel
20 dient als Führungsständer zur Führung des Hülsenteils 15. Im Befestigungsbereich
13 ist der Horizontalschenkel 21 vorgesehen, der der Befestigung der Armlehne 10 an
einem Unterbau des Büro- oder Drehstuhls 1 dient.
[0036] Nachfolgend wird der Aufbau einer erfindungsgemäßen Armlehnenauflage im zusammengebauten
Zustand anhand der Fig. 3 - 3C näher erläutert. Fig. 3 zeigt zunächst eine Seitendarstellung
eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Armlehnenauflage 12 von
der Seite im zusammengebauten Zustand und die Fig. 3A, 3B zeigen Querschnittsdarstellungen
der erfindungsgemäßen Armlehnenauflage aus Fig. 3 von der Seite bzw. von hinten. Fig.
3C zeigt schließlich eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Armlehnenauflage
von unten.
[0037] Mit Bezug auf die Fig. 3C ist ersichtlich, dass zwischen dem Einleger 17 und dem
Auflageteil 18 ein vollständig umlaufender, vorzugsweise konstant breiter Schlitz
23 vorgesehen ist. Der Schlitz 23 wird durch die nach unten ragenden äußeren Bereiche
17a des Auflageteils 18 und die nach außen stehenden, gewissermaßen stegförmigen Bereiche
des Einlegers 17, die ebenfalls vollständig umlaufend angeordnet sind, gebildet. Diese
nach außen abstehenden Bereiche des Einlegers 17 fungiert im montierten zustand des
Einlegers 17 auf dem Auflageteil 18 als Sichtschutzblende 17a für einen Befestigungsbereich
18d.
[0038] In Fig. 3C sind ferner im Bereich des Einlegers 17 Rastausnehmungen 25, 25a dargestellt,
in welche entsprechend ausgebildete Rastklipps 26, 26a des Auflageteils 18 eingerastet
sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind an beiden Seiten der Armlehnenauflage
12 jeweils zwei Rastausnehmungen 25 mit entsprechenden Rastklipps 26 vorgesehen. Darüber
hinaus sind an den beiden gegenüberliegenden Stirnseiten 31, 33 der Armlehnenauflage
12 ebenfalls jeweils eine Rastausnehmung 25a und der jeweils dazu entsprechende Rastklipp
26a vorgesehen. An einer ersten Stirnseite 31 der Armlehnenauflage 12 ist zudem ein
Teil 27 des Einlegers 17 schwenkbar ausgebildet, um die Montage des Einlegers 17 mit
dem Hülsenteil 15 der Armlehnensäule 11 zu erleichtern.
[0039] Der Einleger 17 weist ferner an seiner Unterseite eine im Wesentlichen rechteckförmige,
wannenförmige Ausnehmung 28 auf, die der Aufnahme des aufgeweiteten Befestigungsquerschnitts
19 des Hülsenteils 15 dient. Hierzu weist der Einleger 17 an den Seitenwänden der
wannenförmigen Ausnehmung 28 Führungsschienen 32 auf, in die entsprechende Schienen
des Querschnitts 19 einschiebbar sind. Im Boden dieser wannenförmigen Ausnehmung 28
sind ferner quer verlaufende Rastvertiefungen 29 vorgesehen. Diese Rastvertiefungen
29 dienen dem Zweck, eine Einstellung der Längsverschiebung der Armlehnenauflage 12
im montierten Zustand zu ermöglichen. Bei einer Längsverschiebung der Armlehnenauflage
12 wird diese typischerweise ruckartig relativ zu der Armlehnensäule 11 bewegt, wodurch
die Armlehnenauflage 12 entsprechend in der Richtung 30, also entlang der Führungsschienen
32, linear nach vorne und nach hinten verschoben wird.
[0040] Der Einleger 17 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kunststoffhartkomponente
ausgebildet, welcher über Spritzguss hergestellt ist.
[0041] Im gezeigten Beispiel weist das Auflageteil 18 ein kunststoffgespritztes Basisteil
18a auf, auf welchem im vorliegenden Beispiel ein Schaumstoffmaterial 18b vorgesehen
ist (siehe Fig. 3D, 3E). Das Basisteil 18a ist typischerweise aus hartem, beispielsweise
durch Spritzen gefertigten Kunststoff und wird nachfolgend auch als Hartkomponente
bezeichnet. Diese Hartkomponente 18a wird bei der Montage mit ihren Einrastelementen
26 in die entsprechenden Ausnehmungen 25 des Einlegers 17 eingeklippst. Die Hartkomponente
18a weist ferner von unten gesehen eine umlaufende Befestigungsnut 18d auf.
[0042] Das Teil 18b ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus weichem Kunststoffmaterial,
z. B. aus Schaumstoff (PUR) gespritztem Kunststoff, das formstabil ist und das die
entsprechenden Eigenschaften für eine Armauflage aufweist, gebildet. Dieses Teil 18b
wird nachfolgend auch als Weichkomponente 18b bezeichnet. In vielen Fällen reicht
diese aus Schaumstoff hergestellte Weichkomponente 18b als Auflageteil aus, sofern
hier eine ansehnliche äußere Oberfläche realisiert ist. Darüber hinaus wäre es auch
denkbar, diese Weichkomponente 18b zusätzlich mit einem Kunststoffmaterial, einem
Leder, einer Kunststofffolie, einem Stoff oder einem beliebig anderen Überzug 18c
zu umspannen. Darüber hinaus wäre auch denkbar, zwischen dieser Weichkomponente 18b
und einer Kunststofffolie ein Gelbett vorzusehen, welches der gesamten Armlehnenauflage
eine sehr weiche angenehme Oberfläche verleiht, was insbesondere die Optik der Armauflage
verbessert. Dieser Überzug 18c wird typischerweise an der Unterseite der Hartkomponente
18a befestigt.
[0043] Um eine sichtbare Befestigungskante zu verhindern, wird dieser Überzug 18c in einem
Bereich der Hartkomponente 18a, der von außen nicht sichtbar ist, befestigt. Hierzu
wird dieser Überzug 18c von außen vollständig über die Weichkomponente 18b gespannt
und ferner von unten in den Bereich der Befestigungsnut 18d der Hartkomponente 18a
geführt. Der Überzug 18c wird innerhalb dieser Befestigungsnut 18d mittels eines eigens
dafür vorgesehenen Befestigungsmittels befestigt. Beispielsweise kann dieser Überzug
18c in dieser Befestigungsnut angeklebt, angenäht, angeschraubt, angeklippst, angetackert
werden oder über ein beliebig anderes Befestigungsmittel dort befestigt werden. Im
montierten Zustand (siehe Fig. 3E), d. h. bei miteinander verbundenen bzw. verklippsten
Einleger 17 und Auflageteil 18, befindet sich die Blende 17a des Einlegers 17 unmittelbar
unter der Befestigungsnut 18d und fungiert somit als optischer Sichtschutz. Der im
Bereich der Befestigungsnut 18d befestigte Überzug 18c und insbesondere die zwangsläufig
vorhandene unerwünschte Schnittkante lässt sich auf diese Weise optimal hinter der
Blende 17a verbergen.
[0044] Die Schlitzbreite d des Schlitzes 23 ist so gewählt, dass jedes überhaupt als Überzug
18c in Frage kommendes Material über diesen Schlitz 23 hindurch in den Innenraum 24
geführt werden kann, um an der Befestigungsnut 18d befestigt zu werden. Sollte kein
Überzug 18c erforderlich sein, ist dieser Schlitz 23 dennoch so dünn, dass eine auf
dem Stuhl sitzende Person nicht durch diesen Schlitz 23 tasten kann.
[0045] Nachfolgend wird ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Montage einer erfindungsgemäßen
Armlehnenauflage anhand der Fig. 4A - 4D näher erläutert.
[0046] Zunächst wird ein Einleger 17 bereitgestellt (siehe Fig. 4A). Bei dem Einleger 17
ist der scharnierförmige Bereich 27 mit der Stirnseite 31 noch nicht eingerastet,
sondern nach oben geschwenkt. Damit ist die wannenförmige Ausnehmung 28 zur Stirnseite
31 hin geöffnet und fungiert somit als Führung. In einem ersten Montageschritt wird
nun der Einleger 17 mit seiner Stirnseite 31 voraus in Richtung 40 in den entsprechenden
aufgeweiteten Befestigungsquerschnitts des Hülsenteils 15 geschoben, bis dieser Befestigungsquerschnitt
19 vollständig innerhalb der Ausnehmung 28 angeordnet und über die entsprechenden
seitlichen Führungsschienen 32 fixiert ist.
[0047] Anschließend wird der verschwenkbare Bereich 27 des Einlegers 17 in Richtung 41 nach
unten geklappt und dort beispielsweise wieder lösbar oder alternativ irreversibel
verklippst (Fig. 4B).
[0048] Anschließend wird in einem weiteren Montageschritt (Fig. 4C) das Auflageteil 18 von
oben auf den Einleger 17 aufgebracht. Hierzu wird zunächst ein stirnseitiges Rastelement
26a in die entsprechende stirnseitige Ausnehmung 25a des Einlegers 17 eingehängt.
Diese Auflageteil 18 kann, muss jedoch nicht notwendigerweise einen Überzug 18c aufweisen.
Nachdem das Auflageteil 18 auf diese Weise auf dem Einleger 17 fixiert ist, wird dieses
Auflageteil 18 mit seiner der Stirnseite 33 gegenüberliegenden Stirnseite 31 in Richtung
42 nach unten gedrückt, wodurch die entsprechenden auflageteilseitigen Rastelemente
26 in die entsprechenden einlegerseitigen Ausnehmungen 25 eingeklippst werden.
[0049] Man erhält damit (siehe Fig. 4D) auf montagetechnisch sehr einfache Weise eine erfindungsgemäße
Armlehnenauflage 12, wie sie z. B. in den Fig. 3 bis 3C beschriebenen ist. Dabei ist,
sofern die Armlehnenauflage 12 einen Überzug 18c aufweist, die entsprechende Befestigungsschnittstelle
und deren Befestigungskante sehr elegant in einem Innenbereich 24 zwischen Einleger
17 und Auflageteil 18 angeordnet und damit von außen nicht sichtbar. Zudem lassen
sich für beliebige Auflageteile 18 mit beliebigen Überzügen 18c jeweils identisch
ausgebildete Einleger 17 verwenden.
[0050] Obgleich die vorliegende Erfindung vorstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern auf vielfältige Art und
Weise modifizierbar.
[0051] In den vorstehenden Ausführungsbeispielen wurden beispielhaft verschiedene Materialien
für den Einleger, die Armauflage und die Überzüge erwähnt. Die Erfindung ist allerdings
nicht ausschließlich auf diese Materialien beschränkt. Vielmehr können diese bei Bedarf
beliebig variiert werden, ohne dass von dem Prinzip der vorliegenden Erfindung abgewichen
wird.
[0052] Darüber hinaus ist die vorliegende Erfindung nicht notwendigerweise auf die vorstehend
beschriebenen Konstruktionen des Einlegers und des Auflageteils beschränkt. Vielmehr
können dort die Art und Weise und die Form der Befestigungsnut und der Blende auch
variiert werden. Auch die Art und die Form der als Führungsschiene ausgebildeten Ausnehmung
innerhalb des Einlegers ist lediglich beispielhaft zu verstehen. Gleiches gilt für
die Art der Befestigung des Auflageteils auf den Einleger sowie die Art der Befestigung
des Überzugmaterials an der Befestigungsnut. Neben der Verrastung von Einleger und
Auflageteil mittels Befestigungsklipps wäre hier natürlich auch eine andere Befestigung,
z. B. mittels Schrauben, durch Kleben und dergleichen, denkbar.
[0053] Auch bezieht sich die Erfindung nicht notwendigerweise auf Drehstühle und/oder Bürosessel,
sondern lässt sich auch bei beliebigen Stühlen mit Armlehne vorteilhaft einsetzen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0054]
- 1
- Stuhl
- 2
- Sitz
- 3
- Rückenlehne
- 4
- Rückenlehnenträger
- 5
- Standsäule
- 6
- Sitzträger
- 7
- Fußbereich
- 8
- Unterbau
- 10
- Armlehne
- 11
- Armlehnensäule
- 12
- Armlehnenauflage
- 13
- Befestigungsbereich
- 14
- Trägerteil
- 15
- Hülsenteil
- 16
- vertikale Verstellrichtung
- 17
- Trageplatte, Einleger
- 17a
- Blende des Einlegers
- 18
- Auflageteil
- 18a
- Hartkomponente des Auflageteils
- 18b
- Weichkomponente des Auflageteils, PUR-Schaumstoff
- 18c
- Überzug des Auflageteils
- 18d
- Befestigungsnut an der Hartkomponente des Auflageteils
- 19
- aufgeweiteter Querschnitt des Hülsenteils, Befesti- gungsquerschnitt
- 20
- Vertikalschenkel
- 21
- Horizontalschenkel
- 23
- Schlitz zwischen Einleger und Auflageteil
- 24
- Zwischenraum zwischen Auflageteil und Einleger
- 25, 25a
- Rastausnehmungen
- 26, 26a
- Rastelemente
- 27
- schwenkbarer Bereich des Einlegers
- 28
- wannenförmige Ausnehmung des Einlegers mit Führungs- schienen
- 29
- Rastvertiefungen
- 30
- Längsrichtung
- 31, 33
- Stirnseiten
- 32
- Führungsschienen
- 40 - 42
- Richtungen
- d
- Schlitzbreite
1. Modulare Armlehnenauflage (12) für einen Stuhl (1), insbesondere für Büro- und Drehstühle
oder -sessel (1),
mit einem Einleger (17), über den die Armlehnenauflage (12) an einer Armlehnensäule
(11) befestigbar ist und der einen stegförmigen, an seiner Außenseite vollständig
umlaufenden Blendenbereich (17a) aufweist,
mit einem Auflageteil (18), welches im montierten Zustand über eine Befestigungseinrichtung
an dem Einleger (17) befestigt ist, wobei das Auflageteil (18) einen nutförmigen,
vollständig an seiner Unterseite umlaufenden Befestigungsbereich (18d) aufweist, an
dem ein Überzug (18c) des Auflageteils (18) befestigbar ist, wobei der Blendenbereich
(17a) des Einlegers (17) im montierten Zustand den Befestigungsbereich (18d) zumindest
teilweise abdeckt.
2. Armlehnenauflage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Blendenbereich (17a) des Einlegers (17) im montierten Zustand den Befestigungsbereich
(18d) mit Ausnahme eines schmalen, zwischen Blendenbereich (17a) und Auflageteil (18)
vorgesehenen Schlitzes (23) vollständig abdeckt.
3. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem umlaufenden Blendenbereich (17a) und dem Befestigungsbereich (18d) ein
Innenraum (24) vorgesehen ist, in welchem im Falle eines überzogenen Auflageteils
(18) das Material des Überzugs (18c) im Bereich dessen Schnittkante angeordnet ist.
4. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem umlaufenden Blendenbereich (13) und dem diesen Blendenbereich (13) umgebenden
Bereich des Auflageteils (18) ein Schlitz (23) vorgesehen ist, der eine solche Schlitzbreite
(d) aufweist, dass im Falle eines überzogenen Auflageteils (18) das Material des Überzugs
(18c) durch diesen Schlitz (23) berührungsfrei in den Innenraum (24) gelangt und dass
im Falle eines Auflageteils (18), welches frei von einem Überzug (18c) ist, eine Person
nicht durch den Schlitz (23) in den Innenraum (24) tasten kann.
5. Armlehnenauflage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlitz (23) eine Schlitzbreite (d) im Bereich zwischen 1-5 mm, insbesondere
im Bereich von 2-4 mm, vorzugsweise etwa 3 mm, aufweist.
6. Armlehnenauflage nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlitz (23) eine konstante Schlitzbreite (d) aufweist.
7. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflageteil (18) eine Hartkomponente (18a), die der direkten Anbindung mit dem
Einleger (17) dient, und eine darauf aufgebrachte Weichkomponente (18b) aufweist.
8. Armlehnenauflage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Weichkomponente (18b) aus PUR-Kunststoff gefertigt ist und/oder dass die Hartkomponente
(18a) aus Kunststoff gespritztem Polyamidmaterial gefertigt ist.
9. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungseinrichtung als eine Klebeschicht, Verschraubungen oder Verklippsungen
ausgebildet ist.
10. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Befestigungsbereich (13) der Überzug (18c) mittels eines Befestigungsmittels
befestigt ist.
11. Armlehnenauflage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Befestigungsmittel als eine Klebeschicht, als nahtförmige Verbindung oder als
getackerte Klemmverbindung ausgebildet ist.
12. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug (18c), welcher über das Auflageteil (18) gespannt ist, als Stoffüberzug
oder als Lederüberzug, ausgebildet ist.
13. Armlehnenauflage nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug (18c) als Kunststoffüberzug, welcher über das Auflageteil (18) gespannt
ist, ausgebildet ist.
14. Armlehnenauflage nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einleger (17) eine wannenförmige Ausnehmung (28) aufweist, die an ihren Seitenwänden
Führungsschienen (32) aufweist, entlang der eine entsprechend ausgebildete Führungsschiene
(32) einer Armlehnensäule (11) verschiebbar ist.
15. Stuhl (1), insbesondere Büro- und Drehstuhl oder -sessel (1),
- mit einem Stuhlträgergestell (8), an dem ein Sitzträger (6) und eine Rückenlehne
(3) befestigt sind,
- mit einem Sitz (2), der an dem Sitzträger (6) befestigt ist,
- mit zumindest einer Armlehne (10), die am Sitz (2) oder am Sitzträger (6) befestigt
ist und die eine Armlehnenauflage (12) nach einem der vorstehenden Ansprüche aufweist.