[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubsauger mit einem Düsengehäuseteil, welcher auf
der zu reinigenden Oberfläche mittels einer ersten Rollvorrichtung hin- und herbewegbar
ist, und mit einem gegenüber diesem in einem Winkel zur Vertikalen variabel neigbaren
Motorgehäuseteil, in dem oder an dem auch eine Staubsammeleinrichtung untergebracht
ist, und mit einem am Motorgehäuseteil angeordneten Handführungsmittel für den Staubsauger,
zum variablen Neigen des Motorgehäuseteils gegenüber dem Düsengehäuseteil und zum
Hin- und Herbewegen des Staubsaugers, wobei von dem Motorgehäuseteil ein biegsamer
Saugschlauch wegführt, an dessen anderem Ende ein durchströmbarer Handgriffteil mit
einem starren Saugrohr vorgesehen ist, das in einer Saugöffnung ausmündet, wobei der
Handgriffteil mit dem Saugrohr derart am oder im Motorgehäuseteil lösbar anordenbar
ist, dass er zugleich das Handführungsmittel für den Staubsauger bildet, und wobei
der Handgriffteil mit dem Saugrohr von dem Motorgehäuseteil abnehmbar ist und manuell
geführt zum Saugen direkt über die Saugöffnung des Saugrohrs verwendbar ist.
[0002] Ein derartiger Staubsauger ist beispielsweise bekannt aus
EP 1 265 519 B1 (=
DE 601 12 258 T2). Bei diesem bekannten Staubsauger wurde zwar bereits der Vorschlag unterbreitet,
ein starres Saugrohr zugleich als Handführungsmittel für den Staubsauger zu verwenden;
die Ausbildung und Anordnung eines Handgriffteils mit dem starren Saugrohr und dem
flexiblen Saugschlauch ist jedoch umständlich. Um den Handgriffteil mit dem Saugrohr
als Handführungsmittel des Staubsaugers verwenden zu können, muss das Saugrohr teleskopierend
in den Schlauch eingeschoben und mit diesem am Motorgehäuseteil angeordnet werden.
Dabei erfolgt dann über eine nicht näher beschriebene Einrichtung eine Umschaltung
eines Ventils derart, dass nicht mehr der Saugschlauch, sondern der auf der zu reinigenden
Oberfläche abrollbare Düsengehäuseteil mit Unterdruck beaufschlagt wird. Wenn der
Handgriffteil mit dem Saugrohr vom Motorgehäuseteil gelöst wird, so erfolgt wiederum
eine Umschaltung des Ventils. Die teleskopierbare Anordnung des Saugschlauchs und
des starren Saugrohrs hat den weiteren Nachteil, dass aufwendige Umsteckmaßnahmen
erforderlich sind, wenn der Handgriffteil zwischen Saugschlauch und Saugrohr positioniert
werden soll, was aber regelmäßig erforderlich ist, um vom Benutzer entfernte Bereiche,
beispielsweise an der Raumdecke, erreichen zu können.
[0003] Ein weiterer gattungsgemäßer Staubsauger ist aus
US 6,374,453 B1 bekannt. Auch hier sind umfangreiche Umsteckmaßnahmen erforderlich, um von der einen
in die andere Betriebsart zu wechseln.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Staubsauger der eingangs
beschriebenen Art dahingehend zu verbessern, dass er einfacher handhabbar ist und
konstruktionstechnisch einfacher und damit kostengünstiger herstellbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Staubsauger der genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass der Saugschlauch und der Handgriffteil mit dem Saugrohr beim Betrieb
des Staubsaugers ständig mit Unterdruck beaufschlagt und luftdurchströmt sind, und
dass der mit Unterdruck beaufschlagte und luftdurchströmte Handgriffteil mit dem Saugrohr
- wenn er am oder im Motorgehäuseteil angeordnet ist - mit dem Düsengehäuseteil kommuniziert
und einen Saugluftstrom durch das Düsengehäuseteil erzeugt.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Staubsauger kann auf eine aufwendige und im übrigen störungsanfällige
Umschaltvorrichtung für die Unterdruckbeaufschlagung des Düsengehäuseteils einerseits
und des Saugschlauchs andererseits verzichtet werden. Außerdem sind beim Abnehmen
des Handgriffteils und des Saugrohrs vom Motorgehäuseteil keine weiteren Umbau- oder
Umsteckmaßnahmen erforderlich. Dadurch, dass auf ein teleskopierendes Zusammenwirken
zwischen Saugrohr und Saugschlauch verzichtet werden kann, braucht der Benutzer lediglich
den Handgriffteil mit dem Saugrohr vom Motorgehäuseteil abzunehmen; er hält dann ohne
weitergehende Maßnahmen den Handgriffteil in seinen Händen, der dann zwischen dem
Saugschlauch und dem starren Saugrohr angeordnet ist, so dass der Benutzer mit der
abgewandten Saugöffnung des Saugrohrs auch an entfernte Bereiche gelangen kann.
[0007] Es erweist sich als vorteilhaft, dass beim Wiederanbringen des Handgriffteils und
des Saugrohrs an dem Motorgehäuseteil das Saugrohr mit seiner vom Handgriffteil und
vom Saugschlauch abgewandten Saugöffnung mit dem Düsengehäuseteil kommuniziert. Das
Saugrohr wird also selbst in oder am Motorgehäuseteil befestigt; es wird nicht, wie
beim vorgenannten Stand der Technik, teleskopierend in den Saugschlauch eingeführt,
was umständlich wäre und außerdem keine weitere funktionale Verwendbarkeit des Saugrohrs
gestatten würde.
[0008] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn zwischen der Saugöffnung des Saugrohrs und
dem Düsengehäuseteil eine flexible durchströmbare Kopplungseinrichtung vorgesehen
ist, die dazu eingerichtet ist, auch beim Neigen des Motorgehäuseteils zum Düsengehäuseteil
eine Strömungskommunikation zwischen Düsengehäuseteil und Saugrohr zu gestatten. Die
Kopplungseinrichtung bildet einen Strömungskanal zwischen Saugrohr und Düsengehäuseteil.
Zudem kann die Kopplungseinrichtung derart gestaltet sein, dass sie das Saugrohr,
wenn es am oder im Motorgehäuseteil angeordnet ist, stützt.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung umfasst die Kopplungseinrichtung eine schwenkbare
Gelenkanordnung mit einer Aufnahme, mit der das Saugrohr, insbesondere steckbar verbindbar
ist. Über die schwenkbare Gelenkanordnung ist die Kopplungseinrichtung drehbar im
Düsengehäuseteil gehalten, wobei die Achse, um die die Gelenkanordnung schwenkbar
ist, und die Achse, um die das Motorgehäuseteil schwenkbar ist, parallel zueinander
angeordnet sind. Das Saugrohr kann auf die Aufnahme der Kopplungseinrichtung aufsteckbar
oder in diese einsteckbar ausgebildet sein. Aufnahme und Saugrohr können beispielsweise
durch ein zusätzliches, insbesondere elastomeres Dichtmittel, das in der Aufnahme
angeordnet ist, leckagedicht miteinander verbunden werden.
[0010] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken weist der Motorgehäuseteilan seiner dem Benutzer
zugewandten Seite eine langgestreckte randoffene Aussparung auf, in der das Saugrohr
lösbar anordenbar ist, wobei Mittel zum lösbaren Fixieren des Saugrohrs in der Aussparung
vorgesehen sind. Die Aussparung erstreckt sich dabei bevorzugt im Wesentlichen über
die gesamte dem Nutzer zugewandte Seite des Motorgehäuseteils. Die Mittel zum lösbaren
Fixieren des Saugrohrs in der Aussparung sind grundsätzlich beliebig und umfassen
beispielsweise Mittel, mit denen das Saugrohr an das Motorgehäuseteil eingeclipst,
eingehakt oder verrastet werden kann. Darüber hinaus ist es denkbar, dass die langgestreckte
randoffene Aussparung selbst das Mittel zum lösbaren Fixieren des Saugrohrs bildet,
beispielsweise dadurch, dass die Breite des randoffenen Bereichs der Aussparung geringer
ist als der Durchmesser des Saugrohres, wodurch es gegen Herausfallen quer zur Achse
der Aussparung gehalten ist.
[0011] Grundsätzlich kann die Aussparung, im Querschnitt betrachtet, an sich eine beliebige
Form aufweisen, wobei der Staubsauger besonders kompakt ausgebildet werden kann, wenn
die Aussparung komplementär zur Form des Saugrohrs ausgebildet ist. Dabei erweist
es sich aus herstellungstechnischer Sicht als vorteilhaft, wenn die Aussparung im
Querschnitt betrachtet im Wesentlichen bogenförmig oder kastenartig ist.
[0012] Darüber hinaus ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass am Motorgehäuseteil
eine zusätzliche zweite Rollvorrichtung vorgesehen ist, derart, dass der Motorgehäuseteil,
vorzugsweise zusammen mit dem Düsengehäuseteil, um eine horizontale Kippachse auf
die Oberfläche kippbar ist und mit der zusätzlichen Rollvorrichtung auf dieser Oberfläche
ruht und gegenüber dieser Oberfläche abrollbar und mittels des Saugschlauchs ziehbar
ist. Von besonderem Vorteil dabei ist, dass der Staubsauger sowohl als sogenannter
"Upright"-Sauger, bei dem der Motorgehäuseteil im Wesentlichen gegenüber dem Düsengehäuseteil
nach oben geschwenkt ist, als auch als so genannter "Schlitten"-Sauger, bei dem der
Motorgehäuseteil im Wesentlichen parallel zur zu bearbeitenden Oberfläche angeordnet
ist, verwendet werden kann.
[0013] Es wird ein Ausführungsbeispiel des Motorgehäuseteils bevorzugt, bei dem der Saugschlauch
aus der der zweiten Rollvorrichtung gegenüberliegenden Seite des Motorgehäuseteils
ausmündet. Hierdurch behindert der Saugschlauch den Schlittenbetrieb des Staubsauger
nicht.
[0014] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die erste Rollvorrichtung sowohl zum
Abrollen des Düsengehäuseteils gegenüber der zu reinigenden Oberfläche als auch zum
Abrollen des Staubsaugers im gekippten Zustand dient.
[0015] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken weist das Saugrohr an dem dem Handgriffteil
abgewandten Ende eine abnehmbare Düse auf. Hierdurch kann die Saugwirkung des Staubsaugers
auf der zu reinigenden Oberfläche verbessert werden.
[0016] In Weiterbildung des letztgenannten Erfindungsgedankens erweist es sich als vorteilhaft,
wenn die abnehmbare Düse eine Rollenvorrichtung aufweist, um gegenüber einer zu reinigenden
Oberfläche abrollend bewegt zu werden. Dadurch ist die Benutzerfreundlichkeit des
Staubsaugers weiter verbessert.
[0017] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Handgriffteil eine erste Öffnung
zum Verbinden des Handgriffteils mit dem Saugrohr und eine zweite Öffnung zum Verbinden
des Handgriffteils mit dem Saugschlauch aufweist. Bevorzugt bilden die Öffnungen einen
spitzen Winkel zueinander. Dies erweist sich bei der Handhabung als vorteilhaft und
praktisch.
[0018] Schließlich erweist es sich als vorteilhaft, wenn im Düsengehäuseteil eine elektrisch
angetriebene Bürsteneinrichtung vorgesehen ist. Vorteilhafterweise erfolgt, beim Betrieb
des Staubsaugers ein automatisches Abschalten der Bürsteneinrichtung beim Abnehmen
des Saugrohrs vom Motorgehäuseteil und ein automatisches Anschalten der Bürsteneinrichtung
beim Wiedereinbringen des Saugrohrs am Motorgehäuseteil. Hierdurch wird eine Abnutzung
der zu reinigenden Oberfläche und der Bürste durch unnötiges Rotieren der Bürsteneinrichtung
vermieden.
[0019] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus den beigefügten Patentansprüchen
und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
[0020] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Staubsaugers;
- Figur 2
- eine Rückansicht des erfindungsgemäßen Staubsaugers gemäß Figur 1;
- Figur 3
- die Seitenansicht nach Fig. 1, teilweise im Bereich des Düsengehäuseteils aufgebrochen;
- Figur 4
- eine schematische Ansicht des Staubsaugers gemäß Figur 1 beim Neigen.
[0021] Die Figuren zeigen einen insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichneten Staubsauger
mit einem Düsengehäuseteil 4 und einem Motorgehäuseteil 6 sowie einem Handgriffteil
8, der einerseits mittels eines biegsamen Saugschlauchs 10 mit dem Motorgehäuseteil
6 verbunden ist. Der Handgriffteil 8 ist andererseits mit einem starren Saugrohr 12
verbunden, welches in einer Aussparung 14 im Motorgehäuseteil 6 lösbar angeordnet
ist. Dabei sind der Handgriffteil 8 und das Saugrohr 12 derart am Motorgehäuseteil
6 angeordnet, dass sie als Handführungsmittel 15 zum Bedienen des Staubsaugers 2 geeignet
sind, insbesondere zum Hin- und Herbewegen des Staubsaugers 2 und zum Verschwenken
des Motorgehäuseteils 6 um eine mit Bezugszeichen 16 angedeutete Schwenkachse in Richtung
des Doppelpfeils 18 gegenüber dem Düsengehäuseteil 4. Das Saugrohr 12 ist bei dem
gezeigten Ausführungsbeispiel in einer Aufnahme 20 einer Kopplungseinrichtung 22 leckagefrei
eingesteckt und gegen Verrutschen gehalten. Das Saugrohr 12 kommuniziert dabei mit
dem Düsengehäuseteil 4 über eine Lufteinlassöffnung 24 einer Gelenkanordnung 26 der
Kopplungseinrichtung 22 (in Figur 3 gezeigt). Der Saugschlauch 10, der Handgriffteil
8 und das Saugrohr 12 sind beim Betrieb des Staubsaugers 2 über eine Unterdruck erzeugende
Vorrichtung (nicht gezeigt) ständig mit Unterdruck beaufschlagt und luftdurchströmt.
[0022] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Staubsauger 2 in einer Seitenansicht. Im vorderen
Bereich des Düsengehäuseteils 4, und damit des Staubsaugers 2, ist eine elektrisch
angetriebene Bürstenwalze einer Bürsteneinrichtung 28 abrollbar gegenüber der Oberfläche
30 vorgesehen. Darüber hinaus weist der Düsengehäuseteil 4 eine erste Rollvorrichtung
32 auf, die im beispielhaft dargestellten Fall in einem hinteren Bereich des Düsengehäuseteils
4 vorgesehen ist. Die erste Rollvorrichtung 32 und die Bürsteneinrichtung 28, die
gewissermaßen auch eine Abrollvorrichtung bildet, stellen die Verfahrbarkeit des Düsengehäuseteils
4 und damit des Staubsaugers 2 sicher.
[0023] Der Staubsauger 2 lässt sich ausgehend von der in Figur 1 dargestellten vertikalen
Position ("Upright") in eine horizontale Position für einen so genannten "Schlitten"-Betrieb
des Staubsaugers 2 kippen. Hierbei ist eine Kippachse 34 von der ersten Rollvorrichtung
32 gebildet. Am Motorgehäuseteil 6, und zwar an der dem Benutzer beim "Upright"-Betrieb
zugewandten Seite des Motorgehäuseteils 6, ist eine zusätzliche zweite Rollvorrichtung
36 vorgesehen, mit der der Motorgehäuseteil 6 auf der zu reinigenden Oberfläche 30
abgestützt und abgerollt werden kann.
[0024] Figur 2 zeigt, dass der Saugschlauch 10 auf der dem Benutzer zugewandten Seite des
Motorgehäuseteils 6 mit dem Motorgehäuseteil 6 verbunden ist. Er könnte aber auch
auf der gegenüberliegenden Seite des Motorgehäuseteils 6 ausmünden. Der Saugschlauch
10 ist mit der anderen Seite mittels einer ersten Öffnung 38 im Handgriffteil 8 mit
dem Handgriffteil 8 verbunden. In einem spitzen Winkel zur ersten Öffnung 38 weist
der Handgriffteil eine zweite Öffnung 40 auf, die in das Saugrohr 12 mündet. Das Saugrohr
12 ist in einer Aussparung 14 des Motorgehäuseteils 6, die zum Benutzer hin randoffen
ist, angeordnet, wobei sich die Aussparung 14 fast über die ganze Seite des Motorgehäuseteils
erstreckt. Die Kopplungseinrichtung 22 ist hierbei in dem unteren Bereich der Aussparung
14 so angeordnet, dass das Saugrohr 12 in die Aufnahme 20 der Kopplungseinrichtung
22 einsteckbar ist. Die Kopplungseinrichtung 22 ist als durchströmbare schwenkbare
Gelenkanordnung 26 ausgebildet, die einen ersten Gelenkabschnitt 42 aufweist, der
die Aufnahme 20 bildet, und die einen zweiten Gelenkabschnitt 44 aufweist, in dem
die Lufteinlassöffnung 24 gebildet ist. Die Schwenkachse 16 des Motorgehäuseteils
6 entspricht im beispielhaft dargestellten Fall zugleich einer Schwenkachse der Gelenkanordnung
26.
[0025] Figur 3 zeigt eine teilweise aufgerissene Darstellung des Düsengehäuseteils 4. Beim
Betrieb des Staubsaugers 2 wird über eine Unterdruck erzeugende Vorrichtung (nicht
dargestellt) im Motorgehäuseteil 6 der Saugschlauch 10, der Handgriffteil 8, das Saugrohr
12 und die Kopplungseinrichtung 22 mit Unterdruck beaufschlagt. Über die Kopplungseinrichtung
22 wird auch der Düsengehäuseteil 4 mit Unterdruck beaufschlagt. Hierdurch wird Schmutz,
der durch die Bürsteneinrichtung 28 in Richtung auf die Lufteinlassöffnung 24 der
Kopplungseinrichtung 22 gewirbelt wird, von einem Luftstrom in Richtung auf die Unterdruck
erzeugende Vorrichtung erfasst und in einem Staubsammelbehälter (nicht dargestellt)
im Motorgehäuseteil 6 gesammelt. Die Bürsteneinrichtung 28 ist bei Betrieb des Staubsaugers
20 elektrisch angetrieben. Sobald das Saugrohr 12 aus der Aussparung 14 entnommen
wird, beispielsweise um an der Decke zu saugen, wird der elektrische Antrieb der Bürsteneinrichtung
28 automatisch abgeschaltet. Wird das Saugrohr 12 wieder in der Aufnahme 20 angeordnet,
wird die Bürsteneinrichtung 28 automatisch wieder angeschaltet.
[0026] Figur 4 zeigt den Staubsauger 2 mit bezüglich des Düsengehäuseteils 4 um die Schwenkachse
16 geneigtem Maschinengehäuseteil 6.
1. Staubsauger (2) mit einem Düsengehäuseteil (4), welcher auf der zu reinigenden Oberfläche
(30) mittels einer ersten Rollvorrichtung (32) hin- und herbewegbar ist, und mit einem
gegenüber diesem in einem Winkel zur Vertikalen variabel neigbaren Motorgehäuseteil
(6), in dem oder an dem auch eine Staubsammeleinrichtung untergebracht ist, und mit
einem am Motorgehäuseteil (6) angeordneten Handführungsmittel für den Staubsauger
(2), zum variablen Neigen des Motorgehäuseteils (6) gegenüber dem Düsengehäuseteil
(4) und zum Hin- und Herbewegen des Staubsaugers (2), wobei von dem Motorgehäuseteil
(6) ein biegsamer Saugschlauch (10) wegführt, an dessen anderem Ende ein durchströmbarer
Handgriffteil (8) mit einem starren Saugrohr (12) vorgesehen ist, das in einer Saugöffnung
ausmündet, wobei der Handgriffteil (8) mit dem Saugrohr (12) derart am oder im Motorgehäuseteil
(6) lösbar anordenbar ist, dass er zugleich das Handführungsmittel für den Staubsauger
(2) bildet, und wobei der Handgriffteil (8) mit dem Saugrohr (12) von dem Motorgehäuseteil
(6) abnehmbar ist und manuell geführt zum Saugen direkt über die Saugöffnung des Saugrohrs
(12) verwendbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugschlauch (10) und der Handgriffteil (8) mit dem Saugrohr (12) beim Betrieb
des Staubsaugers (2) ständig mit Unterdruck beaufschlagt und luftdurchströmt sind,
und dass der mit Unterdruck beaufschlagte und luftdurchströmte Handgriffteil (8) mit
dem Saugrohr (12) - wenn er am oder im Motorgehäuseteil (6) angeordnet ist - mit dem
Düsengehäuseteil (4) kommuniziert und einen Saugluftstrom durch das Düsengehäuseteil
(4) erzeugt.
2. Staubsauger (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Saugöffnung des Saugrohrs (12) und dem Düsengehäuseteil (4) eine flexible
durchströmbare Kopplungseinrichtung (22) vorgesehen ist, die dazu eingerichtet ist,
auch beim Neigen des Motorgehäuseteils (6) zum Düsengehäuseteil (4) eine Strömungskommunikation
zwischen Düsengehäuseteil (4) und Saugrohr (12) zu gestatten.
3. Staubsauger (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung (22) eine schwenkbare Gelenkanordnung (26) umfasst mit einer
Aufnahme (20), mit der das Saugrohr (12), insbesondere steckbar, verbindbar ist.
4. Staubsauger (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (20) ein Dichtmittel zum leckagefreien Aufnehmen des Saugrohrs (12)
aufweist.
5. Staubsauger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motorgehäuseteil (6) an seiner dem Benutzer zugewandten Seite eine langgestreckte
randoffene Aussparung (14) aufweist, in der das Saugrohr (12) lösbar anordenbar ist,
wobei Mittel zum lösbaren Fixieren des Saugrohres (12) in der Aussparung (14) vorgesehen
sind.
6. Staubsauger (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (14) im Querschnitt betrachtet im Wesentlichen bogenförmig oder kastenartig
ist.
7. Staubsauger (2) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Motorgehäuseteil (6) eine zusätzliche zweite Rollvorrichtung (36) vorgesehen ist,
derart dass der Motorgehäuseteil (6), vorzugsweise zusammen mit dem Düsengehäuseteil
(4), um eine horizontale Kippachse (34) auf die Oberfläche (30) kippbar ist und mit
der zusätzlichen Rollvorrichtung (36) auf dieser Oberfläche (30) ruht und gegenüber
dieser Oberfläche (30) abrollbar und mittels des Saugschlauchs (10) ziehbar ist.
8. Staubsauger (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugschlauch (10) aus der der zweiten Rollvorrichtung (36) gegenüberliegenden
Seite des Motorgehäuseteils (6) ausmündet.
9. Staubsauger (2) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Rollvorrichtung (32) sowohl zum Abrollen des Düsengehäuseteils (4) gegenüber
der zu reinigenden Oberfläche (30) als auch zum Abrollen des Staubsaugers (2) im gekippten
Zustand dient.
10. Staubsauger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr (12) an dem dem Handgriffteil (8) abgewandten Ende eine abnehmbare Düse
aufweist.
11. Staubsauger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die abnehmbare Düse eine Rollenvorrichtung aufweist, um gegenüber einer zu reinigenden
Oberfläche (30) abrollend bewegt zu werden.
12. Staubsauger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriffteil (8) eine erste Öffnung (38) zum Verbinden des Handgriffteils (8)
mit dem Saugschlauch (10) und eine zweite Öffnung (40) zum Verbinden des Handgriffteils
(8) mit dem Saugrohr (12) aufweist.
13. Staubsauger (2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (38,40) einen spitzen Winkel zueinander bilden.
14. Staubsauger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Düsengehäuseteil (4) eine elektrisch angetriebene Bürsteneinrichtung (28) vorgesehen
ist.
15. Staubsauger (2) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abnehmen des Saugrohrs (12) vom Motorgehäuseteil (6), während des Betriebs des
Staubsaugers (2), automatisch ein Abschalten der Bürsteneinrichtung (28) erfolgt und
beim Wiederanbringen des Saugrohrs (12) am Motorgehäuseteil (6) automatisch ein Anschalten
der Bürsteneinrichtung (28) erfolgt.