[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit nach dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] Solche Verpackungseinheiten kommen insbesondere bei der Kunststoffherstellung zum
Einsatz, können jedoch auch in anderen Anwendungsgebieten eingesetzt werden, wie z.
B. bei Zweikomponentenklebern oder dergleichen.
[0003] "Reaktiv" bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur, dass eine chemische Reaktion
der Stoffe untereinander zu einem neuen Stoff möglich ist, sondern auch, dass physikalische
Reaktionen, so z. B. die Aufnahme eines Granulats in einem Klebstoff, wobei das Granulat
in dem Klebstoff nicht gelöst, sondern nur gebunden wird, möglich sind.
[0004] In Bereich der Kunststoffherstellung ist es bisher bekannt, zwei oder drei reaktive
Chemikalien in zwei verschiedenen Behältern, bevorzugt Kunststoff- oder Metallbehälter
zu verpacken und zu einer Verpackungseinheit zusammenzufügen, wobei aus den reaktiven
Chemikalien dann das Endprodukt in Form eines bestimmten Kunststoffs herstellbar ist.
[0005] Da die verschiedenen Chemikalien zur Herstellung des Endprodukts durch den Nutzer
zusammengemixt werden müssen, wird der Behälter einer Komponente üblicherweise nur
partiell, d. h. mit 40 bis 60 % seines nominalen Behältervolumens gefüllt. Bei der
Herstellung des Endprodukts werden dann die anderen Komponenten dieser Komponente
in diesem Behälter zugemischt, wodurch eine chemische Reaktion initialisiert wird
und gegebenenfalls nach Umrühren das Endprodukt anwendungsfertig ist.
[0006] Nachteilig an dieser bekannten Lösung ist, dass durch den nur teilweise gefüllten
Behälter ein großer Volumenbereich der Verpackungseinheit während Lagerung, Transport
und Handhabung unbenutzt bleibt, wodurch zum einen unnötig Material verschwendet wird
und zum anderen erhöhte Kosten dadurch entstehen, dass das Transportvolumen vergrößert
ist, höhere Wiederaufbereitungskosten für das Behältermaterial entstehen und möglicherweise
auch eine erhöhte Umweltsteuerlast angesetzt wird.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Verpackungseinheit bereitzustellen,
die diese Nachteile überwindet, d. h. insbesondere kostengünstig in seiner Herstellung
sowie bei Lagerung, Transport und Handhabung ist und außerdem keine hohen Folgekosten
verursacht, wobei insbesondere dennoch eine einfache Herstellbarkeit eines Endprodukts
durch den Verwender gegeben sein soll.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Verpackungseinheit gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen dieses Gegenstands sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.
[0009] Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit für eine Anzahl von n ≥ 2 Stoffen, wobei
zumindest zwei Stoffe untereinander reaktive Stoffe sind und ein reaktiver Stoff in
einem Behälter aufgenommen ist, zeichnet sich dadurch aus, dass alle n Stoffe (in
der Regel eine A-Komponente und eine B-Komponente, die die Reaktion mit der A-Komponente
bewirkt, und Füllstoffe oder Effektstoffe) in dem Behälter angeordnet sind, wobei
zusätzlich in dem Behälter zumindest n-1 Umhüllungen vorgesehen sind und in jeder
dieser Umhüllungen einer von n-1 Stoffen angeordnet ist, so dass eine Reaktion der
reaktiven Stoffe untereinander und eine Vermengung der Stoffe verhindert ist. Dadurch
wird erreicht, dass alle Stoffe zusammen in einem einzigen Behälter untergebracht
werden können, ohne dass eine Durchmischung oder Reaktion der einzelnen Stoffe erfolgen
kann. Der Platzbedarf und Verpackungsaufwand wird dadurch erheblich gesenkt. Außerdem
reicht die Vorsehung eines einzigen beispielsweise stabilen Behälters zur Herstellung
der Verpackungseinheit, während vormals solche Verpackungseinheiten aus mehreren stabilen
Behältern bestanden haben.
[0010] Vorteilhaft ist dabei jeder Stoff in einer separaten Umhüllung angeordnet, so dass
jeder Stoff leicht der Verpackungseinheit entnommen werden kann. Es kann allerdings
zur weiteren Einsparung von Verpackungsmaterial auch vorgesehen sein, dass ein Stoff
nicht in einer eigenen Umhüllung platziert, sondern z.B. ohne eigene Umhüllung in
dem Behälter selbst angeordnet wird. Dies kann z.B. dann erfolgen, wenn es sich bei
diesem Stoff um einen Grundstoff handelt, der mengenmäßig den Hauptanteil ein einem
zu fertigenden Endprodukt bildet und das Endprodukt direkt in dem Behälter zusammengemixt
werden soll.
[0011] Zweckmäßig kann die Umhüllung ein geschlossener Behälterabschnitt des Behälters sein.
Dies wird z.B. dadurch erreicht, dass einzelne Behälterabschnitte durch eingeklebte
Böden voneinander separiert werden und die Stoffe in die entstandenen Zwischenräume
platziert werden. Zur Herstellung einer Mischung der Ausgangsstoffe werden dann einfach
diese Zwischenböden herausgetrennt. Für Stoffe, die erst nachträglich einer solchen
Mixtur zugegeben werden sollen, kann natürlich weiterhin eine separate Umhüllung in
Form beispielsweise eines Beutels, eines Sackes oder einer Tasche vorgesehen sein,
die insbesondere aus einem gegenüber dem darin aufgenommenen Stoff inertem Kunststoff
gebildet ist. Andererseits kann auch einer der Stoffe lose in den verschließbaren
Behälter gegeben werden und die anderen Stoffe werden in separaten Umhüllungen in
dem Behälter angeordnet. Der geschlossene Behälter bildet dann die Umhüllung des losen
Stoffes.
[0012] Wenn dagegen kein Deckel für den Behälter vorgesehen ist, handelt es sich um die
Grundform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit, bei der eine Umhüllung weniger
als Stoffe vorzusehen ist. Statt eines separaten Umhüllungsmaterials, kann die Umhüllung
der anderen Stoffe natürlich auch wieder durch Zwischenböden im Zusammenspiel mit
dem Behälter selbst erfolgen. Bevorzugt wird jedoch die Ausgestaltung mit einem Deckel,
da dann dem Behälter kein Stoff ohne Weiteres entnommen oder z.B. verschüttet werden
kann.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Behälter ein Eimer, eine Dose oder ein
Fass und besteht insbesondere aus Kunststoff, Metall, Hartpappe oder Karton, wobei
der Behälter bevorzugt einen Sicherheitsdeckel aufweist, der nicht ohne sichtbare
Zerstörung einer Sicherung öffenbar ist. Auf diese Weise kann die Mischung direkt
in dem Behälter erfolgen und der Verbraucher wird vor schon geöffneten Verpackungseinheiten
gewarnt.
[0014] Vorteilhaft sind die Stoffe Materialien aus der Gruppe Harz, Härtungsmittel, Klebstoff,
Farbstoff und Quarz. Daraus lassen sich Kunststoffe herstellen und zwar insbesondere
direkt in dem Behälter. Hierzu bzw. auch für andere Endprodukte ist es bevorzugt,
dass die Stoffe Ausgangsstoffe eines Endprodukts sind. Zweckmäßig sind dabei die Dimensionierungen
der Umhüllungen und damit die Stoffmengen so eingestellt, dass der Behälter die Ausgangsstoffe
in dem für das Endprodukt notwendigen Mischungsverhältnis enthält. Um die Mischung
direkt in dem Behälter ausführen zu können, ohne Gefahr von Verunreinigungen oder
einer Beschädigung des Behälters, ist es besonders bevorzugt, wenn das Behältermaterial
gegenüber den Ausgangsstoffen, dem Endprodukt und ggf. dem oder den Zwischenprodukten
chemisch inert ist. Schließlich soll der Behälter insbesondere eine ausreichende Stabilität
besitzen, um während der Erstellung des Endprodukts als Mischgefäß zu dienen.
[0015] Die Kennzeichen und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nun im Rahmen der
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen im Zusammenhang mit der Zeichnung deutlich
werden. Dabei zeigen:
- Fig.1
- eine Verpackungseinheit gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Verpackungseinheit gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 3
- eine Verpackungseinheit gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
[0016] In den Fig. 1 bis Fig. 3 sind drei verschiedene bevorzugte Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung rein schematisch dargestellt, wobei jeweils auf der linken
Seite eine Schnittdarstellung und auf der rechten Seite eine Ansicht wiedergegeben
ist. Dabei werden für gleiche oder dieselben Elemente gleiche bzw. dieselben Bezugszeichen
verwendet.
[0017] In Fig. 1 ist eine erste Verpackungseinheit 1 gezeigt, die aus einem metallenem Eimer
2 mit einem Deckel 2a gebildet wird und darin angeordnete Beutel 3, 4 aufweist, in
denen jeweils eine Chemikalie 5, 6 aufgenommen ist. Bei den beiden Chemikalien 5,
6 handelt es sich beispielsweise um ein Härtungsmittel 5 und ein Harz 6, die dahingehend
miteinander reaktive Chemikalien sind, dass nach Herstellung einer Mischung das Harz
aushärtet und daraus ein Kunststoff herstellbar ist. Zur Erleichterung des Transports
ist der Eimer 2 mit einem Henkel 7 versehen. Beim Deckel 2a handelt es sich um einen
solchen, der mittels eines umgreifenden Randes 8 an der Wand 9 des Eimers 2 klemmend
befestigt wird.
[0018] Die Beutel 3, 4 der Verpackungseinheit 1 bestehen aus einem Vakuum geblasenen oder
laminierten Kunststoff, der gegenüber den Chemikalien 5, 6 chemisch inert, d. h. nicht
reaktiv ist. Die Beutel 3, 4 sind nach ihrer Befüllung mit den jeweiligen Chemikalien
5, 6 durch Erhitzen oder Ultraschallschweißen verschlossen worden, wodurch die beiden
Chemikalien 5, 6 nicht nur gegeneinander, sondern auch gegenüber dem Behälter 2, 2a
isoliert sind, so dass weder eine Durchmischung noch Reaktion der Chemikalien 5, 6
untereinander erfolgen kann.
[0019] Die Verpackungseinheit 1' gemäß Fig. 2 wird aus einem luftgeblasenem Kunststoff-fass
10 mit einem Deckel 10a gebildet, in dessen Inneren wiederum Beutel 3, 4 mit Chemikalien
5, 6 aufgenommen sind. Der Deckel 10a kann entweder ein Klemmdeckel sein, wobei jedoch
bevorzugt ist, dass dieser über ein gegenläufiges Schraubgewinde mit der auskragenden
Öffnung 11 des Fasses 10 insbesondere abdichtend verschraubbar ist. Zur leichteren
Handhabung einer solcher Verpackungseinheit 1', die große Mengen an Chemikalien 5,
6 beinhalten kann, sind ringförmige Auswölbungen 12 vorgesehen, die nicht nur der
Versteifung des Fasses 10 dienen, sondern auch dessen Rollbarkeit auf der Seitenfläche
erleichtern.
[0020] Die Verpackungseinheit 1" gemäß Fig. 3 wird wie diejenige gemäß Fig. 1 aus einem
Eimer 2', allerdings aus Kunststoff, und einem Deckel 2a' gebildet, worin wiederum
Beutel 3, 4 mit Chemikalien 5, 6 aufgenommen sind. Auch hier ist wieder ein Tragbügel
7 zur erleichterten Handhabung vorgesehen. Der Eimer 2' weist hierbei einen Standfuß
20 auf und der Deckel 2a' ist mit Versteifungsrippen 21 versehen. Außerdem kann auf
dem überkragenden Vorsprung 22 des Deckels 2a' und der vorstehenden Fläche 23 des
Eimers 2' eine Versiegelung, beispielsweise in Form eines Klebebandes angebracht werden.
[0021] Alternativ zu den in Fig. 1 bzw. Fig. 3 gezeigten Eimern 2, 2' kann auch ein Eimer
mit Sicherheitsverschluss gemäß
DE 102 60 225 A1 verwendet werden.
[0022] Während die Behälter 2, 10, 2' der Fig. 1 bis 3 aus einem gegenüber den Chemikalien
5, 6 inertem Kunststoff bestehen, kann auch ein Metall, Hartpappe oder Karton verwendet
werden, da die Chemikalien 5, 6 durch die Beutel 3, 4 umhüllt sind.
[0023] Die in den Verpackungseinheiten 1, 1', 1" verpackten Chemikalienmengen sind so aufeinander
abgestimmt, dass ihre Durchmischung zu dem gewünschten Endprodukt in der richtigen
Zusammensetzung führt. Dabei kann, wenn der Behälter 2, 10, 2' aus einem inerten Material
besteht, die Herstellung des Endprodukts auf einfache Weise dadurch erfolgen, dass
die Beutel 3, 4 entnommen werden und die Mischung direkt in dem Behälter 2, 10, 2'
erfolgt.
[0024] Auch wenn in den gezeigten Ausführungsformen nur zwei Stoffe, nämlich 2 Chemikalien
5, 6 verpackt sind, können selbstverständlich auch weitere Stoffe in den Verpackungseinheiten
mit verpackt sein. Diese Stoffe müssen dabei selbst nicht unbedingt reaktiv mit anderen
Stoffen der Verpackungseinheit reagieren. Für die Kunststoffherstellung können dies
neben Harz 5 und dem Härtungsmittel 6 z.B. auch Klebstoffe, Farbstoffe, Quarzpartikel
und dergleichen sein. Auch ihre Menge kann durch geeignete Dimensionierung der Beutel
3, 4 so abgestimmt werden, dass die in der Verpackungseinheit enthaltenen Mengen der
Ausgangsstoffe automatisch die gewünschte Zusammensetzung des Endprodukts ergeben.
[0025] Aus den vorstehenden Ausführungen ist deutlich geworden, dass mit der vorliegenden
Erfindung zwei oder mehr Stoffe, von denen zwei untereinander reaktive Stoffe sind,
in einem gemeinsamen Behälter zur Bildung einer Verpackungseinheit vereinigt werden
können, wodurch der Verpackungsraum optimal genutzt wird. Auch wenn der Behälter 2,
10, 2' selbst als Mischgefäß für die verpackten Stoffe 5, 6 genutzt werden soll, ist
kein überzähliger Verpackungsraum wie bei bisher bekannten Lösungen mehr notwendig.
Dadurch ist die erfindungsgemäße Verpackungseinheit nicht nur ökonomischer, sondern
auch ergonomischer nutzbar, wobei insbesondere auch eine höhere Stapelstabilität bei
Lagerung und Transport für diese Verpackungseinheit gegeben ist.
[0026] Für den Fall, dass der Behälter 2, 10, 2' nicht als Mischgefäß Verwendung finden
soll, besteht insbesondere bei der Umhüllung eines jeden darin verpackten Stoffes
5, 6 mit einem gesonderten Beutel 3, 4 der Vorteil, dass der Behälter 2, 10, 2' nicht
verschmutzt und ohne eine aufwändige Reinigung weiterverwendet werden kann. Für die
Verpackungseinheiten 1, 1', 1" sind dann als Verbrauchsmaterial jeweils nur die einzelnen
Beutel 3, 4 und die verpackten Stoffe 5, 6 vorzusehen.
[0027] Somit ist festzuhalten, dass durch die erfindungsgemäße Verpackungseinheit 1, 1',
1" weniger Verpackungsmaterial 3, 4, 5, 6 benötigt, Lager- und Transportkapazitäten
erhöht, Wiederverwertungskosten und Umweltverschmutzungsgebühren reduziert werden
und diese auch umweltfreundlicher ist gegenüber bisher bekannten Lösungen.
1. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") einer Anzahl von n ≥ 2 Stoffen (5, 6), wobei zumindest
zwei Stoffe untereinander reaktive Stoffe (5, 6) sind und ein reaktiver Stoff (5,
6) in einem Behälter (2; 10; 2') aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle n Stoffe (5, 6) in dem Behälter (2; 10; 2') angeordnet sind, wobei zusätzlich
in dem Behälter (2; 10; 2') zumindest n-1 Umhüllungen (3, 4) vorgesehen sind und in
jeder dieser Umhüllungen (3, 4) einer von n-1 Stoffen (5, 6) angeordnet ist, so dass
eine Reaktion der reaktiven Stoffe (5, 6) untereinander und eine Vermengung der Stoffe
(5, 6) verhindert ist.
2. Verpackungseinheit (1; 1'; 1 ") nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stoff (5, 6) in einer separaten Umhüllung (3, 4) angeordnet ist.
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung ein geschlossener Behälterabschnitt des Behälters ist.
4. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung ein Beutel (3, 4), ein Sack oder eine Tasche ist, insbesondere gebildet
aus einem gegenüber dem darin aufgenommenen Stoff (5, 6) inertem Kunststoff.
5. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (2; 10; 2') ein Eimer (2; 2'), eine Dose oder ein Fass (10) ist und
insbesondere aus Kunststoff, Metall, Hartpappe oder Karton bestehen, wobei der Behälter
bevorzugt einen Sicherheitsdeckel aufweist, der nicht ohne sichtbare Zerstörung einer
Sicherung öffenbar ist.
6. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffe (5, 6) Materialien aus der Gruppe Harz, Härtungsmittel, Klebstoff, Farbstoff
und Quarz sind.
7. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffe (5, 6) Ausgangsstoffe eines Endprodukts sind.
8. Verpackungseinheit (1; 1'; 1 ") nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dimensionierungen der Umhüllungen (3, 4) und damit die Stoffmengen so eingestellt
sind, dass der Behälter (2; 10; 2') die Ausgangsstoffe in dem für das Endprodukt notwendigen
Mischungsverhältnis enthält.
9. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältermaterial gegenüber den Ausgangsstoffen (5, 6), dem Endprodukt und ggf.
dem oder den Zwischenprodukten chemisch inert ist.
10. Verpackungseinheit (1; 1'; 1 ") nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (2; 10; 2') eine ausreichende Stabilität besitzt, um während der Erstellung
des Endprodukts als Mischgefäß zu dienen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") einer Anzahl von n ≥ 2 Stoffen (5, 6), wobei zumindest
zwei Stoffe untereinander reaktive Stoffe (5, 6) sind und ein reaktiver Stoff (5,
6) in einem Behälter (2; 10; 2') aufgenommen ist, die Stoffe (5, 6) Materialien aus
der Gruppe Harz, Härtungsmittel, Klebstoff, Farbstoff und Quarz sind, und dass alle
n Stoffe (5, 6) in dem Behälter (2; 10; 2') angeordnet sind, wobei zusätzlich in dem
Behälter (2; 10; 2') zumindest n-1 Umhüllungen (3, 4) vorgesehen sind und in jeder
dieser Umhüllungen (3, 4) einer von n-1 Stoffen (5, 6) angeordnet ist, so dass eine
Reaktion der reaktiven Stoffe (5, 6) untereinander und eine Vermengung der Stoffe
(5, 6) verhindert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Behälter derart stabil ausgebildet ist und das Behältermaterial gegenüber den
Ausgangsstoffen (5, 6), dem Endprodukt und ggf. dem oder den Zwischenprodukten chemisch
inert ist, dass der Behälter das Mischgefäß für die Erstellung des Endproduktes bildet.
2. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Stoff (5, 6) in einer separaten Umhüllung (3, 4) angeordnet ist.
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung ein geschlossener Behälterabschnitt des Behälters ist.
4. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung ein Beutel (3, 4), ein Sack oder eine Tasche ist, insbesondere gebildet
aus einem gegenüber dem darin aufgenommenen Stoff (5, 6) inertem Kunststoff.
5. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (2; 10; 2') ein Eimer (2; 2'), eine Dose oder ein Fass (10) ist und
insbesondere aus Kunststoff, Metall, Hartpappe oder Karton bestehen, wobei der Behälter
bevorzugt einen Sicherheitsdeckel aufweist, der nicht ohne sichtbare Zerstörung einer
Sicherung öffenbar ist.
6. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffe (5, 6) Ausgangsstoffe eines Endprodukts sind.
7. Verpackungseinheit (1; 1'; 1") nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dimensionierungen der Umhüllungen (3, 4) und damit die Stoffmengen so eingestellt
sind, dass der Behälter (2; 10; 2') die Ausgangsstoffe in dem für das Endprodukt notwendigen
Mischungsverhältnis enthält.