[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung für einen Verbrennungsmotor.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Kraftfahrzeug mit einem, eine derartige Filtereinrichtung
aufweisenden Verbrennungsmotor. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verschlusselement
zum zeitweiligen dichten Verschließen einer Öffnung eines drucklos mit einer Flüssigkeit
gefüllten Körpers/Volumens, vorzugsweise einer Filtereinrichtung.
[0002] Bei modernen Verbrennungsmotoren ist es üblich, einen Ölfilter an einen Kühler anzuschließen,
um dadurch das Motoröl neben einem Filtrationsprozess gleichzeitig einer Kühlung unterziehen
zu können. Solche Kühler können zum einen mittels einer Flüssigkeit gekühlt werden,
dann sind sie als Kombinationsmodul mit dem Filter auch in der Testphase von Verbrennungsmotoren
am Verbrennungsmotor befestigt, zum anderen können sie luftgekühlt sein, dann sind
sie üblicherweise nicht am Verbrennungsmotor, sondern an der Karosserie des Fahrzeugs
befestigt und werden erst nach der Testphase mit der Filtereinrichtung beim Einbau
des Verbrennungsmotors mit dieser verbunden. Bei einem Kalttest ist eine Kühlung des
Verbrennungsmotors nicht erforderlich. Die Filtereinrichtung hingegen ist auch für
einen kurzfristigen Betrieb unbedingt erforderlich, da bei der Herstellung anfallende
Metallspäne von Anfang an aus dem Motorenöl herausgefiltert werden müssen. Hierdurch
entsteht das Problem, dass sowohl der Verbrennungsmotor als auch die Filtereinrichtung
nach dem Kalttest mit Motorenöl befüllt sind und diese Einheit aus Verbrennungsmotor
und Filtereinrichtung bei der Lagerung und dem Transport bis zum Einbau in ein Kraftfahrzeug
dicht bleiben soll bis sie an die Kühlereinrichtung angeschlossen werden kann. Dies
soll unerwünschte Verschmutzungen sowohl der Umwelt als auch des Fahrzeuges vermeiden.
[0003] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, eine Filtereinrichtung
anzugeben, bei welcher beim Lagern und Transportieren kein Motorenöl austritt.
[0004] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, in einem in Richtung einer Kühlereinrichtung
orientierten Zu-/Ablauf einer Filtereinrichtung für einen Verbrennungsmotor jeweils
eine Verschlusseinrichtung vorzusehen, die die zugehörigen in Richtung der Kühlereinrichtung
orientierten Zu-/Ablauföffnungen oder Kanäle der Filtereinrichtung öffnet, sofern
die Filtereinrichtung an die Kühlereinrichtung angeschlossen ist und schließt, sofern
ein derartiger Anschluss der Filtereinrichtung an die Kühlereinrichtung noch nicht
erfolgt ist. Im letzten Fall, dass heißt bei verschlossenem in Richtung der Kühlereinrichtung
orientierten Zu-/Ablauf ist dabei ein, die Filtereinrichtung durchströmender Bypass
gegeben. Für den Kalttest des Verbrennungsmotors ist u.U. ein Druckausgleichsmittel
in Form einer angepressten Platte nötig, da die Verschlusseinrichtungen zwar durch
den O-Ring selbstdichtend sind und bei drucklosem Motorenöl an ihrer Position verbleiben,
jedoch im Kalttest von unter Druck befindlichem Motorenöl herausgedrückt werden. Generell
weist die Filtereinrichtung einen in Richtung des Verbrennungsmotors orientierten
Zu-/Ablauf und oben erwähnten in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf
auf, wobei die erfindungsgemäße Verschlusseinrichtung lediglich in letzterem Zu-/Ablauf
vorgesehen ist. Mit der erfindungsgemäßen Verschlusseinrichtung ist es möglich, den
Verbrennungsmotor während einer Testphase, bspw. auf einem Motorenprüfstand, ohne
Anschluss an die Kühlereinrichtung zu betreiben, wobei zum Betrieb des Verbrennungsmotors
in der Testphase die am Verbrennungsmotor angeordnete Filtereinrichtung vorgesehen
ist.
Da die Verschlusseinrichtung dabei derart ausgebildet ist, dass bei verschlossenem
in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf (Zu-/Ablauf-Kanäle, bzw.
-öffnungen) ein die Filtereinrichtung durchströmender Bypass gegeben ist, kann eine
auch für den Testlauf des Verbrennungsmotors erforderliche Ölfiltration problemlos
erfolgen. Ist der Testlauf erfolgreich abgeschlossen, kann der Verbrennungsmotor samt
der Filtereinrichtung über deren in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf
mit der Kühlereinrichtung verbunden werden, wobei während des Verbindens mit der Kühlereinrichtung,
nämlich durch ein Einstecken von kühlerseitigen Anschlussstutzen in die Zu-/Ablauf-Kanäle
der Filtereinrichtung die Verschlusseinrichtungen verschoben werden und die Zu-/Ablauföffnungen
geöffnet werden. Dabei erfolgt die Öffnung des in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten
Zu-/Ablaufs der Filtereinrichtung erst zu einem Zeitpunkt, an welchem die Filtereinrichtung
bereits dicht mit den Anschlussstutzen der Kühlereinrichtung verbunden ist.
[0006] Bei einer vorteilhaften Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Lösung, ist die Verschlusseinrichtung
als Verschlusselement ausgebildet, das kolbenartig in dem einen Zylinder bildenden
in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf der Filtereinrichtung verschiebbar
gelagert ist. Ein derartig ausgebildetes Verschlusselement lässt sich einfach, bspw.
per Hand, bündig in den Zu-/Ablauf der Filtereinrichtung einstecken, woraufhin diese
mit dem Verbrennungsmotor verbunden werden kann. Die als Verschlusselement ausgebildete
Verschlusseinrichtung dichtet dabei den in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten
Zu-/Ablauf der Filtereinrichtung ab und bildet gleichzeitig einen die Filtereinrichtung
durchströmenden Bypass, so dass beispielsweise ein Ölkreislauf durch die Filtereinrichtung
während der relativ kurzen Testphase des Verbrennungsmotors gegeben ist. Beim späteren
Anschluss der Filtereinrichtung an die kühlereinrichtungsseitigen Anschlussstutzen,
werden diese in den in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf der
Filtereinrichtung eingeschoben und bewirken dadurch das kolbenartige Verschieben des
Verschlusselements. Durch die Verschiebung des derart ausgebildeten Verschlusselements,
wird der in Richtung der Kühlereinrichtung orientierte Zu-/Ablauf der Filtereinrichtung
geöffnet, so dass bei vollständig am Kühler montierter Filtereinrichtung ein Ölkreislauf
vom Verbrennungsmotor durch den Filter und die Kühlereinrichtung und wieder zurück
durch die Filtereinrichtung zum Verbrennungsmotor gegeben ist. Dabei erfolgt ein Öffnen
des in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablaufs der Filtereinrichtung
erst zu einem Zeitpunkt, zu dem die Anschlussstutzen der Kühlereinrichtung bereits
dicht in den in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf der Filtereinrichtung
eingeführt sind, so dass ein unerwünschter Austritt von Motorenöl zuverlässig vermieden
werden kann.
[0007] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0008] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0009] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0010] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine stark schematisierte Ansicht einer erfindungsgemäßen Filtereinrichtung in einem
nicht an eine Kühlereinrichtung angeschlossenen Zustand,
- Fig. 2
- eine Darstellung wie in Fig. 1, jedoch im an die Kühlereinrichtung angeschlossen Zustand,
- Fig. 3
- die Filtereinrichtung vor dem Einsetzen der Verschlusseinrichtung,
- Fig. 4
- eine Darstellung wie in Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Darstellung wie in Fig. 2.
[0011] Entsprechend der Fig. 1, ist eine Filtereinrichtung 1 an einen Verbrennungsmotor
2 angebaut und kommunizierend mit diesem verbunden, so dass durch die Filtereinrichtung
1 bspw. eine Kühlung von Motoröl erfolgen kann. Nicht angeschlossen ist gemäß der
Fig. 1 die Filtereinrichtung 1 an eine Kühlereinrichtung 3. Der gemäß der Fig. 1 dargestellte
Zustand entspricht dabei bspw. dem einer Testphase des Verbrennungsmotors 2 auf einem
Prüfstand, bei welcher eine Filtration des Motorenöls erforderlich ist. Verbunden
werden kann die Filtereinrichtung 1 mit der Kühlereinrichtung 3 über einen in Richtung
der Kühlereinrichtung orientierten Zulauf 4 sowie einen ebenfalls in Richtung der
Kühlereinrichtung orientierten Ablauf 5 an der Filtereinrichtung 1. Zum Verbinden
mit dem Zu-/Ablauf 4, 5, sind an der Kühlereinrichtung 3 entsprechende Anschlussstutzen
6 und 7 vorgesehen, wobei bei mit der Kühlereinrichtung 3 verbundener Filtereinrichtung
1 der Anschlussstutzen 6 in den Ablauf 5 eingreift, während der Anschlussstutzen 7
in den Zulauf 4 der Filtereinrichtung 1 eingreift, oder umgekehrt, je nach Aufbau
der Kühleinrichtung 3 bzw. der Filtereinrichtung 1.
[0012] Um bei einem Anbau der Filtereinrichtung 1 zusammen mit dem Verbrennungsmotor 2 an
die Kühlereinrichtung 3 ein ungewolltes Austreten von Motorenöl wirkungsvoll verhindert
zu können, ist in dem in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zulauf 4 und
dem in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Ablauf 5 jeweils eine Verschlusseinrichtung
8 bzw. 10, bspw. in der Form eines Verschlusselements 11 bzw. 12 vorgesehen (vgl.
Fig. 3 - 5). Die Verschlusseinrichtung 8 bzw. 10 sowie die zugehörigen Verschlusselemente
11, 12, verschließen dabei den Zulauf 4 sowie den Ablauf 5, sofern die Filtereinrichtung
1 nicht an die Kühlereinrichtung 3 angeschlossen ist und öffnet den Zu-/Ablauf 4,
5, sofern die Filtereinrichtung 1 an die Kühlereinrichtung 3 angeschlossen ist. In
nicht an die Kühlereinrichtung 3 angeschlossenem Zustand, dass heißt bei verschlossenem
Zu-/Ablauf 4, 5, ist innerhalb der Filtereinrichtung 1 ein diese durchströmender Bypass
9 möglich. Wobei die Nutzung dieses Bypass 9 bei an die Kühlereinrichtung 3 montierter
Filtereinrichtung 1 gezielt bei Bedarf gesteuert werden kann.
[0013] Betrachtet man die Fig. 3 bis 5, so kann man erkennen, dass die Verschlusseinrichtung
8, 10, jeweils ein Verschlusselement 11, 12 aufweist, welches kolbenartig in dem einen
Zylinder bildenden Zulauf 4 bzw. Ablauf 5 verschiebbar gelagert ist. Stirnseitig des
jeweiligen Verschlusselements 11, 12 ist dabei eine Scheibe 13 mit einer zugehörigen
O-Ringdichtung 14 angeordnet. Auf seinem, der Scheibe 13 abgewandten Ende, weist das
jeweilige Verschlusselement 11, 12 eine Führungs-/Abstützeinrichtung 15 auf, über
welche das Verschlusselement 11, 12 im Zu-/Ablauf 4, 5 geführt ist. Eine axiale Längserstreckung
des jeweiligen Verschlusselements 11, 12 ist dabei so gewählt, dass es bei einer Montage
auf den zugehörigen kühlerseitigen Anschlussstutzen 6, 7 mit diesem in Kontakt tritt
und von diesem über die Führungs-/Abstützeinrichtung 15 in ein dem zugehörigen Zu-/Ablauf
4, 5 der Filtereinrichtung 1 öffnende Position verstellbar ist. In Fig. 3 ist dargestellt,
wie die Verschlusselemente 11, 12 vor dem Anbau der Filtereinrichtung 1 an den Verbrennungsmotor
2 in den Zu-/Ablauf 4, 5 eingeführt werden können.
[0014] Gemäß der Fig. 4 ist dabei gezeigt, dass die kühlerseitigen Anschlussstutzen 6 und
7 zwar an der Führungs-/Abstützeinrichtung 15 der zugehörigen Verschlusselemente 11,
12 anliegen, jedoch noch nicht dicht in den jeweils zugehörigen Zu-/Ablauf 4, 5 eingreifen.
Aus diesem Grund befinden sich die beiden Verschlusselemente 11, 12 noch in einem
den in Richtung der Kühlereinrichtung orientierten Zu-/Ablauf 4, 5 verschließenden
Zustand.
[0015] Werden nun die kühlereinrichtungsseitigen Anschlussstutzen 6, 7 in den jeweils zugehörigen
Zu-/Ablauf 4, 5 eingesteckt, wie dies bspw. gemäß der Fig. 5 gezeigt ist, so drücken
diese das jeweils im Zu-/Ablauf 4, 5 steckende Verschlusselement 11, 12 tiefer in
den jeweiligen Zu-/Ablauf 4, 5 hinein und dadurch in einen den jeweiligen Zu-/Ablauf
4, 5 öffnenden Zustand. Eine Öffnung des Zu-/Ablaufs 4, 5 erfolgt dabei jedoch erst
zu einem Zeitpunkt, an dem die kühlerseitigen Anschlussstutzen 6, 7 soweit in den
Zu-/Ablauf 4, 5 der Filtereinrichtung 1 eingreifen, dass ein Motorenölaustritt an
dieser Stelle zuverlässig unterbunden werden kann. Die Verschlusselemente 11, 12 sind
dabei so ausgebildet, dass sie während des gesamten Betriebs der Filtereinrichtung
1 im zugehörigen Zu-/Ablauf 4, 5 verbleiben. Vorzugsweise sind dabei die Verschlusseinrichtung
8, 10 und insbesondere deren Verschlusselemente 11, 12 aus Kunststoff ausgebildet
und dadurch kostengünstig herstellbar.
[0016] Mit der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 1 ist es somit möglich, einen Testlauf
des Verbrennungsmotors 2 bei gleichzeitiger Filtration des Motorenöls durch die Filtereinrichtung
1 zu ermöglichen, während in diesem Zustand die Kühlereinrichtung 3 noch nicht mit
der Filtereinrichtung 1 verbunden ist. Wird der Verbrennungsmotor 2 zusammen mit der
Filtereinrichtung 1 in einem späteren Produktionsschritt in ein Kraftfahrzeug eingebaut,
so wird die Filtereinrichtung 1 an die zugehörige Kühlereinrichtung 3 angeschlossen,
so dass im weiteren Betrieb des Verbrennungsmotors 2, insbesondere bei einem länger
andauernden Betrieb, dessen Motoröl von der Kühlleinrichtung 3 gekühlt werden kann.
Der Anschluss erfolgt dabei durch ein Einstecken der Anschlussstutzen 6, 7 in den
Zu-/Ablauf 4, 5 der Filtereinrichtung 1. Bei diesem Einstecken werden die kolbenartig
im Zu-/Ablauf 4, 5 beweglichen Verschlusselemente 11, 12 derart verstellt, dass sie
den jeweiligen Zu-/Ablauf 4, 5 der Filtereinrichtung 1 öffnen, so dass eine kommunizierende
Verbindung zwischen Verbrennungsmotor 2, Filtereinrichtung 1 und Kühlereinrichtung
3 gegeben ist. Das Öffnen des Zu-/Ablaufs 4, 5 erfolgt dabei jedoch erst zu einem
Zeitpunkt, an dem die Anschlussstutzen 6, 7 soweit in den zugehörigen Zu-/Ablauf 4,
5 eingeschoben sind, dass ein Austritt von Motorenöl in die Umgebung an dieser Stelle
nicht mehr möglich ist. Generell ist die erfindungsgemäße Verschlusseinrichtung 8,
10 äußerst kostengünstig herstellbar und auch bei bereits vorhandenen Filtereinrichtungen
1 einsetzbar.
[0017] Bei Bedarf kann auch das zweite Ende des Verschlusselementes 11,12 tellerförmig ausgebildet
sein und beispielsweise eine O-Ringdichtung 14 tragen, um den Eintrag von Schmutz
in den zu-/Ablauf 4,5 zu vermeiden.
[0018] Prinzipiell ist dabei in den Fig. 1 bis 5 stets eine Filtereinrichtung 1 beschrieben,
wobei die Erfindung selbstverständlich auf weitere beliebige Körper übertragbar ist,
beispielsweise für einen beliebigen ersten Körper der drucklos mit einer Flüssigkeit
gefüllt ist. Für die Lagerung und zum Transport ist in mindestens einen Zu-/Ablauf,
allgemein zumindest in eine Aufnahme, mindestens ein Verschlusselement 11,12 der Verschlusseinrichtung
8, 10 eingesteckt. Diese verschließt dicht die jeweiligen Aufnahme und/oder die zugehörige
Öffnung. Wird dann ein weiterer Körper, der über mindestens einen Anschlussstutzen
verfügt, so angeschlossen, dass der Anschlussstutzen des zweiten Körpers in die Aufnahme
des ersten Körpers eingesteckt wird, so wird durch Verschieben der Verschlusseinrichtung
die zur Aufnahme zugehörige Öffnung freigegeben. Dadurch kann die Flüssigkeit vom
ersten zum zweiten Körper gelangen. Bei Bedarf, wenn zwei Anschlüsse zwischen den
beiden Körpern bestehen, kann die Flüssigkeit auch im Kreis fließen, bzw. von einem
der beiden Körper in einen weiteren fließen.
[0019] Für den Fall dass man diese Verschlusseinrichtung für unter Druck stehende Flüssigkeiten
benutzen will, muss man ein Haltemittel, wie z. B eine Verklammerung oder ein ähnliches
Verspannmittel vorsehen, das die Verschlusselemente trotz des Drucks vom Inneren des
ersten Körpers aus am Platz hält.
1. Filtereinrichtung (1) (mit einem Bypass(9) ) für einen Verbrennungsmotor (2), insbesondere
ein Ölfilter, mit einem in Richtung des Verbrennungsmotors (2) orientierten Zu-/Ablauf
und mit einem in Richtung einer Kühlereinrichtung (3) orientierten Zu-/Ablauf (4,5),
wobei in dem in Richtung der Kühlereinrichtung (3) orientierten Zu-/Ablauf (4,5) jeweils
eine Verschlusseinrichtung (8,10) vorgesehen ist, die den Zu-/Ablauf (4,5) verschließt,
sofern die Filtereinrichtung (1) nicht an die Kühlereinrichtung (3) angeschlossen
ist und die den Zu-/Ablauf (4,5) öffnet, sofern die Filtereinrichtung (1) über den
Zu-/Ablauf (4,5) an die Kühlereinrichtung (3) angeschlossen ist.
2. Filtereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusseinrichtung (8,10) als Verschlusselement (11,12) ausgebildet ist, das
kolbenartig in dem einen Zylinder bildenden Zu-/Ablauf (4,5) verschiebbar gelagert
ist.
3. Filtereinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlusselement (11,12) stirnseitig eine Scheibe (13) mit einer O-Ringdichtung
(14) aufweist.
4. Filtereinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlusselement (11,12) auf seinem der Scheibe (13) abgewandten Ende eine Führungs-
und Abstützeinrichtung (15) aufweist, über welche das Verschlusselement (11,12) im
Zu-/Ablauf (4,5) geführt ist.
5. Filtereinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine axiale Längserstreckung des Verschlusselementes (11,12) so gewählt ist, dass
es bei der Montage auf einen kühlereinrichtungsseitigen Anschlussstutzen (6,7) mit
diesem in Kontakt tritt und von diesem über die Führungs- und Abstützeinrichtung (15)
in eine den zugehörigen Zu-/Ablauf (4,5) der Filtereinrichtung (1) öffnende Position
verstellbar ist.
6. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusseinrichtung (8,10) während des Betriebs der Filtereinrichtung (1) im
zugehörigen Zu-/Ablauf (4,5) verbleibt.
7. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusseinrichtung (8,10) aus Kunststoff ausgebildet ist.
8. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Zu-/Ablauf (4,5) jeweils zumindest eine Öffnung (16) vorgesehen ist, welche
durch ein jeweiliges Verschlusselement (11,12) nach außen verschlossen ist, sofern
das Verschlusselement (11,12) noch nicht seine endgültige Einbauposition erreicht
hat und welche durch ein Verschieben des jeweiligen Verschlusselementes (11,12) beim
Einführen des zugehörigen Anschlussstutzens (6,7) in eine die zugehörige Öffnung (16)
freigebende Position verstellt ist wird.
9. Verschlusselement, insbesondere für eine Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 8, welches
- kolbenartig in einem, einen Zylinder bildenden Zu-/Ablauf (4,5) verschiebbar gelagert
ist,
- stirnseitig eine Scheibe (13) mit einer O-Ringdichtung (14) aufweist,
- auf seinem der Scheibe (13) abgewandten Ende eine Führungs- und Abstützeinrichtung
(15) aufweist, über welche das Verschlusselement (11,12) im Zu-/Ablauf (4,5) geführt
ist.
10. Kraftfahrzeug mit einem eine Filtereinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
8 aufweisenden Verbrennungsmotor (2).