[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sichern von Kontaktdaten eines mobilen Endgeräts,
bei einer Mobilfunkstation mit dem Endgerät und einem Sicherheitsmodul zum Betreiben
des Endgeräts in einem Mobilfunksystem, wobei im Endgerät eine mit Kontaktdaten bespeicherbare
Kontaktdatei abgespeichert ist.
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Mobilfunkstation mit einem mobilen Endgerät und
einem im Endgerät betreibbaren Sicherheitsmodul. Das Sicherheitsmodul ist zur Authentisierung
des Endgeräts gegenüber einem Hintergrundsystem eines Mobilfunkbetreibers eingerichtet.
Als Endgerät ist beispielsweise ein Mobiltelefon, PDA mit Mobilfunkfunktion, Smart
Phone oder dergleichen vorgesehen. Als Sicherheitsmodul ist beispielsweise eine SIM-Karte
oder USIM-Karte vorgesehen.
[0003] Im mobilen Endgerät kann der Inhaber des Endgeräts in einer Kontaktdatenbank Kontaktdaten
zu Kontakten, beispielsweise Personen, abspeichern, wie z.B. Rufnummern, Adressen,
Fotos zum jeweiligen Kontakt, häufig innerhalb einer einzigen Kontaktdatei.
[0004] Ein Format zum Abspeichern von Kontaktdaten ist das Microsoft Office Outlook - kurz
MS Outlook - Mobile Format. Bei diesem Format ist als Kontaktdatei die sogenannte
PST-Datei vorgesehen.
[0005] Da mobile Endgeräte bei der Speicherung von Kontaktdaten mehr und mehr Orte wie PCs
oder Adressbücher ablösen, ist die im Endgerät vorgesehene Kontaktdatei besonders
schützenswert. Um die Kontaktdaten gegen Verlust zu sichern, werden herkömmlicherweise
in mehr oder weniger regelmäßigen Zeitabständen externe Sicherungskopien der Kontaktdatei
erstellt.
[0006] Bei einer ersten Variante der Kontaktdaten-Sicherung wird das Endgerät an einen PC
angeschlossen, z.B. über eine kabelgebundene Verbindung oder eine Funk-Verbindung,
z.B. Kurzstreckenfunk-Verbindung, und die Kontaktdatei über die Verbindung auf den
PC kopiert. Änderungen der Kontaktdatei werden bei dieser Variante frühestens beim
nächsten Anschließen des Endgeräts an den PC gesichert.
[0007] Bei einer zweiten Variante der Kontaktdaten-Sicherung wird auf einem Server im Hintergrundsystem
des Mobilfunkbetreibers eine Sicherungskopie der Kontaktdatei erstellt und laufend
aktualisiert. Bei dieser zweiten Variante ist im Endgerät oder im Sicherheitsmodul
eine Applikation installiert, die bei Änderungen der im Endgerät geführten Kontaktdatei
die Änderungen zeitnah an den Server im Hintergrundsystem sendet, in der Regel über
das Mobilfunknetz. Im Fall des Verlusts von Kontaktdaten oder der gesamten Kontaktdatei
im Endgerät kann die Kontaktdatei aus dem Hintergrundsystem heraus in das Endgerät
rekonstruiert werden. Bei der zweiten Variante ist in der Regel jede Übertragung von
Kontaktdaten vom Endgerät zum Hintergrundsystem und /oder umgekehrt vom Hintergrundsystem
zum Endgerät kostenpflichtig gemäß Tarifbestimmungen des Mobilfunkbetreibers und optional
auch für die Bereitstellung der Dienstleistung der Kontaktdaten-Sicherung eine Grundgebühr
an den Mobilfunkbetreiber zu zahlen. Zudem werden unter Umständen sensible und vertrauliche
Daten über relativ unsichere Verbindungen eines Mobilfunknetzes gesendet.
[0008] DE 100 54 944 A1 beschreibt ein Verfahren zum Übertragen von Telefonbuch-Daten eines mobilen Endgeräts
auf ein anderes mobiles Endgerät, indem die Daten vom Endgerät auf die SIM-Karte und
von dort auf das andere Endgerät übertragen werden.
[0009] DE 10 2006 024 882 A1 beschreibt ein Verfahren zum Synchronisieren eines in einer SIM-Karte gespeicherten
Telefonbuchs mit einem in einem Mobiltelefon gespeicherten Telefonbuch, mittels einer
mit Zusatzfunktionen versehenen SIM-Karte. Dabei wird, gesteuert durch einen in der
SIM-Karte implementierten Telefonbuchserver oder Telefonbuchclient, über eine Kommunikationsschnittstelle
wie z.B. TCP/IP oder BIP ein Datenaustausch zwischen der SIM-Karte und dem Mobiltelefon
ermöglicht.
[0010] EP 1956 855 A1 schlägt vor, Kontaktdaten eines mobilen Endgeräts automatisch in die (U)SIM-Karte
des Endgeräts zu speichern, nachdem die Kontaktdaten im Endgerät geändert worden sind,
und dabei eine Wartezeit einzuhalten, um die Daten im Hintergrund zu speichern.
EP 1956 855 A1 wird als nächstliegender Stand der Technik angesehen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein zuverlässiges und zugleich kostengünstiges
Verfahren zum Sichern der Kontaktdaten eines mobilen Endgeräts zu schaffen.
[0012] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 ist zum Sichern
von Kontaktdaten eines mobilen Endgeräts, bei einer Mobilfunkstation mit dem Endgerät
und einem Sicherheitsmodul zum Betreiben des Endgeräts in einem Mobilfunksystem, eingerichtet.
Dabei ist im Endgerät zumindest eine mit Kontaktdaten bespeicherbare Kontaktdatei
abgespeichert. Im Sicherheitsmodul ist eine mit Kontaktdaten bespeicherbare Sicherungs-Kontaktdatei
abgespeichert. Die Sicherungs-Kontaktdatei des Sicherheitsmoduls wird mit der Kontaktdatei
des Endgeräts synchronisiert, wobei anlässlich einer Änderung von Kontaktdaten in
der Kontaktdatei eine entsprechende Sicherungs-Änderung der entsprechenden Kontaktdaten
in der Sicherungs-Kontaktdatei durchgeführt wird. Die Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, dass die Synchronisierung der Sicherungs-Kontaktdatei mit der Kontaktdatei laufend
durchgeführt wird, wobei die Sicherungs-Änderung möglichst zeitnah zur Änderung durchgeführt
wird, wobei die Sicherungs-Änderung mittels einer Datenübertragung über eine interne
Schnittstelle zwischen dem Endgerät und dem Sicherheitsmodul durchgeführt wird, wobei
als Schnittstelle zwischen dem Endgerät und dem Sicherheitsmodul eine Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 1 Mbit/ s vorgesehen ist.
[0014] Das Verfahren nach Anspruch 1 kommt zum Sichern der Kontaktdaten ohne teure Mobilfunkverbindungen
aus. Zum anderen ermöglicht die Hochgeschwindigkeitsschnittstelle mit der hohen Datenübertragungsrate
eine laufende und zeitnahe Synchronisierung der Kontaktdaten im Sicherheitsmodul mit
den Kontaktdaten im mobilen Endgerät. Hierdurch ist die Gefahr reduziert, dass durch
zeitliche Verzögerungen beim Synchronisieren Kontaktdaten verloren gehen, so dass
das Verfahren besonders zuverlässig ist. Das Verfahren ist zudem zuverlässig und sicher,
weil die in das Sicherheitsmodul gesicherten Kontaktdaten den Einflussbereich des
Nutzers nicht verlassen, so dass eine Manipulation der Kontaktdaten stark erschwert
ist.
[0015] Daher ist gemäß Anspruch 1 ein Verfahren zuverlässiges und zugleich kostengünstiges
Verfahren zum Sichern der Kontaktdaten eines mobilen Endgeräts geschaffen.
[0016] Vorzugsweise ist als interne Schnittstelle eine USB-Schnittstelle vorgesehen. Die
USB-Schnittstelle ermöglicht, je nach Art, Datenübertragungsraten von 1,5 Mbit/s,12
Mbit/s oder 480 Mbit/s.
[0017] Wahlweise ist als Kontaktdatei eine MS Outlook PST-Datei vorgesehen. Eine PST-Datei
ermöglicht eine besonders komfortable Handhabung der Kontaktdaten.
[0018] Wahlweise wird zum Durchführen der Sicherungs-Änderung die gesamte Kontaktdatei einschließlich
der Änderung vom mobilen Endgerät in das Sicherheitsmodul kopiert. Bei dieser Variante
des Verfahrens ist eine aufwändige Überprüfung der Kontaktdaten oder der Kontaktdatei
auf die genaue Art der Änderungen hin entbehrlich. Ebenso ist ein Herausfiltern der
Änderungen aus der Gesamtheit der Kontaktdaten nicht erforderlich. Damit wird Rechenzeit
eines Mikroprozessors des Endgeräts gespart. Auf Grund der hohen Datenübertragungsrate
der internen Schnittstelle kann auf diese Weise das Kopieren der kompletten Kontaktdatei
schneller sein als das Übertragen lediglich der Änderungen.
[0019] Wahlweise wird, nachdem die Änderung durchgeführt ist und bevor die Sicherungs-Änderung
durchgeführt wird, durch die Mobilstation eine vorbestimmte Eingabe in eine Nutzersschnittstelle,
z.B. Tastatur, Mikrofon, Touch-Screen etc., der Mobilstation die Mobilstation angefordert,
wobei die Sicherungs-Änderung erst durchgeführt wird, sobald die vorbestimmte Eingabe
in die Nutzerschnittstelle eingegeben ist. Hierdurch kann ein Nutzer beispielsweise
Versuche von Sicherungs-Änderungen, bei denen eine intakte Sicherungs-Kontaktdatei
im Sicherheitsmodul durch eine beschädigte Kontaktdatei aus dem Endgerät überschrieben
würde, von Hand verhindern.
[0020] Wahlweise wird die Änderungs-Sicherung im Hintergrund durchgeführt wird, wobei bedarfsweise
eine Wartezeit eingehalten, und die Sicherungs-Änderung erst frühestens nach Ablauf
der Wartezeit durchgeführt wird. Die Änderungs-Sicherung im Hintergrund kann beispielsweise
erfolgen wie in
EP 1956 855 A1 beschrieben.
[0021] Bei einem Sicherheitsmodul mit einer Dateistruktur wird die PST-Datei wahlweise in
einer Datei, d.h. einem Elementary File EF, der Dateistruktur transparent abgelegt.
Verfügt das Sicherheitsmodul über ein Windowskompatibles Filesystem (z.B. FAT16, FAT32),
kann die PST-Datei wahlweise direkt in einer entsprechenden Sicherungs-PST-Datei des
Sicherheitsmoduls abgespeichert werden.
[0022] Die Erfindung ist besonders vorteilhaft für Sicherheitsmodule mit großem Speicher,
z.B. Flash-Speicher, z.B. NAND-Flash.
[0023] Wahlweise wird die Sicherungs-Kontaktdatei aus dem Sicherheitsmodul in ein weiteres
mobiles Endgerät übertragen. Wahlweise wird die Sicherungs-Kontaktdatei über eine
interne Schnittstelle zwischen dem weiteren mobilen Endgerät und dem Sicherheitsmodul
in das weitere mobile Endgerät übertragen. Wahlweise wird die Sicherungs-Kontaktdatei
über eine externe Verbindung und unter Zwischenschaltung mindestens einer externen
Datenverarbeitungsstruktur aus dem Sicherheitsmodul in das weitere mobile Endgerät
übertragen wird. Die Datenverarbeitungsstruktur kann beispielsweise eine oder mehrere
der folgenden Komponenten umfassen: PC, Server, drahtgebundene Verbindung, Funkverbindung,
insbesondere kurzreichweitige Funkverbindung wie NFC, IR, RFID oder Bluetooth.
[0024] Die Erfindung ist insbesondere dann nützlich einsetzbar, wenn das mobile Endgerät
oder die darin abgespeicherte Kontaktdatei beschädigt ist. In einem solchen Fall kann
das Sicherheitsmodul in ein neues Endgerät eingelegt werden und die Kontaktdatei aus
der Sicherungs-Kontaktdatei des Sicherheitsmoduls heraus restauriert werden und in
das neue Endgerät übertragen werden, insbesondere über die interne Schnittstelle zwischen
Endgerät und Sicherheitsmodul. Falls das neue mobile Endgerät über keine Einlesefunktion
zum Lesen der Sicherungs-Kontaktdatei aus dem Sicherungsmodul verfügt, kann die Sicherungs-Kontaktdatei
unter Zwischenschaltung einer externen Datenverarbeitungsstruktur in das neue mobile
Endgerät übertragen werden. Beispielsweise wird das Sicherungsmodul mittels eines
Schnittstellenadapters, z.B. eines USB-Adapters an einen Personal Computer (PC) angeschlossen,
und die Sicherungs-Kontaktdatei wird mittels des Adapters auf den PC übertragen. Anschließend
werden die Kontaktdaten vom PC aus mit dort zur Verfügung stehenden Mitteln auf das
neue mobile Endgerät übertragen.
[0025] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist in dem Sicherheitsmodul ein Verbindungsserver
implementiert ist. Anlässlich eines elektrischen Verbindens des Sicherheitsmoduls
mit dem weiteren mobilen Endgerät oder ggf. mit zumindest einem Gerät, z.B. PC oder
Server, der externen Datenverarbeitungsstruktur, wird mittels des Verbindungsserver
eine datentechnische Verbindung zu dem weiteren mobilen Endgerät oder dem Gerät, z.B.
PC, Server, hergestellt. Daraufhin ist die Sicherungs-Kontaktdatei - oder eine auf
das weitere mobile Endgerät bzw. Gerät (PC, Server) angefertigte Kopie der Sicherungs-Kontaktdatei
- über zumindest eine Nutzer-Schnittstelle am weiteren mobilen Endgerät bzw. Gerät
bearbeitbar. Bei dieser Variante kann die Sicherungs-Kontaktdatei oder die Kopie davon
am mobilen Endgerät (z.B. Mobiltelefon) oder am PC oder Server editiert werden, ohne
dass am Endgerät bzw. Gerät (PC, Server etc.) eine Software zum Editieren einer Kontaktdatei
installiert ist. Beispielsweise kann eine PST-Datei vom mobilen Endgerät oder Gerät
(PC, Server etc.) aus editiert werden, ohne dass am Endgerät oder Gerät (PC, Server
etc.) die Software MS Outlook installiert zu sein braucht, die ja kostenpflichtig
ist, so dass Lizenzgebühren für MS Outlook auf dem mobilen Endgerät oder Gerät (PC,
Server etc.) entfallen.
[0026] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist im Sicherheitsmodul ein elektronisches
Telefonbuch mit einer auf dem mobilen Endgerät darstellbaren Menüstruktur implementiert.
Dabei ist die Sicherheits-Kontaktdatei in der Menüstruktur des elektronischen Telefonbuchs
auf dem mobilen Endgerät darstellbar. Wahlweise wird die Sicherheits-Kontaktdatei
dabei automatisch in das Telefonbuch eingeblendet. Das Telefonbuch ist wahlweise ein
ETSIkonformes Telefonbuch. Damit ist die Sicherheits-Kontaktdatei, und somit sind
es auch die Kontaktdaten, mit jedem beliebigen mobilen Endgerät, das ETSI-Standards
genügt, nutzbar.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert, in der zeigen:
- Fig.1
- ein Mobiltelefon und eine darin betriebene SIM-Karte, zur Veranschaulichung einer
Datenübertragung vom Mobiltelefon zur SIM-Karte bei einem Verfahren gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 2
- ein weiteres Mobiltelefon und die SIM-Karte aus Fig. 1 bei einer anschließenden Übertragung
von Daten von der SIM-Karte zum weiteren Mobiltelefon.
[0028] Fig.1 zeigt ein Mobiltelefon 10 und eine darin betriebene SIM-Karte 20, zur Veranschaulichung
einer Datenübertragung vom Mobiltelefon 10 zur SIM-Karte 20 bei einem Verfahren gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung. In einer PST-Datei (Kontaktdatei) 11 werden im
Mobiltelefon 10 Kontaktdaten gespeichert gehalten, wie Adressen, Rufnummern, Fotos
und dergleichen. Die SIM-Karte 20 und das Mobiltelefon 10 sind über eine USB-Schnittstelle
innerhalb des Mobiltelefons 10 miteinander koppelbar. Der Übersicht halber ist die
SIM-Karte 20 außerhalb des Mobiltelefons 10 vergrößert dargestellt. Tatsächlich wird
die SIM-Karte 20 im Mobiltelefon 10 betrieben, wie durch die gestrichelte SIM-Karte
verdeutlicht. Über die USB-Schnittstelle 30 wird die PST-Datei 11 in die SIM-Karte
20 kopiert, um so eine Sicherungs-PST-Datei (Sicherungs-Kontaktdatei) 21 in der SIM-Karte
20 zu erstellen. Anlässlich von Aktualisierungen oder Änderungen der PST-Datei 11
wird durch Datenübertragung über die USB-Schnittstelle 30 auch die Sicherungs-PST-Datei
21 aktualisiert.
[0029] Fig. 2 zeigt ein weiteres Mobiltelefon 40 und die SIM-Karte 20 aus Fig. 1 bei einer
anschließenden Übertragung von Daten von der SIM-Karte 20 zum weiteren Mobiltelefon
40, um die Sicherungs-PST-Datei 21 in das weitere Mobiltelefon 40 zu übertragen. Die
Übertragung erfolgt wahlweise über die interne USB-Schnittstelle 50 des weiteren Mobiltelefons
40 oder über eine externe Datenverarbeitungsstruktur 60, die in Fig. 2 beispielhaft
einen Personal Computer (PC) 70 und zwei drahtgebundenen Verbindungen 80, 90 zwischen
der SIM-Karte 20 und dem PC 70 bzw. dem PC 70 und dem weiteren Mobiltelefon 40 aufweist.
1. Verfahren zum Sichern von Kontaktdaten eines mobilen Endgeräts (10), bei einer Mobilfunkstation
mit dem Endgerät (10) und einem Sicherheitsmodul (20) zum Betreiben des Endgeräts
(10) in einem Mobilfunksystem, wobei
- im Endgerät (10) zumindest eine mit Kontaktdaten bespeicherbare Kontaktdatei (11)
abgespeichert ist,
- im Sicherheitsmodul (20) eine mit Kontaktdaten bespeicherbare Sicherungs-Kontaktdatei
(21) abgespeichert ist,
- die Sicherungs-Kontaktdatei (21) des Sicherheitsmoduls (20) mit der Kontaktdatei
(11) des Endgeräts (10) synchronisiert wird, wobei anlässlich einer Änderung von Kontaktdaten
in der Kontaktdatei (11) eine entsprechende Sicherungs-Änderung der entsprechenden
Kontaktdaten in der Sicherungs-Kontaktdatei (21) durchgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Synchronisierung der Sicherungs-Kontaktdatei (21) mit der Kontaktdatei (11)
laufend durchgeführt wird, wobei die Sicherungs-Änderung möglichst zeitnah zur Änderung
durchgeführt wird, wobei
- die Sicherungs-Änderung mittels einer Datenübertragung über eine interne Schnittstelle
(30) zwischen dem Endgerät (10) und dem Sicherheitsmodul (20) durchgeführt wird, wobei
als Schnittstelle (30) zwischen dem Endgerät (10) und dem Sicherheitsmodul (20) eine
Hochgeschwindigkeitsschnittstelle mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 1
Mbit/s vorgesehen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als interne Schnittstelle (30) eine USB-Schnittstelle
vorgesehen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei als Kontaktdatei (11) eine MS Outlook PST-Datei
vorgesehen ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zum Durchführen der Sicherungs-Änderung
die gesamte Kontaktdatei (11) einschließlich der Änderung vom mobilen Endgerät (10)
in das Sicherheitsmodul (20) kopiert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei, nachdem die Änderung durchgeführt
ist und bevor die Sicherungs-Änderung durchgeführt wird, durch die Mobilstation eine
vorbestimmte Eingabe in eine Nutzersschnittstelle der Mobilstation die Mobilstation
angefordert wird, und wobei die Sicherungs-Änderung erst durchgeführt wird, sobald
die vorbestimmte Eingabe in die Nutzerschnittstelle eingegeben ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Änderungs-Sicherung im Hintergrund
durchgeführt wird, wobei bedarfsweise eine Wartezeit eingehalten wird, und die Sicherungs-Änderung
erst frühestens nach Ablauf der Wartezeit durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Sicherungs-Kontaktdatei (21)
aus dem Sicherheitsmodul (20) in ein weiteres mobiles Endgerät (40) kopiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Sicherungs-Kontaktdatei (21) über eine interne
Schnittstelle (50) zwischen dem weiteren mobilen Endgerät (40) und dem Sicherheitsmodul
(20) in das weitere mobile Endgerät (40) übertragen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Sicherungs-Kontaktdatei (21) über eine externe
Verbindung und unter Zwischenschaltung mindestens einer externen Datenverarbeitungsstruktur
(60) aus dem Sicherheitsmodul (20) in das weitere mobile Endgerät (40) übertragen
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Datenverarbeitungsstruktur eine oder mehrere
der folgenden Komponenten umfasst: PC (70), Server, drahtgebundene Verbindung (80,
90), Funkverbindung.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei in dem Sicherheitsmodul (20) ein
Verbindungsserver implementiert ist, und wobei, anlässlich eines elektrischen Verbindens
des Sicherheitsmoduls mit dem weiteren mobilen Endgerät (40) oder ggf. mit zumindest
einem Gerät (70) der externen Datenverarbeitungsstruktur, mittels des Verbindungsserver
eine datentechnische Verbindung zu dem weiteren mobilen Endgerät (40) oder dem Gerät
(70) hergestellt wird, derart, dass die Sicherungs-Kontaktdatei (21) oder eine Kopie
der Sicherungs-Kontaktdatei (21) auf dem weiteren mobilen Endgerät (40) bzw. Gerät
(70) über zumindest eine Nutzer-Schnittstelle am weiteren mobilen Endgerät (40) bzw.
Gerät (70) bearbeitbar ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei im Sicherheitsmodul (20) ein elektronisches
Telefonbuch mit einer auf dem mobilen Endgerät (10) darstellbaren Menüstruktur implementiert
ist, und wobei die Sicherheits-Kontaktdatei (21) in der Menüstruktur des elektronischen
Telefonbuchs auf dem mobilen Endgerät (10) darstellbar ist.