Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kapselfüllmaschine, zur Abfüllung von Medikamenten,
umfassend eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung der Abfüllmaschine, welche pulver-
oder gelförmige Medien, insbesondere Medikamente, in Kapseln abfüllt.
[0002] Pulverförmige oder gelförmige Medikamente werden beispielsweise mittels Kapselfüllmaschinen
in Kapseln abgefüllt. Die Kapseln weisen hierbei ein Unterteil und ein Oberteil auf,
wobei die Maschine das Unterteil mit dem Medikament befüllt und in einem nächsten
Schritt das Oberteil über das Unterteil übergestülpt wird. Während des Füllvorgangs
können hierbei Verunreinigungen der Maschine auftreten. Die Kapselfüllmaschinen sind
dabei üblicherweise mit einer vollständigen Verkleidung versehen, wobei im Innenraum
der Kapselfüllmaschine ein leichter Unterdruck herrscht, um zu verhindern, dass eventuell
gefährliche Stoffe, welche Bestandteil der abzufüllenden Medikamente sind, zur Außenseite
gelangen. Von daher ist es bekannt, stationäre Sprüheinheiten im Inneren der Kapselfüllmaschine
anzuordnen, welche zur Reinigung der Maschine verwendet werden. Hierbei muss eine
Vielzahl von Sprüheinheiten positioniert werden, und zwar derart, dass kein oder nur
wenig Sprühschatten entsteht, in welchem keine Reinigung der Maschine erfolgt. Allerdings
können die Kapselfüllmaschinen einen relativ komplexen Aufbau aufweisen, so dass eine
Vielzahl von Sprüheinheiten verbaut werden muss, um möglichst einen geringen Sprühschatten
aufzuweisen. Von daher sind die stationären Reinigungseinheiten sehr aufwendig und
teuer. Ferner ergibt sich durch die Anordnung einer Vielzahl von Sprüheinheiten auch
eine Doppelreinigung von einer Vielzahl von Bereichen, so dass ein Verbrauch an Reinigungsmittel
und Abwasser in unnötiger Weise gesteigert wird.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Kapselabfüllmaschine mit den Merkmalen des Patentspruchs 1 weist
demgegenüber den Vorteil auf, dass sie das Vorhandensein eines Sprühschattens, d.h.,
von Bereichen einer Maschine, welche nicht oder nicht gut gereinigt werden können,
signifikant vermindert. Ferner kann die Reinigungsvorrichtung sicherstellen, dass
nur ein geringer Verbrauch an Reinigungsmedium notwendig ist und somit auch die Menge
von kontaminiertem Abwasser reduziert werden kann. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, dass die Reinigungsvorrichtung eine Zuleitungseinheit zum Zuführen eines
Reinigungsmediums, eine Reinigungseinheit, welche mit der Zuleitungseinheit verbunden
ist, und einen Antrieb umfasst. Die Reinigungseinheit ist dabei an einem Lager gelagert
und um eine Drehachse des Lagers drehbar angeordnet. Der Antrieb ist dabei ausgelegt,
die Reinigungseinheit um die Drehachse des Lagers zu drehen. Dadurch wird es erfindungsgemäß
möglich, dass die Reinigungseinheit während des Reinigungsvorgangsvorgangs gedreht
wird, wobei die Reinigungseinheit um 360° oder auch nur um einen vorbestimmten kleineren
Winkel gedreht werden kann. Durch die erfindungsgemäße Idee des Drehens der Reinigungseinheit
können somit Sprühschatten bei einer Reinigung der Maschine vermieden werden.
Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
Die Reinigungseinheit umfasst vorzugsweise ein Ringelement, wobei am Ringelement wenigstens
ein Sprüharm mit einer Sprühöffnung zum Aussprühen des Reinigungsmediums angeordnet
ist. Das Ringelement ist daher besonders bevorzugt als geschlossener Ring ausgebildet.
Um eine einfache Zuleitung des Reinigungsmediums zur Reinigungseinheit zu ermöglichen,
umfasst die Zuleitungseinheit weiter bevorzugt flexible Leitungen, z.B. Schläuche.
Alternativ kann die Zuleitungseinheit auch das Reinigungsmedium in einer senkrechten
Richtung zur Reinigungseinheit zuführen, wobei die Zuleitungseinheit oberhalb der
Reinigungseinheit angeordnet ist und das Reinigungsmedium dabei eine kurze Wegstrecke
ohne Führung in einer Leitung zwischen der Zuleitungseinheit und der Reinigungseinheit
zurücklegt.
[0005] Weiter bevorzugt umfasst die Reinigungsvorrichtung einen Zentralsprüharm, welcher
innerhalb des Reinigungselements angeordnet ist, und welcher separat mit der Zuleitungseinheit
verbunden ist. Hierbei ist der Zentralsprüharm ebenfalls drehbar angeordnet.
[0006] Vorzugsweise ist eine Drehachse des Zentralsprüharms und ein Drehachse des Ringelements
parallel zueinander angeordnet. Mit anderen Worten, fallen die beiden Drehachse des
Zentralsprüharms und des Ringelements nicht zusammen. Der Zentralsprüharm hat dabei
insbesondere den Vorteil, dass eine Reinigung von Bauteilen der Maschine nun auf einfache
Weise von zwei Seiten möglich ist, da der Zentralsprüharm in einer Radialrichtung
nach außen sprühen kann und das Ringelement in einer Radialrichtung nach innen sprühen
kann.
[0007] Gemäß einer weiteren bevorzugten Gestaltung der vorliegenden Erfindung umfasst die
Reinigungsvorrichtung eine Steuereinrichtung, welche ausgelegt ist, eine Drehung des
Ringelements unabhängig von einer Drehung des Zentralsprüharms zu steuern. Die Steuereinrichtung
kann hierbei insbesondere unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten vorsehen und/oder
auch unterschiedliche Drehrichtungen des Zentralsprüharms und des Ringelements vorsehen.
Auch kann die Steuereinrichtung beispielsweise an besonders stark verschmutzten Stellen
der Maschine bestimmen, dass eine größere Menge an Reinigungsmedium in diesem Bereich
ausgesprüht wird, wobei das Ringelement und/oder der Zentralsprüharm an einer Position
stehen bleibt.
[0008] Um eine möglichst schnelle und effektive Reinigung zu ermöglichen, sind am Ringelement
vorzugsweise mehrere Sprüharme, insbesondere drei Sprüharme, angeordnet. Hierdurch
kann auch sichergestellt werden, dass das Ringelement nicht um 360°, sondern nur um
eine Winkelbereich, welcher dem Quotienten von 360 : Anzahl der Sprüharme entspricht,
geschwenkt wird. Bei drei Sprüharmen wäre somit ein Drehwinkel von 120° ausreichend.
[0009] Weiter bevorzugt umfasst der Zentralsprüharm und/oder jeder Sprüharm des Ringelements
an einem freien Ende eine Rotationseinrichtung, an welcher eine Düse für das Aussprühen
des Reinigungsmediums angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, dass sich die Düse,
aus welcher das Reinigungsmedium ausgesprüht wird, zusätzlich zur Drehung eines Sprüharms
noch um sich selbst drehen kann. Hierdurch wird ein weiterer Freiheitsgrad für das
Ausrichten eines Sprühstrahls erhalten. Vorzugsweise wird die Rotationseinrichtung
dabei selbstständig durch einen Druck des Reinigungsmediums rotiert.
Weiter bevorzugt sind an dem Zentralsprüharm und/oder den Sprüharmen des Ringelements
mehrere Düsen an unterschiedlichen Positionen in der jeweiligen Längsrichtung der
Sprüharme angeordnet. Hierdurch ist es möglich, dass eine Reinigung auf unterschiedlichen
Ebenen ausgeführt wird.
Weiter bevorzugt ist der Zentralsprüharm an einem Bodenbereich einer zu reinigenden
Maschine drehbar gelagert und das Ringelement ist an einem oberen Bereich, z.B. einem
Deckel, der zu reinigenden Maschine gelagert. Hierbei kann auf einfache Weise eine
unabhängige Drehung des Zentralsprüharms und des Ringelements ausgeführt werden.
[0010] In der Abfüllmaschine herrscht dabei vorzugsweise ein Unterdruck, wobei die Reinigungsvorrichtung
problemlos auch bei einem Vorhandensein eines Unterdrucks in einem geschlossenen Bereich
der Abfüllmaschine eingesetzt werden kann. Dadurch wird vermieden, dass durch Öffnen
des Unterdrucksbereichs zur Reinigung die Gefahr besteht, dass toxische Stoffe nach
außen gelangen können. Die bei der Reinigung weggespülten toxischen Stoffe können
dabei auf einfache Weise mit dem zu entsorgenden Abwasser entsorgt werden, ohne dass
eine Gefährdung von Personen oder der Umgebung der Maschine besteht.
Zeichnung
[0011] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme
auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
- Figur 1
- eine vereinfachte schematische, perspektivische Ansicht einer Abfüllmaschine gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 2
- eine Draufsicht der in Figur 1 gezeigten Abfüllmaschine,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht einer Reinigungseinheit gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
und
- Figur 4
- eine schematische Schnittansicht einer Übergabe von Reinigungsmedium von einem Schlauch
zu einem Sprüharm.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
[0012] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 4 eine Reinigungseinrichtung
2 für eine Kapselfüllmaschine 1 im Detail beschrieben.
[0013] Figur 1 zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht einer Kapselfüllmaschine 1,
welche Medikamente, insbesondere in Pulverform, in Kapseln abfüllt. Die Kapselfüllmaschine
1 umfasst dabei vier teilweise abnehmbare Wände 9 und einen Boden 10 sowie einen Deckel,
welcher in den Abbildungen nicht dargestellt ist. Hierdurch wird ein Innenraum 12
gebildet, in welchem eine Vielzahl von Bauteilen 11 angeordnet sind, welche das Abfüllen
der Kapseln übernehmen. Diese Bauteile 11 sind dabei nach dem Abfüllen einer Charge
zu reinigen, um Verunreinigungen und/oder Kontaminationen der Bauteile 11 zu entfernen.
Dadurch ist die Kapselfüllmaschine 1 nach einer Reinigung wieder für einen neuen Einsatz,
beispielsweise eines anderen abzufüllenden Medikaments, verwendbar. Um hierbei ein
Austreten des abzufüllenden Produkts nach außen zu vermeiden, wird während der Abfüllung
üblicherweise ein Unterdruck im Innenraum 12 erzeugt.
[0014] Im Innenraum 12 der Kapselfüllmaschine 1 ist ferner eine Zuleitungseinheit 3 und
eine Reinigungseinheit 2 angeordnet. Die Reinigungseinheit 2 umfasst, wie in Figur
3 gezeigt, ein umlaufendes Ringelement 20, welches in einem oberen Bereich des Innenraums
12 angeordnet ist. Am Ringelement 20 ist ein erster Sprüharm 21, ein zweiter Sprüharm
22 und einer dritter Sprüharm 23 angeordnet. Die drei Sprüharme sind dabei senkrecht
zu einer Ebene, in welcher das Ringelement liegt, nach unten gerichtet angeordnet.
Jeder der drei Sprüharme 21, 22, 23 umfasst an seinem freien Ende ein Rotationselement
21a, 22a, 23a, an welchem jeweils eine Düse 6 angeordnet ist. Ferner sind entlang
der Längsrichtung der Sprüharme 21, 22, 23 noch eine Vielzahl von weiteren Düsen 6
vorgesehen, welche in unterschiedlichen radialen Richtungen am Sprüharm angeordnet
sind. Die Reinigungseinheit 2 umfasst ferner einen Zentralsprüharm 24, welcher im
Inneren des Ringelements 20 angeordnet ist. Wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich
ist, ist der Zentralsprüharm 24 drehbar auf einer Drehscheibe 8 angeordnet. Hierbei
dreht sich der Zentralsprüharm 24 um eine Drehachse D2.
[0015] Das Ringelement 20 ist über eine erste Verbindungsleitung 7a und eine zweite Verbindungsleitung
7b mit einem mittig zum Ringelement 20 angeordneten Lager 5 verbunden. Das Lager 5
umfasst im Wesentlichen eine Buchse, in welcher eine Welle gelagert ist. An einem
mittleren Bereich des Lagers 5 ist ein Anschluss 51 angeordnet, über welchen das Reinigungsmedium
mittels der Zuleitungseinheit 3 zugeführt wird.
[0016] Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, ist der Anschluss 51 über einen Schlauch 32 mit
einer Pumpen- und Bevorratungseinheit 30 zur Bevorratung des Reinigungsmediums verbunden.
Ausgehend von dem Anschluss 51 gehen jeweils separate Leitungen einerseits zur ersten
Verbindungsleitung 7a und andererseits zur zweiten Verbindungsleitung 7b, welche das
Reinigungsmedium dann in das Ringelement 20 zuführen. Das Lager 5 ist dabei an dem
nicht gezeigten Deckel der Maschine drehbar aufgehängt, so dass sich das Ringelement
20, wie durch den Doppelpfeil B in Figur 2 angedeutet, in zwei Richtungen drehen kann.
Für eine bessere Übersichtlichkeit sind in Figur 1 der Antrieb 4 mit Zahnriemen und
die Pumpen- und Bevorratungseinheit 30 mit den Schläuchen 31 und 32 nicht dargestellt.
[0017] Um die Drehung des Ringelements 20 auszuführen, ist ein Antrieb 4 vorgesehen, welcher
sich über einen Zahnriemen 40 mit einer an einem Ende der Welle des Lagers 5 vorgesehenen
Verzahnung 41 in Eingriff befindet, um eine Rotation des Antriebs 4 auf die Welle
und über die Verbindungsleitungen 7a, 7b auf das Ringelement 20 zu übertragen. Der
Antrieb 4 ist beispielsweise ein Elektromotor. Hierbei sei angemerkt, dass vorzugsweise
aus Gründen einer verbesserten Stabilität die beiden Verbindungsleitungen 7a und 7b
derart angeordnet sind, dass sie sich an der Welle einander gegenüberliegen. Wie durch
den Doppelpfeil A in Figur 2 angedeutet, kann der Antrieb 4 den Zahnriemen 40 vorwärts
und rückwärts antreiben, so dass eine Drehung des Ringelements 20 in beide Richtungen
möglich ist.
[0018] Die Pumpen- und Bevorratungseinheit 30 ist ferner über einen Schlauch 31 mit dem
Zentralsprüharm 24 verbunden. Der Zentralsprüharm 24 dreht sich, wie durch den Pfeil
C in Figur 2 angedeutet, nur in eine Richtung. Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, fallen
dabei eine Drehachse D1 des Ringelements 20 und eine Drehachse D2 des Zentralsprüharms
24 auseinander. Die beiden Drehachse D1 und D2 sind hierbei parallel zueinander angeordnet.
[0019] Figur 4 zeigt im Schnitt das Übergeben des Reinigungsmediums vom Schlauch 31 auf
den rotierbar angeordneten Zentralsprüharm 24. Um hierbei ein Verdrehen bzw. ein Verdrillen
des Schlauchs 31 zu vermeiden, muss für die Übergabe des Reinigungsmediums eine offene
Übergabe stattfinden. Dies ist erfindungsgemäß derart gelöst, dass der Zentralsprüharm
24 an seinem oberen Bereich eine flanschartige Erweiterung 24a aufweist, die sich
in einem geringen Abstand in Radialrichtung zum Schlauch 31 befindet. Der Schlauch
31 ist dabei etwas in die flanschartige Erweiterung 24a eingeführt. Somit kann der
Zentralsprüharm 24 sich frei drehen und trotzdem eine Übergabe des Reinigungsmediums
erfolgen, ohne dass eine ständige Leckage in dem freien Bereich zwischen dem Zentralsprüharm
24 und dem Schlauch 31 auftritt.
[0020] Ein Durchmesser des Ringelements 20 ist dabei derart gewählt, dass das Ringelement
möglichst groß ist und sich nahe den Schutzwänden 9 der Kapselfüllmaschine 1 befindet.
Hierdurch kann sichergestellt werden, dass sich die meisten zu reinigenden Bauteile
11 der Kapselfüllmaschine in Radialrichtung innerhalb des Ringelements 20 befinden.
Dadurch können die Sprüharme 21, 22, 23 des Ringelements 20 in Radialrichtung von
außen nach innen sprühen, wobei durch die Rotationselemente 21a, 22a, 23a der Sprüharme
21, 22, 23 die Sprührichtung auch geändert werden kann bzw. sich die Sprührichtung
während des Reinigungsvorgangs kontinuierlich ändert, da sich die Rotationselemente
selbsttätig durch den Druck des Reinigungsmittels drehen. Die Sprührichtung des Zentralsprüharms
24 ist dabei hauptsächlich von innen nach außen, so dass die zu reinigenden Bauteile
11 von verschiedenen Richtungen aus besprüht werden. Dadurch kann sichergestellt werden,
dass bei der Reinigung kein Sprühschatten, d.h., ein Bereich der Kapselfüllmaschine,
welcher nicht mit dem Reinigungsmedium besprüht werden kann, auftritt.
[0021] Eine nicht gezeigte Steuereinrichtung der Reinigungseinheit 2 kann dabei derart das
Antreiben des Ringelements 20 und des Zentralsprüharms 24 ausführen, dass eine Drehung
mit gleichen oder unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorgenommen wird bzw. eine Drehung
nur über vorbestimmte Winkelbereiche vorgenommen wird. Beispielsweise kann, da das
Ringelement 20 drei Sprüharme 21, 22, 23 aufweist, eine Drehung des Ringelements 20
auf einem Winkel von 120° beschränkt werden, da dann jeder der Sprüharme 21, 22, 23
einen Sektor von 120° abdeckt, so dass nach Besprühen des 120°-Sektors eine Umkehrung
der Drehrichtung erfolgen kann. Ferner kann die Steuereinrichtung sicherstellen, dass
das Reinigungsmedium auch gezielt auf besonders stark verschmutzte Stellen aufgebracht
werden kann, wobei im Extremfall ein Unterbrechen einer Drehbewegung vorgenommen werden
kann. Bei weniger verschmutzten Stellen kann dagegen eine Bewegungsgeschwindigkeit
der Reinigungseinheit erhöht werden. Auch durch die selbstrotierenden Rotationselemente
21a, 22a, 23a am Ende der Sprüharme 21, 22, 23 wird sichergestellt, dass die Bauteile
11 der Kapselfüllmaschine von verschiedensten Richtungen aus besprüht werden kann.
[0022] Somit kann eine Reinigung der Kapselfüllmaschine deutlich schneller erfolgen, so
dass Stillstandszeiten der Maschine aufgrund von Reinigungen der Maschine reduziert
werden können. Auch kann durch die Vermeidung von Sprühschatten eine deutlich verbesserte
Reinigungswirkung erzielt werden. Ferner ermöglicht die erfindungsgemäße Reinigungseinrichtung
auch, dass das einzusetzende Reinigungsmittel minimiert werden kann, was auch eine
reduzierte Menge an Abwasser, welches nach der Reinigung kontaminiert sein kann, möglich
macht.
1. Kapselabfüllmaschine (1) zur Abfüllung von Medikamenten, umfassend eine Reinigungsvorrichtung
zur Reinigung der Abfüllmaschine,umfassend
- eine Zuleitungseinheit (3) zum Zuführen eines Reinigungsmediums,
- eine Reinigungseinheit (2), welche mit der Zuleitungseinheit (3) verbunden ist,
wobei die Reinigungseinheit (2) an einem Lager (5) gelagert ist, und um eine Drehachse
(D1) des Lagers (5) drehbar angeordnet ist, und
- ein Antrieb (4), welcher ausgelegt ist, die Reinigungseinheit (2) um die Drehachse
(D1) des Lagers (5) zu drehen.
2. Kapselabfüllmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinheit (2) ein Ringelement (20) umfasst, wobei am Ringelement (20)
wenigstens ein Sprüharm (21, 22, 23) mit einer Sprühöffnung (6) zum Aussprühen des
Reinigungsmediums angeordnet ist.
3. Kapselabfüllmaschine nach Anspruch 2, ferner umfassend einen Zentralsprüharm (24),
welcher innerhalb des Ringelements (20) angeordnet ist und welcher separat mit der
Zuleitungseinheit (3) verbunden ist, wobei der Zentralsprüharm (24) drehbar angeordnet
ist.
4. Kapselabfüllmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse (D2) des Zentralsprüharms (24) und eine Drehachse (D1) des Ringelements
(20) mit einem vorbestimmten Abstand parallel zueinander angeordnet sind.
5. Kapselabfüllmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ringelement (20) mehrere Sprüharme, insbesondere drei Sprüharme, angeordnet sind.
6. Kapselabfüllmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralsprüharm (24) und/oder jeder Sprüharm (21, 22, 23) des Ringelements (20)
an einem freien Ende eine Rotationseinrichtung (21a, 22a, 23a) umfasst, an welcher
eine Düse (6) für das Aussprühen des Reinigungsmediums angeordnet ist.
7. Kapselabfüllmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einem oder mehreren Sprüharmen (21, 22, 23) des Ringelements (20) und/oder am
Zentralsprüharm (24) mehrere Düsen (6) an unterschiedlichen Positionen in Längsrichtung
der Sprüharme angeordnet sind.
8. Kapselabfüllmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralsprüharm (24) an einem Bodenbereich (10) der zu reinigenden Maschine drehbar
gelagert ist und das Ringelement (20) an einem oberen Bereich, insbesondere Deckelbereich,
der zu reinigenden Maschine gelagert ist.
1. Capsule filling machine (1) for filling medicaments, comprising a cleaning apparatus
for cleaning the filling machine, comprising
- a supply unit (3) for feeding a cleaning medium,
- a cleaning unit (2) which is connected to the supply unit (3), wherein the cleaning
unit (2) is mounted on a bearing (5) and is arranged so as to be rotatable about an
axis of rotation (D1) of the bearing (5), and
- a drive (4) which is designed to rotate the cleaning unit (2) about the axis of
rotation (D1) of the bearing (5).
2. Capsule filling machine according to Claim 1, characterized in that the cleaning unit (2) comprises a ring element (20), wherein at least one spray arm
(21, 22, 23) having a spray opening (6) for spraying out the cleaning medium is arranged
on the ring element (20).
3. Capsule filling machine according to Claim 2, further comprising a central spray arm
(24) which is arranged inside the ring element (20) and which is connected separately
to the supply unit (3), wherein the central spray arm (24) is arranged in a rotatable
manner.
4. Capsule filling machine according to Claim 3, characterized in that an axis of rotation (D2) of the central spray arm (24) and an axis of rotation (D1)
of the ring element (20) are arranged parallel to one another at a predetermined spacing.
5. Capsule filling machine according to one of Claims 2 to 4, characterized in that a plurality of spray arms, in particular three spray arms, are arranged on the ring
element (20).
6. Capsule filling machine according to one of Claims 3 to 5, characterized in that the central spray arm (24) and/or each spray arm (21, 22, 23) of the ring element
(20) comprises, at a free end, a rotation device (21a, 22a, 23a) on which a nozzle
(6) for spraying out the cleaning medium is arranged.
7. Capsule filling machine according to one of Claims 2 to 6, characterized in that a plurality of nozzles (6) are arranged on one or more spray arms (21, 22, 23) of
the ring element (20) and/or on the central spray arm (24), at different positions
in the longitudinal direction of the spray arms.
8. Capsule filling machine according to one of Claims 3 to 7, characterized in that the central spray arm (24) is mounted in a rotatable manner in a base region (10)
of the machine to be cleaned, and the ring element (20) is mounted in an upper region,
in particular cover region, of the machine to be cleaned.
1. Machine de remplissage de gélules (1) pour le remplissage de médicaments, comprenant
un dispositif de nettoyage pour le nettoyage de la machine de remplissage, comprenant
- une unité de conduite d'alimentation (3) pour amener un fluide de nettoyage,
- une unité de nettoyage (2), qui est raccordée à l'unité de conduite d'alimentation
(3), dans laquelle l'unité de nettoyage (2) est montée sur un palier (5), et est disposée
de façon rotative autour d'un axe de rotation (D1) du palier (5), et
- un entraînement (4), qui est conçu de façon à faire tourner l'unité de nettoyage
(2) autour de l'axe de rotation (D1) du palier (5).
2. Machine de remplissage de gélules selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité de nettoyage (2) comprend un élément annulaire (20), dans laquelle au moins
un bras de pulvérisation (21, 22, 23) avec un orifice de pulvérisation (6) est disposé
sur l'élément annulaire (20) pour la pulvérisation du fluide de nettoyage.
3. Machine de remplissage de gélules selon la revendication 2, comprenant en outre un
bras de pulvérisation central (24), qui est disposé à l'intérieur de l'élément annulaire
(20) et qui est raccordé séparément à l'unité de conduite d'alimentation (3), dans
laquelle le bras de pulvérisation central (24) est monté de façon rotative.
4. Machine de remplissage de gélules selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un axe de rotation (D2) du bras de pulvérisation central (24) et un axe de rotation
(D1) de l'élément annulaire (20) sont disposés parallèlement l'un à l'autre à une
distance prédéterminée.
5. Machine de remplissage de gélules selon une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce que plusieurs bras de pulvérisation, en particulier trois bras de pulvérisation, sont
montés sur l'élément annulaire (20).
6. Machine de remplissage de gélules selon une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que le bras de pulvérisation central (24) et/ou chaque bras de pulvérisation (21, 22,
23) de l'élément annulaire (20) comprend à une extrémité libre un dispositif de rotation
(21a, 22a, 23a), sur lequel une buse (6) est disposée pour la pulvérisation du fluide
de nettoyage.
7. Machine de remplissage de gélules selon une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que plusieurs buses (6) sont disposées à différentes positions dans la direction longitudinale
des bras de pulvérisation sur un ou plusieurs bras de pulvérisation (21, 22, 23) de
l'élément annulaire (20) et/ou sur le bras de pulvérisation central (24).
8. Machine de remplissage de gélules selon une des revendications 3 à 7, caractérisée en ce que le bras de pulvérisation central (24) est monté de façon rotative sur une région
de fond (10) de la machine à nettoyer et l'élément annulaire (30) est monté dans une
région supérieure, en particulier une région de couvercle, de la machine à nettoyer.