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(11) |
EP 2 178 765 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.2011 Patentblatt 2011/23 |
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Anmeldetag: 08.08.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2008/000339 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/023976 (26.02.2009 Gazette 2009/09) |
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SELBSTÖFFNER-VERSCHLUSS MIT LUFTEINLASSKANAL FÜR VERBUNDPACKUNGEN ODER FÜR MIT FOLIENMATERIAL
ZU VERSCHLIESSENDE BEHÄLTERSTUTZEN
SELF-OPENING CLOSURE WITH AIR INLET CHANNEL FOR COMPOSITE PACKAGING OR FOR CONTAINER
NECKS TO BE SEALED WITH FOIL MATERIAL
SYSTÈME DE BOUCHAGE À OUVERTURE AUTOMATIQUE MUNI D'UN CANAL D'ENTRÉE D'AIR POUR EMBALLAGES
COMPOSITES OU POUR EMBOUTS DE RÉCIPIENTS À OBTURER PAR UN MATÉRIAU PELLICULAIRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
22.08.2007 CH 13182007
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
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Patentinhaber: SIG Technology Ltd. |
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8212 Neuhausen am Rheinfall (CH) |
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Erfinder: |
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- ALTHER, Roger
8247 Flurlingen (CH)
- LANG, Egon
8203 Schaffhausen (CH)
- HOCKER, Thomas
8009 Winterthur (CH)
- WEISS, Rolf
8320 Fehraltorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Felber, Josef |
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Felber & Partner AG
Dufourstrasse 116 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 262 412 WO-A-2004/000667 DE-A1- 3 039 299
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WO-A-03/101843 WO-A-2006/050624
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Diese Erfindung betrifft einen Selbstöffner-Verschluss mit Lufteinlasskanal für Verbundpackungen
sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende Behälterstutzen aller Art. Dabei ist
namentlich an Flüssigkeitspackungen in Form solcher Verbundpackungen aus folienbeschichtetem
Papier gedacht, in denen etwa Milch, Fruchtsäfte, allerlei nichtalkoholische Getränke
oder generell Flüssigkeiten auch aus dem Non-Food-Bereich verpackt werden. Bei diesem
folienbeschichteten Papier handelt es sich um einen Laminatstoff, etwa um eine mit
Kunststoff wie zum Beispiel Polyäthylen und/oder Aluminium beschichtete Papier- oder
Kartonbahn. Gebräuchliche Volumina solcher Packungen reichen von 20cl bis zu 2 Litern
und mehr. Alternativ kann der Selbstöffner-Verschluss auch an Behältern montiert werden,
die von einem Folienmaterial verschlossen sind, etwa an allerlei Behältern aus Glas
oder Kunststoff oder an ähnlichen Behältern, die zum Ausgiessen des Inhalts über eine
mehr oder weniger definierte Achse gekippt werden. Derartige Verschlüsse aus Kunststoff
sind in verschiedenen Ausführungen bekannt, allerdings ohne spezifisch definierten
Lufteinlasskanal. Sie bilden, wenn sie für eine Verbundpackung bestimmt sind, im wesentlichen
einen Ausguss-Stutzen mit von seinem unteren Rand radial auskragender Schulter, die
an diesem Ausguss-Stutzen einen abschliessenden Flansch bildet. Der Stutzen ist mit
einem Aussengewinde ausgerüstet, auf welches eine Gewindekappe als Verschluss aufgeschraubt
werden kann. Ein solcher Selbstöffner-Verschluss wird auf die Verbundpackung aufgeflanscht,
indem er mit der Unterseite seines auskragenden Randes, also mit der Unterseite seines
Flansches, auf die Verbundpackung dichtend aufgeschweisst oder aufgeklebt wird. Der
freie Durchgang am unteren Ende des Stutzens ist danach vom Laminat oder der Dichtfolie
der Verbundpackung verschlossen.
[0002] Das unterhalb des aufgeschweissten Stutzens durchgehende folienverstärkte Papier
oder die innerhalb des Stutzens verlaufende Folienmembran muss zum Öffnen aufgeschnitten,
aufgerissen oder weggedrückt werden, damit der Durchgang freigegeben wird und die
Flüssigkeit aus dem Behälter durch den Stutzen ausgegossen werden kann. Hierzu ist
im Innern des Stutzens eine Hülse angeordnet, welche beim Drehen der aufgeschraubten
Kappe von dieser angetrieben wird. Durch Führungen an der Innenseite des Stutzens
und an der Aussenseite der Hülse bewegt sich diese beim Wegschrauben der Gewindekappe,
das heisst wenn diese sich gegenüber der Flüssigkeitspackung nach oben verschiebt,
stetig nach unten. Der untere Rand der Hülse ist mit einem oder mehreren Schneidezähnen
ausgestattet. Dadurch schneidet die Hülse infolge ihrer Bewegung eine Scheibe aus
dem unter ihr durchlaufenden folienverstärkten Papier oder der dortigen Folienmembran
heraus und drückt diese anschliessend nach unten. Es gibt Selbstöffner-Hülsen, welche
aufgrund der Antriebsmittel rein axial abwärts gestossen werden. Andere vollführen
anschliessend eine reine Rotation. Ebenfalls existieren solche, bei denen diese beiden
Bewegungen zu einer Schraubenlinienform oder zu einer Spirale mit zunächst grosser
und allmählich kleiner werdenden Steigung überlagert sind.
[0003] Die nächstliegenden Dokumente zum Stand der Technik sind
EP-A-1 262 412 und
DE 30 39 299 A1. Sie offenbaren oder lehren auf Durchbrüchen und/oder durchgehenden Kanälen basierende
Lufteinlass-Lösungen zur Verbesserung des Ausgiessverhaltens. Die weiteren Dokumente
WO 2006/050624 A,
WO 03/101843 A,
WO 2004/000667 A stammen von der Anmelderin und zeigen gattungsverwandte Verschlüsse, jedoch noch
ohne Massnahmen für ein verbessertes Ausgiessverhalten. Solche herkömmlichen Selbstöffner-Verschlüsse
sind noch verbesserungsfähig, besonders was das Ausgiessverhalten anbetrifft. Weil
diese Selbstöffner-Verschlüsse keinen definierten Lufteinlass beim Ausgiessen bilden,
erfolgt das Ausgiessen bei starker Kipplage schwallweise, was in der Praxis unangenehm
ist und zum Verschütten von Inhalt führt.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Selbstöffner-Verschluss für
Verbundpackungen oder für mit Folienmaterial zu verschliessende oder bereits mit Folienmaterial
verschlossene Behälterstutzen zu schaffen, der ein sauberes und kontrolliertes und
stetiges Ausgiessen des Flüssigkeitsinhaltes erlaubt.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst von einem Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen
sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende Behälterstutzen, bestehend aus einem
Ausguss-Stutzen, welcher dichtend auf eine Verbundpackung oder auf einen mit Folienmaterial
zu verschliessenden Behälterstutzen montierbar ist, einer zugehörigen Drehkappe sowie
einer innerhalb des Ausguss-Stutzens angeordneten Selbstöffner-Hülse, welche von der
Drehkappe in Drehung versetzbar ist, und der sich dadurch auszeichnet, dass die Selbstöffner-Hülse
zur Bildung eines Lufteinlass-Kanals am oberen Rand eine Einbuchtung bildet, welche
gegen den unteren Rand hin kleiner wird und in den unteren, in Draufsicht kreisförmigen
Rand ausläuft.
[0006] In den Figuren ist eine vorteilhafte Ausführung dieses Selbstöffner-Verschlusses
in verschiedenen Ansichten dargestellt. Anhand dieser Figuren wird der Selbstöffner-Verschluss
nachfolgend im Einzelnen beschrieben und seine Funktion wird erläutert und erklärt.
[0007] Es zeigt:
- Figur 1:
- Die Selbstöffner-Hülse des Verschlusses perspektivisch dargestellt, mit der dem Betrachter
zugewandten Stelle mit der Einbuchtung;
- Figur 2:
- Den Selbstöffner-Verschluss von schräg unten gesehen, mit der inliegenden Selbstöffner-Hülse
in ihrem Ausgangszustand;
- Figur 3:
- Den kompletten Selbstöffner-Verschluss mit seinen drei Teilen, nämlich der Deckelkappe,
dem Ausguss-Stutzen und der Selbstöffner-Hülse, nach dem Losschrauben und Entfernen
der Deckelkappe;
- Figur 4:
- Den Selbstöffner-Verschluss in einem diametralen Schnitt dargstellt;
- Figur 5:
- Eine Selbstöffner-Hülse mit einer Variante, nämlich einer Ausschneidung an der Einbuchtung;
- Figur 6:
- Den kompletten Selbstöffner-Verschluss mit seinen drei Teilen von schräg unten gesehen,
nämlich der Deckelkappe, dem Ausguss- Stutzen und der Selbstöffner-Hülse, nach dem
Losschrauben und wieder Aufsetzen der Deckelkappe;
- Figur 7:
- Den geöffneten Selbstöffner-Verschluss montiert auf eine Verbundpackung.
[0008] In Figur 1 ist die Selbstöffner-Hülse 1 dieses Selbstöffner-Verschlusses als gesondertes
Teil dargestellt. Der untere Rand 6 bildet mehrere Schneidezähne 2 aus, die je in
eine scharfe Kante auslaufen. Diese Schneidezähne 2 dienen zum Anstechen einer unter
dem Selbstöffner-Verschluss verlaufenden Folie und zu deren anschliessendem Aufschneiden,
sodass eine Scheibe nahezu rundum ausgeschnitten wird. Als Besonderheit bildet diese
Selbstöffner-Hülse 1 an ihrem oberen Rand 5 eine Einbuchtung 4, welche gegen den unteren
Rand 6 der Selbstöffner-Hülse hin kleiner wird und schliesslich in den von oben gesehen
kreisförmigen unteren Rand ausläuft. Diese Einbuchtung 4 ist gewölbt, was hier mit
den unterbrochenen Hilfslinien 3 angedeutet ist, und bildet die Form einer Schaufel
oder eines Löffels. Gegen den unteren Rand 6 der Selbstöffner-Hülse 1 hin weist sie
einen immer kleiner werdenden Radius ihrer Wölbungskrümmung auf und mündet schliesslich
in den unteren Rand 6 ein. Die Rundung bzw. Krümmung dieser Einbuchtung 4 muss aber
nicht überall gleich gross sein, sondern kann wie im gezeigten Beispiel auf einer
Seite der Rundung annähernd eine Ecke bilden, die hier mit einer unterbrochenen Hilfslinie
7 angedeutet ist. Damit wird im oberen Bereich der Einbuchtung 4, auf der Aussenseite
der Hülse 1, eine Schulter 8 gebildet, welche als Anschlagfläche für einen Antriebs-Nocken
an der Innenseite der Deckelkappe dient. In einer anderen Ausführung kann auf der
in Umfangsrichtung der Selbstöffner-Hülse gegenüberliegenden Seite eine Schulter gebildet
sein, sodass dann der Antriebsnocken die Einbuchtung 4 von innerhalb der Selbstöffner-Hülse
1 her angreift und also von aussen an die dort konvexe Einbuchtung 4 anschlägt.
[0009] Die Figur 2 zeigt den montagefertigen Selbstöffner-Verschlusses aus Deckelkappe 9,
Ausguss-Stutzen 10 und Selbstöffner-Hülse 1. Diese lagert vollständig im Innern des
Ausguss-Stutzens 10. Weil man in der Figur 2 den Verschluss von schräg unten sieht,
erkennt man gleichwohl die Schneidezähne 2 mit ihren scharfen Kanten und die Einbuchtung
4, die hier von der Innenseite der Selbstöffner-Hülse 1 her sichtbar ist.
[0010] Die Figur 3 zeigt alle Teile dieses Selbstöffner-Verschlusses nach dessen Öffnung.
Oben sieht man die Deckelkappe 9, darunter den Ausguss-Stutzen 10 und unten, aus demselben
herausragend, die Selbstöffner-Hülse 1. Die Deckelkappe 9 wurde mit einer Linksdrehung
vom Ausguss-Stutzen 10 losgeschraubt und entfernt. Beim Losschrauben wurde die Selbstöffner-Hülse
1 im gleichen Drehsinn mitgenommen. Sie führte daher ebenfalls eine Linksdrehung aus
und wurde infolge von Führungsmitteln nach unten gedreht, bis sie die hier gezeigte
Endposition erreichte. In dieser Endposition ragen die Schneidezähne aus dem Ausguss-Stutzen
10 heraus, und die Einbuchtung 4 hat den unteren Rand des Ausguss-Stutzens 10 etwa
zur Hälfte passiert. In dieser Lage bildet die Einbuchtung 4 einen Lufteinlasskanal
beim Ausgiessen. Der Selbstöffner-Verschluss wird so auf eine Packung montiert, dass
die Einbuchtung 4 bei geöffnetem Verschluss, wenn die Packung zum Ausgiessen gekippt
wird, im oberen Zenit des Verschlusses zu liegen kommt. Die für das Hinunterdrehen
der Selbstöffner-Hülse 1 nötige Drehung der Deckelkappe 9 erstreckt sich um etwa 120°.
Danach gleitet der hier nicht sichtbare Antriebsnocken an der Unterseite der Deckelkappe
9 aus der Einbuchtung 4 heraus und dreht hernach leer weiter. Der Verschluss wird
daher in einer solchen Drehlage auf der Packung positioniert, dass die Einbuchtung
4 von oben auf den Verschluss gesehen zunächst auf etwa 10.00 Uhr steht, wenn das
Ausgiessen über die Stelle 12.00 Uhr am Verschluss-Stutzen erfolgen muss. Wird dann
die Drehkappe 9 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, so wird die Selbstöffnerhülse 1 gleichsinnig
um 120° auf die Position 06.00 Uhr gedreht und steht dann in Kipplage der Verbundpackung
im oberen Zenit des Ausguss-Stutzens 10.
[0011] Die Figur 4 zeigt den Selbstöffner-Verschluss mit Lufteinlasskanal in einem diametralen
Schnitt, wobei die Schnittflächen schraffiert dargestellt sind. In dieser Darstellung
erkennt man den Antriebs-Nocken 11, der auf der Innenseite der Deckelkappe 9 axial
angeformt ist. Dieser Antriebs-Nocken 11 greift in der gezeigten Ausführung des Verschlusses
in die konkave Einbuchtung 4 an der Selbstöffner-Hülse 1 hinein, liegt also aussen
an der Selbstöffner-Hülse 1 an. Die Deckelkappe 9 ist über ein Aussengewinde 12 auf
den Ausguss-Stutzen 10 aufgeschraubt. Die Selbstöffner-Hülse 1 ist hingegen an der
Innenwand dieses Ausguss-Stutzens 10 gehalten und geführt. Eine an dieser Innenwand
angeformte Auskragung 13 greift in entsprechende Führungsmittel an der Aussenseite
der Selbstöffner-Hülse 1 ein. Wird die Deckelkappe 9 von oben gesehen im Gegenuhrzeigersinn
gedreht, so schlägt der Antriebsnocken 11 an der Schulter 8 an der Einbuchtung 4 an
und dreht somit die Selbstöffner-Hülse 1 im gleichen Drehsinn mit und die Selbstöffner-Hülse
1 gleitet nach unten, das heisst sie vollführt zum Beispiel eine schraubenlinienförmige
Bewegung nach unten. In der Endlage liegt die Einbuchtung 4 so, dass ein Teil noch
im Innern des Ausguss-Stutzens 10 liegt, während der andere unten aus dem Ausguss-Stutzen
10 herausragt, wie das in Figur 3 schon gezeigt ist.
[0012] Die Einbuchtung 4 bildet in ihrer Endlage einen Lufteinlasskanal beim Ausgiessen.
Wird also die Verbundpackung in Ausgiesslage gekippt, so fliesst sofort Luft von aussen
durch diesen so gebildeten Lufteinlasskanal in das Innere der Verbundpackung. Die
Einbuchtung 4 ist so geformt, dass sich der Lufteinlasskanal gegen das Behälterinnere
hin verjüngt und im Behälterinnern mit einer Radialkomponente zum Ausguss-Stutzen
abgelenkt wird. Durch die Verjüngung wird die Luftströmung dort beschleunigt, und
beim weiteren Kippen der Verbundpackung vermag die Flüssigkeit diesen eintretenden
Luftstrahl nicht wesentlich zu stören, sodass er erhalten bleibt. Die Einbuchtung
4 bildet mit ihrer dem Inneren des Ausguss-Stutzens 1 zugewandten Seite einen Strömungswiderstand
für den austretenden Flüssigkeitsstrahl. Das wirkt sich strömungsdynamisch positiv
aus, indem der Strahl so geformt wird, dass er den einströmenden Luftstrom nicht wesentlich
zu stören vermag und ein stetiges Ausströmen der Flüssigkeit erzielt wird.
[0013] Die Figur 5 zeigt eine alternative Ausformung der Einbuchtung 4 an der Selbstöffner-Hülse
1. Diese Einbuchtung 4 ist nämlich an ihrem oberen Rand 14 parabelförmig ausgeschnitten.
Es hat sich gezeigt, dass sich ein solcher parabelförmiger oberer Rand 14 günstig
auf die Strömungsverhältnisse beim Ausgiessen auswirkt. In Figur 6 sieht man diese
Selbstöffner-Hülse in den Verschluss eingebaut, und zwar in ihrer Endlage, nach dem
Öffnen des Selbstöffner-Verschlusses, hier mit hernach wieder aufgeschraubter Deckelkappe.
Ein unterer Teil der Einbuchtung 4 ragt hier unten aus dem Ausguss-Stutzen 10 heraus,
während ein oberer Teil noch in den Ausguss-Stutzen 10 hineinragt. Allerdings erkennt
man hier nur einen Teil des oberen parabelförmigen Randes 14 der Einbuchtung 4. Beim
Ausgiessen strömt die Flüssigkeit an diesem parabelförmigen Rand 14 vorbei und wird
von ihm zu einer annähernd ebenen Strahlfläche geformt, sodass also der Flüssigkeitsstrahl
auf dieser beim Ausgiessen oberen Seite gewissermassen eine Sekante im Ausguss-Stutzen
10 bildet. Das gewährt der eintretenden Luft Platz und sie strömt in der Folge durch
die Einbuchtung 4 in das Innere der Verbundpackung und sorgt hiermit für einen stetigen
Ausgiess-Strahl. Es ist klar, dass sich auch mit anders geformten Einbuchtungen und
anders geformten Rändem ähnliche Resultate erzielen lassen.
[0014] In Figur 7 ist der geöffnete Selbstöffner-Verschluss auf einer Verbundpackung 15
zu sehen. Wie man erkennt, liegt dabei die Einbuchtung 4 in der Selbstöffner-Hülse
1 genau im oberen Zenit in Bezug auf die Kipplage zum Ausgiessen. In dieser Ansicht
erkennt man im gezeigten Beispiel eine schraubenlinienförmig verlaufende Auskragung
13 an der Innenseite des Ausguss-Stutzens 10. Diese Führung zum Erzwingen einer Abwärtsbewegung
der Selbstöffner-Hülse 1 beim Wegschrauben der Drehkappe kann jedoch auch anders gestaltet
sein. Jedenfalls wird die Selbstöffner-Hülse 1 abwärts bewegt, bis sie die hier gezeigte
Endlage erreicht. Die Einbuchtung 4 bildet auf ihrer gegen die Innenseite des Ausguss-Stutzens
gerichteten Aussenseite einen Luftkanal für die einströmende Luft. Der eintretende
Luftstrahl wie auch der austretende Flüssigkeitsstrahl werden durch diese Einbuchtung
4 so geformt, dass der Flüssigkeitsstrahl stetig bleibt und ohne Schwälle zu erzeugen
ausströmt.
1. Selbstöffner-Verschluss für Verbundpackungen sowie für mit Folienmaterial zu verschliessende
Behälterstutzen, bestehend aus einem Ausguss-Stutzen (10), welcher dichtend auf eine
Verbundpackung (15) oder auf einen mit Folienmaterial zu verschliessenden Behälterstutzen
montierbar ist, einer zugehörigen Drehkappe (9) sowie einer innerhalb des Ausguss-Stutzens
(10) angeordneten Selbstöffner-Hülse (1), welche von der Drehkappe (9) in Bewegung
versetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstöffner-Hülse (1) zur Bildung eines Lufteinlass-Kanals am oberen Rand eine
Einbuchtung (4) bildet, welche gegen den unteren Rand hin kleiner wird und in den
unteren, in Draufsicht kreisförmigen Rand (6) ausläuft.
2. Selbstöffner-Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstöffner-Hülse (1) um einen definierten Winkel im Ausguss-Stutzen (10) verdrehbar
ist, sodass der Selbstöffner-Verschluss derart montierbar ist, dass er nach Öffnung
mit der Einbuchtung (4) an der Selbstöffner-Hülse (1) im oberen Zenit in Bezug auf
den Ausguss-Stutzen in dessen Ausgiesslage auf der Verpackung sitzt.
3. Selbstöffner-Verschluss nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (4) an der Selbstöffner-Hülse (1) eine gewölbte Form aufweist.
4. Selbstöffner-Verschluss nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (4) an der Selbstöffner-Hülse (1) schaufel- oder löffelförmig ausgebildet
ist, und gegen den unteren Rand (6) der Selbstöffner-Hülse (1) hin mit kleiner werdendem
Krümmungsradius ausläuft und schliesslich in den unteren Rand (6) einmündet.
5. Selbstöffner-Verschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (4) an der Selbstöffner-Hülse (1) eine eckige Querschnittsform aufweist.
6. Selbstöffner-Verschluss nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (4) nach dem Losschrauben der Deckelkappe zum Teil im Innern des
Ausguss-Stutzens (10) und zum Teil unterhalb desselben liegt.
7. Selbstöffner-Verschluss nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung an ihrem oberen Rand (14) ausgeschnitten ist.
8. Selbstöffner-Verschluss nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung auf ihrer einen Seite einen radialen Abschnitt zur Bildung einer
Schulter (8) zum Anschlagen eines von der Deckelkappe nach unten ragenden Antriebsnockens
(11) bildet.
9. Selbstöffner-Verschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsnocken (11) aussen an der Selbstöffner-Hülse (1) in das Innere der dort
konkaven Einbuchtung (4) eingreift.
10. Selbstöffner-Verschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsnocken (11) innen an der Selbstöffner-Hülse (1) von aussen an die dort
konvexe Einbuchtung (4) anschlägt.
1. Self-opening closure for combipacks as well as for container nozzles to be sealed
with foil material consisting of a pouring spout (10), which can be assembled leak-proof
on a combipack (15) or on a container spout to be sealed with foil material, an appropriate
twist cap (9) as well as a self-opening sleeve (1) arranged within the pouring spout
(10), which can be made to move by the twist cap (9), characterised in that, the self-opening sleeve (1) forms an indentation (4) for the formation of an air
channel on the upper edge, which becomes smaller towards the bottom and tapers off
into the bottom circular edge (6) in the top view.
2. Self-opening closure according claim 1, characterised in that the self-opening sleeve (1) can be rotated by a definite angle in the pouring spout
(10) so that the self-opening closure can be assembled in such a way that it sits
on the pack with the indentation (4) on the self-opening sleeve (1) in the upper closure
with reference to the pouring spout in its pouring out position after opening.
3. Self-opening closure according to one of the preceding claims, characterised in that the indentation (4) on the self-opening sleeve (1) has a curved shape.
4. Self-opening closure according to one of the preceding claims, characterised in that the indentation (4) on the self-opening sleeve (1) is formed shovel- or spoon-shaped
and tapers off towards the bottom edge (6) of the self-opening sleeve (1) with radius
of curvature becoming smaller and finally runs into the bottom edge (6).
5. Self-opening closure according to claim 1 or 2, characterised in that the indentation (4) on the self-opening sleeve (1) has a square cross-sectional shape.
6. Self-opening closure according to one of the preceding claims, characterised in that the indentation (4) lies partly within the pouring spout (10) and partly below the
same after the unscrewing of the cover cap.
7. Self-opening closure according to one of the preceding claims, characterised in that the indentation is cut out on its upper edge (14).
8. Self-opening closure according to one of the preceding claims, characterised in that the indentation forms a radial section on its one side for the formation of a shoulder
(8) for the stopping of an actuating cam (11) projecting downwards from the cover
cap.
9. Self-opening closure according to claim 7, characterised in that the actuating cam (11) engages in the concave indentation (4) outside on the self-opening
sleeve (1).
10. Self-opening closure according to claim 7, characterised in that the actuating cam (11) inside in the self-opening sleeve (1) strikes from outside
at the convex indentation (4) there.
1. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique pour des emballages composites ainsi
que pour des tubulures de récipient qui doivent être fermées avec du matériau de film,
constituée d'une tubulure d'écoulement (10), laquelle peut être montée de manière
étanche sur un emballage composite (15) ou sur une tubulure de récipient qui doit
être fermée avec du matériau de film, d'un capuchon rotatif correspondant (9) ainsi
que d'une douille avec mécanisme d'ouverture automatique (10) agencée à l'intérieur
de la tubulure d'écoulement (10), laquelle peut être mise en mouvement par le capuchon
rotatif (9), caractérisée en ce que la douille avec mécanisme d'ouverture automatique (1) forme un renfoncement (4) pour
la formation d'un canal d'entrée d'air sur le bord supérieur, lequel devient plus
petit contre le bord inférieur et se transforme dans le bord circulaire inférieur
(6) dans la vue de dessus.
2. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la douille avec mécanisme d'ouverture automatique (1) peut être tournée autour d'un
angle défini dans la tubulure d'écoulement (10), de telle sorte que la fermeture avec
mécanisme d'ouverture automatique peut être montée de manière à ce qu'elle vienne
se placer sur l'emballage après l'ouverture avec le renfoncement (4) sur la douille
avec mécanisme d'ouverture automatique (1) dans le zénith supérieur en référence à
la tubulure d'écoulement dans la position d'écoulement de celle-ci.
3. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le renfoncement (4) sur la douille avec mécanisme d'ouverture automatique (1) présente
une forme voûtée.
4. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le renfoncement (4) sur la douille avec mécanisme d'ouverture automatique (1) est
réalisé en forme de pelle ou de cuillère, et en ce que, à l'encontre du bord inférieur (6) de la douille avec mécanisme d'ouverture automatique
(1), il s'étend avec un rayon de courbure qui devient plus petit et s'embouche finalement
dans le bord inférieur (6).
5. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon l'une ou l'autre des revendications
1 et 2, caractérisée en ce que le renfoncement (4) sur la douille avec mécanisme d'ouverture automatique (1) présente
une forme de section transversale angulaire.
6. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le renfoncement (4) vient se placer, après le dévissage du capuchon de couvercle,
en partie à l'intérieur de la tubulure d'écoulement (10) et en partie en dessous de
celle-ci.
7. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le renfoncement est découpé sur son rebord supérieur (14).
8. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le renfoncement forme sur l'un de ses côtés un tronçon radial pour la formation d'un
épaulement (8) pour la venue en butée d'une came d'entraînement (11) qui fait saillie
vers le bas depuis le capuchon rotatif.
9. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon la revendication 7, caractérisée en ce que la came d'entraînement (11) vient s'engager à l'extérieur sur la douille avec mécanisme
d'ouverture automatique (1) dans l'intérieur du renfoncement (4) qui est concave à
cet endroit.
10. Fermeture avec mécanisme d'ouverture automatique selon la revendication 7, caractérisée en ce que la came d'entraînement (11) vient en butée à l'intérieur sur la douille avec mécanisme
d'ouverture automatique (1) depuis l'extérieur sur le renfoncement (4) qui est convexe
à cet endroit.
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