| (19) |
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(11) |
EP 2 179 116 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.2011 Patentblatt 2011/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.07.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/060096 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/021857 (19.02.2009 Gazette 2009/08) |
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| (54) |
TÜRSCHLOSS
DOOR LOCK
SERRURE DE PORTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
15.08.2007 DE 102007038648
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Dorma GmbH + Co. KG |
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58256 Ennepetal (DE) |
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Erfinder: |
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- SPECKAMP, Hans-Rainer
58339 Breckerfeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Vogel, Andreas et al |
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Bals & Vogel
Universitätsstrasse 142 44799 Bochum 44799 Bochum (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2007/000763 GB-A- 2 097 462
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FI-B- 87 682 US-A1- 2001 025 517
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Türschloss mit einem Gehäuse, in dem ein Riegel angeordnet
ist, der in einer ersten aus dem Gehäuse vorspringenden Position das Türschloss verriegelt
und in eine zweite das Türschloss entriegelnde Position zumindest teilweise in das
Gehäuse zurückziehbar ist, einer ersten Achse für einen mit einem Schlüssel betreibbaren
Schließmechanismus, Kraftübertragungsmittel zum manuellen Bewegen des Riegels über
die Achse und mit einem bewegbaren Selektorelement zur Umstellung von Funktionseigenschaften
des Türschlosses.
[0002] Aus der FI 87682 ist ein Türschloss der oben genannten Art beschrieben, wobei das
Schloss ferner mit einem Schließelement ausgeführt ist, das am Gehäuse angeordnet
ist, wobei durch die Kraftübertragungsmittel in Verbindung mit einer Schlüsseloperation
das Schließelement von einer Blockierposition, in der eine Bewegung des Selektorelementes
nicht möglich ist, in eine Freigabeposition bewegbar ist, in der eine Bewegung des
Selektorelementes möglich ist. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass eine Blockierung
des Selektorelementes in einer Funktionseigenschaft des Türschlosses unerwünscht sein
kann. Des Weiteren hat sich der aufwendige Schließmechanismus dieses Türschlosses
als nachteilig erwiesen.
[0003] Das Selektorelement ist in eine Freigabestellung und in eine Sicherungsstellung bringbar,
wobei eine erste Funktionseigenschaft des Türschlosses in der Freigabestellung erzielbar
ist, bei der der Riegel über die Kraftübertragungsmittel in die erste Position bringbar
ist, eine zweite Funktionseigenschaft des Türschlosses in der Sicherungsstellung erzielbar
ist, bei der eine Bewegung des Riegels über die Kraftübertragungsmittel in die erste
Position blockiert ist, und das Selektorelement derart mit dem Riegel in Wirkverbindung
steht, dass in jeder Stellung des Selektorelementes eine Änderung der Funktionseigenschaft
des Türschlosses über eine Bewegung des Selektorelementes möglich ist.
[0004] Die erste Funktionseigenschaft kann beispielsweise eine Selbstverriegelung des Türschlosses
sein, bei der der Riegel bei geschlossener Tür vollständig ausfährt, so dass eine
Entriegelung lediglich über eine Schlüsseloperation an der ersten Achse ausführbar
ist. Eine Entriegelung über einen Drücker ist nicht möglich. Die zweite Funktionseigenschaft
des Türschlosses kann sein, dass der Riegel sowohl über eine Schlüsseloperation als
auch über den Drücker am Gehäuse hin und her bewegbar ist. Besonders vorteilhaft ist,
dass in jeder Stellung des Selektorelementes der Benutzer das Selektorelement bewegen
kann, um nach seinen Wünschen die Funktionseigenschaften des Türschlosses zu variieren.
[0005] Das Selektorelement ist an einer innerhalb des Gehäuses angeordneten Blockiereinheit
vorgesehen, wobei die Blockiereinheit in der Freigabestellung des Selektorelementes
eine erste Lage und in der Sicherungsstellung des Selektorelementes eine zweite Lage
einnimmt. Hierbei kann die Blockiereinheit einen Anschlag aufweisen und der Riegel
kann mit einem Gegenanschlag ausgeführt sein. Hierdurch liegt in der zweiten Lage
der Blockiereinheit der Anschlag am Gegenanschlag an, wodurch eine Bewegung des Riegels
in die erste Position blockiert ist. Zweckmäßigerweise ist die Verschieberichtung
des Riegels von der ersten Position in die zweite Position und umgekehrt senkrecht
zur Bewegungsrichtung der Blockiereinheit von ihrer ersten Lage in ihre zweite Lage
und umgekehrt ausgerichtet.
[0006] Ein Türschloss nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
GB-A-2 097 462 bekannt.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Türschloss zu schaffen, bei dem die
genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere ein Türschloss geschaffen wird,
bei dem zu jeder Zeit der Benutzer eine Umstellung der Funktionseigenschaft des Türschlosses
vornehmen kann.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Türschloss mit den Merkmalen des Anspruches 1
vorgeschlagen. In den abhängigen Ansprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen ausgeführt.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Blockiereinheit ein Federelement aufweist,
das die Bewegung von der ersten Lage in die zweite Lage unterstützt. Des Weiteren
kann vorgesehen sein, dass an der Blockiereinheit eine Rastvorrichtung vorgesehen
ist, die die jeweilige Stellung des Selektorelementes hält. In einer denkbaren Alternative
kann die Rastvorrichtung eine Rastkulisse mit mindestens zwei Raststellungen aufweisen,
in die ein Rastelement eingreift. Vorteilhafterweise befindet sich das Rastelement
in der ersten Raststellung, wenn das Selektorelement die Freigabestellung einnimmt.
Bei einer Bewegung des Selektorelementes von der Freigabestellung in die Sicherungsstellung
wird gleichzeitig das Rastelement in die zweite Raststellung entlang der Rastkulisse
verfahren.
[0010] Vorteilhafterweise ist die Blockiereinheit in der ersten Stellung des Selektorelementes
beabstandet zum Riegel angeordnet. Zwischen der Blockiereinheit und dem Riegel besteht
ein Spiel, so dass der Riegel in die erste und zweite Position und umgekehrt hin und
her bewegt werden kann und somit die Blockiereinheit unterfährt. Zweckmäßigerweise
kann in dieser Lage der Blockiereinheit der Riegel lediglich über eine Schlüsselbetätigung
an der ersten Achse aus der ersten Position in das Gehäuse zurückgezogen werden. Vorzugsweise
wird hierbei eine integrierte Selbstverriegelungsfeder für den selbsttätigen Riegelausschluss
vorgespannt und der Riegel in einer Zwischenstellung (zwischen der ersten Position
und der zweiten Position) gehalten. Mit einer Betätigung einer Zusatzfalle kann der
Riegel entsperrt werden und fährt vollständig in die erste Position aus (Selbstverriegelung).
[0011] In einer weiteren die Erfindung verbessernden Maßnahme weist die Blockiereinheit
ein Anschlagelement, das an einem freien Ende mit dem Anschlag ausgeführt ist, und
ein Koppelelement aufweist, das mit der Rastvorrichtung verbunden ist, wobei das Anschlagelement
und das Koppelelement relativ zueinander verschiebbar sind. In einer vorteilhaften
Ausführungsform des Türschlosses ist die Blockiereinheit in eine Zwischenlage bringbar,
die zwischen der ersten und der zweiten Lage liegt, wobei in der Zwischenlage der
Blockiereinheit sich der Riegel in der ersten Position und das Selektorelement in
der Sicherungsstellung befindet.
[0012] Eine Alternative der Erfindung sieht vor, dass der Riegel eine erste und eine zweite
Kontaktierungsfläche aufweist, die durch den Gegenanschlag getrennt sind, wobei die
erste Kontaktierungsfläche der Frontplatte des Gehäuses zugewandt ist und die zweite
Kontaktierungsfläche der Frontplatte des Gehäuses abgewandt ist. Hierbei kann in der
zweiten Lage der Blockiereinheit das Anschlagelement auf der ersten Kontaktierungsfläche
anliegen und in der Zwischenlage der Blockiereinheit kann das Anschlagelement auf
der zweiten Kontaktierungsfläche anliegen.
[0013] Der Riegel kann an der der Blockiereinheit zugewandten Seite im Bereich des Gegenanschlages
stufenartig ausgeführt sein. Während der Anschlag des Anschlagelementes am Gegenanschlag
des Riegels anliegt, nimmt der Riegel eine Zwischenposition ein, die zwischen der
ersten vollständig ausgefahrenen Position und der zweiten Position (vollständig in
das Gehäuse eingefahrene Position) liegt. Zweckmäßigerweise verlaufen die Kontaktflächen
des Anschlages und des Gegenanschlages in Verstellrichtung der Blockiereinheit leicht
schräg. Diese geometrische Ausführungsform der Kontaktflächen begünstigt, dass über
eine Bewegung des Selektorelementes von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung
der Anschlag sich leicht vom Gegenanschlag des Riegels löst, wodurch eine zuverlässige
Funktionsweise der Blockiereinheit sichergestellt ist.
[0014] Erfindungsgemäß kann in der Freigabestellung des Selektorelementes über einen Drücker,
der an einer zweiten Achse drehbar gelagert ist, eine Bewegung des Riegels aus der
ersten Position in die zweite Position und umgekehrt erzielt werden, wobei in der
Sicherungsstellung des Selektorelementes der Drücker mechanisch zum Riegel entkoppelt
ist.
[0015] Das Gehäuse des Türschlosses kann ein Fenster aufweisen, an dem das Selektorelement
beweglich angeordnet ist. Der Benutzer kann leicht von außen das Selektorelement wunschgemäß
manuell betätigen. Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar, eine Änderung der Funktionseigenschaften
des Schlosses über einen Antrieb erfolgen zu lassen, der insbesondere als ein elektromechanischer
Antrieb ausgeführt ist. Beispielsweise kann der Antrieb ein Piezo-Antrieb sein, mit
einem piezoelektrischen Körper, an dem eine elektrische Spannung anlegbar ist. Aufgrund
des Piezoeffektes weist der piezoelektrische Körper eine gewisse Verformung auf. Hierdurch
kann eine mechanische Kraft ausgelöst werden, die eine Bewegung der Blockiereinheit,
insbesondere des Selektorelementes bewirt. Vorteilhafterweise weist der piezoelektrische
Körper Quarz, Lithiumniobat, Galiumorthophosphat, Berlinit, Bariumtitanat (BTO) oder
Blei-Zirkonat-Titanat (BZT) auf. Alternativ kann der piezoelektrische Körper aus synthetischen,
anorganischen, ferroelektrischen und/oder polykristallinen Keramikwerkstoffen ausgeführt
sein. Der piezoelektrische Körper kann ebenfalls aus einem Kunststoff, insbesondere
aus Polyvenylidenfluorid (PVDF) ausgeführt sein.
[0016] In einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung kann der Antrieb als Hubmagnet
ausgeführt sein, der eine entsprechende Bewegung der Blockiereinheit, insbesondere
des Selektorelementes bewirkt.
[0017] Ferner kann die Erfindung vorsehen, dass eine Aktivierung der Bewegung des Selektorelementes
fernsteuerbar ist, insbesondere dass das Selektorelement mittels eines drahtlosen
Übertragungsverfahren fernsteuerbar ist. In diesem Zusammenhang kann das drahtlose
Übertragungsverfahren einen der folgenden Standards aufweisen: Bluetooth, IrDA, ZigBee,
Bonjour (Apple), Bluejacking, Bluesnarfing, Bluebugging, NFC, Wireless LAN, WiMAX,
Wibree, WiMAX.
[0018] Insbesondere die Bewegung des Selektorelementes von der Sicherungsstellung in die
Freigabestellung ermöglicht ein ferngesteuertes Verriegeln einer Tür mit einer gleichzeitigen
Entkopplung der Drückerbetätigung, so dass nur noch mittels berechtigter Schlüsseloperationen
an der ersten Achse die Tür geöffnet werden kann. Es hat sich gezeigt, dass eine derartige
elektromechanische und/oder ferngesteuerte Verstellung des Selektorelementes für eine
Türsteuerung im Rahmen von Gebäudemanagementsystemen von Vorteil sein kann.
[0019] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils als einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein.
[0020] Es zeigen:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Türschloss mit einer Blockiereinheit, an der ein Selektorelement
beweglich angeordnet ist, und einen Riegel, wobei das Selektorelement in einer Freigabestellung
und der Riegel in einer ersten vorspringenden Position sich befindet,
- Figur 2
- das Türschloss gemäß Figur 1, wobei das Selektor- element sich in der Sicherungsstellung
und die Blok- kiereinheit in einer Zwischenlage befindet, wobei der Riegel die ers-
te Position einnimmt,
- Figur 3
- das Türschloss gemäß Figur 1, wobei das Selektorelement die Si- cherungsstellung einnimmt,
die Blockiereinheit eine zweite Lage aufweist und der Riegel sich in einer zurückgezogenen
zweiten Po- sition befindet,
- Figur 4
- das Türschloss gemäß Figur 1, wobei das Selektorelement sich in der Sicherungsstellung
befindet und der Riegel unmittelbar an der Blockiereinheit anliegt und
- Figur 5
- eine vergrößerte Darstellung des Kontaktbereiches zwischen der Blockiereinheit und
dem Riegel.
[0021] In Figur 1 ist ein Türschloss 1 mit einem Gehäuse 2 dargestellt, in dem ein Riegel
3 bewegbar angeordnet ist. Der Riegel 3 befindet sich in einer ersten aus dem Gehäuse
2 vorspringenden Position, in der das Türschloss 1 verriegelt ist. Das Türschloss
1 weist ferner eine erste Achse 4 für einen mit einem Schlüssel betreibbaren Schließmechanismus
auf. Des Weiteren ist eine zweite Achse 7 vorgesehen, an der ein nicht dargestellter
Drücker drehbar gelagert ist. Zwischen der ersten Achse 4 und dem Riegel 3 sind rein
schematisch dargestellte Kraftübertragungsmittel 8 vorgesehen, die zum manuellen Bewegen
des Riegels 3 über die erste Achse 4 dienen. Die Kraftübertragungsmittel 8 können
beispielsweise diverse Schiebelemente und/oder Federelemente sein, die durch eine
Schlüsselbewegung um die erste Achse 4 eine entsprechende Bewegung, insbesondere ein
Zurückziehen des Riegels 3 bewirken. Die Kraftübertragungsmittel 8 dienen somit als
Koppelelement(e) 18, um eine entsprechende Bewegung des Riegels 3 über die erste Achse
4 zuverlässig zu bewirken.
[0022] Auch der Drücker an der zweiten Achse 7 kann über diese Kraftübertragungsmittel 8
mit dem Riegel 3 in Wirkverbindung stehen. Gemäß Figur 1 ist jedoch eine Bewegung
des Riegels 3 aus einer ersten Position in eine zurückgezogene, entriegelte Position
lediglich über eine Schlüsseloperation um die erste Achse 4 möglich. Der Drücker der
zweiten Achse 7 ist hierbei mechanisch zum Riegel 3 entkoppelt, welches explizit nicht
dargestellt ist.
[0023] Über ein bewegbares Selektorelement 11 kann eine Umstellung von Funktionseigenschaften
des vorliegenden Türschlosses 1 erfolgen. In der vorliegenden Darstellung gemäß Figur
1 befindet sich das Selektorelement 11 in einer Freigabestellung (S1). In dieser Freigabestellung
ist eine erste Funktionseigenschaft des Türschlosses 1 erzielbar, bei der der Riegel
3 über die Kraftübertragungsmittel 8 in die voll ausgefahrene erste Position (F1)
bringbar ist. Diese erste Funktionseigenschaft des Türschlosses 1, die über das Selektorelement
11 in der Freigabestellung auswählbar ist, weist die Funktion einer Selbstverriegelung
auf, bei der im Falle eines Schließen der Tür der Riegel 3 automatisch in die erste,
vollständig ausgefahrene Position fährt und somit das Türschloss 1 verriegelt. Hierbei
wird eine Zusatzfalle 9 betätigt, die den Riegel 3 entsperrt, der anschließend in
die erste Position "springt".
[0024] Das Selektorelement 11 ist Bestandteil einer innerhalb des Gehäuses 2 angeordneten
Blockiereinheit 10, die in der Freigabestellung des Selektorelementes 11 gemäß Figur
1 sich in einer ersten Lage (A0) befindet. Hierbei ist gut zu erkennen, dass in der
Freigabestellung des Selektorelementes 11 die Blockiereinheit 10 beabstandet zum Riegel
3 angeordnet ist. Ferner weist die Blockiereinheit 10 ein Anschlagelement 14, das
an seinem freien Ende mit einem Anschlag 12 ausgeführt ist, und ein Koppelelement
18 auf. Das Koppelelement 18 ist mit einer Rastvorrichtung 15 verbunden, die die Blockiereinheit
10 im oberen Bereich aufweist. Das Anschlagelement 14 sowie das Koppelelement 18 sind
relativ zueinander verschiebbar, worauf im Folgenden noch eingegangen wird.
[0025] Über Befestigungsmittel sind das Koppelelement 18 sowie das Anschlagelement 14 miteinander
verbunden. Das Anschlagelement 14 ist hierbei L-förmig ausgestaltet. Das Gehäuse 2
weist an seiner Frontplatte 2a ein Fenster 5 auf, in dem das Selektorelement 11 beweglich
angeordnet ist. Das Selektorelement 11 erstreckt sich in das Innere des Gehäuses 2,
wobei das Selektorelement 11 unmittelbar am Koppelelement 18 angreift. Die Blockiereinheit
10, insbesondere das Anschlagelement 14 ist mit einem Langloch 19 versehen. Das Koppelelement
18 sowie das Anschlagelement 14 bilden gemeinsam eine U-förmige Einheit, die einseitig
(zur rechten Seite) offen ausgestaltet ist. Innerhalb dieser Einheit ist ein Federelement
13 vorgesehen, das im oberen Bereich auf das Koppelelement 18 und im unteren Bereich
auf das Anschlagelement 14 einwirkt. Das Federelement 13 ist hierbei als Druckfeder
ausgeführt.
[0026] Die Rastvorrichtung 15 der Blockiereinheit 10 ist mit einer Rastkulisse 15a, einer
ersten Raststellung 16a (R1) und einer zweiten Raststellung 16b (R2) ausgebildet.
Gemäß Figur 1 greift ein Rastelement 17 in die erste Raststellung 16a ein, wodurch
das Selektorelement 11 in der Sicherungsstellung (S1) zuverlässig gehalten ist. Die
Rastvorrichtung 15 ist ferner über eine Schenkelfeder 15b federunterstützt. Die Schenkelfeder
15b übt hierbei eine größere Kraft als das Federelement 13 aus. Somit übersteuert
die Rastfeder 15b die Kraft der Druckfeder 13, wodurch die jeweilige Raststellung
16a, 16b gehalten wird.
[0027] Wie in Figur 1 zu erkennen ist, ist das Anschlagelement 14 der Blockiereinheit 10
mit dem Anschlag 12 ausgebildet. Der Riegel 3 weist einen korrespondierenden Gegenanschlag
3a auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Riegel 3 an der der Blockiereinheit
10 zugewandten Seite im Bereich des Gegenanschlages 3a stufenartig ausgeführt. Hierbei
weist der Riegel 3 eine erste und eine zweite Kontaktierungsfläche 6a, 6b auf, die
durch den Gegenanschlag 3a getrennt sind. Die erste Kontaktierungsfläche 6a ist der
Frontplatte 2a des Gehäuses 2 zugewandt. Die zweite Kontaktierungsfläche 6b ist der
Frontplatte 2a des Gehäuses 2 abgewandt, wobei die zweite Kontaktierungsfläche 6b
erhöht zur ersten Kontaktierungsfläche 6a ausgebildet ist. In der ersten Lage (A0)
des Anschlagelementes 14 besteht ein gewisser Abstand zwischen der zweiten Kontaktierungsfläche
6b und dem Anschlagelement 14, so dass ein Unterfahren der Unterkante des Anschlagelementes
14 vom Riegel 3 möglich ist.
[0028] Eine Änderung von Funktionseigenschaften des Türschlosses 1 kann der Benutzer dadurch
erzielen, dass das Selektorelement 11 aus seiner Freigabestellung gemäß Figur 1 in
die Sicherungsstellung (S2) bewegt wird, die in Figur 2 dargestellt ist. Durch diese
Bewegung des Selektorelementes 11 erfolgt eine Bewegung der Blockiereinheit 10 in
eine Zwischenlage (A1), bei der das Anschlagelement 14 unmittelbar auf der zweiten
Kontaktierungsfläche 6b des Riegels 3 aufliegt. Die Bewegung des Anschlagelementes
14 in die Zwischenlage (A1) wird durch die Druckfeder 13 begünstigt. Über die Bewegung
des Selektorelementes 11 in Richtung der Sicherungsstellung wird das Koppelelement
18 mit nach unten bewegt, wodurch das Rastelement 17 entlang der Rastkulisse 15a in
die zweite Raststellung 16b (R2) sich bewegt. Während die Blockiereinheit 10 in die
Zwischenlage ausgefahren wird, bewegt sich das Selektorelement 11 innerhalb des Langlochs
19.
[0029] In der Sicherungsstellung des Selektorelementes 11 wird eine zweite Funktionseigenschaft
des Türschlosses 1 aktiviert, bei der die Selbstverrieglung gemäß Figur 1 unterdrückt
wird. Wird nun gemäß Figur 2 der Riegel 3 beispielsweise über eine Schlüsseloperation
an der Achse 4 mittels eines Schließzylinders zurückgezogen, springt das gefederte
Anschlagelement 14 in die zweite Lage (A2) vor und kontaktiert die erste Kontaktfläche
6a des Riegels 3. Der Riegel 3 nimmt gemäß Figur 3 eine zweite, zurückgezogene entriegelte
Position (F3) ein und beim nächsten Arbeitshub des Riegels 3 ist die Selbstverriegelung
gemäß Figur 1 vollständig unterdrückt, da der entsperrte Riegel 3 mit seinem Gegenanschlag
3a gegen den Anschlag 14 läuft. Die erste Position (F1) gemäß Figur 1 kann nicht mehr
erreicht werden und der Riegel 3 lässt sich sowohl mittels Zylinder an der ersten
Achse 4 als auch mittels des Drückers an der zweiten Achse 7 zurückziehen.
[0030] In Figur 4 befindet sich der Riegel 3 in einer Zwischenposition (F2), wobei die Kontaktflächen
des Anschlages 12 und des Gegenanschlages 3a formschlüssig aneinander anliegen.
[0031] In Figur 5 sind die Kontaktflächen des Anschlages 12 und des Gegenanschlages 3a in
Verstellrichtung der Blockiereinheit 10 leicht schräg verlaufend ausgebildet. Hierdurch
wird eine Bewegung des Anschlagelements 14 aus der zweiten Lage der Blockiereinheit
10 in Richtung der ersten Lage begünstigt. Die Kontaktflächen sind derart geneigt,
dass es nicht zu einer Verklemmung des Anschlagelementes 14 am Gegenanschlag 3a kommt.
[0032] Neben einer manuellen Bewegung des Selektorelementes 11 durch den Benutzer kann das
Selektorelement 11 ferngesteuert aktiviert werden, um wunschgemäß in seine jeweilige
Stellung verfahren zu werden.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Türschloss
- 2
- Gehäuse
- 2a
- Frontplatte
- 3
- Riegel
- 3a
- Gegenanschlag
- 4
- erste Achse
- 5
- Fenster
- 6a
- erste Kontaktierungsfläche
- 6b
- zweite Kontaktierungsfläche
- 7
- zweite Achse
- 8
- Kraftübertragungsmittel
- 9
- Zusatzfalle
- 10
- Blockiereinheit
- 11
- Selektorelement
- 12
- Anschlag
- 13
- Federelement
- 14
- Anschlagelement
- 15
- Rastvorrichtung
- 15a
- Rastkulisse
- 15b
- Schenkelfeder
- 16a
- erste Raststellung
- 16b
- zweite Raststellung
- 17
- Rastelement
- 18
- Koppelelement
- 19
- Langloch
1. Türschloss (1) mit einem Gehäuse (2), in dem ein Riegel (3) angeordnet ist, der in
einer ersten aus dem Gehäuse (2) vorspringenden Position das Türschloss (1) verriegelt
und in eine zweite das Türschloss (1) entriegelnde Position zumindest teilweise in
das Gehäuse (2) zurückziehbar ist,
einer ersten Achse (4) für einen mit einem Schlüssel betreibbaren Schließmechanismus,
Kraftübertragungsmittel (8) zum manuellen Bewegen des Riegels (3) über die erste Achse
(4),
einem bewegbaren Selektorelement (11) zur Umstellung von Funktionseigenschaften des
Türschlosses (1),
wobei das Selektorelement (11) in eine Freigabestellung und in eine Sicherungsstellung
bringbar ist, wobei eine erste Funktionseigenschaft des Türschlosses (1) in der Freigabestellung
erzielbar ist, bei der der Riegel (3) über die Kraftübertragungsmittel (8) in die
erste Position bringbar ist,
eine zweite Funktionseigenschaft des Türschlosses (1) in der Sicherungsstellung erzielbar
ist, bei der eine Bewegung des Riegels (3) über die Kraftübertragungsmittel (8) in
die erste Position blockiert ist, und
das Selektorelement (11) derart mit dem Riegel (3) in Wirkverbindung steht, dass in
jeder Stellung des Selektorelementes (11) eine Änderung der Funktionseigenschaft des
Türschlosses (1) über eine Bewegung des Selektorelementes (11) möglich ist,
wobei das Selektorelement (11) an einer innerhalb des Gehäuses (2) angeordneten Blockiereinheit
(10) vorgesehen ist, wobei die Blockiereinheit (10) in der Freigabestellung des Selektorelementes
(11) eine erste Lage und in der Sicherungsstellung des Selektorelementes (11) eine
zweite Lage einnimmt, daduch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (10) ein Federelement (13) aufweist, das die Bewegung von
der ersten Lage in die zweite Lage unterstützt.
2. Türschloss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) ein Fenster (5) aufweist, an dem das Selektorelement (11) beweglich
angeordnet ist.
3. Türschloss (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (10) einen Anschlag (12) aufweist und der Riegel (3) mit einem
Gegenschlag (3a) ausgeführt ist, wobei in der zweiten Lage der Blockiereinheit (10)
der Anschlag (12) am Gegenschlag (3a) anliegt, wodurch eine Bewegung des Riegels (3)
in die erste Position blockiert ist.
4. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (10) eine Rastvorrichtung (15) aufweist, die die jeweilige Stellung
des Selektorelementes (11) hält, wobei insbesondere die Rastvorrichtung (15) eine
Rastkulisse (15a) mit mindestens zwei Raststellungen (16a, 16b) aufweist, in die ein
Rastelement (17) eingreift.
5. Türschloss (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (15) federunterstützt ist.
6. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Stellung des Selektorelementes (11) die Blockiereinheit (10) beabstandet
zum Riegel (3) angeordnet ist.
7. Türschloss (1) nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (10) ein Anschlagelement (14), das an einem freien Ende mit dem
Anschlag (12) ausgeführt ist, und ein Koppelelement (18) aufweist, das mit der Rastvorrichtung
(15) verbunden ist, wobei das Anschlagelement (14) und das Koppelelement (18) relativ
zueinander verschiebbar sind.
8. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (10) ein Langloch (19) aufweist, wobei bei einer Änderung der
Funktionseigenschaft des Schlosses (1) das Selektorelement (11) innerhalb des Langloches
(19) bewegbar ist.
9. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (10) in eine Zwischenlage bringbar ist, die zwischen der ersten
und der zweiten Lage liegt, wobei in der Zwischenlage der Blockiereinheit (10) sich
der Riegel (3) in der ersten Position und das Selektorelement (11) in der Sicherungsstellung
befindet.
10. Türschloss (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (3) an der der Blockiereinheit (10) zugewandten Seite im Bereich des Gegenanschlages
(3a) stufenartig ausgeführt ist.
11. Türschloss (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (3) eine erste (6a) und eine zweite Kontaktierungsfläche (6b) aufweist,
die durch den Gegenanschlag (3a) getrennt sind, wobei die erste Kontaktierungsfläche
(6a) der Frontplatte (2a) des Gehäuses (2) zugewandt ist und die zweite Kontaktierungsfläche
(6b) der Frontplatte (2a) des Gehäuses (2) abgewandt ist, wobei insbesondere in der
zweiten Lage der Blockiereinheit (10) das Anschlagelement (14) auf der ersten Kontaktierungsfläche
(6a) anliegt und in der Zwischenlage der Blockiereinheit (10) das Anschlagelement
(14) auf der zweiten Kontaktierungsfläche (6b) anliegt.
12. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Änderung der Funktionseigenschaften des Schlosses (1) über einen Antrieb erfolgt,
der insbesondere als einelektromechanischer Antrieb ausgeführt ist, wobei insbesondere
der Antrieb einen piezoelektrischen Körper aufweist oder der Antrieb ein Hubmagnet
ist.
13. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aktivierung der Bewegung des Selektorelementes (11) fernsteuerbar ist, insbesondere
dass das Selektorelement (11) mittels eines drahtlosen Übertragungsverfahren fernsteuerbar
ist, wobei insbesondere das drahtlose Übertragungsverfahren einen der folgenden Standards
aufweist: Bluetooth, IrDA, ZigBee, Bonjour (Apple), Bluejacking, Bluesnarfing, Bluebugging,
NFC, Wireless LAN, WiMAX, Wibree, WiMAX.
14. Türschloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Freigabestellung des Selektorelementes (11) über einen Drücker, der an einer
zweiten Achse (7) drehbar gelagert ist, eine Bewegung des Riegels (3) aus der ersten
Position in die zweite Position bewirkbar ist, wobei in der Sicherungsstellung des
Selektorelementes (11) der Drücker mechanisch zum Riegel (3) entkoppelt ist.
15. Türschloss (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen des Anschlages (12) und des Gegenanschlages (3a) in Verstellrichtung
der Blockiereinheit (10) leicht schräg verlaufen.
1. A door lock (1) with a housing (2) in which a bolt (3) is arranged which locks the
door lock (1) in a first position projecting out of the housing (2) and which is capable
of being retracted at least in part into the housing (2) into a second position which
unlocks the door lock (1),
a first axis (4) for a closing mechanism capable of being operated by a key,
force transmission means (8) for the manual movement of the bolt (3) by way of the
first axis (4),
a movable selector element (11) for changing functional properties of the door lock
(1),
wherein the selector element (11) is capable of being moved into a release setting
and into a securing setting, wherein a first functional property of the door lock
(1) is capable of being achieved in the release setting in which the bolt (3) is capable
of being moved into the first position by way of the force transmission means (8),
a second functional property of the door lock (1) is capable of being achieved in
the securing setting in which a movement of the bolt (3) by way of the force transmission
means (8) into the first position is blocked, and
the selector element (11) is operatively connected to the bolt (3) in such a way that
in each setting of the selector element (11) a change in the functional property of
the door lock (1) is possible by way of a movement of the selector element (11),
wherein the selector element (11) is provided on a blocking unit (10) arranged inside
the housing (2), wherein the blocking unit (10) occupies a first location in the release
setting of the selector element (11) and a second location in the securing setting
of the selector element (11), characterized in that the blocking unit (10) has a spring element (13) which assists the movement from
the first location into the second location.
2. A door lock (1) according to claim 1, characterized in that the housing (2) has a window (5) on which the selector element (11) is arranged so
as to be movable.
3. A door lock (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the blocking unit (10) has a stop (12) and the bolt (3) is constructed with a counter
stop (3a), wherein the stop (12) rests against the counter stop (3a) in the second
location of the blocking unit (10), as a result of which a movement of the bolt (3)
into the first position is blocked.
4. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the blocking unit (10) has a catch apparatus (15) which holds the respective setting
of the selector element (11), wherein in particular the catch apparatus (15) has a
catching slide block (15a) with at least two catching settings (16a, 16b) into which
a catching element (17) engages.
5. A door lock (1) according to claim 4, characterized in that the catch apparatus (15) is spring-loaded.
6. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that in the first setting of the selector element (11) the blocking unit (10) is arranged
at a distance from the bolt (3).
7. A door lock (1) according to claims 3 and 4, characterized in that the blocking unit (10) has a stop element (14), which is formed at a free end with
the stop (12), and a coupling element (18), which is connected to the catch apparatus
(15), wherein the stop element (14) and the coupling element (18) are displaceable
relative to each other.
8. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the blocking unit (10) has an elongate hole (19), wherein the selector element (11)
is capable of being moved inside the elongate hole (19) when the functional property
of the lock (1) is changed.
9. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the blocking unit (10) is capable of being moved into an intermediate location which
is situated between the first and the second location, wherein in the intermediate
location of the blocking unit (10) the bolt (3) is present in the first position and
the selector element (11) is present in the securing setting.
10. A door lock (1) according to claim 3, characterized in that on the side facing the blocking unit (10) the bolt (3) is designed in a stepped manner
in the region of the counter stop (3a).
11. A door lock (1) according to claim 7, characterized in that the bolt (3) has a first contacting face (6a) and a second contacting face (6b) which
are separated from each other by the counter stop (3a), wherein the first contacting
face (6a) faces the front plate (2a) of the housing (2) and the second contacting
face (6b) faces away from the front plate (2a) of the housing (2), wherein, in particular,
the stop element (14) rests on the first contacting face (6a) in the second location
of the blocking unit (10) and the stop element (14) rests on the second contacting
face (6b) in the intermediate location of the blocking unit (10).
12. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a change in the functional properties of the lock (1) takes place by way of a drive
which, in particular, is designed in the form of an electromechanical drive, wherein
the drive has, in particular, a piezoelectric body or the drive is a lifting magnet.
13. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that an activation of the movement of the selector element (11) is capable of being remote
controlled, in particular the selector element (11) is capable of being remote controlled
by means of a wireless transmission method, wherein the wireless transmission method
has, in particular, one of the following standards: Bluetooth, IrDA, ZigBee, Bonjour
(Apple), Bluejacking, Bluesnarfing, Bluebugging, NFC, Wireless LAN, WIMAX, Wibree,
WiMax.
14. A door lock (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that in the release setting of the selector element (11) a movement of the bolt (3) out
of the first position into the second position is capable of being carried out by
way of a door handle which is mounted in a rotatable manner on a second axis (7),
wherein the door handle is decoupled mechanically from the bolt (3) in the securing
setting of the selector element (11).
15. A door lock (1) according to claim 3, characterized in that the contact faces of the stop (12) and the counter stop (3a) extend slightly obliquely
in the displacement direction of the blocking unit (10).
1. Serrure de porte (1) comprenant un boîtier (2) dans lequel est logé un verrou (3)
qui verrouille ladite serrure de porte (1) en un premier emplacement dépassant au-delà
dudit boîtier (2), et peut être au moins partiellement rétracté dans ledit boîtier
(2) en un second emplacement déverrouillant ladite serrure de porte (1),
un premier axe (4) dévolu à un mécanisme de fermeture pouvant être actionné à l'aide
d'une clé,
des moyens (8) de transmission de forces, conçus pour imprimer des mouvements manuels
audit verrou (3) par l'intermédiaire dudit premier axe (4),
un élément sélecteur mobile (11), destiné à modifier des propriétés fonctionnelles
de la serrure de porte (1),
ledit élément sélecteur (11) pouvant être amené à une position de libération et à
une position de sécurité, sachant qu'il est possible d'obtenir, dans ladite position
de libération, une première propriété fonctionnelle de la serrure de porte (1) en
présence de laquelle le verrou (3) peut être amené au premier emplacement par l'intermédiaire
des moyens (8) de transmission de forces,
qu'il est possible d'obtenir, dans ladite position de sécurité, une seconde propriété
fonctionnelle de ladite serrure de porte (1) en présence de laquelle un mouvement
dudit verrou (3) vers ledit premier emplacement par l'intermédiaire desdits moyens
(8) de transmission de forces est bloqué, et
que ledit élément sélecteur (11) est en liaison opérante avec ledit verrou (3) de
façon telle que, dans chaque position dudit élément sélecteur (11), une modification
de la propriété fonctionnelle de ladite serrure de porte (1) soit possible sous l'effet
d'un mouvement dudit élément sélecteur (11),
ledit élément sélecteur (11) étant prévu sur une unité de blocage (10) logée à l'intérieur
du boîtier (2), laquelle unité de blocage (10) prend un premier état dans la position
de libération de l'élément sélecteur (11), et un second état dans la position de sécurité
dudit élément sélecteur (11), caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) présente un élément élastique (13) qui prête assistance au
mouvement s'opérant du premier état au second état.
2. Serrure de porte (1) selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le boîtier (2) comporte une fenêtre (5), au niveau de laquelle l'élément sélecteur
(11) est disposé de façon mobile.
3. Serrure de porte (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) présente une butée (12) et le verrou (3) est pourvu d'une
butée complémentaire (3a), ladite butée (12) étant en applique contre ladite butée
complémentaire (3a) lorsque ladite unité de blocage (10) se trouve dans le second
état, ce qui a pour effet de bloquer un mouvement dudit verrou (3) vers le premier
emplacement.
4. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) comporte un dispositif d'encliquetage (15) qui entretient
la position considérée de l'élément sélecteur (11), ledit dispositif d'encliquetage
(15) étant notamment muni d'une coulisse d'encliquetage (15a) offrant au moins deux
positions de crantage (16a, 16b) dans lesquelles s'engage un élément encliquetable
(17).
5. Serrure de porte (1) selon la revendication 4, caractérisée par le fait que le dispositif d'encliquetage (15) est doté d'une assistance élastique.
6. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) est située à distance du verrou (3) dans la première position
de l'élément sélecteur (11).
7. Serrure de porte (1) selon les revendications 3 et 4, caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) comprend un élément d'arrêt (14) muni de la butée (12) à
une extrémité libre, et un élément d'accouplement (18) relié au dispositif d'encliquetage
(15), ledit élément d'arrêt (14) et ledit élément d'accouplement (18) pouvant coulisser
l'un par rapport à l'autre.
8. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) offre un trou oblong (19), l'élément sélecteur (11) étant
mobile à l'intérieur dudit trou oblong (19) lors d'une modification de la propriété
fonctionnelle de ladite serrure (1).
9. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que l'unité de blocage (10) peut être amenée à un état intermédiaire situé entre les
premier et second états, le verrou (3) occupant le premier emplacement et l'élément
sélecteur (11) occupant la position de sécurité lorsque ladite unité de blocage (10)
se trouve dans ledit état intermédiaire.
10. Serrure de porte (1) selon la revendication 3, caractérisée par le fait que le verrou (3) est de réalisation étagée dans la région de la butée complémentaire
(3a), du côté tourné vers l'unité de blocage (10).
11. Serrure de porte (1) selon la revendication 7, caractérisée par le fait que le verrou (3) comprend des première (6a) et seconde (6b) surfaces de venue en contact,
séparées par la butée complémentaire (3a), la première surface (6a) de venue en contact
étant tournée vers la platine frontale (2a) du boîtier (2), et la seconde surface
(6b) de venue en contact étant tournée à l'opposé de ladite platine frontale (2a)
dudit boîtier (2), sachant que, notamment lorsque l'unité de blocage (10) se trouve
dans le second état, l'élément d'arrêt (14) est en applique contre ladite première
surface (6a) de venue en contact, et que ledit élément d'arrêt (14) est en applique
contre ladite seconde surface (6b) de venue en contact lorsque ladite unité de blocage
(10) se trouve dans l'état intermédiaire.
12. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait qu'une modification des propriétés fonctionnelles de ladite serrure (1) a lieu par l'intermédiaire
d'un entraînement réalisé, en particulier, sous la forme d'un entraînement électromécanique,
sachant notamment que l'entraînement présente un corps piézoélectrique, ou que ledit
entraînement est un aimant de levage.
13. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait qu'une activation du mouvement de l'élément sélecteur (11) peut être commandée à distance
; notamment par le fait que ledit élément sélecteur (11) peut être télécommandé au moyen d'un procédé de transmission
sans fil, ledit procédé de transmission sans fil comportant, en particulier, l'un
des standards suivants : Bluetooth, IrDA, ZigBee, Bonjour (Apple), Bluejacking, Bluesnarfing,
Bluebugging, NFC, Wireless LAN, WiMAX, Wibree, WiMAX.
14. Serrure de porte (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait qu'un mouvement du verrou (3) du premier emplacement au second emplacement peut être
provoqué, dans la position de libération de l'élément sélecteur (11), par l'intermédiaire
d'une poignée montée à rotation sur un second axe (7), ladite poignée étant découplée
mécaniquement, vis-à-vis dudit verrou (3), dans la position de sécurité dudit élément
sélecteur (11).
15. Serrure de porte (1) selon la revendication 3, caractérisée par le fait que les surfaces de contact de la butée (12), et de la butée complémentaire (3a), s'étendent
légèrement à l'oblique dans la direction de déplacement de l'unité de blocage (10).


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