[0001] Bisher verbaute man für einen flüssigkeitsgekühlten Rost für die Kehrichtverbrennung
wassergekühlte Rostplatten wie sie zum Beispiel aus
EP 0 621 449 hervorgehen, und die einander treppenförmig überlappend angeordnet zu einem Stufenrost
zusammengebaut werden. Jede Roststufe ist dabei in der Verlaufrichtung des gesamten
Rostes vor- und rückwärts verschiebbar, um eine Schür- und Transportbewegung für das
auf dem Rost liegende Brenngut zu erzeugen.
[0002] Diese flüssigkeitsgekühlten Rostplatten sind aus Stahl gebaut, welcher ca. 10-12
mm stark ist, abgekantet wird und dann in zwei Halbschalen aufeinandergeschweisst
wird, sodass ein Hohlraum entsteht, durch den die Kühlflüssigkeit, etwa Kühlwasser,
ein geeignetes Öl oder eine mit spezifischen Komponenten versetzte Kühlflüssigkeit
fliessen kann. Für die Oberfläche wird zum Beispiel Hardox eingesetzt, weil er wesentlich
härter ist also gewöhnlicher Stahl und daher verschleissfester ist. Auf der anderen
Seite aber ist Hardox temperaturempfindlich und wird oberhalb von ca. 280° weich.
Das Schweissen geschieht zur Vermeidung von Härteschwächungen des Hardox in einem
Wasserbad, um laufend Wärme von der Schweissstelle abzuführen, weil die Temperatur
von Hardox unter ca. 280°C bleiben muss, denn nur bis auf diese Temperatur hinauf
bleibt Hardox hart. Nach dem Schweissen muss die Rostplatte gerichtet werden, weil
sie durch das Schweissen unvermeidlich verspannt wird, denn beim Schweissen entstehen
in ganz lokalen Bereichen hohe Temperaturen und in der Platte grosse Temperaturgradienten.
Es ist im Stand der Technik bekannt, an denjenigen Stellen der Rostplattenoberseiten,
an denen die kaskadenförmig übereinanderliegenden Rostplatten sich berühren und durch
deren Vorschubbewegung Verschleiss auftritt, gesonderte Verschleissplatten vorzusehen.
Diese können im Bedarfsfall ausgewechselt werden, sodass der Grundkörper der Rostplatte
weiterhin verwendet werden kann. Die Verschleissplatten können zum Beispiel direkt
auf die Grundkörper aufgelegt und mit ihnen verschweisst sein, oder aber auch mittels
Schraubverbindungen am Grundkörper befestigt sein.
[0003] Bei diesen hier genannten Lösungen sind die Verschleissplatten direkt auf die gekühlten
Rostplatten aufgelegt. Wenngleich diese Verschleissplatten makroskopisch gesehen satt
auf den gekühlten Rostplatten aufliegen, so erweist es sich, dass der Wärmeübergang
von der Verschleissplatte zur gekühlten Rostplatte sehr eingeschränkt ist. Entsprechend
wenig wirksam ist die Flüssigkeitskühlung der darunterliegenden gekühlten Rostplatte.
Weil die Unterseite der Verschleissplatten einerseits wie auch die Oberseiten der
gekühlten Rostplatten andrerseits mikroskopisch gesehen uneben sind, ergeben sich
viele kleine Luftspalte und die Platten liegen mikroskopisch gesehen nur punktweise
oder an kleinen Erhöhungen wirklich aufeinander auf und berühren sich nur dort satt,
sodass also nur an diesen Stellen ein effektiver Wärmeübergang stattfindet, während
überall sonst die Luftspalte isolierend wirken.
[0004] Bei diesen oben erwähnten Konstruktionen bildet die flüssigkeitsdurchströmte Rostplatte
eine Roststufe, deren Oberseite mit Verschleissplatten versehen ist. Die Herstellung
einer solchen Rostplatte ist sehr arbeitsaufwändig, müssen doch viele wasserdichte
Schweissnähte gelegt werden, um die Rostplatte aus Blechteilen wasserdicht zusammenzubauen.
Um dem Feuer durch die flüssigkeitsgekühlte Rostplatte hindurch Primärluft zuführen
zu können, werden Rohrabschnitte in das Innere der Rostplatte eingeschweisst, welche
sie von unten nach oben durchbrechen. Jeder einzelne dieser Rohrabschnitte muss sehr
sorgfältig in die Grund- und Deckplatte der Rostplatte eingeschweisst werden, damit
die Dichtigkeit gewährleistet ist. Diese Schweissarbeiten sind anspruchsvoll und aufwändig.
Die so hergestellten Rostplatten sind daher anfällig auf fehlerhafte Verarbeitung
und die Reparatur im Falle des Feststellens von Leckagen ist schwierig. Auch die Wiederaufbereitung
solcher Rostplatten gestaltet sich aufwändig und ist entsprechend teuer. Ausserdem
treten aufgrund der vielen Schweissnahtstellen Verformungen bei der Bearbeitung auf,
die ein anschliessendes Richten der Rostplatte nötig machen, und dieses Richten birgt
wiederum die Gefahr in sich, dass die Rostplatte irgendwo undicht wird. Aus
US 3 263 655 A ist eine Konstruktion mit einem durchströmbaren Kühlkörper bekannt, der aus einer
Reihe paralleler, runder Wasserrohre (water pipes) 32 besteht, die an den Enden in
je ein Quer-Kopfrohr (cross header) 32 münden. Es sind sogenannte T-förmige Stäbe
(T-shaped members) 50 auf diese Rohre 32 aufgesetzt, und die Stäbe 50 müssen auf ihrer
Unterseite Zylindersegment-artige Ausbuchtungen aufweisen, sodass sie die Rohre 32
um ein Kreissegment umschliessen. Zwischen den Rohren 32 und den Stäben wird ein plastisches
wärmeleitfähiges Aluminium-Bindungsmaterial eingeklemmt.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine flüssigkeitsgekühlte
Rostplatte und einen aus solchen Rostplatten bestehenden Rost zu schaffen, wobei die
einzelne Rostplatte aus nicht temperaturempfindlichem, billigen Eisen bzw. Stahl herstellbar
sein soll, aber dennoch die geforderte Verschleissfestigkeit bieten soll, indem sie
mit auswechselbaren Verschleissplatten ausgerüstet ist. Diese Rostplatte soll aber
einen fehlertoleranten Aufbau mit sehr viel weniger wasserbeaufschlagten Schweissnähten
aufweisen und eine wesentlich einfachere und kostengünstigere Fertigung und allfällige
Reparatur ermöglichen als herkömmliche Konstruktionen, und selbst bei Überhitzungen
formstabil bleiben. Gleichzeitig soll mit dieser Rostplatte ein wesentlich verbesserter
Wärmeübergang von der Verschleissplatte auf die flüssigkeitsgekühlte Rostplatte erzielt
werden, sodass die Kühlwirkung trotz aufgesetzter Verschleissplatte kaum eingeschränkt
wird.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst von einer flüssigkeitsgekühlten Rostplatte nach Patentanspruch
1. Diese Rohrplatte besteht aus einer antreibbaren Trägerkonstruktion mit einer Antriebskonstruktion
für diese einzelne Rostplatte, weiter mit einem gesonderten, in diese Trägerkonstruktion
einlegbaren durchströmbaren Kühlkörper, sowie aus auf diesen Kühlkörper aufgespannten
Verschleissplatten, wobei diese Rostplatte gekennzeichnet ist durch die Merkmale des
Patentanspruches 1.
[0007] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung weiter beschrieben und ihre Funktion wird
erläutert.
Es zeigt:
- Figur 1:
- Die Trägerkonstruktion einer einzelnen Rostplatte;
- Figur 2:
- Die Trägerkonstruktion mit Antriebskonstruktion einer einzelnen Rostplatte;
- Figur 3:
- Den flüssigkeitsgekühlten Kühlkörper der Rostplatte;
- Figur 4:
- Die Träger- und Antriebskonstruktion mit darin eingelegtem Kühlkörper und darauf aufgelegter
Wärmeleitfolie;
- Figur 5:
- Die Träger- und Antriebskonstruktion mit darin eingelegten Kühlkörper und darauf unter
Einklemmung der Wärmeleitfolie verspannten Verschleissplatten;
- Figur 6:
- Eine alternative Träger- und Antriebskonstruktion ohne Querrippen im Innern;
- Figur 7:
- Einen alternativen Kühlkörper mit Durchbrüchen in der Front zum Festschrauben der
Front-Verschleissplatten;
- Figur 8:
- Die Träger- und Antriebskonstruktion nach Figur 6 mit darin eingelegtem Kühlkörper
nach Figur 7;
- Figur 9:
- Diese Träger- und Antriebskonstruktion mit darin eingelegtem Kühlkörper und darauf
unter Einklemmung der Wärmeleitfolie verspannten Verschleissplatten;
- Figur 10:
- Diese Träger- und Antriebskonstruktion in einer Ansicht von unten gezeigt, mit darin
eingelegtem Kühlkörper und darauf unter Einklemmung der Wärmeleitfolie verspannten
Verschleissplatten;
- Figur 11:
- Eine Schnittdarstellung quer durch einen flüssigkeitsgekühlten Stufenrost mit zwei
Rostbahnen aus je zwei benachbarten miteinander verschraubten Rostplatten mit je inliegendem
gesondertem Kühlkörper;
- Figur 12:
- Eine Schnittdarstellung quer durch die zentrale Planke des flüssigkeitsgekühlten Stufenrostes
mit zwei Rostbahnen;
- Figur 13:
- Eine Schnittdarstellung quer durch eine Seitenplanke des flüssigkeitsgekühlten Stufenrostes
mit zwei Rostbahnen.
[0008] Wie in Figur 1 gezeigt, bildet die Trägerkonstruktion einer einzelnen Rostplatte
ein Gerippe aus Baustahl. Dieses ist aus einer Anzahl miteinander verschweisster Stahlbleche
1-10 hergestellt. Im Einzelnen sind hier die zur Plattenebene senkrecht stehenden
Seitenwände 1,2 und die dazu parallel angeordneten Rippenstücke 3-6 auf ihrer Hinterseite
mit einer Rückwand 7, auf ihrer Vorderseite mit einem Winkelprofil 8 und im Mittelteil
mit einer liegenden Mittelplatte 9 verschweisst. Die Rippenstücke 3-6 weisen einen
abgestuften oberen Rand auf, sodass Raum zum Einlegen eines Kühlkörpers geschaffen
wird, der dann auf diesen Rippen 3-6 sowie auf der Mittelplatte 9 aufliegt. Auf dieser
Mittelplatte 9 steht hier eine Verbindungsleiste 10, deren oberer Rand bündig mit
den oberen Rändern aller anderen senkrecht stehender Teile 1-6 abschliesst. Am vorderen
Rand des Winkelprofils 8 ist eine Befestigungsleiste 11 angeschweisst, die mit Bohrungen
12 zur Befestigung von Verschleiss-Schuhen 13 ausgerüstet ist, die wie gezeigt ein
U-förmiges Profil aufweisen und auf denen die Rostplatte nach Einbau in einen Rost
schliesslich auf der Oberseite der nächst unteren Rostplatte aufliegt. Auf der einen
Seite des Gerippes ist von hinten eindringend ein tunnelartiger Durchbruch 14 vorgesehen,
der zum Einschieben einer Antriebskonstruktion dient.
[0009] In Figur 2 ist die Trägerkonstruktion mit der eingebauten Antriebseinheit 15 gezeigt.
Diese Antriebseinheit 15 besteht aus einer hydraulischen Zylinder-Kolbeneinheit 16,
von welcher hier die Lasche 17 am Ende der Kolbenstange sichtbar ist. Diese Lasche
17 wird fest mit einem Bolzen am Gerippe der Rostplattenkonstruktion verbunden. Die
hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit 16 ist im Innern eines Vierkantrohres 18 geschützt
untergebracht und fest mit demselben verbunden. Am hinteren Ende des Vierkantrohres
18 erkennt man eine Bohrung 19, mittels welcher dieses Vierkantrohr 18 und die inliegende
Zylinder-Kolbeneinheit 16 fest mit einem Rostunterbau verbunden ist. Beim Ausfahren
der Kolbenstange der Zylinder-Kolbeneinheit 16 wird also das Gerippe über das stationäre
Vierkantrohr 18 nach vorne geschoben. Das Vierkantrohr 18 ist deshalb mit wenig Spiel
im Durchbruch 14 geführt. Es wirken aber keine besonderen Kräfte zwischen diesem Vierkantrohr
18 und dem Durchbruch 14, weil die Rostplatte auf ihrer hinteren Unterseite gesondert
auf Rollen am Rostunterbau gelagert ist.
[0010] Die Figur 3 zeigt den gesondert als Einbaumodul hergestellten flüssigkeitsgekühlten
Kühlkörper K der Rostplatte. Der Kühlkörper K ist also eine separate Konstruktion
und besteht nach Möglichkeit aus Normbauteilen. Es können zum Beispiel Abschnitte
von langen Vierkantrohren 20-22 zum Einsatz kommen, die miteinander durch Querverbindungen
aus kurzen eingeschweissten Vierkantrohr-Abschnitten 23-26 zu einem Kühlkörper verschweisst
sind, sodass ein maändrierender Kühlstrom erzeugt wird. Der Kühlrohrabschnitt 27 an
der vorderen Front der Rostplatte ist abgeschrägt und bedarf einer eigenen Schweisskonstruktion.
Diese Kühlkörperkonstruktion weist aber nur einen Bruchteil an Schweissnahtlängen
auf im Vergleich zu einer herkömmlichen wassergekühlten Rostplatte mit innerem, eingeschweissten
Labyrinthkanal. Vor allem kann auf die vielen Durchbrüche für die Durchleitung von
Primärluft durch den Kühlkörper verzichtet werden, weil der Kühlkörper in dieser vorliegenden
Konstruktion parallel zueinander liegende durchgehende Ausnehmungen 28-30 aufweist,
die sich insgesamt praktisch über seine ganze Länge erstrecken. Unten auf seiner Hinterseite
im mittleren Bereich sind der Vorlauf- und der Rücklaufstutzen 43, 44 eingebaut. Vom
Vorlaufstutzen 43 aus fliesst die Kühlfüssigkeit wie mit den Pfeilen eingezeichnet
durch das Innere dieses Kühlkörpers und schliesslich wieder über den Rücklaufstutzen
44 aus demselben heraus.
[0011] Wie in Figur 4 gezeigt, wird dieser Kühlkörper K einfach in das Gerippe der Träger-
und Antriebskonstruktion hineingelegt, in welches er mit Bedacht hineinpasst, ohne
dass er darin in irgendeiner Weise besonders befestigt zu werden braucht. Er ruht
auf den Rippen 3-6 und sein Mittelteil auf der hier nicht einsehbaren Mittelplatte
9. Der Vorlauf- und Rücklaufstutzen 43, 44 des Kühlkörpers K ragt nach unten aus dem
Gerippe der Trägerkonstruktion heraus, und an diese können die Kühlschläuche angeschlossen
werden. Der Kühlkörper K wird im Betrieb von einer Flüssigkeit durchströmt. In den
meisten Fällen wird es sich um blosses Wasser handeln, jedoch können auch Öle oder
ein mit spezifischen Komponenten versetztes Öl als Kühlflüssigkeit eingesetzt werden.
Wie schon zu Figur 3 gezeigt, mänadriert die Kühlflüssigkeit gewissermassen über die
ganze Fläche der Rostplatte und führt somit Wärme von deren Oberfläche ab. Um eine
Grössenordnung zu geben, die jedoch je nach Konstruktion und Gegebenheiten variieren
kann, und auf welche die Konstruktion nicht behaftet werden soll: Es werden zum Beispiel
etwa 7m
3 Kühlflüssigkeit pro Stunde durch eine solche Rostplatte geschickt und deren Temperatur
erhöht sich im Betrieb zwischen Vor- und Rücklauf bloss um etwa 2°C. Dieser minimale
Temperaturanstieg macht deutlich, dass es unerheblich ist, dass zunächst die eine
Seitenhälfte der Kühlkörpers K durchströmt wird, und erst hernach die andere. Wichtig
ist aber, dass der Kühlkörper Ausnehmungen 28-30 aufweist, welche dem Durchströmen
von Primärluft von unten durch die Rostplatte hindurch dienen. Damit kann auf das
Einschweissen einer Vielzahl von durchführenden Rohrabschnitten für die Durchführung
von Primärluft durch das Innere des Kühlkörpers verzichtet werden. Auf diesen Kühlkörper
wird sodann flächendeckend eine Wärmeleitfolie 31 aufgelegt, wobei diese Ausschneidungen
aufweist, welche über den Ausnehmungen 28-30 zu liegen kommen. In der Zeichnung ist
ein Ausschnitt dieser Wärmeleitfolie 31 dargestellt, obwohl die Wärmeleitfolie natürlich
die ganze Kühlkörperoberfläche abdeckt. Die Wärmeleitfolie besteht zum Beispiel aus
einem Weichmetall, etwa Kupfer oder Aluminium, oder aus einer Legierung aus mehreren
Weichmetallen. Als Alternative oder Zusatz zu einer solchen Wärmeleitfolie kann eine
Wärmeleitpaste zum Einsatz kommen. Solche Wärmepasten werden etwa zur thermischen
Verbindung und Kühlung von Halbleitern in der Elektronikindustrie eingesetzt, aber
sie eigenen sich auch für die hier verfolgten Zwecke, denn sie sind bis zu 1300° C
einsetzbar.
[0012] Die Figur 5 zeigt die Träger- und Antriebskonstruktion mit dem darin eingelegten
Kühlkörper und den darauf unter Einklemmung dieser Wärmeleitfolie oder einer Wärmleitpaste
verspannten, das heisst verschraubten, vernieteten oder mittel Keilen und Gegenkeilen
geklemmten Verschleissplatten 32, 33. Um nämlich einer solchen Rostplattenkonstruktion
die geforderte Verschleissfestigkeit zu geben, muss die Oberfläche wesentlich härter
sein als es ein gewöhnlicher Baustahl ist, der für die Konstruktion des Gerippes einsetzbar
ist. Die Lösung besteht nun darin, dass die Oberseite der Rostplatte, dort wo diese
mit Brenngut in Berührung kommt, mit mindestens einer gesonderten Verschleissplatte
32 und die vordere Abschrägung mit einer Frontverschleissplatte 33 ausgerüstet ist,
vorteilhaft jedoch mit einer Anzahl solcher Verschleissplatten 32, 33. die dann einfacher
zu montieren und auch zu ersetzen sind. Als Material für diese Verschleissplatten
32, 33 kommt jedes Material in Frage, das hinreichend hart und mechanisch widerstandsfähig
ist und mittels Kühlung durch den darunterliegenden Kühlkörper auf einer Temperatur
haltbar ist, welche seine Härte nicht gefährdet. Insbesondere eignet sich zum Beispiel
Hardox-Stahl als Baumaterial für die Verschleissplatten 32, 33. Diese Verschleissplatten
32, 33 werden - und das ist sehr entscheidend - in einen möglichst guten Wärmekontakt
mit dem durchströmbaren Kühlkörper gebracht. Die Verschleissplatten 32, 33 von zum
Beispiel 5 bis 10mm Stärke werden auf den durchströmbaren Kühlkörper K aufgelegt und
mit demselben form- und kraftschlüssig verschraubt, vernietet, verklemmt oder verklebt.
In den Verschleissplatten 32, 33 sind hierzu entsprechende Löcher vorgesehen, sodass
dann die Schraubenköpfe 34 bündig zur Verschleissplattenoberfläche verlaufen. Zur
Sicherstellung einer guten Wärmeleitung von den Verschliessplatten 32, 33 auf den
flüssigkeitsgekühlten Kühlkörper K wird ein geeignetes wärmeleitendes Material zwischen
die Verschleissplatten 32, 33 und den flüssigkeitsgekühlten Kühlkörper K eingelegt
und dazwischen eingeklemmt. Dieses Material soll alle Unebenheiten ausgleichen und
zu einer satten und innigen mechanischen Verbindung und Wärmeverbindung der Verschleissplatten
32, 33 mit dem Kühlkörper führen. Als solches hervorragend wärmeleitendes Material
erweist sich zum Beispiel auch eine sogenannte hochwärmeleitende Soft-Silikonfolie,
welche die Kühlkörperoberseite wie auch deren vordere schräge Frontseite überdeckt,
wie in Figur 4 gezeigt. Solche Soft-Silikonfolien sind weiche, durch die Füllung mit
wärmeleitenden Keramiken hochwärmeleitfähige Silikonfolien von ausserordentlicher
Elastizität. Sie erweisen sich als besonders geeignet, um Wärme infolge unterschiedlicher
Toleranzen und Unebenheiten von zwei Verbindungsstücken über eine größere Strecke
an ein Gehäuse oder einen Kühlkörper abzuführen. Dabei kommen alle Vorteile von Silikon
als Basismaterial zum Tragen, nämlich die hohe Temperaturbeständigkeit, die chemische
Beständigkeit sowie die hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit, wenngleich diese
letztere Eigenschaft bei der vorliegenden Applikation nicht im Vordergrund steht.
[0013] Durch die hohe Komprimierbarkeit der Soft-Silikonfolie werden Wärmequellen und Wärmesenken,
die große Unebenheiten und Toleranzen aufweisen, thermisch optimal aneinander angebunden.
Durch die sehr gute Formanpassungsfähigkeit des Silikonmaterials werden die Kontaktflächen
vergrößert und die thermische Anbindung wird wesentlich verbessert. Der aufzubringende
Druck ist dabei gering, und die sehr hohe Elastizität erbringt zusätzlich eine mechanische
Dämpfung. Wegen ihrer thermischen Eigenschaften sind solche Soft-Silikonfolien bisher
als ideale thermische Lösungen für den Einsatz in elektronischen Bauelementen auf
SMD Leiterplatten im Einsatz. Solche Soft-Silikonfolien können den thermischen Gesamtübergangswiderstand
zwischen zwei Materialien sehr stark reduzieren. Derartige Soft-Silikonfolien sind
zum Beispiel erhältlich bei Kunze Folien GmbH, Raiffeisenallee 12a, D-82041 Oberhaching
(
www.heatmanagement.com) und werden dort als hochwärmeleitende Soft-Silikonfolien KU-TDFD geführt. Sie sind
in verschiedenen Stärken verfügbar: 0.5 mm, 1 mm, 2 mm und 3 mm. Die thermische Leitfähigkeit
dieses Folienmaterials beträgt 2.5 W/mK und die Folien sind in einem Temperaturbereich
von -60°C bis +180°C einsetzbar. Daher ist ein Einsatz zwischen den Verschleissplatten
32, 13 und dem Kühlkörper K der Rostplatten eines Kehrichtverbrennungsrostes möglich,
denn die wassergekühlten Rostplatten bleiben stets auf einer Temperatur von weniger
als 70°C.
[0014] Wichtig für den Einsatz der harten Verschleissplatten 32, 33 ist nämlich, dass ihre
thermische Belastbarkeit nicht überschritten wird. Die hochtemperaturfesten Stähle
für die Herstellung der Verschleissplatten behalten ihre Härte bis hinauf auf ca.
400°C. Mittels Kühlung durch den flüssigkeitsgekühlten Kühlkörper wird erzielt, dass
die Betriebstemperatur der Verschleissplatten meistens um die 50°C liegt. Es ist hierzu
aber ein hinreichender Wärmeübergang von den Verschleissplatten 32, 33 auf den Kühlkörper
K sicherzustellen. Dieses wird eben durch das Einklemmen einer Soft-Silikonfolie wie
beschrieben ermöglicht. Die Soft-Silikonfolie 31 wird passgenau und deckungsgleich
auf den Kühlkörper aufgelegt und die Verschleissplatten 32, 33 werden darauf gelegt.
Sie sind mit Schlitzen 45 versehen, welche dann über den Ausnehmungen 28-30 im Kühlkörper
K zu liegen kommen, sodass durch das Trägergerippe und diese Ausnehmungen 28-30 die
Primärluft von unten durch diese Schlitze 45 nach oben strömen kann. Die Verschleissplatten
32, 33 sind einerseits jene, die eben auf dem Kühlkörper aufliegen, unter Einklemmens
der zwischenliegenden Wärmeleitfolie, und mit Schraubverbindungen mit der Unterseite
des Gerippes verspannt sind, und andrerseits jene, die vorne auf der schrägen Frontseite
des Kühlkörpers aufliegen und ebenfalls unter Einklemmens der darunterliegenden Soft-Silikon-Folie
mit dem Rostplattengerippe über Schraubverbindungen verspannt sind. Damit besteht
die ganze, dem Brenngut zugewandte Ober- und Frontseite der Rostplatte aus Verschleissplatten
32, 33, und diese sind vorzugsweise aus Hardox-Stahl gefertigt.
[0015] Die Verschleissplatten 32, 33 werden mit der Trägerkonstruktion, also dem Rostplattengerippe
verspannt. Für die Verspannung eignen sich etwa Schraubverbindungen. Die Schrauben
sind hierbei durch die Ausnehmungen 28-30 im Kühlkörper K geführt. Die Verschleissplatten
32, 33 werden sodann unter Einklemmens der Soft-Silikonfolie 31, die ja entsprechende
Ausschneidungen aufweist, mit dem Kühlkörper verspannt, indem auf der Unterseite des
Rostplatten-Gerippes eine Kontermutter festgezogen wird. Damit ist ein optimaler Wärmeübergang
gewährleistet. Versuche zeigten, dass der Wärmeübergang durch den Einsatz einer Soft-Silikonfolie
bis zu fünf Mal besser ist also ohne Einlegen einer solchen Soft-Silikonfolie. Die
Befestigung der Verschleissplatten 32, 33 kann als Alternative zu Schraubverbindungen
auch mittels Nieten erfolgen, oder es werden zum Beispiel Bolzen mit Senkköpfen verwendet,
welche im Bereich ihres Endes einen Querschlitz aufweisen. Es braucht dann bloss ein
Keil mittels eines Hammers seitlich in diesen Schlitz hineingetrieben zu werden. Das
Lösen kann dann einfach durch einen Hammerschlag auf die Gegenseite des Keils erfolgen,
was noch rascher vonstatten geht als eine grosse Kontermutter zu lösen.
[0016] Anstelle von Silikonfolien oder Soft-Silikonfolien können auch Wärmeleitfolien aus
einem Weichmetall oder aus Weichmetall-Legierungen eingesetzt werden. Kupfer oder
Aluminium sind Beispiele solcher weicher Metalle und sie sind ausserdem sehr gut wärmeleitfähig.
Eine solche Wärmleitfolie eignet sich in ähnlicher Weise zum Einklemmen zwischen den
Verschleissplatten 32, 33 und dem darunterliegenden Kühlkörper und schmiegt sich dabei
aufgrund seiner Weichheit an die Oberflächenstruktur der Verschleissplatten und des
Kühlkörpers an. All das oben Beschriebene gilt in gleicher Weise für das Ausstatten
der Seitenplanken eines wassergekühlten Rostes. Diese Seitenplatten sind bisher auch
aus wassergekühlten Hohlkörpern gefertigt.
[0017] In Figur 6 ist eine alternative Träger- und Antriebskonstruktion ohne Querrippen
im Innern gezeigt. Sie weist ebenfalls Seitenwände 1, 2 auf, die von einer schräg
ansteigenden Frontwand 48, einer senkrechten Mittelwand 45 und einer ebenfalls senkrechten
Rückwand 7 zu einem Gerippe zusammengeschweisst sind. In der Frontwand 48 sind Löcher
49 vorhanden, die zur Befestigung des Kühlkörpers und der Verschleissplatten dienen.
Auf der einen Seite ist von hinten her eine Aussparung 14 für die Antriebseinheit
15 vorhanden. Die Figur 7 zeigt den zu diesem Gerippe gehörigen Kühlkörper K, der
als Besonderheit Durchbrüche 46 in der Frontseite 47 aufweist, durch welche Schrauben
steckbar sind, sodass die Frontverschleissplatten auf dieser Frontfläche 47 des Kühlkörpers
K befestigbar sind. Die Figur 8 zeigt den Träger-und Antriebskonstruktion nach Figur
6 mit dem darin eingelegten Kühlkörper nach Figur 7. Der Kühlkörper K kann passgenau
in das Gerippe eingelegt werden. Hernach wird die Wärmeleitfolie auf die Oberseite
des Kühlkörpers aufgelegt. Die vom Kühlkörper gebildeten Aussparungen 28, 29 bleiben
unbedeckt. Die Figur 9 zeigt diese Träger- und Antriebskonstruktion mit darin eingelegtem
Kühlkörper und darauf unter Einklemmung der Wärmeleitfolie verspannten Verschleissplatten
32, 33, die mit Schrauben 34, welche nach unten durch das Gerippe hindurch führen,
mit dessen Unterseite verspannt sind. In Figur 10 ist diese Träger- und Antriebskonstruktion
in einer Ansicht von unten gezeigt, mit darin eingelegtem Kühlkörper und darauf unter
Einklemmung der Wärmeleitfolie verspannten Verschleissplatten. Man erkennt hier die
Antriebseinheit 15, in welcher eine hydraulischer Kolben-Zylindereinheit untergebracht
ist, von welcher man hier die endseitige fixe Lasche 50 erkennt, sowie die gegenüberliegende
Lasche 17 am vorderen Ende des ausfahrbaren Kolbens. Ausserdem erkennt man den Vorlauf-43
und Rücklaufrohr 44 sowie die Schrauben 34, mittels welcher die Verschleissplatten
an der Front befestigt sind.
[0018] Die Figur 11 zeigt eine Schnittdarstellung quer durch einen flüssigkeitsgekühlten
Rost mit zwei Rostbahnen R (= rechts) und L (= links) aus solchen Rostplatten P mit
inliegendem gesondertem Kühlkörper.. Die beiden Rostbahnen R und L sind von einer
Zentralplanke 37 getrennt, welche sowohl für die Rostbahn R wie auch für die Rostbahn
L eine Schürplanke bildet. An den äusseren Rändern des Rostes sind Seitenplanken 35,
36 vorhanden. Die Rostplatten P jeder zweiten Roststufe sind beweglich ausgeführt
und gleiten dabei senkrecht zur Zeichnungsblattebene längs der Zentralplanke 37 und
den Seitenplanken 35, 36 hin und her. Somit sind diese Seitenplanken 35, 36 und auch
die zentrale Planke 37 einem Verschleiss unterworfen. Durch den Einsatz von Verschleissplatten
an deren Oberfläche, wobei diese Verschleissplatten ebenfalls unter Einklemmens einer
weichen Wärmeleitfolie mit den Planken 35-37 verspannt werden, gelingt es, das Verschleissproblem
elegant zu lösen, ohne die gewünschte Wärmeabfuhr wesentlich zu verschlechtern. Zum
Revidieren eines solchermassen mit Verschleissplatten ausgerüsteten Rostes brauchen
bloss noch dieselben ersetzt zu werden, was rascher geht und kostengünstiger ausfällt,
also die gesamten Rostplatten und Planken zu ersetzen. Somit ist der flüssigkeitsgekühlte
Rost überall dort, wo er mit Brenngut in Berührung kommt, und auch überall dort, wo
er aufgrund von Gleitreibung einem Verschleiss unterworfen ist, mit auswechselbaren
Verschleissplatten bestückt. Gleichzeitig aber ist die Kühlwirkung infolge der Flüssigkeitskühlung
kaum beeinträchtigt, sodass all deren Vorteile nach wie vor zum Tragen kommen.
[0019] Die Figur 12 zeigt die zentrale Führungsplanke 37 aus Figur 6 in einer vergrösserten
Darstellung. Die Verschleissplatten 39 sind hier aus zwei Teilen hergestellt, die
oben in der Mitte beim Punkt 38 zusammengefügt sind. Von beiden Seiten sind sie mit
Senkkopfschrauben 40 an der Planke 37 gesichert, wobei sie unter sich eine eingelegte
Wärmeleitfolie 31 einklemmen. Im unteren Bereich liegen die vom Kühlkörper K gekühlten
und auf ihrer Oberseite ebenfalls mit Verschleissplatten 32 ausgerüsteten Rostplatten
P an den Verschleissplatten 39 an der zentralen Planke 37 an.
[0020] Die Figur 13 zeigt die eine seitliche Führungsplanke 35 aus Figur 6 in einer vergrösserten
Darstellung. Die Verschleissplatte 41 ist hier in einem Stück um die Planke 35 herumgezogen.
Unter sich klemmt sie eine Wärmeleitfolie 31 ein und sie ist hier mit zwei Senkkopfschrauben
42 mit der Planke 35 verschraubt. Im unteren Bereich der Verschleissplatte 41 liegen
die vom Kühlkörper K gekühlten und auf ihrer Oberseite ebenfalls mit Verschleissplatten
32 ausgerüsteten Rostplatten P an der Verschleissplatte 41 an.
[0021] Der Vorteil dieser Rost-Konstruktion mit einer Träger- und Antriebskonstruktion,
einem darin eingelegten separaten Kühlkörper K mit Ausnehmungen 28-30 und unter Einschluss
einer weichen Wärmeleitfolie 31 darauf verspannten Verschleissplatten 32, 33 sind
Folgende: Für den Unterhalt müssen die einzelnen Rostplatten P bzw. Roststufen nicht
mehr ausgebaut und ersetzt werden, sondern man ersetzt bloss noch die Verschleissplatten
32, 33; 39, 41 auf den Rostplatten P und jene an den seitlich begrenzenden Planken
35, 37, die also stets in der Anlage bleiben. Die Rostplatten P und Planken aus Eisen
halten mit ihrer Betriebstemperatur von 50°C bis 70°C und ohne mechanischen Verschleiss
viele Jahre, ja gar Jahrzehnte. Wenn an einer Rostplatte nur jeweils eine Verschleissplatte
32, 33 ersetzt werden muss, so kostet diese einen Bruchteil einer ganzen herkömmlichen
hohlen Rostplatte. Ausserdem geht das Auswechseln einer Verschleissplatte 32, 33;
39, 41 sehr viel rascher vonstatten als der Ersatz einer ganzen Rostplatte und die
damit verbundenen Arbeiten sind narrensicher auszuführen. Wenn nämlich sonst eine
ganze Rostplatte ersetzt werden muss, so muss der Kühlkreislauf unterbrochen werden
und die Platten müssen von der Kühlflüssigkeit entleert werden. Dann können die einzelnen
Rostplatten mit einer Hebevorrichtung verhältnismüssig aufwändig aus dem Rost herausgehoben
werden. Die Ersatzplatten müssen in einem relativ aufwändigen Herstellungsverfahren
neu angefertigt werden. Braucht man hingegen bloss Verschleissplatten 32, 33; 39,
41 zu ersetzen, so braucht der flüssigkeitsgekühlte Rost nicht einmal entleert zu
werden. Es müssen bloss die Muttern auf der Rostplattenunterseite gelöst werden und
hernach können die Verschleissplatten 32, 33 vom Rost abgehoben und ausgewechselt
werden. Neue Senkkopfschrauben werden eingesetzt und die neuen Verschleissplatten
werden wiederum mit den Rostplatten verspannt. Das Gleiche gilt für die seitlichen
flüssigkeitsgekühlten Planken 35, 37 des Rostes. Das Ersetzen der Verschliessplatten
32, 33; 39, 41 geht daher um ein Vielfaches rascher vonstatten als der Ersatz von
ganzen Roststufen, und das Anfertigen neuer flüssigkeitsgekühlter Rostplatten wie
bisher praktiziert entfällt ganz. Ausserdem ist die Wärmeverteilung dank der eingelegten
Wärmeleitfolie stark verbessert. Die Wärme wird daher überall gleichmässig vom der
Rostoberfläche, das heisst von den Verschleissplatten abgeführt, und diese sind über
ihre ganze Fläche weitgehend gleich heiss. Im Vergleich zu herkömmlichen Rostplatten
in Form flüssigkeitsdurchströmter Hohlkörperkonstruktionen können bei diesen Rostplatten
mit eingelegtem Kühlkörper und darauf verspannten Verschleissplatten die Anzahl und
Anordnung der Luftschlitze identisch bleiben. Sie müssen einfach über den Ausnehmungen
im Kühlkörper liegen. Ebenso kann auch die Positionierung der Vor- und Rücklaufstutzen
für die Kühlflüssigkeit gleich bleiben. Auch die Kühlquerschnitte, das Gewicht und
die Form der Rostplatten sowie die Befestigungspunkte für den Antrieb können unverändert
bleiben. Die Rostplatten eignen sich daher ohne Weiteres zum Nachrüsten von bestehenden
Rostbahnen. Die Vorteile dieser hier vorgestellten Konstruktion sind daher sehr offensichtlich.
[0022] Bisherige Testversuche ergeben folgendes Bild: Die Oberseite bisheriger Rostplatten
ist nach 35'000 bis 45'000 Betriebsstunden bis auf eine Wandstärke von ca. 4 mm verbraucht.
Die ganze Rostplatte ist daher Schrott und muss ersetzt werden. Demgegenüber müssen
bei einer vorliegenden Rostplatte nach dieser Betriebszeit bloss die Verschleissplatten
ersetzt werden. Die Träger- und Antriebskonstruktion kann unbelassen im Rost verbleiben.
Die Kosten für den Ersatz der Verschleissplatten machen bloss einen Bruchteil der
bisherigen Kosten für den vollen Ersatz der Rostplatten aus. Diese Rostplatten versprechen
daher bei gleichem Gewicht eine um ein Vielfaches verlängerte Betriebsdauer. Die Oberflächentemperatur
ist bloss um 15 °C gegenüber der herkömmlichen Konstruktion ohne Verschleissplatten
erhöht. Die Betriebssicherheit wird mit diesen neuen Rostplatten gesteigert, denn
die inliegenden Kühlkörper werden auch von extremen thermischen Einflüssen nicht beschädigt.
Es gibt keine potentiellen Leckagen, weil keine eingeschweissten Durchgangsrohre mehr
für die Primärluftzufuhr vorhanden sind. Diese neuen Rostplatten können masskompatibel
mit herkömmlichen Rostplatten gefertigt werden und daher die letzteren bedarfsweise
sogar einzeln ersetzen.
1. Flüssigkeitsgekühlte Rostplatte, bestehend aus einer antreibbaren Trägerkonstruktion
mit einer Antriebskonstruktion für diese einzelne Rostplatte, weiter mit einem gesonderten,
in diese Trägerkonstruktion einlegbaren durchströmbaren Kühlkörper, sowie aus auf
diesen Kühlkörper aufgespannten Verschleissplatten, wobei
• die Trägerkonstruktion ein Gerippe aus zusammengeschweissten ebenen Stahlteilen
ist, und die Antriebskonstruktion (15) eine hydraulische Zylinder-Kolbeneinheit (16)
einschliesst, die im Innern eines Vierkantrohres (18) untergebracht ist, welches in
einem tunnelartigen Durchbruch (14) an diesem Grippe verschiebbar gelagert ist, während
das Kolbenende über einen Bolzen mit dem Gerippe verbunden ist,
• der einlegbare durchströmbare Kühlkörper (K) eine dichte Hohlkörper-Schweisskonstruktion
aus Vierkant-Rohrabschnitten (22-26) und Profilabschnitten (27) ist, sodass der Kühlkörper
(K) eine ebene Oberseite und mindestens eine durchgehende Ausnehmung (28-30) bildet,
die sich annähernd über die ganze Längs-Ausdehnung des Kühlkörpers (K) erstreckt,
dass
• die Verschleissplatten (32) als ebene Hardox-Platten ausgeführt sind, die mit Primärluftschitzen
(45) versehen sind, und die unter Einklemmens einer deckungsgleich auf dem Kühlkörper
aufliegenden, hochwärmeleitenden, aus einem oder mehreren Weichmetallen bestehenden
Weichmetall-Folie oder einer Soft-Silikonfolie (31) aus überwiegend Silikon zur Bildung
des Wärmekontakts auf den Kühlkörper (K) aufspannbar sind, indem sie auf die Trägerkonstruktion
aufschraubbar sind,
• wobei die Primärluftschlitze (45) über den Ausnehmungen (28-30) im Kühlkörper (K)
zu liegen kommen.
2. Flüssigkeitsgekühlte Rostplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf ihrer Oberseite sowie auf ihrer schrägen Frontseite mehrere nebeneinander
angeordnete Verschleissplatten (32, 33) aus Hardox-Stahl aufweist.
3. Flüssigkeitsgekühlte Rostplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleissplatten (32, 33) mit dem flüssigkeitsgekühlten Kühlkörper (K) verspannt
sind, indem Schrauben (34) von der Unterseite der Verschleissplatten (32, 33) durch
die Ausnehmungen (28-30) im Kühlkörper nach unten geführt sind und dort mittels Kontermuttern
gegenüber dem Gerippe der Trägerkonstruktion verspannt sind.
4. Flüssigkeitsgekühlter Stufenrost aus einer oder mehreren nebeneinander liegenden Rostplatten
nach einem der Ansprüche 1 bis 3 als je eine Roststufe, wobei sich diese Rostplatten
von Stufe zu Stufe überlappen und jede zweite Stufe beweglich ausgeführt ist, und
wobei im Falle einer Mehrzahl von Rostplatten pro Stufe die Trägerkonstruktionen der
benachbarten nebeneinanderliegenden Rostplatten miteinander verschraubt sind.
5. Flüssigkeitsgekühlter Stufenrost nach Anspruch 4, wobei dessen Oberfläche, das heisst
die Oberflächen der Rostplatten und Seitenplanken (35, 36) sowie bei mehreren nebeneinanderliegenden
Rostbahnen auch die Zentralplanken (37) mit Verschleissplatten (39, 41) ausgerüstet
sind, indem dieselben mittels Schraubverbindungen (40, 42) oder Nieten mit den Rostplatten
(P) bzw. den Zentral- (37) und Seitenplanken (35, 36) verbunden sind.
1. Liquid-cooled grill plate, having a carrier and drive design for this grill plate
and a separate cooling body that can be placed into said carrier and drive design
and permeated by the liquid and having wear plates mounted onto said cooling body
(K), whereby:
• The carrier design is a carcass made of planar steel parts that are welded together
and the drive unit (15) encloses a hydraulic cylinder piston unit (16) which is accommodated
on the inside of a square tube (18), said tube being guided displaceably in a tunnel
like breakthrough (14) on said ribbed configuration while the piston end is connected
to the carcass by a pin,
• the cooling body (K) is a welded design formed by square tube sections (22-26) and
profile sections (27), so that the cooling body (K) realizes a plane upper side and
at least a continuous recess (28-30) extending across the entire longitudinal extension
of the cooling body (K), in that
• the wear plates (32) are realized as Hardox planar plates which are equipped with
primary air slots (45) and mounted on the cooling body (K) congruent with said body
(K) while clamping a highly thermally conductive foil made of soft metal comprising
one or more soft metals and resting congruently on the cooling body (K), or while
clamping a highly thermally conductive foil predominantly comprising silicone and
being a soft silicone foil which is resting congruently on the cooling body (K) in
order to create a heat contact, and in that the wear plates can be screwed onto the
carrier design,
• wherein the primary air slots (45) come to rest over the recesses (28-30) in the
cooling body (K).
2. A liquid cooled grill plate according to one of the preceding claims, characterized in that the said grill plate presents on its upper side as well as on its inclined front
side a plurality of wear plates (32-33) made of Hardox steel and disposed next to
each other.
3. A liquid cooled grill plate according to one of the preceding claims, characterized in that the wear plates (32, 33) are mounted on the liquid cooled cooling body (K) while
guiding screws (34) downward from the bottom side of the wear plates (32, 33) through
the recesses (28-30) in the cooling body and are mounted there with respect to the
carcass of the carrier design by way of lock nuts.
4. A liquid cooled step grill comprising one or more grill plates disposed next to each
other, according to one of the claims 1 to 3, wherein these grill plates overlap from
one step to the next and every second step is designed to be movable and wherein if
a plurality of grill plates per step are present, the carrier designs of adjoining
grill plates disposed next to each other are screwed together.
5. A liquid cooled step grill according to claim 4, whereby thereof which is to say the
surfaces of the grill plates and the side planks (35, 36) and in the case of a plurality
of grill webs disposed next to each other also the center planks (37) are equipped
with wear plates (39, 41) in that the same are connected to the grill plates (P) or
the center plank (37) and side planks (35, 36) by screw connections (40, 42) or rivets.
1. Plaque de grille à refroidissement par un liquide comprenant une construction support
susceptible d'être entraînée, avec une construction d'entrainement pour cette plaque
de grille; en outre, avec un corps de refroidissement séparé susceptible d'être traversé
par le liquide et insérable dans cette construction support et comprenant des plaques
d'usure montées sur ledit corps de refroidissement, où:
• la construction support est une carcasse formée d'éléments métalliques plans soudés
entre eux et l'unité d'entraînement (15) comprend une unité hydraulique à cylindre
et piston (16) qui est logée à l'intérieur d'un tube carré (18), ledit tube étant
logé de façon déplaçable dans une ouverture (14) en forme de tunnel sur ladite carcasse;
alors que l'extrémité du piston est liée par l'intermédiaire d'un boulon avec la carcasse,
• le corps de refroidissement (K) séparé, susceptible d'être traversé est une construction
soudée étanche à corps creux constituée de sections de tubes carrées (22-26) et de
sections de profilés (27), de sorte que le corps de refroidissement (K) forme un côté
supérieur plan et au moins une cavité continue (28-30) qui s'étendent presque sur
toute la longueur du corps de refroidissement (K), de sorte que
• les plaques d'usure (32) sont réalisées en tant que plaques Hardox planes qui sont
pourvues de fentes d'air primaires (45); lesquelles plaques sont susceptibles d'être
montées sur le corps de refroidissement (K) coïncidant avec ce corps et en serrant
un film en métal souple hautement thermo-conducteur sur le corps de refroidissement
de façon à s'ajuster parfaitement sur ledit film qui est composé d'un ou de plusieurs
métal(aux) souples ou en serrant un film en silicone souple (31) hautement thermo-conducteur
sur le corps de refroidissement de façon à s'ajuster parfaitement sur ledit film qui
est composé essentiellement de silicone; ceci pour former le contact thermique, où
lesdites plaques d'usure (32) peuvent être vissées sur la construction support,
• où les fentes d'air primaires (45) sont disposées sur les cavités (28-30) dans le
corps de refroidissement (K).
2. Plaque de grille à refroidissement par un liquide selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'elle présente sur son côté supérieur ainsi que sur son côté frontal incliné plusieurs
plaques d'usure (32, 33) en acier Hardox disposées les unes à côté des autres.
3. Plaque de grille à refroidissement par un liquide selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les plaques d'usure (32, 33) sont serrées avec le corps de refroidissement (K) refroidi
par un liquide en conduisant des vis (34) à partir du côté inférieur des plaques d'usure
(32, 33) à travers les cavités (28, 30) dans le corps de refroidissement vers le bas
et en ce que lesdites vis sont serrées à cet endroit au moyen d'un contre-écrou par rapport à
la carcasse de la construction support.
4. Une grille à gradins à refroidissement par un liquide composée d'une ou plusieurs
plaques de grille situées les unes à côté des autres selon une des revendications
1 à 3, où lesdites plaques de grille sont réalisées à chaque fois comme une grille
à gradins, où lesdites plaques de grille se chevauchent de gradin en gradin et où
chaque deuxième gradin est réalisé de façon mobile, et où les constructions support
des plaques de grille voisines, disposées côte à côte, sont vissées les unes avec
les autres dans le cas où il existe plusieurs plaques de grille par gradin.
5. Une grille à gradins à refroidissement par un liquide selon la revendication 4, où
la surface supérieure de ladite grille, c'est-à-dire les surfaces des plaques de grille
et les planches latérales (35, 36) ainsi que les planches centrales (37) dans le cas
où il existe plusieurs bandes de grille disposées les une à côté des autres, sont
équipées de plaques d'usure (39, 41), en reliant lesdites plaques d'usure au moyen
de liaisons vissées (40, 42) ou de rivets avec les plaques de grille (P), respectivement
avec les planches centrales (37) et les planches latérales (35, 36).