Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brenner für eine Brennkammer einer Turbogruppe,
insbesondere in einer Kraftwerksanlage, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Die
DE 103 45 137 A1 zeigt eine für Gasturbinen vorgesehene Einspritzvorrichtung, die nach Art einer Lanze
ausgebildet ist und freitragend in einen Brenner hineinragt. Am freien Ende der Lanze
sind axiale Austragsöffnungen für Brennstoffe und Luft vorgesehen, derart, dass ein
von einem Abschirmluftstrom ummantelter Brennstoffstrahl erzeugt wird. Zur Steuerung
des Mengenverhältnisses zwischen Brennstoff und Abschirmluft ist vorgesehen, die an
der Einspritzvorrichtung auftretenden Temperaturänderungen auszunutzen. Auf diese
Weise soll eine automatische Anpassung an unterschiedliche Betriebszustände derart
erreicht werden, dass dauernd ein optimaler Betrieb aufrechterhalten wird. Im Übrigen
kann dieser Druckschrift der Hinweis entnommen werden, dass es bekannt ist, aerodynamische
Methoden zur Flammenstabilisierung vorzusehen, wobei auf Drallströmungen verwiesen
wird. Dabei wird hervorgehoben, dass die gesamte Strömung in drallstabilisierten Brennern
außerordentlich empfindlich auf Änderungen des Strömungsfeldes reagiert.
[0003] Hinsichtlich der Anordnung der Lanze im Brenner werden keine genaueren Hinweise gegeben.
Darüber hinaus werden auch keine genaueren Ausführungen bezüglich der Ausgestaltung
des Brenners gemacht.
[0004] Aus der
EP 1 526 333 A1 ist ein Brennstoffinjektor für Gasturbinen bekannt. Der Injektor besitzt ein stabartiges
Endstück, welches am Kopf einer Wirbelkammer im Wesentlichen gleichachsig zur Längsachse
dieser Kammer angeordnet ist. Diese Wirbelkammer mündet ausgangsseitig in einen Brennraum.
[0005] Das vorgenannte Endstück des Injektors besitzt einerseits axiale Ausgangsöffnungen
über die Brennstoff als Flüssigkeitsstrahl ausgespritzt werden kann, andererseits
sind Austragsöffnungen vorgesehen, über die der Brennstoff als verdampfender Flüssigkeitsstrahl
ausspritzbar ist.
[0006] Die
EP 0 704 657 A2 betrifft einen Brenner für Gasturbinen oder dergleichen. Dieser Brenner besteht anströmseitig
aus einem Drallerzeuger und einer axial anschließenden Mischstrecke, wobei am Anfang
eines Mischrohres eine besondere Übergangsgeometrie vorgesehen ist, derart, dass das
Mischrohr von einer Drallströmung durchsetzt wird. Abströmungsseitig der Übergangsgeometrie
sind in der Wandung der Mischstrecke Filmlegungsbohrungen angeordnet, welche eine
Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit entlang der Rohrwand bewirken. Ausgangsseitig
mündet die Mischstrecke in eine Brennkammer, in welcher sich im Bereich eines Querschnittsprunges
zwischen Mischstrecke und Brennkammer eine Rückströmzone ausbildet, die als Flammenhalter
wirken soll. In einem zylindrischen Anfangsteil stromauf des Drallerzeugers ist eine
zentrale Brennstoffdüse zur Eindüsung eines insbesondere flüssigen Brennstoffs in
den Drallerzeuger angeordnet.
[0007] Die
DE 10 2005 015 152 A1 betrifft einen Vormischbrenner für eine Gasturbinenbrennkammer. Dieser Brenner umfasst
eine Oxidatorzuführeinrichtung zum Zuführen eines gasförmigen Oxidators in einen Mischraum,
dem mittels einer Gasbrennstoffzuführeinrichtung gasförmiger Brennstoff und mittels
einer Flüssigbrennstoffzuführeinrichtung flüssiger Brennstoff zugeführt wird. Zur
Verbesserung des Brennerbetriebes besitzt die Flüssigbrennstoffzuführeinrichtung mehrere
mit einer Hauptzuführleitung kommunizierende Einspritzlöcher, welche so ausgestaltet
sind, dass der erzeugte Spritzstrahl eine Komponente radial zu einer Hauptausströmrichtung
des Brenners aufweist.
[0008] In der
DE 103 34 228 A1 wird ein Verfahren zum Betrieb eines Vormischbrenners beschrieben. Dieser besitzt
verschiedene Gruppen von Eindüsungsöffnungen für Vormisch-Brennstoff sowie eine zentrale
Brennstoffeindüsung mit mehreren Eindüsungsöffnungen. Dabei werden verschiedene Gruppen
der Eindüsungsöffnungen unabhängig voneinander mit gasförmigem Brennstoff beaufschlagt,
um einerseits eine Vormischstufe und andererseits eine Diffusionsstufe des Vormischbrenners
zu bilden. Im Ergebnis soll ein erweiterter Betriebsbereich des Vormischbrenners bei
geringen Schadstoffemissionen realisiert werden.
[0009] Trotz des vielfältigen Standes der Technik besteht bei Brennern der eingangs angegebenen
Art das Problem eines Flammenrückschlages aus der Brennkammer in das Brennerinnere
hinein.
[0010] Derartige Flammenrückschläge sind auf Instabilitäten im Verbrennungsvorgang zurückzuführen.
Darstellung der Erfindung
[0011] Hier setzt die vorliegende Erfindung an. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, beschäftigt sich mit dem Problem, für einen Brenner der in
EP 704657 genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch
eine erhöhte Stabilität des Verbrennungsvorgangs im Brennraum auszeichnet.
[0012] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0013] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Lanze deutlich länger auszugestalten,
so dass sie tiefer in Richtung Auslassöffnung in das Brennerinnere hineinragen kann.
Hierbei wird die Erkenntnis genutzt, dass sich im Mischer für die Gemischströmung
ein Geschwindigkeitsprofil ausbildet, das im Zentrum deutlich höhere Geschwindigkeiten
aufweist als im Randbereich. Durch Verlängern der Lanze in Richtung Auslassöffnung
bis in den Mischer kann die Geschwindigkeit im Zentrum herabgesetzt werden, während
gleichzeitig die Strömungsgeschwindigkeit in den Randbereichen zunimmt. Die erhöhte
Strömungsgeschwindigkeit im Randbereich wirkt jedoch einem Flammenrückschlag effektiv
entgegen. Durch die gezielte, in Richtung der Auslassöffnung verschobene Positionierung
der Lanze kann außerdem erreicht werden, dass sich eine Flammenfront, die im Betrieb
der Brennkammer durch die Verbrennungsreaktion entsteht, zumindest teilweise bis in
das Brennerinnere hineinragt. Dies ist auf die reduzierte Strömungsgeschwindigkeit
im Zentrum des Geschwindigkeitsprofils im Mischer zurückzuführen. Durch die gezielte
Positionierung beziehungsweise Verlängerung der Lanze kann somit die stationäre Flammenfront
teilweise innerhalb des Brennerinneren verlaufen. Dies ist in mehrfacher Hinsicht
vorteilhaft. Zum einen kann die gezielte Einbringung von Brennstoff in die Flammenfront
mit Hilfe der Lanze verbessert werden, da der Abstand zwischen dem freistehenden Lanzenende
und der Flammenfront reduziert ist. Zum anderen reduziert sich die Wechselwirkung
zwischen mehreren Brennern der Brennkammer über den Brennraum, da der in das jeweilige
Brennerinnere hineinragende Teil der Flammenfront bezüglich des jeweiligen Brenners
vergleichsweise unabhängig von den anderen Brennern und somit stabil ist. Die vorgeschlagene
Bauweise ermöglicht es somit insbesondere, Ergebnisse von Prüfstandsanlagen, die nur
mit einem Brenner arbeiten, auf Industrieanlagen zu übertragen, bei denen die Brennkammer
mehrere Brenner aufweist.
[0014] Gemäß der Erfindung weist die Lanze mehrere konzentrisch angeordnete Rohre auf ein
zentrales Innenrohr, das einen zentralen Kanal für flüssigen Brennstoff enthält und
am Lanzenende wenigstens eine axiale Austrittsöffnung aufweist. Außerdem ist ein hohlwandiges
Außenrohr vorgesehen, welches das Innenrohr unter Ausbildung eines inneren Ringkanals
umschließt und in seiner hohlen Wandung wenigstens einen äußeren Kanal für gasförmigen
Brennstoff enthält. Dabei endet der innere Ringkanal am Lanzenende axial offen und
dient zur Führung von Luft. Durch den vorgeschlagenen Aufbau mit konzentrischen Rohren
kann über die Lanze einerseits flüssiger Brennstoff und andererseits gasförmiger Brennstoff
wechselweise oder gleichzeitig zugeführt werden. Gleichzeitig ermöglicht die Luftführung
durch den Ringkanal eine Kühlung der Lanze. Des weiteren macht die Luftführung durch
den inneren Ringkanal eine Spülung des zentralen Kanals beziehungsweise des wenigstens
einen äußeren Kanals entbehrlich, wenn über die Lanze nur gasförmiger oder nur flüssiger
Brennstoff zugeführt wird. Darüber hinaus kann mit der über den inneren Ringkanal
zugeführten Luft im Brennerinneren eine Medientrennung zwischen flüssigem Brennstoff
und gasförmigen Brennstoff zumindest bis zur Flammenfront erzielt werden. Dies kann
zur Realisierung einer stabilen Verbrennungsreaktion vorteilhaft sein.
[0015] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Brenners ergeben sich
aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung
anhand der Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen. Es zeigen,
jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen stark vereinfachten Längsschnitt durch einen Brenner,
- Fig. 2
- eine Ansicht wie in Fig. 1, jedoch bei einer anderen Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine Ansicht wie in den Fig. 1 und 2, jedoch bei ausgefahrener Lanze,
- Fig. 4
- eine Ansicht wie in den Fig. 1 und 2, jedoch mit einer detaillierteren Darstellung
der Lanze,
- Fig. 5
- eine Darstellung wie in Fig. 4, jedoch bei einer anderen Ausführungsform der Lanze.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0017] Entsprechend den Fig. 1 bis 5 umfasst ein Brenner 1 einen Drallerzeuger 2, einen
Mischer 3 und eine Lanze 4. Der Brenner 1 bildet im montierten Zustand einen Bestandteil
einer im übrigen hier nicht gezeigten Brennkammer einer Turbogruppe, die insbesondere
in einer Kraftwerksanlage angeordnet ist.
[0018] Der Drallerzeuger 2 umschließt einen eingangsseitigen Abschnitt eines Brennerinneren
5 und weist zumindest einen Lufteinlass 6 auf, der sich bezüglich einer Längsmittelachse
7 des Brenners 1 tangential erstreckt. Bei den gezeigten Beispielen ist der Drallerzeuger
2 kegelförmig ausgestaltet. Der jeweilige Lufteinlass 6 bildet dabei einen Längsschlitz
entlang des Kegelmantels. Vorzugsweise sind mehrere derartige Lufteinlässe 6 in der
Umfangsrichtung verteilt angeordnet. Hierdurch kann die Luft tangential in das Brennerinnere
5 eindringen, wodurch sie mit einem Drall beaufschlagt wird. Bei den gezeigten Beispielen
weist der Drallerzeuger 2 außerdem einen Brennstoffeinlass 8 auf, über den gasförmiger
Brennstoff in das Brennerinnere 5 einbringbar ist. Beispielsweise besteht dieser Brennstoffeinlass
8 aus mehreren, entlang der Mantellinie des kegelförmigen Drallerzeugers 2 verlaufenden
Reihen von einzelnen Einlassöffnungen, durch die das Brennstoffgas in das Brennerinnere
5 eintreten kann. Dabei kann auch der Brennstoffeinlass 8 tangential ausgerichtet
sein, um die Drallwirkung zu verstärken. Ebenso kann der Brennstoffeinlass 8 eine
gewisse radiale Komponente erzeugen, um die Durchmischung mit der Luft zu verbessern.
[0019] Der Mischer 3 umschließt einen ausgangsseitigen Abschnitt des Brennerinneren 5 und
weist eine Auslassöffnung 9 auf, die zu einem Brennraum 10 der Brennkammer hin offen
ist. Der Mischer 3 umfasst beispielsweise einen Rohrkörper 11, der über ein rohrförmiges
Übergangsstück 12 an den Drallerzeuger 2 angeschlossen ist und das einen Auslassflansch
13 mit der Auslassöffnung 9 trägt. Über den Auslassflansch 13 kann der Brenner 1 an
die Brennkammer angeschlossen werden. Zweckmäßig ist der Mischer 3 zylindrisch geformt.
[0020] Die Lanze 4 dient zum Einbringen von Pilotbrennstoff in den Brennraum 10. Hierzu
ist die Lanze 4 koaxial zur Längsmittelachse 7 angeordnet. Ferner erstreckt sich die
Lanze 4 zumindest in einem Pilotbetrieb des Brenners 1 von einem Brennerkopf 14, der
im wesentlichen die Spitze des kegelförmigen Drallerzeugers 2 bildet, in das Brennerinnere
5 hinein. Die Lanze 4 geht somit vom Brennerkopf 14 aus und endet mit einem Lanzenende
15 freistehend in einem vom Mischer 3 umschlossenen Abschnitt des Brennerinneren 5
in einem Abstand 17 von der Auslassöffnung 9, der grösser als 25% und kleiner als
50% des Abstands 18 ist, den ein auslassseitiges Ende 19 des Drallerzeugers 2 von
der Auslassöffnung 9 aufweist.
[0021] Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist außerdem ein Teil einer Flammenfront
16 dargestellt, die sich im Betrieb der Brennkammer durch die im Brennraum 10 ablaufende
Verbrennungsreaktion ausbildet. Erkennbar ragt ein Teil dieser Flammenfront 16 in
das Brennerinnere 5 hinein, und zwar in einen Endabschnitt des Brennerinneren 5, das
von einem auslassseitigen Endbereich des Mischers 3 umschlossen ist. Im gezeigten
Beispiel verbleibt die Flammenfront 16 innerhalb des vom Auslassflansch 13 umschlossenen
Abschnitts des Brennerinneren 5. Ein derartiger Verlauf der Flammenfront 16, bei dem
ein Teil der Flammenfront 16 durch die Auslassöffnung 9 bis in das Brennerinnere 5
hineinragt, wird durch eine besondere Ausgestaltung und/oder Anordnung der Lanze 4
erreicht. Im Pilotbetrieb des Brenners 1 erstreckt sich die Lanze 4 mit ihrem freistehenden
Ende 15 vergleichsweise weit in das Brennerinnere 5 hinein, nämlich soweit, dass sich
ein Teil der Flammenfront 16 in das Brennerinnere 5 hinein erstreckt. Damit die Lanze
4 derart tief in das Brennerinnere 5 in Richtung Auslassöffnung 9 hineinragen kann,
muss die Lanze 4 entsprechend ausgestaltet sein, damit sie die hierfür erforderlich
axiale Länge aufweist. Bei den in den Fig. 1, 2, 4 und 5 gezeigten Ausführungsformen
ist die Lanze 4 im Brenner 1 so positioniert, dass sich ihr freistehendes Ende 15
in einem vom Mischer 3 umschlossenen Abschnitt des Brennerinneren 5 befindet. Mit
anderen Worten, die Lanze 4 erstreckt sich bis in den Mischer 3 hinein. Dabei erstreckt
sich die Lanze 4 mit ihrem freistehenden Ende 15 in axialer Richtung bis etwa zur
Hälfte des Mischers 3 oder sogar darüber hinaus in den Mischer 3 hinein. In Fig. 2
ist der eingetragene Abstand 17, den das freistehende Lanzenende 15 von der Auslassöffnung
9 aufweist, größer als 25 % und kleiner als 50 % des Abstands 18, den das auslassseitige
Ende 19 des Drallerzeugers 2 von der Auslassöffnung 9 besitzt.
[0022] Gemäß Fig. 2 kann am Brennerkopf 14 ein Einlassrohr 20 angeordnet sein, das sich
koaxial zur Lanze 4 erstreckt. Dieses Einlassrohr 20 ragt dabei in axialer Richtung
in einen vom Drallerzeuger 2 umschlossenen Abschnitt des Brennerinneren 5 hinein.
Dieses Einlassrohr 20 kann einen ringförmigen Einlasskanal 21 für flüssigen Brennstoff
ausbilden. Der Einlasskanal 21 weist wenigstens eine axial orientierte Austrittsöffnung
22 auf. Durch diese wenigstens eine axiale Austrittsöffnung 22 kann der Flüssigbrennstoff
entsprechend Pfeilen 48 im wesentlichen in axialer Richtung in das Brennerinnere 5
eintreten. Der Brenner 1 kann somit mit Brennstoffgas und/oder mit Flüssigbrennstoff
betrieben werden. Vorzugsweise sind mehrere derartige axiale Austrittsöffnungen 22
an den im Brennerinneren 5 endenden Ende des Einlassrohrs 20 angeordnet.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Lanze 4 in axialer Richtung verstellbar
am Brennerkopf 14 angeordnet sein. Somit ist die axiale Position des freistehenden
Lanzenendes 15 innerhalb des Brennerinneren 5 einstellbar. Insbesondere lässt sich
dadurch die Position des in das Brennerinnere 5 hineinragenden Teils der Flammenfront
16 einstellen. Mit Hilfe der längsverstellbaren Lanze 4 kann der Brenner 1 an Betriebsparameter
der Brennkammer adaptiert werden, was eine Stabilisierung des Verbrennungsprozesses
ermöglicht. Die Lanze 4 lässt sich somit bedarfsabhängig mehr oder weniger tief in
das Brennerinnere 5 einfahren beziehungsweise mehr oder weniger weit aus dem Brennerinneren
5 ausfahren. Fig. 3 zeigt eine Situation, bei welcher die Lanze 4 weitgehend aus dem
Brennerinneren 5 ausgefahren ist. Zweckmäßig endet das Lanzenende 15 dann an der dem
Brennerinneren 5 zugewandten Innenseite des Brennerkopfs 14. In Fig. 3 ist zur vereinfachten
Darstellung die Lanze 4 vollständig ausgefahren. Sie kann entsprechend einem Pfeil
23 wieder in das Brennerinnere 5 eingefahren werden. Bei der in Fig. 3 gezeigten Konfiguration
ist die Flammenfront 16 vollständig außerhalb des Brennerinneren 5 angeordnet und
sie befindet sich bezüglich der Strömungsrichtung des Brenners 1 stromab der Auslassöffnung
9.
[0024] In Fig. 3 ist vereinfacht ein Geschwindigkeitsprofil 24 dargestellt, das die Verteilung
der Strömungsgeschwindigkeit entlang des Querschnitts des Brenners 1 innerhalb des
Mischers 3 repräsentiert. Erkennbar besitzt die Strömung bei fehlender Lanze 4 im
Zentrum ein signifikantes Maximum. Durch Einfahren der Lanze 4 bis in den beschriebenen
Bereich innerhalb des Mischers 3 wird zwangsläufig die Strömungsgeschwindigkeit im
Zentrum des Querschnitts des Mischers 3 reduziert. Gleichzeitig wird dadurch außerhalb
der Lanze 4, also im Randbereich des Querschnitts, die Geschwindigkeit entsprechend
erhöht, um einen konstanten Volumenstrom zu gewährleisten. Die Reduzierung der zentralen
Strömungsgeschwindigkeit ermöglicht es der Flammenfront 16 stromauf zu wandern. Bei
entsprechender Positionierung und Ausgestaltung der Lanze 4 ragt die Flammenfront
16 teilweise in das Brennerinnere 5 hinein, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
[0025] In den Fig. 4 und 5 ist die Lanze 4 ebenfalls geschnitten dargestellt. Die nachfolgende
Detailbeschreibung der Lanze 4 gilt dabei insbesondere auch für die Ausführungsformen
der Fig. 1 bis 3.
[0026] Entsprechend den Fig. 4 und 5 weist die Lanze 4 mehrere konzentrisch zueinander angeordnete
Rohre auf, nämlich ein zentrales Innenrohr 25 und ein Außenrohr 26. Das Innenrohr
25 enthält einen zentralen Kanal 27 und weist zumindest am freistehenden Lanzenende
15 angeordnete axial orientierte Austrittsöffnung 28 auf. Der zentrale Kanal 27 dient
zur Zuführung von flüssigem Brennstoff zur wenigstens einen Austrittsöffnung 28. Im
Beispiel ist das Innenrohr 25 im Bereich der Austrittsöffnung 28 mit einer düsenförmigen
Querschnittsverengung 29 ausgestattet, was die Ausbildung eines intensiven Flüssigkeitsstrahls
ermöglicht. Dieser flüssige Brennstoffstrahl ist in den Fig. 4 und 5 durch einen Pfeil
32 angedeutet. Das Außenrohr 26 ist so bemessen, dass es das Innenrohr 25 unter Ausbildung
eines inneren Ringkanals 30 umschließt. Dieser innere Ringkanal 30 ist am Lanzenende
15 axial offen und mündet somit in das Brennerinnere 5. Der innere Ringkanal 30 dient
zur Führung von Luft, die entsprechend einem Pfeil 31 in axialer Richtung aus dem
inneren Ringkanal 30 austreten kann.
[0027] Das Außenrohr 26 ist hohlwandig ausgestaltet, das heißt, das Außenrohr 26 besitzt
eine hohle Wandung 33 mit einer Innenwand 34 und einer dazu radial beabstandeten Außenwand
35. In der hohlen Wandung 33 enthält das Außenrohr 26 zumindest einen äußeren Kanal
36 (Fig. 4) beziehungsweise 37 (Fig. 5).
[0028] Dieser wenigstens eine äußere Kanal 36, 37 dient zur Zuführung von gasförmigen Brennstoff.
Der äußere Kanal 36, 37 kann als Ringkanal ausgestaltet sein, der einfach zwischen
den beiden Wänden 34, 35 der Wandung 33 ausgebildet ist. Dieser äußere Ringkanal 36
beziehungsweise 37 kann gemäß Fig. 4 zumindest eine axial orientierte Austrittsöffnung
38 am Lanzenende 15 aufweisen, wodurch sich eine im wesentlichen axial orientierte
Eindüsung von Brennstoffgas entsprechend einem Pfeil 39 erzielen lässt. Zusätzlich
oder alternativ kann in einem in Fig. 5 mit einer geschweiften Klammer gekennzeichneten
Lanzenendabschnitt 40, der das freistehende Lanzenende 15 aufweist, eine Anordnung
von mehreren radialen Austrittsöffnungen 41 vorgesehen sein. Diese radialen Austrittsöffnungen
41 sind vorzugsweise in der Außenwand 35 der hohlen Wandung 33 des Außenrohrs 26 ausgebildet.
Hierdurch kann eine im wesentlichen radial orientierte Eindüsung des Brennstoffgases
ins Brennerinnere 5 realisiert werden. Der so radial eingedüste gasförmige Brennstoff
wird dabei entsprechend Pfeilen 42 aufgrund der herrschenden axialen Strömung im Brennerinneren
in die Axialrichtung umgelenkt.
[0029] Um bei einem äußeren Ringkanal 36 beziehungsweise 37 die axiale Eindüsung 39 und
die radiale Eindüsung 42 wahlweise realisieren zu können, kann eine entsprechende
Steuerung vorgesehen sein, die beispielsweise mit einem hülsenförmigen Steuerelement
arbeitet, das sich in einer ersten Stellung vor die radialen Austrittsöffnungen 41
legt, während es in einer zweiten Stellung die wenigstens eine axiale Austrittsöffnung
38 sperrt. Vorzugsweise sind dabei mehrere, in Umfangsrichtung verteilt angeordnete
axiale Austrittsöffnungen 38 am axialen Ende des Außenrohrs 26 angeordnet.
[0030] Alternativ dazu kann in der hohlen Wandung 33 zumindest ein erster äußerer Kanal
36 ausgebildet sein, der am Lanzenende 15 zu der wenigstens einen axialen Austrittsöffnung
38 führt. Zusätzlich dazu kann in der hohlen Wandung 33 zumindest ein zweiter äußerer
Kanal 37 ausgebildet sein, der zu wenigstens einer der im Lanzenendabschnitt 40 ausgebildeten
radialen Austrittsöffnungen 41 führt. Fig. 4 zeigt dabei beispielsweise einen Schnitt
durch die ersten äußeren Kanäle 36, während Fig. 5 einen Schnitt durch die zweiten
äußeren Kanäle 37 zeigt. Die ersten und zweiten äußeren Kanäle 36, 37 können eingangsseitig
an verschiedene, unabhängig voneinander betätigbare Versorgungseinrichtungen oder
Steuereinrichtungen angeschlossen sein. Hierdurch ist es möglich, die Einbringung
des gasförmigen Brennstoffs wahlweise nur durch die wenigstens eine axiale Austrittsöffnung
38 oder nur durch die wenigstens eine radiale Austrittsöffnung 41 oder sowohl durch
die wenigstens eine axiale Austrittsöffnung 38 als auch durch die wenigstens eine
radiale Austrittsöffnung 41 einzubringen.
[0031] Bei den in den Fig. 4 und 5 gezeigten Ausführungsformen ragt das Innenrohr 25 axial
über das Außenrohr 26 vor. Hierdurch kann eine gewisse Medientrennung beim Betrieb
der Lanze 4 zum Einspritzen des Flüssigbrennstoffs und zum Eindüsen des Brennstoffgases
erzielt werden. Diese Medientrennung kann außerdem durch die eingeblasene Luft 31
unterstützt werden.
[0032] Bei den hier gezeigten Ausführungsformen ist außerdem das am Brennerkopf 14 angeordnete
Einlassrohr 20 hohlwandig ausgestaltet, so dass es eine hohle Wandung 43 mit einer
Innenwand 44 und einer Außenwand 45 besitzt. Das hohlwandige Einlassrohr 20 ist hier
außerdem so dimensioniert, dass es die Lanze 4 bzw. das Außenrohr 26 unter Ausbildung
eines axial offenen Ringkanals 46 umschließt. Durch diesen Ringkanal 46 kann entsprechend
einem Pfeil 47 Luft in das Brennerinnere eingeblasen werden. Hierdurch kann eine effektive
Kühlung der Lanze im Bereich des Brennerkopfs 14 erzielt werden. Der Einlasskanal
21, der zum Einbringen des flüssigen Brennstoffs entsprechend Pfeilen 48 dient, ist
dabei in der hohlen Wandung 43 ausgebildet und kann insbesondere ebenfalls ringförmig
ausgestaltet sein.
[0033] Die Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere Besonderheit. Bei diesen Ausführungsformen ist
eine Wandung 49 des Mischers 3 mit einer Filmkühlung 50 ausgestattet. Eine derartige
Filmkühlung 50 wird beispielsweise mittels mehrerer Kühlbohrungen 51 realisiert, welche
die entsprechende Wandung 49 durchsetzen und von Kühlmittel durchströmbar sind, das
sich an der dem Brennerinneren 5 zugewandten Seite der Wandung 49 anlegt und dadurch
einen die Wandung 49 schützenden Kühlfilm generiert. Als Kühlmittel dient in der Regel
Luft. Die Kühlbohrungen 51 können wie hier gezeigt in der Hauptströmungsrichtung des
Brenners 1 angestellt sein, um die Ausbildung eines Kühlfilms zu verbessern.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Brenner
- 2
- Drallerzeuger
- 3
- Mischer
- 4
- Lanze
- 5
- Brennerinneres
- 6
- Lufteinlass
- 7
- Längsmittelachse
- 8
- Brenngaseinlass
- 9
- Auslassöffnung
- 10
- Brennraum
- 11
- Rohrkörper
- 12
- Übergangsstück
- 13
- Auslassflansch
- 14
- Brennerkopf
- 15
- freistehendes Lanzenende
- 16
- Flammenfront
- 17
- Abstand zwischen 9 und 4
- 18
- Abstand zwischen 9 und 19
- 19
- abströmseitiges Ende von 2
- 20
- Einlassrohr
- 21
- Einlasskanal
- 22
- Einlassöffnung
- 23
- Einfahrbewegung von 4
- 24
- Geschwindigkeitsprofil
- 25
- Innenrohr
- 26
- Außenrohr
- 27
- zentraler Kanal
- 28
- Austrittsöffnung
- 29
- Düse
- 30
- innerer Ringkanal
- 31
- Luftströmung
- 32
- Flüssigbrennstoffströmung
- 33
- hohle Wandung
- 34
- Innenwand
- 35
- Außenwand
- 36
- (erster) äußerer Kanal
- 37
- (zweiter) äußerer Kanal
- 38
- axiale Austrittsöffnung
- 39
- Brenngasströmung
- 40
- Lanzenendabschnitt
- 41
- radiale Austrittsöffnung
- 42
- Brenngasströmung
- 43
- hohle Wandung
- 44
- Innenwand
- 45
- Außenwand
- 46
- Ringkanal
- 47
- Luftströmung
- 48
- Flüssigbrennstoffströmung
- 49
- Wandung von 3
- 50
- Filmkühlung
- 51
- Kühlbohrung
1. Brenner für eine Brennkammer einer Turbogruppe, zumindest umfassend einen Drallerzeuger
(2), einen Mischer (3) und eine Brennstoffeinspritzvorrichtung in Form einer Lanze
(4), die für eine in einem Brennraum (10) ablaufende Verbrennungsreaktion Luft und
Brennstoffe in ein Brennerinneres (5) einbringt, wobei der Drallerzeuger (2), der
das Brennerinnere (5) eingangsseitig umschließt, zumindest einen bezüglich einer Längsmittelachse
(7) tangentialen Lufteinlass (6) aufweist, und der Mischer (3), der das Brennerinnere
(5) ausgangsseitig umschließt, eine zum Brennraum (10) hin offene Auslassöffnung aufweist,
und die koaxial zur Längsmittelachse (7) angeordnete Lanze (4) zum Einbringen von
Pilotbrennstoff in einem Pilotbetrieb des Brenners (1) sich von einem Brennerkopf
(14) ausgehend in das Brennerinnere (5) hinein erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Lanze (4) sich zumindest im Pilotbetrieb des Brenners (1) so weit in das Brennerinnere
(5) hinein erstreckt, dass sich eine Flammenfront (16) der im Brennraum (10) ablaufenden
Verbrennungsreaktion zumindest teilweise bis in einen von einem auslassseitigen Endbereich
des Mischers (3) umschlossenen Endabschnitt des Brennerinneren (5) hinein erstreckt,
indem die Lanze (4) zumindest im Pilotbetrieb des Brenners (1) mit ihrem auslassseitigen
Ende (15) in einem von dem Mischer (3) umschlossenen Abschnitt des Brennerinneren
(5) angeordnet ist und ein Abstand (17) des Lanzenendes (15) von der Auslassöffnung
(9) grösser als 25% und kleiner als 50% des Abstands (18) ist, den ein auslassseitiges
Ende (19) des Drallerzeugers (2) von der Auslassöffnung (9) aufweist, und dass die
Lanze (4) mehrere konzentrisch angeordnete Rohre (25, 26) aufweist, dass ein zentrales
Innenrohr (25) einen zentralen Kanal (27) für flüssigen Brennstoff enthält und am
Lanzenende (15) wenigstens eine axiale Austrittsöffnung (28) aufweist, dass ein hohlwandiges
Aussenrohr (26) das Innenrohr (25) unter Ausbildung eines inneren Ringkanals (30)
umschliesst und in seiner hohlen Wandung (33) wenigstens einen äusseren Kanal (36,
37) für gasförmigen Brennstoff enthält, und dass der innere Ringkanal (30) am Lanzenende
(15) axial offen endet und zur Führung von Luft dient.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lanze (4) längsverstellbar am Brennerkopf (14) angeordnet ist, so dass sie bedarfsabhängig
mehr oder weniger tief in das Brennerinnere (5) einfahrbar und daraus mehr oder weniger
weit ausfahrbar ist.
3. Brenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Brennerkopf (14) ein Einlassrohr (20) angeordnet ist, das koaxial zur Lanze (4)
in den vom Drallerzeuger (2) umschlossenen Abschnitt des Brennerinneren (5) hineinragt
und das einen ringförmigen Einlasskanal (21) für flüssigen Brennstoff ausbildet, der
wenigstens eine axiale Austrittsöffnung (22) aufweist.
4. Brenner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassrohr (20) hohlwandig ausgestaltet ist, dass das Einlassrohr (20) die Lanze
(4) unter Ausbildung eines axial offenen Ringkanals (46) für Luft umschliesst, und
dass der Einlasskanal (21) in der hohlen Wandung (43) des Einlassrohrs (20) ausgebildet
ist.
5. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Kanal (36, 37) in der hohlen Wandung (33) des Aussenrohrs (26) als Ringkanal
ausgestaltet ist, der am Lanzenende (15) wenigstens eine axiale Austrittsöffnung (28)
aufweist, und/oder der in einem das Lanzenende (15) aufweisenden Lanzenendabschnitt
(40) mehrere radiale Austrittsöffnungen (41) aufweist.
6. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der hohlen Wandung (33) des Aussenrohrs (26) zumindest ein (erster) äusserer Kanal
(36) ausgebildet ist, der am Lanzenende (15) wenigstens eine axiale Austrittsöffnung
(28) aufweist, und/oder dass in der hohlen Wandung (33) des Aussenrohrs (26) zumindest
ein (zweiter) äusserer Kanal (37) ausgebildet ist, der in einem das Lanzenende (15)
aufweisenden Lanzenendabschnitt (40) mehrere radiale Austrittsöffnungen (41) aufweist.
7. Brenner nach einem der Ansprüche 1 oder 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (25) axial über das Aussenrohr (26) vorsteht.
8. Brenner nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wandung (49) des Mischers (3) mit Filmkühlung (50) ausgestattet ist.
1. Burner for a combustion chamber of a turbo group, at least comprising a swirl generator
(2), a mixer (3), and a fuel injection device in the form of a lance (4) which introduces
air and fuel into a burner interior (5) for a combustion reaction taking place in
a combustion chamber (10), wherein the swirl generator (2) which surrounds the burner
interior (5) on the inlet side has at least one air inlet (6) which is tangential
with respect to a longitudinal centre axis (7), and the mixer (3) which surrounds
the burner interior (5) on the outlet side has an outlet opening which is open towards
the combustion chamber (10), and the lance (4) arranged coaxially to the longitudinal
centre axis (7) for introduction of pilot fuel in a pilot operation of the burner
(1) extends starting from a burner head (14) into the burner interior (5),
characterised in that at least in pilot operation of the burner (1), the lance (4) extends so far into
the burner interior (5) that a flame front (16) of the combustion reaction taking
place in the combustion chamber (10) extends at least partially into an end portion
of the burner interior (5) surrounded by an outlet-side end region of the mixer (3),
in that at least in pilot operation of the burner (5), the lance (4) is arranged with its
outlet-side end (15) in a portion of the burner interior (5) which is surrounded by
the mixer (3), and a distance (17) of the lance end (15) from the outlet opening (9)
is greater than 25% and less than 50% of the distance (18) of an outlet-side end (19)
of the swirl generator (2) from the outlet opening (9);
and that the lance (4) comprises several concentrically arranged tubes (25, 26);
that a central inner tube (25) contains a central channel (27) for the liquid fuel
and has at least one axial outlet opening (28) at the lance end (15);
that a hollow-walled outer tube (26) surrounds the inner tube (25), forming an inner
ring channel (30), and contains at least one outer channel (36, 37) for gaseous fuel
in its hollow wall (33);
and that the inner ring channel (30) is axially open at the lance end (15) and serves
to guide air.
2. Burner according to claim 1, characterised in that the lance (4) is arranged length-adjustably on the burner head (14) so that depending
on need, it can be introduced more or less deeply into and withdrawn more or less
further from the burner interior (5).
3. Burner according to claim 1 or 2, characterised in that an inlet tube (20) is arranged on the burner head (14), and protrudes coaxially to
the lance (4) into the portion of the burner interior (5) surrounded by the swirl
generator (2), and forms an annular inlet channel (21) for liquid fuel which has at
least one axial outlet opening (22).
4. Burner according to claim 3, characterised in that the inlet tube (20) has hollow walls, that the inlet tube (20) surrounds the lance
(4), forming an axially open ring channel (46) for air, and that the inlet channel
(21) is formed in the hollow wall (43) of the inlet tube (20).
5. Burner according to claim 1, characterised in that the outer channel (36, 37) is formed in the hollow wall (33) of the outer tube (26)
as a ring channel which has at least one axial outlet opening (28) at the lance end
(15), and/or the lance end portion (40) comprising the lance end (15) has several
radial outlet openings (41).
6. Burner according to claim 1, characterised in that at least one (first) outer channel (36) is formed in the hollow wall (33) of the
outer tube (26) and has at least one axial outlet opening (28) at the lance end (15),
and/or at least one (second) outer channel (37) is formed in the hollow wall (33)
of the outer tube (26) and has several radial outlet openings (41) in a lance end
portion (40) comprising the lance end (15).
7. Burner according to one of claims 1 or 5 to 6, characterised in that the inner tube (25) protrudes axially over the outer tube (26).
8. Burner according to any of claims 1 to 7, characterised in that a wall (49) of the mixer (3) is equipped with film cooling (50).
1. Brûleur pour une chambre de combustion d'un turbogroupe, comprenant au moins un générateur
de tourbillonnement (2), un mélangeur (3) et un dispositif d'injection de combustible
sous forme d'une lance (4), qui introduit de l'air et des combustibles dans un intérieur
de brûleur (5) pour une réaction de combustion se déroulant dans une chambre de combustion
(10), dans lequel le générateur de tourbillonnement (2), qui entoure l'intérieur de
brûleur (5) côté entrée, présente au moins une entrée d'air (6) tangentielle par rapport
à un axe longitudinal médian (7), et le mélangeur (3), qui entoure l'intérieur de
brûleur (5) côté sortie, présente une ouverture de sortie ouverte en direction de
la chambre de combustion (10), et la lance (4) disposée de manière coaxiale par rapport
à l'axe longitudinal médian (7) pour l'introduction de combustible pilote dans un
mode pilote du brûleur (1) s'étend à partir d'une tête de brûleur (14) dans l'intérieur
de brûleur (5), caractérisé en ce que la lance (4) s'étend au moins dans le mode pilote du brûleur (1) si loin dans l'intérieur
de brûleur (5) qu'un front de flamme (16) de la réaction de combustion se déroulant
dans la chambre de combustion (10) s'étend au moins en partie jusque dans une partie
d'extrémité de l'intérieur de brûleur (5) entourée par une zone d'extrémité côté sortie
du mélangeur (3), du fait que la lance (4) est disposée au moins dans le mode pilote
du brûleur (1) avec son extrémité côté sortie (15) dans une partie de l'intérieur
de brûleur (5) entourée par le mélangeur (3) et une distance (17) de l'extrémité de
lance (15) par rapport à l'ouverture de sortie (9) est supérieure à 25 % et inférieure
à 50 % de la distance (18) qu'une extrémité côté sortie (19) du générateur de tourbillonnement
(2) présente par rapport à l'ouverture de sortie (9) -, et que la lance (4) présente
plusieurs tubes (25, 26) disposés de manière concentrique, qu'un tube intérieur central
(25) contient un canal central (27) pour un combustible liquide et présente au moins
une ouverture de sortie (28) axiale à l'extrémité de lance (15), qu'un tube extérieur
(26) à paroi creuse entoure le tube intérieur (25) avec formation d'un canal annulaire
intérieur (30) et contient dans sa paroi creuse (33) au moins un canal extérieur (36,
37) pour un combustible gazeux, et que le canal annulaire intérieur (30) termine de
manière ouverte axialement à l'extrémité de lance (15) et sert au guidage d'air.
2. Brûleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la lance (4) est disposée sur la tête de brûleur (14) de manière réglable en longueur,
de sorte qu'en fonction des besoins elle peut rentrer plus ou moins profondément dans
l'intérieur de brûleur (5) et peut en sortir plus ou moins loin.
3. Brûleur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un tube d'entrée (20), qui fait saillie de manière coaxiale par rapport à la lance
(4) dans la partie de l'intérieur de brûleur (5) entourée par le générateur de tourbillonnement
(2) et qui réalise un canal d'entrée annulaire (21) pour un combustible liquide, qui
présente au moins une ouverture de sortie axiale (22), est disposé sur la tête de
brûleur (14).
4. Brûleur selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tube d'entrée (20) est conçu avec une paroi creuse, que le tube d'entrée (20)
entoure la lance (4) avec formation d'un canal annulaire (46) ouvert axialement pour
l'air, et que le canal d'entrée (21) est réalisé dans la paroi creuse (43) du tube
d'entrée (20).
5. Brûleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal extérieur (36, 37) est conçu dans la paroi creuse (33) du tube extérieur
(26) en tant que canal annulaire, qui présente à l'extrémité de lance (15) au moins
une ouverture de sortie axiale (28), et/ou qui présente dans une partie d'extrémité
de lance (40) présentant l'extrémité de lance (15) plusieurs ouvertures de sortie
radiales (41).
6. Brûleur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un (premier) canal extérieur (36), qui présente à l'extrémité de lance (15)
au moins une ouverture de sortie axiale (28), est réalisé dans la paroi creuse (33)
du tube extérieur (26), et/ou qu'au moins un (deuxième) canal extérieur (37), qui
présente dans une partie d'extrémité de lance (40) présentant l'extrémité de lance
(15) plusieurs ouvertures de sortie radiales (41), est réalisé dans la paroi creuse
(33) du tube extérieur (26).
7. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 5 à 6, caractérisé en ce que le tube intérieur (25) fait saillie axialement du tube extérieur (26).
8. Brûleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une paroi (49) du brûleur (3) est équipée d'un refroidissement pelliculaire (50).