| (19) |
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(11) |
EP 2 179 246 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2014 Patentblatt 2014/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/006110 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/021607 (19.02.2009 Gazette 2009/08) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES GESCHOSSES SOWIE GESCHOSS
METHOD FOR PRODUCTION OF A PROJECTILE, AS WELL AS A PROJECTILE
PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN PROJECTILE AINSI QUE PROJECTILE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
14.08.2007 DE 102007038486
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- BAUMANN, Christian
06528 Martinsrieth (DE)
- BRASE, Holger
29303 Bergen 2 (DE)
- HEITMANN, Thomas
29345 Unterlüss (DE)
- VAGEDES, Michael
29320 Hermannsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 645 600 FR-A- 2 642 161 US-A- 4 709 638
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DE-A1- 3 635 738 GB-A- 2 121 146
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- JOHANNABER F ET AL: "Spritzgiessen mit oszillierder Schmelze", 1 January 2004 (2004-01-01),
HANDBUCH SPRITZGIESSEN, MUENCHEN : CARL HANSER VERLAG, DE, PAGE(S) 591, XP007921608,
ISBN: 978-3-446-22966-2 * 3. Absatz *
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Geschosses sowie das damit
hergestellte Geschoss mit einem unterkalibrigen Geschosskern und einem Führungskäfig,
der ein heckseitig auf den Geschosskern wirkendes plattenförmiges Treibelement und
einen sich an das Treibelement anschließenden, im Wesentlichen zylinderförmigen Führungskäfig
aus Kunststoff umfasst.
[0002] Aus der
DE 36 36 738 A1 ist ein Treibkäfiggeschoss bekannt, bei dem die vorderseitige Abstützung und Zentrierung
des Geschosskerns durch eine relativ schmale ringförmige Halterung erfolgt, die über
kurze Stege mit der Außenwand des Treibkäfigs verbunden ist. Eine zweite zentrierende
Aufnahme befindet sich im lichten Innenquerschnitt / Kaliber des Geschosses. Der Treibkäfig
längsgeschiltzt ist und im Vorderbereich nach innen gegen das Fluggeschoss gerichtete,
zentrierende Halterungen und im Heckbereich eine zentrierende Fläche aufweist. Im
Heckbereich des Treibkäfigs sind Sollbruchstellen vorgesehen. Die Längssehlitze unterstützt
von den Sollbruchstellen ermöglichen das hebelartige Verschwenken der Treibkäfigelemente.
[0003] Mit der
DE 43 30 417 C2 wird ein Treibkäfig für ein unterkallbrlges Geschoss publiziert. Der Treibkäfig ist
hierbei ein segmentierter, im Wesentlichen hohlzylindrischer Führungskäfig aus einem
leichten Werkstoff mit geringerer Festigkeit als Stahl. In einer inneren umlaufenden
Nut am unteren Ende des Führungskäfigs Ist in Geschossrichtung ein konisches Treibelement
lösbar eingesetzt. Das unterkalibrige Geschoss wird zusätzlich an seinem unteren Ende
vom Führungskäfig umfasst und an seinem vorderen bis mittleren Bereich durch eine
lochdurchsetzte Stützwand zentriert. Das Treibelement (Pusherplatte) drückt das Geschoss
durch ein Waffenrohr, während der treib- bzw. Führungskäfig das Geschoss zieht.
[0004] Nachteilig ist bei diesen bekannten Treibkäfiggeschossen unter anderem, dass seine
Herstellung relativ aufwendig ist, weil sowohl der Treibkäfig aus mehreren Bauteilen
zusammengesetzt als auch der Geschosskern mit dem Treibkäfig separat verbunden werden
muss. Zudem müssen die Gummielemente als auch Einlegeteile in die Treibkäfigschalen
eingebracht werden. Sehr zeitintensiv sind dabei das Einlegen und Befestigen der Gummielemente
zum Toleranzausgleich.
[0005] Die
US 4,709,638 A, welche einen Ausgangspunkt für den Patentanspruch 1 bildet, beschreibt ein, einen
Treibkäfig abwerfendes Projektil. Dieses Projektil weist am hinteren Ende des Geschosskerns
ein Treibelement auf. Zur Schaffung eines Füh-rungskäfigt werden das Treibelement
und der Geschosskern In eine Spritzgussmaschine eingelegt und mit Kunststoff umspritzt.
Dabei werden das Treibelement und der Geschosskern fest miteinander verbunden und
am Treibelement ein Dichtungsband angespritzt. Der Führungskäfig weist durch in der
Spritzgussmaschine eingebundene, axial verlaufende Stege an diesen Stellen weniger
Material auf, sodass der Treibkäfig an diesen Stellen mit Austritt des Geschosses
aus einem Waffenrohr besser aufreißen und den Geschosskern freigeben kann. Ein Wegreißen
der aufgerissenen Treibkäfigteile vom Treibelement erfolgt im Bereich des am Treibelement
angegossenen Dichtungsbandes.
[0006] Die
FR 2 642 161 A, welche einen Ausgangspunkt für den Patentanspruch 10 bildet, betrifft ein einen
Treibkäfig aufweisendes Projektil, das am hinteren Ende eines Geschosskerns ein Treibelement
aufweist. Der einteilige, Längsnuten aufweisende Treibkäfig ist am Treibelement angespritzt
und umschließt mit einem seiner zwei Wände den Geschosskern. Zwischen diesen Wänden
sind Zwischenwände eingebunden. Eine, die Geschossspitze umhüllende Kappe wird auf
den, den Geschosskern umgebenden Treibkäfig aufgesetzt und mittels Ultraschweißen
an diesem befestigt.
[0007] In der
GB 2 121 146 A wird ein Treibelement offenbart, das aus einem hochfestem Material mit geringer Dichte
besteht. Die Treibhülse ist beispielsweise ein glasfiberverstärktes Polyamid.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, insbesondere ein KE-Übungsgeschoss anzugeben,
welches eine kostengünstigere Herstellung erlaubt, ohne dass die Haltbarkeit und die
Treffgenaulgkeit des Geschosses negativ beeinflusst werden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 bzw. 10 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0010] Der Erfindung liegt im Wesentlichen der Gedanke zugrunde, zur Realisierung eines
kostengünstigen Geschosses einen Geschosskern zusammen mit einem Treibelement als
Einleger In ein Spritzgießwerkzeug einzulegen und zu umspritzen, wobei die Spritzgießform
derart gewählt wird, dass sich nach dem Spritzgießvorgang die Kontur des Führungskäfigs
(Innenkern und Außenschale) des Geschosskäfigs ergibt. Der Führungskäfig wird direkt
durch einen Spritzvorgang (-prozess) generiert und mit den Einlegeteilen (Treibelement,
Geschoss) aus Metall, Aluminium etc. verbunden. Eine nachträgliche Montage und Einstellung
auf ein bestimmtes Außenmaß (Kalibermaß) entfällt, was eine Reduzierung der Fertigungs-
bzw. Montagezeit und damit ein kostengünstigeres Geschoss bewirkt.
[0011] Das zu spritzende Material kann ein Kunststoff, faserverstärkter Kunststoff oder
kunststoffähnilches Material sein.
[0012] Ein derart herstellbares Geschoss besitzt einen Führungskäfig mit einer Außenwand,
der in Weiterführung der Erfindung wenigsten zwei, bevorzugt Jedoch drei gleichmäßig
über den Umfang verteilt angeordnete, sich in axialer Richtung erstreckende Sollbruchstellen
aufweisen kann, und eine sich an das Treibelement anschließende, radial verlaufende
Rückwand, die ebenfalls mit Sollbruchstellen versehen werden kann, welche sich an
die Sollbruchstellen der Außenwand anschließen, Die Sollbruchstellen werden, wenn
vorgesehen, erfindungsgemäß mit eingespritzt, es wird ein Treibkäfig geschaffen, der
sich leichter in mehrere Teile zerlegen kann. Der Geschosskern stützt sich über wenigstens
drei als Längsrippen ausgebildete Abstandselemente an der Innenseite der Außenwand
ab, wobei jeweils eine Längsrippe einem durch benachbarte Sollbruchstellen definierten
Führungskäfigsegment zugeordnet ist und wobei die Längsrippen sich axial von dem Treibelement
bis in den bugseitigen Bereich des Führungskäfigs erstrecken.
[0013] Als vorteilhaft hat es sich ferner erwiesen, wenn der einstückig ausgebildete Führungskäfig
das Treibelement auch heckseitig mindestens teilweise umschließt.
[0014] Um ein günstiges Ablöseverhalten der Führungskäfigsegmente zu unterstützen, können
die Längsrippen vorderseitig taschenförmige Ausnehmungen aufweisen.
[0015] Außerdem unterstützt ein sich von der Rückwand nach vorne erstreckender, konisch
verjüngender Verlauf der Längsrippen die Ablösung der Spritzgießwerkzeuge bei dem
Entformungsvorgang.
[0016] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält der Führungskäfig eine den
Geschosskörper aufnehmende, stegförmig ausgebildete Hülse, mit der die Längsrippen
geschoßseitig verbunden sind, wobei auch die stegförmige Hülse mit sich in axialer
Richtung erstreckenden Sollbruchstellen versehen ist. Dabei können sich die Sollbruchstellen
radial durch die Hülsenwand bis auf den Geschosskörper erstrecken.
[0017] Die Nutzung eines Kunststoffes als Geschosskäfig kann durch die Konstruktion des
Treibelements unterstützt werden. Dieses Treibelement ist dann so gestaltet, dass
es das Geschoss durch ein Waffenrohr drückt, während der Geschosskäfig nur noch als
Führungskäfig ohne Kraftübertragung von Käfig und Geschoss zum Führen des Geschosses
fungiert.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen.
[0019] Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Käfiggeschosses;
- Fig.2
- eine Vorderansicht auf das in Fig.1 dargestellte Käfiggeschoss;
- Fig.3-5
- drei Längsschnitte durch das in Fig.1 dargestellte Käfiggeschoss entlang der in Fig.2
mit III-III, IV-IV und V-V bezeichneten Schnittlinien.
[0020] In den Fig.1 und 2-5 ist mit 1 ein aus einer 120 mm Panzerkanone verschießbares erfindungsgemäßes
Geschoss bezeichnet. Dabei handelt es sich bei dem dargestellten Geschoss 1 um ein
Übungsgeschoss.
[0021] Das Geschoss 1 setzt sich aus einem Geschosskern 2, beispielsweise aus Stahl, und
einem Führungskäfig 3 zusammen. Der Führungskäfig 3 umschließt in seinem hinteren
Bereich ein beispielsweise aus Aluminium bestehendes plattenförmiges Treibelement
4 und besteht aus einem glas- oder kohlefaserverstärkten Kunststoff (z.B. Polyamid).
[0022] Der Führungskäfig 3 besitzt eine Außenwand 6, die vorderseitig einen Führungsbereich
7 aufweist, der sich beim Durchgang des Käfiggeschosses 1 durch ein Waffenrohr (nicht
dargestellt) an die entsprechende innere Rohrwand anlegt. Innenseitig sind in die
Außenwand 6 wenigstens zwei, vorzugsweise vier gleichmäßig über den Umfang verteilt
angeordnete und sich in axialer Richtung erstreckende Sollbruchstellen 8 vorgesehen,
so dass benachbarte Sollbruchstellen in diesem Ausführungsbeispiels vier Führungskäfigsegmente
9 definieren (in der Praxis wird eine ungerade Anzahl der Rippen- bzw. Sollbruchstelle
bevorzugt).
[0023] Jeweils zwischen zwei benachbarten Sollbruchstellen 8 (d.h. bei dem in den Fig.1-5
dargestellten Ausführungsbeispiel um beispielsweise 45° - nicht einschränkend, auch
andere Winkel möglich - gedreht zu den Sollbruchstellen) stützt sich das entsprechende
Führungskäfigsegment 9 über ein als Längsrippe ausgebildetes Abstandselement 10 an
einer den Geschosskern 2 umfassenden, stegförmig ausgebildeten Hülse 11 ab. Dabei
erstrecken sich die Längsrippen 10 von einer sich an das Treibelement 4 anschließenden
Rückwand 12 bis in den bugseitigen Bereich des Führungskäfigs 3 und weisen zur Unterstützung
des Ablöseverhaltens der Führungskäfigsegmente 9 beim Abschuss des Käfiggeschosses
1 vorderseitig taschenförmige Ausnehmungen 13 auf.
[0024] Die den Geschosskern 2 umfassende stegförmige Hülse 11 des Führungskäfigs 3 weist
ebenfalls in axialer Richtung sich erstreckende Sollbruchstellen 14 auf, die sich
durch die Hülsenwand bis zur Oberfläche des Geschosskerns 2 erstrecken, und die in
Bezug auf die Längsachse 15 des Käfiggeschosses 1 die gleiche winkelmäßige Lage aufweisen,
wie die Sollbruchstellen 8 der Außenwand 6.
[0025] Wie insbesondere den Fig.2 und 4 zu entnehmen ist, besitzt die Rückwand 12 des Führungskäfigs
3 radiale Sollbruchstellen 16, die sich an die Sollbruchstellen 8 der Außenwand 6
und den Sollbruchstellen 14 der stegförmigen Hülse 11 anschließen.
[0026] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Geschosses 1 mit Führungskäfig 3 werden zunächst
der Geschoßkern 2 und das Treibelement 4, z.B. durch Klemmung, lösbar miteinander
verbunden und in ein die Kontur des Führungskäfigs 3 erzeugendes Spritzgießwerkzeug
eingelegt. Anschließend wird dann das Spritzgießwerkzeug geschlossen und mit dem Spritzgießvorgang
begonnen. Dabei werden die (in diesem Ausführungsbeispiel) vier Führungskäfigsegmente
9 des Führungskäfigs 3 mit Hilfe von vier Angüssen gespritzt.
[0027] Das in die die Segmente bildenden Formbereiche einfließende Material soll an den
vorgesehenen Sollbruchstellen aufeinander treffen. Dabei entstehen so genannte "Schweißlinien",
die das Material an der Sollbruchstelle noch zusätzlich schwächen. Deshalb ist es
wichtig, die vier Formbereiche parallel zu füllen. Weiterhin wird der Effekt der Sollbruchstelle
noch begünstigt, wenn eine Ausrichtung der Fasern parallel zur Spritzrichtung bei
dem Spritzprozess erfolgt.
[0028] Nach dem Entformen wird die provisorische Klemmung zwischen Geschosskern und Treibelement
beseitigt und ein Leuchtspursatz (nicht dargestellt) in die entsprechende Ausnehmung
17 des heckseitigen Teiles des Geschosskerns 2 eingeschraubt.
[0029] Um ein möglichst einfaches Entformen zu gewährleisten, sollten die Längsrippen 10
in Entformungsrichtung (was der Schussrichtung des Geschosses entspricht) sich konisch
verjüngen (z.B. mit einem Konuswinkel von 1°).
[0030] Sofern die in den Fig.3-5 wiedergegebenen, mit einem Kegelleitwerk 18 versehenen
Geschosskerne zur Erzeugung eines Ausgleichsdralles auf dem äußeren Umfang der Kegelleitwerke
mit Ausfräsungen versehen sind (nicht dargestellt), müssen die Längsrippen 10 in diese
Einfräsungen eingreifen (eingespritzt werden). Dabei sollte beachtet werden, dass
nur so viele Ausfräsungen im Leitwerk angeordnet sind, wie Längsrippen und damit Führungskäfigsegmente
vorhanden sind. Anderenfalls kann es Probleme bei dem Ablösevorgang der Führungskäfigsegmente
bei Abschuss des Treibkäfiggeschosses aufgrund von Hinterschneidungen geben.
[0031] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So kann beispielsweise auf die den Geschosskern umgebende Innenwand des
Führungskäfigs verzichtet werden. In diesem Fall stützen sich die Längsrippen direkt
an der Oberfläche des Geschosskerns ab. Auch weist die Spritzvorrichtung dann eine
andere Form auf.
[0032] Bei dem erfindungsgemäßen Geschoss kann es sich auch um ein Gefechtsgeschoss handeln,
bei dem der Geschosskern beispielsweise durch einen Penetrator aus einem Schwermetall
ersetzt ist.
[0033] Des Weiteren können damit auch Geschosse mit Käfig geschaffen werden, deren Käfige
sich durch Staudruck oder Fliehkräft etc. ablösen.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Geschoss
- 2
- Geschosskern
- 3
- Führungskäfig
- 4
- Treibelement
- 6
- Außenwand
- 7
- Führungsbereich
- 8
- Sollbruchstelle (Außenwand)
- 9
- Führungskäfigsegment
- 10
- Abstandselement, Längsrippe
- 11
- Hülse
- 12
- Rückwand
- 13
- Ausnehmung
- 14
- Sollbruchstelle (Hülse)
- 15
- Längsachse
- 16
- Sollbruchstelle (Rückwand)
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Kegelleitwerk
1. Geschoss (1), mit einem unterkalibrigen Geschosskern (2) und einem Käfig (3) als Führungskäfig
(3), der ein heckseitig auf den Geschosskern (2) wirkendes plattenförmiges Treibelement
(4) und einen sich an das Treibelement (4) anschließenden, im Wegentlichen zylinderförmigen
Führungskäfig (3) aus Kunststoff oder faserverstärktem Kunststoff umfasst, wobei das
Treibelement (4) heckseitig Im Führungskäfig (3) fest eingebunden ist, der Führungskäfig
(3) eine Außenwand (6) besitzt, in der mindestens zwei gleichmäßig über den Umfang
verteilt angeordnete, sich In axialer Richtung erstreckende Sollbruchsteilen (B) vorgesehen
sind, der Führungskäfig (3) eine sich an das Treibelement (4) anschließende, radial
verlaufende Rückwand (12) besitzt, und der Geschosskern (2) über mindestens zwei als
Längsrippen ausgebildete Abstandselemente (10) mit der Inneren Oberfläche der Außenwand
(6) verbunden ist, wobei jeweils eine Längsrippe (10) einem durch benachbarte Sollbruchstellen
(8) definierten Führungskäfigsegment (9) zugeordnet ist, die sich axial von der Rückwand
(12) bis In den bugseitigen Bereich des Führungskäfigs (5) erstreckt, gekennzeichnet dadurch, dass die Rückwand (12) ebenfalls mit Sollbruchstellen (16) versehen ist, welche sich an
die Sollbruchstellen (8) der Außenwand (6) anschließen und dadurch, dass die Längsrippen
(10) jeweils einen sich von der Rückwand (12) des Führungskäfigs (3) nach vorne erstreckenden,
konisch verjüngenden Verlauf aufweisen.
2. Geschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskäfig (3) einstückig ausgebildet ist und das Treibelement (4) außenseitig
mindestens teilweise umschließt.
3. Geschoss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrippen (10) vorderseitig taschenförmige Ausnehmungen (17) aufweisen.
4. Geschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskäfig (3) eine den Geschosskern (2) umschließende, ategförmig ausgebildete
Hülse (11) aufweist, mit der die Längsrippen (10) geschossseitig verbunden sind, und
dass auch die stegförmige Hülse (11) mit sich in axialer Richtung erstreckenden Sollbruchstellen
(14) versehen ist, welche sich an die Sollbruchstellen (16) der Rückwand (12) anschließen.
5. Geschoss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sollbruchstellen (14) bis zu der Oberfläche das Geschosskerns (2) erstrecken.
6. Geschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskäfig (3) aus einem glas- oder kohlefaserverstärktem Polyamid besteht.
7. Geschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskäfig (3) vier gleichmäßig über den Umfang der Außenwand (6) verteilt
angeordnete, sich in axialer Richtung erstreckende Sollbruchstellen (8) aufweist,
wobei sich die Sollbruchstellen (8) um 45° gedreht zu den Längsrippen (10) befinden.
8. Geschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Geschosskern (2) mit einem Kegelleitwerk (18) versehen ist.
9. Geschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in eine entsprechende Ausnehmung (17) des heckseitigen Teils des Geschosskerns (2)
ein Leuchtspursatz eingeschraubt ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Geschosses (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei
das Treibelement (4) und der Geschosskern (2) lösbar miteinander verbunden sind und
als Einleger in ein die Kontur des Führungskäfigs (3) erzeugendes Spritzgleßwerkzeug
eingelegt und umspritzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzgießform nach dem Spritzgießvorgang die Kontur des Führungskäfigs (3) mit
stegförmiger Hülse (11) und Außenwand (6) des Geschosskäfigs ergibt und Scilbruchstellen
(8, 14, 16) in der Außenwand (6) und der Rückwand (12) mit eingespritzt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in eine entsprechende Ausnehmung (17) des heckseitigen Teiles des Geschosskerns (2)
ein Leuchtspursatz eingeschraubt wird.
1. Projectile (1), with a subcalibre projectile core (2) and a sabot (3) provided as
a guide sabot, which projectile comprises a drive element (4) which is in the form
of a plate and acts on the projectile core (2) on the rear side thereof and, adjoining
the drive element (4), a substantially cylindrical guide sabot (3) of plastic or fibre-reinforced
plastic, wherein the drive element (4) is firmly incorporated in the guide sabot (3)
on the rear side thereof, the guide sabot (3) has an outer wall (6), in which at least
two predetermined breaking points (8) are provided, arranged such that they are distributed
uniformly around the circumference and extending in the axial direction, the guide
sabot (3) has, adjoining the drive element (4), a radially running rear wall (12),
and the projectile core (2) is connected to the inner surface of the outer wall (6)
by way of at least two spacing elements (10) formed as longitudinal ribs, wherein
a guide sabot segment (9) defined by neighbouring predetermined breaking points (8)
is respectively assigned a longitudinal rib (10), which extends axially from the rear
wall (12) into the nose-side region of the guide sabot (3), characterized in that the rear wall (12) is likewise provided with predetermined breaking points (16),
which adjoin the predetermined breaking points (8) of the outer wall (6), and in that the longitudinal ribs (10) respectively have a conically tapering shape, extending
forwards from the rear wall (12) of the guide sabot (3).
2. Projectile according to Claim 1, characterized in that the guide sabot (3) is formed in one piece and at least partially encloses the drive
element (4) on the outside.
3. Projectile according to Claim 1 or 2, characterized in that the longitudinal ribs (10) have pocket-shaped recesses (17) on the front side.
4. Projectile according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the guide sabot (3) has a sleeve (11), which encloses the projectile core (2), is
in the form of webs and to which the longitudinal ribs (10) are connected on the projectile
side, and in that the sleeve (11) in the form of webs is provided with predetermined breaking points
(14) that extend in the axial direction and adjoin the predetermined breaking points
(16) of the rear wall (12).
5. Projectile according to Claim 4, characterized in that the predetermined breaking points (14) extend up to the surface of the projectile
core (2).
6. Projectile according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the guide sabot (3) consists of a glass- or carbon-fibre-reinforced polyamide.
7. Projectile according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the guide sabot (3) has four predetermined breaking points (8), which are arranged
such that they are distributed uniformly around the circumference of the outer wall
(6) and extend in the axial direction, the predetermined breaking points (8) being
located as turned by 45° in relation to the longitudinal ribs (10).
8. Projectile according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the projectile core (2) is provided with a tail cone (18).
9. Projectile according to one of Claims 1 to 8, characterized in that there is a tracer screwed into a corresponding recess (17) in the rear-side part
of the projectile core (2).
10. Method for producing a projectile (1) according to one of Claims 1 to 9, wherein the
drive element (4) and the projectile core (2) are detachably connected to one another
and are placed as an insert into an injection mould creating the contour of the guide
sabot (3) and are encapsulated, characterized in that, after the injection-moulding operation, the injection mould provides the contour
of the guide sabot (3) with the sleeve (11) in the form of webs and the outer wall
(6) of the projectile sabot, and predetermined breaking points (8, 14, 16) are at
the same time moulded in the outer wall (6) and the rear wall (12).
11. Method according to Claim 10, characterized in that a tracer is screwed into a corresponding recess (17) in the rear-side part of the
projectile core (2).
1. Projectile (1), comprenant un noyau de projectile sous-calibré (2) et un sabot (3)
en tant que sabot de guidage, qui comprend un élément propulsif (4) en forme de plaque
agissant du côté arrière sur le noyau de projectile (2) et un sabot de guidage (3)
en plastique ou en plastique renforcé par des fibres, de forme essentiellement cylindrique,
se raccordant à l'élément propulsif (4), l'élément propulsif (4) étant incorporé fixement
du côté arrière dans le sabot de guidage (3), le sabot de guidage (3) possédant une
paroi extérieure (6) dans laquelle sont prévues au moins deux zones destinées à la
rupture (8), réparties uniformément sur la périphérie et s'étendant dans la direction
axiale, le sabot de guidage (3) possédant une paroi arrière (12) s'étendant radialement,
se raccordant à l'élément propulsif (4), et le noyau de projectile (2) étant connecté
à la surface interne de la paroi extérieure (6) par le biais d'au moins deux éléments
d'espacement (10) réalisés sous forme de nervures longitudinales, une nervure longitudinale
(10) étant à chaque fois associée à un segment de sabot de guidage (9) défini par
des zones destinées à la rupture adjacentes (8), la nervure longitudinale s'étendant
axialement depuis la paroi arrière (12) jusque dans la région du sabot de guidage
(3) du côté avant, caractérisé en ce que la paroi arrière (12) est également pourvue de zones destinées à la rupture (16)
qui se raccordent aux zones destinées à la rupture (8) de la paroi extérieure (6)
et en ce que les nervures longitudinales (10) présentent une allure se rétrécissant coniquement,
s'étendant vers l'avant depuis la paroi arrière (12) du sabot de guidage (3).
2. Projectile selon la revendication 1, caractérisé en ce que le sabot de guidage (3) est réalisé d'une seule pièce et entoure au moins en partie
du côté extérieur l'élément propulsif (4).
3. Projectile selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les nervures longitudinales (10) présentent, du côté avant, des évidements (17) en
forme de cavités.
4. Projectile selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le sabot de guidage (3) présente une douille (11) réalisée en forme d'âme, entourant
le noyau de projectile (2), à laquelle sont connectées les nervures longitudinales
(10) du côté du projectile, et en ce que la douille en forme d'âme (11) est également pourvue de zones destinées à la rupture
(14) s'étendant dans la direction axiale, qui se raccordent aux zones destinées à
la rupture (16) de la paroi arrière (12).
5. Projectile selon la revendication 4, caractérisé en ce que les zones destinées à la rupture (14) s'étendent jusqu'à la surface du noyau de projectile
(2).
6. Projectile selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le sabot de guidage (3) se compose d'un polyamide renforcé par des fibres de verre
ou de carbone.
7. Projectile selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le sabot de guidage (3) présente quatre zones destinées à la rupture (8) réparties
uniformément sur la périphérie de la paroi extérieure (6), s'étendant dans la direction
axiale, les zones destinées à la rupture (8) étant tournées de 45° par rapport aux
nervures longitudinales (10).
8. Projectile selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le noyau de projectile (2) est pourvu d'un empennage conique (18).
9. Projectile selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que dans un évidement correspondant (17) de la partie arrière du noyau de projectile
(2) est vissé un traceur.
10. Procédé de fabrication d'un projectile (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, dans lequel l'élément propulseur (4) et le noyau de projectile (2) sont connectés
de manière détachable l'un à l'autre, et sont introduits et surmoulés en tant qu'insert
dans un outil de moulage par injection produisant le contour du sabot de guidage (3),
caractérisé en ce que le moule de moulage par injection fournit après l'opération de moulage par injection
le contour du sabot de guidage (3) avec la douille en forme d'âme (11) et la paroi
extérieure (6) du sabot de projectile, et des zones destinées à la rupture (8, 14,
16) sont injectées conjointement dans la paroi extérieure (6) et la paroi arrière
(12).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'un traceur est vissé dans un évidement correspondant (17) de la partie arrière du
noyau de projectile (2).
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