| (19) |
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(11) |
EP 2 179 247 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.2015 Patentblatt 2015/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/006108 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/024245 (26.02.2009 Gazette 2009/09) |
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| (54) |
PATRONE
BULLET
CARTOUCHE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.08.2007 DE 102007039532
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- HEITMANN, Thomas
29345 Unterlüss (DE)
- KRATZSCH, Klaus-Achim
29320 Hermannsburg (DE)
- VAGEDES, Michael
29320 Hermannsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 641 665 DE-B- 1 199 670 US-A- 4 887 534
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DE-A- 19 741 842 DE-U- 7 234 535 US-A- 5 090 323
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Patrone mit einer mit Treibladungspulver mindestens teilweise
gefüllten Treibladungshülse und einem sich vorderseitig an die Treibladungshülse anschließenden
Geschossteil.
[0002] Bei derartigen Patronen besteht die Treibladungshülse üblicherweise aus einem Hülsendeckel,
einem Hülsenmantel und einem Hülsenboden aus Metall, wobei der aus einem verbrennbaren
Material bestehende Hülsenmantel einerseits über den Hülsendeckel mit dem Geschossteil
und andererseits über ein Federblech und einen Sicherungsring mit dem Hülsenboden
verbunden ist.
[0003] Treibladungshülsen der vorgenannten Art können sowohl bei Gefechtspatronen als auch
bei Übungspatronen verwendet werden.
[0004] Insbesondere zur Herstellung einer kostengünstigen KE -Übungsmunition ist neben der
Erzeugung eines möglichst kostengünstigen Geschosses auch ein geringeres Geschossgewicht
mitentscheidend. Mit einem geringeren Geschossgewicht kann auch die Antriebsleistung
bzw. die Menge des Treibladungspulvers stark reduziert werden. Eine stark reduzierte
Menge im Antriebsvolumen bedeutet aber bei gleich bleibendem Laboriervolumen eine
ungleiche Verteilung des Schüttpulvers in der Patrone nach dem Laden. Damit verbunden
entstehen während der Anzündung unerwünschte Druckwellen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den oben genannten Nachteil zu vermeiden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0007] Die Erfindung beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, eine Zentrierung des Treibladungspulvers
im Laborierraum sowohl radial als auch in Achsrichtung der Patrone vorzusehen. Dabei
soll aber weniger auf Füllstücke oder Laborierscheiben als Laborierhilfe zurückgegriffen
werden, sondern vielmehr auf eine Art Pulversack bzw. Beutel, welcher die Treibladung
aufnimmt und zentriert. Füllstücke haben den Nachteil, dass sie, wenn sie aus Styropor
bestehen, Salzsäure bei der Verbrennung im Rohr entwickeln oder, wenn sie aus Watte
bestehen, nach Beschuss im Leitwerk hängen bleiben können. Die Nutzung von Laborierscheiben
bringt den Nachteil mit sich, dass die Scheiben mittels Kleber befestigt werden müssen.
[0008] Beutelladungen zur Aufnahme von Treibladungen als solche sind insbesondere bei modularen
Treibladungen bekannt. Jedoch ist deren Aufgabe und Aufbau etc. anders gelagert, als
hier vorgeschlagen. Die Treibbeutelladungen werden einem Waffensystem getrennt von
einem Geschoss zugeführt, wie u. a. der
DE 198 21 050 A1 entnehmbar. Die Anordnung dieser Beutelladungen in einem Waffenrohr zeigt die
DE 198 52 360 C2. Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Handhabung von kombinierbaren Treibladungen
werden in der
DE 697 21 037 T2 offenbart.
[0009] Die
US 5 090323, welche als Ausgangspunkt für der Oberbegriff des Anspruches 1 dient, betrifft einen
Einkapselungssack für eine Treibladung. Dieser ist zweiteilig ausgebi!det und weit
vorne, unterhalb eines Dichtungsbandes am Geschoss befestigt.
[0010] Aus der
DE 72 34 535 U1 ist eine mit einer als Faltbeutel ausgebildeten Treibladungshülse bekannt. Dieser
formt die Form der Hülse nach und ist über der eingefüllten Treibladung zusammengefaltet
und verschweißt sowie in den Hülsenmund eingeschoben.
[0011] In der hier vorgeschlagenen Treibladungshülse wird erfindungsgemäß ein jeweils mit
der entsprechenden Menge an Treibladungspulver vollständig gefüllter sackförmiger
(gestreckter) Behälter (Pulversack) derart angeordnet, dass der Behälter -und damit
auch das Treibladungspulver- sich in Richtung der zentralen Längsachse der Patrone
erstreckt, wobei die Längsachse gleichzeitig die Symmetrieachse des sackförmigen Behälters
ist.
[0012] Dabei wird der bodenseitige Endbereich des sackförmigen Behälters ebenfalls mittels
eines Federbleches am Hülsenboden der Treibladungshülse und der geschossseitige Endbereich
des sackförmigen Behälters an einer vorzugsweise aus spritzfähigem Kunststoff bestehenden
Laborierhilfe befestigt, die sich senkrecht zur Längsachse der Patrone erstreckt und
mit ihrem äußeren Umfang kraft- und/oder formschlüssig mit dem Hülsenmantel und/oder
dem Hülsendeckel der Treibladungshülse verbunden ist. Der Beutel ist dadurch gestreckt
und bildet eine Art innere Hülse.
[0013] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Laborierhilfe hutförmig
ausgebildet und weist eine sich in Richtung des Geschossteiles erstreckende halbkugelförmige
Ausbuchtung auf, die sich axial an den sackförmigen Behälter anschließt und einen
die Ausbuchtung umgebenden, flach ausgebildeten Randbereich aufweist, der stirnseitig
mit dem Hülsenmantel und/oder dem Hülsendeckel kraft- und/oder formschlüssig verbunden
ist.
[0014] Zur Befestigung des sackförmigen Behälters an der Laborierhilfe sind vorteilhafter
Weise in dem Übergangsbereich zwischen der halbkugelförmigen Ausbuchtung und dem flachen
Randbereich mindestens zwei gegenüberliegende schlitzförmige Ausnehmungen vorgesehen,
durch welche zwei vordere, axial voneinander getrennte fahnenförmige Bereiche des
sackförmigen Behälters hindurchgeführt und vorderseitig mit der kugelförmigen Ausbuchtung
verbunden sind.
[0015] Dabei können die beiden fahnenförmigen Endbereiche des sackförmigen Behälters miteinander
verknotet oder mit der halbkugelförmigen Ausbuchtung verklebt sein.
[0016] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die stirnseitige Befestigung
der Laborierhilfe im Übergangsbereich zwischen Hülsenmantel und Hülsendeckel erfolgt,
da die Laborierscheibe dann auch die Haltbarkeit der Verbindung von Hülsenmantel und
Hülsendeckel unterstützt.
[0017] Die Laborierhilfe selbst ist in der Trieibladungshülse integrierbar und schnappt
in den Hülsendeckel ein. Sie dient als Formschluss zwischen der Hülse und dem Hülsendeckel.
Festgehalten werden beide durch einen Stopfen oder dergleichen. Der Beutel ist von
oben als auch von unten befüllbar. Der Hülsendeckel, vorzugsweise aus Kunststoff bestehend,
besitzt wenigstens ein Führungsband mit Sollbruchstellen sowie Hinterschneidungen,
hinter welche die Laborierhilfe einschnappen kann.
[0018] Alternativ kann eine Zentrierung nach der Aufgabe der Erfindung durch eine weitere
Hülse (zweiter Hülsenmantel) mit einem schmaleren Durchmesser als die Geschosshülse
geschaffen werden. Die zweite schmalere Hülse ist dabei für die Treibladung bestimmt.
Durch den konstanten Durchmesser wird die Innenballistik verbessert.
[0019] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Fig.1
- einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Patrone
mit einem Treibladungspulver aufnehmenden sackförmigen Behälter und einer eine halbkugelförmige
Ausbuchtung aufweisenden Laborierhilfe;
- Fig.2
- einen vergrößerten Ausschnitt des in Fig.1 mit II bezeichneten Bereiches;
- Fig.3
- eine Seitenansicht eines vergrößert dargestellten sackförmigen Behälters vor seinem
Einbau in die Patrone;
- Fig.4
- eine Vorderansicht auf eine Laborierhilfe, ebenfalls vor ihrem Einbau in die erfindungsgemäße
Patrone und
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung des Hülsendeckels aus Fig. 1.
[0020] In Fig.1 ist mit 1 eine erfindungsgemäße Übungspatrone bezeichnet, die eine Treibladungshülse
2 und ein vorderseitig an der Treibladungshülse 2 befestigtes Käfiggeschoß 3 umfasst.
Letzteres besteht im Wesentlichen aus einem unterkalibrigen Penetrator 4 mit Kegelleitwerk
(nicht dargestellt) und einem Käfig 6 (Führungskäfig).
[0021] Die Treibladungshülse 2 setzt sich aus einem Hülsendeckel 7, einem aus verbrennbarem
Material bestehenden, relativ dünnen Hülsenmantel 8 und einem beispielsweise aus Stahl
bestehenden Hülsenboden 9 zusammen. Der Hülsenmantel 8 ist mittels eines Federbleches
10 und eines Sicherungsringes (nicht dargestellt) in an sich bekannter Weise an einem
zentralen Vorsprung 11 des Hülsenbodens 9 befestigt. Mit diesem Vorsprung 11 ist ebenfalls
ein an sich bekannter Treibladungsanzünder 12 verbunden, welcher sich axial in den
Innenraum der Treibladungshülse 2 erstreckt.
[0022] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass das in der Treibladungshülse 2 befindliche
Treibladungspulver 13 in einem sackförmigen Behälter 14 aus einem Baumwollgewebe angeordnet
ist, welcher sich in Richtung der Längsachse 100 der Übungspatrone 1 erstreckt und
dessen bodenseitiger Endbereich 15 ebenfalls mittels des Federbleches 10 am Hülsenboden
9 befestigt ist, so dass er auch den Treibladungsanzünder 12 enthält.
[0023] Der geschoßseitige Endbereich 16 des sackförmigen Behälters 14 ist hingegen an einer
Laborierscheibe 17 aus Kunststoff befestigt. Diese besitzt mittig eine halbkugelförmige
Ausbuchtung 18, die einen Durchmesser aufweist, welcher dem Durchmesser des sackförmigen
Behälters 14 entspricht, sowie einen diese Ausbuchtung 18 umfassenden flachen Randbereich
19.
[0024] Der Randbereich 19 ist stirnseitig in dem Übergangsbereich zwischen Hülsenmantel
8 und Hülsendeckel 7 formschlüssig mit der Treibladungshülse 2 verbunden und bewirkt
eine axiale und radiale Zentrierung des sackförmigen Behälters 14 sowie des darin
befindlichen Treibladungspulvers 13.
[0025] Wie Fig.2 entnehmbar ist, weist der Hülsendeckel 7 heckseitig Hiterschneidungen 20
auf, welche beim Aufschieben des Hülsendeckels 7 auf den Hülsenmantel 8 hinter den
Randbereich der Laborierscheibe 17 greifen und diese in dem Raum 21 vor dem Hülsendeckel
7 fixieren.
[0026] Fig.3 zeigt den sackförmigen Behälter 14 vor seiner Befestigung innerhalb der Treibladungshülse
2. Er weist an seinem bodenseitigen Endbereich 15 eine Öffnung 22 auf, mittels welcher
der Behälter 14 auf den Vorsprung 11 des Hülsenbodens 9 geschoben und dann mit dem
Federblech 10 befestigt wird.
[0027] Der geschossseitige Endbereich 16 des sackförmigen Behälters 14 ist axial getrennt,
so dass sich zwei getrennte fahnenförmige Bereiche 23, 24 ergeben. Diese fahnenförmigen
Bereiche 23, 24 werden jeweils durch eine schlitzförmige Ausnehmung 25 der Laborierscheibe
17 hindurchgeführt, welche zwischen der halbkugelförmigen Ausbuchtung 18 und dem flachen
Randbereich 19 angeordnet sind und jeweils eine etwa sichelförmige Form aufweisen
(Fig.4).
[0028] Zur Befestigung des sackförmigen Behälters 14 an der Laborierscheibe 17 können die
beiden fahnenförmigen Bereiche 23, 24 miteinander verknotet werden (in Fig.1 als spitzer
Bereich 26 angedeutet). Es kann aber auch vorgesehen werden, dass die fahnenförmigen
Bereiche 23, 24 mit der Laborierscheibe 17 vorderseitig verklebt werden.
[0029] Der so in dem sackförmigen Behälter 14 entstehende Raum für das Treibladungspulver
13 ist im Wesentlichen abhängig von dem Durchmesser des verwendeten Federbleches 10,
der Größe der schlitzförmigen Ausnehmungen 25 in der Laborierscheibe 17, der festgelegten
axialen Position der Laborierscheibe 17 innerhalb der Treibladungshülse 2 sowie der
Form der Laborierscheibe 17 und kann daher, entsprechend der zu laborierenden Menge
an Treibladungspulver, in weiten Grenzen variiert werden.
[0030] Fig. 5 zeigt den Hülsendeckel 7 (auch Hülsenkappe) in einer perspektivischen Darstellung.
Der Hülsendeckel 7 weist scharfkantige Sollbruchstellen 7.1 sowie einen umlaufenden
Hals 7.2 auf, an welchem der Käfig 6 angreift.
[0031] Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So kann beispielsweise die Laborierscheibe auch lediglich eine scheibenförmige
Form aufweisen oder beispielsweise auch eine parabolisch gestaltete Ausbuchtung besitzen.
[0032] Ferner kann die Befestigung der Laborierscheibe im Bereich zwischen Hülsenmantel
und Hülsendeckel durch unterschiedliche, dem Fachmann geläufige Form- und/oder Kraftschlussverbindungen
erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Patrone, Übungspatrone
- 2
- Treibladungshülse
- 3
- Käfiggeschoss, Geschossteil
- 4
- Penetrator
- 6
- Käfig (Führungskäfig)
- 7
- Hülsendeckel
- 7.1
- Sollbruchstellen
- 7.2
- umlaufenden Hals
- 8
- Hülsenmantel
- 9
- Hülsenboden
- 10
- Federblech
- 11
- Vorsprung
- 12
- Treibladungsanzünder
- 13
- Treibladungspulver
- 14
- sackförmiger Behälter
- 15
- bodenseitiger Endbereich
- 16
- geschossseitiger Endbereich
- 17
- Laborierhilfe (-scheibe)
- 18
- (halbkugelförmige) Ausbuchtung
- 19
- Randbereich
- 20
- Hinterschneidungen
- 21
- Raum
- 22
- Öffnung
- 23,24
- fahnenförmige Bereiche
- 25
- schlitzförmige Ausnehmung
- 26
- spitzer Bereich
- 100
- Längsachse
1. Patrone (1) mit einer mit Treibladungspulver (13) mindestens teilweise gefüllten Treibladungshülse
(2) und einem sich vorderseitig an die Treibladungshülse (2) anschließenden Geschossteil
(3), wobei
• die Treibladungshülse (2) einen Hülsendeckel (7), einen Hülsenmantel (8) und einen
Hülsenboden (9) umfasst,
• der Hülsenmantel (8) einerseits über den Hülsendeckel (7) mit dem Geschossteil (3)
und andererseits über ein Federblech (10) mit dem Hülsenboden (9) verbunden ist,
• das Treibladungspulver (13) in einem sich in Richtung der Längsachse (100) der Patrone
(1) erstreckenden sackförmigen Behälter (14) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
• ein geschossseitiger Endbereich (16) des sackförmigen Behälters (14) an einer vorzugsweise
aus spritzfähigem Kunststoff bestehenden Laborierhilfe (17) befestigt ist, die sich
senkrecht zur Längsachse (100) der Patrone (1) erstreckt und mit ihrem äußeren Umfang
kraft- und/oder formschlüssig mit dem Hülsenmantel (8) und/oder dem Hülsendeckel (7)
der Treibladungshülse (2) verbunden ist, wodurch der sackförmige Behälter (14) gestreckt
ist und eine innere Hülse bildet.
2. Patrone (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bodenseitiger Endbereich (15) des sackförmigen Behälters mittels des Federbleches
(10) an dem Hülsenboden (9) befestigt ist und der geschossseitiger Endbereich (16)
des sackförmigen Behälters mit der quer zur Längsachse (100) der Patrone (1) angeordneten
Laborierhilfe (17) verbunden ist, deren flach ausgebildeter Randbereich (19) stirnseitig
mit dem Hülsenmantel (8) und/oder dem Hülsendeckel (7) kraft- und/oder formschlüssig
verbunden ist.
3. Patrone (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laborierhilfe (17) hutförmig ausgebildet ist und eine sich in Richtung des Geschoßteiles
(3) erstreckende halbkugelförmige Ausbuchtung (18) sowie einen die Ausbuchtung (18)
umgebenden, flach ausgebildeten Randbereich (19) aufweist, wobei der Innendurchmesser
der Ausbuchtung (18) dem Innendurchmesser des sackförmigen Behälters (14) entspricht.
4. Patrone (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Laborierhilfe (17) in dem Übergangsbereich zwischen der Ausbuchtung (18) und
dem flachen Randbereich (19) mindestens zwei gegenüberliegende schlitzförmige Ausnehmungen
(25) aufweist, durch welche zwei vordere, axial voneinander getrennte fahnenförmige
Bereiche (23, 24) des geschoßseitigen Endbereiches (16) des sackförmigen Behälters
(14) hindurchgeführt und mit der Ausbuchtung (18) vorderseitig kraftschlüssig verbunden
sind.
5. Patrone (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden fahnenförmigen Bereiche (23, 24) des sackförmigen Behälters (14) miteinander
verknotet sind.
6. Patrone (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die fahnenförmigen Bereiche (23, 24) mit der Ausbuchtung (18) der Laborierhilfe (17)
verklebt sind.
7. Patrone (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Laborierhilfe (17) aus einem spritzfähigen Kunststoff besteht.
8. Patrone (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitige Befestigung der Laborierhilfe (17) im Übergangsbereich zwischen
Hülsenmantel (8) und Hülsendeckel (7) erfolgt.
9. Patrone (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der sackförmige Behälter (14) aus Baumwollgewebe besteht.
10. Patrone (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der im sackförmigen Behälter (14) entstehende Raum für das Treibladungspulver (13)
im Wesentlichen abhängig ist vom Durchmesser des verwendeten Federbleches (10), der
Größe der schlitzförmigen Ausnehmungen (25) in der Laborierscheibe (17), der festgelegten
axialen Position der Laborierscheibe (17) innerhalb der Treibladungshülse (2) sowie
der Form der Laborierscheibe (17), sodass dieser entsprechend der zu laborierenden
Menge an Treibladungspulver (13) in weiten Grenzen variiert werden kann.
1. Cartridge (1) having a propellant charge casing (2) which is at least partially filled
with propellant charge powder (13) and having a projectile part (3) which is connected
to the propellant charge casing (2) at the front end, wherein
• the propellant charge casing (2) has a casing cover (7), a casing sheath (8) and
a casing base (9),
• the casing sheath (8) is connected on the one hand via the casing cover (7) to the
projectile part (3) and on the other hand via a spring plate (10) to the casing base
(9),
• the propellant charge powder (13) is arranged in a container (14) which is in the
form of a sack and extends in the direction of the longitudinal axis (100) of the
cartridge (1),
characterized in that
• an end area (16) at the projectile end of the container (14) which is in the form
of a sack is attached to a composition aid (17) which is preferably composed of a
plastic which can be sprayed, and extends at right angles to the longitudinal axis
(100) of the cartridge (1), and whose external circumference is connected in a force-fitting
and/or interlocking manner to the casing sheath (8) and/or to the casing cover (7)
of the propellant charge casing (2), as a result of which the container (14) which
is in the form of a sack is stretched and forms an inner casing.
2. Cartridge (1) according to Claim 1, characterized in that the end area (15) at the base end of the container which is in the form of a sack
is attached to the casing base (9) by means of the spring plate (10), and the end
area (16) at the projectile end of the container which is in the form of a sack is
connected to the composition aid (17) which is arranged transversely with respect
to the longitudinal axis (100) of the cartridge (1) and whose edge area (19), which
is flat, is connected in a force-fitting and/or interlocking manner at the end to
the casing sheath (8) and/or to the casing cover (7).
3. Cartridge (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the composition aid (17) is in the form of a cap and has a hemispherical outward
bulge (18), which extends in the direction of the projectile part (3), and a flat
edge area (19) which surrounds the outward bulge (18), wherein the internal diameter
of the outward bulge (18) corresponds to the internal diameter of the container (14)
which is in the form of a sack.
4. Cartridge (1) according to Claim 3, characterized in that the composition aid (17) has at least two opposite recesses (25) in the form of slots
in the junction area between the outward bulge (18) and the flat edge area (19), through
which recesses (25) two front areas (23, 24), which are in the form of tabs and are
axially separated from one another, of the end area (16) at the projectile end of
the container (14) which is in the form of a sack are passed and are connected in
an force-fitting manner at the front end to the outward bulge (18).
5. Cartridge (1) according to Claim 3, characterized in that the two areas (23, 24), which are in the form of tabs, of the container (14) which
is in the form of a sack are knotted to one another.
6. Cartridge (1) according to Claim 3, characterized in that the areas (23, 24) which are in the form of tabs are adhesively bonded to the outward
bulge (18) on the composition aid (17).
7. Cartridge (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the composition aid (17) is composed of a plastic which can be sprayed.
8. Cartridge (1) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the end attachment of the composition aid (17) is provided in the junction area between
the casing sheath (8) and the casing cover (7).
9. Cartridge (1) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the container (14) which is in the form of a sack is composed of cotton fabric.
10. Cartridge (1) according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the space for the propellant charge powder (13), created in the container (14) which
is in the form of a sack, is essentially dependent on the diameter of the spring plate
(10) which is used, the size of the recesses (25) which are in the form of slots in
the composition disk (17), the fixed axial position of the composition disk (17) within
the propellant charge casing (2), and the shape of the composition disk (17), such
that it can be varied within wide limits, depending on the amount of propellant charge
powder (13) to be used.
1. Cartouche (1) comprenant une douille à charge propulsive (2) au moins partiellement
remplie d'une poudre de charge propulsive (13) et une partie projectile (3) dans le
prolongement de la douille à charge propulsive (2) du côté avant,
* la douille à charge propulsive (2) comprenant un couvercle de douille (7), une enveloppe
de douille (8) et un fond de douille (9),
* l'enveloppe de douille (8) étant reliée d'un côté par le biais du couvercle de douille
(7) à la partie projectile (3) et de l'autre côté par le biais d'une tôle flexible
(10) au fond de douille (9),
* la poudre de charge propulsive (13) étant disposée dans un récipient en forme de
sac (14) qui s'étend dans la direction de l'axe longitudinal (100) de la cartouche
(1),
caractérisée en ce que
* une zone d'extrémité (16) côté projectile du récipient en forme de sac (14) est
fixée à une aide à la préparation (17) constituée de préférence de matière plastique
injectable, laquelle s'étend perpendiculairement à l'axe longitudinal (100) de la
cartouche (1) et est reliée avec son pourtour extérieur par force et/ou complémentarité
de formes avec l'enveloppe de douille (8) et/ou le couvercle de douille (7) de la
douille à charge propulsive (2), le récipient en forme de sac (14) étant ainsi allongé
et formant ainsi une douille intérieure.
2. Cartouche (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la zone d'extrémité côté fond (15) du récipient en forme de sac est fixée au fond
de douille (9) au moyen de la tôle flexible (10) et la zone d'extrémité côté projectile
(16) du récipient en forme de sac est reliée à l'aide à la préparation (17) disposée
transversalement à l'axe longitudinal (100) de la cartouche (1), dont la zone de bordure
(19) de configuration plate est reliée du côté frontal par force et/ou complémentarité
de formes avec l'enveloppe de douille (8) et/ou le couvercle de douille (7).
3. Cartouche (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'aide à la préparation (17) est réalisée en forme de chapeau et présente une grosseur
(18) en forme de demi-sphère qui s'étend en direction de la partie projectile (3)
ainsi qu'une zone de bordure (19) de configuration plate qui entoure la grosseur (18),
le diamètre intérieur de la grosseur (18) correspondant au diamètre intérieur du récipient
en forme de sac (14).
4. Cartouche (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'aide à la préparation (17) présente dans la zone de transition entre la grosseur
(18) et la zone de bordure (19) plate au moins deux évidements (25) opposés en forme
de fente à travers lesquels deux zones avant en forme de fanion (23, 24) espacées
l'une de l'autre dans le sens axial de la zone d'extrémité côté projectile (16) du
récipient en forme de sac (14) sont passées et sont reliées par force du côté avant
avec la grosseur (18).
5. Cartouche (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que les deux zones (23, 24) en forme de fanion du récipient en forme de sac (14) sont
nouées l'une à l'autre.
6. Cartouche (1) selon la revendication 3, caractérisée en ce que les zones (23, 24) en forme de fanion sont collées à la grosseur (18) de l'aide à
la préparation (17).
7. Cartouche (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'aide à la préparation (17) est constituée d'une matière plastique injectable.
8. Cartouche (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la fixation côté frontal de l'aide à la préparation (17) s'effectue dans la zone
de transition entre l'enveloppe de douille (8) et le couvercle de douille (7).
9. Cartouche (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le récipient en forme de sac (14) est constitué d'un tissu en coton.
10. Cartouche (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que l'espace produit dans le récipient en forme de sac (14) pour la poudre de charge
propulsive (13) dépend sensiblement du diamètre de la tôle flexible (10) utilisée,
de la taille des évidements (25) en forme de fente dans le disque de préparation (17),
de la position axiale définie du disque de préparation (17) à l'intérieur de la douille
à charge propulsive (2) ainsi que de la forme du disque de préparation (17), de sorte
que celui-ci peut varier dans de larges limites conformément à la quantité de poudre
de charge propulsive (13) à préparer.
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