[0001] Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] In Kliniken oder bei der häuslichen Pflege von Patienten besteht oft das Bedürfnis,
den Patienten von einer Stelle zu einer anderen zu transportieren, ohne dass der Patient
einen eigenen Beitrag zur Fortbewegung leistet. Ein solcher Transport findet beispielsweise
von einem ersten Bett zu einem daneben stehenden zweiten Bett statt.
[0003] Es ist bereits eine Transportvorrichtung für Patienten bekannt, die tragbar ist und
mit der es möglich ist, auch schwergewichtige Patienten durch körperlich schwache
Personen umzubetten (
DE 38 06 470 C2). Bei dieser Transportvorrichtung ist ein Endlosband um ein Brett geschlungen, wobei
der Querschnittsumfang des Bretts im Wesentlichen dem Querschnittsumfang des Endlosbands
entspricht. Dabei ist der Reibungswiderstand zwischen dem Endlosband und dem Brett
so klein, dass er von einer Bedienperson, die am Endlosband zieht, überwunden werden
kann, wenn sich auf dem Endlosband eine Person befindet. Die aufeinander liegenden
Flächen des Endlosbands und des Bretts können dabei aus Polypropylenbandgewebe bestehen.
Außerdem kann als Brett eine relativ starre Schaumstoffmatte vorgesehen sein. Ein
Nachteil dieser Transportvorrichtung besteht darin, dass sie sperrig und nicht faltbar
ist.
[0004] Es ist weiterhin eine Transportvorrichtung für Patienten bekannt, die besser tragbar
ist (Internationales Geschmacksmuster DM/011932). Diese Transportvorrichtung weist
an ihrer Schmalseite Griffe auf und ist in der Mitte faltbar.
[0005] Bei einer anderen bekannten Transportvorrichtung für Patienten ist anstelle eines
Bretts ein Stück Rollladen vorgesehen (
DE 103 34 270 B3). Hierdurch kann die Transportvorrichtung zusammengerollt werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung der gattungsgemäßen
Art zu schaffen, bei der zwei einander gegenüberliegende Enden mit Sicherheitsvorrichtungen
versehen sind.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Die Erfindung betrifft somit eine Transportvorrichtung für Patienten, die mit geringer
Kraft von einer ersten Stelle zu einer zweiten Stelle transportiert werden sollen.
Hierzu ist ein festes Brett vorgesehen, das auch elastisch sein kann, wobei dieses
Brett von einem Endlosband umgeben ist. Dieses Endlosband ist an die Form des Bretts
angepasst und kann um das Brett herum gleiten. Die äußeren Enden des Bretts sind mit
Kappen versehen, die einerseits dem Brett an den Enden eine hohe Steifigkeit verleihen
und andererseits verhindern, dass Körperflüssigkeit in den Zwischenraum zwischen Brett
und Endlosband gelangen.
[0009] Ein mit der Erfindung erzielter Vorteil besteht darin, dass durch die Sicherheitsvorrichtungen
ein Transport z. B. von einem Bett zu einem anderen Bett auch dann möglich ist, wenn
zwischen den beiden Betten eine Lücke besteht, denn die an den Enden vorgesehenen
Kappen sind sehr formstabil ausgebildet. Da die Kappen das Endlosband untergreifen,
wird überdies verhindert, dass Körperflüssigkeit von den Seiten, d. h. dort, wo sich
die Kappen befinden, sofort auf die Oberseite des Bretts oder des über dem Brett befindlichen
Tuchs gelangt.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a
- einen Patienten auf einer Transportvorrichtung in einer ersten Position;
- Fig. 1 b
- einen Patienten auf einer Transportvorrichtung in einer zweiten Position;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung der in der Fig. 2 gezeigten Transportvorrichtung;
- Fig. 4
- einen Schnitt A-A durch die in Fig. 2 gezeigte Transportvorrichtung;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf eine Kappe mit Griff;
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch die Kappe gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- eine Variante der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung im demontierten Zustand;
- Fig. 7a
- eine elastische Verbindung zwischen zwei Brettern;
- Fig. 8
- die Variante gemäß Fig. 7 im teilweise montierten Zustand;
- Fig. 9
- die Variante gemäß Fig. 7 im fertig montierten Zustand.
[0011] In der Fig. 1 a ist ein Patient 1 auf einer Transportvorrichtung 2 der gattungsgemäßen
Art - entsprechend
DE 38 06 470 C2 - dargestellt, wobei die Transportvorrichtung 2 eine erste Position einnimmt. Die
Transportvorrichtung 2 weist dabei ein inneres Brett 3 und ein um dieses Brett 3 geschlungenes
Endlosband 4 auf. Das Gewicht des Patienten ist mit G bezeichnet. Wird nun der Patient
1 oder das Endlosband 4 mit einer Kraft F nach rechts gezogen, so bewegt sich die
Transportvorrichtung 2 um den Weg z nach rechts, während sich der Patient 1 um den
Weg 2 z nach rechts bewegt. Die zweite Position der Transportvorrichtung 2 mit dem
Patienten 1 ist in Fig. 1 b dargestellt.
[0012] Der Patient 1 bewegt sich also relativ zu einem ortsfesten Boden 5 und relativ zu
der Transportvorrichtung 2, wobei die Relativbewegung zum Boden 5 doppelt so groß
ist wie die Relativbewegung zur Transportvorrichtung 2. Während dieser Bewegungen
gleitet das Endlosband 4 um das innere Brett 3. Damit die Kraft F, die beispielsweise
von einer Pflegeperson aufgebracht wird, möglichst gering ist, dürfen zwischen dem
Endlosband 4 und dem Brett 3 keine großen Reibungskräfte auftreten.
[0013] Bei reibungsfreier Umlenkung des Endlosbands 4 an den Kanten des Bretts 3 (z. B.
durch Rollen oder Walzen) gilt dann

wobei □ der Reibungskoeffizient bzw. die Reibungszahl ist. Zwischen der (größeren)
Haft- und der (kleineren) Gleitreibung soll hier nicht unterschieden werden. Für die
Erfindung wichtig ist die Gleitreibung. Die Gleitreibung wird umso kleiner, je größer
die Relativgeschwindigkeit zwischen aufeinander liegenden Körpern ist. Nachfolgend
sind einige Beispiele für Haftungs- und Reibungskoeffizienten angegeben (vgl.
Gross/Hauger/Schröder/Wall: Technische Mechanik 1, Statik, 9. Aufl., 2006, S. 252).
| |
Haftungskoeffizient |
Reibungskoeffizient |
| Stahl auf Eis |
0,03 |
0,015 |
| Stahl auf Stahl |
0,15 ... 0,5 |
0,1 ... 0,4 |
| Stahl auf Teflon |
0,04 |
0,04 |
| Leder auf Metall |
0,4 |
0,3 |
| Holz auf Holz |
0,5 |
0,3 |
| Autoreifen auf Straße |
0,7 ... 0,9 |
0,5 ... 0,8 |
| Ski auf Schnee |
0,1 ... 0,3 |
0,04 ... 0,2 |
[0014] Wie man aus der vorstehenden Tabelle erkennt, erreicht man bei Verwendung von Teflon
einen sehr kleinen Reibungskoeffizienten. Außerdem besteht in diesem Fall zwischen
Haft- und Gleitreibung kein Unterschied.
[0015] Obwohl Reibung sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite des Bretts 3
auftritt, ergibt sich keine Verdopplung der Reibungskraft, weil die Kraft F den Weg
2 z, das Band auf dem Brett 3 an jeder Stelle aber nur den Relativweg z zurücklegt,
jeweils bezogen auf einen ortsfesten Untergrund.
[0016] Bei reibungsbehafteter Umlenkung des Endlosbands 4 der Brett-Enden ergibt sich wegen
der Seilreibungsgesetze (Euler-Eytelwein-Formel) die Kraft

wobei S
0 die Vorspannkraft und □
s der Reibungskoeffizient an der Umlenkstelle ist.
[0017] Nimmt man □ = 0,1 und □
s = 0,1 an, so ergibt sich die Zugkraft F zu

[0018] Durch die Reibung in den Umlenkstellen erhöht sich somit die erforderliche Zugkraft
bei den angesetzten Zahlenwerten um ca. 16 %. Die Überwindung der Reibung an den Umlenkstellen
wäre auch notwendig, wenn die Transportvorrichtung ohne Patient verschoben würde.
Die Euler-Eytelwein-Formel gibt an, wie unterschiedlich zwei Kräfte sein dürfen, die
an den Enden eines Seils angreifen, das um einen runden Gegenstand geschlungen ist,
damit das Seil nicht zu rutschen beginnt.
[0019] In der Fig. 2 ist die Transportvorrichtung 2 in einer Draufsicht dargestellt. Man
erkennt hierbei das Endlosband 4 sowie an den Seiten jeweils eine Kappe 6, 7 mit einem
Griff 8, 9. Die Kappen 6, 7 sind teilweise von dem Endlosband 4 überdeckt, was durch
gestrichelte Linien angedeutet ist. Mit 10, 11, 12, 13 sind Anschläge, z. B. Schrauben,
bezeichnet, die ein horizontales Verschieben des Endlosbands 4 verhindern. Die Abrundung
des Endlosbands 4 an den langen Seiten ist durch zwei parallele Striche angedeutet.
[0020] In der Fig. 3 ist die Transportvorrichtung 2 noch einmal in einer perspektivischen
Ansicht dargestellt, wobei eine Kante aufgeschnitten ist. An der aufgeschnittenen
Stelle erkennt man das innere Brett 3 sowie ein fakultativ vorgesehenes Tuch 14, das
um das Brett 3 geschlungen und mit diesem fest verbunden ist. Das Endlosband 4 ist
seinerseits um das Tuch 14 geschlungen. In Fig. 3 ist - um Brett 3 und Tuch 14 zu
zeigen - nicht dargestellt, dass die Kappe 7 eigentlich über dem Tuch 14 liegt, also
zwischen Tuch 14 und Endlosband 4.
[0021] Ein Schnitt A-A durch die Transportvorrichtung 2 gemäß Fig. 2 ist in Fig. 4 dargestellt.
Man erkennt hierbei das Brett 3, welches von dem Tuch 14 umgeben ist. Dieses mit dem
Brett 3 fest verbundene Tuch 14 ist seinerseits von dem Endlosband 4 umgeben. Zwei
Anschläge 11 und 13 für das Endlosband 4 sind am rechten und linken Ende der Transportvorrichtung
2 zu erkennen. Mit 15 und 16 sind Schrauben bezeichnet, welche die in Fig. 4 nicht
dargestellten Kappen 6, 7 mit dem Brett 3 verbinden. Bei den Schrauben 15, 16 handelt
es sich um Doppelschrauben, bei denen das Gewinde der einen Schraube in eine Gewindebuchse
der anderen Schraube eingeschraubt wird. Statt zwei Schrauben können selbstverständlich
auch drei oder mehr Schrauben vorgesehen sein. Wichtig ist, dass dann, wenn das Tuch
14 vorgesehen ist, dieses auf seiner Außenseite einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten
haben muss. Gleiches gilt für die Innenseite des Endlosbands 4.
[0022] Fig. 5 zeigt eine Kappe 6 mit einem Griff 8. Die Kappe 6 besitzt drei Bereiche: einen
unteren Bereich 18 und zwei obere Bereiche 19, 20. Die beiden oberen Bereiche 19,
20 werden dabei von dem Griff 8 überbrückt. In dem unteren Bereich 18 sind zwei Löcher
21, 22 zu erkennen, die zur Aufnahme der Schrauben 15, 16 dienen. Im oberen Bereich
19 ist ein Loch 23 zu erkennen, welches für die Aufnahme eines Anschlags 11, 13 dient.
[0023] Die Kappe 6 wird über das Brett 3 mit dem Tuch 14 gestülpt, so dass der untere Bereich
18 Brett 3 und Tuch 14 umgibt. Das Ende von Brett 3 und Tuch 14 stößt maximal bis
an die eine Wand 24 des unteren Bereichs 18. Sind die Enden von Brett 3 und Tuch 14
in die Kappe 6 eingeschoben, wird der untere Bereich 18 mit Brett 3 und Tuch 14 mittels
Schrauben, welche durch die Löcher 21, 22 gesteckt werden, verbunden. Das in Fig.
5 nicht dargestellte Endlosband 4 verläuft maximal nur bis zur Unterkante der Wand
24. Ist kein Tuch 14 vorgesehen, wird die Kappe 6 direkt über das Ende des Bretts
3 gestülpt.
[0024] In Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch die Kappe 6 dargestellt, der den Griff 8 und
die oberen Bereiche 19, 20 und den unteren Bereich 18 erkennen lässt. Unterhalb des
Griffs 8 befindet sich ein U-förmiger Steg 25, der als Anschlag für die Kombination
aus Brett 3 und Tuch 14 oder nur für das Brett 3 dient. Als ein solcher Anschlag dienen
auch die Blöcke 26, 27, die mit Bohrungen 28, 29 versehen sind, in welche Anschläge
11, 13 eingreifen können.
[0025] Fig. 7 zeigt eine Variante einer Transportvorrichtung 30, die statt einem Brett zwei
Bretter 33, 34 aufweist. Die Kappen 6, 7 mit den Griffen 8, 9 sowie das Endlosband
4 sind noch nicht montiert. Die beiden Bretter 33, 34 weisen äußere Randbereiche 40,
41 und innere Randbereiche 31, 32 auf.
[0026] Die Bretter 33, 34, die in der Fig. 7 nicht mit einem Tuch versehen sind, welches
dem Tuch 14 gemäß Fig. 3 entspricht, werden an ihren inneren Randbereichen 31, 32
mit einem in Fig. 7 nicht dargestellten Verbindungselement miteinander verbunden.
Hierauf wird das Endlosband 4 über beide Bretter gestülpt. Die Bretter 33, 34 können
auch mit einem Tuch versehen sein, das fest mit ihnen verbunden ist. Dieses Tuch dient
im Wesentlichen dazu, die Reibungskräfte zu verringern.
[0027] Die Fig. 7a zeigt ein Verbindungselement 38, mit dem die inneren Randbereiche 31,
32 der Bretter 33, 34 miteinander verbunden werden. Dieses Verbindungselement 38 weist
zwei U-förmige Teile 46, 47 auf, in welche die in Fig. 7a nicht dargestellten inneren
Randbereiche 31, 32 der Bretter 33, 34 eingeführt und mit den Teilen 46, 47, z. B.
über Schrauben, verbunden werden. Hierfür sind Löcher 60 bis 63 vorgesehen. Die Richtung,
in welche der innere Randbereich 32 geschoben wird, ist mit X bezeichnet. Die beiden
U-förmigen Teile 46, 47 sind über ein elastisches Band 37 miteinander verbunden.
[0028] Sind die beiden Bretter 33, 34 übereinander gelegt, also parallel zueinander ausgerichtet,
nimmt das elastische Band 37, das z. B. aus Gummi besteht, die Position 37' ein, während
das U-förmige Teil 47 die Position 47' einnimmt. Die Transportvorrichtung kann nun
im zusammengefalteten Zustand leichter transportiert werden.
[0029] In der Fig. 7a sind einige Abmessungen dargestellt, die jedoch nur beispielhaften
Charakter haben.
[0030] In Fig. 8 ist die Variante der Fig. 7 noch einmal in teilmontiertem Zustand und ohne
Verbindungselement 38 dargestellt. Man erkennt hierbei, dass ein einziges Endlosband
4 über zwei getrennte Bretter 33, 34 geschoben ist. Im Inneren der Transportvorrichtung
30 liegen die Randbereiche 31, 32 dieser Bretter 33, 34 einander gegenüber. Werden
nun die Kappen 6, 7 über die Randbereiche 40, 41 gestülpt, so liegen die Innenwände
ihrer unteren Bereiche 18 auf den äußeren Randbereichen 40, 41 der Bretter 33, 34
bzw. auf einem darüber gestülpten Tuch auf. Beide Bretter 33, 34 sind vom Endlosband
4 überdeckt. Dadurch, dass die Kappen 6, 7 etwa zu zwei Dritteln vom Endlosband 4
überdeckt sind, wird verhindert, dass Körperflüssigkeiten in den inneren Bereich der
Transportvorrichtung bzw. auf die inneren Tücher gelangen, welche die Bretter 33,
34 umgeben. Die teilweise zwischen den Brettern 33, 34 bzw. den mit einem Tuch umgebenen
Brettern liegenden Kappen 6, 7 üben somit eine Schutzwirkung aus. Sie sind wesentlich
leichter zu reinigen als die Tücher oder die Bretter bzw. das Endlosband 4.
[0031] In der Fig. 9 ist die fertig montierte Transportvorrichtung 30 in der Mitte umgeklappt,
so dass sich zwei Schenkel 44, 45 ergeben, die einander gegenüberliegen. Im vollständig
umgeklappten Zustand lässt sich die Transportvorrichtung 30 leichter transportieren.
Das Umklappen wird durch die in Fig. 7a dargestellte Vorrichtung ermöglicht.
[0032] Als Material für das innere Brett bzw. für die inneren Bretter wird vorzugsweise
EPP (= Expanded Polypropylen) verwendet. Dieses Material ist sehr leicht und überdies
biegsam. Je nach Größe der Transportvorrichtung ergibt sich ein Gesamtgewicht von
1,3 bis 2,5 kg. Die Kappen 6, 7 an den jeweiligen Enden der Transportvorrichtung bestehen
vorzugsweise aus schlagfestem Polyethylen oder ABS (= Acrylnitrid-Butadien-Styrol).
Das Endlosband 4, das z. B. aus Nylon bestehen kann, enthält auf seiner Außenseite
vorzugsweise eine Silberbeschichtung, weil Silber antibakterielle Eigenschaften hat.
Die Silberschicht kann noch mit einer Acrylschicht überzogen sein.
[0033] Das unmittelbar auf dem Brett 3 aufliegende und mit diesem fest verbundene Tuch 14
besteht vorzugsweise aus Polyethylen oder Polytetrafluorethylen (PTFE), gegebenenfalls
mit Glasfaser- oder Karbonverstärkung. Auch High Density Polypropylen (HDPE) oder
Low Density Polypropylen (LDPE) können verwendet werden. Zwischen der Innenseite des
Endlosbands 4 und der Oberseite des Bretts oder der Oberseite des das Brett umgebenden
Tuchs muss die Reibungskraft sehr klein sein. Ist kein Tuch 14 vorgesehen, wird das
Brett 3 vorzugsweise mit Teflon oder Silikon beschichtet.
[0034] An den Umlenkkanten, wo eine zusätzliche Reibung von z. B. 16 % auftritt, kann eine
zusätzliche Beschichtung mit extrem niedriger Reibung vorgesehen sein, z. B. eine
Teflonbeschichtung oder ein Gleitmittel aus der Nanotechnologie (Lotoseffekt). Diese
Beschichtung kann direkt am Brett oder fakultativ an dem Tuch 14 erfolgen.
[0035] Es versteht sich, dass z. B. die Griffe 8, 9 auch anders ausgestaltet werden können,
z. B. als Schlaufen.
[0036] Der Begriff "Brett" wird in seiner allgemeinsten Bedeutung verwendet. Hierzu können
auch hohle Kunststoffgebilde zählen, die aufgeblasen werden. Auf das Tuch 14, das
fest mit dem Brett verbunden ist, also nicht über dieses hinwegrutscht, kann verzichtet
werden, wenn die Außenseite des Bretts mit einer Schicht überzogen ist, die einen
sehr kleinen Reibwert besitzt, z. B. Teflon oder Silikon.
[0037] Obwohl die Ausführungsbeispiele der Erfindung oben detailliert beschrieben wurden,
ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt. Ein Fachmann versteht,
dass die Erfindung verschiedene Varianten mit umfasst, mit denen dasselbe Ergebnis
erzielt wird wie mit den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen. Es ist deshalb
für den Fachmann klar, dass mit den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen der Schutzumfang
der Ansprüche nicht eingeschränkt wird und dass es weitere Varianten, Modifikationen
und Alternativen gibt, die unter den Schutzumfang der Ansprüche fallen.
[0038] Bezugszeichen
- 1
- Patient
- 2
- Transportvorrichtung
- 3
- inneres Brett
- 4
- Endlosband
- 5
- Boden
- 6
- Kappe
- 7
- Kappe
- 8
- Griff
- 9
- Griff
- 10
- Anschlag
- 11
- Anschlag
- 12
- Anschlag
- 13
- Anschlag
- 14
- Tuch
- 15
- Schraube
- 16
- Schraube
- 17
- 18
- unterer Bereich von 6
- 19
- oberer Bereich von 6
- 20
- oberer Bereich von 6
- 21
- Loch
- 22
- Loch
- 23
- Loch
- 24
- Wand
- 25
- U-förmiger Steg
- 26
- Block
- 27
- Block
- 28
- Bohrung
- 29
- Bohrung
- 30
- Transportvorrichtung
- 31
- innerer Randbereich
- 32
- innerer Randbereich
- 33
- Brett
- 34
- Brett
- 35
- Brett
- 36
- Brett
- 37
- elastisches Band
- 38
- Verbindungselement
- 39
- 40
- äußerer Randbereich
- 41
- äußerer Randbereich
- 42
- Randbereich
- 43
- Randbereich
- 44
- Schenkel
- 45
- Schenkel
- 46
- U-förmiges Teil
- 47
- U-förmiges Teil
- 48
- 49
- 50
- 60
- Loch
- 61
- Loch
- 62
- Loch
- 63
- Loch
- G
- Gewicht
- F
- Kraft
- Z
- Weg
- X
- Richtung
1. Transportvorrichtung (2) für Patienten (1), mit
1.1 einem Endlosband (4), das um ein Brett (3) geschlungen ist und wenigstens auf
seiner Innenseite einen geringen Reibungskoeffizienten aufweist,
1.1.1 wobei der Querschnittsumfang des Bretts (3) im Wesentlichen dem Querschnittsumfang
des Endlosbands (4) entspricht,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden des Bretts (3) Kappen (6, 7) vorgesehen sind, welche das Endlosband
(4) teilweise untergreifen.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Brett (3) aus einem sehr leichten und elastisch biegbaren Material besteht und
von einem Tuch (14) umgeben ist, das wenigstens auf seiner Außenseite einen sehr niedrigen
Reibungskoeffizienten aufweist und mit dem Brett (3) fest verbunden ist.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das sehr leichte und elastisch biegbare Material geschäumtes Polypropylen (= EPP
= Expanded Polypropylen) ist.
4. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (6, 7) über Enden des Bretts (3) gestülpt sind.
5. Transportvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (6, 7) über das Tuch (14) gestülpt sind.
6. Transportvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kappen (6, 7) Griffe (8, 9) vorgesehen sind.
7. Transportvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffe (8, 9) starr und U-förmig ausgebildet sind.
8. Transportvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffe Schlaufen sind.
9. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (6, 7) mittels Schrauben (15, 16) mit dem Brett (3) verbunden sind, wobei
die Schrauben (15, 16) durch das ganze Brett (3) und gegebenenfalls durch das Tuch
(14) gehen.
10. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Mitte faltbar ist.
11. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (6, 7) zwei Hälften (19, 20) aufweisen, die durch eine Griffbrücke (8)
überbrückt sind.
12. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (6, 7) aus schlagfestem Polyethylen bestehen.
13. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (6, 7) aus ABS (= Acrylnitrid-Butadien-Styrol) bestehen.
14. Transportvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tuch (14) auf seiner Außenseite mit Teflon oder Silikon beschichtet ist.
15. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Endlosband (4) wenigstens auf seiner Außenseite Silber enthält.
16. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Brett aus zwei Teilen (33, 34) besteht, die über ein Verbindungselement (38)
miteinander verbunden sind.
17. Transportvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (38) zwei U-förmige Teile (46, 47) und ein elastisches Band
(37) enthält.