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(11) |
EP 2 179 864 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.10.2012 Patentblatt 2012/43 |
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Anmeldetag: 27.10.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Veredeln einer Trägerplatte
Method for finishing a carrier plate
Procédé d'affinement d'une plaque de support
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
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Patentinhaber: Flooring Technologies Ltd. |
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Pieta MSD 08 (MT) |
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Erfinder: |
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- Lehnhoff, Ingo
18347 Dierhagen (DE)
- Oldorff, Frank
19057 Schwerin (DE)
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Vertreter: Rehmann, Thorsten et al |
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Gramm, Lins & Partner GbR
Theodor-Heuss-Strasse 1 38122 Braunschweig 38122 Braunschweig (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 454 763 DE-A1- 19 751 115 US-A1- 2004 191 547
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DE-A1- 2 603 414 DE-A1-102007 016 794
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Veredeln einer Trägerplatte, beispielsweise
einer Holz- oder Holzwerkstoffplatte, insbesondere MDF- oder HDF-Platte mit einer
Oberseite und einer Unterseite, auf deren Oberfläche der Oberseite eine Mehrzahl von
Schichten aus einem Kunstharz, vorzugsweise Melaminharz aufgebracht und jede Schicht
vor dem Aufbringen der nächsten Schicht getrocknet wird, wobei zwischen zwei Schichten
eine Farbschicht zur Erzeugung eines Dekors vorgesehen wird und der trockene Schichtaufbau
zwischen einer oberen und einer unteren Pressplatte einer Pressvorrichtung unter Einwirkung
von Wärme und Druck verpresst wird und dabei die Kunstharzschichten aufschmelzen.
Ferner betrifft die Erfindung eine Pressvorrichtung.
[0002] Das vorstehend beschriebene Verfahren ist beispielsweise aus der
EP 1 454 763 A2 bekannt. Die nach dem Verfahren hergestellten Platten werden beispielsweise für den
Möbelbau verwendet. Aus ihnen können auch Paneele, insbesondere Fußbodenpaneele, hergestellt
werden.
[0003] Fußbodenpaneele mit einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff werden üblicherweise als
Laminatpaneele bezeichnet und sind seit vielen Jahren zur Substitution von Parkett
im Handel. Um eine glatte Oberfläche zu erhalten, wird die Oberfläche der Trägerplatte
zunächst geschliffen und dann eine Grundierung aus einer oder mehrerer Melaminharzschichten
aufgetragen. Auf die Grundierung wird dann das gewünschte Dekor (Parkett, Holzmaserung,
Fliesen usw.) aufgedruckt. Auf das gedruckte Dekor wird dann eine Funktionsschicht
zur Versiegelung der Oberseite aufgebracht. Wenn die Trägerplatte anschließend zu
Fußbodenpaneelen weiterverarbeitet werden soll, werden in die Funktionsschicht verschleißhemmende
Partikel, beispielsweise Korund, eingebettet. Abschließend wird der Schichtaufbau
verpresst und dabei eine zu dem Dekor korrespondierende Struktur (Relief) eingeprägt,
um den optischen und haptischen Eindruck dem durch das Dekor nachgebildeten natürlichen
Material anzugleichen.
[0004] Aus der
WO 2007/059805 A1 ist eine Beschichtungsanlage mit fließfähigem Beschichtungsmaterial für glatte oder
strukturierte Oberflächen bekannt. Um die Oberfläche des Beschichtungsmaterials mit
einer Struktur zu versehen, wird eine Materialbahn mit strukturierter Oberfläche eingesetzt.
Eingangsseitig der Beschichtungsanlage wird ein Trägermaterial zugeführt, das mit
einem fließfähigem Material beschichtet wird. Unterhalb der Materialbahn ist eine
Auffangeinrichtung vorgesehen, die zusammen mit der Materialbahn im Querschnitt trichterförmig
ausgebildet ist, so dass das fließfähige Material auf die Trägerplatte aufgebracht
werden kann. Während die Trägerplatte mit der aufliegenden Materialbahn durch die
Vorrichtung transportiert wird, härtet das Beschichtungsmaterial aus und es bildet
sich in seiner Oberfläche die vorgegebene Struktur aus der Materialbahn aus. Die Pressvorrichtung
ist sehr komplex aufgebaut. Als Beschichtungsmaterial müssen teure UV-Lacke verwendet
werden.
[0005] Aus der
DE 26 03 414 A1 ist eine Heißpresse zum Oberflächenvergüten von Holzwerkstoffplatten bekannt. Hierzu
werden auf die Trägerplatte ein- oder beidseitig eine oder mehrere Kunstharz-, beispielsweise
Melaminharz-Vorkondensate enhaltende Filme aufgebracht und anschließend in der Heißpresse
verpresset. Dabei härtet das Kunstharz aus und der Film verbindet sich fest mit der
Trägerplatte. Über die Pressbleche können Papierbahnen gelegt werden, über die beim
Verpressen der Holzwerkstoffplatte die Struktur der Papierbahnen auf die Oberfläche
übertragen werden kann.
[0006] Auch aus der
DE 10 2007 016 794 A1 ist es bekannt, zur Herstellung eines flächigen Bauteils mit einer strukturierten
Oberfläche die Struktur eines Strukturpapiers in die Oberfläche dieses Bauteils einzuprägen,
wobei das Strukturpapier als vereinzelter Bogen zusammen mit der strukturierbaren
Oberfläche des Bauteils gepresst wird und das Bogenformat an das Format der strukturierbaren
Oberfläche des Bauteils angepasst ist.
[0007] Es ist auch bekannt, Oberflächenstrukturen in auf Holzwerkstoffplatten aufkaschierte
Folienpakete über Strukturgeber-Folien auf Umlaufpressen einzubringen. Da das Folienpaket
bereits fertig ist, wird sowohl ein hoher Druck als auch eine hohe Temperatur benötigt.
Da sowohl der aufbringbare Druck als auch die Temperatur durch den konstruktiven Aufbau
der Umlaufpresse begrenzt sind, laufen derartige Anlagen nur sehr langsam. Die wiederverwendbare
Strukturgeber-Folie übersteht nur eine begrenzte Anzahl an Durchläufen, so dass dieses
Verfahren auch recht kostenintensiv ist.
[0008] Von dieser Problemstellung ausgehend soll das eingangs beschriebene Verfahren zum
Veredeln einer Trägerplatte verbessert werden und es soll eine Pressvorrichtung geschaffen
werden, mit der entsprechend beschichtete Trägerplatten rasch und kostengünstig strukturiert
werden können.
[0009] Zur Problemlösung wird unterhalb der oberen Pressplatte eine mit Vertiefungen und/oder
Erhöhungen versehene Strukturgeber-Folie angeordnet, die dafür sorgt, dass das aufgeschmolzene
Kunstharz sich den Vertiefungen und/oder Erhöhungen der Strukturgeber-Folie fließend
anpasst, wodurch sich nach dem Aushärten des Kunstharzes eine Struktur ausbildet,
und dass die Strukturgeber-Folie mittels eines impulsartigen von einer Pneumatikeinrichtung
erzeugten Überdrucks von der Pressplatte abblasbar ist.
[0010] Die so hergestellte Oberfläche zeichnet sich durch einen neuen optischen und haptischen
Eindruck aus. Die Produktoberflächen sind weicher bzw. samtiger, was durch die Wirkung
der Strukturgeber-Folie anstelle eines harten Stahlpressblechs erfolgt. Da die Struktur
in einer Kurztakt-Presse mittels der Strukturgeber-Folie erfolgt, kann die gewünschte
Struktur schnell und kostengünstig geändert bzw. gewechselt werden. Es kann also eine
breite Produktpalette auf einer Pressvorrichtung hergestellt werden. Dadurch, dass
die Strukturgeber-Folie mittels eines impulsartigen Überdrucks von der Pressplatte
abgeblasen wird, wird diese schnell und beschädigungsfrei gelöst, falls sie beim Verpressen
mit Kunstharz durchtränkt worden sein sollte, das an der Unterseite der Pressplatte
dann anbackt. Durch das Lösen der Strukturgeber-Folie von der Pressplatte ist sichergestellt,
dass diese problemlos aufgewickelt werden kann, um eine neue Folie unter die Pressplatte
zu bringen, ohne dass dabei die Folienbahn reißt. Die Taktzeiten werden dadurch deutlich
erhöht. Insbesondere dann, wenn die Strukturgeber-Folie mehrfach verwendet wird, ist
ein Durchtränken mit Harz wahrscheinlich.
[0011] Vorzugsweise wird für die Farbschicht ein mit Farbpigmenten angereicherter wasserbasierter
Lack verwendet.
[0012] Um eine spätere Schüsselung der Trägerplatte oder der daraus hergestellten Paneele
zu vermeiden, wird vorzugsweise vor dem Verpressen auf die Unterseite eine Gegenzugschicht
aufgebracht.
[0013] Als erste Schicht wird auf die vorzugsweise vorher geschliffene Oberseite ein flüssiges
Melaminharz aufgetragen. Auf die getrocknete Melaminharzschicht kann dann insbesondere
vorzugsweise eine Primerschicht aufgetragen werden. Eine Pressvorrichtung zum Verpressen
und Strukturieren von mit einer Mehrzahl von Harzschichten versehenen Trägerplatte
mit einer oberen Pressplatte und einer unteren Pressplatte zeichnet sich dadurch aus,
dass unterhalb der oberen Pressplatte eine mit Vertiefungen und/oder Erhöhungen versehene
Strukturgeber-Folie anzuordnen ist.
[0014] Vorzugsweise liegt die Strukturgeber-Folie an der Pressplatte an. Insbesondere vorzugsweise
ist sie an der Pressplatte fixierbar, was beispielsweise durch Ansaugen, elektrostatische
Aufladung oder Adhäsion erfolgen kann.
[0015] Vorzugsweise ist auf der einen Seite neben der oberen Pressplatte eine Abwickeleinrichtung
und auf der gegenüberliegenden Seite eine Aufwickeleinrichtung für die Strukturgeber-Folie
angeordnet. Auf der Strukturgeber-Folie ist die zu dem aufgedruckten Dekor passende
Struktur jeweils in zugehöriger Plattengröße eingeprägt. Die Struktur kann sich auf
dem Folienband wiederholen. Es können aber auch unterschiedliche Strukturen hintereinander
(jeweils in Plattengröße) auf der Strukturgeber-Folie vorgesehen sein.
[0016] Vorzugsweise weist die obere Pressplatte ein mit einer Mehrzahl von Öffnungen versehenes
Pressblech auf, und die Öffnungen stehen mit einer Pneumatikeinrichtung in Verbindung.
Um die am Pressblech anliegende Strukturgeber-Folie zu entfernen, wird von der Pneumatikeinrichtung
vorzugsweise impulsartig ein Überdruck erzeugt, der die Strukturgeber-Folie vom Pressblech
abbläst.
[0017] Von der Pneumatik-Einrichtung kann ein Unterdruck zum Ansaugen der Strukturgeber-Folie
erzeugt werden. Vorzugsweise deckt die Strukturgeber-Folie die Öffnungen im Pressblech
dann vollständig ab.
[0018] Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nachfolgend
näher erläutert werden.
[0019] Die einzige Figur zeigt schematisch die Seitenansicht einer Kurztakt-Presse (KT-Presse)
mit der oberen Pressplatte 1 und der unteren Pressplatte 11. Die obere Pressplatte
1 besteht aus dem Obergestell 2, dem Presspolster 3 und dem Pressblech 4. Die auf
einem Pressentisch 12 angeordnete untere Pressplatte 11 besteht aus dem Untergestell
13, dem Presspolster 14 und dem Pressblech 15.
[0020] Die untere Pressplatte 11 ist starr. Über die Druckzylinder 5 kann die obere Pressplatte
1 auf die untere Pressplatte 11 abgesenkt und mit Druck beaufschlagt werden. Die Pressplatten
1, 11 werden über Thermalöl in bekannter Weise aufgeheizt. An dem Pressblech 4, das
mit einer Mehrzahl nicht gezeigten Öffnungen versehen ist, liegt die Strukturgeber-Folie
9 an, in die eine Struktur eingeprägt ist. Die Öffnungen im Pressblech 4 stehen mit
einer sowohl Unterdruck als auch Überdruck erzeugenden Pneumatikeinrichtung 50 in
Verbindung. Beidseitig neben der oberen Pressplatte 1 sind sich gegenüberliegend eine
Abwickelvorrichtung 6 und eine Aufwickelvorrichtung 10 angeordnet. Die Strukturgeber-Folie
8 wird von der Abwickelvorrichtung 6 abgewickelt und gleichzeitig von der Aufwickelvorrichtung
10 aufgewickelt. Über Umlenkrollen 7, 9 wird die Strtikturgeber-Folie unterhalb der
Pressplatte 1 entlanggeführt. Wenn die Pneumatikeinrichtung 50 Unterdruck erzeugt,
wird die Strukturgeber-Folie 9 an das Pressblech 4 angesaugt. Zum Lösen wird über
die Pneumatikeinrichtung 50 ein Druckluftstaß erzeugt, der die Strukturgeber-Folie
8 vom Pressblech 4 abbläst.
[0021] Zum Glätten der Oberfläche wird die großformatige Trägerplatte, beispielsweise eine
MDF- oder HDF-Platte um 0.1 mm abgeschliffen. Sodann wird flüssiges Harz auf Melaminbasis
auf die Oberseite zum Grundieren aufgetragen und zur Schicht 101 getrocknet. Auf die
getrocknete Melaminharzschicht 101 wird ein Primer aufgetragen und getrocknet.
[0022] Anschließend wird eine Schicht 102 mit Farbpigmenten angereicherter, wasserbasierter
Lack aufgetragen und damit die Dekorschicht erzeugt, die dann getrocknet wird. Hierauf
wird wenigstens eine Funktionsschicht 103 als Versiegelung der Oberseite aufgetragen.
In der Funktionsschicht 103 können den Abrieb und/oder die Kratzfestigkeit erhöhende
Partikel integriert sein. Die Funktionsschicht 103 kann auch antistatisch ausgebildet
werden. Zum Ausgleich der Wirkung des Schichtaufbaus 101, 102, 103 auf der Oberseite
der Trägerplatte 100 wird auf ihrer Unterseite wenigstens eine Gegenzugschicht 104
aufgebracht und getrocknet. Anschließend wird die Trägerplatte 100 in die Kurztakt-Presse
hinein transportiert und auf die untere Pressplatte 11 aufgelegt. Die zu dem Dekor
der Dekorschicht 102 korrespondierende Struktur der Strukturgeber-Folie 8 wird ausgewählt
und dann durch Antreiben der Aufwickelvorrichtung 10 unter die obere Pressplatte 1
gezogen. Dabei wickelt sich die Strukturgeber-Folie 8 von der Abwickelvorrichtung
6 ab. Die Strukturgeber-Folie 8 wird an das Pressblech 4 angesaugt und dann die obere
Pressplatte 1 auf die Trägerplatte 100 abgesenkt. Durch die Hitze und den Druck schmelzen
die Harzschichten auf und das flüssige Harz läuft in die Vertiefungen bzw. füllt die
Zwischenräume zwischen den Erhöhungen der Strukturgeber-Folie 8 aus, so dass nach
dem Aushärten des Harzes eine zu dem Dekor korrespondierende Struktur in der Oberfläche
der Trägerplatte 100 erzeugt wurde.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Obere Pressplatte
- 2
- Obergestell
- 3
- Presspolster
- 4
- Pressblech
- 5
- Druckzylinder
- 6
- Abwickelvorrichtung
- 7
- Umlenkrolle
- 8
- Strukturgeber-Folie
- 9
- Umlenkrolle
- 10
- Aufwickelvorrichtung
- 11
- Untere Pressplatte
- 12
- Pressentisch
- 13
- Untergestell
- 14
- Presspolster
- 15
- Pressblech
- 50
- Pneumatikeinrichtung
- 100
- Trägerplatte/Holzwerkstoffplatte
- 101
- Grundierung/Primer-Schicht
- 102
- Dekorschicht
- 103
- Funktionsschicht
- 104
- Gegenzug
1. Verfahren zum Veredeln einer Trägerplatte (100), insbesondere einer Holz- oder Holzwerkstoffplatte,
auf deren Oberfläche der Oberseite eine Mehrzahl von Schichten (101, 103) aus einem
Kunstharz, vorzugsweise Melaminharz aufgebracht und jede Schicht vor dem Aufbringen
der nächsten Schicht getrocknet wird, wobei zwischen zwei Schichten (101, 103) eine
Farbschicht (102) zur Erzeugung eines Dekors vorgesehen wird und der trockene Schichtaufbau
anschließend zwischen einer oberen und einer unteren Pressplatte (1, 11) einer Kurztakt-Presse
unter Einwirkung von Wärme und Druck verpresst wird und dabei die Kunstharzschichten
(101, 103, 104) aufschmelzen, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der oberen Pressplatte (1) eine mit Vertiefungen und/oder Erhöhungen versehene
Strukturgeber-Folie (8) angeordnet wird, und das aufgeschmolzene Kunstharz sich den
Vertiefungen und/oder Erhöhungen der Strukturgeber-Folie (8) fließend anpasst, wodurch
sich nach dem Aushärten des Kunstharzes eine Struktur ausbildet, und dass die Strukturgeber-Folie
(8) mittels eines impulsartigen von einer Pneumatikeinrichtung (50) erzeugten Überdrucks
von der Pressplatte (1) abblasbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Dekorschicht (102) ein mit Farbpigmenten angereicherter wasserbasierter Lack
verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verpressen auf die Unterseite der Trägerplatte (100) mindestens eine Gegenzugschicht
(104) aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite vor dem Auftragen der ersten Schicht (101 geschliffen wird und als
erste Schicht (101) auf die geschliffene Oberseite flüssiges Melaminharz aufgetragen
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf die getrocknete Melaminharzschicht (101) eine Primerschicht aufgetragen wird.
6. Pressvorrichtung zum Verpressen und Strukturieren von mit einer Mehrzahl von Harzschichten
(101, 103, 104) versehenen Trägerplatten (100), insbesondere Holz- oder Holzwerkstoffplatten,
mit einer oberen Pressplatte (1) und einer unteren Pressplatte (2), wobei unterhalb
der oberen Pressplatte (1) eine mit Vertiefungen und/oder Erhöhungen vorgesehene Strukturgeber-Folie
(8) anzuordnen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Pressplatte (1) ein mit einer Mehrzahl von Öffnungen versehenes Pressblech
(4) aufweist und die Öffnungen mit einer Pneumatikeinrichtung (50) in Verbindung stehen
und dass von der Pneumatikeinrichtung (50) ein Überdruck zum Abblasen der Strukturgeber-Folie
(8) vom Pressblech (4) der Pressplatte (1) erzeugbar ist.
7. Pressvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturfolie (8) an der Pressplatte (1) anliegt.
8. Pressvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturfolie (8) an der Pressplatte (1) fixierbar ist.
9. Pressvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturfolie (8) an die Pressplatte (1) ansaugbar ist.
10. Pressvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der einen Seite neben der oberen Pressplatte (1) eine Abwickelvorrichtung (6)
und auf der gegenüberliegenden Seite der Pressplatte (1) eine Aufwickelvorrichtung
für die Strukturgeber-Folie (8) angeordnet sind.
11. Pressvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass von der Pneumatikeinrichtung (50) ein Unterdruck zum Ansaugen der Strukturgeber-Folie
(8) an das Pressblech (4)/die Pressplatte (1) erzeugbar ist.
12. Pressvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Überdruck impulsartig erzeugbar ist.
13. Pressvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen im Pressblech (4) von der Strukturgeber-Folie (8) vollständig abdeckbar
sind.
1. Method for refining a support board (100), in particular a wood or wood-based material
board, on the surface of the top side of which a plurality of layers (101, 103) of
a synthetic resin, preferably melamine resin, are applied and each layer is dried
prior to the application of the next layer, wherein a coloured layer (102) for producing
a decoration is provided between two layers (101, 103) and the dry layer structure
is subsequently pressed between an upper and a lower press platen (1, 11) of a short-cycle
press under the action of heat and pressure, whereupon the synthetic resin layers
(101, 103, 104) melt, characterized in that a texturizing film (8) provided with depressions and/or elevations is arranged under
the upper press platen (1), and the molten synthetic resin fluidly adapts itself to
the depressions, and/or elevations, whereby, after the synthetic resin has hardened,
a texture is formed, and in that the texturizing film (8) can be blown off the press platen (1) by means of an overpressure
that is generated in pulses by a pneumatic device (50).
2. Method according to Claim 1, characterized in that a water-based point to which colour pigments have been added is used for the decorative
layer.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, prior to the pressing, at least one backing layer (104) is applied to the underside
of the support board (100).
4. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the top side is sanded prior to the application of the first layer (101) and liquid
melamine resin is applied as the first layer (101) to the sanded top side.
5. Method according to Claim 4, characterized in that a primer layer is applied to the dried melamine resin layer (101).
6. Press apparatus for the pressing and texturization of support boards (100) provided
with a plurality of resin layers (101, 103, 104), in particular wood or wood-based
material boards, comprising an upper press platen (1) and a lower press platen (2),
wherein a texturizing film (8) provided with depressions and/or elevations shall be
arranged beneath the upper press platen (1), characterized in that the upper press platen (1) has a pressing plate (4) provided with a plurality of
openings and the openings are connected to a pneumatic device (50), and in that an overpressure for blowing off the texturizing film (8) from the pressing plate
(4) of the press platen (1) can be generated by the pneumatic device (50).
7. Press apparatus according to Claim 6, characterized in that the texturizing film (8) bears against the press platen (1).
8. Press apparatus according to Claim 6 or 7, characterized in that the texturizing film (8) can be fixed to the press platen (1).
9. Press apparatus according to Claim 8, characterized in that the texturizing film (8) can be sucked onto the press platen (1).
10. Press apparatus according to one or more_of Claims 6 to 9, characterized in that on one side next to the upper press platen (1) is arranged an unwinding apparatus
(6) and on the opposite side of the press platen (1) is arranged a wind-up apparatus
for the texturizing film (8).
11. Press apparatus according to Claim 9, characterized in that an underpressure for sucking the texturizing film (8) onto the pressing plate (4)/the
press platen (1) can be generated by the pneumatic device (50).
12. Press apparatus according to Claim 6, characterized in that the overpressure can be generated in pulses.
13. Press apparatus according to Claim 6, characterized in that the openings in the pressing plate (4) can be fully covered by the texturizing film
(8).
1. - Procédé d'ennoblissement d'une plaque de support (100), en particulier une plaque
en matériau dérivé du bois ou en bois, sur la surface de la face supérieure duquel
on rapporte plusieurs couches (101, 103) de résine synthétique, de préférence en résine
de mélamine, et on sèche chaque couche avant de rapporter la couche suivante, une
couche colorée (102) étant prévue entre deux couches (101, 103) pour créer un décor
et l'assemblage de couches séché étant ensuite pressé sous l'effet de la température
et la pression entre une plaque de presse supérieure et une plaque de presse inférieure
(1, 11) d'une presse à cycles rapides ce qui fait fondre les couches de résine synthétique
(101, 103, 104), caractérisé en ce qu'on agence sous la plaque de presse supérieure (1) un film structurant (8) muni de
renfoncements et/ou de rehaussements, et la résine synthétique fondue s'ajuste en
coulant aux renfoncements et/ou rehaussements, de façon qu'il se forme une structure
après le durcissement de la résine synthétique, et en ce que le film structurant (8) peut être enlevé de la plaque de presse (1) par soufflage,
au moyen d'une surpression par impulsion produite par un dispositif pneumatique (50).
2. - Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise pour la couche de décor (102) une laque à base d'eau enrichie en pigments
de couleur.
3. - Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'avant le pressage, on rapporte sur la face inférieure de la plaque de support (100)
au moins une couche de contre-traction (104).
4. - Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on ponce la face supérieure avant de rapporter la première couche (101) et on rapporte
sur la face supérieure poncée, en tant que première couche (101), de la résine de
mélamine fluide.
5. - Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'on rapporte une couche primaire sur la couche de résine de mélamine (101) séchée.
6. - Dispositif de presse pour presser et structurer des plaques de support (100) munies
de plusieurs couches de résine (101, 103, 104), en particulier des plaques en matériau
dérivé du bois ou en bois, comprenant une plaque de presse supérieure (1) et une plaque
de presse inférieure (2), un film structurant (8) avec des renfoncements et/ou rehaussements
devant être agencé sous la plaque de presse supérieure (1), caractérisé en ce que la plaque de presse supérieure (1) présente une tôle de presse (4) munie de plusieurs
ouvertures et les ouvertures sont reliées à un dispositif pneumatique (50), et en ce qu'une surpression peut être produite par le dispositif pneumatique (50) pour enlever
par soufflage le film structurant (8) hors de la tôle de presse (4) de la plaque de
presse (1).
7. - Dispositif de presse selon la revendication 6, caractérisé en ce que le film structurant (8) est appliqué sur la plaque de presse (1).
8. - Dispositif de presse selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le film structurant (8) peut être fixé à la plaque de presse (1).
9. - Dispositif de presse selon la revendication 8, caractérisé en ce que le film structurant (8) peut être aspiré sur la plaque de presse (1).
10. - Dispositif de presse selon l'une ou plusieurs des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que pour le film structurant (8), un dispositif de déroulement (6) est agencé d'un côté
à proximité de la plaque de presse supérieure (1) et un dispositif d'enroulement est
agencé du côté opposé de la plaque de presse (1).
11. - Dispositif de presse selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif pneumatique (50) peut produire une dépression pour aspirer le film
structurant (8) sur la tôle de presse (4) / la plaque de presse (1).
12. - Dispositif de presse selon la revendication 6, caractérisé en ce que la surpression peut être produite par impulsion.
13. - Dispositif de presse selon la revendication 6, caractérisé en ce que les ouvertures dans la tôle de presse (4) peuvent être entièrement recouvertes par
le film structurant (8).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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