[0001] Die vorliegenden Erfindung betrifft eine Speichervorrichtung für Druckplatten mit
einem Einlaufende und einem Auslaufende, mit einem Druckplattenmagazin, das einen
Vielzahl horizontal ausgerichteter und in vertikaler Richtung übereinander angeordneter
Ablagefächer aufweist und mit einer Zuführeinrichtung zum Transportieren von Druckplatten
in die Ablagefächer und aus diesen heraus.
[0002] Bei der Herstellung von Druckplatten für Rotationsdruckmaschinen werden mit einer
lichtempfindlichen Schicht beschichtete Aluminiumbleche mit entsprechenden Abmessungen
zunächst mittels lichttechnischer Bearbeitungsverfahren so bearbeitet, dass auf der
beschichteten Oberfläche der Bleche die Druckform ausgebildet wird. Die so bearbeiteten
Druckplatten werden dann an den Enden abgekantet, damit sie auf den Druckplattenzylindern
einer Rotationsdruckmaschine befestigt werden können. Anschließend müssen die Druckplatten
in der für das gewünschte Druckergebnis richtigen Reihenfolge auf den Druckplattenzylindern
der Rotationsdruckmaschine angebracht werden.
[0003] Hierbei tritt jedoch das Problem auf, dass das Herstellen der einzelnen Druckplatten,
also der Belichtungsprozess, häufig nicht in der Reihenfolge erfolgt, wie die Druckplatten
für die Montage auf den Zylindern der Rotationsdruckmaschine benötigt werden. Vielmehr
ist es oft der Fall, dass die Seiten eines Druckprodukts und damit die entsprechenden
Druckplatten in einer Reihenfolge erstellt werden, die sich aus den Arbeitsabläufen
in der Redaktion der entsprechenden Zeitung ergibt. Daher ist es häufig erforderlich,
die bereits fertigen Druckplatten nach deren Herstellung zwischenzulagern, bevor sie
dann in der Rotationsdruckmaschine montiert werden. Später werden diese Druckplatten
dann, wenn sämtliche für das Druckprodukt erforderlichen Platten hergestellt worden
sind, auf den Druckplattenzylindern angebracht. Hierbei kann es jedoch leicht zu Fehlern
kommen, weil die Druckplatten nicht in der richtigen Reihenfolge gelagert bzw. falsch
aus dem Zwischenlager entnommen werden.
[0004] Daher hat es sich als wünschenswert erwiesen, an einer Vorrichtung zur Herstellung
von Druckplatten, die zum einen eine Belichtungseinrichtung und zum anderen eine Abkanteinrichtung
aufweist, einen Druckplattenzwischenspeicher vorzusehen, in dem abgekantete oder noch
nicht abgekantete Druckplatten zwischengespeichert werden können und erst dann automatisiert
in der gewünschten Reihenfolge ausgegeben werden, wenn die Druckplatten an der Rotationsdruckmaschine
benötigt werden.
[0005] Aus der
DE 20 2007 011 576 U1 ist hierzu eine Druckplattenspeichervorrichtung bekannt, die entweder zwischen der
Belichtungseinrichtung und der Abkanteinrichtung oder hinter der Abkanteinrichtung
angeordnet werden kann. Diese Speichervorrichtung weist ein Druckplattenmagazin mit
einer Vielzahl von horizontal angeordneten Ablagefächern und eine Zuführvorrichtung
auf. Die Zuführvorrichtung ist von einer Übergabeposition vertikal verfahrbar, wobei
sowohl neu hergestellte, einzulagernde Druckplatten als auch Druckplatten, die aus
der Speichervorrichtung wieder entnommen werden sollen, an der Übergabeposition von
oder an eine Fördereinrichtung übergeben werden.
[0006] Die Zuführvorrichtung kann in vertikaler Richtung zu einem beliebigen Ablagefach
gefahren werden. Einerseits kann eine neu hergestellte Druckplatte zunächst auf die
Zuführeinrichtung gefördert werden, wenn sich diese in der Übergabeposition befindet,
und die Zuführeinrichtung bewegt sich dann zu dem gewünschten Ablagefach, um die Druckplatte
dort hineinzuschieben. Andererseits kann eine bereits eingelagerte Druckplatte in
der Weise aus der Speichervorrichtung entnommen werden, dass die Zuführeinrichtung
vertikal zu dem entsprechenden Ablagefach gefahren wird, die Druckplatte dort durch
die Zuführeinrichtung entnommen wird und diese dann zurück zu der Übergabeposition
fährt, wo die Druckplatte von einer Fördereinrichtung übernommen wird.
[0007] Dies bedeutet, dass das Einlagern bzw. Auslagern einer Druckplatte aus der Speichervorrichtung
jeweils erfordert, dass die Zuführvorrichtung zu dem entsprechenden Ablagefach bewegt
wird und anschließend wieder zurück zu der Übergabeposition der Vorrichtung gefahren
werden muss. Dies ist zum einen vergleichsweise zeitaufwändig, und zum anderen hat
dieser bekannte Aufbau einer Speichervorrichtung den Nachteil, dass die Speichervorrichtung
zumindest versetzt zur Transportrichtung der Druckplatten angeordnet sein muss, da
das Einlauf- und das Auslaufende beide an der Übergabeposition der Zuführvorrichtung
zusammenfallen. Daher kann diese bekannte Speichervorrichtung nicht platzsparend in
der Erstreckungsrichtung einer Fertigungslinie für Druckplatten angeordnet werden.
[0008] Ausgehend von dem zuvor genannten Stand der Technik ist es daher die Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Speichervorrichtung für Druckplatten bereitzustellen,
die möglichst zeitsparend be- und entladen werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Speichervorrichtung derart aufgebaut
ist, dass die Druckplatten durch die Zuführeinrichtung entlang einer geradlinigen
Transportrichtung von dem Einlaufende zu dem Auslaufende transportiert werden können,
und dass die Zuführeinrichtung in Transportrichtung vor dem Druckplattenmagazin angeordnet
ist, dass das Einlaufende und das Auslaufende in einer gemeinsamen horizontalen Transportebene
angeordnet sind und die Zuführeinrichtung derart angeordnet ist, dass die Druckplatten
in der Transportebene transportiert werden, dass die Zuführeinrichtung und das Druckplattenmagazin
zwischen dem Einlaufende und dem Auslaufende angeordnet sind und dass eine Hubeinrichtung
vorgesehen ist, mit der das Druckplattenmagazin vertikal verfahren werden kann, sodass
die Ablagefächer wahlweise in die Transportebene verfahren werden können.
[0010] Dadurch, dass die Zuführeinrichtung derart ausgestaltet ist, dass die Druckplatten
entlang einer geradlinigen Transportrichtung von dem Einlaufende zu dem Auslaufende
und damit durch das zwischen dem Einlaufende und dem Auslaufende angeordnete Druckplattenmagazin
hindurch gefördert werden können, kann die Speichervorrichtung in einfacher Weise
in eine Herstellungslinie für Druckplatten integriert werden.
[0011] Da ferner das Einlaufende und das Auslaufende voneinander beabstandet sind, kann
während des Entladens einer ersten Druckplatte aus einem Ablagefach hin zum Auslaufende
gleichzeitig bereits eine neue zweite Druckplatte durch das Einlaufende in die Zuführeinrichtung
eingebracht werden, die unmittelbar nach dem Ausladen der ersten Druckplatte in das
frei gewordene Ablagefach eingeschoben werden kann. Daher kann de facto ein gleichzeitiges
Be- und Entladen einzelner Ablagefächer erfolgen.
[0012] Außerdem muss bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Zuführeinrichtung nicht zwischen
einer Übergabeposition vertikal verfahren werden, sondern es ist lediglich erforderlich,
dass das Druckplattenmagazin vertikal so verfahren wird, dass sich das gewünschte
Ablagefach in der Transportebene befindet. Es wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
daher ein zeitaufwändiges Verfahren der Zuführeinrichtung hin zu dem gewünschten Ablagefach
und wieder zurück zu der Übergabe vermieden, wie dies beim Stand der Technik der Fall
ist.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Zuführeinrichtung eine Förderbandanordnung
auf, deren Auflageebene in der Transportebene liegt. Dies ermöglicht, dass neu der
Speichervorrichtung zugeführte Druckplatten zunächst auf der Förderbandanordnung zwischengelagert
werden können, bis das Druckplattenmagazin vertikal in die gewünschte Position verfahren
worden ist. Weiterhin ermöglicht die Förderbandanordnung, die Druckplatten zumindest
teilweise in eines der Ablagefächer vorwärts zu bewegen.
[0014] Weiterhin kann die Zuführeinrichtung ein Schubelement umfassen, das mit einer Verfahreinrichtung
verbunden ist, die einen Vertikalantrieb und einen Horizontalantrieb aufweist. Mittels
des Vertikalantriebs kann das Schubelement in vertikaler Richtung zwischen einer Ausgangsposition,
in der das Schubelement in vertikaler Richtung beabstandet zur Transportebene angeordnet
ist, und einer Betriebsposition, in der das Schubelement in der Transportebene angeordnet
ist, verfahren werden. Schließlich ermöglicht der Horizontalantrieb, das Schubelement
parallel zu der Transportebene entlang der Transportrichtung zu verfahren.
[0015] Mit Hilfe des so angebrachten Schubelements ist es möglich, in der Transportebene
in die Zuführeinrichtung eingebrachte Druckplatten in die Ablagefächer des Druckplattenmagazin
zu schieben, wobei die Druckplatten zunächst, wenn das Schubelement in der Ausgangsposition
ist, über dieses hinweg bewegt werden, das Schubelement dann vertikal in die Betriebsposition
bewegt wird und schließlich die Horizontalbewegung ausführt, so dass es die Druckplatte
so in das Ablagefach schiebt, dass es dort seine gewünschte Endposition einnimmt.
Anschließend kann das Schubelement durch den Horizontalantrieb zurück bewegt und dann
wieder vertikal in die Ausgangsposition abgesenkt werden, wobei es sich dabei unter
einer weiteren neu zugeführten Druckplatte entlang bewegen kann.
[0016] Des Weiteren kann das Schubelement dazu verwendet werden, eine sich bereits in einem
Ablagefach befindliche Druckplatte aus diesem herauszuschieben, indem es wiederum
aus seiner Ausgangsposition vertikal in seine Betriebsposition verfahren wird und
anschließend horizontal durch den Horizontalantrieb in Transportrichtung bewegt wird.
Auf diese Weise wird die Druckplatte dann in Transportrichtung zu dem Auslaufende
geschoben.
[0017] In bevorzugter Weise weist der Horizontalantrieb einen ersten und einen zweiten Pneumatikzylinder
auf. Dabei wird der erste Pneumatikzylinder ausgefahren, wenn das Schubelement dazu
genutzt werden soll, eine neu ankommende Druckplatte in die Endposition in einem Ablagefach
zu schieben, wobei die Endstellung des ersten Pneumatikzylinders somit die Endposition
in dem Ablagefach festlegt. Wenn eine Druckplatte aus einem Ablagefach zu dem Auslaufende
hin geschoben werden soll, wird zusätzlich zu dem ersten Pneumatikzylinder auch der
zweite Pneumatikzylinder betätigt.
[0018] Durch die Verwendung von zwei Pneumatikzylindern in dem Horizontzalantrieb ist es
nicht erforderlich, beispielsweise eine Endschalteranordnung für die Steuerung des
Horizontalantriebs verwenden zu müssen. Vielmehr sind durch den fest vorgegebenen
Hub der Pneumatikzylinder die jeweiligen Endstellungen bereits festgelegt.
[0019] Sofern die Zuführeinrichtung eine Förderbandanordnung aufweist, ist es weiter bevorzugt,
dass verfahrbare Anschläge vorgesehen sind, die in einer Linie senkrecht zur Transportrichtung
angeordnet sind und senkrecht zur Transportebene zwischen einer Durchlassstellung,
in der die Anschläge vollständig außerhalb der Transportebene angeordnet sind, und
einer Sperrstellung, in der die Anschläge sich durch die Transportebene erstrecken,
verfahren werden können.
[0020] Befinden sich die verfahrbaren Anschläge in der Sperrstellung, wird dadurch eine
definierte Zwischenstellung für die in der Zuführeinrichtung ankommenden Druckplatten
festgelegt, aus der sie dann über die Förderbandanordnung in das Druckplattenmagazin
gefördert werden können, wenn die Anschläge aus der Sperrstellung in die Durchlassstellung
bewegt werden.
[0021] Die Anschläge können dabei in bevorzugter Weise über Pneumatikzylinder verfahren
werden, was, wie bereits im Zusammenhang mit dem Schubelement erläutert, eine einfache
Ansteuerung ermöglicht.
[0022] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform
einer Speichervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben, die in der
Zeichnung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Speichervorrichtung,
- Fig. 2
- eine Ansicht von oben der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung,
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Ansicht auf das Einlaufende der in Fig. 1 gezeigten Speichervorrichtung,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung der Zuführeinrichtung der in Fig. 1 gezeigten Speichervorrichtung,
- Fig. 6
- eine Ansicht von oben der in Fig. 5 dargestellten Zuführeinrichtung,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der in Fig. 5 gezeigten Zuführeinrichtung, wobei sich das Schubelement
in der Ausgangsstellung befindet,
- Fig. 8
- ein Detail aus Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht der in Fig. 5 dargestellten Zuführeinrichtung, wobei sich das Schubelement
in der Betriebsposition befindet,
- Fig. 10
- ein Detail aus Fig. 9,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht der Zuführeinrichtung aus Fig. 5, wobei das Schubelement in der
Betriebsposition und der Horizontalantrieb teilweise betätigt ist, und
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der Zuführeinrichtung aus Fig. 5, wobei das Schubelement in der
Betriebsposition ist der Horizontalantrieb vollständig betätigt ist.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Speichervorrichtung
1 für Druckplatten, die in der Regel aus mit einer lichtempfindlichen Schicht beschichtete
Aluminiumblech gebildet sind und deren eine Oberfläche zuvor mittels eines optischen
Verfahrens bearbeitet worden ist, sodass diese Oberfläche die Druckform aufweist.
Die Speichervorrichtung 1 weist ein Gestell 3 auf, das aus horizontalen und vertikalen
Streben gebildet ist. Die Speichervorrichtung 1 hat dabei ein Einlaufende 5 und ein
Auslaufende 7, wobei sich in Fig. 1 nicht gezeigte Druckplatten entlang einer geradlinigen
Transportrichtung, die durch die Pfeile 9 dargestellt ist, von dem Einlaufende 5 zu
dem Auslaufende 7 bewegen. Dabei können sie jedoch in der Speichervorrichtung 1 zwischengespeichert
werden, was im Folgenden noch näher beschrieben werden wird. Da die Speichervorrichtung
1 so ausgestaltet ist, dass die Druckplatten entlang einer geradlinigen Transportrichtung
gefördert werden, kann die Speichervorrichtung 1 leicht in einer herkömmlichen Fertigungslinie
für Druckplatten integriert werden.
[0024] Innerhalb des Gestells 3 ist ein Rahmen 11 angebracht, in dem ein Druckplattenmagazin
13 in vertikaler Richtung verfahrbar gehaltert ist. Das Druckplattenmagazin 13 weist
eine Vielzahl horizontal ausgerichteter und in vertikaler Richtung übereinander angeordneter
Ablagefächer 15 auf, die wiederum in einem Magazinrahmen 17 angeordnet sind. Am oberen
Ende des Rahmens 11 ist mittig ein Antriebsmotor 19 angebracht, der als Servomotor
ausgebildet ist und der über Antriebswellen 21 mit seitlich in dem Rahmen 11 angebrachten
aus dem Stand der Technik bekannten Linearantriebseinheiten 23 gekoppelt ist, so dass
eine Rotation der Ausgangswelle des Antriebsmotors 19 eine vertikale Bewegung des
Druckplattenmagazins 13 bewirkt. Somit wird durch den Antriebsmotor 19, die Antriebswellen
21 und die Linearantriebseinheiten 23 eine Hubvorrichtung gebildet, mit der das Druckplattenmagazin
13 vertikal verfahren werden kann, sodass die Ablagefächer 15 des Druckplattenmagazins
13 wahlweise in eine Höhe gebracht werden können, sodass sie sich in der Transportebene
befinden, in der die Druckplatten durch die noch näher beschriebene Zuführeinrichtung
gefördert werden.
[0025] In der Speichervorrichtung 1 zwischen dem Einlaufende 5 und dem Druckplattenmagazin
13 ist eine Zuführeinrichtung 31 angeordnet, die im Detail in den Fig. 5 bis 12 dargestellt
ist. Die Zuführeinrichtung 31 ist daher in Transportrichtung 9 gesehen vor dem Druckplattenmagazin
13 angeordnet.
[0026] Die Zuführeinrichtung 31 umfasst in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Förderbandanordnung,
die vier parallel zueinander angeordnete Förderbänder 33 aufweist. Des Weiteren sind
in der Zuführeinrichtung 31 zwei parallel zueinander und quer zur Transportrichtung
9 verlaufende Wellen 35, 37 vorgesehen, wobei auf der ersten Welle 35 erste Riemenscheiben
39 angebracht sind und auf der zweiten Welle 37 zweite Riemenscheiben 41, sodass die
Förderbänder 33 jeweils über die ersten und zweiten Riemenscheiben 39, 41 laufen.
[0027] Oberhalb der zweiten Welle 37 ist eine dritte Welle 47 angeordnet, auf der Druckrollen
49 drehfest angebracht sind, die dazu dienen, auf den Förderbändern 33 transportierte
Druckplatten daran zu hindern, sich nach oben weg von den Förderbändern 33 zu bewegen,
und insbesondere sicherzustellen, dass die Druckplatten sicher in das vorgegebene
Ablagefach 17 gefördert werden.
[0028] Schließlich sind die erste Welle 35, die zweite Welle 37 und die dritte Welle 47
in in Fig. 5 nicht dargestellten, aber in Fig. 1 gezeigten seitlichen Haltestreben
51 aufgenommen, die wiederum an dem Gestell 3 befestigt sind, und die zweite Welle
37 ist über einen nicht dargestellten, seitlich am Gestell 3 angebrachten Elektromotor
drehend angetrieben.
[0029] Im Fall der Verwendung einer Förderbandanordnung in der Zuführeinrichtung 31 legt
die Auflageebene der oberen horizontal verlaufenden Abschnitte der Förderbänder 33
die horizontale Transportebene fest, in der sich die Druckplatten durch die Speichervorrichtung
1 bewegen und auf die ein Ablagefach 15 des Druckplattenmagazins 13 bewegt werden
muss, in das eine Druckplatte eingebracht oder herausgeschoben werden soll.
[0030] Seitlich neben den in Transportrichtung 9 gesehen äußersten Förderbändern 33 sind
jeweils Führungsbleche 53 angeordnet, die dazu dienen, in die Speichervorrichtung
1 eintretende Druckplatten in der Zuführeinrichtung 31 so zu zentrieren, dass sie
korrekt ausgerichtet in die Ablagefächer 15 des Druckplattenmagazins 13 eintreten.
[0031] Außerdem sind in den Seitenbereichen der Zuführeinrichtung 31 jeweils verfahrbare
Anschläge 57 vorgesehen, die in einer Linie senkrecht zur Transportrichtung 9 der
Druckplatten angeordnet sind. Außerdem können die Anschläge 57 senkrecht zu der durch
die Auflageebene der Förderbänder 33 definierten Transportebene mit Hilfe von unterhalb
davon angeordneten Anschlag-Pneumatikzylindern 59 bewegt werden. Dabei sind die Anschlag-Pneumatikzylinder
59 derart ausgerichtet, dass sie zwischen einer Durchlassstellung, in der die Anschläge
57 vollständig unterhalb der oberen Abschnitte der Förderbänder 33 und damit vollständig
außerhalb der Transportebene angeordnet sind, und einer Sperrstellung, in der die
Anschläge 57 sich nach oben über die oberen Abschnitte der Förderbänder 33 und damit
durch die Transportebene erstrecken, verfahren werden können.
[0032] Wenn sich die Anschläge 57 in der Sperrstellung befinden, werden von den Förderbändern
33 bewegte Druckplatten daran gehindert, sich zwischen die Förderbänder 33 und die
Druckrollen 49 zu bewegen, und die Anschläge 57 legen eine definierte Stellung fest,
die die Druckplatten annehmen, bevor sie von den Förderbändern 33 in die Ablagefächer
15 des Druckplattenmagazins 13 bewegt werden.
[0033] Außerdem weist die Zuführeinrichtung 31 ein Schubelement auf, das im vorliegenden
Ausführungsbeispiel durch zwei parallel angeordnete Schubstangen 61 gebildet ist,
wobei deren freie Enden 62 und damit das freie Ende des Schubelements in einer Linie
verlaufen, die sich senkrecht zur Transportrichtung 9 und parallel zu der Transportebene
erstreckt. Die Schubstangen 61 sind über eine Verfahreinrichtung an einem Halter 63
angebracht, der wiederum an einer fest mit dem Gestell 3 verbundenen Querstrebe 65
befestigt ist.
[0034] Die Verfahreinrichtung umfasst einen Vertikalantrieb, der durch einen Vertikal-Pneumatikzylinder
67, der an dem Halter 63 fest angebracht ist, gebildet wird. Außerdem weist die Verfahreinrichtung
einen Horizontalantrieb auf, der einen ersten Horizontal-Pneumatikzylinder 69 und
einen zweiten Horizontal-Pneumatikzylinder 71 beeinhaltet. An dem beweglichen Ende
des Vertikal-Pneumatikzylinders 67 ist der erste Horizontal-Pneumatikzylinder 69 befestigt.
Oberhalb davon und an dem beweglichem Ende des ersten Horizontal-Pneumatikzylinders
69 ist wiederum der zweite Horizontal-Pneumatikzylinder 71 angebracht, dessen bewegliches
Ende über eine Winkelanordnung 73 die Schubstangen 61 trägt. Durch diesen Aufbau der
Verfahreinrichtung mit dem Vertikal-Pneumatikzylinder 67 und den ersten und zweiten
Horizontal-Pneumatikzylindern 69, 71 können die Schubstangen 61 die im Folgenden unter
Bezugnahme auf die Fig. 7 bis 12 beschriebenen Bewegungsschritte ausführen, wobei
durch die Verwendung von Pneumatikzylindern 67, 69, 71 in der Verfahreinheit, die
fest vorgegebene Hübe aufweisen, keine komplizierten Endschalteranordnungen erforderlich
sind.
[0035] Wenn alle Pneumatikzylinder 67, 69, 71 in der eingefahrenen Stellung sind, befinden
sich die Schubstangen 61 unterhalb der oberen Abschnitte der Förderbänder 33, wie
dies vergrößert in Fig. 8 dargestellt ist. In diesem Fall sind die freien Enden 62
der Schubstangen 61 und damit das Schubelement in der Ausgangsstellung. Wenn, wie
in Fig. 9 gezeigt, der Vertikal-Pneumatikzylinder 67 ausgefahren wird, werden die
Schubstangen 61 nach oben bewegt, so dass deren freie Enden 62 oberhalb der durch
die oberen Abschnitte der Förderbänder 33 definierten Transportebene angeordnet sind
(siehe Fig. 10), und die Schubstangen 61 sind in der Betriebsposition in der Transportebene.
[0036] Wird nun der erste Horizontal-Pneumatikzylinder 69 ausgefahren, werden die Schubstangen
61 nach vorne in ein Ablagefach 15 in den Druckplattenmagazin 13 hinein bewegt, wobei
sie bei dieser Bewegung eine vor den freien Enden 62 der Schubstangen 61 befindliche
Druckplatte in ihre Endposition in einem Ablagefach 15 in dem Druckplattenmagazin
13 schieben (siehe Fig. 11).
[0037] Soll schließlich eine Druckplatte aus einem Ablagefach 15 des Druckplattenmagazins
13 in Transportrichtung 9 zum Auslaufende 7 hin herausgeschoben werden, wird auch
der zweite Horizontal-Pneumatikzylinder 71 ausgefahren, so dass, wie in Fig. 12 gezeigt,
sich die freien Enden 62 der Schubstangen 61 noch weiter hin zum Auslaufende 7 bewegen.
Damit ist die Zuführeinrichtung geeignet, Druckplatten in die Ablagefächer 15 des
Druckplattenmagazins 13 hinein und aus diesen heraus zu bewegen, wobei die Druckplatten
dabei nur in der Transportebene gefördert werden und sich dazu nicht vertikal bewegen
müssen.
[0038] Seitlich an einen Führungsblech 53 ist in der Zuführeinrichtung 31 noch eine Barcodeleseeinrichtung
75 vorgesehen, mit der auf den Druckplatten an der entsprechenden Seite angebrachte
Barcodes ausgelesen werden können, sodass die in ein Ablagefach 15 des Druckplattenmagazins
13 eingelagerten Druckplatten eindeutig identifiziert werden können. Später kann dann
beim Auslagern das Ablagefach 15 wieder angefahren werden, in dem eine gewünschte
Druckplatte eingelagert ist.
[0039] Die Speichervorrichtung 1 kann nun wie folgt betrieben werden. Zum Beladen werden
Druckplatten durch das Einlaufende 5 auf die Förderbänder 33 der Zuführeinrichtung
31 gefördert, wobei sie zunächst, wenn die Anschlag-Pneumatikzylinder 59 mit den Anschlägen
57 ausgefahren sind, an diesen gestoppt werden. Anschließend wird das Druckplattenmagazin
13 mittels des Antriebsmotors 19 so in vertikaler Richtung verfahren, dass sich ein
freies Ablagefach 15 in der Transportebene unmittelbar vor der Druckplatte befindet.
Anschließend werden die Anschlag-Pneumatikzylinder 59 eingefahren und die Förderbänder
33 bewegt, so dass sich die Druckplatte unter den Druckrollen 49 hindurch in das Ablagefach
15 bewegt.
[0040] Dann werden durch Ausfahren des Vertikal-Pneumatikzylinders 67 die freien Enden 62
der Schubstangen 61 aus ihrer Ausgangsposition in die Betriebsposition gefahren, und
anschließend wird der erste Horizontal-Pneumatikzylinder 69 ausgefahren, so dass die
Schubstangen 61 die Druckplatte in dem Ablagefach 15 in ihre Endposition schieben.
Dann werden der Vertikal-Pneumatikzylinder 67 und der erste Horizontal-Pneumatikzylinder
69 wieder eingefahren, so dass sich die Schubstangen 61 wieder in der Ausgangsposition
befinden. In analoger Weise können dann weitere Ablagefächer beladen werden.
[0041] Wenn zum einen Druckplatten aus dem Druckplattenmagazin 15 ausgegeben werden und
zum anderen gleichzeitig neue Platten eingelagert werden sollen, kann wie folgt verfahren
werden.
[0042] Es wird eine neu hergestellte Druckplatte auf die Förderbänder 33 der Zuführeinrichtung
31 zugeführt, und das Druckplattenmagazin 13 wird in der Weise vertikal verfahren,
dass sich das Ablagefach 15 in der Transportebene befindet, in dem die Druckplatte
ist, die am Auslaufende 7 ausgegeben werden soll. Anschließend werden der Vertikal-Pneumatikzylinder
67 sowie der erste Horizontal-Pneumatikzylinder 69 und der zweite Horizontal-Pneumatikzylinder
71 ausgefahren. Dadurch werden die freien Enden 62 der Schubstangen 61 soweit in Richtung
des Auslaufendes 7 bewegt, dass sie die in dem Ablagefach 15 befindliche Druckplatte
vor sich her in das Auslaufende 7 drücken, wo die Druckplatte dann in den Bereich
von weiteren, in den Figuren nicht dargestellten Förderbändern kommt und durch diese
weiterbefördert wird.
[0043] Anschließend werden die Pneumatikzylinder 67, 69 und 71 wieder eingefahren. Dann
werden die Anschläge 57 durch die Anschlag-Pneumatikzylinder 69 abgesenkt, und die
sich bereits in der Zuführeinrichtung 31 befindliche neu hergestellte Druckplatte
wird durch die Förderbänder 33 zum Teil in das frei gewordene Ablagefach 15 hinein
bewegt. Dann wird der Vertikal-Pneumatikzylinder 67 betätigt, so dass sich die freien
Enden 62 der Schubstangen 61 wieder in die Betriebsposition und hinter die neu eingelagerte
Druckplatte bewegen. Daraufhin wird der erste Horizontal-Pneumatikzylinder 69 ausgefahren,
so dass die neu eingelagerte Druckplatte in ihre Endposition geschoben wird.
[0044] Diese Vorgehensweise beim Einlagern, die durch den Aufbau der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung
ermöglicht wird, ist mit dem Vorteil verbunden, dass während des Ein- und Auslagerns
einer alten und einer neuen Druckplatte das Druckplattenmagazin 13 nicht verfahren
werden muss, sondern der Vorgang allein durch die Bewegung des Schubelements erfolgen
kann. Eine Bewegung der Zuführeinrichtung 31 bzw. des Druckplattenmagazins 31 hin
zu einer Übergabeposition, wie dies im Stand der Technik erforderlich ist, erfolgt
hier nicht, sodass ein Be- und Entladen de facto gleichzeitig erfolgt, was gegenüber
dem Stand der Technik wesentlich zeitsparender ist.
1. Speichervorrichtung für Druckplatten
mit einem Einlaufende (5) und einem Auslaufende (7),
mit einem Druckplattenmagazin (13), das einen Vielzahl horizontal ausgerichteter und
in vertikaler Richtung übereinander angeordneter Ablagefächer (15) aufweist und
mit einer Zuführeinrichtung (31) zum Transportieren von Druckplatten in die Ablagefächer
(15) und aus diesen heraus,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Speichervorrichtung derart aufgebaut ist, dass die Druckplatten durch die Zuführeinrichtung
(31) entlang einer geradlinigen Transportrichtung (9) von dem Einlaufende (5) zu dem
Auslaufende (7) transportiert werden können, und dass die Zuführeinrichtung (31) in
Transportrichtung (9) vor dem Druckplattenmagazin (13) angeordnet ist,
dass das Einlaufende (5) und das Auslaufende (7) in einer gemeinsamen horizontalen Transportebene
angeordnet sind und die Zuführeinrichtung (31) derart angeordnet ist, dass die Druckplatten
in der Transportebene transportiert werden,
dass die Zuführeinrichtung (31) und das Druckplattenmagazin zwischen dem Einlaufende (5)
und dem Auslaufende (7) angeordnet sind und
dass eine Hubeinrichtung vorgesehen ist, mit der das Druckplattenmagazin (13) vertikal
verfahren werden kann, sodass die Ablagefächer (15) wahlweise in die Transportebene
verfahren werden können.
2. Speichervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (31) eine Förderbandanordnung aufweist, deren Auflageebene
in der Transportebene liegt.
3. Speichervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (31) ein Schubelement umfasst,
dass das Schubelement mit einer Verfahreinrichtung verbunden ist, die einen Vertikalantrieb
und einen Horizontalantrieb aufweist,
dass das Schubelement durch den Vertikalantrieb in vertikaler Richtung zwischen einer
Ausgangsposition, in der das Schubelement in vertikaler Richtung beabstandet zur Transportebene
angeordnet ist, und einer Betriebsposition, in der das Schubelement in der Transportebene
angeordnet ist, verfahren werden kann, und
dass das Schubelement durch den Horizontalantrieb parallel zu der Transportebene entlang
der Transportrichtung verfahren werden kann.
4. Speichervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontalantrieb einen ersten Pneumatikzylinder (69) und einen zweiten Pneumatikzylinder
(71) aufweist.
5. Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (31) verfahrbare Anschläge (57) aufweist
dass die Anschläge (57) in eine Linie senkrecht zur Transportrichtung (9) angeordnet
sind und
dass die Anschläge (57) senkrecht zur Transportebene zwischen eine Durchlassstellung,
in der die Anschläge (57) vollständig außerhalb der Transportebene angeordnet sind,
und einer Sperrstellung, in der die Anschläge sich durch die Transportebene erstrecken,
verfahren werden können.
6. Speichervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (57) an Pneumatikzylindern (59) angebracht sind.