[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren für ein klebe- oder haftweises Vereinen wenigstens
zweier flacher Produkte wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse,
mit einem zugeführten weiteren Produkt, Muster, Karte, Beilage, Etikette oder dgl.
[0002] Hierzu ist gemäss der
EP 1 112 861 A1 ein Verfahren bekannt, bei dem mit einem Haftmittel versehene flächige resp. flexible
Ergänzungsprodukte mit Druckereierzeugnissen in Verbindung gebracht werden. Dabei
werden auf eine Umlaufbahn durch Halteorgane haftende Ergänzungsprodukte aufgenommen
und auf in einem Förderstrom hängende Druckereierzeugnisse übertragen.
[0003] Nicht unproblematisch ist bei der Ueberführung oder beim Vereinen von Druckprodukten
oder dgl. ein geringer Abstand zwischen den Klammern einer Förderrichtung oder eines
Transporteurs, sodass kaum Freiraum für das Anfügen von Ergänzungsprodukten besteht.
[0004] Es stellt sich die Aufgabe an ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art, eine
Vorgehensweise zu schaffen, mit der wenigstens zwei flache Produkte zuverlässig und
genau sowie mit einfachen Mitteln haftend vereint werden können.
[0005] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass ein entlang einer Führungslinie
in einem Schuppenstrom nachgeschlepptes oder gestossenes erstes Produkt nach Auflösung
des Schuppenstroms in einen Förderstrom nicht überlappender erster Produkte und Verlassen
der Führungslinie beim anschliessenden Durchlaufen eines unterschlächtigen Förderbereichs
mit einem unterhalb des ersten Produktes taktgleich diesem zugeführten, an einer dem
ersten Produkt zugewandten Oberfläche mit einem Kleb- oder Haftstoff versehenen zweiten
Produkt zusammengeführt wird.
[0006] Vorzugsweise werden die Produkte vor Erreichen der Führungslinie entgegen der Förderrichtung
nachlaufend umgelenkt, wozu sich beispielsweise beim nachgeschleppten Produkt ein
Hindernis eignet, über welches hängende Produkte hinweggezogen werden, um so ihre
Lage in eine Gegenrichtung zu ändern und an der Führungsvorrichtung entlang zu gleiten.
[0007] Sollen die Produkte entlang der Führungsvorrichtung gestossen werden, können sie
beispielsweise aus einer hängenden Position über einen etwa senkrechten, vorzugsweise
trichterartigen Abschnitt der Fördervorrichtung der Führungsvorrichtung zugeführt
und an dieser entlang gleitend transportiert werden.
[0008] Hierbei können die zur wahlweisen Verwendung für geschleppte oder gestossene erste
Produkte einsetzbaren Mittel an dem sich in Förderrichtung F vorzugsweise kontinuierlich
verengenden Förderkanaleinlauf auf einfache Art verstellt oder ausgetauscht werden.
[0009] Zur Auflösung des Schuppenstroms in ein Förderstrom sich nachfolgender Produkte,
durchlaufen die Druckprodukte vorzugsweise einen an die Führungslinie anschliessenden
gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich, um auf eine einfache Art von einer Schuppenformation
befreit werden zu können.
[0010] Zweckmässig werden die zweiten Produkte in Abständen hintereinander etwa tangential
zum gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich zugeführt, wodurch eine genaue Vereinigung
bei kontinuierlicher Zuführung erreicht werden kann.
[0011] Vorzugsweise verläuft die Führungslinie, an der die ersten Produkte in einem Schuppenstrom
entlang geschleppt oder gestossen werden, etwa parallel zur Förderrichtung der zugeführten
Produkte, sodass eine Beruhigung des Förderstroms und klare Abstandsdefinition der
Produkte in dem Schuppenstrom entstehen kann.
[0012] Die ersten Produkte werden zum stossweisen Transport bevorzugterweise vor Erreichen
der Führungslinie in eine Lage umgelenkt, in der sie in Förderrichtung vorlaufend
ausgerichtet sind.
[0013] Aus dem gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich und der etwa parallel dazu umgelenkten
Fördervorrichtung wird der Schuppenstrom der ersten Produkte aufgelöst, sodass sie
eine freie untere Oberfläche aufweisen, an der das zweite Produkt befestigt werden
soll.
[0014] Vorzugsweise können die zweiten Produkte jeweils wahlweise verteilt auf der freistehenden,
den zweiten Produkten zugewandte Oberfläche der ersten Produkte aufgesetzt werden.
[0015] Eine erfindungsgemässe Vorrichtung für ein klebeweises Vereinen zweier flacher Produkte
wenigstens teilweise übereinander, vorzugsweise liegend übereinander, insbesondere
Druckerzeugnisse mit einem zugeführten zweiten Druckprodukt, Muster, Karte, Beilage
oder dgl., bestehend aus einer in regelmässigen Abständen befestigte Klammern zum
Transport erster Produkte aufweisenden Fördervorrichtung, weist entlang eines Förderabschnittes
der Fördervorrichtung eine etwa parallel verlaufende, einen Förderstrom umgelenkter
erster Produkte bildende Führungsvorrichtung einer Führungsanordnung auf, deren stromabwärts
gerichtetes Ende einen an den Förderabschnitt förderwirksam fortgesetzten, gekrümmten
unterschlächtigen Förderbereich bildet, der in eine tangential zum Förderbereich verlaufende
Zuführvorrichtung für zweite Produkte mündende, die an einer der Unterseite des ersten
Produktes zugewandten Oberfläche mit Kleb- oder Haftstoff versehen sind. Aufgrund
der Vereinigung zweier Produkte kann es hinsichtlich der Terminologie ansich offen
bleiben, ob wie oben beschrieben, das zweite Produkt dem ersten zugeführt oder das
erste Produkt dem zweiten zugeführt wird.
[0016] Vorteilhaft ist die einen Förderstrom der ersten Produkte bildende Führungsvorrichtung
zur Aenderung des Förderstromquerschnittes verstell- und feststellbar ausgebildet,
sodass sich mit der Vorrichtung unterschiedliche Formate der ersten Produkte verarbeiten
lassen.
[0017] Vorzugsweise weist die Führungsanordnung wenigstens im Führungsendbereich einen durch
die Fördervorrichtung gebildeten Umlenkabschnitt des Förderstromes auf, der zur Vereinzelung
oder Loslösung von einem Schuppenstrom der durch die Fördervorrichtung transportierten
ersten Produkte führt.
[0018] Die Umlenkung des Förderstroms erfolgt zweckmässig mittels eines Umlenkrades an dem
die Fördervorrichtung geführt ist.
[0019] Aufgrund der Formatvariabilität, insbesondere der ersten Produkte, erweist es sich
als vorteilhaft, wenn der Abstand der Zuführvorrichtung für die zweiten Produkte gegenüber
der Fördervorrichtung der ersten Produkte im Mündungsbereich veränderbar ausgebildet
ist, wodurch wahlweise die von der Fördervorrichtung freistehende, einem zweiten Produkt
zugewandte Oberfläche des ersten Produktes für das Aufkleben eines zweiten Produktes,
das auch das erste Produkt seitlich überstehen könnte, benutzt werden kann.
[0020] Zu diesem Zweck ist entlang der Zuführvorrichtung eine den zweiten Produkten zum
Auftrag von Kleb- oder Haftstoff vorgesehene Auftragsvorrichtung angeordnet, an der
die zweiten Produkte mit zugewandter Oberfläche vorbeigeführt werden.
[0021] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass ein Antriebsmotor der Fördervorrichtung für
die ersten Produkte und ein Antriebsmotor für die Zuführvorrichtung der zweiten Produkte
mit einer Steuervorrichtung zur Aenderung resp. Synchronisierung der Geschwindigkeit
von Fördervorrichtung und Zuführvorrichtung steuer- oder regelbar verbunden sind,
um die Taktfolge einhalten oder ändern zu können bzw. um die Position des zweiten
Produktes an dem ersten Produkt bestimmen zu können.
[0022] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung und den zitierten
Stand der Technik, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten
Einzelheiten verwiesen wird, anhand zweier Ausführungsbeispiele erläutert. Die Zeichnung
zeigt in:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform nach der erfindungsgemässen Vorrichtung und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungs- form nach der erfindungsgemässen
Vorrichtung.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 für ein klebe- oder haftweises Vereinen zweier flacher
Produkte 2, 3 wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse 2,
mit einem zugeführten zweiten Produkt 3, beispielsweise einem Druckprodukt, Muster,
einer Karte, Beilage, Etikette oder dgl. Die Vorrichtung 1 besteht aus einer Fördervorrichtung
4 mit in regelmässigen Abständen an einem umlaufenden Zugmittel 5, beispielsweise
eine Kette oder einem Band, befestigten Klammern 6, mit denen erste Produkte 2 an
einem Randbereich festgehalten resp. eingespannt sind. Die Fördervorrichtung 4 wird
im Fachbereich auch Transporteur bezeichnet. Die ersten Produkte 2 werden hängend
über ein einer Führungsvorrichtung 7 vorgeschaltetes Leitorgan 8 an den freien Enden
erfasst und entgegen der Förderrichtung F resp. nach hinten umgelenkt. Aufgrund des
relativ kurzen Abstandes zwischen zwei Klammern, beispielsweise 4" oder 6" entsteht
spätestens entlang der Führungsvorrichtung 7 ein geschuppter Förderstrom 9, in welchem
jeweils das nachlaufende erste Produkt 2 das vorauslaufende erste Produkt 2 teilweise
überdeckt. Die ersten Produkte 2 werden somit teilweise aufeinanderliegend entlang
einer Führungslinie nachgeschleppt, wobei sich diese Führungslinie einen Förderkanal
10 bildend etwa senkrecht nach unten erstreckt. Durch den parallelen Verlauf der Führungslinie
zur Fördervorrichtung 4 entsteht eine regelmässige Höhe des Förderkanals 9 im Bereich
der Führungsvorrichtung 7. Am Ende der Führungsvorrichtung 7 schliesst an den Förderkanal
9 ein unterschlächtiger gekrümmter Förderbereich 11 an, der mit der Führungsvorrichtung
7 eine Führungsanordnung bildet, die vor einer tangential an den gekrümmten unterschlächtigen
Förderbereich 11 verlaufende Zuführvorrichtung 12 für zweite Produkte 3 endet. Die
Zuführvorrichtung 12 für zweite Produkte 3 weist in Zuführrichtung Z umlaufende Förderbänder
13 auf, die die zweiten Produkte 3 von einem Magazin 14 übernehmen und in regelmässigen
Abständen in den Mündungsbereich 15 der ersten Produkte 2 am Ende der Führungsanordnung
führen. Die Zuführung der zweiten Produkte 3 resp. der ersten Produkte 2 an der Mündung
15 erfolgt getaktet. An dem etwa horizontalen Zuführweg der zweiten Produkte 3 befindet
sich eine Auftragsvorrichtung 16, mit der ein Haftmittel an die freistehende Oberfläche
der zweiten Produkte 3 übertragen wird. Im Mündungsbereich 15 verlassen die ersten
Produkte 2 die Führungsanordnung vereinzelt und treffen auf dem zweiten Produkt 3
auf, das durch das aufgetragene Haftmittel mit dem ersten Produkt 2 vereint und gemeinsam
mit diesem in einer Klammer 6 der Fördervorrichtung 4 weitertransportiert wird.
[0024] Das Auftreffen des ersten 2 auf dem zweiten Produkt 3 kann durch Gravitation oder
aufgrund einer durch die Umlenkung der ersten Produkte entstandene Vorspannkraft erfolgen.
Der gekrümmte unterschlächtige Förderbereich 11 entsteht durch ein Umlenkrad 17 an
der Fördervorrichtung 4, der Führungsanordnung sowie der Zuführvorrichtung 12 im Mündungsbereich
15. Die Führungsanordnung 20 weist im Führungsendbereich einen durch die Fördervorrichtung
4 gebildeten Umlenkabschnitt des Förderstroms 9 auf.
[0025] Der Abstand der etwa tangentialen Zuführvorrichtung 12 für die zweiten Produkte 3
gegenüber der Fördervorrichtung 4 der ersten Produkte 2 ist im Mündungsbereich veränderbar
ausgebildet, sodass ein optimales Einstellen und ein exaktes Auftreffen der ersten
Produkte 2 auf den zweiten Produkten 3 an der bestimmten Position entstehen kann.
Ein Antriebsmotor 18 der Fördervorrichtung, verbunden mit dem Umlenkrad 17 und ein
Antriebsmotor 19 der Zuführvorrichtung 12 sind mit einer Steuervorrichtung 21 zur
Aenderung und/oder Synchronisierung der Geschwindigkeiten von Förder- 4 und Zuführvorrichtung
12 verbunden. Der Steuervorrichtung 21 sind über Leitungen ebenso ein die zweiten
Produkte 3 vereinzelnder Anleger und die Auftragsvorrichtung 16 zugeordnet, damit
die vorgeschlagene Verarbeitung taktweise erfolgen kann. Hierzu sind die Antriebsmotoren
18, 19 steuer- und/oder regelbar ausgebildet; es sind beispielsweise drehwinkelgesteuerte
Motoren hierzu vorgesehen.
[0026] Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 durch die
Transportweise der ersten Produkte 2 in dem durch die Fördervorrichtung 4 und der
Führungsvorrichtung 7 gebildeten Förderkanal 10, in dem die ersten Produkte 2 nach
einem Umlegen in Förderrichtung F gestossen und geschuppt entlang der verstellbaren
Führungsvorrichtung 7 durchlaufen. Hierzu kann das in Figur 1 dargestellte Leitorgan
8 weggeschwenkt oder entfernt werden. Der Einlauf der in den Klammern 6 der Fördervorrichtung
4 festgehaltenen ersten Produkte 2 erfolgt über ein letztere an den freien Enden erfassenden
Beschleunigungsvorrichtung 22, die aus einem umlaufenden Band 23 gebildet ist, das
dafür sorgt, dass die ersten Produkte 2 bezüglich der Förderrichtung F an den freien
Enden beschleunigt werden, sodass sie mit den freien Enden voraus den Förderkanal
10 erreichen und entlang der Führungsvorrichtung 7 resp. Führungslinie geschuppt übereinanderliegend
gestossen werden. Hierbei liegt das nachlaufende erste Produkt 2 jeweils unter dem
vorauslaufenden ersten Produkt 2 und das freie Ende der ersten Produkte 2 verlässt
die Führungsanordnung 20 im unterschlächtigen Förderbereich 11 resp. im Mündungsbereich
15 vor dem der Klammer 6 zugeordneten Einspannende der ersten Produkte 2.
[0027] Die vorgeschlagene Vorgehensweise und Vorrichtung 1 gestattet durch Aenderung des
Förderkanaleinlaufs ein Anbringen von zugeführten zweiten Produkten 3 auf jeder Flachseite
oder bei zweimaligem Durchlauf auf beiden Flachseiten des ersten Produktes 2.
[0028] Bei der Ausführung nach Fig. 1 wie auch bei derjenigen nach Fig. 2 können die ersten
Produkte 2 sowohl am Falz wie auch an der offenen Kante in den Klammern 6 transportiert
werden.
1. Verfahren für ein klebe- oder haftweises Vereinen wenigstens zweier flacher Produkte
(2, 3) wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse (2), mit einem
zugeführten weiteren Produkt (3), Muster, Karte, Beilage, Etikette oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass ein entlang einer Führungslinie in einem Schuppenstrom nachgeschlepptes oder gestossenes
erstes Produkt (2) nach Auflösung des Schuppenstroms in einen Förderstrom (9) nicht
überlappender erster Produkte (2) und Verlassen der Führungslinie beim anschliessenden
Durchlaufen eines unterschlächtigen Förderbereichs (11) mit einem unterhalb des ersten
Produktes (2) taktgleich diesem zugeführten, an einer dem ersten Produkt (2) zugewandten
Oberfläche mit einem Kleb- oder Haftstoff versehenen zweiten Produkt (3) zusammengeführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Produkte (2) vor Erreichen der Führungslinie zum geschleppten Transport
entlang letzterer entgegen der Förderrichtung (F) umgelenkt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Produkte (2) zur Auflösung des Schuppenstromes in einen Förderstrom (9)
sich nachfolgender erster Produkte (2) einen gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich
(11) durchlaufen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Produkte (3) in Abständen hintereinander etwa tangential zum gekrümmten
unterschlächtigen Förderbereich (11) zugeführt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungslinie etwa parallel zur Förderrichtung (F) der ersten Produkte (2) verläuft.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Produkte (2) vor Erreichen der Führungslinie zum stossweisen Transport
entlang letzterer in Förderrichtung (F) umgelenkt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 7 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Produkte (3) in Abständen hintereinander etwa tangential zum gekrümmten
unterschlächtigen Förderbereich (11) zugeführt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Produkt (3) wahlweise über eine freistehende Oberfläche des ersten Produktes
(2) angeordnet wird.
9. Vorrichtung für ein klebe- oder haftweises Vereinen zweier flacher Produkte (2, 3)
wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse (2), mit einem zugeführten
zweiten Produkt (3), beispielsweise einem Druckprodukt, Muster, Karte, Beilage, Etikette
oder dgl., bestehend aus einer in regelmässigen Abständen befestigte Klammern (6)
zum Transport erster Produkte aufweisenden Fördervorrichtung (4), dadurch gekennzeichnet, dass entlang eines Förderabschnittes der Fördervorrichtung (4) eine etwa parallel verlaufende,
einen Förderstrom umgelenkter erster Produkte bildende Führungsvorrichtung (7) einer
Führungsanordnung (20) vorgesehen ist, die stromabwärts einen an den Förderabschnitt
förderwirksam fortgesetzten, gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich (11) aufweist,
der in eine tangential zum Förderbereich verlaufende Zuführvorrichtung (12) für zweite
Produkte (3) mündet, die an einer der Unterseite des ersten Produktes (2) zugewandten
Oberfläche mit Kleb- oder Haftstoff versehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Förderstrom (9) der ersten Produkte (2) bildende Führungsvorrichtung (7)
und/oder der unterschlächtige Förderbereich (11) zur Aenderung des Förderstromquerschnitts
verstell- und feststellbar ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (20) wenigstens im Führungsendbereich einen durch die Fördervorrichtung
(4) gebildeten Umlenkungsabschnitt des Förderstroms (9) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkung des Förderstroms (9) durch die Fördervorrichtung (4) mittels Umlenkrad
(17) erfolgt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Zuführvorrichtung (12) für die zweiten Produkte (3) gegenüber der
Fördervorrichtung (4) der ersten Produkte (2) im Mündungsbereich (15) veränderbar
ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Zuführvorrichtung (12) eine den zweiten Produkten (3) zum Auftrag von
Kleb- oder Haftstoff vorgesehene Auftragsvorrichtung (16) zugeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor (18) der Fördervorrichtung (4) der ersten Produkte (2) und ein
Antriebsmotor (19) der Zuführvorrichtung (12) der zweiten Produkte (3) mit einer Steuervorrichtung
(21) zur Aenderung resp. Synchronisierung der Geschwindigkeiten von Fördervorrichtung
(4) und Zuführvorrichtung (12) verbunden sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmotoren (18, 19) drehwinkelgesteuert ausgebildet sind.