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EP 2 179 952 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.07.2018 Patentblatt 2018/29 |
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Anmeldetag: 24.10.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren für das klebeweise Vereinen zweier flacher Produkte, insbesondere Druckerzeugnisse
mit einem weiteren zugeführten Druckprodukt oder dgl.
Method of combining two flat products with adhesive, especially printed products with
another printed product or similar
Procédé pour l'union adhésive de deux produits plats, notamment de produits d'impression
à l'aide d'un produit d'impression alimenté supplémentaire ou analogue
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Rickli, Ulrich
4853 Riken (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 606 550
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EP-A- 1 112 861
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren für ein klebe- oder haftweises Vereinen wenigstens
zweier flacher Produkte wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse,
mit einem zugeführten weiteren Produkt, Muster, Karte, Beilage, Etikette oder dgl.
[0002] Hierzu ist gemäss der
EP 1 112 861 A1 ein Verfahren bekannt, bei dem mit einem Haftmittel versehene flächige resp. flexible
Ergänzungsprodukte mit Druckereierzeugnissen in Verbindung gebracht werden. Dabei
werden auf eine Umlaufbahn durch Halteorgane haftende Ergänzungsprodukte aufgenommen
und auf in einem Förderstrom hängende Druckereierzeugnisse übertragen.
[0003] Nicht unproblematisch ist bei der Ueberführung oder beim Vereinen von Druckprodukten
oder dgl. ein geringer Abstand zwischen den Klammern einer Förderrichtung oder eines
Transporteurs, sodass kaum Freiraum für das Anfügen von Ergänzungsprodukten besteht.
[0004] Die
EP0 606550A1 offenbart eine Vorrichtung zum Zubringen, von anzuklebenden flächigen Erzeugnissen
zu einer Verarbeitungseinrichtung, wobei ein Bandförderer die Erzeugnisse zu einem
Übernahmebereich transportiert. Unterhalb der Fördereinrichtung ist ein mit Klammern
ausgerüsteter Überführförderer angeordnet, wobei dessen Klammern die Erzeugnisse erfassen
und zu einem Übergabebereich transportieren, der dem Übernahmebereich gegenüberliegt.
Im Zuge der Bewegung der Klammern vom Übernahmebereich zum Übergabebereich werden
diese entgegen der Umlaufrichtung um eine parallel zur Drehachse verlaufende Schwenkachse
verschwenkt um die Erzeugnisse mit ihrer Vorlaufkante voraus der Verarbeitungseinrichtung
zuzuführen. Auf die Auflagen der Verarbeitungseinrichtung sind Druckprodukte abgelegt,
auf die im Übergabebereich jeweils ein Erzeugnis mittels des Überführförderers angeklebt
wird.
[0005] Es stellt sich die Aufgabe an ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art, eine
Vorgehensweise zu schaffen, mit der wenigstens zwei flache Produkte zuverlässig und
genau sowie mit einfachen Mitteln haftend vereint werden können. Erfindungsgemäss
wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass ein entlang einer Führungslinie in einem Schuppenstrom
nachgeschlepptes oder gestossenes erstes Produkt nach Auflösung des Schuppenstroms
in einen Förderstrom nicht überlappender erster Produkte und Verlassen der Führungslinie
beim anschliessenden Durchlaufen eines unterschlächtigen Förderbereichs mit einem
unterhalb des ersten Produktes taktgleich diesem zugeführten, an einer dem ersten
Produkt zugewandten Oberfläche mit einem Kleb- oder Haftstoff versehenen zweiten Produkt
zusammengeführt wird. Dabei wird das erste Produkt vor Erreichen der Führungslinie
zum stossweisen Transport in der Förderrichtung oder zum geschleppten Transport entgegen
der Förderrichtung entlang der Führungslinie umgelenkt.
[0006] Die Produkte werden vor Erreichen der Führungslinie entgegen der Förderrichtung nachlaufend
umgelenkt, wozu sich beispielsweise beim nachgeschleppten Produkt ein Hindernis eignet,
über welches hängende Produkte hinweggezogen werden, um so ihre Lage in eine Gegenrichtung
zu ändern und an der Führungsvorrichtung entlang zu gleiten.
[0007] Sollen die Produkte entlang der Führungsvorrichtung gestossen werden, können sie
beispielsweise aus einer hängenden Position über einen etwa senkrechten, vorzugsweise
trichterartigen Abschnitt der Fördervorrichtung der Führungsvorrichtung zugeführt
und an dieser entlang gleitend transportiert werden.
[0008] Hierbei können die zur wahlweisen Verwendung für geschleppte oder gestossene erste
Produkte einsetzbaren Mittel an dem sich in Förderrichtung F vorzugsweise kontinuierlich
verengenden Förderkanaleinlauf auf einfache Art verstellt oder ausgetauscht werden.
[0009] Zur Auflösung des Schuppenstroms in ein Förderstrom sich nachfolgender Produkte,
durchlaufen die Druckprodukte vorzugsweise einen an die Führungslinie anschliessenden
gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich, um auf eine einfache Art von einer Schuppenformation
befreit werden zu können.
[0010] Zweckmässig werden die zweiten Produkte in Abständen hintereinander etwa tangential
zum gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich zugeführt, wodurch eine genaue Vereinigung
bei kontinuierlicher Zuführung erreicht werden kann.
[0011] Vorzugsweise verläuft die Führungslinie, an der die ersten Produkte in einem Schuppenstrom
entlang geschleppt oder gestossen werden, etwa parallel zur Förderrichtung der zugeführten
Produkte, sodass eine Beruhigung des Förderstroms und klare Abstandsdefinition der
Produkte in dem Schuppenstrom entstehen kann.
Die ersten Produkte werden zum stossweisen Transport vor Erreichen der Führungslinie
in eine Lage umgelenkt, in der sie in Förderrichtung vorlaufend ausgerichtet sind.
[0012] Aus dem gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich und der etwa parallel dazu umgelenkten
Fördervorrichtung wird der Schuppenstrom der ersten Produkte aufgelöst, sodass sie
eine freie untere Oberfläche aufweisen, an der das zweite Produkt befestigt werden
soll.
[0013] Vorzugsweise können die zweiten Produkte jeweils wahlweise verteilt auf der freistehenden,
den zweiten Produkten zugewandte Oberfläche der ersten Produkte aufgesetzt werden.
[0014] Eine erfindungsgemässe Vorrichtung für ein klebeweises Vereinen zweier flacher Produkte
wenigstens teilweise übereinander, vorzugsweise liegend übereinander, insbesondere
Druckerzeugnisse mit einem zugeführten zweiten Druckprodukt, Muster, Karte, Beilage
oder dgl., bestehend aus einer in regelmässigen Abständen befestigte Klammern zum
Transport erster Produkte aufweisenden Fördervorrichtung mit einem Förderkanal und
einem sich in einer Förderrichtung vorzugsweise kontinuierlich verengenden Förderkanaleinlauf,
an dem zur wahlweisen Verwendung für geschleppte oder gestossene erste Produkte verstellbare
oder austauschbare Mittel eingesetzt sind, weist entlang eines Förderabschnittes der
Fördervorrichtung eine etwa parallel verlaufende, einen Förderstrom umgelenkter erster
Produkte bildende Führungsvorrichtung einer Führungsanordnung auf, deren stromabwärts
gerichtetes Ende einen an den Förderabschnitt förderwirksam fortgesetzten, gekrümmten
unterschlächtigen Förderbereich bildet, der in eine tangential zum Förderbereich verlaufende
Zuführvorrichtung für zweite Produkte mündende, die an einer der Unterseite des ersten
Produktes zugewandten Oberfläche mit Kleb- oder Haftstoff versehen sind. Aufgrund
der Vereinigung zweier Produkte kann es hinsichtlich der Terminologie ansich offen
bleiben, ob wie oben beschrieben, das zweite Produkt dem ersten zugeführt oder das
erste Produkt dem zweiten zugeführt wird.
[0015] Vorteilhaft ist die einen Förderstrom der ersten Produkte bildende Führungsvorrichtung
zur Aenderung des Förderstromquerschnittes verstell- und feststellbar ausgebildet,
sodass sich mit der Vorrichtung unterschiedliche Formate der ersten Produkte verarbeiten
lassen.
[0016] Vorzugsweise weist die Führungsanordnung wenigstens im Führungsendbereich einen durch
die Fördervorrichtung gebildeten Umlenkabschnitt des Förderstromes auf, der zur Vereinzelung
oder Loslösung von einem Schuppenstrom der durch die Fördervorrichtung transportierten
ersten Produkte führt.
[0017] Die Umlenkung des Förderstroms erfolgt zweckmässig mittels eines Umlenkrades an dem
die Fördervorrichtung geführt ist.
[0018] Aufgrund der Formatvariabilität, insbesondere der ersten Produkte, erweist es sich
als vorteilhaft, wenn der Abstand der Zuführvorrichtung für die zweiten Produkte gegenüber
der Fördervorrichtung der ersten Produkte im Mündungsbereich veränderbar ausgebildet
ist, wodurch wahlweise die von der Fördervorrichtung freistehende, einem zweiten Produkt
zugewandte Oberfläche des ersten Produktes für das Aufkleben eines zweiten Produktes,
das auch das erste Produkt seitlich überstehen könnte, benutzt werden kann.
[0019] Zu diesem Zweck ist entlang der Zuführvorrichtung eine den zweiten Produkten zum
Auftrag von Kleb- oder Haftstoff vorgesehene Auftragsvorrichtung angeordnet, an der
die zweiten Produkte mit zugewandter Oberfläche vorbeigeführt werden.
[0020] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass ein Antriebsmotor der Fördervorrichtung für
die ersten Produkte und ein Antriebsmotor für die Zuführvorrichtung der zweiten Produkte
mit einer Steuervorrichtung zur Aenderung resp. Synchronisierung der Geschwindigkeit
von Fördervorrichtung und Zuführvorrichtung steuer- oder regelbar verbunden sind,
um die Taktfolge einhalten oder ändern zu können bzw. um die Position des zweiten
Produktes an dem ersten Produkt bestimmen zu können.
[0021] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung und den zitierten
Stand der Technik, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten
Einzelheiten verwiesen wird, anhand zweier Ausführungsbeispiele erläutert. Die Zeichnung
zeigt in:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform nach der erfindungsgemässen Vorrichtung und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungs-form nach der erfindungsgemässen
Vorrichtung.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 für ein klebe- oder haftweises Vereinen zweier flacher
Produkte 2, 3 wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse 2,
mit einem zugeführten zweiten Produkt 3, beispielsweise einem Druckprodukt, Muster,
einer Karte, Beilage, Etikette oder dgl. Die Vorrichtung 1 besteht aus einer Fördervorrichtung
4 mit in regelmässigen Abständen an einem umlaufenden Zugmittel 5, beispielsweise
eine Kette oder einem Band, befestigten Klammern 6, mit denen erste Produkte 2 an
einem Randbereich festgehalten resp. eingespannt sind. Die Fördervorrichtung 4 wird
im Fachbereich auch Transporteur bezeichnet. Die ersten Produkte 2 werden hängend
über ein einer Führungsvorrichtung 7 vorgeschaltetes Leitorgan 8 an den freien Enden
erfasst und entgegen der Förderrichtung F resp. nach hinten umgelenkt. Aufgrund des
relativ kurzen Abstandes zwischen zwei Klammern, beispielsweise 4" oder 6" entsteht
spätestens entlang der Führungsvorrichtung 7 ein geschuppter Förderstrom 9, in welchem
jeweils das nachlaufende erste Produkt 2 das vorauslaufende erste Produkt 2 teilweise
überdeckt. Die ersten Produkte 2 werden somit teilweise aufeinanderliegend entlang
einer Führungslinie nachgeschleppt, wobei sich diese Führungslinie einen Förderkanal
10 bildend etwa senkrecht nach unten erstreckt. Durch den parallelen Verlauf der Führungslinie
zur Fördervorrichtung 4 entsteht eine regelmässige Höhe des Förderkanals 10 im Bereich
der Führungsvorrichtung 7. Am Ende der Führungsvorrichtung 7 schliesst an den Förderkanal
10 ein unterschlächtiger gekrümmter Förderbereich 11 an, der mit der Führungsvorrichtung
7 eine Führungsanordnung 20 bildet, die vor einer tangential an den gekrümmten unterschlächtigen
Förderbereich 11 verlaufende Zuführvorrichtung 12 für zweite Produkte 3 endet. Die
Zuführvorrichtung 12 für zweite Produkte 3 weist in Zuführrichtung Z umlaufende Förderbänder
13 auf, die die zweiten Produkte 3 von einem Magazin 14 übernehmen und in regelmässigen
Abständen in den Mündungsbereich 15 der ersten Produkte 2 am Ende der Führungsanordnung
20 führen. Die Zuführung der zweiten Produkte 3 resp. der ersten Produkte 2 an der
Mündung 15 erfolgt getaktet. An dem etwa horizontalen Zuführweg der zweiten Produkte
3 befindet sich eine Auftragsvorrichtung 16, mit der ein Haftmittel an die freistehende
Oberfläche der zweiten Produkte 3 übertragen wird. Im Mündungsbereich 15 verlassen
die ersten Produkte 2 die Führungsanordnung 20 vereinzelt und treffen auf dem zweiten
Produkt 3 auf, das durch das aufgetragene Haftmittel mit dem ersten Produkt 2 vereint
und gemeinsam mit diesem in einer Klammer 6 der Fördervorrichtung 4 weitertransportiert
wird.
[0023] Das Auftreffen des ersten 2 auf dem zweiten Produkt 3 kann durch Gravitation oder
aufgrund einer durch die Umlenkung der ersten Produkte entstandene Vorspannkraft erfolgen.
Der gekrümmte unterschlächtige Förderbereich 11 entsteht durch ein Umlenkrad 17 an
der Fördervorrichtung 4, der Führungsanordnung sowie der Zuführvorrichtung 12 im Mündungsbereich
15. Die Führungsanordnung 20 weist im Führungsendbereich einen durch die Fördervorrichtung
4 gebildeten Umlenkabschnitt des Förderstroms 9 auf.
Der Abstand der etwa tangentialen Zuführvorrichtung 12 für die zweiten Produkte 3
gegenüber der Fördervorrichtung 4 der ersten Produkte 2 ist im Mündungsbereich veränderbar
ausgebildet, sodass ein optimales Einstellen und ein exaktes Auftreffen der ersten
Produkte 2 auf den zweiten Produkten 3 an der bestimmten Position entstehen kann.
Ein Antriebsmotor 18 der Fördervorrichtung, verbunden mit dem Umlenkrad 17 und ein
Antriebsmotor 19 der Zuführvorrichtung 12 sind mit einer Steuervorrichtung 21 zur
Aenderung und/oder Synchronisierung der Geschwindigkeiten von Förder- 4 und Zuführvorrichtung
12 verbunden. Der Steuervorrichtung 21 sind über Leitungen ebenso ein die zweiten
Produkte 3 vereinzelnder Anleger und die Auftragsvorrichtung 16 zugeordnet, damit
die vorgeschlagene Verarbeitung taktweise erfolgen kann. Hierzu sind die Antriebsmotoren
18, 19 steuer- und/oder regelbar ausgebildet; es sind beispielsweise drehwinkelgesteuerte
Motoren hierzu vorgesehen.
[0024] Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 durch die
Transportweise der ersten Produkte 2 in dem durch die Fördervorrichtung 4 und der
Führungsvorrichtung 7 gebildeten Förderkanal 10, in dem die ersten Produkte 2 nach
einem Umlegen in Förderrichtung F gestossen und geschuppt entlang der verstellbaren
Führungsvorrichtung 7 durchlaufen. Hierzu kann das in Figur 1 dargestellte Leitorgan
8 weggeschwenkt oder entfernt werden. Der Einlauf der in den Klammern 6 der Fördervorrichtung
4 festgehaltenen ersten Produkte 2 erfolgt über ein letztere an den freien Enden erfassenden
Beschleunigungsvorrichtung 22, die aus einem umlaufenden Band 23 gebildet ist, das
dafür sorgt, dass die ersten Produkte 2 bezüglich der Förderrichtung F an den freien
Enden beschleunigt werden, sodass sie mit den freien Enden voraus den Förderkanal
10 erreichen und entlang der Führungsvorrichtung 7 resp. Führungslinie geschuppt übereinanderliegend
gestossen werden. Hierbei liegt das nachlaufende erste Produkt 2 jeweils unter dem
vorauslaufenden ersten Produkt 2 und das freie Ende der ersten Produkte 2 verlässt
die Führungsanordnung 20 im unterschlächtigen Förderbereich 11 resp. im Mündungsbereich
15 vor dem der Klammer 6 zugeordneten Einspannende der ersten Produkte 2.
[0025] Die vorgeschlagene Vorgehensweise und Vorrichtung 1 gestattet durch Aenderung des
Förderkanaleinlaufs ein Anbringen von zugeführten zweiten Produkten 3 auf jeder Flachseite
oder bei zweimaligem Durchlauf auf beiden Flachseiten des ersten Produktes 2.
[0026] Bei der Ausführung nach Fig. 1 wie auch bei derjenigen nach Fig. 2 können die ersten
Produkte 2 sowohl am Falz wie auch an der offenen Kante in den Klammern 6 transportiert
werden.
1. Verfahren für ein klebe- oder haftweises Vereinen wenigstens zweier flacher Produkte
(2, 3) wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse (2), mit einem
zugeführten weiteren Produkt (3), Muster, Karte, Beilage, Etikette oder dgl., wobei
ein entlang einer Führungslinie in einem Schuppenstrom nachgeschlepptes oder gestossenes
erstes Produkt (2) nach Auflösung des Schuppenstroms in einen Förderstrom (9) nicht
überlappender erster Produkte (2) und Verlassen der Führungslinie beim anschliessenden
Durchlaufen eines unterschlächtigen Förderbereichs (11) mit einem unterhalb des ersten
Produktes (2) taktgleich diesem zugeführten, an einer dem ersten Produkt (2) zugewandten
Oberfläche mit einem Kleb- oder Haftstoff versehenen zweiten Produkt (3) zusammengeführt
wird, wobei das erste Produkt vor Erreichen der Führungslinie zum stossweisen Transport
in der Förderrichtung oder zum geschleppten Transport entgegen der Förderrichtung
entlang der Führungslinie umgelenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Produkte (2) zur Auflösung des Schuppenstromes in einen Förderstrom (9)
sich nachfolgender erster Produkte (2) einen gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich
(11) durchlaufen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Produkte (3) in Abständen hintereinander etwa tangential zum gekrümmten
unterschlächtigen Förderbereich (11) zugeführt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungslinie etwa parallel zur Förderrichtung (F) der ersten Produkte (2) verläuft.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Produkt (3) wahlweise auf einer freistehenden, den zweiten Produkten zugewendeten
Oberfläche des ersten Produktes (2) angebracht wird.
6. Vorrichtung für ein klebe- oder haftweises Vereinen zweier flacher Produkte (2, 3)
wenigstens teilweise übereinander, insbesondere Druckerzeugnisse (2), mit einem zugeführten
zweiten Produkt (3), beispielsweise einem Druckprodukt, Muster, Karte, Beilage, Etikette
oder dgl., bestehend aus einer in regelmässigen Abständen befestigte Klammern (6)
zum Transport erster Produkte aufweisenden Fördervorrichtung (4) mit einem Förderkanal
(10) und einem sich in einer Förderrichtung (F) vorzugsweise kontinuierlich verengenden
Förderkanaleinlauf, an dem zur wahlweisen Verwendung für geschleppte oder gestossene
erste Produkte (2) verstellbare oder austauschbare Mittel (8, 22) eingesetzt sind,
wobei entlang eines Förderabschnittes der Fördervorrichtung (4) eine etwa parallel
verlaufende, einen Förderstrom umgelenkter erster Produkte bildende Führungsvorrichtung
(7) einer Führungsanordnung (20) vorgesehen ist, die stromabwärts einen an den Förderabschnitt
förderwirksam fortgesetzten, gekrümmten unterschlächtigen Förderbereich (11) aufweist,
der in eine tangential zum Förderbereich verlaufende Zuführvorrichtung (12) für zweite
Produkte (3) mündet, die an einer der Unterseite des ersten Produktes (2) zugewandten
Oberfläche mit Kleb- oder Haftstoff versehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Förderstrom (9) der ersten Produkte (2) bildende Führungsvorrichtung (7)
und/oder der unterschlächtige Förderbereich (11) zur Aenderung des Förderstromquerschnitts
verstell- und feststellbar ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (20) wenigstens im Führungsendbereich einen durch die Fördervorrichtung
(4) gebildeten Umlenkungsabschnitt des Förderstroms (9) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkung des Förderstroms (9) durch die Fördervorrichtung (4) mittels Umlenkrad
(17) erfolgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Zuführvorrichtung (12) für die zweiten Produkte (3) gegenüber der
Fördervorrichtung (4) der ersten Produkte (2) im Mündungsbereich (15) veränderbar
ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Zuführvorrichtung (12) eine den zweiten Produkten (3) zum Auftrag von
Kleb- oder Haftstoff vorgesehene Auftragsvorrichtung (16) zugeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor (18) der Fördervorrichtung (4) der ersten Produkte (2) und ein
Antriebsmotor (19) der Zuführvorrichtung (12) der zweiten Produkte (3) mit einer Steuervorrichtung
(21) zur Aenderung resp. Synchronisierung der Geschwindigkeiten von Fördervorrichtung
(4) und Zuführvorrichtung (12) verbunden sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmotoren (18, 19) drehwinkelgesteuert ausgebildet sind.
1. Method for combining at least two flat products (2, 3) at least partly one above the
other with adhesive, particularly printed products (2), with a further product (3)
supplied, sample, card, insert, label or similar, in which a first product (2) pushed
or dragged along a guiding line in a shingle stream is put together with a second
product (3) provided with adhesive on a surface facing towards the first product (2),
supplied underneath the first product (2) at the same time as it, after the shingle
stream turns into a conveying stream (9) of non-overlapping first products (2) and
leaves the guiding line when it then runs through an undershot conveying area (11),
in which before reaching the guiding line the first product is diverted in the conveying
direction for transport by pushing or against the conveying direction for transport
by dragging along the guiding line.
2. Method according to claim 1, characterised in that the first products (2) run through a curved, undershot conveying area (11) to turn
the shingle stream into a conveying stream (9) of first products (2) following one
after the other.
3. Method according to claim 2, characterised in that the second products (3) are supplied at intervals one behind the other more or less
tangential to the curved, undershot conveying area (11).
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the guiding line runs more or less parallel to the conveying direction (F) of the
first products (2).
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that alternatively the second product (3) is applied to a free-standing surface of the
first product (2) facing towards the second products.
6. Device for combining two flat products (2, 3) at least partly one above the other
with adhesive, particularly printed products (2), with a second product (3) supplied,
a printed product, sample, card, insert, label or similar for example, consisting
of a conveying device (4) having clamps (6) fastened at regular intervals to transport
first products with a conveying channel (10) and a conveying channel inlet preferably
continuously narrowing in a conveying direction F, on which adjustable and/or exchangeable
means (8, 22) are inserted to use alternatively for dragged or pushed first products
(2), in which along a conveying section of the conveying device (4), a guiding device
(7) of a guiding arrangement (20) running more or less parallel is provided, forming
a conveying stream of diverted first products, which downstream has a curved, undershot
conveying area (11) that continues acting as a conveyor on the conveying section,
which joins a supplying device (12) running tangentially to the conveying area for
second products (3), which are provided with adhesive on a surface facing towards
the underside of the first product (2).
7. Device according to claim 6, characterised in that the guiding device (7) forming a conveying stream (9) of the first products (2) and/or
the undershot conveying area (11) is made adjustable and lockable to change the cross
section of the conveying stream.
8. Device according to claim 6 or 7, characterised in that at least in the guiding end area the guiding arrangement (20) has a diverting section
of the conveying stream (9) formed by the conveying device (4).
9. Device according to claim 8, characterised in that the diversion of the conveying stream (9) is done through the conveying device (4)
by means of a diversion wheel (17).
10. Device according to one of claims 6 to 9, characterised in that the distance from the supplying device (12) for the second products (3) to the conveying
device (4) of the first products (2) is made adjustable in the joining area (15).
11. Device according to one of claims 6 to 10, characterised in that along the supplying device (12) an application device (16) is assigned for applying
adhesive to the second products (3).
12. Device according to one of claims 6 to 11, characterised in that a drive motor (18) of the conveying device (4) of the first products (2) and a drive
motor (19) of the supplying device (12) of the second products (3) are connected to
a control device (21) for changing or synchronising the speeds of the conveying device
(4) and the supplying device (12).
13. Device according to claim 12, characterised in that the drive motors (18, 19) are made so that they are controlled by the angle of rotation.
1. Procédé pour unir par collage ou adhésion au moins deux produits plats (2, 3) au moins
partiellement superposés, en particulier des produits d'impression (2), avec un produit
supplémentaire apporté (3), échantillon, carte, encart, étiquette ou analogues, sachant
qu'un premier produit (2) poussé ou remorqué en formation imbriquée le long d'une
ligne de guidage est, après avoir dissous la formation imbriquée en un flux de transport
(9) de premiers produits (2) ne se chevauchant pas et avoir quitté la ligne de guidage
lors du passage consécutif par une région de transport inférieure (11), réuni à un
deuxième produit (3) apporté en dessous du premier produit (2) à celui-ci à la même
cadence et pourvu, sur une surface tournée vers le premier produit (2), d'un agent
de collage ou d'adhésion, sachant que le premier produit est, avant d'atteindre la
ligne de guidage, redirigé le long de la ligne de guidage dans le sens de transport
pour le transport par poussée ou à l'encontre du sens de transport pour le transport
par remorquage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les premiers produits (2), afin de dissoudre la formation imbriquée en un flux de
transport (9) de premiers produits (2) se succédant, passent par une région de transport
inférieure courbe (11).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deuxièmes produits (3) sont apportés environ tangentiellement à la région de
transport inférieure courbe (11), à intervalles les uns à la suite des autres.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la ligne de guidage s'étend environ parallèlement à la direction de transport (F)
des premiers produits (2).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le deuxième produit (3) est optionnellement apposé sur une surface libre, tournée
vers les deuxièmes produits, du premier produit (2).
6. Dispositif pour unir par collage ou adhésion au moins deux produits plats (2, 3) au
moins partiellement superposés, en particulier des produits d'impression (2), avec
un deuxième produit apporté (3), par exemple un produit imprimé, échantillon, carte,
encart, étiquette ou analogues, constitué d'un dispositif transporteur (4) présentant
des pinces (6) fixées à intervalles réguliers et destinées à transporter les premiers
produits et doté d'un canal de transport (10) et d'une entrée de canal de transport
se rétrécissant de préférence en continu dans une direction de transport (F), où sont
installés des moyens réglables ou échangeables (8, 22) pour l'utilisation au choix
pour des premiers produits (2) remorqués ou poussés, sachant qu'un dispositif de guidage
(7), formant un flux de transport de premiers produits redirigés et s'étendant environ
en parallèle, d'un système de guidage (20) est prévu le long d'un tronçon de transport
du dispositif transporteur (4), qui présente en aval une région de transport inférieure
(11) courbe prolongeant le tronçon de transport de manière active pour le transport,
qui débouche dans un dispositif d'alimentation (12), s'étendant tangentiellement à
la région de transport pour des deuxièmes produits (3) qui sont pourvus d'un agent
de collage ou d'adhésion sur une surface tournée vers le côté inférieur du premier
produit (2).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (7), qui forme un flux de transport (9) des premiers produits
(2), et/ou la région de transport inférieure (11) sont conçus réglables et blocables
afin de modifier la section du flux de transport.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le système de guidage (20) présente au moins dans la région terminale de guidage
un tronçon de redirection, formé par le dispositif transporteur (4), du flux de transport
(9).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la redirection du flux de transport (9) par le dispositif transporteur (4) s'effectue
au moyen d'une roue de renvoi (17).
10. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que la distance du dispositif d'alimentation (12) pour les deuxièmes produits (3) par
rapport au dispositif transporteur (4) des premiers produits (2) est réalisée de façon
modifiable dans la région de débouché (15).
11. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce qu'un dispositif applicateur (16) prévu pour appliquer un agent de collage ou d'adhésion
est associé aux deuxièmes produits (3) le long du dispositif d'alimentation (12).
12. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'un moteur d'entraînement (18) du dispositif transporteur (4) des premiers produits
(2) et un moteur d'entraînement (19) du dispositif d'alimentation (12) des deuxièmes
produits (3) sont reliés à un dispositif de commande (21) destiné à modifier et/ou
synchroniser les vitesses du dispositif transporteur (4) et du dispositif d'alimentation
(12).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les moteurs d'entraînement (18, 19) sont réalisés avec une commande d'angle de rotation.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente