| (19) |
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(11) |
EP 2 180 726 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.02.2011 Patentblatt 2011/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.06.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Richtungshören bei binauraler Hörgeräteversorgung
Sound localization in binaural hearing aids
Localisation du son avec des prothèses auditives binaurales
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE DK FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
26.06.2002 DE 10228632
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.04.2010 Patentblatt 2010/17 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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03013553.7 / 1379102 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Audiologische Technik GmbH |
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91058 Erlangen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Beck, Frank
91080 Spardorf (DE)
- Sporer, Gerhard
91207 Lauf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Maier, Daniel Oliver et al |
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Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 941 014 DE-C1- 19 704 119
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WO-A-97/14268 US-A- 4 531 229
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hörgerätesystem sowie ein Verfahren zum Einstellen eines
Hörgerätesystems mit wenigstens einem ersten und einem zweiten Hörhilfegerät, die
jeweils wenigstens einen Eingangswandler zur Aufnahme eines akustischen Eingangssignals
und Wandlung in ein elektrisches Signal, eine Signalverarbeitungseinheit zur Verarbeitung
des elektrischen Signals und einen Ausgangswandler zur Wandlung des elektrischen Signals
in ein Ausgangssignal umfassen und zwischen denen ein Signalpfad zur Datenübertragung
vorgesehen ist.
[0002] Unter dem Richtungshören versteht man die Fähigkeit einer Person zur Unterscheidung
der Richtung, in welcher sich eine Schallquelle befindet. Wenn sich eine Schallquelle
nicht frontal vor oder hinter der Person befindet, ergibt sich durch die endliche
Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls zwangsläufig ein Laufzeitunterschied zwischen
den beiden Ohren und damit eine zeitliche Differenz, mit der die Ohren eine aus einer
Richtung kommende Schallwelle wahrnehmen. Wenn ein Schall z.B. aus der Sicht der Peson
von rechts kommt, erreicht dieser das rechte Ohr um einen Bruchteil einer Sekunde
eher als das linke Ohr. Diese Zeitdifferenz ist weitaus kürzer als der Betreffende
bewusst erkennen kann. Die Wirkung tritt durch einen automatischen Integrationsprozess
im akustischen Nervensystem ein.
[0003] Neben der zeitlichen Differenz ergibt sich weiterhin auch ein Unterschied in der
Lautstärke, mit der die Ohren einen Ton wahrnehmen, der von einer Seite kommt. Eine
Schallquelle auf einer Seite des Kopfes übermittelt dem Ohr auf dieser Seite einen
etwas lauteren Ton. Auch dieser minimale Unterschied in der Lautstärke reicht aus,
damit die Schallquelle aus der Sicht der Person links oder rechts lokalisiert werden
kann.
[0004] Bei binauraler Hörgeräte-Versorgung tritt häufig ein Verlust des Richtungshörens
auf. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass je nach Hörsituation, die von dem
jeweiligen Hörhilfegerät detektiert wird, die Signalverarbeitung der beiden Hörhilfegeräte
unterschiedliche Schritte umfassen kann. Weiterhin ist bei einem Hörgeräteträger in
der Regel der Hörverlust beider Ohren unterschiedlich stark ausgeprägt. Entsprechend
sind auch die Einstellungen der Hörgeräte zum Ausgleich des Hörverlustes des jeweiligen
Ohres unterschiedlich eingestellt. Unterschiedliche Einstellungen der Signalverarbeitung
beider Hörgeräte haben jedoch zumeist unterschiedliche Signallaufzeiten innerhalb
der Hörhilfegeräte zur Folge. Es kommt daher zu einer unnatürlichen Verschiebung der
für das Richtungshören wichtigen Phase eines akustischen Eingangssignals. Wie eingangs
bereits erwähnt, ist die Laufzeit eines Schallsignals zwischen den beiden Ohren neben
dem Unterschied in der Lautstärke für das Richtungshören von großer Bedeutung. Bereits
geringfügige Veränderungen dieser natürlichen Laufzeitverschiebung, wie sie beispielsweise
von unterschiedlichen Signallaufzeiten innerhalb der Hörhilfegeräte verursacht werden,
können daher zu einem Verlust des Richtungshörens führen.
[0005] Zur Lösung dieses Problems ist bekannt, die an den beiden Ohren aufgenommenen akustischen
Signale in einer gemeinsamen zentralen Signalverarbeitungseinrichtung zu verarbeiten.
So sieht die
US 5,479,522 neben zwei jeweils an einem Ohr getragenen Hörgeräten eine zusätzliche Prozessoreinheit
vor, die beispielsweise als Brustgerät oder Armbanduhr ausgeführt sein kann. Die an
den beiden Ohren aufgenommenen akustischen Signale durchlaufen die gleichen Signalverarbeitungsschritte,
so dass die Phasenbeziehung zwischen den beiden Signalen erhalten bleibt.
[0006] Aus der
US 5,434,924 ist bekannt, die Signalverarbeitung bei binauraler Versorgung im Wesentlichen nur
in einem der beiden Hörhilfegeräte auszuführen. Hierzu werden die an einem Ohr empfangenen
Signale auf das Hörgerät des anderen Ohrs übertragen, dort gemeinsam verarbeitet und
dann beiden Ohren zugeführt (Master-Slave-Lösung).
[0007] Die erstgenannte Lösung hat den Nachteil, dass eine weitere Baugruppe notwendig wird
und der Hörgeräteträger nun drei statt zwei Geräte benötigt, was eine erhebliche Einschränkung
des Tragekomforts, der Wartung und der Handhabung bedeutet. Die zweite Lösung bedingt,
dass die gesamte Signalverarbeitung von einer einzigen Signalverarbeitungseinheit
auf nur einer Seite geleistet werden muss. Während bei der Lösung mit einem dritten
Gerät genügend Platz vorhanden ist, um eine entsprechend leistungsfähige Signalverarbeitung
vorzusehen und deren Energiebedarf sicherzustellen, ist der Platz in einer am Ohr
befindlichen Hörhilfe begrenzt. Daher muss eine Master-Slave-Lösung mit zwei unterschiedlich
ausgebildeten Hörhilfegeräten notgedrungen eine geringere rechnerische Kapazität besitzen
als bei der Ausnutzung beider Hörhilfegeräte zur Verfügung stünde.
[0008] Ein weiterer Ansatz zur Lösung des genannten Problems besteht darin, die eingehenden
Schallsignale an den Hörhilfegeräten beider Seiten zu dem jeweils anderen Gerät zu
übertragen und auf jeder Seite beide Signale zu verarbeiten. Auf diese Weise durchlaufen
die an beiden Ohren aufgenommenen akustischen Signale gemeinsam die gleichen Schritte
der Signalverarbeitung und erfahren daher automatisch die gleiche Signalverzögerung.
Dieser Lösungsansatz geht beispielsweise aus der
WO 97/14268 sowie der
WO 99/43185 hervor. Die Übertragung der Mikrofonsignale beider Seiten eines binauralen Hörgerätesystems
an die jeweils andere Seite und die gleichzeitige Verarbeitung beider Signale auf
beiden Seiten löst zwar das Problem einer Laufzeitdifferenz, unterliegt aber den gleichen
Beschränkungen wie der Master-Slave-Ansatz.
[0009] Ein weiterer wesentlicher Nachteil aller genannter Lösungen liegt in der Tatsache,
dass sie alle die Übermittlung großer Datenmengen erfordern. Dies bedingt einen erheblichen
Zeit-, Platz- und Energieverbrauch. Insbesondere bei dṙahtlosem Datentransfer, wie
er beim gegenwärtigen Stand der Technik geboten ist, stellt dies einen erheblichen
Nachteil dar.
[0010] Aus der
EP 0 941 014 A2 ist ein Hörgerätesystem mit einem ersten und einem zweiten Hörgerät bekannt, bei
dem durch Betätigung eines Bedienelementes an dem ersten Hörgerät Steuersignale erzeugt
und auf das zweite Hörgerät übertragen werden. Dadurch wird durch die Betätigung des
Bedienelementes an einem der Hörgeräte die gleichzeitige Einstellung beider Hörgeräte
bewirkt.
[0011] Aus der
DE 100 48 354 A1 ist ein Verfahren zum Betrieb eines Hörgerätesystems bekannt, bei dem Schallfeldkennwerte
von einem zum anderen Hörgerät übertragen werden. Dabei kann es sich um Signalpegel
handeln.
[0012] Aus der
DE 197 04 119 C1 ist eine Hörhilfe bekannt, bei der eine Signalübertragung von einem zum anderen Hörgerät
über Lichtleiter vorgenommen wird. Dabei können Steuersignale übertragen werden.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einem Hörgerätesystem zur binauralen
Versorgung das natürliche Richtungshören zu unterstützen und den hierfür erforderlichen
zusätzlichen Rechenaufwand gering zu halten.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch Verfahren mit den Verfahrensschritten gemäß den Ansprüchen
1 oder 11.
[0015] Ferner wird die Aufgabe durch ein Hörgerätesystem mit den Merkmalen gemäß den Ansprüchen
19 oder 21 gelöst.
[0016] Bei einem aus dem eingangs zitierten Stand der Technik bekannten Hörgerätesystem
mit zwei Hörgeräten wird eine gleiche Signallaufzeit in den Signalpfaden beider Hörgeräte
zwischen jeweils dem Mikrofon und dem Hörer erzeugt, ohne diese Signallaufzeit explizit
zu kennen. Nachteilig sind der hohe Rechenaufwand und die hohen erforderlichen Datenübertragungsraten.
[0017] Bei einem Hörgerätesystem wird das Richtungshören bei binauraler Hörgeräteversorgung
dadurch verbessert, dass die Signallaufzeiten der an den beiden Ohren angebrachten
Hörhilfegeräte angeglichen werden. Die Signallaufzeiten sind jedoch nur ein Faktor,
der das Richtungshören betrifft. Bei einem Hörgerätesystem gemäß der Erfindung erfolgt
auch eine Anpassung des Amplitudenganges der beiden Hörhilfegeräte. Unterschiede in
den Amplituden von Signalen, die aus unterschiedlichen Richtungen einfallen, werden
vor allem durch die Abschattungswirkung des Kopfes hervorgerufen. Dabei sind die Unterschiede
in den Amplituden sehr gering und können nicht bewusst wahrgenommen werden. Nur durch
eine sehr feine Anpassung der Hörhilfegeräte eines Hörgerätesystems können diese minimalen
Amplitudenunterschiede, die durch unterschiedliche Einfallsrichtungen hervorgerufen
werden, aufrechterhalten bleiben. Dabei ist die exakte Höhe dieser Unterschiede eher
zweitrangig. Wichtig ist vor allem, dass eine Amplitudendifferenz bei einem Signal
aus einer bestimmten Richtung weitgehend erhalten bleibt, auch wenn sich bei einem
oder bei beiden Hörhilfegeräten Einstellungen ändern. Wird z.B. bei einem Hörhilfegerät
die Lautstärke erhöht, so sollte auch bei dem anderen Hörhilfegerät eine Anpassung
der Lautstärke erfolgen. Da jedoch häufig nicht beide Ohren eines Hörgeräteträgers
gleichermaßen von einem Hörverlust betroffen sind, kann die Lautstärkenanpassung in
der Regel nicht bei beiden Hörhilfegeräten gleichermaßen erfolgen. Vielmehr hat die
Anpassung unter Berücksichtigung der individuellen Hörkurven, die an den beiden Ohren
eines Hörgeräteträgers gemessen wurden, zu erfolgen. Entscheidend ist also, dass einem
Hörgeräteträger bei einem Signal, das aus einer bestimmten Richtung kommt, an dem
Ohr mit der kürzeren Entfernung zu der Signalquelle stets eine etwas höhere Lautstärke
vermittelt wird.
[0018] Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird bei einem Hörgerätesystem mit zwei am
Kopf tragbaren Hörhilfegeräten eine Verstärkung bzw. Verstärkungsänderung eines elektrischen
Signals in wenigstens einem der Hörhilfegeräte ermittelt. Die Verstärkungsänderung
kann z.B. durch die Änderung eines Parameters der Signalverarbeitung des Hörhilfegerätes
hervorgerufen worden sein. Dann werden Daten zur Kennzeichnung der aktuellen Verstärkung
bzw. zur Kennzeichnung der Verstärkungsänderung von dem Hörhilfegerät auf das andere
Hörhilfegerät des Hörgerätesystems übertragen. Auch in diesem Hörhilfegerät wird dann
die Verstärkung entsprechend angepasst. Dies kann bedeuten, dass die Verstärkung um
den gleichen Betrag geändert wird. Vorzugsweise wird die Verstärkung bei dem zweiten
Hörhilfegerät jedoch so geändert, dass bei einem aus der 0-Gradrichtung (direkt von
vorne) eintreffenden Schallsignal an beiden Ohren durch die Versorgung mit den Hörhilfegeräten
wieder der gleiche Lautheitseindruck entsteht. Von der 0-Gradrichtung abweichende
Schallsignale werden dann wieder mit unterschiedlichem Lautheitseindruck wahrgenommen,
so dass der Hörgeräteträger die Richtung, aus dem das Schallsignal eintrifft, wahrnehmen
kann.
[0019] Der Wert einer Verstärkungsänderung bei einem Hörhilfegerät gemäß der Erfindung kann
bestimmten Einstellungen oder Funktionen des Hörhilfegerätes fest zugeordnet sein.
So kann beispielsweise bei einem Algorithmus zur Rückkopplungsunterdrückung stets
eine Verringerung der Verstärkung um 10 dB vorgesehen sein. Daten zur Kennzeichnung
dieser Verstärkungsänderung können dann, sobald der Algorithmus aktiv geschaltet wird,
auf das andere Hörhilfegerät des Hörgerätesystems übertragen werden, damit auch bei
diesem eine entsprechende Verstärkungsabsenkung durchgeführt wird. In vielen Anwendungsfällen
steht jedoch keine feste Zuordnung zwischen bestimmten Funktionen des Hörhilfegerätes
und damit verbundenen Verstärkungsänderungen. Die Verstärkung bzw. Verstärkungsänderung
wird dann zunächst automatisch im Hörhilfegerät ermittelt. Hierzu können Signalamplituden
oder Signalpegel eines elektrischen Signals an im Signalpfad des Hörhilfegerätes hintereinander
liegenden Punkten erfasst und ausgewertet werden. Auch hierfür wird vorzugsweise ein
Testsignal in den Signalpfad eingespeist, das die Signalverarbeitungseinheit des Hörhilfegerätes
zumindest teilweise durchläuft. Vorzugweise wird auch bei der Verstärkungsanpassung
die Verstärkung in beiden Hörhilfegeräten ermittelt und diesbezügliche Daten auf das
jeweils andere Hörhilfegerät übertragen. Zur Anpassung der Verstärkung in einem Hörhilfegerät
an eine Verstärkungsänderung bei einem zweiten Hörhilfegerät eines Hörgerätesystems
werden vorzugsweise Filtermittel eingestellt. Vorzugsweise wird auch bei der Verstärkungseinstellung
immer dann, wenn sich bei wenigstens einem der Hörhilfegeräte eine Parameter- und/oder
Funktionsänderung ergibt, eine Anpassung der Verstärkung der beiden Hörhilfegeräte
eines Hörgerätesystems durchgeführt. Auch die Verstärkungsanpassung kann jedoch in
periodischen Zeitabständen erfolgen. Ebenso wie die Ermittlung und Anpassung der Signallaufzeit
kann auch die Ermittlung und Anpassung der Verstärkung bzw. des Amplitudenübertragungsverhaltens
bei einem Hörgerätesystem mit Mehrkanal-Hörhilfegeräten jeweils nur auf bestimmte
Frequenzbänder bezogen sein.
[0020] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird neben der Ermittlung von
Signallaufzeiten bei den Hörhilfegeräten eines Hörgerätesystems auch das Übertragungsverhalten
von Signalamplituden gemessen. Auch hierbei kann ein Testsignal an einer Stelle in
den Signalpfad eingespeist und an nachfolgender Stelle wieder ausgelesen werden. Vorzugsweise
erfolgt auch diese Messung für unterschiedliche Signalfrequenzen. Erfolgt anschließend
eine Parameter- oder Funktionsänderung bei wenigstens einem der Hörhilfegeräte, so
können das Übertragungsverhalten bezüglich der Signalamplituden erneut gemessen und
Unterschiede im Übertragungsverhalten festgestellt werden. Für die Signalamplituden
charakteristische Daten werden dann auf das jeweils andere Hörhilfegerät des Hörgerätesystems
übertragen zur Anpassung an das geänderte Übertragungsverhalten.
[0021] Die Erfindung findet gleichermaßen bei hinter dem Ohr tragbaren (HdO), in dem Ohr
tragbaren (IdO) oder implantierbaren Hörgerätesystemen Anwendung.
[0022] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Hörgerätesystem mit zwei Hörhilfegeräten, zwischen denen ein Signalpfad
vorgesehen ist und bei denen unterschiedliche Hörprogramme einstellbar sind,
Figur 2 ein Hörhilfegerät mit einer Signallaufzeit-Messeinrichtung und einem einstellbaren
Verzögerungselement,
Figur 3 ein Hörhilfegerät mit einem Signallaufzeit- und Amplituden- Messelement und
einstellbarer Taktfrequenz und
Figur 4 ein Hörhilfegerät, bei dem die Signalverarbeitung parallel in mehreren Frequenzkanälen
erfolgt, mit einer Signalanalyse- und Steuereinheit.
[0023] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Hörgerätesystem mit zwei Hörhilfegeräten
1 und 1'. Die Hörhilfegeräte 1 und 1' umfassen jeweils einen akustisch-elektrischen
Eingangswandler (Mikrofon) 2 bzw. 2' zur Aufnahme eines akustischen Eingangssignals
und Wandlung in ein elektrisches Signal. Die Verarbeitung des elektrischen Signals
zum Ausgleich des Hörverlustes eines Hörgeräteträgers findet in den Signalverarbeitungseinheiten
3 bzw. 3' statt. Das verarbeitete Signal wird schließlich durch einen elektrisch-akustischen
Ausgangswandler (Hörer) 4 bzw. 4' in ein Schallsignal zurückverwandelt und den Ohren
eines Hörgeräteträgers zugeführt.
[0024] Zur Anpassung an unterschiedliche Hörsituationen, wie beispielsweise "Sprache in
ruhiger Umgebung", "Sprache mit Störgeräusch", "Fahrt im Auto" usw., umfassen die
Hörhilfegeräte 1 und 1' je eine Steuereinheit 5 bzw. 5'. Die Steuereinheiten 5 und
5' sind mit Speichereinheiten 6 bzw. 6' verbunden, in denen unterschiedliche Parametersätze
zur Anpassung der Signalverarbeitungseinheiten 3 bzw. 3' an unterschiedliche Hörsituationen
gespeichert sind.
[0025] Die Einstellung der Hörhilfegeräte 1 und 1' an die jeweilige Hörsituation erfolgt
durch Betätigung eines Bedienelementes 7 bzw. 7' an wenigstens einem der Hörhilfegeräte
1 bzw. 1'.
[0026] Bei den Hörhilfegeräten 1 und 1' werden Signallaufzeiten der Signalverarbeitungseinheiten
3 bzw. 3' für die jeweiligen Hörprogramme und unter Berücksichtigung der jeweiligen
Einstellungen der Hörhilfegeräte 1 und 1' zum Ausgleich des individuellen Hörverlustes
eines Hörgeräteträgers ermittelt. Dies kann beispielsweise durch Laufzeitmessungen
während der Anpassung der Hörhilfegeräte 1 und 1' erfolgen. Sind die Signallaufzeiten
für beide Hörhilfegeräte 1 und 1' unter den gewählten Einstellungen für die jeweiligen
Hörprogramme bekannt, so werden den Hörprogrammen Daten zur Kennzeichnung der Signallaufzeiten
zugeordnet und ebenfalls in den Speichereinheiten 6 bzw. 6' abgelegt. Bei diesen Daten
kann es sich sowohl um die Signallaufzeiten als solche als auch um die jeweiligen
Laufzeitunterschiede zwischen den einzelnen Hörprogrammen oder den Hörhilfegeräten
1 und 1' handeln. Wird nun z.B. bei dem Hörhilfegerät 1 zwischen zwei Hörprogrammen
umgeschaltet, so werden aus der Speichereinheit 6 nicht nur die Parameter des neuen
Hörprogrammes ausgelesen, sondern auch die dem neu eingestellten Hörprogramm zugeordneten
Daten zur Kennzeichnung der Signallaufzeit. Letztere werden dann über eine Sende-
und Empfangseinheit 8 an das Hörhilfegerät 1' übertragen. Das Hörhilfegerät 1' empfängt
seinerseits mittels der Sende- und Empfangseinheit 8' die von dem Hörhilfegerät 1
gesendeten Daten und führt sie der Steuereinheit 5' zu. Diese wiederum vergleicht
die übertragenen Daten mit der in der Speichereinheit 6' gespeicherten Information
bezüglich der Laufzeit des aktuell eingestellten Hörprogramms. Beispielsweise durch
Steuerung eines Verzögerungsmittels, das im Ausführungsbeispiel als Allpassfilter
9 bzw. 9' ausgeführt ist, lassen sich dann etwaige Laufzeitunterschiede ausgleichen.
Vorteilhaft weisen somit beide Hörhilfegeräte 1 bzw. 1' die gleiche Signallaufzeit
zwischen dem Eingangswandler 2 und dem Ausgangswandler 4 bzw. dem Eingangswandler
2' und dem Ausgangswandler 4' auf. So wird mit dem Hörgerätesystem 1, 1' stets das
Richtungshören ermöglicht, unabhängig von der gerade aktiven Programmpaarung der Hörprogramme
beider Hörhilfegeräte 1 und 1'.
[0027] Eine anderes Hörgerätesystem zeigt Figur 2. Da auch hierbei beide Hörhilfegeräte
des Hörgerätesystems das gleiche Ersatzschaltbild aufweisen, ist in Figur 2 lediglich
eines von beiden, nämlich das Hörhilfegerät 11, dargestellt. Auch dieses umfasst wie
die Hörhilfegeräte 1 und 1' in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ein Mikrofon
12 zur Aufnahme eines akustischen Signals und Wandlung in ein elektrisches Signal,
eine Signalverarbeitungseinheit 13 zur frequenzabhängigen Verarbeitung des elektrischen
Signals und einen Hörer 14 zur Wandlung des elektrischen Signals in ein akustisches
Ausgangssignal. Das Hörhilfegerät 11 umfasst ferner einen A/D-Wandler 15 zur Wandlung
des Ausgangssignals des Mikrofons in ein digitales Signal sowie einen D/A-Wandler
16 zur Rückverwandlung des digitalen Signals in ein analoges Signal vor der Signalausgabe
über den Hörer 14.
[0028] Im Unterschied zu Figur 1 erfolgt bei dem Hörhilfegerät 11 gemäß Figur 2 eine Signalanalyse
des digitalen elektrischen Eingangssignals in einer Analyse- und Steuereinheit 17.
Auch diese ist mit einer Speichereinheit 18 verbunden, in der unterschiedliche, die
Signalverarbeitung betreffende Speichersätze speicherbar sind. Neben der Möglichkeit
der Steuerung der Signalverarbeitung im Hörhilfegerät 11 durch einen kompletten Parametersatz,
der in der Speichereinheit 18 gespeichert ist, ist bei dem Hörhilfegerät 11 vorgesehen,
auch nur einzelne Einstellungen und Parameter zur Einstellung der Signalverarbeitung
an die jeweilige Hörsituation adaptiv zu verändern. Auch können gegebenenfalls bestimmte
Funktionen oder Algorithmen ein- bzw. ausgeschaltet werden. So kann bei dem Hörhilfegerät
bei erkannter Sprache ein Algorithmus zur Sprachanhebung eingestellt werden oder es
kann bei erkannten Störgeräuschen ein Algorithmus zur Störgeräuschbefreiung aktiv
geschaltet werden. Es ist somit eine Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen und
Funktionen möglich, die zumeist Auswirkungen auf die Signallaufzeit eines Signals
durch das Hörhilfegerät 11 haben. Daher wird bei dem Hörhilfegerät 11 die Signallaufzeit
unter Berücksichtigung der aktuellen Einstellungen und Funktionen automatisch ermittelt.
Hierzu weist das Hörhilfegerät 11 eine Laufzeitermittlungseinheit 19 auf. Diese umfasst
einen Signalgenerator zum Erzeugen und Einspeisen eines synthetischen Signals in den
Signalpfad. Das eingespeiste Signal durchläuft die Signalverarbeitungseinheit 13 und
wird vor der Ausgabe über den Hörer 14 abgegriffen und der Laufzeitermittlungseinheit
19 zugeführt. Vorzugsweise liegt das erzeugte Signal in einem von dem Hörgeräteträger
akustisch nicht wahrnehmbaren Frequenzbereich. Durch die Laufzeitermittlungseinheit
19 kann nun die Signallaufzeit durch die Signalverarbeitungseinheit 13 gemessen und
an die Analyse- und Steuereinheit 17 übertragen werden. Die Laufzeitmessung wird vorteilhaft
immer dann durchgeführt, wenn sich bei dem Hörhilfegerät 11 eine Parameter- oder Funktionsänderung
ergeben hat. Die ermittelten, die Signallaufzeit betreffenden Daten werden schließlich
über eine Sende- und Empfangseinheit 20 auf das zweite Hörhilfegerät (nicht dargestellt)
des Hörgerätesystems übertragen. Ebenso empfängt auch das Hörhilfegerät 11 mittels
der Sende- und Empfangseinheit 20 die augenblickliche Signallaufzeit durch die Signalverarbeitungseinheit
des zweiten Hörhilfegerätes. In der Analyse- und Steuereinheit 17 liegt somit die
Information bezüglich der Signallaufzeiten beider Hörhilfegeräte des Hörgerätesystems
vor. Bei dem Hörhilfegerät mit der kürzeren ermittelten Signallaufzeit, im Ausführungsbeispiel
das Hörhilfegerät 11, wird nachfolgend eine Signalverzögerung um die Differenz der
in beiden Hörhilfegeräten ermittelten Signallaufzeiten durchgeführt. Hierzu umfasst
das Hörhilfegerät 11 eine als Schieberegister 21 ausgebildete Verzögerungseinheit.
Bei diesem ist die Anzahl der Verzögerungstakte durch die Analyse- und Steuereinheit
17 einstellbar. Vorteilhaft wird so auch bei dieser Ausführungsform erreicht, dass
zum Durchlauf eines akustischen Eingangssignals parallel durch zwei Hörhilfegeräte
eines Hörgerätesystems die gleiche Signallaufzeit benötigt wird.
[0029] Ein weiteres Hörhilfegerät ist in Figur 3 dargestellt. Dabei zeigt ein Hörhilfegerät
22 einen zum Hörhilfegerät gemäß Figur 2 sehr ähnlichen Aufbau. Im Unterschied zu
dem Hörhilfegerät 11 gemäß Figur 2 weist das Hörhilfegerät 22 jedoch einen Taktgenerator
23 mit einstellbarer Taktfrequenz auf. Mittels des einstellbaren Taktgenerators 23
ist der Systemtakt des Hörhilfegerätes 22 einstellbar. Abhängig vom Systemtakt ist
damit die Signallaufzeit eines Signals durch das Hörhilfegerät 22 veränderbar. Wird
in analoger Weise zu dem in Figur 2 beschriebenen Hörhilfegerät festgestellt, dass
die Signallaufzeit gegenüber einem zweiten Hörhilfegerät des Hörgerätesystems länger
ist, so wird zum Ausgleich der Laufzeitdifferenz die Taktfrequenz so weit erhöht,
bis der Laufzeitunterschied ausgeglichen ist. Entsprechend wird bei einer für das
Hörhilfegerät 22 ermittelten kürzeren Signallaufzeit die Taktfrequenz des Hörhilfegerätes
22 so weit reduziert, dass die Signallaufzeiten angeglichen sind.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt neben dem Ausgleich der
Signallaufzeiten bei geänderten Einstellungen und Funktionen wenigstens eines Hörhilfegerätes
auch ein Amplitudenausgleich. Hierzu können z.B. analog zum Ausgleich der Signallaufzeiten
bei den Hörhilfegeräten 1 und 1' gemäß Figur 1 Verstärkungswerte ermittelt werden
und diesbezügliche Daten in den Speichereinheiten 6 und 6' gespeichert werden. Bei
einer Verstärkungsänderung bei einem der beiden Hörhilfegeräte infolge einer Parameter-
und/oder Funktionsänderung (z.B. Wechsel des Hörprogramms) wird dann die Verstärkung
in dem anderen Hörhilfegerät entsprechend angepasst.
[0031] Auch bei den beispielhaft in den Figuren 2 und 3 veranschaulichten Hörhilfegeräten
kann ein Amplitudenausgleich erfolgen. Hierbei wird vorteilhaft über die Messeinrichtung
19 ein Testsignal in den Signalpfad eingespeist und an einer späteren Stelle im Signalpfad,
vorzugsweise nach der Signalverarbeitungseinheit 13, wieder abgegriffen. Neben der
Signallaufzeit wird so vorteilhaft auch das Signalübertragungsverhalten hinsichtlich
der Signalamplituden gemessen. Vorzugsweise erfolgt die Messung bei unterschiedlichen
Frequenzen. So kann für unterschiedliche Frequenzen jeweils ein bestimmter Verstärkungswert
festgestellt werden. Daten bezüglich der so ermittelten Verstärkungswerte werden dann
auf das jeweils andere Hörhilfegerät des Hörgerätesystems übertragen. Nachfolgend
erfolgt ein Abgleich der Signalamplituden, wobei bei wenigstens einem der Hörhilfegeräte
die Verstärkung geändert oder Filtermittel eingestellt werden. Vorteilhaft folgt der
Abgleich der Signalamplituden unter Berücksichtigung der bei beiden Ohren gemessenen
Audiogramme. Daten bezüglich dieser Audiogramme können ebenfalls in den Speichereinheiten
18 gespeichert sein. Der Lautheitsausgleich erfolgt dann in Relation zu den Audiogrammen,
womit erreicht wird, dass beispielsweise eine durch eine Parameteränderung an einem
Hörhilfegerät hervorgerufene geringfügige Lautheitsänderung eine für den Hörgeräteträger
subjektiv gleiche Lautheitsänderung an dem anderen Hörhilfegerät bewirkt. Dadurch
werden geringfügige Lautheitsunterschiede an den beiden Ohren eines Hörgeräteträgers
unabhängig von den aktuellen Hörgeräteeinstellungen stets gleich wahrgenommen.
[0032] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Figur 4 dargestellt. Auch Figur
4 zeigt nur ein Hörhilfegerät 24 eines Hörgerätesystems mit zwei identisch aufgebauten
Hörhilfegeräten. Das Hörhilfegerät 24 umfasst zwei Mikrofone 25 und 26, deren Ausgangssignale
einer Signalvorverarbeitungseinheit 27 zugeführt sind. In der Signalvorverarbeitungseinheit
27 erfolgt eine A/D-Wandlung und eine elektrische Verschaltung der Mikrofonsignale
zur Erzeugung einer Richtmikrofoncharakteristik. Eine Filterbank 28 dient zur Aufspaltung
des elektrischen Signals in Frequenzbänder. In Signalverarbeitungseinheiten 29A, 29B,
29C und 29D erfolgt dann eine frequenzbandspezifische Signalverarbeitung der elektrischen
Signale in den einzelnen Frequenzbändern. Schließlich werden die Ausgangssignale der
Signalverarbeitungseinheiten 29A bis 29D addiert und in einer Signalnachverarbeitungseinheit
30 nachverarbeitet. Die Signalnachverarbeitung kann beispielsweise eine Endverstärkung
und D/A-Wandlung umfassen. Schließlich wird das analoge elektrische Ausgangssignal
durch einen Hörer 31 in ein akustisches Ausgangssignal zurückverwandelt. Die einzelnen
Signalverarbeitungsblöcke des Hörhilfegerätes, also die Signalvorverarbeitungseinheit
27, die Filterbank 28, die Signalverarbeitungseinheiten 29A bis 29D in den einzelnen
Kanälen sowie die Signalnachverarbeitungseinheit 30, sind im Ausführungsbeispiel zusammengefasst
als Signalverarbeitungseinheit 29 bezeichnet.
[0033] Auch bei dem Hörhilfegerät 24 in diesem Ausführungsbeispiel sind unterschiedliche
Hörprogramme zur Anpassung der Signalverarbeitung im Hörhilfegerät an unterschiedliche
Hörsituationen vorgesehen. Entsprechende Parametersätze sind in einer Speichereinheit
32 hinterlegt. Zum Erkennen der augenblicklichen Hörsituation weist das Hörhilfegerät
24 eine Signalanalyse- und Steuereinheit 33 auf, in die das elektrische Eingangssignal
vor der Aufteilung in unterschiedliche Frequenzbänder sowie das elektrische Ausgangssignal
nach Durchlauf der Signalverarbeitungseinheiten 29A bis 29D eingehen. Mittels der
Signalanalyse- und Steuereinheit 33 können beispielsweise rückkopplungsbedingte Oszillationen
in dem elektrischen Eingangssignal erkannt werden. Als Gegenmaßnahme gegen erkannte
rückkopplungsbedingte Oszillationen kann dann in einem Frequenzband, in dem die Oszillationsfrequenz
liegt, beispielsweise die Verstärkung herabgesetzt werden. Daten bezüglich dieser
Verstärkungsänderung in dem betreffenden Kanal werden dann von der Signalanalyse-
und Steuereinheit 33 erfasst und mittels einer Sende- und Empfangseinheit 34 auf das
zweite Hörhilfegerät (nicht dargestellt) übertragen. Dieses empfängt die übertragenen
Daten und senkt seinerseits die Verstärkung in dem entsprechenden Kanal mittels einer
der Signalanalyse- und Steuereinheit des Hörhilfegerätes 24 entsprechenden Signalanalyse-
und Steuereinheit. Ebenso können auch Daten bezüglich einer Verstärkungsänderung in
dem zweiten Hörhilfegerät des Hörgerätesystems auf das Hörhilfegerät 24 übertragen
werden, das mittels der Signalanalyse- und Steuereinheit 33 auf Komponenten (beispielsweise
die Signalverarbeitungseinheiten 29A bis 29D in den einzelnen Kanälen) steuernd einwirkt
und die Verstärkung bei dem Hörhilfegerät 24 entsprechend anpasst.
[0034] Die Verstärkungsänderung kann in beiden Hörhilfegeräten um den gleichen Betrag erfolgen.
Vorzugsweise erfolgt sie jedoch unter Berücksichtigung des individuellen Hörverlustes
des Hörgeräteträgers sowie der Signalübertragungskennlinien der Hörhilfegeräte. Der
Hörgeräteträger nimmt dann subjektiv die gleiche Verstärkungsreduzierung an beiden
Hörhilfegeräten wahr. Natürliche Lautheitsunterschiede in den akustischen Eingangssignalen
bleiben dadurch für den Hörgeräteträger weitgehend erhalten.
[0035] Häufig führen Parameter- oder Funktionsänderungen bei Hörhilfegeräten infolge der
aktuellen Hörsituation nicht zu vorbestimmten Verstärkungsänderungen. Dies ist beispielsweise
bei Hörhilfegeräten der Fall, bei denen nicht komplette Parametersätze zur Anpassung
an unterschiedliche Hörsituationen vorgegeben sind, sondern bei denen eine adaptive
und kontinuierliche Anpassung einzelner Parameter erfolgt. Eine Verstärkungsänderung
wird dann vorteilhaft durch eine Hörhilfegeräte interne Messung ermittelt. So kann
bei dem Hörhilfegerät gemäß Figur 4 die Verstärkungsänderung aus Messungen der Verstärkung
vor und nach einer Parameteränderung festgestellt werden. Hierzu werden das elektrische
Eingangssignal sowie das elektrische Ausgangssignal in der Signalanalyse- und Steuereinheit
33 ausgewertet. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist sowohl eine Auswertung
des Gesamteingangs- bzw. -ausgangssignals als auch der elektrischen Eingangs- und
Ausgangssignale der Signalverarbeitungseinheiten 29A bis 29D der einzelnen Kanäle
möglich, je nachdem, ob eine Parameteränderung den gesamten Frequenzbereich oder nur
Signalfrequenzen innerhalb eines Frequenzbandes betrifft.
[0036] Analog zu der Anpassung der Verstärkung können bei einem Hörgerätesystem mit zwei
Hörhilfegeräten mit einem schematischen Blockschaltbild gemäß dem beispielhaften Hörhilfegerät
24, wie in Figur 4 dargestellt, auch die Signalamplituden oder die Signallaufzeiten
der beiden Hörhilfegeräte einander angepasst werden, so dass das natürliche Richtungshören
auch bei getragenen Hörhilfegeräten erhalten bleibt. Hierbei sind für den Amplituden-
oder Laufzeitausgleich gegenüber dem Verstärkungsausgleich lediglich andere Signalanalysemethoden
in der Signalanalyse- und Steuereinheit 33 vorzusehen. So gehen dem Amplitudenausgleich
beispielsweise Amplituden- oder Pegelmessungen oder dem Laufzeitausgleich Phasen-
oder Signallaufzeitmessungen an dem Gesamtsignal oder in den einzelnen Kanälen des
Hörhilfegerätes 24 voraus. Der Ausgleich erfolgt dann vorzugsweise durch einstellbare
Filtermittel innerhalb der Signalverarbeitungseinheit 29, die durch die Signalanalyse-
und Steuereinheit 33 eingestellt werden.
[0037] Bei einer bevorzugten Variante wird zur Laufzeitmessung eine Korrelationsanalyse
durchgeführt. Hierzu sind der Signalanalyse- und Steuereinheit 33 elektrische Signale
aus hintereinanderliegenden Punkten in dem Signalpfad zwischen den Mikrofonen 25 und
26 und dem Hörer 31 zugeführt. Mittels der Korrelationsanalyse kann dann die Phasenverschiebung
und damit die Signallaufzeit auf einfache Weise ermittelt werden.
[0038] Bei einer weiteren bevorzugten Variante werden in der Signalanalyse- und Steuereinheit
zunächst die Einhüllenden der zugeführten Signale ermittelt. Auch aus dem Vergleich
der Einhüllenden in der Signalanalyse- und Auswerteeinheit 33 kann leicht auf die
Phasenverschiebung der betreffenden Signale und damit auf die Signallaufzeit zwischen
den betrachteten Punkten in dem Signalpfad des Hörhilfegerätes 24 rückgeschlossen
werden.
[0039] Die Messungen erfolgen insbesondere jeweils kurz vor sowie kurz nach Parameter- oder
Funktionsänderungen in dem Hörhilfegerät 24, um die dadurch bedingten Verstärkungs-
und/oder Amplituden- und/oder Signallaufzeitänderungen bei dem Hörhilfegerät 24 zu
erfassen, diesbezügliche Daten auf das zweite Hörhilfegerät des Hörgerätesystems zu
übertragen, dort zu empfangen, auszuwerten und schließlich die Änderungen auszugleichen.
[0040] Zusammenfassend wird festgehalten:
Bei der binauralen Versorgung eines Hörgeräteträgers mit zwei am Ohren tragbaren Hörhilfegeräten
soll das Richtungshören verbessert werden. Hierzu schlägt die Erfindung vor, jeweils
Signalamplituden und/oder Verstärkungen eines elektrischen Signals in einem Signalpfad
zwischen einem Eingangswandler und einem Ausgangswandler eines Hörhilfegerätes zu
messen und Daten bezüglich der gemessenen Signalamplituden und/oder Verstärkungen
auf das jeweils andere Hörhilfegerät zu übertragen. Dadurch können die Signalamplituden
der elektrischen Signale durch die beiden Hörhilfegeräte aneinander angepasst werden.
Damit wird durch die Hörhilfegeräte keine Amplitudenverzerrung verursacht und der
natürliche Amplitudenunterschied eines aus einer bestimmten Richtung einfallenden
Schallsignals bleiben erhalten. Somit bleibt auch die Richtungsinformation für den
Hörgeräteträger erhalten.
1. Verfahren zum Einstellen eines Hörgerätesystems mit wenigstens einem ersten (1, 11,
22, 24) und einem zweiten (1') Hörhilfegerät, die jeweils wenigstens einen Eingangswandler
(2, 2', 12, 25, 26) zur Aufnahme eines akustischen Eingangssignals und Wandlung in
ein elektrisches Signal, eine Signalverarbeitungseinheit (3, 3', 13, 29) zur Verarbeitung
des elektrischen Signals und einen Ausgangswandler (4, 4', 14, 31) zur Wandlung des
elektrischen Signals in ein Ausgangssignal umfassen und zwischen denen ein Signalpfad
(10) zur Datenübertragung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstärkung oder Verstärkungsänderung des elektrischen Signals in dem Signalpfad
zwischen dem Eingangswandler (2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler (4, 14, 31) des
ersten Hörhilfegerätes (1, 11, 22, 24) ermittelt wird und ein Signal über den Signalpfad
(10) an das zweite Hörhilfegerät (1') übertragen wird zur Anpassung der Verstärkung
des elektrischen Signals in dem Signalpfad zwischen dem Eingangswandler (2') und dem
Ausgangswandler (4') des zweiten Hörhilfegerätes (1') an die ermittelte Verstärkung
des elektrischen Signals in dem ersten Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung oder Verstärkungsänderung des elektrischen Signals für einen Teilbereich
des Signalpfades zwischen dem Eingangswandler (2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler
(4, 14, 31) des ersten Hörhilfegerätes (1, 11, 22, 24) ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung oder Verstärkungsänderung des elektrischen Signals in dem ersten
Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) automatisch ermittelt wird und ein Signal auf das zweite
Hörhilfegerät (1') übertragen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Ermitteln der Verstärkung oder Verstärkungsänderung ein Testsignal erzeugt wird,
das den Signalpfad zwischen dem Eingangswandler (2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler
(4, 14, 31) des ersten Hörhilfegerätes (1, 11, 22, 24) zumindest teilweise durchläuft.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Verstärkung oder Verstärkungsänderung Signalamplituden und/oder
Signalpegel des elektrischen Signals ermittelt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung oder Verstärkungsänderung in dem ersten (1, 11, 22, 24) und dem zweiten
(1') Hörhilfegerät ermittelt wird und jeweils ein Signal auf das andere Hörhilfegerät
übertragen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung der Verstärkung Filtermittel (9, 9') eingestellt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung und Anpassung der Verstärkung oder Verstärkungsänderung in periodischen
Abständen erfolgen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung und Anpassung der Verstärkung im Anschluss an eine Parameter- und/oder
Funktionsänderung bei wenigstens einem der Hörhilfegeräte (1, 1', 11, 22, 24) erfolgen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitung in dem ersten (1, 11, 22, 24) und dem zweiten (1') Hörhilfegerät
in mehreren parallelen Frequenzkanälen der jeweiligen Signalverarbeitungseinheit (3,
13, 29) erfolgt und die Ermittlung und Anpassung der Verstärkung jeweils in wenigstens
einem Frequenzkanal erfolgen.
11. Verfahren zum Einstellen eines Hörgerätesystems mit wenigstens einem ersten (1, 11,
22, 24) und einem zweiten (1') Hörhilfegerät, die jeweils wenigstens einen Eingangswandler
(2, 2', 12, 25, 26) zur Aufnahme eines akustischen Eingangssignals und Wandlung in
ein elektrisches Signal, eine Signalverarbeitungseinheit (3, 3', 13, 29) zur Verarbeitung
des elektrischen Signals und einen Ausgangswandler (4, 4', 14, 31) zur Wandlung des
elektrischen Signals in ein Ausgangssignal umfassen und zwischen denen ein Signalpfad
(10) zur Datenübertragung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Signalamplitude des elektrischen Signals in dem Signalpfad zwischen dem Eingangswandler
(2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler (4, 14, 31) des ersten Hörhilfegerätes (1,
11, 22, 24) ermittelt wird und ein Signal über den Signalpfad (10) an das zweite Hörhilfegerät
(1') übertragen wird zur Anpassung der Signalamplitude des elektrischen Signals in
dem Signalpfad zwischen dem Eingangswandler (2') und dem Ausgangswandler (4') des
zweiten Hörhilfegerätes (1') an die ermittelte Signalamplitude des elektrischen Signals
in dem ersten Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) .
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalamplitude des elektrischen Signals in dem ersten Hörhilfegerät (1, 11,
22, 24) automatisch ermittelt wird und ein Signal auf das zweite Hörhilfegerät (1')
übertragen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ermitteln der Signalamplitude ein Testsignal erzeugt wird, das den Signalpfad
zwischen dem Eingangswandler (2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler (4, 14, 31) des
ersten Hörhilfegerätes (1, 11, 22, 24) zumindest teilweise durchläuft.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Signalamplitude in dem ersten (1, 11, 22, 24) und dem zweiten (1') Hörhilfegerät
ermittelt wird und jeweils ein Signal auf das andere Hörhilfegerät übertragen wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung der Signalamplitude Filtermittel (9, 9') eingestellt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung und Anpassung der Signalamplitude in periodischen Abständen erfolgen.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung und Anpassung der Signalamplitude im Anschluss an eine Parameter-
und/oder Funktionsänderung bei wenigstens einem der Hörhilfegeräte (1, 1', 11, 22,
24) erfolgen.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitung in dem ersten (1, 11, 22, 24) und dem zweiten (1') Hörhilfegerät
in mehreren parallelen Frequenzkanälen der jeweiligen Signalverarbeitungseinheit (3,
13, 29) erfolgt und die Ermittlung und Anpassung der Signalamplituden jeweils in wenigstens
einem Frequenzkanal erfolgen.
19. Hörgerätesystem mit wenigstens einem ersten (1, 11, 22, 24) und einem zweiten (1')
Hörhilfegerät, die jeweils wenigstens einen Eingangswandler (2, 2', 12, 25, 26) zur
Aufnahme eines akustischen Eingangssignals und Wandlung in ein elektrisches Signal,
eine Signalverarbeitungseinheit (3, 3', 13, 29) zur Verarbeitung des elektrischen
Signals und einen Ausgangswandler (4, 4', 14, 31) zur Wandlung des elektrischen Signals
in ein Ausgangssignal umfassen und zwischen denen ein Signalpfad (10) zur Datenübertragung
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) Mittel zum Messen und Mittel zum Senden von
Daten bezüglich einer Verstärkung oder Verstärkungsänderung eines elektrischen Signals
in dem Signalpfad zwischen dem Eingangswandler (2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler
(4, 14, 31) des ersten Hörhilfegerätes (1, 11, 22, 24) und das zweite Hörhilfegerät
(1') Mittel zum Empfangen der gesendeten Daten und Mittel zur Anpassung einer Verstärkung
in dem Signalpfad zwischen dem Eingangswandler (2') und dem Ausgangswandler (4') des
zweiten Hörhilfegerätes (1') an die Verstärkung oder Verstärkungsänderung des elektrischen
Signals in dem ersten Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) umfasst.
20. Hörgerätesystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitung in dem ersten (1, 11, 22, 24) und dem zweiten (1') Hörhilfegerät
in mehreren parallelen Frequenzkanälen der jeweiligen Signalverarbeitungseinheit (3,
3', 13, 29) erfolgt und wenigsten das erste Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) Mittel zur
Ermittlung der Verstärkung oder Verstärkungsänderung und wenigstens das zweite Hörhilfegerät
(1') Mittel zur Anpassung der Verstärkung in wenigstens einem Frequenzkanal umfasst.
21. Hörgerätesystem mit wenigstens einem ersten (1, 11, 22, 24) und einem zweiten (1')
Hörhilfegerät, die jeweils wenigstens einen Eingangswandler (2, 2', 12, 25, 26) zur
Aufnahme eines akustischen Eingangssignals und Wandlung in ein elektrisches Signal,
eine Signalverarbeitungseinheit (3, 3', 13, 29) zur Verarbeitung des elektrischen
Signals und einen Ausgangswandler (4, 4', 14, 31) zur Wandlung des elektrischen Signals
in ein Ausgangssignal umfassen und zwischen denen ein Signalpfad (10) zur Datenübertragung
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) Mittel zum Messen und Mittel zum Senden von
Daten bezüglich einer Signalamplitude eines elektrischen Signals in dem Signalpfad
zwischen dem Eingangswandler (2, 12, 25, 26) und dem Ausgangswandler (4, 14, 31) des
ersten Hörhilfegerätes (1, 11, 22, 24) und das zweite Hörhilfegerät (1') Mittel zum
Empfangen der gesendeten Daten und Mittel zur Anpassung einer Signalamplitude in dem
Signalpfad zwischen dem Eingangswandler (2') und dem Ausgangswandler (4') des zweiten
Hörhilfegerätes (1') an die Signalamplitude des elektrischen Signals in dem ersten
Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) umfasst.
22. Hörgerätesystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitung in dem ersten (1, 11, 22, 24) und dem zweiten (1') Hörhilfegerät
in mehreren parallelen Frequenzkanälen der jeweiligen Signalverarbeitungseinheit (3,
3', 13, 29) erfolgt und wenigsten das erste Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) Mittel zur
Ermittlung der Signalamplitude und wenigstens das zweite Hörhilfegerät (1') Mittel
zur Anpassung der Signalamplitude in wenigstens einem Frequenzkanal umfasst.
23. Hörgerätesystem nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hörhilfegerät (1, 11, 22, 24) wenigstens eine Sendeeinheit (8, 8', 20,
34) und das zweite Hörhilfegerät (1') wenigstens eine Empfangseinheit (8') zur drahtlosen
Signalübertragung zwischen dem ersten (1, 11, 22, 24) Hörhilfegerät und dem zweiten
(1') Hörhilfegerät umfasst.
24. Hörgerätesystem nach einem der Ansprüche 21 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigsten das erste (1, 11, 22, 24) Hörhilfegerät Mittel zum Erzeugen eines Testsignals
umfasst.
1. Method for the adjustment of a hearing aid system having at least one first (1, 11,
22, 24) and a second (1') hearing aid which each comprise at least one input transducer
(2, 2', 12, 25, 26) for picking up an audible input signal and converting it into
an electrical signal, a signal processing unit (3, 3', 13, 29) for processing the
electrical signal, and an output transducer (4, 4', 14, 31) for converting the electrical
signal into an output signal, and between which a signal path (10) is provided for
the purpose of data transmission, characterized in that a gain or gain change of the electrical signal is ascertained in the signal path
between the input transducer (2, 12, 25, 26) and the output transducer (4, 14, 31)
of the first hearing aid (1, 11, 22, 24) and a signal is transmitted via the signal
path (10) to the second hearing aid (1') for the purpose of matching the gain of the
electrical signal in the signal path between the input transducer (2') and the output
transducer (4') of the second hearing aid (1') to the ascertained gain of the electrical
signal in the first hearing aid (1, 11, 22, 24).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the gain or gain change of the electrical signal is ascertained for a subregion of
the signal path between the input transducer (2, 12, 25, 26) and the output transducer
(4, 14, 31) of the first hearing aid (1, 11, 22, 24).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the gain or gain change of the electrical signal is automatically ascertained in
the first hearing aid (1, 11, 22, 24) and a signal is transmitted to the second hearing
aid (1').
4. Method according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that the gain or gain change is ascertained by producing a test signal which at least
partially transits the signal path between the input transducer (2, 12, 25, 26) and
the output transducer (4, 14, 31) of the first hearing aid (1, 11, 22, 24).
5. Method according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that the gain or gain change is ascertained by ascertaining signal amplitudes and/or signal
levels of the electrical signal.
6. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the gain or gain change is ascertained in the first (1, 11, 22, 24) and the second
(1') hearing aid and a respective signal is transmitted to the other hearing aid.
7. Method according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that the gain is matched by adjusting filter means (9, 9').
8. Method according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that the gain or gain change is ascertained and matched at periodic intervals.
9. Method according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that the gain is ascertained and matched subsequent to a parameter and/or function change
in at least one of the hearing aids (1, 1', 11, 22, 24).
10. Method according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that the signal processing in the first (1, 11, 22, 24) and the second (1') hearing aid
is effected in a plurality of parallel frequency channels of the respective signal
processing unit (3, 13, 29), and the gain is ascertained and matched in at least one
frequency channel in each case.
11. Method for the adjustment of a hearing aid system having at least one first (1, 11,
22, 24) and a second (1') hearing aid which each comprise at least one input transducer
(2, 2', 12, 25, 26) for picking up an audible input signal and converting it into
an electrical signal, a signal processing unit (3, 3', 13, 29) for processing the
electrical signal, and an output transducer (4, 4', 14, 31) for converting the electrical
signal into an output signal, and between which a signal path (10) is provided for
the purpose of data transmission, characterized in that a signal amplitude of the electrical signal is ascertained in the signal path between
the input transducer (2, 12, 25, 26) and the output transducer (4, 14, 31) of the
first hearing aid (1, 11, 22, 24), and a signal is transmitted via the signal path
(10) to the second hearing aid (1') for the purpose of matching the signal amplitude
of the electrical signal in the signal path between the input transducer (2') and
the output transducer (4') of the second hearing aid (1') to the ascertained signal
amplitude of the electrical signal in the first hearing aid (1, 11, 22, 24).
12. Method according to Claim 11, characterized in that the signal amplitude of the electrical signal is automatically ascertained in the
first hearing aid (1, 11, 22, 24) and a signal is transmitted to the second hearing
aid (1').
13. Method according to Claim 11 or 12, characterized in that the signal amplitude is ascertained by producing a test signal which at least partially
transits the signal path between the input transducer (2, 12, 25, 26) and the output
transducer (4, 14, 31) of the first hearing aid (1, 11, 22, 24).
14. Method according to one of Claims 11 to 13,
characterized in that the signal amplitude is ascertained in the first (1, 11, 22, 24) and the second (1')
hearing aid and a respective signal is transmitted to the other hearing aid.
15. Method according to one of Claims 11 to 14,
characterized in that the signal amplitude is matched by adjusting filter means (9, 9').
16. Method according to one of Claims 11 to 15,
characterized in that the signal amplitude is ascertained and matched at periodic intervals.
17. Method according to one of Claims 11 to 16,
characterized in that the signal amplitude is ascertained and matched subsequent to a parameter and/or
function change in at least one of the hearing aids (1, 1', 11, 22, 24).
18. Method according to one of Claims 11 to 17,
characterized in that the signal processing in the first (1, 11, 22, 24) and the second (1') hearing aid
is effected in a plurality of parallel frequency channels of the respective signal
processing unit (3, 13, 29), and the signal amplitudes are ascertained and matched
in at least one frequency channel in each case.
19. Hearing aid system having at least one first (1, 11, 22, 24) and a second (1') hearing
aid which each comprise at least one input transducer (2, 2', 12, 25, 26) for picking
up an audible input signal and converting it into an electrical signal, a signal processing
unit (3, 3', 13, 29) for processing the electrical signal, and an output transducer
(4, 4', 14, 31) for converting the electrical signal into an output signal, and between
which a signal path (10) is provided for the purpose of data transmission,
characterized in that the first hearing aid (1, 11, 22, 24) comprises means for measuring and means for
sending data regarding a gain or gain change of an electrical signal in the signal
path between the input transducer (2, 12, 25, 26) and the output transducer (4, 14,
31) of the first hearing aid (1, 11, 22, 24), and the second hearing aid (1') comprises
means for receiving the sent data and means for matching a gain in the signal path
between the input transducer (2') and the output transducer (4') of the second hearing
aid (1') to the gain or gain change of the electrical signal in the first hearing
aid (1, 11, 22, 24).
20. Hearing aid system according to Claim 19, characterized in that the signal processing in the first (1, 11, 22, 24) and the second (1') hearing aid
is effected in a plurality of parallel frequency channels of the respective signal
processing unit (3, 3', 13, 29), and at least the first hearing aid (1, 11, 22, 24)
comprises means for ascertaining the gain or gain change, and at least the second
hearing aid (1') comprises means for matching the gain in at least one frequency channel.
21. Hearing aid system having at least one first (1, 11, 22, 24) and a second (1') hearing
aid which each comprise at least one input transducer (2, 2', 12, 25, 26) for picking
up an audible input signal and converting it into an electrical signal, a signal processing
unit (3, 3', 13, 29) for processing the electrical signal, and an output transducer
(4, 4', 14, 31) for converting the electrical signal into an output signal, and between
which a signal path (10) is provided for the purpose of data transmission,
characterized in that the first hearing aid (1, 11, 22, 24) comprises means for measuring and means for
sending data regarding a signal amplitude of an electrical signal in the signal path
between the input transducer (2, 12, 25, 26) and the output transducer (4, 14, 31)
of the first hearing aid (1, 11, 22, 24), and the second hearing aid (1') comprises
means for receiving the sent data and means for matching a signal amplitude in the
signal path between the input transducer (2') and the output transducer (4') of the
second hearing aid (1') to the signal amplitude of the electrical signal in the first
hearing aid (1, 11, 22, 24).
22. Hearing aid system according to Claim 21, characterized in that the signal processing in the first (1, 11, 22, 24) and the second (1') hearing aid
is effected in a plurality of parallel frequency channels of the respective signal
processing unit (3, 3', 13, 29), and at least the first hearing aid (1, 11, 22, 24)
comprises means for ascertaining the signal amplitude, and at least the second hearing
aid (1') comprises means for matching the signal amplitude in at least one frequency
channel.
23. Hearing aid system according to Claim 21 or 22,
characterized in that the first hearing aid (1, 11, 22, 24) comprises at least one transmission unit (8,
8', 20, 34), and the second hearing aid (1') comprises at least one reception unit
(8'), for the wireless signal transmission between the first (1, 11, 22, 24) hearing
aid and the second (1') hearing aid.
24. Hearing aid system according to one of Claims 21 to 23,
characterized in that at least the first (1, 11, 22, 24) hearing aid comprises means for producing a test
signal.
1. Procédé de réglage d'un système de prothèses auditives, comprenant au moins une première
( 1, 11, 22, 24 ) et une deuxième (1') prothèses auditives, qui comprennent respectivement
au moins un convertisseur ( 2, 2', 12, 25, 26 ) d'entrée, pour la réception d'un signal
acoustique d'entrée et sa transformation en un signal électrique, une unité ( 3, 3',
13, 29 ) de traitement du signal, pour le traitement du signal électrique, et un convertisseur
( 4, 4', 14, 31 ) de sortie, pour la transformation du signal électrique en un signal
de sortie, et entre lesquels est prévu un trajet pour le signal pour la transmission
de données,
caractérisé en ce qu'on détermine une amplification ou une variation d'amplification du signal électrique
dans le trajet pour le signal entre le convertisseur ( 2, 12, 25, 26 ) d'entrée et
le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie de la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 )
auditive, et on transmet un signal à la deuxième prothèse (1') auditive par l'intermédiaire
du trajet ( 10 ) pour le signal, pour adapter l'amplification du signal électrique
dans le trajet pour le signal, entre le convertisseur ( 2' ) d'entrée et le convertisseur
( 4' ) de sortie de la deuxième prothèse ( 1' ) auditive, à l'amplification déterminée
du signal électrique dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce qu'on détermine l'amplification ou la variation d'amplification du signal électrique
pour une zone partielle du trajet pour le signal entre le convertisseur ( 2, 12, 25,
26 ) d'entrée et le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie de la première prothèse
( 1, 11, 22, 24 ) auditive.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'on détermine automatiquement l'amplification ou une variation d'amplification du signal
électrique dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive et on transmet un
signal à la deuxième prothèse ( 1' ) auditive.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que, pour la détermination de l'amplification et d'une variation d'amplification, on
produit un signal test, qui parcourt au moins en partie le trajet pour le signal entre
le convertisseur ( 2, 12, 25, 26 ) d'entrée et le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie
de la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que, pour la détermination de l'amplification ou d'une variation d'amplification, on
détermine des amplitudes de signal et/ou des niveaux de signal du signal électrique.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'on détermine l'amplification ou une variation d'amplification dans la première prothèse
( 1, 11, 22, 24 ) auditive et dans la deuxième prothèse ( 1' ) auditive et on transmet
respectivement un signal à l'autre prothèse auditive.
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'on met des moyens ( 9, 9' ) de filtrage, pour l'adaptation de l'amplification.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'on effectue la détermination et l'adaptation de l'amplification ou d'une variation
d'amplification à des intervalles périodiques.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'on effectue la détermination et l'adaptation de l'amplification à la suite d'une variation
de paramètre et/ou de fonction, pour au moins l'une des prothèses ( 1, 1', 11, 22,
24 ) auditives.
10. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce qu'on effectue le traitement du signal dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive
et dans la deuxième prothèse (1') auditive dans plusieurs canaux de fréquence parallèles
de l'unité (3, 13 29 ) respective de traitement du signal et on effectue la détermination
et l'adaptation de l'amplification respectivement dans au moins un canal de fréquence.
11. Procédé de réglage d'un système de prothèses auditives ayant au moins une première
prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive et une deuxième prothèse (1') auditive, qui comprennent
respectivement au moins un convertisseur ( 2, 2', 12, 25, 26 ) d'entrée, pour la réception
d'un signal acoustique d'entrée et sa transformation en un signal électrique, une
unité ( 3, 3', 13, 29 ) de traitement du signal, pour le traitement du signal électrique,
et un convertisseur ( 4, 4', 14, 31 ) de sortie, pour la transformation du signal
électrique en un signal de sortie, et entre lesquels est prévu un trajet, pour le
signal pour la transmission de données,
caractérisé en ce qu'on détermine une amplitude du signal électrique dans le trajet pour le signal entre
le convertisseur ( 2, 12, 25, 26 ) d'entrée et le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie
de la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive, et on transmet un signal à la
deuxième prothèse ( 1' ) auditive par l'intermédiaire du trajet ( 10 ) pour le signal,
pour l'adaptation de l'amplitude du signal électrique dans le trajet pour le signal,
entre le convertisseur ( 2' ) d'entrée et le convertisseur ( 4' ) de sortie de la
deuxième prothèse ( 1' ) auditive, à l'amplitude déterminée du signal électrique dans
la première prothèse (1, 11, 22, 24) auditive.
12. Procédé suivant la revendication 11,
caractérisé en ce qu'on détermine automatiquement l'amplitude du signal électrique dans la première prothèse
( 1, 11, 22, 24 ) auditive et on transmet un signal à la deuxième prothèse ( 1' )
auditive.
13. Procédé suivant la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que, pour déterminer l'amplitude du signal, on produit un signal test, qui parcourt au
moins en partie le trajet pour le signal entre le convertisseur ( 2, 12, 25, 26 )
d'entrée et le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie de la première prothèse ( 1,
11, 22, 24 ) auditive.
14. Procédé suivant l'une des revendications 11 à 13,
caractérisé en ce qu'on détermine l'amplitude du signal dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive
et dans la deuxième prothèse (1') auditive et on transmet respectivement un signal
à l'autre prothèse auditive.
15. Procédé suivant l'une des revendications 11 à 14,
caractérisé en ce qu'on met des moyens ( 9, 9' ) de filtrage, pour l'adaptation de l'amplification.
16. Procédé suivant l'une des revendications 11 à 15,
caractérisé en ce qu'on effectue la détermination et l'adaptation de l'amplification ou d'une variation
d'amplification à des intervalles périodiques.
17. Procédé suivant l'une des revendications 11 à 16,
caractérisé en ce qu'on effectue la détermination et l'adaptation de l'amplitude du signal à la suite d'une
variation de paramètre et/ou de fonction dans au moins l'une des prothèses ( 1, 1',
11, 22, 24 ) auditives.
18. Procédé suivant l'une des revendications 11 à 17,
caractérisé en ce qu'on effectue le traitement du signal dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive
et dans la deuxième prothèse ( 1' ) auditive dans plusieurs canaux de fréquence parallèles
de l'unité ( 3, 13, 29 ) respective de traitement du signal et on effectue la détermination
et l'adaptation des amplitudes du signal respectivement dans au moins un canal de
fréquence.
19. Système de prothèses comprenant au moins une première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive
et une deuxième prothèse ( 1' ) auditive, qui comprennent respectivement au moins
un convertisseur ( 2, 2', 12, 25, 26 ) d'entrée, pour la réception d'un signal acoustique
d'entrée et sa transformation en un signal électrique, une unité ( 3, 3', 13, 29 )
de traitement du signal, pour le traitement du signal électrique, et un convertisseur
( 4, 4', 14, 31 ) de sortie, pour la transformation du signal électrique en un signal
de sortie, et entre lesquels est prévu un trajet pour le signal pour la transmission
de données,
caractérisé en ce que la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive comprend des moyens de mesure et
des moyens d'envoi de données se rapportant à une amplification ou à une variation
d'amplification d'un signal électrique dans le trajet pour le signal entre le convertisseur
( 2, 12, 25, 26 ) d'entrée et le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie de la première
prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive et la deuxième prothèse ( 1' ) auditive comprend
des moyens de réception des données émises et des moyens d'adaptation d'une amplification,
dans le trajet pour le signal entre le convertisseur ( 2' ) d'entrée et le convertisseur
( 4' ) de sortie de la deuxième prothèse ( 1' ) auditive, à l'amplification ou à la
variation d'amplification du signal électrique dans la première prothèse ( 1, 11,
22, 24 ) auditive.
20. Système de prothèse suivant la revendication 19,
caractérisé en ce que le traitement du signal dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive et dans
la deuxième prothèse ( 1' ) auditive est effectué dans plusieurs canaux de fréquence
parallèles de l'unité ( 3, 3', 13, 29 ) respective de traitement du signal et au moins
la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive comprend des moyens de détermination
de l'amplification d'une variation d'amplification et au moins la deuxième prothèse
( 1' ) auditive comprend des moyens d'adaptation de l'amplification dans au moins
un canal de fréquence.
21. Système de prothèses comprenant au moins une première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive
et une deuxième prothèse ( 1' ) auditive, qui comprennent respectivement au moins
un convertisseur ( 2, 2', 12, 25, 26 ) d'entrée, pour la réception d'un signal acoustique
d'entrée et sa transformation en un signal électrique, une unité ( 3, 3', 13, 29 )
de traitement du signal, pour le traitement du signal électrique, et un convertisseur
( 4, 4', 14, 31 ) de sortie, pour la transformation du signal électrique en un signal
de sortie, et entre lesquels est prévu un trajet pour le signal pour la transmission
de données,
caractérisé en ce que la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive comprend des moyens de mesure et
des moyens d'émission de données se rapportant à une amplitude d'un signal électrique
dans le trajet pour le signal entre le convertisseur ( 2, 12, 25, 26 ) d'entrée et
le convertisseur ( 4, 14, 31 ) de sortie de la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 )
auditive et la deuxième prothèse ( 1' ) auditive comprend des moyens de réception
des données émises et des moyens d'adaptation d'une amplitude du signal dans le trajet
pour le signal, entre le convertisseur ( 2' ) d'entrée et le convertisseur ( 4' )
de sortie de la deuxième prothèse ( 1' ) auditive, à l'amplitude du signal électrique
dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive.
22. Système de prothèse suivant la revendication 21,
caractérisé en ce que le traitement du signal dans la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive et dans
la deuxième prothèse ( 1' ) auditive s'effectue dans plusieurs canaux de fréquence
parallèles de l'unité ( 3, 3', 13, 29 ) respective de traitement du signal et au moins
la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive comprend des moyens de détermination
de l'amplitude du signal et au moins la deuxième prothèse ( 1' ) auditive comprend
des moyens d'adaptation de l'amplitude du signal dans au moins un canal de fréquence.
23. Système de prothèse suivant la revendication 21 ou 22,
caractérisé en ce que la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive comprend au moins une unité ( 8,
8', 20, 34 ) d'émission et la deuxième prothèse ( 1' ) auditive comprend au moins
une unité ( 8' ) de réception pour la transmission sans fil du signal entre la première
prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive et la deuxième prothèse ( 1' ) auditive.
24. Système de prothèse suivant l'une des revendications 21 à 23,
caractérisé en ce qu'au moins la première prothèse ( 1, 11, 22, 24 ) auditive comprend des moyens de production
d'un signal de test.
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