[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Folien mit photokatalytisch aktiver Oberfläche
und ihre Verwendung.
[0002] Folien finden seit vielen Jahren umfangreiche Anwendungen auch im Außenbereich. Zum
einen finden Folien als solche z.B. als Planen, Markisen, Schwimmbadfolie oder Jalousien
Einsatz, zum anderen werden sie als Beschichtung von Profilen oder Platten für Fenster,
Türen, Rollläden, Klappläden, Fassadenelemente und anderen Bauelementen eingesetzt.
[0003] Die ersten Fenster aus Hart-Polyvinylchlorid (PVC) Profilen, wurden vor fast 50 Jahren
auf den Markt gebracht. PVC-Profile haben große Vorteile im Hinblick auf die leichte
Herstellbarkeit durch Extrusion, niedrige Kosten und gute Gebrauchseigenschaften.
Der Anteil von PVC-Fenstern beträgt in Deutschland mehr als 50%, in Europa liegt er
etwas darunter.
[0004] Es ist bekannt, auf die Oberfläche von Gegenständen wie z.B. Fensterprofilen, Türen,
Gestellen, Gehäusen aus Kunststoff, Holz, Holzwerkstoffen, Metallen oder ähnlichen
Werkstoffen eine eingefärbte oder gemusterte Oberflächenfolie aufzubringen, um auf
diese Weise zum einen die Oberfläche der Gegenstände gegen schädliche Einflüsse, beispielsweise
eine Verfärbung durch Licht und andere Wettereinwirkung oder vor mechanischen Einwirkungen,
zu schützen, zum anderen die Oberfläche ansprechender zu gestalten. Beispielsweise
kann durch Oberflächenkaschierung mit einer gemusterten Folie der Eindruck wertvollen
Holzes erzeugt werden, auch wenn tatsächlich ein Ausgangsmaterial verwendet wird,
das auf Grund seiner Beschaffenheit, Struktur, Oberfläche oder Farbe nicht geeignet
wäre.
[0005] Derartige Oberflächenfolien müssen verschiedenste Anforderungen erfüllen. So bieten
sie mechanischen Schutz, Schutz vor Angriffen von Agenzien aller Art, z.B. Wasser
und Feuchtigkeit, bei Anwendungen im Freien, Schutz vor Wetter und Licht.
[0006] In den letzten Jahren ist in anderen Bereichen wie Glas oder Keramik eine weitere
Vergütung der Oberfläche erreicht worden, indem die Oberfläche mittels einer feinen
Strukturierung mit einem Selbstreinigungseffekt, auch Lotuseffekt genannt, versehen
werden konnte. In Anlehnung an die bei Lotuspflanzen gefundene Oberfläche werden hierbei
Strukturen aufgebracht, die im Zusammenwirken mit der Oberflächenspannung eine Benetzung
der Oberfläche mit Wasser verhindern. Dadurch wird bei Regen oder Abspülen mit Wasser
die Oberfläche von allen aufliegenden Partikeln gereinigt und wirkt stets oder zumindest
sehr viel länger sauber.
[0007] Im Bezug auf Gläser, Keramik, aber auch Fassadenfarbe oder Putz ist dieses Prinzip
durchaus wirksam. Versuche einer Übertragung auf die Kaschierfolien für Fenster scheiterten
jedoch. Bereits nach kurzer Zeit der Beanspruchung in der Praxis werden die Oberflächenstrukturen
an dem Kunststoff zerstört.
[0008] Ein weiterer Ansatz zur Schaffung von selbstreinigenden Oberflächen beruht auf dem
Einsatz von Photokatalyse, mit welcher z.B. bei Ziegeln oder Bauteilen aus Zement
die oberflächlichen Verschmutzungen durch chemische Reaktion, initiiert von Sonnenlicht
und einem geeigneten Katalysator, beseitigt oder zumindest aufgehellt werden. Der
gängigste Katalysator ist Titandioxid.
[0009] Auch dieser Ansatz versagt bei den üblichen Kaschierfolien aus Polyvinylchlorid (PVC),
Acrylnitrilbutadienstyrol-Copolymeren (ABS) und ähnlichen gebräuchlichen Materialien,
da diese durch den photochemischen Angriff depolymerisiert werden und dabei z.B. vergilben,
spröde werden oder reißen. Bei dem weit verbreiteten Einsatz von Titandioxid als Farbpigment
in Kunststoffen wird aus diesem Grund eine Beschichtung mit Silizium- und Aluminiumverbindungen
vorgenommen, um bei Anwendungen im Freien den Angriff auf den Kunststoff zu verhindern.
[0010] Die Anforderungen an Folien, welche sich zur Kaschierung von Fensterprofilen und
anderen, der Bewitterung ausgesetzten, Teilen eignen sollen, sind hoch. Insbesondere
Witterungseinflüsse, wie starke Erwärmung im Sonnenlicht, UV-Strahlung, sowie Temperatur-
und Feuchtigkeitswechsel beanspruchen die Folien stark. Sie müssen dennoch über Jahrzehnte
ein einwandfreies Aussehen bewahren, zuverlässig mit den Profilen aus PVC, oder auch
Holz, Metall oder anderen Kunststoffen wie Polyolefinen und ABS, verbindbar sein und
dauerhaft mechanischen Belastungen standhalten, z.B. kratzbeständig sein.
[0011] Es besteht die Aufgabe, solche Folien mit einer selbstreinigenden Oberfläche auszustatten.
[0012] Überraschend wurde nun gefunden, dass es möglich ist, Mehrschichtfolien mit einer
photokatalytisch aktiven Oberflächenschicht bereitzustellen, wenn der Photokatalysator
in eine Folie bzw. Folienlage auf Basis von Methacrylatpolymeren eingebracht wird.
[0013] Die obige Aufgabe wird daher gelöst durch eine Folie, umfassend eine mit einem Profil
verbindbare Substratschicht, eine Sperrschicht und eine Oberflächenschicht, basierend
auf einem Polymethacrylat, wobei die Oberflächenschicht 0,1 bis 15 Gew.-% eines Photokatalysators,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht, enthält.
[0014] Der Begriff "basierend auf" bedeutet im Rahmen der vorliegenden Erfindung in Bezug
auf die Zusammensetzung von Folien bzw. Folienschichten, dass die genannte Folie bzw.
Folienschicht im wesentlichen aus dem genannten Polymer oder der genannten Polymermischung
besteht, wobei übliche Additive, Füllstoffe etc. in den jeweils bekannten Mengen und
in einem nebengeordneten Anteil von bis zu 50 Gew.-%, in der Regel nicht mehr als
20 Gew.-% und insbesondere nicht mehr als 10 Gew.-% andere Polymere zugesetzt sein
können. Im Speziellen sind (abgesehen von z.B. herstellungsbedingten Verunreinigungen)
gar keine anderen Polymere enthalten.
[0015] Soweit nichts anderes angegeben ist, umfasst der Begriff Polymer Homo- und Copolymere
sowie Mischungen aus zwei oder mehr Polymeren. In der Regel weisen Polymere eine Molmasse
von mindestens 10.000, typischerweise von einigen 10.000 bis einigen 100.000 g/mol
auf. Bei Copolymeren kann es sich z.B. um statistische, alternierende, Block- sowie
Pfropfcolpolymere handeln.
[0016] Der Begriff "Folie" bezeichnet im Rahmen der vorliegenden Erfindung flächige Gebilde,
deren Breite und Länge die Dicke um ein vielfaches übersteigt. Die Dicke beträgt in
der Regel unter einem Millimeter bis hin zu wenigen Mikrometern.
[0017] Sofern nichts Spezielles angegeben ist, kann eine Folie einschichtig oder mehrschichtig,
z.B. zwei-, drei- oder vierschichtig sein. Die einzelnen Schichten oder Lagen können
durch Kalandrieren, Extrusion, Koextrusion, Extrusionsbeschichtung hergestellt und/oder
durch verschiedene Laminierverfahren, wie Kleben, Thermobonding und Ähnliches, verbunden
sein. Die Verbindung erfolgt beim Laminieren über die ganze oder im wesentlichen ganze
Fläche.
[0018] Mit dem Begriff "Profil" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein konstruktives
Bauteil wie z.B. ein Fensterprofil, Türrahmen, Zaunelement. Geländer, Gehäuse, Wandelement,
Möbel etc. verstanden. Die Profile basieren vorzugsweise auf PVC, können aber auch
auf anderen Kunststoffen basieren oder aus Holz, Metall oder zwei oder mehreren der
genannten Materialien bestehen. So ist bei Fensterprofilen Aluminium und/oder PVC
ein typischer Werkstoff.
[0019] Die erfindungsgemäße Folie soll nach an sich üblichen Verfahren auf solche Profile
aufkaschiert werden können. Dies legt die Anforderungen an die mechanischen Folieneigenschaften
fest und bestimmt auch die möglichen Materialien für die unterste, mit dem Profil
zu verbindende Schicht der Folie.
[0020] Die erfindungsgemäße Folie weist mindestens drei Schichten auf, eine erste mit dem
Profil verbindbare Schicht, die als Substratschicht bezeichnet wird, eine oberste
Schicht, welche die äußere Oberfläche der Folie bildet, und eine Zwischenschicht,
die als Sperrschicht bezeichnet wird. Es können weitere Schichten hinzukommen, wobei
entweder die Funktion einer Schicht durch zwei Lagen übernommen wird oder aber die
weitere(n) Schicht(en) eigene Funktionen haben.
[0021] Es hat sich außerdem herausgestellt, dass die erfindungsgemäßen Folien auch an sich
vorteilhaft z.B. als Plane verwendet werden können. So lassen sich LKW-Planen, Markisen,
Zeltplanen und viele Planen für Anwendungen im Freien mehr mit einer Selbstreinigungsfunktion
ausstatten. In diesem Fall übernimmt die Substratschicht die Trageigenschaften, d.h.
sie stellt sicher, dass die mechanischen Anforderungen erfüllt sind. Alternativ kann
auch eine zusätzliche Tragschicht vorgesehen sein.
[0022] Die Substratschicht wird bei Kaschierfolien erfindungsgemäß so ausgewählt, dass sie
in den üblichen Kaschierverfahren mit dem Profil verbindbar ist. Je nach Material
des Profils eignen sich dazu naturgemäß verschiedene Polymere. Bei Kunststoffprofilen
enthält die Substratschicht in einer bevorzugten Ausführungsform denselben Kunststoff
wie das Profil.
[0023] Für Profile, die auf PVC basieren, eignen sich besonders Substratschichten, die auf
PVC, Acrylaten, Styrolpolymeren, Acrylnitril-Styrol-Acrylat-Terpolymeren, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Terpolymeren
oder Polyolefinen basieren. Die Substratschicht übernimmt die dekorativen Funktionen
der Kaschierfolie und ist daher in der Regel pigmentiert und/oder bedruckt.
[0024] Die Dicke der Substratschicht liegt in der Regel im Bereich von 25 bis 1000 µm, vorzugsweise
von 60 bis 1000 µm. Die Substratschicht kann neben den Pigmenten auch übliche Additive,
Füllstoffe etc. enthalten.
[0025] Gut geeignet sind beispielsweise Substratschichten auf Basis von PVC mit einem k-Wert
im Bereich von 60 bis 90 oder auch Gemische solcher Polyvinylchloride. Typischerweise
werden 65 bis 100 Teile PVC mit 35 bis 0 Teilen Weichmacher gemischt und auf 100 Teile
dieser Mischung 1 bis 5 Teile Stabilisator und/oder 0,1 bis 1,5 Teile Gleitmittel
zugefügt. Zur Pigmentierung werden 1,0 bis 15 Gewichtsteile Pigment oder Pigmentgemisch
beigemischt. Eine typische Rezeptur ist:
| PVC (z.B. k-Wert 65) |
65 bis 100 Teile |
| Weichmacher (z.B. Phthalat) |
35 bis 0 Teile |
| Stabilisator (z.B. Ba/Zn, Ca/Zn, Sn) |
2 Teile |
| Gleitmittel (z.B. Fettsäurederivat) |
0,7 Teile |
| Pigmente |
1 bis 15 Teile |
[0026] Ebenfalls gut geeignet sind Substratschichten auf Acrylatbasis, beispielsweise aus
einem Blend von Polymethylmethacrylat und Polybutylacrylat. Hier werden typischerweise
auf 100 Teile Polymer 1 Teil Antioxidantien und/oder 1 Teil Gleitmittel sowie 1 bis
15 Teile Pigment oder Pigmentgemisch eingesetzt. Eine typische Rezeptur ist:
| Blend PMMA/PBA |
95 Teile |
| PMMA (Molgewicht 80.000 - 200.000 g/mol) |
5 Teile |
| Antioxidantien |
1 Teil |
| Gleitmittel |
1 Teil |
| Pigmente |
1 bis 15 Teile |
[0027] Die Sperrschicht basiert vorzugsweise auf einem Polymethacrylat. Als Polymethacrylat
eignen sich beispielsweise Polymethylmethacrylat und andere Polymethacrylate, sowie
insbesondere Mischungen verschiedener Polymethacrylate und/oder Methacrylat-Copolymere.
[0028] Vorzugsweise enthält die Sperrschicht eine oder mehrere UV-Strahlung absorbierende
Substanzen, wie eine Pigmentierung mit organischen UV-Absorbern, beschichtetem feinteiligen
ZnO, SiO
2. Weiterhin können Additive wie z.B. Pigmentbenetzer, Verlaufsmittel und/oder Füllstoffe
enthalten sein. Eine typische Rezeptur ist:
| PMMA (z.B. Molgewicht 300.000 g/mol) |
75 Teile |
| PMMA (z.B. Molgewicht 80.000 g/mol) |
25 Teile |
| Antioxidantien |
1,5 Teile |
| UV-Absorber (organisch) |
1 Teil |
| UV-Absorber (anorganisch) |
3,5 Teile |
[0029] Diese Sperrschicht lässt sich als Lack auftragen, beispielsweise 25 Gew.-% PMMA gelöst
in einem Gemisch von Ethylacetat/Methylethylketon/Butylacetat.
[0030] Die Dicke der Sperrschicht ist so bemessen, dass die vom Photokatalysator in der
Oberflächenschicht abgegebene Energie ebenso wie UV-Strahlung des Sonnenlichtes nicht
zu der darunter liegenden Substratschicht gelangen. Damit wird diese effektiv geschützt
und kann im Material an die mechanisch-technischen und dekorativen Erfordernisse angepasst
werden. Dicken von 1 bis 50 µm haben sich bewährt.
[0031] Die Oberflächenschicht basiert auf Polymethacrylat und enthält den Photokatalysator.
Die Dicke liegt typischerweise im Bereich von 10 bis 50 µm. Neben dem Photokataysator
können auch übliche Additive, UV-Absorber, Füllstoffe etc. enthalten sein, beispielsweise
0,1 bis 2,0 Gew.-% beschichtetes oder unbeschichtetes ZnO und/oder 0,1 bis 5,0 Gew.-%
SiO
2. Gewünschtenfalls können auch Pigmente und/oder Farbstoffe enthalten sein. Eine typische
Rezeptur für die Oberflächenschicht ist:
| PMMA (Molgewicht 300.000 g/mol) |
80 Teile |
| PMMA (Molgewicht 80.000 g/mol) |
20 Teile |
| Photokatalysator (Titandioxid) |
3,5 Teile |
| Antioxidantien |
1,5 Teile |
[0032] Diese Schicht lässt sich gut als Lack auftragen, beispielsweise 20 Gew.-% PMMA gelöst
in einem Gemisch von Ethylacetat/Methylethylketon/Butylacetat.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform kann die Oberflächenschicht ihrerseits mehrlagig,
z.B. zweilagig ausgebildet sein, wobei eine oberste Lage mit einem höheren Photokatalysatorgehalt
und eine darunter liegende Lage mit einem geringeren Photokatalysatorgehalt vorhanden
ist.
[0034] In diesem Fall kann eine oberste Lage z.B. aus 100 Teilen PMMA mit einem Molgewicht
von 80 000 g/mol und 10 Teilen Photokatalysator bestehen. Eine solche Schicht lässt
sich gut als Lack auftragen, beispielsweise 30 Gew.-% PMMA gelöst in einem Gemisch
von Ethylacetat/Methylethylketon/Butylacetat. In einer solchen Schicht kann auch ein
depolymerisierender Zusatz vorgesehen werden, um die photokatalytische Aktivität durch
schnellere Freilegung von Katalysatorpartikeln zu steigern.
[0035] Der Photokatalysator wird durch Sonnenstrahlung angeregt und initiiert dann die Zersetzung
von anhaftenden Verunreinigungen bzw. die Bildung von Radikalen aus Wasser und Luftsauerstoff,
welche ihrerseits die Zersetzung von anhaftenden Verunreinigungen initiieren.
[0036] Als Photokatalysator eignet sich insbesondere feinteiliges Titandioxid, d.h. Titandioxid
in der Rutil- oder Anatasmodifikation mit Teilchengrößen im Bereich von 1 bis 100
nm, vorzugsweise 10 nm bis 100 nm. Selbstverständlich darf das Titandioxid nicht mit
einer Beschichtung (Coating) versehen sein, welche die photokatalytische Aktivität
blockiert, insbesondere handelt es sich um unbeschichtetes Titandioxid. Es ist auch
möglich, Mischungen verschiedener Photokatalysatoren zu verwenden.
[0037] Etwaige Verfärbungen durch den Photokatalysator oder andere Bestandteile lassen sich
in an sich bekannter Weise, wie durch Zusatz von Pigmenten, korrigieren.
[0038] Die Substrat- und/oder Sperrschicht kann ebenfalls aus zwei oder mehreren verschiedenen
Lagen bestehen. So kann z.B. die Sperrschicht aus zwei Lagen bestehen, wobei die Zusammensetzungen
der Lagen verschieden sind und dadurch die Haftung mit der jeweils benachbarten Schicht
optimiert ist.
[0039] Die erfindungsgemäßen Kaschierfolien sind witterungsbeständig, d.h. sie zeigen auch
bei Einwirkung von UV-Strahlung, hohen und tiefen Temperaturen sowie Feuchtigkeit
und Wasser keine wesentlichen Änderungen der Eigenschaften. Die Folien weisen typischerweise
folgende Eigenschaften auf:
| Dicke (DIN EN ISO 2286-3, Druckstempel Durchmesser 10 mm mit planebener Fläche, Druck
50 kPa, Messung über Prägung) |
200 µm |
| Bruchspannung (DIN EN ISO 527-3) |
> 15 MPa, vorzugsweise > 20 MPa |
| Bruchdehnung (DIN EN ISO 527-3) |
> 10 %, vorzugsweise > 100 % |
| Maßbeständigkeit (DIN 53377, 15 Min./ 100 °C) |
Änderung < 4%, vorzugsweise < 2 % |
| Wetterbeständigkeit (EN 513 - Verfahren 1, Graumaßstab gemäß ISO 105 - A03) |
Farbänderung ≤ Graumaßstab 4 bei einer Bestrahlung von 8 GJ / m2 gemäß Anforderung RAL GZ 716 / 1 Teil 7 |
| Feuchtigkeitsbeständigkeit (DIN 50017 KFW) |
Farbänderung ≤ Graumaßstab 3 |
| Reibechtheit (ISO 105 - X 12) |
Note 5 |
[0040] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Folien erfolgt in an sich bekannter Weise.
Die Substratschicht kann z.B. durch Kalandrieren oder Extrudieren hergestellt werden.
Die weiteren Schichten können durch Lackieren, durch Koextrusion, Extrusionsbeschichtung,
durch Laminieren oder Prägen aufgebracht werden. Es ist möglich, dass zwei Schichten
koextrudiert werden und die dritte oder weitere Schichten mittels Prägen, Laminieren
verbunden werden.
[0041] In einer ersten bevorzugten Variante werden alle Schichten koextrudiert.
[0042] In einer weiteren bevorzugten Variante werden Substrat- und Sperrschicht koextrudiert
und die Oberflächenschicht mittels Lackieren oder Extrusionsbeschichtung aufgebracht.
[0043] In einer dritten bevorzugten Ausführungsform wird die Substratschicht kalandriert
oder extrudiert und die Sperrschicht sowie die Oberflächenschicht wird mittels Lackieren
aufgebracht.
[0044] Es ist bevorzugt, wenn im Anschluss an die Herstellung der Folie die Photokatalysatorpartikel
in deren Oberfläche freigelegt werden. Dies kann durch verschiedene, an sich bekannte
Verfahren der Oberflächenbehandlung von Folien erfolgen, z.B. UV-Bestrahlung, Elektronenstrahlung,
Corona-Behandlung, Beflammung, Plasma-Behandlung, oder mechanische, spanende Verfahren
zur Oberflächenbehandlung wie Sandstrahlen, Schleifen etc. Durch diese Behandlung
wird der katalytische Effekt schneller wirksam, da die freigelegten Partikel direkt
an der Oberfläche vorliegen und somit in Kontakt mit den zu beseitigenden Verunreinigungen
stehen.
[0045] Bei der Ausführungsform mit einer zweilagigen Oberflächenschicht ist es von Vorteil,
dass durch den höheren Gehalt an Photokatalysator in der obersten Lage eine solche
Behandlung entfallen kann.
[0046] Die erfindungsgemäßen Folien ergeben nach dem Aufkaschieren auf Profile Bauteile
mit selbstreinigender Oberfläche. Daher betrifft die Erfindung auch die Verwendung
von Folien zur Herstellung von Bauteilen mit selbstreinigender Oberfläche, umfassend
eine mit einem Profil verbindbare Substratschicht, eine Sperrschicht und eine Oberflächenschicht
basierend auf einem Polymethacrylat, wobei die Oberflächenschicht 0,1 bis 15 Gew.-%
eines Photokatalysators, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht, enthält.
[0047] Dies ist von großem Vorteil für Bauteile wie Fenster, Zäune usw. bei denen eine Reinigung
oftmals mühsam und im Falle von Fenstern teilweise auch unfallträchtig ist. Die erfindungsgemäß
hergestellten Bauteile haben die Eigenschaft, durch das auftreffende Sonnenlicht anhaftende
Verunreinigungen zu zersetzen oder aufzuhellen, so dass eine Reinigung viel seltener
nötig ist oder ganz entfallen kann. Die bekannten Vorteile von Kaschierfolien, wie
Kratzfestigkeit, dekoratives Aussehen etc. bleiben voll erhalten.
[0048] Der Kaschiervorgang als solcher ist dem Fachmann bekannt. Üblicherweise werden Profil
und Folie kontinuierlich einer Vorrichtung zugeführt, die beide mittels Klebstoff
verbindet. Sowohl Folie als auch Profil können ggfs. vorher gereinigt, einer Corona-Behandlung
unterzogen und/oder erwärmt werden. Als Klebstoff werden derzeit meist Schmelzklebstoffe
eingesetzt, z.B. reaktive Polyurethanklebstoffe. Nach dem Klebstoffauftrag werden
Folie und Profil verpresst, wobei das Laminat erhalten wird. Dieses kann ggfs. noch
getempert oder anderweitig nachbehandelt werden.
[0049] Wie bereits erwähnt, eignen sich die erfindungsgemäßen Folien aber auch für andere
Zwecke.
[0050] So können Planen z.B. für LKW, Markisen oder Zelte daraus hergestellt werden. In
diesem Fall wird die Substratschicht nicht an einen Kaschiervorgang, sondern an die
notwendigen mechanischen Eigenschaften der Plane angepasst. Es ergibt sich eine vorteilhafte,
weil selbstreinigende Plane.
[0051] Eine weitere Anwendung sind Folien zur Herstellung von Schwimmbecken. Bei dieser
Anwendung kann der Reinigungsaufwand deutlich vermindert werden. Wichtig ist hier,
dass die Substratschicht die Wasserdichtigkeit sowie wiederum die mechanischen Eigenschaften
gewährleistet.
[0052] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen, ohne sie jedoch
auf die konkret beschriebenen Ausführungsformen zu begrenzen. Soweit nichts anderes
angegeben ist, beziehen sich sämtliche Angaben von % oder Teilen auf das Gewicht.
Beispiel 1
[0053] Es wurde eine Folie mit den folgenden drei Schichten hergestellt:
Substratschicht:
[0054]
| S-PVC |
80 Teile |
| Weichmacher |
20 Teile |
| Stabilisator Ba/Zn flüssig |
2,1 Teile |
| Titandioxid, Rutiltyp, gecoatet |
12 Teile |
[0055] Die Zusammensetzung wird zu einer Folie mit einer Schichtdicke von 80 µm kalandriert.
Sperrschicht:
[0056]
| PMMA (Molgewicht 300 000 g/mol) |
15 Teile |
| Ethylacetat |
37 Teile |
| 2-Butanon |
37 Teile |
| Butylacetat |
11 Teile |
| UV-Absorber organisch |
0,6 Teile |
| ZnO, Nano-Type gecoatet |
0,5 Teile |
| SiO2 |
0,5 Teile |
[0057] Die Schicht wird mittels Lackauftrag als Lösung mit Rakel, 30 µm Spaltweite, auf
die Substratschicht aufgebracht. Die Schichtdicke nach dem Trocknen beträgt 3 - 5
µm.
Oberflächenschicht:
[0058]
| PMMA (Molgewicht 80 000 g/mol) |
25 Teile |
| Ethylacetat |
30 Teile |
| 2-Butanon |
30 Teile |
| Butylacetat |
15 Teile |
| TiO2 Nano - Anatas -Typ |
1,0 Teile |
| ZnO Nano Type ungecoatet |
0,5 Teile |
| SiO2 |
0,5 Teile |
[0059] Die Schicht wird mittels Lackauftrag als Lösung mit Rakel, 30 µm Spaltweite, auf
die Sperrschicht aufgebracht. Die Schichtdicke nach dem Trocknen beträgt 5 - 7 µm.
[0060] Nach der Trocknung der Oberflächenschicht wurde die Folie an der Oberflächenschicht
mit einer Corona - Entladung (Gerät der Firma Ahlbrandt System GmbH, Lauterbach, DE)
behandelt. Es erfolgten 3 Behandlungsdurchgänge, Geschwindigkeit jeweils 10 cm/s.
Beispiel 2
[0061] Analog zu Beispiel 1 wurde eine Folie mit den folgenden vier Schichten hergestellt:
Substratschicht: extrudiert
| Blend PMMA/PBA - Pulver |
90 Teile |
| PMMA (Molgewicht 80 000 g/mol) |
10 Teile |
| Antioxidantien |
2,0 Teile |
| Gleitmittel |
0,5 Teile |
| Titandioxid, Rutiltyp, gecoatet |
10 Teile |
| Schichtdicke 130 µm |
|
Sperrschicht:
| PMMA (Molgewicht 300 000 g/mol) |
15 Teile |
| Ethylacetat |
37 Teile |
| 2-Butanon |
37 Teile |
| Butylacetat |
11 Teile |
| UV-Absorber organisch |
0,6 Teile |
| ZnO, NanoType gecoatet |
0,5 Teile |
| SiO2 |
0,5 Teile |
Lackauftrag mit Rakel, 15 µm Spaltweite, Schichtdicke trocken 3 - 5 µm.
Oberflächenschicht untere Lage:
[0062]
| PMMA (Molgewicht 300 000 g/mol) |
15 Teile |
| Ethylacetat |
35 Teile |
| 2-Butanon |
35 Teile |
| Butylacetat |
15 Teile |
| TiO2 Nano - Anatas -Typ |
1,0 Teile |
| ZnO Nano Type ungecoatet |
0,5 Teile |
| SiO2 |
0,5 Teile |
Lackauftrag mit Rakel, 30 µm Spaltweite, Schichtdicke trocken 5 -7 µm.
Oberflächenschicht obere Lage:
[0063]
| PMMA (Molgewicht 80 000 g/mol) |
25 Teile |
| Ethylacetat |
30 Teile |
| 2-Butanon |
30 Teile |
| Butylacetat |
15 Teile |
| TiO2 Nano - Anatas -Typ |
5,0 Teile |
| ZnO Nano Type ungecoatet |
0,5 Teile |
| SiO2 |
0,5 Teile |
Lackauftrag mit Rakel, 30 µm Spaltweite, Schichtdicke trocken 5 -7 µm.
[0064] Nach der Trocknung der Oberflächenschicht wurde die Folienoberfläche mit einer Corona
- Entladung (Gerät der Firma Ahlbrandt System GmbH, Lauterbach, DE) behandelt. Es
erfolgten 3 Behandlungsdurchgänge, Geschwindigkeit jeweils 10 cm/s.
Beispiele 3 bis 8
[0065] Analog zu Beispiel 1 wurden weitere Folien hergestellt, mit den in der folgenden
Tabelle 1 genannten Zusammensetzungen.
| Folie Nr. |
Substratschicht |
Sperrschicht |
Oberflächenschicht |
Pigment in oberer Schicht |
Gehalt TiO2 |
| 1 |
PVC-Folie kalandriert, weiß pigmentiert |
./. |
./. |
TiO2 Rutil gecoatet, |
12 % |
| 2 |
PVC-Folie, kalandriert, weiß pigmentiert |
5 µm PMMA-Trennschicht |
5 µm PMMA-Lackschicht, |
nanoskaliges Anatas-Titandioxid |
1,0 % |
| 3 |
PVC-Folie, kalandriert, weiß pigmentiert |
5 µm PMMA-Trennschicht |
5 µm PMMA-Lackschicht, |
nanoskaliges Anatas-Titandioxid |
2,0 % |
| 4 |
PVC-Folie, kalandriert, weiß pigmentiert |
5 µm PMMA-Trennschicht |
5 µm PMMA-Lackschicht, |
nanoskaliges Anatas-Titandioxid |
4,0 % |
| 5 |
PVC-Folie, kalandriert, weiß pigmentiert |
5 µm PMMA-Trennschicht |
5 µm PMMA-Lackschicht |
nanoskaliges Anatas-Titandioxid |
10 % |
| 6 |
PVC-Folie, kalandriert, weiß pigmentiert |
5 µm PMMA-Trennschicht |
5 µm PMMA-Lackschicht, |
nanoskaliges Anatas-Titandioxid |
40 % |
[0066] Diese Folien wurden folgenden Tests unterzogen.
[0067] Als Maß für allgemeine Benetzungsfähigkeit wurde die Oberflächenspannung indirekt
über eine Randwinkelbeurteilung mit verschiedenen Flüssigkeiten, sogenannten Testtinten,
verschiedener Oberflächenspannung gemessen. Diese Testtinten sind Gemische aus Wasser
und Alkohol. Ein Randwinkel bildet sich nur aus, wenn die Oberflächenspannung der
Messflüssigkeit größer als die des festen Substrats ist. Ist die Oberflächenspannung
der Messflüssigkeit gleich oder kleiner als die Oberflächenspannung des Substrats,
findet eine vollständige Spreitung (Randwinkel = 0°) statt.
[0068] Als Maß für Benetzungsfähigkeit speziell von Wasser wurde der Randwinkel zwischen
der Folienoberfläche und Wasser gemessen, indem im "sessile drop" - Verfahren ein
Wassertropfen - mit bekannter Oberflächenspannung - mit einer Pipette auf das Foliensubstrat
gesetzt wird und der Randwinkel optisch mittels Goniometer bestimmt wird.
[0069] Als Maß für die Witterungsbeständigkeit und die Selbstreinigung wurde mit farbmetrischen
Methoden die Farbänderung der Folie bestimmt. Die Farbmetrik versucht mittels mathematischer
Formeln, das visuelle Ergebnis einer Farbbetrachtung oder eines Farbvergleichs zahlenmäßig
darzustellen. ΔE gibt den empfundenen Abstand zweier Farbproben an. Damit sollen Unterschiede
zwischen zwei Farben, zum Beispiel zwischen unverschmutzter Originalfolie und verschmutzter
Folie, entsprechend der Empfindung wie stark der Unterschied ist, mit Zahlenwerten
versehen werden. Ziel ist es, für eine Unterschiedsempfindung einen Zahlenwert zu
erhalten, um den Farbunterschied kommunizieren zu können. Dabei entspricht ein ΔE
von 1 einem geringen, aber sichtbaren Unterschied. Ein ΔE von 5 ist deutlich sichtbar.
- a) Freibewitterung:
Die zu prüfenden Folien wurden auf einem Prüfgestell 45 Tage der Witterung ausgesetzt.
Die Neigung des Gestells betrug 45 ° nach Süden, die Aufstellung erfolgte in einem
Gebiet mit Industrieatmosphäre.
- b) Simulierte Bewitterung
Die Bewitterung erfolgte in einem Prüfgerät Xenotest 1200, die Prüfdauer betrug 500
h (Beschleunigung: 1000 h entsprechen ca. 1 Jahr Freibewitterung). In dem Gerät herrschten
folgende Bedingungen: Strahlung: gefiltertes Xenon-Bogen-Licht, Luft gefiltert, Zyklus
Licht/Beregnung mit Wasser 108/12 Minuten.
[0070] Als Maß für die Fähigkeit zur Selbstreinigung in Bezug auf organische Verunreinigungen
wurde der Resazurintest durchgeführt. Der blaue Resazurinfarbstoff zeigt als Redoxindikator
durch irreversiblen Farbumschlag zum pinkfarbenen fluoreszierenden Resorufin chemische
Reaktion und Aktivität an, hier die Redoxreaktion der Photoaktivität durch TiO
2.
[0071] Die Ergebnisse der Untersuchungen fasst die folgende Tabelle zusammen.
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Folie 1 |
Folie 2 |
Folie 3 |
Folie 4 |
Folie 5 |
Folie 6 |
| Oberflächenspannung |
36 |
38 |
38+ |
41- |
41 |
41 |
| Testtinte [dyn/cm] |
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| Randwinkel [°] |
88 |
73 |
69 |
65 |
72 |
66 |
| Farbänderung Delta E |
5 |
0.5 |
0,5 |
0,5 |
0 |
0 |
| Freibewitterung |
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| Farbänderung Delta E |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Xenotest |
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| Resazurintest |
negativ |
positiv |
positiv |
positiv |
positiv |
positiv |
[0072] Es ist klar zu erkennen, dass die zum Vergleich herangezogene Folie ohne photokatalytische
Oberflächenschicht während der Freibewitterung in erheblichem Maße verunreinigt wird.
Die Farbänderung beruht hierbei aber nicht auf einer witterungsbedingten Alterung,
da im Xenotest keinerlei Farbänderung beobachtet wird. Der Resazurintest bestätigt
diese Ergebnisse; während die Vergleichsfolie keinen Effekt zeigt, erfolgt bei sämtlichen
Konzentrationen an Photokatalysator der erfindungsgemäßen Folien 2 bis 6 eine Pinkfärbung,
d.h. die erfindungsgemäßen Folien besitzen eine photokatalytisch aktive Oberfläche.
Aufgrund der photokatalytisch aktiven Oberfläche erfolgt ein Abbau von anhaftenden
Verunreinigungen bei Bestrahlung mit Sonnenlicht und damit eine Selbstreinigung.
1. Witterungsresistente Folie, umfassend eine Substratschicht, eine Sperrschicht und
eine Oberflächenschicht basierend auf einem Polymethacrylat, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht 0,1 bis 15 Gew.-% eines Photokatalysators bezogen auf das
Gesamtgewicht der Schicht enthält.
2. Folie gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht eine mit einem Profil aus Kunststoff, Holz, Metall oder zwei
oder mehreren der genannten Materialien verbindbare Schicht ist.
3. Folie gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die - Substratschicht auf Polyvinylchlorid, Acrylatpolymer, Styrolpolymer, Acrylnitril-Styrol-Acrylat-Terpolymer,
Acrylnitril-Butadien-Styrol-Terpolymer, Polyolefin oder Mischungen verschiedener Polyvinylchloride,
Acrylatpolymere, Styrolpolymere, Acrylnitril-Styrol-Acrylat-Terpolymere, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Terpolymere,
Polyolefine oder Mischungen der genannten Polymere basiert.
4. Folie gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht aus 65 bis 100 Gewichtsteilen Polyvinylchlorid(en) mit 0 bis
35 Gewichtsteilen Weichmacher und auf 100 Gewichtsteile dieser Mischung 1 bis 5 Gewichtsteilen
Stabilisator und/oder 0,1 bis 1,5 Gewichtsteilen Gleitmittel sowie 1,0 bis 15 Gewichtsteilen
Pigment oder Pigmentgemisch besteht.
5. Folie gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht aus 100 Gewichtsteilen Polymethacrylat oder einem Gemisch von
Polyacrylaten und 1 Gewichtsteil Antioxidantien und/oder 1 Gewichtsteil Gleitmittel
sowie 1 bis 15 Gewichtsteilen Pigment oder Pigmentgemisch besteht.
6. Folie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschicht auf einem Polymethacrylat basiert.
7. Folie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschicht eine oder mehrere UV-Strahlung absorbierende Substanzen und/oder
andere Additive enthält.
8. Folie gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschicht aus 100 Gewichtsteilen Polymethylmethacrylat/sowie 1 bis 10 Gewichtsteilen
UV-Absorber oder UV-Absorber-Gemisch und ggfs. 1 - 5 Gewichtsteilen Additiven und/oder
1 - 10 Gewichtsteilen Füllstoffen besteht.
9. Folie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht aus 100 Gewichtsteilen Polymethylmethacrylat oder Gemischen
aus Polymethylmethacrylat mit anderen Polymethacrylaten und 1 bis 10 Gewichtsteilen
Photokatalysator sowie ggfs. 1 - 5 Gewichtsteilen Additiven und/oder 1 - 10 Gewichtsteilen
Füllstoffen besteht.
10. Folie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht zweilagig aufgebaut ist, wobei der Gehalt an Photokatalysator
in der oberen Lage höher ist als in der unteren Lage.
11. Folie gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Photokatalysator in der oberen Lage 5 bis 15 Gew.-% beträgt und in
der unteren Lage 0,1 bis 10 Gew.-%.
12. Verwendung einer Folie gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Kaschierung von Profilen
für Fenster, Türen und andere der Witterung ausgesetzten Teilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Teile eine photokatalytische Aktivität aufweist.
13. Verwendung einer Folie gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Herstellung von Planen,
Markisen, Jalousien oder Schwimmbadauskleidungen.
14. Fensterprofil aus einem Profil auf Basis von Kunststoff, Holz und/oder Metall mit
einer aufkaschierten Folie, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie eine Folie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11 ist.
1. Weather-resistant film comprising a substrate layer, a barrier layer and a surface
layer based on a polymethacrylate, characterized in that the surface layer contains 0.1 to 15 % by weight of a photocatalyst, based on the
total weight of the layer.
2. Film according to claim 1, characterized in that the substrate layer is a layer, which can be connected to a profile made of plastic,
wood, metal or two or more of said materials.
3. Film according to claim 1 or 2, characterized in that the substrate layer is based on polyvinyl chloride, acrylate polymer, styrene polymer,
acrylonitrile-styrene-acrylate terpolymer, acrylonitrile-butadiene-styrene terpolymer,
polyolefin or mixtures of different polyvinyl chlorides, acrylate polymers, styrene
polymers, acrylonitrile-styrene-acrylate terpolymers, acrylonitrile-butadiene-styrene
terpolymers, polyolefins or mixtures of said polymers.
4. Film according to claim 3, characterized in that the substrate layer consists of 65 to 100 parts by weight of polyvinyl chloride(s)
with 0 to 35 parts by weight of plasticizier and per 100 parts by weight of this mixture,
1 to 5 parts by weight of stabilizer and/or 0.1 to 1.5 parts by weight of lubricant
as well as 1.0 to 15 parts by weight of pigment or pigment mixture.
5. Film according to claim 3, characterized in that the substrate layer consists of 100 parts by weight of polymethacrylate or a mixture
of polymethacrylates and 1 part by weight of antioxidants and/or 1 part by weight
of lubricant as well as 1 to 15 parts by weight of pigment or pigment mixture.
6. Film according to at least any one of claims 1 to 5, characterized in that the barrier layer is based on a polymethacrylate.
7. Film according to at least any one of claims 1 to 6, characterized in that the barrier layer contains one or more UV radiation-absorbing substances and/or other
additives.
8. Film according to claim 6, characterized in that the barrier layer consists of 100 parts by weight of polymethyl methacrylate as well
as 1 to 10 parts by weight of UV absorber or UV absorber mixture and optionally 1-5
parts by weight of additives and/or 1-10 parts by weight of fillers.
9. Film according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the surface layer consists of 100 parts by weight of polymethacrylate or mixtures
of polymethyl methacrylate with other polymethacrylates and 1 to 10 parts by weight
of photocatalyst as well as optionally 1-5 parts by weight of additives and/or 1-10
parts by weight of fillers.
10. Film according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the surface layer is composed of two layers, wherein the content of photocatalyst
in the upper layer is higher than in the lower layer.
11. Film according to claim 10, characterized in that the content of photocatalyst is 5 to 15 % by weight in the upper layer and 0.1 to
10 % by weight in the lower layer.
12. Use of a film according to any one of claims 1 to 11 for covering profiles for windows,
doors and other parts, which are subjected to the weather, characterized in that the surface of the parts comprises a photocatalytic activity.
13. Use of a film according to any one of claims 1 to 11 for producing tarps, awnings,
blinds or swimming pool linings.
14. Window profile of a profile on the basis of plastic, wood and/or metal comprising
a laminated film, characterized in that the film is a film according to at least any one of claims 1 to 11.
1. Feuille résistant aux intempéries, comprenant une couche de substrat, une couche de
blocage et une couche de surface à base d'un polyméthacrylate, caractérisée en ce que la couche de surface contient 0,1 à 15% en poids d'un photocatalyseur par rapport
au poids total de la couche.
2. Feuille selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de substrat est une couche pouvant être assemblée avec un profilé en matériau
synthétique, bois, métal ou deux ou plusieurs des matériaux mentionnés.
3. Feuille selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la couche de substrat est à base de poly(chlorure de vinyle), de polymère d'acrylate,
de polymère de styrène, de terpolymère d'acrylonitrile-styrène-acrylate, de terpolymère
d'acrylonitrile-butadiène-styrène, de polyoléfine ou de mélanges de différents poly(chlorures
de vinyle), différents polymères d'acrylate, différents polymères de styrène, différents
terpolymères d'acrylonitrile-styrène-acrylate, différents terpolymères d'acrylonitrile-butadiène-styrène,
différentes polyoléfines ou différents mélanges des polymères mentionnés.
4. Feuille selon la revendication 3, caractérisée en ce que la couche de substrat est constituée par 65 à 100 parties en poids de poly(chlorure(s)
de vinyle) avec 0 à 35 parties en poids de plastifiant et, par rapport à 100 parties
en poids de ce mélange, par 1 à 5 parties en poids de stabilisateur et/ou par 0,1
à 1,5 partie en poids de lubrifiant ainsi que par 1,0 à 15 parties en poids de pigment
ou de mélange de pigments.
5. Feuille selon la revendication 3, caractérisée en ce que la couche de substrat est constituée par 100 parties en poids de polyméthacrylate
ou d'un mélange de polyacrylates et par 1 partie en poids d'antioxydants et/ou 1 partie
en poids de lubrifiant ainsi que par 1 à 15 parties en poids de pigment ou de mélange
de pigments.
6. Feuille selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la couche de blocage est à base d'un polyméthacrylate.
7. Feuille selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la couche de blocage contient une ou plusieurs substances absorbant le rayonnement
UV et/ou d'autres additifs.
8. Feuille selon la revendication 6, caractérisée en ce que la couche de blocage est constituée par 100 parties en poids de poly(méthacrylate
de méthyle) ainsi que par 1 à 10 parties en poids d'absorbant des UV ou de mélange
d'absorbants des UV et le cas échéant par 1-5 parties en poids d'additifs et/ou 1-10
parties en poids de charges.
9. Feuille selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la couche de surface est constituée par 100 parties en poids de poly(méthacrylate
de méthyle) ou de mélanges de poly(méthacrylate de méthyle) avec d'autres polyméthacrylates
et par 1 à 10 parties en poids de photocatalyseur ainsi que le cas échéant par 1-5
parties en poids d'additifs et/ou 1-10 parties en poids de charges.
10. Feuille selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la couche de surface présente une structure à deux couches, la teneur en photocatalyseur
dans la couche supérieure, étant supérieure à celle dans la couche inférieure.
11. Feuille selon la revendication 10, caractérisée en ce que la teneur en photocatalyseur dans la couche supérieure est de 5 à 15% en poids et
dans la couche inférieure de 0,1 à 10% en poids.
12. Utilisation d'une feuille selon l'une quelconque des revendications 1 à 11 pour le
contrecollage de profilés pour fenêtres, portes et autres pièces exposées aux intempéries,
caractérisée en ce que la surface des pièces présente une activité photocatalytique.
13. Utilisation d'une feuille selon l'une quelconque des revendications 1 à 11 pour la
fabrication de bâches, de marquises, de jalousies ou de revêtements de piscines.
14. Profilé de fenêtre, constitué par un profilé à base de matériau synthétique, de bois
et/ou de métal avec une feuille contrecollée, caractérisé en ce que la feuille est une feuille selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à
11.