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EP 2 182 139 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.2016 Patentblatt 2016/39 |
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Anmeldetag: 30.10.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Anbringen einer Verstärkung bzw. Verkleidung an einem bestehenden Bauteil
sowie Bauteil mit daran angebrachter Verstärkungs- bzw. Verkleidungsschicht
Method for attaching a reinforcement or cladding to an existing builing part and building
part with attached reinforcement or cladding
Procédé d'application d'un renforcement ou d'un revêtement sur un élément de construction
existant, ainsi qu'élément de construction doté d'une couche de renforcement ou de
revêtement appliquée dessus
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
30.10.2008 DE 102008053978
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.05.2010 Patentblatt 2010/18 |
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Patentinhaber: Hauser, Stephan |
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63225 Langen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hauser, Stephan
63225 Langen (DE)
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Vertreter: Sroka, Peter-Christian |
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Patentanwalt
Düsseldorfer Strasse 8 40545 Düsseldorf 40545 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2009/049571 DE-A1-102008 052 881 JP-A- 10 000 729
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WO-A2-2008/003276 DE-U1-202007 005 496 JP-A- 11 324 338
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anbringen einer Verstärkungs- bzw. Verkleidungsschicht
aus hydraulisch abbindbarem Material aus einem Zementmörtel- oder Betongemisch an
einem Bauteil, indem man an dem Bauteil eine mehrlagige Bewehrungsmatte anbringt und
eine Schalung vorsieht und in den Raum zwischen Schalung und dem Bauteil ein fließfähiges
Zementmörtel- oder Betongemisch einfüllt.
[0002] In der Zeitschrift "
Baumaschinendienst", Heft 11/2003, Seiten 26 - 28 und 30 - 36, ist ein Verfahren beschrieben bei dem man
- eine vorhandene Bauwerkstütze mit einem Gewebe aus hochfesten Stahldrähten ummantelt
bzw. umwickelt,
- anschließend die ummantelte Stütze mit einer Stahlschalung einschalt,
- von unten eine selbst verdichtende Betonmischung mit einer Betonpumpe in die Stahlschalung
einpresst, und
- nach z. B. 24 Stunden die Stütze ausschalt und ggf. weiterbehandelt.
[0003] In der
JP 11 324 338 A von Okura Masatoshi aus dem Jahre 1999 ist ein gattungsgemäßes Verfahren zur Verstärkung
eines Bauteils beschrieben. Dieses Verfahren besteht darin, dass man
- mit Abstand von einem vorhandenen Bauteil mittels Befestigungsankern eine Verstärkungsplatte
befestigt, die mit einer Vielzahl von Löchern versehen ist,
- auf die Außenseite dieser Verstärkungsplatte eine aus FRP (fiber reinforced plastics)
bestehende Hilfsplatte aufgeklebt,
- in den Zwischenraum zwischen dem Bauwerk und der Verstärkungsplatte wird ein Füllmaterial
eingefüllt, das man Aushärten lässt.
[0004] Bei diesem bekannten wird in üblicher Weise eine Verstärkungsplatte als Schalungsplatte
an dem Bauteil befestigt, um dann den Zwischenraum zwischen der Schalungsplatte und
dem Bauwerk mit einem geeigneten aushärtbaren Material aufzufüllen.
[0005] Vorgefertigte plattenförmige Betonbauelemente mit einer Bewehrungsmatte aus mehreren
Gewebelagen mit Drahtstärken im Bereich von 0,5mm - 3,5mm und Maschenweiten von 5mm
- 60mm sind bekannt aus der
WO 2009/049571 A1.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zum Anbringen einer Verstärkungs- bzw.
Verkleidungsschicht auf einem insbesondere aus Beton bestehendem Bauteil auf eine
solche Schalung verzichten zu können.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Gegenstände des unabhängigen Anspruchs 1.
[0008] Das Einfüllen kann vorzugsweise durch Pumpen/Injektion oder durch Einschütten des
Zementmörtel- oder Betongemischs erfolgen. Auf die aus Spachtelmasse bestehende Außenhaut
kann anschließend in üblicher Weise ein Putz aufgetragen werden.
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der Figuren 1 bis 5 beschrieben, die verschiedene
Verstärkungs- bzw. Verkleidungsstrukturen zeigen.
[0010] In einem ersten Schritt wird gemäß Figur 1 gegen das bestehende Bauteil 4 eine Bewehrungsmatte
3, die mehrere mindestens drei, vorzugsweise fünf und bis zu zwanzig oder mehr Gewebelagen
mit Drahtstärken im Bereich von 0,5 bis 3,5 mm und Maschenweiten im Bereich von 2
mm bis 60 mm aufweist, entweder
- flächig zur Anlage gebracht, oder
- mit Abstand von dem Bauteil 4 an diesem befestigt, vorzugsweise mittels mechanischer
Verankerungsmittel.
[0011] In die äußeren Gewebelagen der Bewehrungsmatte 3 wird in einem zweiten Schritt gemäß
Figur 2 eine Spachtelmasse, vorzugsweise ein Spachtelmörtel, aus hydraulisch abbindbarem
Material aus einem Zementmörtel- oder Betongemisch durch Eindrücken oder vorzugsweise
Infiltration mittels eines Schlauchs eingebracht. Diese Spachtelmasse lässt man zur
Bildung einer starren Außenhaut aushärten, wodurch eine Schalung 1 entsteht. In den
Zwischenraum zwischen dieser Schalung 1 und dem Bauteil 4 wird anschließend gemäß
Figur 3 ein vorzugsweise Betonzuschlags-körper enthaltendes Zementmörtel- oder Betongemisch
2 durch Pumpen/Injektion oder durch Einschütten eingebracht. Die Außenhaut kann anschließend,
[0012] falls erwünscht, verputzt werden. Die in die Außenhaut integrierten Gewebelagen haben
vorzugsweise geringere Drahtstärken und Maschenweiten als die innenliegenden Gewebelagen.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, insbesondere senkrecht, schräg oder
geneigt stehende Bauteile mit einer äußeren Verstärkungs- oder Verkleidungsschicht
aus z. B. mikrobewehrtem Hochleistungsbeton ohne die Verwendung z.B. einer Stahlschalung
zu versehen. Durch das Anbringen der Bewehrungsmatte mit dem anschließenden Spachtelvorgang
und dem anschließenden Einfüllen eines Zementmörtel- oder Betongemischs wird im Vergleich
zum herkömmlichen Schalverfahren ein vereinfachtes Verfahren zum Anbringen einer Verstärkungs-
oder Verkleidungsschicht an einem bestehendem Bauteil geschaffen.
[0014] Die erfindungsgemäß verwendete, im wesentlichen steife Spachtelmasse unterscheidet
sich von dem im wesentlichen fließfähigen, zwischen die Außenhaut bzw. Schalung und
das bestehende Bauteil eingefüllte hydraulisch abbindbare Material durch seine Konsistenz,
die definiert ist durch das sogenannte "Ausbreitmaß" als Kennzeichen für die Fließfähigkeit.
Erfindungsgemäß wird vorzugsweise eine Spachtelmasse eingesetzt, deren Ausbreitmaß
im Bereich von ca. 50 % des Ausbreitmaßes des zwischen die in situ gebildete Schalung
und dem Bauteil eingefüllten fließfähigen Materials liegt.
[0015] Durch Verwendung einer Spachtelmasse, die als Füllstoff Fasern, insbesondere Kunststofffasern,
enthält, wird die Verarbeitbarkeit der Spachtelmasse verbessert, wodurch auch ein
zusätzlicher positiver Effekt durch die Erhöhung der Brandschutzeigenschaften der
Außenhaut eintritt.
[0016] Als Füllstoff kann grundsätzlich auch jedes andere Material verwendet werden, um
den unterschiedlichsten Anforderungen Genüge zu leisten.
[0017] Die Bewehrungsmatte 3 wird vorzugsweise mittels mechanischer Verankerungselemente
5 an dem Bauteil 4 befestigt.
[0018] Die Bewehrungsmatte 3 kann gemäß Figur 4 vorzugsweise auch aus Gewebelagen 3a, 3b
mit unterschiedlichen Drahtstärken und Maschenweiten bestehen.
[0019] Gemäß Figur 5 ist die Bewehrungsmatte 3 im Abstand von dem Bauteil 1 angebracht.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich vorzugsweise zur nachträglichen Verstärkung
von bestehenden Bauteilen in Form von Stützen bzw. Pfeilern, Wänden, Behältern, Decken,
insbesondere Deckenunterseiten.
1. Verfahren zum Anbringen einer Verstärkung- bzw. Verkleidungsschicht aus hydraulisch
abbindbarem Material aus einem Zementmörtel- oder Betongemisch an einem Bauteil, indem
man an dem Bauteil eine Schalung vorsieht und in den Raum zwischen der Schalung und
dem Bauteil ein fließfähiges Zementmörtel- oder Betongemisch einfüllt, dadurch gekennzeichnet, dass man an dem Bauteil eine mehrlagige Bewehrungsmatte anbringt und dass man zur Bildung
der Schalung in die äußeren Gewebelagen der Bewehrungsmatte (3) eine Spachtelmasse
aus hydraulisch abbindbarem Material einbringt und diese vor dem Einfüllen des Zementmörtel-
oder Betongemisches aushärten lässt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Bewehrungsmatte (3) flächig unmittelbar an dem Bauteil (4) befestigt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Bewehrungsmatte (3) mit Abstand von dem Bauteil (4) anbringt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Bewehrungsmatte (3) verwendet, die aus mindestens drei Gewebelagen mit Drahtstärken
im Bereich von 0,5 mm bis 3,5 mm und Maschenweiten von 2 mm bis 60 mm besteht, und
dass die Bewehrungsmatte (3) Gewebelagen (3a bzw. 3b) mit unterschiedlichen Drahtstärken
und Maschenweiten enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Spachtelmasse verwendet, die Fasern, vorzugsweise Kunststofffasern, enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Spachtelmasse mit einem Ausbreitmaß verwendet, das im Bereich von etwa 40
% bis 60 %, vorzugsweise etwa 50 %, des Ausbreitmaßes des zwischen Schalung und dem
Bauteil einzufüllenden Zementmörtel- oder Betongemischs liegt.
1. Method for attaching a reinforcing and/or cover layer, respectively, consisting of
a hydraulically setting material of a cement mortar - or concrete mixture, respectively,
to a building component by applying to the building component a formwork and by filling
into the space between the formwork and the building component a flowable cement mortar
or concrete mixture, respectively, characterized in that a multi-layer reinforcement mat (3) is attached to the building component and in that for establishing the formwork a knifing filler consisting of a hydraulically setting
material is placed into the fabric layers of the reinforcement mat and in that the knifing filler is left to harden before the cement mortar or concrete mixture,
respectively, is filled in.
2. Method according to claim 1, characterized in that the reinforcement mat (3) is flatly fastened directly to the building component (4).
3. Method according to claim 1, characterized in that the reinforcement mat (3) is fastened at a distance of the building component (4).
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterized in that a reinforcement mat (3) is used consisting of at least three layers with wire sizes
between 0,5 mm to 3,5 mm and mesh sizes between 2 mm to 60 mm, and in that the reinforcement mat (3) contains layers (3a or 3b, respectively) with different
wire sizes and mesh sizes.
5. Method according to one of the claims 1 to 4, characterized in that a knifing filler is used, containing fibers, preferably plastic fibers.
6. Method according to one of the claims 1 to 5, characterized in that a knifing filler is used having a slump, which corresponds to 40 % to 60 %, preferably
about 50 %, of the slump of the cement mortar or concrete mixture, respectively, filled
into the space between the formwork and the building component.
1. Méthode pour attacher une couche de renforcement ou revêtement, respectivement, qui
consiste d'une mixture d'un mortier au ciment ou de béton, respectivement, et qui
peut durcir hydrauliquement, à un élément de construction, à lequel un coffrage est
attaché et une mixture coulante d'un mortier au ciment ou de béton est versée dans
l'espace entre le coffrage et l'élément de construction, caractérisée qu'un treillis
d'armature multicouche est attaché à l'élément de construction, et qu'une bouche-pores,
qui consiste d'une mixture d'un mortier au ciment ou de béton, respectivement, qui
peut durcir hydrauliquement, est introduite dans les couches extérieures du treillis
d'armature (3), et que la bouche-pores est durcie avant l'introduction de la mixture
du mortier au ciment ou de béton.
2. Méthode selon la revendication 1, caractérisée que le treillis d'armature (3) est
fixé sur tout la surface directement à l'élément de construction (4).
3. Méthode selon la revendication 1, caractérisée en ce que le treillis d'armature (3) est fixé à distance à l'élément de construction.
4. Méthode selon l'une quelconque des revendications 1 à 3 caractérisée en ce qu'un treillis d'armature (3) est utilisé, qui consiste d'au moins trois couches avec
un diamètre de fil entre 0,5mm à 3,5mm et avec une ouverture de maille entre 2mm et
60mm, et que le treillis d'armature (3) contient couches (3a et 3b, respectivement)
avec diamètres de fil et ouvertures de maille différents.
5. Méthode selon quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une bouche-pores est utilisée, qui contient fibres, de préférence fibres en matière
synthétique.
6. Méthode selon quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'une bouche-pores et utilisée avec une mesure d'étalement qui correspond autour de
40% à 60%, de

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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- Baumaschinendienst, 2003, 26-2830-36 [0002]