| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 183 143 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
23.02.2011 Patentblatt 2011/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.07.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2008/005423 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2009/015743 (05.02.2009 Gazette 2009/06) |
|
| (54) |
SCHIENENSYSTEM UND EINSCHIENENBAHN-ANLAGE
RAIL SYSTEM AND MONORAIL SYSTEM
SYSTÈME DE RAILS ET INSTALLATION DE MONORAIL SUSPENDU
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.07.2007 DE 102007035653
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
12.05.2010 Patentblatt 2010/19 |
| (73) |
Patentinhaber: SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG |
|
76646 Bruchsal (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BECKER, Günter
76684 Östringen (DE)
- SCHMIDT, Josef
76676 Graben-Neudorf (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U1-202004 008 415 US-A- 3 064 585
|
GB-A- 1 133 340 US-A- 4 632 038
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schienensystem für ein in Schienenrichtung bewegliches,
schienengebundenes Fahrzeug, wobei das Schienensystem wenigstens eine Schiene mit
wenigstens einem Schienenstoß aufweist, an welchem zwei Schienenenden zusammentreffen,
wobei mindestens ein Verbindungselement zur Verbindung der Schienenenden vorgesehen
ist, und eine Einschienenbahn-Antage, s. z.B.
US-A-4,632,038 oder
DE-U1-2004 008415.
[0002] Derartige Schienensysteme sind aus der Eisenbahntechnik bekannt, wobei die Schienenstöße
zum Ausgleich von Längenausdehnungen der Schienen bei Erwärmung vorgesehen sind. Die
Schienen, die an einem Schienenstoß aufeinander treffen, sind durch in engem Abstand
entlang der Schienenrichtung angeordneten Klammern oder dergleichen an einer Auflage
oder Halterung befestigt und daher im Wesentlichen nicht gegeneinander beweglich,
sondern in fluchtender Ausrichtung fixiert. Diese Befestigung erfordert jedoch einen
hohen Fertigungsaufwand.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einschienenbahn-Anlage weiterzubilden,
wobei der Fertigungsaufwand verringert sein soll.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Schienensystem nach den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen und bei der Einschienenbahn-Anlage nach den in Anspruch 15 angegebenen Merkmalen
gelöst.
[0005] Wichtige Merkmale der Erfindung eines Schienensystems sind, dass die Schienenenden
relativ zueinander in Schienenrichtung beweglich sind, dass durch das Verbindungselement
die zwei Schienenenden in Schienenrichtung fluchtend geführt sind und dass an den
Schienenenden und/oder an dem Verbindungselement eine Lauffläche für wenigstens ein
Laufrad des schienengebundenen Fahrzeugs ausgebildet ist und das Laufrad quer zur
Laufrichtung eine vorbestimmte Breite aufweist, wobei die Breite und/oder die Position
quer zur Schienenrichtung der Lauffläche entlang der Schienenrichtung derart variiert
ist/sind, dass jeder Abschnitt der in Schienenrichtung gedanklich in Abschnitte unterteilten
Lauffläche dem Laufrad wenigstens einen Auflagebereich bietet und der Auflagebereich
des Laufrads bei Überrollen des Schienenstoßes über die Breite des Laufrades wandert.
Durch die Führung mittels des Verbindungselements, das ein- oder mehrteilig oder auch
durch separate Teile ausgebildet sein kann, ist sichergestellt, dass die Schienenenden
aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind, wobei die Profile der beiden Schienen
miteinander in Deckung bleiben. Die Aufstellung der Schiene oder der Schienen erfordert
daher wesentlich weniger Befestigungselemente, und die Schienen sind nachgiebig, insbesondere
quer zur Schienenrichtung, ausführbar. Die Montage des Schienensystems ist drastisch
vereinfacht. An Außenflächen der Schienen ausgebildete Laufflächen für Laufrollen
oder Antriebsräder gehen also selbst bei verändertem Abstand, also bei veränderter
Lückenbreite des Schienenstoßes, ohne Stufenbildung insbesondere durch Versatz quer
zur Schienenrichtung, ineinander über, fluchten also.
[0006] Durch die beschriebene Ausgestaltung der Laufflächen ist zusätzlich ein Mittel ausgebildet,
um den Schienenstoß zu überbrücken, sodass der Schienenstoß stoßfrei überfahren werden
kann. Der Auflagebereich des abrollenden Laufrades, der je nach Position des Laufrades
entlang der Schiene auch aus mehreren, getrennten, in sich zusammenhängenden Teilbereichen
gebildet sein kann, verschiebt oder verändert sich beim Abrollen quer zur Schienenrichtung,
wobei aber zu keiner Position des Laufrades auf der Lauffläche ein Auflagebereich
fehlt, sodass das Laufrad während seiner Bewegung über die gesamte Erstreckung der
Lauffläche über den Schienenstoß hinweg unterstützt ist. Somit wird der Stoßeffekt
am Fahrzeug beim Überfahren des Schienenstoßes verhindert, obwohl die Schienenenden
in Schienenrichtung zueinander beweglich bleiben. Die in Schienenrichtung hintereinander
liegenden Auflagebereiche beschreiben dabei eine tatsächliche oder effektive Lauffläche,
die Abrollfläche, an der das Laufrad beim Abrollen tatsächlich die die Lauffläche
bildenden Oberfläche berührt. Der Schienenstoß ist daher bei einer Bahn-Anlage einsetzbar,
bei der Wagen mit hoher Geschwindigkeit, beispielsweise mehr als 15 m/s oder sogar
mehr als 22 m/s, auf dem Schienensystem verfahrbar sind. Das Schienensystem ist somit
flexibel gestaltet, zusätzliche Befestigungspunkte zur Aufnahme von Kräften, die beispielsweise
durch thermische Ausdehnung in den Schienen entstehen, sind verzichtbar. Das Schienensystem
kann diese Kräfte einfach kompensieren, indem es die thermische Ausdehnung oder Kontraktion
zulässt.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Verbindungselement
an einem Schienenende in einem Festlager und an dem anderen Schienenende in einem
Loslager mit dem jeweiligen Schienenende verbunden ist. Ein Festlager fixiert ein
Bauteil in allen drei Translationsfreiheitsgraden, während ein Loslager ein, meist
aber zwei Translationsfreiheitsgrade, fixiert, Bewegung in einer Richtung, hier der
Schienenrichtung, aber zulässt. Hierdurch ist die Montage noch einmal vereinfacht,
weil das Verbindungselement vor Zusammenfügen der Schienenenden an einem Schienenende
unverlierbar befestigt werden kann. Auch sind die Führung und die Verbindung der Schienenenden
nochmals verbessert, weil sich das Verbindungselement bei Ausweitung oder Stauchung
des Schienenstoßes nicht ungewollt verschieben kann.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass mindestens zwei
Laufflächen für wenigstens zwei Laufräder, vorzugsweise an einer Schiene, ausgebildet
sind, die einen Winkel zueinander aufweisen. Die Laufflächen sind vorzugsweise voneinander
abgewandt, weshalb die Mittenebenen der Laufräder dann eine V-Anordnung bilden. Somit
sind Spurkränze zur seitlichen Führung der Laufräder verzichtbar, wodurch die Laufruhe
weiter verbessert ist.
[0009] Besonders günstige Fahreigenschaften ergeben sich für ein auf dem Schienensystem
bewegtes Fahrzeug, wenn durch die an den Laufflächen abrollenden Laufräder das Fahrzeug
bezüglich einer, insbesondere jeder, Richtung quer zur Schienenrichtung geführt ist.
Vorzugsweise sind die Laufflächen so ausgerichtet, dass die Mittenebenen der Laufräder
bei Beteiligung von drei Laufrädern eine Y-Anordnung oder umgekehrte Y-Anordnung und
bei Beteiligung von wenigstens vier Laufrädern eine X-Anordnung bilden.
[0010] Eine besonders einfach herstellbare und verwendbare Ausführungsform kann vorsehen,
dass sich die Laufflächen über die gesamte Länge der Schienen erstrecken. Die Laufräder
greifen somit nicht nur im Übergangsbereich des Schienenstoßes an der vorgesehenen
Laufflächen an, sondern im gesamten Verlauf der Fahrt des Fahrzeugs.
[0011] Eine vorteilhafte Fertigungsmöglichkeit für die Schienen des Schienensystems ergibt
sich, wenn diese als Druckguss- oder Stranggussprofil ausgebildet sind, vorzugsweise
aus Aluminium. Auch eine Fertigung in Leichtbauweise mit in Schienenrichtung erstreckten
Hohlkammern, deren Trennwände eine Aussteifung der Schiene oder der Schienen bewirken,
ist vorteilhaft ausführbar.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass die Schienenenden
jeweils mindestens eine Hohlkammer umfassen, wobei das Verbindungselement in die
[0013] Hohlkammer eines Schienenendes eingelegt ist und in die entsprechende Hohlkammer
des anderen Schienenendes eingreift. Somit bilden die Schienenenden durch ihre Profilgebung
unmittelbar Führungselemente aus. Es ergibt sich die Möglichkeit, das Schienensystem
mit geringem Materialeinsatz zu fertigen.
[0014] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass das oder jedes
Verbindungselement spielfrei bezüglich Beanspruchungen quer zur Schienenrichtung in
einer Hohlkammer aufgenommen ist. Zusätzliche Befestigungs- und/oder Führungselemente
sind somit verzichtbar, und der konstruktive Aufbau und die Montage des Schienensystems
sind nochmals vereinfacht. Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die spielfreie Anordnung
sogar eine Klemmverbindung bildet.
[0015] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass der Schienenstoß
schräg zur Schienenrichtung, vorzugsweise in einem Winkel zur Schienenrichtung zwischen
40° und 60°, insbesondere 45° oder 50°, verläuft. Es hat sich herausgestellt, dass
im angegebenen Winkelbereich und besonders bei den angegebenen Winkeln, wobei Abweichungen
von 5° problemlos hinnehmbar sind, besonders günstige Verhältnisse für ein laufruhiges
Überrollen des Schienenstoßes bestehen.
[0016] Der Schienenstoß kann durch einen trennenden Schnitt gebildet sein, der in einer
mathematischen, gedachten Ebene ausgeführt ist. Diese Ebene kann schräg zur Schienenrichtung
und mit Neigung zur vertikalen Richtung ausgerichtet sein. Eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung kann vorsehen, dass der Schienenstoß eine Ebene beschreibt, die vertikal
ausgerichtet ist.
[0017] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass am Schienenstoß
wenigstens zwei Laufflächen ausgebildet sind und dass der Schienenstoß die mindestens
zwei Laufflächen an Positionen unterbricht, die zueinander entlang der Schienenrichtung
versetzt sind. Hierdurch ist ein einfach realisierbares Mittel zur Erzielung eines
ruhigen Laufs für das Fahrzeug angegeben.
[0018] Für eine besonders einfache, wirkungsvolle Führung kann vorsehen sein, dass wenigstens
ein Verbindungselement als ein Dorn ausgeführt ist, der in eine zylindrische Hohlkammer
in beiden Schienenenden eingreift.
[0019] Für eine nochmals verbesserte Ausrichtung der Schienenenden kann eine vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung vorsehen, dass wenigstens zwei Verbindungselemente als
Dorne ausgeführt sind, die paarweise beidseitig der Schienenmitte und/oder an den
quer zur Schienenrichtung äußeren Enden der Lauffläche oder der Laufflächen angeordnet
sind.
[0020] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass der Dorn oder die
Dorne unterhalb, vorzugsweise direkt unterhalb, der Lauffläche bzw. der Laufflächen
angeordnet sind. Somit ist sichergestellt, dass keine ungewollten Stufen am Übergang
der Schienenenden entstehen.
[0021] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass wenigstens ein
Verbindungselement wenigstens zwei Nutensteine aufweist, die in je eine Nut an den
Schienenenden eingreifen. Die Nutensteine sind vorzugsweise mit Schrauben oder dergleichen
Verbindungsmitteln an einer Führungsschiene oder Montageschiene befestigt, die an
der Schiene oder den Schienen des Schienensystems anliegt und somit die Schienenenden
fluchtend führt. Die Nutensteine bewirken nach Anziehen der Schrauben oder Betätigen
der Verbindungsmittel ein klemmendes oder sogar formschlüssiges Halten des Verbindungselements
an wenigstens einem Schienenende.
[0022] Eine günstige Laufeigenschaft und ein gleichmäßiger Kraftangriff der Laufräder ergeben
sich bei einer vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung, bei der die Schiene oder
die Schienen einen spiegelsymmetrischen Querschnitt quer zur Schienenrichtung hat/haben.
[0023] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind an den Schienen zwei parallel verlaufende
Befestigungsrinnen ausgebildet, deren Öffnungen aufeinander zu weisen, und an dem
Verbindungselement zwei parallel verlaufende Führungskanten ausgebildet sind, wobei
jede der Führungskanten des Verbindungselements in eine Befestigungsrinnen eingelegt
ist und das Verbindungselement in Verlaufsrichtung der Befestigungsrinnen verschiebbar
mit den Schienen verbunden ist. Die Befestigungsrinnen bilden ein vorteilhaftes Mittel
zur linearen Führung. Durch die Wangen der Befestigungsrinnen wird die Beweglichkeit
der Verbindung am Schienenstoß in einer Richtung beschränkt. Durch die paarweise,
parallele Ausbildung von Befestigungsrinnen wird die Beweglichkeit in einer zweiten
Richtung, die transversal zu der ersten liegt, eingeschränkt. Es ist nur noch ein
Verschieben in Rinnenrichtung unbeschränkt möglich.
[0024] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist jede Führungskante an den Rinnengrund einer
Befestigungsrinne angelegt. Durch den so hergestellten Formschluss ist ein versatzfreier
Übergang von einem Schienenende auf das andere über den Schienenstoß hinweg ermöglicht.
[0025] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind an den Schienen mindestens zwei Laufflächen
ausgebildet, die einen Winkel zueinander aufweisen. Das erfindungsgemäße Verbindungselement
ermöglicht, dass bei flexibler Länge des Schienenstoßes jeder der Laufflächen versatzfrei
über den Schienstoß hinweg verläuft. Denn die Schienenenden sind durch das Verbindungselement
oder die Verbindungselemente relativ zueinander in allen senkrecht auf der Schienenrichtung
stehenden Richtungen fixiert. Somit sind die Laufflächen zur Zentrierung des Wagens
und zur Erzielung eines verbesserten Geradeauslaufs geeignet, indem entsprechende
Laufrollen eingesetzt werden, deren Achsen ebenfalls in einem Winkel zueinander geneigt
sind.
[0026] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist zwischen den zwei Laufflächen ein Schwert
ausgebildet. Die beschriebene Zentrierung ermöglicht, dass eine auf einem Wagen montierte,
rotierende Scheibe mit magnetischen Bereichen nahe an das Schwert heranführbar ist.
Somit werden in dem Schwert Wirbelströme induziert, die zum Vortrieb eines Wagens
verwendbar sind.
[0027] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung unterbricht der Schienenstoß die mindestens
zwei Laufflächen an Positionen, die zueinander entlang der Schienenrichtung versetzt
sind. Somit passieren die Laufrollen der Wagen auf den Laufflächen nicht zum gleichen
Zeitpunkt den Schienenstoß. Das Gewicht der Wagen wird also zu jedem Zeitpunkt durch
Laufrollen abgestützt.
[0028] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung verläuft der Schienenstoß schräg zur Schienenrichtung.
Somit ist eine stoßfreie Passage des Schienenstoßes ermöglicht, denn die Laufrollen
der Wagen sind so breit ausführbar, dass jede einzelne Laufrollen den Schienestoß
stoßfrei überrollt, indem zunächst eine Seite der Laufrolle und danach die andere
Seite der Laufrolle den Schienenstoß passiert.
[0029] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung bildet das Verbindungselement einen Teil einer
Lauffläche im Bereich des Schienenstoßes. Von Vorteil ist dabei, dass die Funktion
des
[0030] Führens mit der Funktion des Überrückens von einem Bauteil ausgeführt wird. Somit
ist der Fertigungsaufwand für den Schienenstoß reduziert.
[0031] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die Schienen jeweils mindestens eine
Hohlkammer, wobei das Verbindungselement in die Hohlkammern eingelegt ist. Die Hohlkammern
sind zur Erhöhung der Stabilität der Schiene ausgebildet und verlaufen in Schienenrichtung.
Die Wände der Hohlkammern bilden Befestigungsrinnen, an denen sich das Verbindungselement
abstützen kann, und durch die es geführt wird beim Atmen des Schienenstoßes. Es sind
nur wenige zusätzliche Fertigungsschritte auszuführen, um die Hohlkammern für eine
Aufnahme des Verbindungselements oder der Verbindungselemente vorzubereiten.
[0032] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist in die Wandung der Hohlkammer an den Schienenenden
jeweils eine Aussparung eingebracht, durch die das Verbindungselement zur Bildung
eines Teils der Lauffläche ragt. Vorzugsweise ist die Aussparung jeweils vom Schienenende
her als Ausfräsung ausgeführt und formt ein nach dem Schienenende zu offenes Langloch.
Somit kann das Verbindungselement die auf der Lauffläche abrollenden Räder aufnehmen
und über den Schienenstoß führen. Die Ausführung des Übernahmebereichs als Langloch
ermöglicht, dass der Punkt oder der Bereich, in welchem das Verbindungselement die
Laufrollen übernimmt, mit dem Atmen des Schienenstoßes, also mit dem Aufeinanderzu-
und Voneinanderwegbewegen, wandern kann, ohne dass eine Stoßstelle auftritt. Vorzugsweise
ist am Verbindungselement eine Kante ausgebildet, die durch die Ausfräsung ragt, und
besonders vorzugsweise weist diese Kante eine konvexe Krümmung auf, durch die am Übergang
von der Lauffläche zur Kante auftretende Stöße abgemildert werden.
[0033] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Verbindungselement als eine Platte
ausgeführt, wobei die parallel verlaufenden Führungskanten zueinander versetzt angeordnet
sind. Durch die versetzte Ausbildung wird erreicht, dass die Führungskanten in montierter
Position in verschiedenen Bereichen in Schienenrichtung in die jeweilige Befestigungsrinne
greifen. Somit ist das Verbindungselement durch Drehen um eine Achse, die Senkrecht
auf der Platte steht, in die Halteposition bringbar. Vorzugsweise ist jede Führungskante
in dem der jeweils anderen Führungskante gegenüberliegenden Bereich zurückgenommen.
Das Verbindungselement weist dadurch in einer Richtung, die schräg zu den Führungskanten
verläuft, eine geringere Abmessung auf als der Geradenabstand der verlängerten Führungskanten.
Letzterer ist gleich dem Abstand der Rinnengründe der Befestigungsrinnen. Durch die
Rücknahmen kann das Verbindungselement seitlich ohne Verkippen zwischen die Befestigungsrippen
eingebracht werden. Die Schienenenden am Schienstoß müssen also zur Montage des Verbindungselements
nicht quer zur Schienenrichtung gegeneinander bewegt werden, sondern das Verbindungselement
kann in schräger Orientierung flach zwischen die Befestigungsrinnen eingelegt werden
und anschließend durch Drehen in Halteposition gebracht werden.
[0034] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind in der Platte Langlöcher ausgebildet zur
Befestigung und Führung an mindestens einer Schiene, wobei die Langlöcher parallel
zu den Führungskanten ausgerichtet sind. Somit ist die Lückengröße des Schienenstoßes,
also der Abstand zwischen den Schienenenden, veränderbar. Der Schienenstoß kann flexibel
Stress und Spannungen im Schienenmaterial aufnehmen.
[0035] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind zwei identisch ausgebildete Verbindungselemente
beidseits der Schienen angeordnet und durch Schrauben miteinander verbunden. Somit
ist eine feste Führung der Schienenenden ermöglicht. Durch die identische Ausbildung
der Verbindungselemente ist die Teilezahl für die Montage des Schienensystems reduziert.
Fehlmontagen sind vermieden. Vorzugsweise weist das Verbindungselement eine zweizählige
Drehsymmetrie und/oder eine Spiegelsymmetrie und/oder eine Punktspiegelungssymmetrie
auf, um die beidseitige Montage zu ermöglichen.
[0036] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist an einer weiteren Stelle in die Befestigungsrinnen
ein Adapter zur Halterung eines Kabels eingeklemmt. Somit sind die Befestigungsrinnen
nutzbar für die Montage eines Primärleiters zur berührungslosen, induktiven Energieversorgung
von Verbrauchern auf den Wagen der Schienenbahn-Anlage.
[0037] Wichtige Merkmale der Erfindung einer Einschienenbahn-Anlage sind, dass ein erfindungsgemäßes
Schienensystem umfasst ist. Es ist somit eine Einschienenbahn-Anlage mit einem flexibel-elastischem
Schienensystem ausgebildet, dass nur wenige Abstützpunkte und/oder Befestigungspunkte
benötigt. Vorzugsweise ist das Schienensystem auf Stützen aufgestellt, wobei der Abstand
benachbarter Stützen wenigstens 10 m beträgt. Somit sind die Montagekosten und der
Materialeinsatz für die Aufstellung der Schienenbahn-Anlage reduziert.
[0038] Unter Einschienenbahn-Anlage wird allgemeine eine Anlage zum schienengebundenen Transport
verstanden, bei der Wagen auf einem Schienensystem abrollen, wobei das Schienensystem
aus einem Schienenstrang oder aus mehreren Schienensträngen gebildet wird wobei im
Fall mehrerer Schienenstränge diese fest miteinander verbunden und gemeinsam durch
Befestigungsmittel an einer Unterlage montiert sind. Beispielsweise kann solch ein
Schiensystem aus drei parallel verlaufenden Rohren gebildet sein, die im Querschnitt
an den Ecken eines Dreiecks angeordnet sind, und die untereinander durch Stege verbunden
sind, wobei der Abstand zweier benachbarter Stege einen Bruchteil des Abstandes zweier
benachbarter Befestigungspunkte für das Schienesystem als Ganzes beträgt.
[0039] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Schienenstöße jeweils zwischen zwei
benachbarten Stützen angeordnet. Die längenveränderlich ausgeführten Schienenstöße
können somit Spannungen aufnehmen, die auf die Schienen durch Schwingungen eingebracht
werden.
[0040] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist mindestens ein entlang des Schienensystems
verfahrbarer Wagen vorgesehen, der eine rotierende Scheibe mit magnetischen Bereichen
umfasst, die in dem Schwert des Schienensystems Wirbelströme induziert. Da das Schwert
zwischen den Laufflächen angeordnet ist und die Laufflächen an den Schienenstößen
durch die Verbindungselemente jeweils zu den Laufflächen des benachbarten Schienenabschnitts
ausgerichtet werden, sind auch die entlang der Schienen verlaufenden Schwerter zweier
benachbarter Schienenabschnitte zueinander ausgerichtet. Die rotierende Scheibe ist
somit in geringem Abstand vom Schwert führbar, ohne dass am Schienenstoß Kollisionen
zu befürchten sind. Durch den geringen Abstand der Scheibe vom Schwert sind in dm
Schwert Wirbelströme induzierbar, die stark genug sind, um den Wagen mit der Scheibe
anzutreiben.
[0041] Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Erfindung ist nicht auf
die Merkmalskombination der Ansprüche beschränkt. Für den Fachmann ergeben sich weitere
sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten von Ansprüchen und/oder einzelnen Anspruchsmerkmalen
und/oder Merkmalen der Beschreibung und/oder der Figuren, insbesondere aus der Aufgabenstellung
und/oder der sich durch Vergleich mit dem Stand der Technik stellenden Aufgabe.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Stütze
- 2
- Wagen
- 3
- Stütze
- 4
- Schienenstoß
- 5a, 5b
- Schienenende
- 20
- Rad
- 21
- Platte
- 22
- Antrieb
- 23
- Antenne
- 24
- Koaxialleiter
- 25
- Halteprofil
- 26
- Grundhalteprofil
- 27
- U-förmiger Übertragerkopf, Pick-Up
- 28
- elektronisches Gerät mit Leistungselektronik
- 29
- Führungsrollen
- 30
- Elektromotor
- 31
- elektrische Anschlussvorrichtungen
- 32
- Scheibe
- 33
- Magnetbelag
- 33a
- Magnete mit abwechselnder Magnetisierungsorientierung
- 34
- Schwert
- 35
- Schienenprofil
- 36
- Aufnahmebereich für Versorgungskabel
- 37
- Abdeckung
- 38
- Einklemmblech
- 39
- Halterung für Koaxialleiter
- 40
- Führungsrollen
- 41
- Gestänge
- 42, 42a, 42b
- gekrümmte Lauffläche
- 43, 43a, 43b
- Lauffläche
- 44
- Kabelkanalhalter
- 45
- Aufnahmebereich für Barcode oder Lesemarken
- 46
- Befestigungsrinne
- 47
- Funktionsfläche
- 50a, 50b
- Hohlkammer
- 51a, 51b
- Hohlkammer
- 52
- Verbindungsplatte
- 53
- Schraube
- 54
- Langloch
- 55a, 55b
- Führungskante
- 56a, 56b
- zurückgenommene Kante
- 57
- Gehrungsschnitt
- 58a, 58b
- Abrollbereich
- 59a, 59b
- Rücknahme
- 60a, 60b
- Schienenende
- 61
- Abrollfläche
- 62
- Verbindungsteil
- 63
- Abrollkante
- 64
- Führungsfläche
- 65
- Führungskante
- 66
- Wandung
- 67
- Hohlkammer
- 68
- Aussparung
- 69
- Spitze
- 70
- Schienensystem
- 71
- Schiene
- 72, 73
- Schienenende
- 74
- Dorn
- 75, 76
- Hohlkammer
- 77
- Montageschiene
- 78
- Ausnehmung
- 79, 80
- Nutenstein
- 81
- Nut
[0043] Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:
[0044] Es zeigt
- Figur 1 eine Einschienenbahn-Anlage,
- Figur 2 einen Wagen einer Einschienenbahn-Anlage,
- Figur 3 einen Schnitt durch die Schiene einer Einschienenbahn-Anlage mit Antriebseinheit
eines Wagens,
- Figur 4 einen Schienenstoß einer Einschienenbahn-Anlage,
- Figur 5 den Schienenstoß aus Figur 4 von oben,
- Figur 6a eine Prinzipskizze eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Schienenstoßes,
- Figur 6b eine Prinzipskizze eines Schnitts durch eine Schiene im Bereich des Schienenstoßes
aus Figur 6a und
- Figur 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schienenstoßes.
[0045] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Einschienenbahn-Anlage. Auf einer Schiene
1 ist ein Fahrzeug 2 verfahrbar. Die Schiene 1 ist auf Stützen 3 befestigt. Der Befestigungsbereich
jeder Stütze 3 erstreckt sich über eine Länge, die klein ist gegenüber dem Abstand
benachbarter Stützen 3. Die Befestigung lässt jeweils eine Torsionsschwingung eines
Bereichs der Schiene 1 um die Achse der Stütze 3 zu. Die Schiene 1 ist mit einem Profil
ausgebildet, das eine größere Biegesteifigkeit in einer ersten, der vertikalen, Richtung
als in einer zweiten, der horizontalen, Richtung aufweist. Somit liegt die bevorzugte
Schwingungsrichtung der Schiene 1 zwischen zwei benachbarten Stützen 3 in einer horizontale
Ebene quer zur Laufrichtung der Schiene 1.
[0046] Die Schienen 1 des Schienensystems sind als Aluminium-Stangenprofil ausgeführt.
[0047] Der Abstand zwischen zwei benachbarten Stützen beträgt in geraden Abschnitten mindestens
10 m, vorzugsweise 12 m. Die Schiene 1 ist so ausgelegt, dass bei am Einsatzort üblichen
Windstärken windinduzierte Schwingungen angeregt werden, deren maximale Auslenkung
am Schwingungsbauch 20 cm und mehr beträgt. Die Anregung von Schwingungen kann auch
durch das Verfahren des Fahrzeugs 2 erfolgen.
[0048] Die Schiene 1 ist aus aufeinanderfolgenden Schienenabschnitten zusammengesetzt, die
an Schienenstößen miteinander verbunden sind. Die Schienenstöße sind jeweils zwischen
zwei benachbarten Stützen 3 angeordnet, vorzugsweise in der Mitte zwischen zwei Stützen
3.
[0049] An einer Seite der Schiene 1 ist ein Primärleiter in einem Halteprofil 25 angeordnet.
Der Wagen 2 wird berührungslos induktive aus diesem Primärleiter mit Energie zum Antrieb
und zum Betrieb von Elektronik auf dem Wagen versorgt.
[0050] Ebenso zeigt Figur 2 eine Ansicht eines Wagens einer Einschienenbahn-Anlage mit einem
Schienensegment. In Figur 3 ist der Schnitt durch das Schienensegment mit der relativen
Position der Antriebseinheit des Wagens gezeigt. Teilweise sind Komponenten und Bauteile
weggelassen.
[0051] In Figur 2 und 3 umfasst der Wagen den Elektromotor 30, der wiederum elektrische
Anschlussvorrichtungen 31 aufweist. Der Motor treibt Scheiben 32 an, auf denen ein
Magnetbelag 33 mit in Umfangsrichtung aufeinander folgenden, in axialer Richtung abwechselnd
magnetisierten Magnetbereichen 33a aufgebracht ist. Der Motor wird bei hoher Drehzahl
betrieben, vorzugsweise mehr als 1000 Umdrehungen pro Minute. Je höher die Drehzahl
ist, desto größer ist der Wirkungsgrad des Antriebs.
[0052] Der Antrieb arbeitet nach dem Wirbelstromprinzip. In dem Schwert 34 erzeugen die
rotierten Magnetbereiche 33a Wirbelströme. Diese wirken magnetisch zurück auf die
Magnetbereiche 33a der Scheibe 32. Es resultiert eine Vorschubskraft durch die im
Schwert 34 des Schienenprofils 35 induzierten Wirbelströme, die mit dem durch die
Drehbewegung des Motors erzeugten veränderlichen Magnetfeld wechselwirken. Die Vorschubskraft
wirkt in Schienenrichtung.
[0053] Zur Erzeugung einer Bremsbeschleunigung ist die Drehrichtung des Motors zu verlangsamen
oder umzukehren.
[0054] Die den Motor 30 ansteuernde Steuerungselektronik berücksichtigt die Erwärmung des
Schwertes durch Modellbildung und steuert den Motor 30 derart, dass die Erwärmung
unter einem kritischen Wert gehalten wird.
[0055] Das Schienenprofil 35 weist einen Aufnahmebereich 36 für Versorgungskabel auf, die
den nächsten Schienenabschnitt versorgen. Die Kabel sind sozusagen durchleitbar. Im
nächsten Schienenabschnitt kann die durchgeleitete Energie dann den dortigen Primärleitem
zur Verfügung gestellt werden. Die Bereiche 36 sind mit einer Abdeckung 37 versehbar.
Dies ist vorzugsweise auch mit einem Magnetfelder abschirmenden Material versehen.
[0056] Die Seitenflächen der Schiene sind als Funktionsflächen 47 ausgebildet, an denen
sich verschiedene Adapter befestigen lassen:
[0057] Hierzu werden die Funktionsflächen 47 durch Befestigungsrinnen 46 begrenzt. Der jeweils
benötigte Adapter wird schräg eingeführt und um eine Achse gedreht, bis die Enden
des Adapters in jeweils eine Befestigungsrinne 46 greifen. Diese Endposition ist in
Figur 3 am Beispiel eines Einklemmblechs 38 und eines Kabelkanalhalters 44 gezeigt.
Weitere Adapter, beispielsweise für Lesemarkierungen, sind vorsehbar.
[0058] Am Einklemmblech 38 ist eine Halterung 39 für Koaxialleiter ausgebildet. Der Wagen
umfasst bei Einsatz eines Koaxialleiters auch eine Antenne, die am Koaxialleiter entlang
geführt wird zum Datenaustausch. Alternativ oder zusätzlich ist auch ein Barcode am
Aufnahmebereich 45 an der Halterung 39 anbringbar. Es sind auch statt Barcode andere
Lesemarken anbringbar. Für den Barcode oder die anderen Lesemarken ist am Wagen optional
ein entsprechendes Lesegerät vorsehbar, das zum Ablesen der Informationen geeignet
ist und somit eine Positionserfassung ausführbar macht. Die Informationen werden von
dem elektronischen Gerät des Wagens verarbeitet und über die Mittel zur Datenübertragung,
wie Koaxialleiter und/oder Funkwellen, einer zentralen Steuerungseinheit gemeldet.
[0059] Der Wagen wird mit am Gestänge 41 des Wagens vorgesehenen Führungsrollen 40 geführt,
die an Laufflächen (42,43) abrollen können. Dabei dienen die Laufflächen 43 der seitlichen
horizontalen Stabilisierung, also gegen ein Verkippen des Wagens um eine Achse, die
parallel zur Schienenverlaufsrichtung ist. Die konkav gekrümmten Laufflächen 42 dienen
der Stabilisierung des Wagens 30 in Gravitationsrichtung, also einer Zentrierung des
Wagens in Bezug auf die Schienenmitte. Die Krümmung der Laufflächen 42 führt zusammen
mit der zum Gravitationsrichtung schräg angeordneten Führungsrollen zu einer Selbststabilisierung,
die insbesondere im Bereich von Kurven wichtig ist. Bei geraden Schienenstrecken wird
eine Stabilisierung und Verminderung von Schwingungen um die Ruhelage bewirkt.
[0060] An dem an einer Funktionsfläche 47 angebrachten Kabelkanalhalters 44 ist ein Halteprofil
25 eingeklipst. An diesem Halteprofil 25 ist wiederum ein Primärleiter in Form mehrerer
Hinleiter kraft- und formschlüssig eingelegt und gehalten. Die zweifach ausgeführten
Rückleiter des Primärleitersystems sind in weiteren Halteprofilen 45 eingelegt, welche
ebenfalls am Kabelkanalhalters 44 befestigt sind.
[0061] In Figur 2 sind durch die Darstellung in Schrägansicht die einzelnen in Umfangsrichtung
jeweils nebeneinander angeordneten Magnetbereiche 33a sichtbar, die eine abwechselnde
Magnetisierungsorientierung in axialer Richtung des Elektromotors 30 aufweisen.
[0062] In Figur 2 und 3 ist das elektronische Gerät nicht gezeigt. Es ist ebenfalls vom
Wagen umfasst. In Figur 3 ist das Gestänge des Wagens ebenfalls nicht gezeigt. Der
Motor 30 und der U-förmige Übertragerkopf 27 sind bei dem Wagen nach Figur 3 über
ein Gestänge verbunden. Der Übertragerkopf 27 umfasst teilweise den in das Halteprofil
25 eingelegten Primärleiter in einem Bereich. Im Übertragerkopf 27 ist eine pickup-Spule
angeordnet, die induktiv an den Primärleiter gekoppelt ist. An die pickup-Spule ist
ein Schwingkreis angeschlossen, über den der Elektromotor 30 mit Energie aus dem Primärleiter
versorgt wird.
[0063] Figur 4 zeigte einen Abschnitt des Schienensystems im Bereich eines Schienenstoßes
4.
[0064] Durch das Schienenprofil wird eine erste Hohlkammer 51 a und eine zweite Hohlkammer
51 b gebildet, an deren Außenwänden eine erste Lauffläche 42a und eine zweite Lauffläche
42b ausgebildet sind.
[0065] Die Laufflächen 42a, 42b sind konkav gekrümmt ausgebildet und nehmen über Laufrollen
das Gewicht eines Wagens auf, der entlang der Schiene verfahrbar ist. Die Laufflächen
42a und 42b sind zueinander in einem Winkel angeordnet. Die entsprechenden Laufrollen
am Wagen sind ebenfalls in einem passenden Winkel zueinander angeordnet. Durch die
Anordnung der Laufflächen wird erreicht, dass die energetisch günstigste Position
des Wagens quer zur Schienenrichtung die zentrierte Position ist.
[0066] An der Schiene ist ein Schwert 34 ausgebildet, in dem zum Vortrieb des Wagens ein
Wirbelstrom induziert wird. Durch die Ausrichtung des Wagens quer zur Schienenrichtung
auf eine zentrierte Position wird die Einhaltung eines definierten Abstands zwischen
Induktionsmitteln auf dem Wagen und dem Schwert erreicht.
[0067] Durch das Schienenprofil wird weiter eine dritte Hohlkammer 50a und eine vierte Hohlkammer
50b gebildet, an deren Außenwänden weitere Laufflächen 43a, 43b ausgebildet sind.
Auf diesen weiteren Laufflächen 43a, 43b rollen Stützräder der Wagen ab und nehmen
Kippkräfte auf, die auf die Wagen wirken.
[0068] An der Unterseite der Hohlkammern 51 a, 51 b und an der Oberseite der Hohlkammern
50a, 50b sind Befestigungsrinnen 46 ausgebildet. Die Befestigungsrinnen 46 sind dabei
so angeordnet, dass die Öffnungen aufeinander zeigen. Somit können, wie in Figur 3
gezeigt, Haltebleche 38 und Kabelkanalhalter 44 in die Befestigungsrinnen 46 eingeklemmt
werden. Das Halteblech 38 und der Kabelkanalhalter 44 sind hierzu in ihren Endbereichen
federnd ausgestaltet. Halteblech 38 und Kabelkanalhalter 44 werden befestigt, indem
sie schräg in Bezug auf die senkrechte Richtung auf die Funktionsfläche 47 aufgesetzt
werden und anschließend um eine Achse, die auf der Funktionsfläche 47 senkrecht steht,
gedreht werden, bis die federnd ausgebildeten Endbereiche in die Befestigungsrinnen
46 einrasten.
[0069] Die Schienen in Figur 4 sind durch eine Verbindungsplatte 52 verbunden. In der Verbindungsplatte
52 sind Langlöcher 54 ausgebildet, durch die Schrauben 53 gesteckt sind. Die Schrauben
53 sind durch eine zur Verbindungsplatte 52 identisch ausgeformte weitere Verbindungsplatte
52 gesteckt und mit Muttern gesichert. Somit sind beidseits der Schienen im Bereich
des Schienestoßes 4 Verbindungsplatten 52 angeordnet, die die Schienenenden in horizontaler
Richtung fluchtend ausrichtend.
[0070] An der Verbindungsplatte 52 ist eine geradlinige Führungskante 55a ausgebildet, die
in eine Befestigungsrinne 46 eingreift und die an dem Rinnengrund der Befestigungsrinne
46 angelegt ist.
[0071] An der Verbindungsplatte 52 ist eine weitere geradlinige Führungskante 55b ausgebildet,
die parallel zur Führungskante 55a verläuft. Die Führungskante 55b greift in die untere
Befestigungsrinne 56 ein und liegt an deren Rinnengrund an. Hierdurch ist ein relatives
Versetzen der Schienen 5a, 5b am Schienenstoß 4 in vertikaler Richtung verhindert.
Führungskante 55a und Führungskante 55b sind zueinander versetzt angeordnet und gehen
über eine Rücknahem 59a, 59b in eine weitere Kante 56a, 56b über. Somit ist der Abstand
der Führungskanten 55a und 55b voneinander größer als der Abstand jeder Führungskante
55a, 55b von der jeweils gegenüberliegenden, zurückgenommenen Kante 56a, 56b. Die
Rücknahmen 59a, 59b sind dabei so groß gewählt, dass ein flaches Einsetzen der Verbindungsplatte
52 in den Raum zwischen den Befestigungsrinnen 46 in leicht verdrehter Position ermöglicht
ist, während nach dem Einsetzen die Führungskanten 55a, 55b durch Drehung um eine
Achse, die senkrecht auf der Fläche zwischen den Befestigungsrinnen steht, in die
Befestigungsrinnen 46 eingeführt werden.
[0072] Die Schienenenden 5a, 5b sind durch die beidseits angebrachten Verbindungselemente
52 in horizontaler und vertikaler Richtung relativ zueinander fixiert, wobei die Schienenprofile
fluchtend ineinander über gehen. In Schienenrichtung ist dagegen eine relative Abstandsänderung,
beispielsweise durch Temperaturschwankungen oder Schwingungen des Schienensystems,
möglich, zumindest im Rahmen der Längsausdehnung der Langlöcher 54.
[0073] Figur 5a zeigt den Schienenstoß nach Figur 4 von oben. Der Schienstoß ist als schräg
verlaufende Lücke 57 zwischen den Schienenenden 5a und 5b ausgebildet, wie sie durch
einen Gehrungsschnitt entsteht.
[0074] Auf den Laufflächen 42a und 42b rollen die oberen Laufräder 40 der Wagen aus Figur
2 ab. Diese Laufräder sind so breit ausgeführt, dass sie eine Spur auf den Laufflächen
42a und 42b zeichnen, deren Breite mindestens die Hälfte der Breite der Laufflächen
42a beziehungsweise 42b beträgt.
[0075] In Figur 5a sind mit 58a und 58b die Abrollbereiche der Laufräder eingezeichnet.
Es ist ersichtlich, dass die Räder eines Laufradpaares 40 zu unterschiedlichen Zeiten
die Lücke 57 passieren, da die Übergänge in der Lauffläche 42a und in der Lauffläche
42b zueinander in Schienenrichtung versetzt sind. Außerdem wird, bedingt durch die
Breite der Laufräder und die Schrägung der Lücke 57, jedes Laufrad für sich die Lücke
57 nicht spüren, da zu jedem Zeitpunkt ein Teilbereich des Laufrads auf einer Lauffläche
42a beziehungsweise 42b aufliegt.
[0076] Figur 6a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schienestoßes. Dargestellt
ist eine Prinzipskizze, die auf die Figuren 2 bis 5 anwendbar ist. In ein erstes Schienenende
60b ist eine Aussparung 68 eingearbeitet, durch den eine Abrollkante 63 eines Verbindungsteils
62 ragt. Die Aussparung 68 ist in eine Lauffläche derart eingebracht, dass sie in
der Abrollfläche 61 einer Laufrolle angeordnet ist. Somit bildet die Abrollkante 63
einen Teil der Abrollfläche 61, und die Laufrolle rollt über diese Abrollkante über
den Schienestoß hinweg, ohne eine Unebenheit zu spüren.
[0077] Figur 6b stellt eine Schnittansicht durch das Schienenende 60b dar. Das Verbindungsteil
62 ist in eine Hohlkammer 67 eingeführt. Bei einer Schiene nach Figur 2 bis 5 ist
die Hohlkammer 51 a und/oder 51 b verwendbar. Das Verbindungsteil 62 ist als Profilteil
ausgeformt und bildet Führungsflächen 64, die die Wandung der Hohlkammer 67 flächig
berühren. An den Schenkeln des Profilteils ist jeweils eine Führungskante 65 ausgeformt,
die in eine Rinne der Hohlkammer 67 eingreift und am Rinnengrund 66 anliegt. Somit
ist eine lineare Führung der Schiene entlang der Längsrichtung des Verbindungsteils
62 ermöglicht.
[0078] Das Verbindungsteil 62 ist, wie in Figur 6a gezeigt, in eine am anderen Schienenende
60a ausgebildete Hohlkammer eingesteckt. Somit werden die Schienenenden 60a und 60b
relativ zueinander linear geführt. Die Abrollkante 63 ragt durch eine Aussparung in
dem Schienenende 60a hindurch, wobei die Aussparung genauso wie die Aussparung 68
ausgebildet ist.
[0079] Das Verbindungsteil 62 ist kürzer ausgeführt als die gesamte von den Hohlkammern
67 umschlossene Bereich. Somit sind die Schienenenden 60a und 60b zueinander verschiebbar.
[0080] Die Lauffläche der Schiene, die die Abrollfläche 61 umfasst, mündet in einen Spitze
69, die in ein nicht dargestelltes Schwert ausläuft, das wie das Schwert 34 aus Figur
3 geformt ist.
[0081] Bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel hat ein allgemein mit 70 bezeichnetes
Schienensystem, das für ein in Schienenrichtung bewegliches, schienengebundenes Fahrzeug
vorgesehen ist, eine Schiene 71, die einen Schienenstoß 4 aufweist, an welchem zwei
Schienenenden 72, 73 zusammentreffen.
[0082] Die Schienenteile der Schienen 71 sind aus Aluminium als Stranggussprofil gefertigt.
Durch das Profil sind Hohlkammern 76 gebildet, durch die eine Leichtbau-Ausführung
der Schiene 71 erreicht ist, wobei die Trennwände der Hohlkammern 76 die Schiene 71
aussteifen. Die Schiene 71 weist einen längs zur Schienenrichtung gleichbleibenden
Querschnitt und ein gleichbleibendes Profil auf.
[0083] Durch den Schienenstoß 4 ist ein Schnitt in der Schiene 71 ausgebildet und die Schiene
71 im Verlauf der Schienenrichtung unterbrochen, wobei der Schnitt in einer Ebene
verläuft, die vertikal ausgerichtet ist und schräg zur Schienenrichtung verläuft.
Der Schnitt ist als 50° Schrägschnitt ausgeführt.
[0084] Das Schienensystem 70 hat weiter zwei Verbindungselemente in Form von je einem Dorn
74. Diese Dorne 74 sind in zylinderförmige, in Schienenrichtung ausgerichtete Hohlkammern
75 angeordnet, wobei der Innendurchmesser der Hohlkammern 75 so auf den Durchmesser
der Dorne 74 abgestimmt ist, dass die Dorne 74 spielfrei in den Hohlkammern 75 gehalten
sind. Zur Verbindung des Schienenendes 72 mit dem Schienenende 73 werden die an den
freien Spitzen oder Enden konisch verjüngend abgeschrägten Dorn 49 in den Hohlkammern
des anderen Schienenendes 73 eingesteckt, wobei die Hohlkammern gleichartig zu den
Hohlkammern 72 des einen Schienenendes 72 ausgestaltet sind.
[0085] Durch diese Streckverbindung bleiben die Schienenenden 72, 73 relativ zueinander
in Schienenrichtung beweglich, und durch die Dorne 74 werden die zwei Schienenenden
in Schienenrichtung fluchtend geführt.
[0086] Die Dorne 74 sind in dem einen Schienende 72 unbeweglich befestigt und bilden ein
somit Festlager, während sie in die Hohlkammern des anderen Schienenendes 73 lediglich
eingesteckt werden und weiterhin beweglich bleiben, also ein Loslager bilden.
[0087] Die Dorne 75 sind aus Stahl gefertigt und stellen einen elektrischen Kontakt zwischen
den Schienenenden 72, 73 her.
[0088] Das Schienensystem 70 weist weiter eine Montageschiene 77 auf, die mit einer Ausnehmung
78 an der Unterseite der Schiene 71 eine Keilführung bildet.
[0089] An der oberen Kante der mit V-Profil ausgebildeten Montageschiene 77 sind Nutensteine
79, 80 mit der Montageschiene 77 verbunden. Diese Nutensteine 79, 80 werden in eine
längs zur Schienenrichtung verlaufende Nut 81 an der Unterseite der Schienen 71 eingeführt.
Ein Nutenstein 79 wird in die Nut 81 des einen Schienenendes 72, der andere Nutenstein
80 in die Nut 81 des anderen Schienenendes 73 eingeführt.
[0090] Die Nutensteine 79, 80 sind durch eine Schraubverbindung an der Montageschiene gehalten,
die von unten betätigbar ist. Die Schraubverbindung wird durch von unten eingeführte
und in die Nutensteine 79, 80 eingeschraubte Schrauben bewirkt. Die Schrauben des
Nutensteins 79 werden nach Einführen des Nutensteins 79 in die Nut 81 des einen Schienenendes
72 angezogen, wodurch ein Festlager gebildet ist. Die Schrauben des anderen Nutensteins
80 werden dagegen nach Einführen des Nutensteins 80 in das andere Schienenende 73
nicht angezogen, wodurch die Montageschiene 77 bezüglich dieses Schienenendes 73 in
Schienenrichtung verschiebbar bleibt und also ein Loslager bildet. Die Schrauben des
Nutensteines 80 werden jedoch nicht soweit gelöst, dass ein Bewegungsspiel quer zur
Schienenrichtung entsteht.
[0091] An jedem Schienenende 72, 73 sind weiter zwei Laufflächen 42, 42a für zwei Laufräder
des schienengebundenen Fahrzeugs ausgebildet. Die Laufflächen 42, 42a eines Schienenendes
72, 73 sind gegeneinander geneigt, so dass die abrollenden Laufräder V-förmig zueinander
stehende Mitteneben haben.
[0092] Die beim Betrieb vorgesehenen Laufräder haben quer zur Laufrichtung eine vorbestimmte
Breite, die wenigstens die Hälfte der Breite der Laufflächen 42, 42a ausnutzt. Dadurch,
dass der Schienenstoß 4 als schräger Schnitt ausgeführt ist, variiert die Breite und
die Position quer zur Schienenrichtung der Lauffläche entlang der Schienenrichtung.
Dadurch, dass die Laufräder eine Mindestbreite aufweisen, ist jedoch sichergestellt,
dass jeder Abschnitt der in Schienenrichtung gedanklich in Abschnitte unterteilten
Lauffläche dem Laufrad wenigstens einen Auflagebereich bietet und der Auflagebereich
des Laufrads bei Überrollen des Schienenstoßes über die Breite des Laufrades wandert.
Die Unterteilung des Bereichs des Schienenstoßes in Abschnitte kann hierbei beliebig
verfeinert werden, ohne dass sich Abschnitte mit fehlendem Auflagebereich ergeben.
[0093] Die Dorne 79 sind an den quer zur Schienenrichtung äußeren Enden der Laufflächen
42, 42a und direkt unterhalb dieser Laufflächen 42, 42a angeordnet.
[0094] Das Schienensystem 1 weist zwei weitere Laufflächen 43, 43a auf, die im unteren Bereich
der Schienen 71 ausgebildet sind und derart gegeneinander und gegen die Laufflächen
42, 42a geneigt sind, dass die Mittenebenen von vier je auf einer Lauffläche 42, 42a,
43, 43a abrollenden Laufräder eine X-Anordnung bilden.
[0095] Während die Laufflächen 42, 42a für die das Gewicht tragenden Laufräder bestimmt
sind, greifen an den Laufflächen 43, 43a Stützräder an, die das Fahrzeug führen und
an der Schiene 71 halten.
[0096] Bei weiteren Ausführungsbeispielen sind drei Laufräder vorgesehen, deren Mittenebenen
eine Y-Anordnung oder eine umgekehrte Y-Anordnung bilden, und die Laufflächen sind
entsprechend ausgebildet. Bei der Y-Anordnung tragen zwei gegeneinander geneigte,
oberhalb der Schiene positionierte Laufräder das Gewicht des Fahrzeugs, während das
dritte Laufrad unterhalb der Schiene angeordnet ist und das Fahrzeug auf der Schiene
hält. Die umgekehrte Y-Anordnung ergibt sich durch Umkehrung der beschriebenen Y-Anordnung,
bei welcher das einzelne, dritte Rad vertikal über der Schiene angeordnet ist und
das Gewicht des Fahrzeugs trägt. Weitere Anordnungen sind in weiteren Ausführungsbeispielen
realisiert.
[0097] Bei dem Schienensystem werden die Schienenstöße durch ein Verbindungselement überbrückt,
wobei die Schienenenden fluchtend zueinander ausgerichtet werden und in Schienenrichtung
verschiebbar sind. Die Schienen und das Verbindungselement sind derart ausgebildet,
dass in Laufflächen am Schienenstoß keine Unterbrechung entsteht.
1. Schienensystem für ein in Schienenrichtung bewegliches, schienengebundenes Fahrzeug
(2),
wobei das Schienensystem (70) wenigstens eine Schiene (71) mit wenigstens einem Schienenstoß
(4) aufweist,
an welchem zwei Schienenenden (5a, 5b, 72, 73) zusammentreffen,
wobei mindestens ein Verbindungselement (52, 64, 74, 77) zur Verbindung der Schienenenden
(72, 73) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schienenenden (72, 73) relativ zueinander in Schienenrichtung beweglich sind,
dass durch das Verbindungselement (52, 64, 74, 77) die zwei Schienenenden (5a, 5b,
72, 73) in Schienenrichtung fluchtend geführt sind
und dass an den Schienenenden (5a, 5b, 72, 73) und/oder an dem Verbindungselement
(52, 64, 74, 77) eine Lauffläche (42, 42a, 42b) für wenigstens ein Laufrad (40) des
schienengebundenen Fahrzeugs (2) ausgebildet ist
und das Laufrad (40) quer zur Laufrichtung eine vorbestimmte Breite aufweist,
wobei die Breite und/oder die Position quer zur Schienenrichtung der Lauffläche (42,
42a) entlang der Schienenrichtung derart variiert ist/sind,
dass jeder Abschnitt der in Schienenrichtung gedanklich in Abschnitte unterteilten
Lauffläche (42, 42a) dem Laufrad (40) wenigstens einen Auflagebereich (58a, 58b) bietet
und der Auflagebereich (58a, 58b) des Laufrads (40) bei Überrollen des Schienenstoßes
(4) über die Breite des Laufrades (40) wandert.
2. Schienensystem nach dem vorangegangenen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (52, 64, 74, 77) an einem Schienenende (5a, 5b, 72, 73) in
einem Festlager
und an dem anderen Schienenende (5a, 5b, 72, 73) in einem Loslager mit dem jeweiligen
Schienenende (5a, 5b, 72, 73) verbunden ist.
3. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) für wenigstens zwei Laufräder
(40), vorzugsweise an einer Schiene (71), ausgebildet sind,
die einen Winkel zueinander aufweisen,
und/oder
durch die an den Laufflächen (42, 42a, 42a, 43, 43a, 43b) abrollenden Laufräder (40)
das Fahrzeug (2) bezüglich einer, insbesondere jeder, Richtung quer zur Schienenrichtung
geführt ist
und/oder
sich die Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) über die gesamte Länge der Schienen
(71) erstrecken.
4. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schienen (71) des Schienensystems (70) als Druckguss- oder Stranggussprofil ausgebildet
sind, vorzugsweise aus Aluminium.
5. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schienenenden (5a, 5b, 72, 73) jeweils mindestens eine Hohlkammer (50a, 50b, 51a,
51b, 67, 75, 76) umfassen,
wobei das Verbindungselement (52, 64, 74, 77) in die Hohlkammer (50a, 50b, 51a, 51b,
67, 75, 76) eines Schienenendes (5a, 5b, 72, 73) eingelegt ist und in die entsprechende
Hohlkammer (50a, 50b, 51a, 51b, 67, 75, 76) des anderen Schienenendes (5a, 5b, 72,
73) eingreift.
6. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das oder jedes Verbindungselement (52, 64, 74, 77) spielfrei bezüglich Beanspruchungen
quer zur Schienenrichtung in einer Hohlkammer (50a, 50b, 51a, 51 b, 67, 75, 76) aufgenommen
ist.
7. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schienenstoß (4) schräg zur Schienenrichtung, vorzugsweise in einem Winkel zur
Schienenrichtung zwischen 40° und 60°, insbesondere 45° oder 50°, verläuft und/oder
der Schienenstoß (4) eine Ebene beschreibt, die vertikal ausgericht ist.
8. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Schienenstoß (4) wenigstens zwei Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) ausgebildet
sind
und dass der Schienenstoß (4) die mindestens zwei Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a,
43b) an Positionen unterbricht,
die zueinander entlang der Schienenrichtung versetzt sind.
9. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Verbindungselement (52, 64, 74, 77) als ein Dorn (74) ausgeführt ist,
der in eine zylindrische Hohlkammer (75) in beiden Schienenenden (5a, 5b, 72, 73)
eingreift, und/oder
wenigstens zwei Verbindungselemente (52, 64, 74, 77) als Dorne (74) ausgeführt sind,
die paarweise beidseitig der Schienenmitte und/oder an den quer zur Schienenrichtung
äußeren Enden der Lauffläche oder der Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) angeordnet
sind, und/oder
der Dorn oder die Dorne (74) unterhalb, vorzugsweise direkt unterhalb, der Lauffläche
bzw. der Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) angeordnet ist/sind
und/oder
wenigstens ein Verbindungselement (52, 64, 74, 77) wenigstens zwei Nutensteine (79,
80) aufweist, die in je eine Nut (81) an den Schienenenden (5a, 5b, 72, 73) eingreifen.
10. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schiene oder die Schienen (71) einen spiegelsymmetrischen Querschnitt quer zur
Schienenrichtung hat/haben.
11. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an wenigstens einer Schiene (71) zwei parallel verlaufende Befestigungsrinnen (46,
66) ausgebildet sind,
deren Öffnungen aufeinander zu weisen,
und an dem Verbindungselement (52, 64, 74, 77) zwei parallel verlaufende Führungskanten
(55a, 55b, 65) ausgebildet sind,
wobei jede der Führungskanten (55a, 55b, 65) des Verbindungselements (52, 64, 74,
77) in eine Befestigungsrinne (46, 66) eingelegt ist
und das Verbindungselement (52, 64, 74, 77) in Verlaufsrichtung der Befestigungsrinnen
(46, 66) verschiebbar mit wenigstens einem Schienenende (5a, 5b, 72, 73) verbunden
ist, insbesondere wobei jede Führungskante (55a, 55b, 65) an den Grund einer Befestigungsrinne
(46, 66) angelegt ist.
12. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den zwei Laufflächen (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) ein Schwert (34) ausgebildet
ist.
13. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (52, 64, 74, 77) einen Teil einer Lauffläche (42, 42a, 42b,
43, 43a, 43b) im Bereich des Schienenstoßes (4) bildet
und/oder
in die Wandung der Hohlkammer (50a, 50b, 51a, 51b, 67, 75, 76) an den Schienenenden
(5a, 5b, 72, 73) jeweils eine Aussparung (68) eingebracht ist, durch die das Verbindungselement
(52, 64, 74, 77) zur Bildung eines Teils der Lauffläche (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b)
ragt,
insbesondere wobei die Aussparung (68) jeweils vom Schienenende (5a, 5b, 72, 73) her
als Ausfräsung ausgeführt ist.
14. Schienensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (52, 64, 74, 77) als eine Platte (52) ausgeführt ist,
wobei die parallel verlaufenden Führungskanten (55a, 55b) zueinander versetzt angeordnet
sind,
und/oder jede Führungskante (55a, 55b, 65) in dem der jeweils anderen Führungskante
(55a, 55b, 65) gegenüberliegenden Bereich zurückgenommen ist
und/oder
in der Platte (52) Langlöcher (54) ausgebildet sind zur Befestigung und Führung an
mindestens einer Schiene (71),
wobei die Langlöcher (54) parallel zu den Führungskanten (55a, 55b, 65) ausgerichtet
sind. und/oder
zwei identisch ausgebildete Verbindungselemente (52, 64, 74, 77) beidseits der Schiene
(71) angeordnet und durch Schrauben (53) miteinander verbunden sind
und/oder
an einer weiteren Stelle in die Befestigungsrinnen (55a, 55b, 65) ein Adapter (44)
zur Halterung eines Kabels eingeklemmt ist.
15. Einschienenbahn-Anlage,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Schienensystem (70) nach einem der vorangegangenen Ansprüche umfasst ist, insbesondere
wobei
das Schienensystem (70) auf Stützen (3) aufgestellt ist,
wobei der Abstand benachbarter Stützen (3) wenigstens 10 m beträgt,
und/oder
die Schienenstöße (4) jeweils zwischen zwei benachbarten Stützen (3), vorzugsweise
in einem mittleren Bereich oder an der Mitte des Schienensystemabschnitts zwischen
zwei benachbarten Stützen (3), angeordnet sind,
und/oder
mindestens ein entlang des Schienensystems (70) verfahrbares Fahrzeug (2) vorgesehen
ist, das eine rotierende Scheibe (32) mit magnetischen Bereichen (33) umfasst,
wobei die rotierende Scheibe (32) in dem Schwert (34) des Schienensystems (70) Wirbelströme
induziert.
1. A rail system for a rail-mounted vehicle (2) movable in the rail direction, wherein
the rail system (70) has at least one rail (71) with at least one rail joint (4) at
which two rail ends (5a, 5b, 72, 73) meet, wherein at least one connecting element
(52, 64, 74, 77) for connection of the rail ends (72, 73) is provided, characterised in that the rail ends (72, 73) are movable relative to one another in the rail direction,
in that the two rail ends (5a, 5b, 72, 73) are, by means of the connecting element (52, 64,
74, 77), guided in a manner aligned in the rail direction, and in that at the rail ends (5a, 5b, 72, 73) and/or at the connecting element (52, 64, 74, 77)
there is a running surface (42, 42a, 42b) for at least one carrying wheel (40) of
the rail-mounted vehicle (2) and the carrying wheel (40) has a predetermined width
transverse to the running direction, wherein the width and/or the location transverse
to the rail direction of the running surface (42, 42a) is/are varied along the rail
direction in such a manner that each portion of the running surface (42, 42a) notionally
divided into portions in the rail direction offers the carrying wheel (40) at least
one bearing region (58a, 58b) and the bearing region (58a, 58b) of the carrying wheel
(40) shifts over the width of the carrying wheel (40) in the event of rolling over
the rail joint (4).
2. A rail system according to the preceding claim, characterised in that the connecting elements (52, 64. 74, 77) is connected to the respective rail end
(5a, 5b, 72, 73) in a fixed bearing at one rail end (5a, 5b, 72, 73) and in a movable
bearing at the other rail end (5a, 5b, 72, 73).
3. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that minimum two running surfaces (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) for at least two carrying
wheels (40) are formed, preferably on one rail (71), which running surfaces are at
an angle to one another, and/or the vehicle (2) is guided transversely to the rail
direction with regard to one, in particular each, direction by means of the carrying
wheels (40) rolling on the running surfaces (42, 42a, 42a[sic], 43, 43a, 43b), and/or
the running surfaces (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) extend over the entire length of
the rails (71).
4. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rails (71) of the rail system (70) are in the form of a diecast section or a
continuously cast section, preferably of aluminium.
5. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rail ends (5a, 5b, 72, 73) each comprise minimum one hollow chamber (50a, 50b,
51a, 51b, 67, 75, 76), wherein the connecting element (52, 64, 74, 77) is placed in
the hollow chamber (50a, 50b, 51a, 51b, 67, 75, 76) of one rail end (5a, 5b, 72, 73)
and engages the corresponding hollow chamber (50a, 50b, 51a, 51b, 67, 75, 76) of the
other rail end (5a, 5b, 72, 73).
6. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that the or each connecting element (52, 64, 74, 77) is received in a hollow chamber (50a,
50b, 51a, 51b, 67, 75, 76) so as to be play-free with regard to stresses transverse
to the rail direction.
7. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rail joint (4) runs obliquely to the rail direction, preferably at an angle to
the rail direction between 40° and 60°, in particular 45° or 50°, and/or the rail
joint (4) describes a vertically oriented plane.
8. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that at least two running surfaces (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) are formed at the rail
joint (4), and in that the rail joint (4) interrupts the minimum two running surfaces (42, 42a, 42b, 43,
43a, 43b) at positions which are offset in relation to one another along the rail
direction
9. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one connecting element (52, 64, 74, 77) is in the form of a pin (74) which
engages a cylindrical hollow chamber (75) in both rails ends (5a, 5b, 72, 73), and/or
at least two connecting elements (52, 64, 74, 77) are in the form of pins (74) which
are arranged pair-wise on either side of the rail centre and/or at the ends, which
are outer considered transverse to the rail direction, of the running surface or the
running surfaces (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b),
and/or the pin or the pins (74) is/are arranged below, preferably directly below,
the running surface or the running surfaces (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b), and/or at
least one connecting element (52, 64, 74, 77) has at least two sliding blocks (79,
80) each engaging a respective channel (81) at the rail ends (5a, 5b, 72, 73).
10. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that the rail or the rails (71) has/have a mirror-symmetrical cross-section transverse
to the rail direction.
11. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that two parallel-running fastening channels (46, 66), whose openings are directed towards
one another, are formed on at least one rail (71) and two parallel-running guide edges
(55a, 55b, 65) are formed on the connecting element (52, 64, 74, 77), wherein each
of the guide edges (55a, 55b, 65) of the connecting element (52, 64. 74, 77) is placed
in a fastening channel (46, 66) and the connecting element (52, 64, 74, 77) is connected
to at least one rail end (5a, 5b, 72, 73) so as to be displaceable in the running
direction of the fastening channels (46, 66), in particular wherein each guide edge
(55a, 55b, 65) is placed against the bottom of a fastening channel (46, 66).
12. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that a strut (34) is formed between the two running surfaces (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b).
13. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in that in the region of the rail joint, the connecting element (52, 64, 74, 77) forms part
of a running surface (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b), and/or a respective cut-out (68)
is made in the wall of the hollow chamber (50a, 50b, 51 a, 51 b, 67, 75, 76) at the
rail ends (5a, 5b, 72, 73), through which cut-out (68) the connecting element (52,
64, 74, 77) projects to form part of the running surface (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b),
in particular wherein the cut-out (68) is in each case realised from the rail end
(5a, 5b, 72, 73) as a milled-out portion.
14. A rail system according to any one of the preceding claims, characterised in
that the connecting element (52, 64, 74, 77) is in the form of a plate (52), wherein the
parallel-running guide edges (55a, 55b) are arranged offset in relation to one another,
and/or each guide edge (55a, 55b, 65) is drawn back in the region opposite the respective
other guide edge (55a, 55b, 65), and/or elongated holes (54) are formed in the plate
(52) for fastening and guiding on at least one rail (71), wherein the elongated holes
(54) are directed parallel to the guide edges (55a, 55b, 65), and/or two identical
connecting elements (52, 64, 74, 77) are arranged to either side of the rail (71)
and are connected to one another by screws (53), and/or an adaptor (44) to hold a
cable is gripped in the fastening channels (55a, 55b, 65) at another site.
15. A monorail installation, characterised in that it comprises a rail system (70) according to any one of the preceding claims, in
particular wherein the rail system (70) is erected on uprights (3), wherein the distance
between neighbouring uprights (3) is at least 10 m, and/or the rail joints (4) are
in each case arranged between two neighbouring uprights (3), preferably in a central
region or at the centre of the rail system portion between two neighbouring uprights
(3), and/or at least one vehicle (2) movable along the rail system (70) is provided,
which vehicle comprises a rotating disc (32) with magnetic regions (33), wherein the
rotating disc (32) induces eddy currents in the strut (34) of the rail system (70).
1. Système de rails destiné à un véhicule (2) assujetti à des rails et mobile dans la
direction desdits rails,
ledit système (70) comprenant au moins un rail (71) présentant au moins un joint (4)
entre rails
au niveau duquel deux extrémités (5a, 5b, 72, 73) de rails se rencontrent mutuellement,
au moins un élément de liaison (52, 64, 74, 77) étant prévu pour relier lesdites extrémités
(72, 73) desdits rails,
caractérisé par le fait que
les extrémités (72, 73) des rails sont douées de mobilité relative dans la direction
desdits rails,
que, par l'intermédiaire de l'élément de liaison (52, 64, 74, 77), les deux extrémités
(5a, 5b, 72, 73) des rails sont guidées avec alignement dans la direction desdits
rails,
et qu'une surface de roulement (42, 42a, 42b), assignée à au moins une roue de roulement
(40) du véhicule (2) assujetti aux rails, est ménagée aux extrémités (5a, 5b, 72,
73) desdits rails et/ou sur ledit élément de liaison (52, 64, 74, 77),
et ladite roue de roulement (40) présente une largeur prédéterminée transversalement
par rapport à la direction de roulement,
la largeur et/ou l'emplacement de la surface de roulement (42, 42a), transversalement
par rapport à la direction des rails, est/sont modifié(e)(s) le long de ladite direction
des rails, de façon telle que chaque tronçon de ladite surface de roulement (42, 42a),
scindée en des tronçons imaginaires dans la direction desdits rails, procure au moins
une zone d'appui (58a, 58b) à ladite roue de roulement (40),
et ladite zone (58a, 58b) d'appui de ladite roue de roulement (40) migre sur la largeur
de ladite roue de roulement (40) lors du franchissement, par roulement, du joint (4)
entre les rails.
2. Système de rails selon la revendication précédente,
caractérisé par le fait que
l'élément de liaison (52, 64, 74, 77) est relié à une extrémité (5a, 5b, 72, 73) de
rail, dans un palier fixe,
et est relié à l'extrémité (5a, 5b, 72, 73) d'un rail respectif, à l'autre extrémité
(5a, 5b, 72, 73) du rail, dans un palier libre.
3. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'au moins deux surfaces de roulement (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b), assignées à au moins
deux roues de roulement (40), sont de préférence ménagées sur un rail (71), lesdites
surfaces décrivant mutuellement un angle,
et/ou
le véhicule (2) est guidé vis-à-vis d'une, notamment de chaque direction, transversalement
par rapport à la direction des rails, par l'intermédiaire desdites roues de roulement
(40) roulant sur lesdites surfaces de roulement (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b),
et/ou
lesdites surfaces de roulement (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) s'étendent sur toute la
largeur des rails (71).
4. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
les rails (71) dudit système (70) sont réalisés sous la forme d'un profilé venu de
coulée sous pression ou d'extrusion, de préférence en aluminium.
5. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
les extrémités (5a, 5b, 72, 73) des rails sont respectivement pourvues d'au moins
une cavité (50a, 50b, 51a, 51b, 67, 75, 76),
l'élément de liaison (52, 64, 74, 77) étant inséré dans la cavité (50a, 50b, 51a,
51b, 67, 75, 76) d'une extrémité (5a, 5b, 72, 73) de rail, et pénétrant dans la cavité
correspondante (50a, 50b, 51a, 51b, 67, 75, 76) de l'autre extrémité (5a, 5b, 72,
73) de rail.
6. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'élément ou chaque élément de liaison (52, 64, 74, 77) est logé dans une cavité (50a,
50b, 51a, 51b, 67, 75, 76), avec absence de jeu vis-à-vis de sollicitations transversales
par rapport à la direction des rails.
7. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le joint (4) entre rails s'étend à l'oblique par rapport à la direction desdits rails
en décrivant, de préférence, un angle mesurant entre 40° et 60°, notamment 45° ou
50° vis-à-vis de ladite direction des rails,
et/ou
ledit joint (4) entre rails décrit un plan orienté verticalement.
8. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'au moins deux surfaces de roulement (42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b) sont ménagées sur
le joint (4) entre rails,
et que ledit joint (4) entre rails interrompt les deux surfaces de roulement (42, 42a, 42b,
43, 43a, 43b), prévues au minimum, en des emplacements
mutuellement décalés le long de la direction des rails.
9. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'au moins un élément de liaison (52, 64, 74, 77) est réalisé sous la forme d'une broche
(74) s'engageant dans une cavité cylindrique (75), dans les deux extrémités (5a, 5b,
72, 73) des rails,
et/ou
au moins deux éléments de liaison (52, 64, 74, 77) sont réalisés sous la forme de
broches (74) disposées, par paires, de part et d'autre du centre d'un rail et/ou aux
extrémités de la surface de roulement ou des surfaces de roulement (42, 42a, 42b,
43, 43a, 43b) qui sont situées à l'extérieur, transversalement par rapport à la direction
des rails,
et/ou
la broche ou les broches (74) est/sont disposé(e)s au-dessous, de préférence directement
au-dessous de ladite surface de roulement, respectivement desdites surfaces de roulement
(42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b),
et/ou
au moins un élément de liaison (52, 64, 74, 77) offre au moins deux coulisseaux (79,
80) pénétrant, respectivement, dans une rainure (81) pratiquée dans les extrémités
(5a, 5b, 72, 73) des rails.
10. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
le rail ou les rails (71) présente(nt) une section transversale spéculaire, transversalement
par rapport à la direction dudit/desdits rail(s).
11. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
deux rigoles de fixation (46, 66), s'étendant parallèlement, sont pratiquées sur au
moins un rail (71)
et comportent des ouvertures pointant l'une vers l'autre,
et deux arêtes de guidage (55a, 55b, 65), s'étendant parallèlement, sont ménagées
sur l'élément de liaison (52, 64, 74, 77),
chacune desdites arêtes de guidage (55a, 55b, 65) dudit élément de liaison (52, 64,
74, 77) étant insérée dans une rigole de fixation (46, 66),
et ledit élément de liaison (52, 64, 74, 77) étant relié à au moins une extrémité
(5a, 5b, 72, 73) de rail, avec faculté de coulissement dans la direction du tracé
desdites rigoles de fixation (46, 66),
chaque arête de guidage (55a, 55b, 65) étant notamment en applique contre le fond
d'une rigole de fixation (46, 66).
12. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'une aile ensiforme (34) est façonnée entre les deux surfaces de roulement (42, 42a,
42b, 43, 43a, 43b).
13. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'élément de liaison (52, 64, 74, 77) forme une partie d'une surface de roulement
(42, 42a, 42b, 43, 43a, 43b), dans la région du joint (4) entre rails,
et/ou
un évidement (68), à travers lequel ledit élément de liaison (52, 64, 74, 77) dépasse
en vue de former une partie de ladite surface de roulement (42, 42a, 42b, 43, 43a,
43b), est respectivement pratiqué dans la paroi de la cavité (50a, 50b, 51a, 51b,
67, 75, 76), aux extrémités (5a, 5b, 72, 73) des rails,
ledit évidement (68) étant, en particulier, respectivement pratiqué sous la forme
d'un fraisage à partir de l'extrémité (5a, 5b, 72, 73) d'un rail.
14. Système de rails selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
l'élément de liaison (52, 64, 74, 77) est réalisé sous la forme d'une platine (52),
les arêtes de guidage (55a, 55b), s'étendant parallèlement, étant agencées avec décalage
l'une de l'autre,
et/ou chaque arête de guidage (55a, 55b, 65) est contre-dépouillée dans la région
tournée à l'opposé de l'autre arête de guidage (55a, 55b, 65) considérée,
et/ou
des trous oblongs (54) sont percés dans la platine (52), en vue de la fixation et
du guidage sur au moins un rail (71),
lesdits trous oblongs (54) étant orientés parallèlement auxdites arêtes de guidage
(55a, 55b, 65),
et/ou
deux éléments de liaison (52, 64, 74, 77) de réalisations identiques sont disposés
de part et d'autre du rail (71), et sont fixés l'un à l'autre par des boulons (53),
et/ou
un adaptateur (44), dévolu à la retenue d'un câble, est enchâssé dans les rigoles
de fixation (46, 66) en un autre emplacement.
15. Installation de monorail suspendu,
caractérisée par le fait
qu'elle comprend un système (70) de rails selon l'une des revendications précédentes,
sachant notamment
que ledit système (70) de rails est implanté sur des poteaux d'appui (3),
la distance entre poteaux d'appui (3) voisins mesurant au moins 10 m,
et/ou
que les joints (4) entre rails sont respectivement disposés entre deux poteaux d'appui
(3) voisins, de préférence dans une région médiane ou au centre du tronçon dudit système
de rails qui est compris entre deux poteaux d'appui (3) voisins,
et/ou
qu'il est prévu au moins un véhicule (2) mobile le long dudit système (70) de rails,
et pourvu d'un disque rotatif (32) à zones magnétiques (33),
ledit disque rotatif (32) induisant des courants de Foucault dans l'aile ensiforme
(34) dudit système (70) de rails.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente