Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rotor mit Schaufeln für eine Strömungsmaschine
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Wie seit langem bekannt und beispielsweise aus der
US 6,030,178 oder gleichermassen aus der
US 2004/165989 ersichtlich, werden insbesondere bei Rotoren für Turbinen die einzelnen Schaufeln
an einem Rotor in einem Kranz befestigt, indem der Rotor auf seinem äußeren Umfang
über eine Vielzahl von axial und parallel in Umfangsrichtung nebeneinander angeordneten
Ausnehmungen verfügt, welche beispielsweise als Matrize eines Tannenbaumprofils ausgebildet
sind. Die zum Einbau gelangenden Schaufeln verfügen über einen formmässig korrespondierenden
Schaufelfuss, welcher als entsprechende Patrize des Tannenbaumprofils gegenüber den
entsprechenden Matrizen in, Rotor ausgebildet ist. Bei der Montage des Rotors werden
die Schaufeln sukzessive in axialer Richtung in diese Ausnehmungen des Rotors eingeschoben,
und zur Abdichtung zwischen den benachbarten Schaufeln schieben sich dabei die unteren
Deckbänder der benachbarten Schaufeln nebeneinander. Wie aus der
WO 03/027445 bekannt geworden ist, ist dabei der Tatsache Rechnung zu tragen, dass einerseits
zwischen den benachbarten Deckbändern jederzeit eine möglichst gute Dichtung vorliegen
muss, auf der anderen Seite aber such dass die wärrmebedingte Ausdehnung der einzelnen
Komponenten berücksichtigt werden muss.
[0003] Aus
US 3 047 268 A geht hervor, dass die unterseitige Partie der Fussdeckplatte der Schaufel zwei Anschlagstellen
(24, 26) aufweist, welche per se keinen eindeutigen Anschlag bilden können, also lässt
sich mit einer solchen Konfiguration keine eindeutige lagebezogene Labyrinthdichtung
erstellen.
[0004] Aus
WO99/50534 A geht hervor, dass Konfiguration zur Abdichtung durch eine Anschlagstelle der Schaufel
gegenüber dem Rotor auf der einen Seite durch eine Nase (13) gebildet wird, während
auf der anderen Seite ein Ablenkungsring (20) vorgesehen ist, welcher zur Abdichtung
entsprechend komprimiert wird. Eine Abdichtung lässt sich bei dieser Konfiguration
nur dann erzielen, wenn ein Abdichtungsring eingeführt wird.
[0005] In
EP 0 710 766 A1 wird eine Felge 814) mit einem Hals (12) vorgesehen, welche intermediär zum Rotor
dazwischen geschaltet sind, Die Felge ermöglicht die Aufnahme der Schaufel (44). Die
Dichtung der eingeschobenen Schaufel soll zwischen der oberseitigen Kontur der Felge
und dem unterseitigen Verlauf der Fussdeckplatte der Schaufel bewerkstelligt werden.
Demnach muss für die Aufnahme und Abdichtung der Schaufel auf ein Zwischenelement
zurückgegriffen werden, wobei die Dichtung dann ausschliesslich durch die Zusammenführung
zweier eben verlaufender Flächen erreicht werden soll. Sonach ist hier keine Labyrinthdichtung
gegeben.
[0006] Aus
GB 1 527 074 geht hervorgeht, dass die einzelnen Rotoren jeweils eine Rotorscheibe 15 aufweisen,
an deren Aussenumfang eine Vielzahl von jeweils im Wesentlichen axial verlaufenden
Schlitzen angeordnet ist, in welchen die Schaufelfüsse 16 der Rotorschaufeln 17 gehalten
sind. Die Rotorscheibe 15 ist von einem käfigartig ausgebildeten Ring umgeben, dessen
Käfigform durch stirnseitige Ringe 19 und durch in axialer Richtung verlaufende Käfigstäbe
20 gebildet wird. Die Käfigstäbe 20 liegen radial innerhalb der Schaufelfusskranzplatten
18. Die von den Kafigstäben 20 zusammengehaltenen Ringteile 19 haben die Form von
Radialflanschen 21, 22. Der Referenzanschlag zwischen Rotor 15 und Schaufel 17 wird
einerseits durch einen Absatz in der Schaufelkranzplatte 18 und andererseits durch
Ringteil 19 gebildet, wobei Ringteil 19 Bestandteil eines Radialflansches 22 ist,
welcher seinerseits Bestandteil einer Käfigform ist; diese Käfigform ist in radialer
Richtung der Rotorscheibe 15 aufgesetzt. Der Referenzanschlag wird also nicht direkt
zwischen Schaufelfussprofil und Deckband der Schaufel gebildet. Damit lässt sich bei
diesem Konzept keine Labyrinthdichtung erstellen, eingedenk der Tatsache, dass die
technische Natur einer Labyrinthdichtung nicht darin besteht, die Strömung eines Mediums
zu unterbinden, sondern aus strömungstechnischen Überlegungen eine gezielte Minimierung
der Durchflussrate zu erreichen. Indem auf Seite 2, Zeilen 90-100, dieser Druckschrift
auf die Unterbindung der Rezirkulation zum thermischen Schutz der Käfigform gesetzt
wird, wird keine Labyrinthdichtung angestrebt.
Darstellung der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt demnach unter anderem die Aufgabe zugrunde, eine einfache Rotoranordnung
zur Verbesserung der Dichtung an Konstruktionen von Roteren der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen. Insbesondere geht es also darum, eine derart verbesserte
Rotoranordnung für einen Rotor mit einer Mehrzahl von im Rotor verankerten, in Form
eines umlaufenden Kranzes angeordneten Schaufeln vorzuschlagen. Dabei verfügt der
Rotor über eine Mehrzahl von im wesentlichen axial verlaufenden, mit einem Profil
versehenen profilierten Ausnehmungen, in welche ein Kranz von Schaufeln, welche über
mit dem Profil korrespondierende Schaufelfussprofile verfügen, in einer im wesentlichen
axialen Einschubrichtung formschlüssig und/oder kraftschlüssig eingeschoben sind.
Zudem verfügt der Rotor zwischen den Ausnehmungen über sich in axialer Richtung und
Umfangsrichtung erstreckende oder Umfangsflächenab-schnitte, welche von unteren Deckbändern
von umfangsmässig benachbart angeordneten Schaufeln in radialer Richtung im wesentlichen
wenigstens mittelbar abgedeckt werden.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 erreicht.
[0009] Der Kern der Erfindung besteht somit darin, gewissermassen im Sinne einer Labyrinthdichtung
eine Verbesserung der Dichtung zwischen Rotor und Schaufel respektive Deckband der
Schaufel zu gewährleisten. Als Nebeneffekt ergibt sich dabei, bei einer geschickten
Anordnung der Stufungen, dass die Schaufel beim Einschieben an einen Anschlag geschoben
wird. Mit anderen Worten wird durch die Stufung die richtige axiale Position für die
Fixierung vorgegeben.
[0010] Dieser Anschlag wird nicht, wie dies aus dem Stand der Technik beispielsweise in
der
US 5,067,877 und aus vielen anderen Dokumenten aus dem Gebiet derartiger Rotoren bekannt ist,
über eine umlaufende Konstruktion (Anschlagsring) zur Verfügung gestellt, sondern
nur über die vorgeschlagenen, jeweils nur dem Bereich der Umfangflächenabschnitte
angeordneten Stufungen, was gleichzeitig die geforderte Abdichtungswirkung oder ganz
gezielte Strömung von Kühlluft erlaubt.
[0011] Eine erste bevorzugte Ausführungsform der Rotoranordnung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Stufungen an sämtlichen um einen Umfang angeordneten Umfangsflächenabschnitten
des Rotors vorgesehen werden und korrespondierende Ausnehmungen an sämtlichen Schaufeln
vorgesehen werden. So ist es beispielsweise möglich, die sich in radialer Richtung
nach aussen erstreckenden Stufungen am Rotor dadurch herzustellen, indem die Umfangsflächenabschnitte
zunächst mit einem Aussenradius hergestellt werden, welcher dem Aussenradius der ebenen
Stufungen entspricht, und indem anschliessend in dem Bereich, in welchem die Stufungen
nicht angeordnet sind, auf die gewünschte Tiefe heruntergefräst wird. Die korrespondierenden
Ausnehmungen können in entsprechender Weise auf der Unterseite der Deckbänder der
Schaufeln ausgearbeitet werden.
[0012] Insbesondere hinsichtlich der oben erwähnten zusätzlichen Wirkung als Anschlag zur
axialen Fixierung der Schaufeln erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Stufungen
auf einer der Einschubseite entgegengesetzten Anschlagseite des Rotors angeordnet
werden und bevorzugtermassen mit dieser Anschlagsseite bündig sind. Erfindungsgemäß
sind die Stufungen Ringabschnitte auf den Umfangsflächenabschnitten mit in einem axialen
Schnitt quadratischem Querschnitt ausgebildet. Bevorzugt gibt es einen radialen Abschnitt
(gewissermassen Anschlagsfläche), dessen Flächennormale in axiale Richtung zeigt,
und einen axialen Abschnitt, dessen Flächennormale in radiale Richtung zeigt. Die
Stufungen sind vorteilhafter Weise über weniger als 60% der axialen Ausdehnung der
Umfangsflächenabschnitte, bevorzugt über weniger als 20%, insbesondere bevorzugt über
weniger als 10% der axialen Ausdehnung der Umfangflächenabschnitte ausgebildet.
[0013] Die Stufungen sind mit einer radialen Höhe ausgebildet, welche jeweils dem finalen
Zweck dient und in Abhängigkeit zu den jeweiligen ausgelegten Stufungen steht. Die
Stufungen und die Ausnehmungen sind bündig ausgestaltet (in axialer und in radialer
Richtung), wobei gegebenenfalls im Kantenbereich oder über die gesamte Stufung zusätzlich
Dichtungsmittel angeordnet werden können oder eine Profilierung vorgenommen wird,
die zwar den einen Zweck erfüllt, daneben aber auch die im Speziellen angestrebte
Dichtigkeit verfolgt.
[0014] Die Schaufel ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Schaufelblatt und einen daran
angeformten Schaufelfuss aufweist, wobei der Schaufelfuss ein Schaufelfussprofil und
ein unteres Deckband aufweist, und auf der Unterseite des Deckbandes eine in Einschubrichtung
und zum Rotor hin offene Ausnehmung vorhanden ist, wobei sich die Ausnehmung bevorzugtermassen
über die gesamte tangentiale respektive umfangsmässige Breite der Unterseite des Deckbandes
auf beiden Seiten des Schaufelblattes erstreckt. Typischerweise ist das Schaufelfussprofil
als Schwalbenschwanzprofil oder als Tannenbaumprofil ausgebildet. Zudem ist es möglich,
dass eine solche Schaufel zusätzlich ein oberes Deckband aufweist.
[0015] Der Rotor ist dadurch gekennzeichnet, dass er zur Verankerung eines umlaufenden Kranzes
von Schaufeln ausgebildet ist, wozu der Rotor über eine Mehrzahl von im wesentlichen
axial verlaufenden, profilierten Ausnehmungen verfügt, in welche der Kranz von Schaufern,
welche über korrespondierende Schaufelfussprofile verfügen, in einer im wesentlichen
axialen Einschubrichtung in diese Ausnehmungen bevorzugtermassen formschlüssig und/oder
kraftschlüssig eingeschoben werden kann, und wobei der Rotor zwischen den Ausnehmungen
über sich in axialer Richtung und Umfangsrichtung erstreckende tangentiale Flächenabschnitte
oder Umfangsflächenabschnitte verfügt, welche von unteren Deckbändern von umfangsmässig
benachbart angeordneten Schaufeln in radialer Richtung im wesentlichen wenigstens
mittelbar abgedeckt werden. Dabei ist wenigstens einer der Umfangsflächenabschnitte
mit einer Stufung in radialer Richtung versehen. Bevorzugtermassen sind die profilierten
Ausnehmungen dabei als Schwalbenschwanzprofile oder Tannenbaumprofile ausgebildet.
[0016] Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
Kurze Erläuterung der Figuren
[0017] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 unterschiedliche Ansichten eines Rotors mit der entsprechenden Montage einer
Schaufel nach dem Stand der Technik, wobei in a) ein Schnitt senkrecht zur Achse des
Rotors dargestellt ist, in b) ein axialer Schnitt kurz vor dem Einschieben der Schaufel
und in c) die fertig eingeschobene Schaufel im Rotor;
Fig. 2 korrespondierende Ansichten eines Rotors respektive einer Schaufel nach der
vorliegenden Erfindung in entsprechenden Darstellungen: und
Fig. 3 korrespondierende Ansichten eines Rotors nach dem Stand der Technik mit einer
Schaufel in entsprechenden Darstellungen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0018] In der Folge soll unter Zuhilfenahme von Ausführungsbeispielen die Erfindung, wie
sie eingangs geschildert wurde und in den angehängten Ansprüchen definiert ist, weiter
erläutert werden. Die nun folgende Diskussion der Ausführungsbeispiele soll dabei
aber nicht zur Einschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens, wie er in den Ansprüchen
formuliert ist, hinzugezogen werden.
[0019] In Figur 1 ist zunächst ein Aufbau eines Rotors nach dem Stand der Technik dargestellt.
[0020] Wie aus Figur 1a), einem Schnitt durch einen Rotor ohne eingeschobene Schaufeln senkrecht
zur Achse des Rotors, ersichtlich, umfasst der Rotor 1 einen zentralen Teil, welcher
eine Umfangsfläche im Wesentlichen in Form einer Zylinderfläche aufweist. In dieser
Umfangsfläche sind sich in axialer Richtung A erstreckende Ausnehmungen 4 ausgebildet.
In diesem Fall sind die Ausnehmungen als Tannenbaumprofile ausgebildet. Die Ausnehmungen
4 erstrecken sich in radialer Richtung R nach innen zur Achse des Rotors. Die Tannenbaumprofile
verfügen über jeweils abwechselnd angeordnete Rillen 10 respektive Rippen 11, welche
in axialer Richtung angeordnet sind. Die Ausnehmungen 4 dienen der axial einschiebenden
Aufnahme der Schaufeln 2, welche mit einem korrespondierenden männlichen Profil am
Schaufelfuss ausgebildet sind.
[0021] Die Ausnehmungen 4 sind gleichmässig um den Umfang des Rotors 1 verteilt, und zwischen
den einzelnen Ausnehmungen 4 verbleiben Abschnitte der im Wesentlichen zylindrischen
Umfangsfläche. Diese Umfangsflächenabschnitte 5 werden, wenn die Schaufeln 2 eingeschoben
sind, in der Regel vom Schaufelfuss 3 bedeckt, respektive konkret vom unteren Deckband
7 der Schaufel 2.
[0022] Zwischen benachbarten Schaufeln 2 gibt es entsprechend eine axiale Symmetrieebene
6, und zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen 4 teilt sich die Umfangsfläche so in
jeweils zwei Umfangsflächenabschnitte 5 respektive 5'. Die Abschnitte 5, 5' können
entweder tatsächlich als gekrümmte Abschnitte einer Zylinderfläche ausgebildet sein,
sie können aber auch jeweils als tangentiale Ebenen ausgebildet sein, wobei 5 und
5' in der gleichen Ebene angeordnet sein können oder zueinander gekippt sein können.
[0023] In Figur 1b) ist der Vorgang des Einschiebens einer Schaufel schematisch dargestellt.
Dies in einem Schnitt in der Ebene der Achse des Rotors, dass heisst in einer radialen
Richtung.
[0024] Eine Schaufel 2 umfasst ein Schaufelblatt 9, welches gegebenenfalls an der radial
aussen liegenden Seite zusätzlich ein Deckband aufweisen kann (in dieser Figur nicht
dargestellt). Der auf der Unterseite angeformte Schaufelfuss 3 umfasst einerseits
ein unteres Deckband 7 und an diesem in radialer Richtung nach unten angeformt über
das Schaufelfussprofil 16.
[0025] Das Schaufelfussprofil 16 entspricht gewissermassen einem Negativ der Ausnehmungen
4, das heisst, es ist ebenfalls als korrespondierendes Tannenbaumprofil ausgebildet.
Das Tannenbaumprofil des Schaufelfussprofils 16 entspricht dabei möglichst genau dem
Tannenbaumprofil der Ausnehmungen 4, um einen satten Sitz von 16 in 4 zu gewährleisten.
Gegebenenfalls ist es möglich, durch eine in Einschubrichtung 8 ausgebildete Verjüngung
der Ausnehmungen 4 ein automatisches Festklemmen der Schaufel 2 in den Ausnehmungen
4 beim Einschieben zu gewährleisten. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, das
Schaufelfussprofil 16 mit einer entsprechenden Verjüngung zu versehen, soweit sich
eine dieser Massnahmen im speziellen Fall als eine bevorzugte Variante heraus stellt.
[0026] Wie aus Figur 1b) ersichtlich, wird die Schaufel in einer axialen Richtung A in die
Ausnehmungen 4 in der Einschubrichtung 8 eingeschoben, wobei sich das untere Deckband
in der Regel im wesentlichen bündig an die Umfangsflächenabschnitte 5 anlegt.
[0027] In Figur 1c) ist die Schaufel im eingeschobenen Zustand dargestellt, und es kann
hier erkannt werden, dass zwischen dem unteren Deckband 7 und dem Rotor 1 eine in
axialer Richtung verlaufende Stoss-Kante gebildet wird, welche entsprechend unter
Umständen auch einem Luftstrom zugänglich wird.
[0028] In Figur 2 ist nun eine erfindungsgemässe Modifikation einer derartigen Schaufel
2 dargestellt. In Figur 2 sind entsprechende Darstellungen zur Figur 1 dargestellt,
das heisst in a) ein Schnitt senkrecht zur Achse des Rotors, in b) eine Ansicht beim
Einschieben einer Schaufel und in c) eine gewissermassen seitliche Ansicht auf eine
eingeschobene Schaufel.
[0029] Wie aus Figur 2a) und b) ersichtlich, ist am in Einschubrichtung 8 vorderen Ende
des Rotors 1 (auf der Anschlagsseite 14) eine Erhöhung 13 angeordnet, welche als Anschlagselement
13 bezeichnet werden kann. In diesem Fall erstreckt sich dieses Anschlagselement 13
in Umfangsrichtung jeweils zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen 4 über die ganze
tangentiale Ausdehnung der Umfangsflächenabschnitte 5 respektive 5'.
[0030] Es ist alternativ aber auch möglich, beispielsweise jeweils nur im Bereich 5 oder
nur im Bereich 5' ein solches Anschlagselement 13 vorzusehen.
[0031] Die in Figur 2 dargestellte Möglichkeit ist aber herstellungstechnisch besonders
einfach realisierbar, da der Rotor 1 in diesem Fall einfach mit einem etwas grösseren
Umfangsradius für die Umfangsfläche 5 ausgebildet werden kann, und in den in Einschubrichtung
8 hinter dem Anschlagselement 13 angeordneten Bereichen um den ganzen Umfang abgefräst
respektive abgedreht werden kann (metallisch abgezogenes Merkmal).
[0032] Alternativ ist es aber auch möglich, die Anschlagselemente 13 gewissermassen als
Ringabschnitte auf die Umfangsflächenabschnitte 5 aufzubringen, beispielsweise durch
Schrauben, Schweissen oder Löten (metallisch aufgesetztes Merkmal).
[0033] Die Schaufel 2 verfügt ihrerseits auf der Unterseite des Deckbandes 7 über eine dem
Anschlagselement 13 entsprechende Ausnehmung 12. Die Ausnehmung 12 ist am in Einschubrichtung
8 vorderen Ende der Schaufel 2 angeordnet. Die Ausnehmung 12 verfügt über das korrespondierende
weibliche Profil zum gewissermassen männlichen Anschlagselement 13.
[0034] Wie aus Figur 2c) ersichtlich, definiert das Anschlagselement 13 die Endposition
der Schaufel, da die Schaufel eingeschoben wird bis die Ausnehmung 12 das Anschlagselement
13 vollständig in sich aufgenommen hat und auf dessen der axialen Richtung zugewandte
Fläche auftrifft. Abgesehen von der erfindungsgemässen Dichtungswirkung führt also
die erfindungsgemässe Ausbildung zur richtigen axialen Positionierung der Schaufel.
[0035] Durch den dadurch vorliegenden gewinkelten Verlauf der Kante zwischen dem Deckband
7 und dem Rotor 1 entsteht gewissermassen eine Labyrinthdichtung zwischen Rotor und
Schaufel. Die Dichtungswirkung zwischen Rotor und Schaufel kann zusätzlich erhöht
werden, indem Dichtungsmaterial zwischen diese beiden Elemente eingebracht wird.
[0036] Die gestufte Form kann aber auch ganz gezielt dafür genutzt werden, genau eine gewünschte
Luftmenge durch den Spalt beispielsweise zur Kühlung strömen zu lassen. So ist es
beispielsweise möglich, Kühlluftkanäle aus den Abschnitten 5 in radialer Richtung
nach aussen treten zu lassen, und die dort ausgeblasene Kühlluft anschliessend dem
gestuften Verlauf zwischen Anschlagselement 13 und Ausnehmung 12 entlang zuführen.
[0037] Bei einem Durchmesser eines herkömmlichen Rotors und einer axialen Länge der Flächen
im Bereich von 30-400 mm wird bevorzugternnassen das Anschlagselement 13 mit einer
Höhe in radialer Richtung R im Bereich von 1-20 mm, so dass sich ein quadratischer
Querschnitt ergibt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0038] 0038
- 1
- Rotor
- 2
- Schaufel
- 3
- Schaufelfuss
- 4
- axiale Ausnehmung mit Tannenbaumprofil
- 5
- Umfangsflächenabschnitte von 1
- 6
- axiale Symmetrielinie zwischen benachbarten Schaufeln
- 7
- Umlaufender Abdeckbereich von 2, unteres Deckband
- 8
- Einschubrichtung
- 9
- Schaufelblatt
- 10
- Rille von 4
- 11
- Rippe von 4
- 12
- Ausnehmung auf Unterseite von 7
- 13
- Anschlagselement
- 14
- Anschlagseite von 1
- 15
- Einschubseite von 1
- 16
- Schaufelfussprofil
- A
- axiale Richtung
- R
- radiale Richtung
- T
- tangentiale Richtung
1. Anordnung eines Rotors für eine Strömungsmaschine mit Schaufeln, wobei der Rotor (1)
für die Aufnahme von den Schaufeln (2) ausgelegt ist, welcher in Umfangsrichtung des
Rotors mindestens eine Schaufelstufe bilden, wobei der Rotor über eine Mehrzahl von
im wesentlichen axial verlaufenden, profilierten Ausnehmungen (4) gegenüber der Oberfläche
des Rotors verfügt, deren Form formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit den Schaufelfussprofilen
(16) der dort im wesentlichen in axialer Richtung (8) eingeschobenen Schaufeln korrespondiert,
und wobei zwischen den Ausnehmungen (4) in Umfangsrichtung des Rotors (1) Umfangsflächenabschnitte
(5) vorhanden sind, welche mit Anschlagelementen (13) gegenüber einer korrespondierenden
Partie der eingeschobenen Schaufeln versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (13) endseitig jedes Umfangsflächenabschnitts (5) gegenüber
der Einschieberichtung der Schaufeln angeordnet sind, dass jedes Anschlagelement (13)
gegenüber dem zugehörigen Umfangsflächenabschnitt (5) eine radiale und axiale Ausdehnung
aufweist, welche mindestens formschlüssig mit einer Ausnehmung (12) der eingeschobenen
Schaufel übereinstimmt, dass die Form des Anschlagselements (13) und die Form der
Ausnehmung (12) der Schaufel eine Labyrinthdichtung zwischen Rotor und Schaufel bilden,
und dass die Anschlagelemente (13) als Rinoabschnitte auf den Umfangflächenabschnitten
(5, 5') mit in einem axialen Schnitt quadratischem Querschnitt ausgebildet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (4) im Rotor als Schwalbenschwanzprofile oder Tannenbaumprofile
ausgebildet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (1) am Umfang so gestaltet ist, dass eine gleiche oder unterschiedliche
Anzahl Schaufeln pro Stufe einbaubar sind.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (1) und/oder die Schaufeln mit Mitteln ausgebildet sind, welche eine Axialfixierung
im vorderen oder hinteren Bereich zulassen.
5. Anordnung Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (12) der Schaufel (2) in der Unterseite eines Deckbandes (7) vorgesehen
ist, als Bestandteil des darüber angeordneten zum Schaufel gehörenden Schaufelblattes
(9).
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (13) über weniger als 50% der axialen Ausdehnung der Umfangflächenabschnitte
(5, 5') ausgebildet sind.
7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (13) eine radiale Höhe im Bereich von 1-20 mm aufweisen.
8. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (13) und die Ausnehmungen (12) bündig zueinander stehen, und
dass im Kantenbereich Dichtungsmittel angeordnet sind.
9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufel (2) zusätzlich ein oberes Deckband aufweist.
1. The arrangement of a rotor for a flow machine with blades, wherein the rotor (1) is
designed for receiving the blades (2) which form at least one blade stage in the circumferential
direction of the rotor, wherein the rotor has a plurality of substantially axial profiled
recesses (4) relative to the surface of the rotor, the shape of which recesses corresponds
by form fit and/or force fit to the blade foot profiles (16) of the blades inserted
therein substantially in the axial direction (8), and wherein between the recesses
(4) in the circumferential direction of the rotor (1), circumferential surface portions
(5) are present which are provided with stop elements (13) against a corresponding
part of the inserted blades, characterised in that the stop elements (13) are arranged on the end of each circumferential surface portion
(5) against the insertion direction of the blades; that each stop element (13) has
a radial and axial extent relative to the associated circumferential surface portion
(5), which extent corresponds at least by form fit to a recess (12) of the inserted
blade; that the shape of the stop element (13) and the shape of the recess (12) of
the blade form a labyrinth seal between rotor and blade; and that the stop elements
(13) are configured as ring portions on the circumferential surface portions (5, 5')
and have a square cross-section in axial section.
2. Arrangement according to claim 1, characterised in that the recesses (4) in the rotor are formed as dovetail profiles or Christmas-tree profiles.
3. Arrangement according to claim 1, characterised in that the circumference of the rotor (1) is configured such that a same or different number
of blades can be fitted per stage.
4. Arrangement according to claims 1 to 3, characterised in that the rotor (1) and/or the blades are formed with means which allow axial fixing in
the front or rear region.
5. Arrangement according to claim 1, characterised in that the recess (12) of the blade (2) is provided in the underside of a cover strip (7)
as part of a blade leaf (9) belonging to the blade.
6. Arrangement according to claim 1, characterised in that the stop elements (13) are formed over less than 50% of the axial extent of the circumferential
surface portions (5, 5').
7. Arrangement according to claim 1, characterised in that the stop elements (13) have a radial height in the range from 1-20 mm.
8. Arrangement according to claim 1, characterised in that the stop elements (13) and the recesses (12) stand flush with one another, and that
sealing means are arranged in the edge region.
9. Arrangement according to claim 1, characterised in that the blade (2) also has an upper cover strip.
1. Agencement d'un rotor pour une turbomachine avec des aubes, le rotor (1) étant conçu
pour recevoir les aubes (2) qui forment au moins un étage d'aubes dans la direction
périphérique du rotor, le rotor disposant d'une pluralité d'évidements (4) profilés
s'étendant sensiblement axialement par rapport à la surface du rotor, dont la forme
correspond, par complémentarité de forme et/ou par adhérence, aux profils de pied
d'aube (16) des aubes qui y sont insérées essentiellement dans la direction axiale
(8), et dans lequel il existe entre les évidements (4), dans la direction périphérique
du rotor (1), des sections de surface périphérique (5) qui sont pourvues d'éléments
de butée (13) par rapport à une partie correspondante des aubes insérées, caractérisé en ce que les éléments de butée (13) sont disposés à l'extrémité de chaque section de surface
périphérique (5) par rapport à la direction d'insertion des aubes, en ce que chaque élément de butée (13) présente, par rapport à la section de surface périphérique
(5) correspondante, une extension radiale et axiale qui correspond au moins par complémentarité
de forme à un évidement (12) de l'aube insérée, en ce que la forme de l'élément de butée (13) et la forme de l'évidement (12) de l'aube forment
un joint à labyrinthe entre le rotor et l'aube, et en ce que les éléments de butée (13) sont conçus comme des sections annulaires sur les sections
de surface périphérique (5, 5') avec une section transversale carrée en coupe axiale.
2. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les évidements (4) dans le rotor sont réalisés sous forme de profilés en queue d'aronde
ou de profilés en sapin.
3. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rotor (1) est configuré à la périphérie de manière à ce qu'un nombre identique
ou différent d'aubes puisse être installé par étage.
4. Agencement selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rotor (1) et/ou les aubes sont réalisés avec des moyens qui permettent une fixation
axiale dans la zone avant ou arrière.
5. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'évidement (12) de l'aube (2) est prévu dans la face inférieure d'une bande de recouvrement
(7), en tant que partie intégrante de la pale d'aube (9) faisant partie de l'aube
et disposée au-dessus.
6. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de butée (13) sont formés sur moins de 50 % de l'extension axiale des
parties de surface périphérique (5, 5').
7. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de butée (13) présentent une hauteur radiale dans la plage allant de
1 à 20 mm.
8. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de butée (13) et les évidements (12) sont à fleur les uns des autres,
et en ce que des moyens d'étanchéité sont disposés dans la zone des bords.
9. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'aube (2) présente en outre une bande de recouvrement supérieure.