| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 183 944 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
22.09.2010 Patentblatt 2010/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.07.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2008/005646 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2009/012895 (29.01.2009 Gazette 2009/05) |
|
| (54) |
INDUKTIONSHEIZER
INDUCTION HEATER
APPAREIL DE CHAUFFAGE PAR INDUCTION
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
26.07.2007 DE 202007014930 U 25.10.2007 DE 102007051144
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
12.05.2010 Patentblatt 2010/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Zenergy Power GmbH |
|
53359 Rheinbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- FÜLBIER, Christoph
53797 Lohmar (DE)
- HAHN, Ingolf
53177 Bonn (DE)
- BÜHRER, Carsten
53125 Bonn (DE)
- BRAUN, Thomas
56729 Ettringen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Prietsch, Reiner |
|
Dipl.-Ing. Reiner Prietsch
Patentanwalt
Postfach 11 19 82141 Planegg 82141 Planegg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 170 556 WO-A-02/24965 DE-A1- 2 315 502 FR-A- 904 159
|
EP-A- 0 266 470 WO-A-91/17644 DE-A1-102005 061 670 US-A- 3 522 405
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Induktionsheizer mit einer gleichstromgespeisten supraleitenden
Spulenanordnung auf einem Joch und ein Verfahren zum Einstellen der Jochbreite.
[0002] Ein Induktionsheizer ist aus der
DE 10 2005 061 670.4 bekannt. Zur Erwärmung eines Billets aus einem elektrisch leitenden Werkstoff wird
das Billet in einem Schacht zwischen zwei Schenkeln eines im Querschnitt C-förmigen
Jochs gedreht. Auf dem Joch sitzt eine gleichstromgespeiste hochtemperatursupraleitende
Spule. Als hochtemperatursupraleitend (HTSL) werden Cupratsupraleiter z.B. YBCO und
allgemeiner alle Supraleiter (SL) mit einer SL-Sprungtemperatur oberhalb der Siedetemperatur
von flüssigem Stickstoff bezeichnet. Induktionsheizer sind in der Regel in eine Fertigungslinie
integriert. Deshalb muss der Induktionsheizer innerhalb eines durch die Fertigungslinie
vorgegebenen Zeittaktes ein erhitztes Billet bereitstellen.
[0003] Aus der
US 5 412 183 A ist ein Induktionsheizer mit einem näherungsweise E-förmigen Joch bekannt, dessen
drei Schenkel als Polschuhe ausgebildet und sternförmig um jeweils 120 Grad versetzt
angeordnet sind, um in dem Raum zwischen den Polschuhen ein Werkstück durch auf den
Polschuhen sitzende, wechselstromgespeiste Spulenanordnungen induktiv zu erwärmen.
[0004] Aus der
FR 904 159 A ist ein weiterer Induktionsheizer mit einem E-förmigen Joch bekannt, auf dessen Mittelschenkel
eine erste Spulenanordnung sitzt und dessen Endschenkel aufeinander zugerichtet sind.
Das zu erwärmende Werkstück befindet sich zwischen den von einander beabstandeten
Stirnflächen der Endschenkel des Jochs und ist von einer weiteren Spulenanordnung
umgeben, die wechselstromgespeist ist und primär die Leistung zur induktiven Erwärmung
des Werkstücks liefert.
[0005] Aus der
EP 266 470 A1 ist ein weiterer Induktionsheizer mit einem E-förmigen Joch bekannt, dessen drei
Schenkel je eine wechselstromgespeiste Spulenanordnung tragen um das in dem freien
Raum zwischen den Schenkeln befindliche Werkstück induktiv zu erwärmen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Induktionsheizer für einen pro Zeiteinheit
erhöhten Billetausstoß und bei niedrigem Energieverbrauch bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe ist durch einen Induktionsheizer mit den Merkmalen nach dem Anspruch
1 und durch ein Verfahren mit den Schritten des Anspruchs 22 gelöst. Die abhängigen
Ansprüche sind auf bevorzugte Ausführungsformengerichtet.
[0008] Der Induktionsheizer nach dem Anspruch 1 hat ein im Querschnitt zumindest näherungsweise
E-förmiges Joch aus einem Mittelschenkel zwischen zwei Außenschenkeln, wobei der Mittelschenkel
und die beiden Außenschenkel durch einen Querschenkel verbunden sind. Mindestens eine
supraleitende Spule sitzt auf einem der genannten Schenkel. Zwischen den beiden Außenschenkeln
und dem Mittelschenkel ist jeweils ein Schacht, in dem ein Billet durch Drehen in
dem Schacht erwärmt werden kann. Weil der Induktionsheizer zwei Schächte hat, können
zwei Billets gleichzeitig erwärmt werden. Beispielsweise kann beim Wechsel eines erwärmten
Billets gegen ein neues, kaltes Billet ein weiteres Billet in dem anderen Schacht
erwärmt werden. Entsprechend erhöht sich der Ausstoß des Induktionsheizers. Die E-Form
des Jochs ermöglicht es, mit nur einer supraleitenden Spule den Ausstoß an erwärmten
Billets deutlich zu erhöhen. Üblicherweise ist die Spule Teil einer Spulenanordnung,
die in der Regel zumindest noch die Anschlüsse für die Spule umfasst.
[0009] Beispielsweise kann die Spule bzw. die Spulenanordnung auf dem Mittelschenkel sitzen.
Alternativ können auch z.B. zwei Spulen bzw. Spulenanordnungen auf dem Querschenkel,
bevorzugt beiderseits des Mittelschenkels je eine Spule bzw. Spulenanordnung, sitzen.
Natürlich kann auch auf den Außenschenkeln je eine Spule sitzen.
[0010] Die nachfolgend beschriebenen Weiterbildungen der Erfindung sind nicht an die E-Form
des Jochs, insbesondere nicht an die Anzahl der Schächte gebunden.
[0011] Die beiden Außenschenkel und der Mittelschenkel des Jochs sind durch einen Querschenkel
verbunden. Bevorzugt ist die Spulenanordnung bzw. die Spule bis zum Anschlag an den
Querschenkel auf den Mittelschenkel aufgeschoben. Dies ermöglicht ein kompaktes Joch
mit einem entsprechend kurzen magnetischen Rückschluss, wodurch der Wirkungsgrad des
Induktionsheizers verbessert wird.
[0012] Bevorzugt sind die Schenkel des Jochs aus Vollmaterial. Weil die Spule gleichstromgespeist
ist, kann auf den teureren Aufbau eines Jochs aus geschichtetem Blechen verzichtet
werden ohne durch Wirbelströme verursachte Wirbelstromverluste in dem Joch in Kauf
nehmen zu müssen. Durch die fehlende Laminierung, die auch eine elektrische Isolation
beinhaltet, wird der magnetische Füllfaktor gegenüber einer geblechten Variante erhöht.
Dies erlaubt entweder eine Steigerung des Magnetfeldes oder eine kostengünstigere
Konstruktion durch Verwendung einfacherer Materialien bei gleicher magnetischer Feldstärke.
[0013] Die Spulenanordnung hat bevorzugt eine evakuierte Kammer, in der mindestens eine
HTSL-Spule ist. Die evakuierte Kammer ermöglicht eine gute Wärmeisolierung der HTSL-Spule.
[0014] Weiter verbessert wird die Wärmeisolierung, wenn die HTSL-Spule in mehrere Lagen
einer metallbeschichteten, vorzugsweise in eine aluminiumbedampfte Folie eingehüllt
ist.
[0015] Die HTSL-Spule kann mittels Kunststofflagern in der Kammer gehaltert sein.
[0016] Eine Wärmeisolierung zwischen der Spulenanordnung und den offenen Enden der Schächte
reduziert die notwendige Kühlleistung für die HTSL-Spule. Besonders geeignet sind
mikroporöse Wärmeisolierungen. Ein geeigneter Werkstoff für die Wärmeisolierung ist
insbesondere Calziumsilikat.
[0017] Zusätzlich oder alternativ zu der Wärmeisolierung kann ein in Richtung des Billets
reflektierender Infrarotreflektor beispielsweise aus einer goldbedampften Keramik
in den Schächten sein. Dadurch werden Wärmeverluste reduziert. Besonders geeignet
ist ein im Querschnitt U-förmiger Infrarotreflektor, in dessen freier Mitte das Billet
gedreht wird.
[0018] Bevorzugt ist vor der Spulenanordnung in jedem Schacht eine Prallschutzplatte mit
einem im Vergleich zum Joch hohen magnetischen Widerstand, z.B. aus Edelstahl (V2A,
V4A etc.). Sollte sich ein rotierendes Billet aus seiner Halterung lösen, dann verhindert
die Prallschutzplatte eine Beschädigung der teureren und empfindlichen supraleitenden
Spulenanordnung. Die Prallschutzplatten können beispielsweise jeweils in zwei einander
gegenüberliegenden Längsnuten in dem entsprechenden Schacht sitzen.
[0019] Bevorzugt sind die Schächte in Richtung der freien Enden der Schenkel verjüngt, d.h.
die Schenkel sind entsprechend verdickt. Dadurch wird der Luftspalt zwischen den freien
Enden der Schenkel, in welchen die Billets gedreht werden, verkürzt. Entsprechend
wird der magnetische Widerstand verringert und die maximale Heizleistung und der Wirkungsgrad
erhöht.
[0020] Die Schächte können gegenüber der Umgebung durch eine Wärmeisolation verschlossen
sein. Zum Aus- und Einbringen der Billets in die Schächte sind die die Schächte verschließenden
Wärmeisolationen vorzugsweise beweglich.
[0021] Zusätzlich oder optional können die Schächte gegenüber der Umgebung durch nichtmagnetische
Schutzplatten abgedeckt sein. Diese Schutzplatten verhindern, dass ein rotierendes
Billet, welches sich aus seiner Einspannvorrichtung gelöst hat, den Schacht verlässt
und andere Maschinenteile oder sogar Personen beschädigt bzw. verletzt. Selbstverständlich
sind auch die Schutzplatten zum Öffnen der Schächte bevorzugt beweglich.
[0022] Bevorzugt ist die Breite der Schächte einstellbar. Dadurch lassen sich die Schächte
an unterschiedliche Billetdurchmesser anpassen. Dies kann beispielsweise durch Verschieben
oder Schwenken zumindest eines unteren Teils der Außenschenkel erfolgen. Der untere
Teil der Außenschenkel kann auch in einer Ebene orthogonal zur Drehachse segmentiert
sein. Zur Feldanpassung in dem jeweiligen Schacht können die Segmente unabhängig voneinander
verschoben oder geschwenkt werden. Alternativ oder optional kann die Breite der Schächte
durch an den Schenkeln des Jochs auswechselbar befestigte ferromagnetische Metallplatten
eingestellt werden.
[0023] Solche Metallplatten können eine größere relative magnetische Permeabilität als das
Joch haben. Dies führt zu einer Konzentration des magnetischen Flusses durch die Metallplatten
und damit auch durch das zwischen den Metallplatten gedrehte Billet. Wenn besonders
große Billets erwärmt werden sollen, können die Metallplatten auch eine geringere
relative Permeabilität als das Joch haben, dann wirken die Metallplatten streuend,
entsprechend wirkt der magnetische Fluss gleichmäßiger.
[0024] Die Breite der Schächte kann von den Stirnseiten des Jochs zur Mitte hin zunehmen.
Dazu können ferromagnetische Metallkeile auswechselbar an den Schenkeln des Jochs
befestigt sein. Diese Geometrie der Schächte reduziert die an den Stirnseiten des
Joches aus den Schächten austretenden Streufelder, entsprechend wird der magnetische
Fluss durch die Billets erhöht.
[0025] Zum Verstellen der Breite der Schächte, sei es durch Verschieben oder Verschwenken
von Teilen der Außenschenkel oder auch durch Austauschen auswechselbar befestigter
Metallplatten oder Keile wird bevorzugt zunächst die HTSL Spule abgeschaltet. Anschließend
kann dann die Breite der Schächte einfach verändert werden. Besonders einfach lässt
sich die Breite der Schächte verändern, wenn nach dem Abschalten der Spule und vor
dem Verändern der Breite das Joch entmagnetisiert wird. Dazu kann beispielsweise eine
auf dem Joch sitzenden Spulenanordnung, insbesondere die supraleitende Spulenanordnung
mit Wechselstrom gespeist werden. Die Stromstärke der Wechselstromspeisung ist geringer
als die Nennstromstärke bei Gleichstromspeisung. Vorzugsweise beträgt sie etwa 10
% bis 20 % des Nennstroms bei Gleichstromspeisung.
[0026] In der Zeichnung ist schematisch vereinfacht ein Induktionsheizer nach der Erfindung
beispielhaft dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine teilgeschnittene Seitenansicht eines Induk- tionsheizers,
- Fig. 2
- einen Querschnitt der Magneteinheit des Indukti- onsheizers aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Magneteinheit des Indukti- onsheizers aus Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt (B/B aus Fig. 3) des Indukti- onsheizers,
- Fig. 5
- eine weitere Magneteinheit eines Induktionshei- zers,
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht einer weiteren Magnet- einheit von unten, und
- Fig. 7 bis Fig. 10
- je einen Schnitt durch einen Induktionsheizer.
[0027] Der Induktionsheizer in Fig. 1 hat eine zweiteilige Einspannvorrichtung 2a, 2b, die
ein Billet 10 in einem Schacht einer Magneteinheit 100 haltert. Das Billet 10 ist
über einen Teil der Einspannvorrichtung 2a, ein Getriebe 3 und einen Motor 1 drehangetrieben.
Mittels der Einspannvorrichtung 2a, 2b kann das Billet 10 wie durch den entsprechenden
Doppelpfeil angedeutet angehoben und abgesenkt werden. Zusätzlich können die Einspannvorrichtungen
2a, 2b auch horizontal verfahrbar sein. Auch dies ist durch Doppelpfeile angedeutet.
[0028] Das Billet 10 ist in einem Schacht 150 1 eines im Querschnitt E-förmigen Jochs 140,
auf dessen Mittelschenkel eine Spulenanordnung 120 sitzt (vgl. Fig. 2 bis Fig. 4).
Das Joch 140 ist im Querschnitt E-förmig und hat zwei Außenschenkel 142 1, 142 r die
über einen Querschenkel 141 mit einem Mittelschenkel 143 verbunden sind. Entsprechend
ist zwischen dem Außenschenkel 142 1 und dem Mittelschenkel 143 ein nach unten offener
Schacht 150 1 und zwischen dem Außenschenkel 142 r und dem Mittelschenkel 143 ein
weiterer ebenfalls nach unten offener Schacht 150 r. Das Joch 140 ist aus einem Vollmaterial
hergestellt.
[0029] Die Spulenanordnung 120 besteht aus einer evakuierten Kammer 125 in der eine z.B.
mit flüssigem Stickstoff gekühlte HTSL-Spule 121 ist (Kühlung und elektrische Zuleitungen
nicht dargestellt). Die HTSL-Spule 121 ist in einem Gehäuse 122, welches von mehreren
Lagen einer AL-bedampften Polyesterfolie als Wärmeisolation 123 umhüllt und mit einer
nicht dargestellten Kunststoffhalterung in der Kammer 125 festgelegt ist. Eine gute
Wärmeisolation 123 erreicht man mit ca. 40 bis 60 Lagen der Folie, wobei an den Kanten
vorzugsweise 10 bis 20 weitere Lagen sind.
[0030] Unterhalb der Kammer 125 ist in jedem Schacht 150 1, 150 r eine Prallschutzplatte
153. Die Prallschutzplatten 153 sind aus einem nicht magnetischen Material, z.B. Edelstahl,
und sitzen in einander gegenüberliegenden Längsnuten 152 in ihrem Schacht 150 1 bzw.
150 r. Zur Montage werden die Prallschutzplatten 153 von einer der Stirnseiten des
Joches in die Längsnuten 152 eingeschoben und dann befestigt. Die Prallschutzplatten
153 schützen die Spulenanordnung 120 vor Beschädigungen durch ein rotierendes Billet
10, welches sich aus der Einspannvorrichtung 2a, 2b gelöst hat.
[0031] Nach unten schließt sich an die Prallschutzplatte 153 unmittelbar eine Wärmeisolierung
154, hier aus Calziumsilikatplatten, an. Die Wärmeisolierung 154 schützt, ebenso wie
der sich daran anschließende im Querschnitt U-förmigen Infrarotreflektor 158 aus goldbedampfter
Keramik, die Spulenanordnung 120 und das Joch 140 vor der Wärme der Billets 10. Zudem
sind die Verluste durch Wärmeabgabe des Billets an das Joch geringer.
[0032] Die Schächte 150 1, 150 r sind an ihren unteren Enden durch auswechselbar an den
Außenschenkeln 142 1, 142 r bzw. an dem Mittelschenkel 143 befestigte ferromagnetische
Platten 155, verjüngt. Dadurch wird der Luftspalt zwischen den Schenkeln 142 1, 142
r und 143 des Jochs 140 und den Billets 10 verkürzt und entsprechend der magnetische
Widerstand der Magneteinheit 100 verringert. Die Platten 155 haben eine größere magnetische
Permeabilität als das Joch 140. Deshalb konzentrieren die Platten 155 den magnetischen
Fluss durch die Billets 10. Im Vergleich zu einer Ausführung, bei der die Schächte
eine konstante, dem Abstand zwischen den Platten 155 geringe Breite haben, hat die
hier gezeigte Ausführungsform den Vorteil, dass die Schächte 1501, 150r nach oben
effektiv verbreitert sind, wodurch die evakuierte Kammer 125 entsprechend größer ausfällt
und die Isolation der HTSL-Spule 121 verbessert ist. Die auswechselbare Befestigung
der Platten 155 ermöglicht eine einfache Montage der Magneteinheit 100 sowie eine
Anpassung der Breite der Schächte 1501, 150r an den Durchmesser der zu erwärmenden
Billets 10.
[0033] Nach unten sind die Schächte 150 1, 150 r durch eine weitere Wärmeisolierung 156
verschlossen. Die Wärmeisolierung 156 liegt in einem Kanal aus drei Schutzplatten
157. Die Schutzplatten 157 sind aus einem nicht magnetischen Material, z.B. Edelstahl,
und dienen der Unfallvermeidung. Sollte sich ein Billet 10 während des Erwärmens unvorhergesehen
aus der Einspannvorrichtung 2a, 2b lösen, so kann es den entsprechenden Schacht 150
1, 150 r nicht verlassen, d.h. weder andere Anlagenteile beschädigen noch Personen
verletzen. Die Wärmeisolierung 156 und die Schutzplatten 157 sind, durch Doppelpfeile
angedeutet, heb- und senkbar. Dadurch können die Schächte 150 1, 150 r geöffnet werden,
um ein Billet 10 von unten in den entsprechenden Schacht einzubringen.
[0034] Die Ausführungsform in Fig. 5 entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform in Fig.
1 bis 4 (gleiche oder ähnliche Teile sind mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet),
jedoch sind die unteren Teilstücke der beiden Außenschenkel 142 1 und 142 r verschiebbar,
um die Breite der Schächte 150 1, 150 r an Billets 10 mit unterschiedlichen Durchmessern
anzupassen. Der verschiebbare Teil der beiden Außenschenkel 142 1, 142 r ist in zwei
Positionen dargestellt, wobei die Offenstellung durch eine entgegen der ansonsten
für das Joch 140 verwendeten Schraffur gerichtete Schraffur angedeutet ist.
[0035] Zur Anpassung der Wärmeisolierung 154 und der Infrarotreflektoren 158 an eine veränderte
Schachtbreite können diese entweder komplett ausgetauscht werden oder in der Breite
teleskopartig verstellbar sein (nicht dargestellt).
[0036] Die Magneteinheit 100 in Fig. 6 ist im Wesentlichen ähnlich zu den Induktionsheizern
der anderen Figuren. Anstelle der Platten 153 in Fig. 2 und Fig. 5 sind Metallkeile
155 b an den Außenschenkeln 142 1, 142 r und beidseitig des Mittelschenkels 143 auswechselbar
und gegeneinander verschiebbar befestigt. Dadurch nimmt die Breite der Schächte 150
1, 150 r von den Stirnseiten zur Mitte hin zu. Dies reduziert stirnseitig austretende
Streufelder und ermöglicht eine Feldanpassung zur Ausbildung eines Feldprofiles. Durch
Verschieben der Metallkeile 155 b parallel zur Drehachse kann so z.B. auf unterschiedliche
Materialien oder Geometrien eingestellt werden. Entsprechend ist der Wirkungsgrad
der Magneteinheit 100, also des Induktionsheizers verbessert. Die Induktionsheizer
100 in den Figuren 7 bis 10 sind zu dem Induktionsheizer 100 in den Fig. 1 bis 4 ähnlich.
Deshalb werden für gleiche oder ähnliche Teile identische Bezugszeichen verwendet
und es wird lediglich auf die Unterschiede eingegangen.
[0037] Der Induktionsheizer 100 in Fig. 7 hat anstelle einer Spulenanordnung auf dem Mittelschenkel
143 wie in Fig. 1 bis 4 gezeigt eine Spulenanordnung 120 auf dem rechten Außenschenkel
142 r und eine Spulenanordnung 120 auf dem linken Außenschenkel 142 1.
[0038] Der Induktionsheizer 100 in Fig. 8 hat lediglich eine Spulenanordnung, die auf dem
linken Außenschenkel 142 1 sitzt und auf diesen bis zum Anschlag an den Querschenkel
141 aufgeschoben ist.
[0039] Die Fig. 9 zeigt einen Induktionsheizer 100 mit einer Spulenanordnung 120, die zwischen
dem linken Außenschenkel 142 1 und dem Mittelschenkel 143 auf dem Querschenkel 141
sitzt. Zur Montage einer vormontierten Spulenanordnung 120 ist der linke Außenschenkel
142 1, anders als dargestellt, demontierbar.
[0040] Fig. 10 zeigt einen Induktionsheizer 100 mit je einer Spulenanordnung 120 beidseits
des Mittelschenkels 143, die auf dem Querschenkel 141 sitzt. Zur Montage einer vormontierten
Spulenanordnung 120 sind die beiden Außenschenkel 142 1, 142 r, anders als gezeigt,
demontierbar.
1. Induktionsheizer mit mindestens einer gleichstromgespeisten supraleitenden Spule (121)
auf einem Joch (140) zum Erwärmen von Billets, dadurch gekennzeichnet, dass das Joch (140) an einem gemeinsamen Querschenkel (141) einen Mittelschenkel (143)
zwischen zwei Außenschenkeln (142 1, 142 r) hat, und dass zwischen dem Mittelschenkel
(143) und den beiden Außenschenkeln (1421, 142r) je ein Schacht (1501, 150r) zur Aufnahme
jeweils eines der zu erwärmenden Billets ist.
2. Induktionsheizer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (121) bis zum Anschlag an den Querschenkel (141) auf den Mittelschenkel
(143) des Jochs aufgeschoben ist.
3. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schenkel (141, 142 1, 142 r, 143) des Jochs (140) aus Vollmaterial
ist.
4. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule eine HTSL-Spule (121)in einer evakuierten Kammer (125) einer Spulenanordnung
(120) ist.
5. Induktionsheizer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (121) mittels Kunststofflager in der Kammer (125) gehaltert ist.
6. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (121) mit mehreren Lagen einer metallbedampften Folie (123) umhüllt ist.
7. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Wärmeisolierung (154) zwischen der Spule (121) und den offenen Enden der Schächte
(150 1, 150 r).
8. Induktionsheizer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeisolierung (154) mikroporös ist.
9. Induktionsheizer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeisolierung (154) aus Calziumsilikat ist.
10. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine nichtmagnetische Prallschutzplatte in jedem Schacht (150 1, 150 r).
11. Induktionsheizer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schacht (150 1, 150 r) zwei einander gegenüberliegende Längsnuten (152) hat,
in denen eine der Prallschutzplatten (153) sitzt.
12. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schächte (150 1, 150 r) in Richtung der freien Enden der freien Schenkel (142
1, 142 r, 143) verjüngt sind.
13. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schächte (150 1, 150 r) gegenüber der Umgebung durch eine Wärmeisolation (156)
verschlossen sind und dass die die Schächte (150 1, 150 r) verschließende Wärmeisolation
zum Öffnen der Schächte (150 1, 150 r) beweglich ist.
14. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schächte (150 1, 150 r) gegenüber der Umgebung durch nichtmagnetische Schutzplatten
(157) abgedeckt sind und dass die Schutzplatten (157) zum Öffnen der Schächte (150
1, 150 r) beweglich sind.
15. Induktionsheizer nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Schächte (150 1, 150 r) einstellbar ist.
16. Induktionsheizer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Schächte (150 1, 150 r) durch Verschieben oder Schwenken zumindest
von Teilen der Außenschenkel (142 1, 142 r) einstellbar ist.
17. Induktionsheizer nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Schächte (150 1, 150 r) durch an den Schenkeln (142 1, 142 r, 143)
des Jochs auswechselbar befestigte ferromagnetische Metallplatten (155) einstellbar
ist.
18. Induktionsheizer nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die relative magnetische Permeabilität der Metallplatten (155) von der des Jochs
(140) abweicht.
1. An induction heater, comprising at least one direct-current powered superconducting
coil (121) on a yoke (140) for heating billets, characterized in that the yoke (140) comprises a middle leg (143) between two outside legs (142 1, 142
r) on a common transverse leg (141), and one shaft (1501, 150r) for receiving one
each of the billets to be heated is each disposed between the middle leg (143) and
the two outside legs (1421, 142r).
2. An induction heater according to claim 1, characterized in that the coil (121) is slid up to the stop on the transverse leg (141) on the middle leg
(143) of the yoke.
3. An induction heater according to one of the claims 1 or 2, characterized in that at least one leg (141, 142 1, 142 r, 143) of the yoke (140) is made of solid material.
4. An induction heater according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the coil is an HTSC-coil (121) in an evacuated chamber (125) of a coil arrangement
(120).
5. An induction heater according to claim 4, characterized in that the coil (121) is held by means of plastic bearings in the chamber (125).
6. An induction heater according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the coil (121) is encased by several layers of a metallized foil (123).
7. An induction heater according to one of the claims 1 to 6, characterized by thermal insulation (154) between the coil (121) and the open ends of the shafts (150
1, 150 r).
8. An induction heating according to claim 7, characterized in that the thermal insulation (154) is microporous.
9. An induction heater according to claim 7 or 8, characterized in that the thermal insulation (154) is made of calcium silicate.
10. An induction heater according to one of the claims 1 to 9, characterized by a non-magnetic impact-protection plate in each shaft (150 1, 150 r).
11. An induction heater according to claim 10, characterized in that each shaft (150 1, 150 r) has two oppositely disposed longitudinal grooves (152)
in which one of the impact-protection plates (153) is sitting.
12. An induction heater according to one of the claims 1 to 11, characterized in that the shafts (150 1, 150 r) taper in the direction of the free ends of the free legs
(142 1, 142 r, 143).
13. An induction heater according to one of the claims 1 to 12, characterized in that the shafts (150 1, 150 r) are sealed by means of a thermal insulation (156) against
the ambient environment and the thermal insulation sealing the shafts (150 1, 150
r) is movable for opening the shafts (150 1, 150 r).
14. An induction heater according to one of the claims 1 to 13, characterized in that the shafts (150 1, 150 r) are covered against the ambient environment by non-magnetic
protective plates (157) and the protective plates (157) are movable for opening the
shafts (150 1, 150 r).
15. An induction heater according to one of the claims 1 to 14, characterized in that the width of the shafts (150 1, 150 r) is adjustable.
16. An induction heater according to claim 15, characterized in that the width of the shafts (150 1, 150 r) is adjustable by displacing or swiveling at
least parts of the outside legs (141 1, 142 r).
17. An induction heater according to claim 15 or 16, characterized in that the width of the shafts (150 1, 150 r) is adjustable by ferromagnetic metal plates
(155) which are fastened in an exchangeable manner to the legs (142 1, 142 r, 143)
of the yoke.
18. An induction heater according to claim 17, characterized in that the relative magnetic permeability of the metal plates (155) deviates from that of
the yoke (140).
1. Chauffage à induction au moins une bobine supraconductrice (121) alimentée en courant
continu sur une culasse (140) pour le chauffage de billettes, caractérisé en ce que la culasse (140) possède un bras central (143) entre deux bras extérieurs (1421,
142 r) sur un bras transversal (141) commun et en ce qu'il est prévu entre le bras central (143) et chacun des deux bras extérieurs (142 1,
142 r) une gaine (150 1, 150 r) à recevoir l'une des billettes à chauffeur.
2. Chauffage à induction selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bobine (121) est enfilée jusqu'à la sur le bras transversal (141) par-dessus le
bras central (143) de la culasse.
3. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins un bras (141, 142 1, 142 r, 143) de la culasse (140) est fait de matériau
plein.
4. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la bobine est une bobine SCHT (121) dans une chambre sous vide (125) d'une disposition
bobine (120).
5. Chauffage à induction selon la revendication 4, caractérisé en ce que la bobine (121) est retenue dans la chambre (125) au moyen de coussinets en plastique.
6. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la bobine (121) est entourée de plusieurs épaisseurs d'une feuille (123) métallisée
en phase vapeur.
7. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à caractérisé en ce qu'une insolation thermique (154) est prévue entre la bobine (121) et les extrémités
ouvertes des gaines (150 1, 150 r).
8. Chauffage à induction selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'isolation thermique (154) est microporeuse.
9. Chauffage à induction selon la revendication 7 ou 8, en ce que l'isolation thermique
(154) se compose de silicate de calcium.
10. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 9, en ce qu'une plaque antichocs
non magnétique est prévue dans chaque gaine (150 l, 150 r).
11. Chauffage à induction selon la revendication 10, caractérisé en ce que chaque gaine (150 1, 150 r) possède deux gorges longitudinales (152) se faisant faces
dans lesquelles l'une des plaques antichocs (153) est posée.
12. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les gaines (150 1, 150 r) se resserrent en direction des extrémités libres des bras
libres (142 l, 142 r, 143).
13. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 12, en ce que les gaines
(150 1, 150 r) sont fermées vis-à-vis de l'environnement par une isolation thermique
(156) et en ce que l'isolation thermique fermant les gaines (150 1, 150 r) est mobile
pour ouvrir les gaines (150 l, 150 r).
14. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les gaines (150 l, 150 r) sont recouvertes vis-à-vis de l'environnement par des plaques
de protection non magnétiques (157) et en ce que les plaques de protection (157) sont mobiles pour ouvrir les gaines (150 1, 150 r).
15. Chauffage à induction selon l'une des revendications 1 à 14, en ce que la largeur
des gaines (150 1, 150 r) est réglable.
16. Chauffage à induction selon la revendication 15, en ce que la largeur des gaines (150
l, 150 r) est par translation ou pivotement d'au moins, une partie des bras extérieurs
(142 l, 142 r).
17. Chauffage à induction selon, la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que la largeur des gaines (150 1, 150 r) est réglable à l'aide de plaques métalliques
ferromagnétiques (155) fixées sur les bras (142 l, 142 r, 143) de la culasse de façon
interchangeable.
18. Chauffage à induction selon la revendication 17, caractérisé en ce que la perméabilité magnétique relative des plaques métalliques (155) est différente
de celle de la culasse (140).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente