Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von der
EP 1 705 092 B1. Aus diesem Patent ist ein Schienenfahrzeug bekannt, dessen Fahrzeugführerraum eine
segmentierte Fußbodenplatte aufweist.
[0002] Die Trennfugen zwischen den Segmenten verlaufen im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung.
Dabei sind sogenannte Leitsegmente und Räumsegmente in Fahrtrichtung gesehen hintereinander
angeordnet. Im Falle einer Kollision des Schienenfahrzeugs mit einem Hindernis verformt
sich der vordere Teil des Schienenfahrzeugs und bewegt sich entgegen der Fahrtrichtung
in den Fahrzeugführerraum hinein. Infolge dessen wird das Volumen des Fahrzeugführerraums
verringert und die Länge der Fußbodenplatte verkürzt.
[0003] Diese Deformierung des Schienenfahrzeugs ist gewollt, um die beim Auftreffen auf
ein Hindernis entstehenden Kräfte möglichst gering zu halten. Andererseits ist es
natürlich von größter Bedeutung, dass der Fahrzeugführer während und nach einer Kollision
des Schienenfahrzeugs mit einem Hindernis bestmöglichst vor Verletzungen geschützt
ist.
[0004] In der
EP 1 705 092 B1 wird der Fußbodenplatte des Fahrzeugführerraums besonderes Augenmerk gewidmet. Damit
diese Fußbodenplatte, die üblicherweise aus wasserfest verleimtem Sperrholz besteht,
während einer Kollision nicht splittert, wird in diesem Patent vorgeschlagen, die
Fußbodenplatte zu segmentieren, wobei die Trennfugen der Segmente quer zur Fahrtrichtung
verlaufen. Wenn nun dieses Schienenfahrzeug mit einem Hindernis kollidiert und der
vordere Teil des Fahrzeugführerraums entgegen der Fahrtrichtung verschoben wird, schieben
sich die verschiedenen Segmente der aus dem Stand der Technik bekannten Fußbodenplatte
über und untereinander. Somit wird die Fußbodenplatte verkürzt, ohne dass es zum Brechen
und zum Splittern der Fußbodenplatte kommt.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schienenfahrzeug mit einem Fahrzeugführerraum,
umfassend eine segmentierte Fußbodenplatte, dahingehend weiterzuentwickeln, dass die
Sicherheit nochmals erhöht wird, der Bauaufwand minimiert wird. Gleichzeitig soll
die Zuverlässigkeit des erfindungsgemäßen Systems weiter erhöht werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Schienenfahrzeug mit einem Fahrzeugführerraum
umfassend eine Fußbodenplatte, wobei die Fußbodenplatte mindestens aus zwei Segmenten
besteht, wobei eine Trennfuge zwischen den mindestens zwei Segmenten im Wesentlichen
quer zur Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft, dadurch gelöst, dass mindestens
ein Segment der Fußbodenplatte in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs deformierbar
ist.
[0007] Dadurch wird das Verkürzen der Fußbodenplatte im Falle einer Kollision des Schienenfahrzeugs
mit einem Hindernis vereinfacht und sicherer gemacht, da grundsätzlich alle Segmente
der Fußbodenplatte an ihrem Platz bleiben oder lediglich ein Segment an seinem Platz
bleibend deformiert wird.
[0008] Diese Vorgehensweise ist aufgrund ihrer Einfachheit von höchster Sicherheit und Zuverlässigkeit
und noch dazu sehr kostengünstig realisierbar. Auch können Fehler durch die falsche
Montage der Fußbodenplatte ausgeschlossen werden. Wenn nämlich beispielsweise die
Breite des deformierbaren Segments und die Breite eines nicht-deformierbaren Segments
unterschiedlich gewählt werden, ist es nicht möglich, zu viele oder zu wenige deformierbare
Segmente der einen oder der anderen Art in eine Fußbodenplatte zu integrieren, ohne
dass dieser Fehler sofort ins Auge springt.
[0009] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, dass das mindestens eine deformierbare
Segment eine Vielzahl parallel zueinander verlaufender Kanäle und/oder Waben hat.
Diese Kanäle laufen vorzugsweise orthogonal zur Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs.
Dadurch ist gewährleistet, dass die Waben oder Kanäle im Falle einer Deformierung
senkrecht oder orthogonal zu ihrer Längsachse gestaucht deformiert werden, so dass
der Widerstand den die deformierbaren Segmente dieser Verformung entgegensetzen sehr
gering ist. Infolge dessen ist sichergestellt, dass die anderen nicht deformierbaren
Segmente der Fußbodenplatte, die beispielsweise aus wasserfest verleimtem Sperrholz
(sog. Siebdruckplatte) bestehen, auf keinen Fall brechen oder splittern.
[0010] Eine besonders vorteilhafte und aus anderen Anwendungen bereits seit Jahren bewährter
Werkstoff ist eine Honigwabenstruktur (honeycomb), die zur Herstellung des mindestens
einen deformierbaren Segment herangezogen wird.
[0011] Alternativ ist es auch möglich, das deformierbare Element mit einer offen- und/oder
geschlossenporigen Struktur, besonders bevorzugt als Schaum, insbesondere als Metallschaum
oder Kunststoffschaum, auszuführen.
[0012] Eine weitere, ebenfalls sehr einfache und kostengünstige Variante sieht vor, dass
mindestens ein deformierbares Segment als Gitterrost, insbesondere als Streckmetallgitterrost
auszuführen.
[0013] Solche Gitterroste werden beispielsweise bei der Abdeckung von Lichtschächten an
Gebäuden und anderem mehr seit Jahrzehnten in großen Stückzahlen und zu geringen Kosten
hergestellt. Wenn man nun diese Gitterroste so verlegt, dass die Stege der Gitterroste
nicht parallel zur Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs, sondern beispielsweise in
einem Winkel von 45° dazu verlaufen, ergibt sich ebenfalls eine in Fahrtrichtung des
Schiehenfahrzeugs sehr weiche Struktur, die leicht deformierbar ist.
[0014] Durch eine Reduktion der Blechstärke der Stege des Gitterrostes kann ebenfalls die
Steifigkeit des Gitterrostes den Anforderungen entsprechend angepasst werden.
[0015] Besonders vorteilhaft und kostengünstig ist es, wenn das deformierbare Segment aus
Aluminium, Kunststoff, insbesondere thermoplastischem Kunststoff, oder faserverstärktem
duroplastischem Kunststoff besteht.
[0016] Eine weitere Verbesserung ergibt sich, wenn das mindestens eine deformierbare Segment
der Fußbodenplatte eine energieabsorbierende Struktur aufweist und/oder aus einem
energieabsorbierenden Werkstoff besteht. Dann wird die bei der Kollision freiwerdende
kinetische Energie teilweise in dem deformierbaren Segment abgebaut.
[0017] Um ein kontrolliertes Verschieben von der Fußbodenplatte der nicht-deformierbaren
Segmente der Fußbodenplatte und des relativ zum deformierbaren Segment der Fußbodenplatte
im Falle einer Kollision zu gewährleisten, ist weiter vorgesehen, die Fußbodenplatte,
mindestens jedoch das deformierbare Segment und diesem deformierbaren Segment benachbart
angeordneten Segmente der Fußbodenplatte in einer Führungsschiene zu führen. Dadurch
wird ein unkontrolliertes Aufwerfen des Fußbodens bzw. ein Ausweichen der nicht-deformierbaren
Segmente nach oben oder nach unten aufgrund der Kraft, die zur Deformierung des deformierbaren
Segments benötigt wird, wirkungsvoll unterbunden.
[0018] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Waben und/oder Kanäle
des mindestens einen deformierbaren Segments an einem oder beiden Enden durch eine
Abschlussplatte verschlossen. In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
können die Abschlussplatten als Führungselemente für ein benachbart angeordnetes Segment
der Fußbodenplatte dienen. Dies macht es in manchen Anwendungen erforderlich, dass
die lichte Weite zwischen der oberen und der unteren Abschlussplatte eines deformierbaren
Segments etwa der Dicke der nicht eines benachbart angeordneten nicht-deformierbaren
Segments der Fußbodenplatte entspricht.
[0019] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Zeichnung, deren Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar. Alle in der Zeichnung,
deren Beschreibung in den Patentansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Zeichnung
[0020] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch einen Fahrzeugführerraum mit einer erfindungsgemäßen segmentierten
Fußbodenplatte,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen, die Fußbodenplatte in einer in verschiedenen
Stadien der Verformung,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen segmentierten
Fußbodenplatte,
- Figur 4
- einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fußbodenplatte.
[0021] Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
[0022] Figur 1 zeigt einen Teillängsschnitt durch einen Fahrzeugführerraum 1 mit einer erfindungsgemäßen
Fußbodenplatte 3.
[0023] Die eigentliche Tragstruktur sowie die Drehgestelle des Schienenfahrzeugs sind nicht
dargestellt. In dem Fahrzeugführerraum 1 sind neben der Fußbodenplatte 3 ein Fahrpult
5 sowie ein Stuhl 7 für den nicht-dargestellten Fahrzeugführer vorhanden. Die Fahrtrichtung
des Schienenfahrzeugs ist durch den Pfeil 9 angedeutet.
[0024] Im Falle einer Kollision, das heißt, wenn das Schienenfahrzeug auf ein Hindernis
auffährt, verformt sich die Struktur des Schienenfahrzeugs, um einen Teil der Aufprallenergie
zu absorbieren und dadurch die auf die Fahrgäste sowie den Fahrzeugführer wirkenden
Verzögerungskräfte zu minimieren.
[0025] Aufgrund dieser Verformung bewegt sich das Fahrpult 5 in Richtung einer Rückwand
11 des Fahrzeugführraums 1. In anderen Worten: Der Fahrzeugführerraum 1 verkürzt sich.
Damit der Fahrzeugführer nicht zwischen Fahrpult 5 und dem Stuhl 7 eingeklemmt wird,
ist bei der Konstruktion des Schienenfahrzeugs darauf zu achten, dass der Freiraum
zwischen dem Fahrpult 5 und dem Stuhl 7 auch im Falle einer Kollision erhalten bleibt.
Dies führt letztendlich dazu, dass sich auch der Stuhl 7 bei einer Kollision des Schienenfahrzeugs
zusammen mit dem Fahrpult 5 entgegen der Fahrtrichtung auf die Rückwand 11 zubewegt.
Die erfindungsgemäße Fußbodenplatte ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus drei
Segmenten zusammengesetzt. Beginnend am Fahrpult 5 ist ein erstes nicht-deformierbares
Segment 13.1 vorgesehen, welches sich bis unter den Stuhl 7 erstreckt. An das erste
nicht-deformierbare Segment 13.1 schließen sich ein deformierbares Segment 15 und
ein zweites nicht deformierbares Segment 13.2 an. Durch die Segmente 13.1, 15 und
13.2 ist der gesamte Fahrzeugführerraum 1 des dargestellten Ausführungsbeispiels bedeckt.
Alle Segmente 13 und 15 sind begehbar. Die nicht-deformierbaren Segmente 13.1, 13.2
sind üblicherweise aus wasserfest verleimtem Sperrholz hergestellt. Optional kann
ein Noppenboden oder ein anderer Belag 17 auf die Fußbodenplatte 3 aufgebracht werden.
[0026] Das deformierbare Segment 15 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Figur
1 als sogenannte honeycomb oder Honigwabenplatte ausgebildet. Dabei verlaufen die
Längsachsen der Honigwaben in der Zeichnungsebene orthogonal zur Fußbodenplatte. In
dem Längsschnitt gemäß Figur 1 sind die Wände der Honigwaben als senkrechte Linien,
die parallel zueinander und in geringem Abstand zueinander verlaufend dargestellt.
An der Oberseite und der Unterseite der Fußbodenplatte 3 ist an den deformierbaren
Segmenten 15 jeweils eine Abschlussplatte 19.1 und 19.2 angebracht. Durch diese Abschlussplatte
19 erhält das deformierbare Segment 15 die erforderliche Trittfestigkeit und Biegesteifigkeit
gegenüber den Gewichtskräften einer auf dem deformierbaren Segment 15 stehenden Person.
[0027] Eine solche Struktur einer Honigwabenplatte bestehend aus einer Vielzahl in der Plattenebene
nebeneinander angeordneter Honigwaben bzw. Kanäle und einer oberen und unteren Abschlussplatte
ist an und für sich vom Markt her bekannt und bedarf daher keiner weiteren Erläuterungen.
[0028] Als geeignetes Material für eine solche Honigwabenplatte kann beispielsweise extrudiertes
Aluminium mit aufgelöteten, aufgeklebten oder aufgeschweißten Abschlussplatten 19
verwendet werden. Alternativ ist es auch möglich, einen extrudierbaren und/oder einen
duroplastischen Kunststoff zur Herstellung der Honigwabenstruktur zu benutzen. Entsprechend
dem Material bzw. Werkstoff der Honigwabenstruktur werden dann die Abschlussplatten
19.1 und 19.2 gewählt und fest, das heißt in aller Regel stoffschlüssig, mit der Honigwabenstruktur
verbunden.
[0029] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel hat das deformierbare Segment
15 in etwa die gleiche Dicke wie die nicht-deformierbaren Segmente 13.1 und 13.2.
Dadurch ergibt sich eine ebene Oberfläche der Fußbodenplatte 3.
[0030] In den Figuren 2a bis 2c ist das Ausführungsbeispiel gemäß einer Fußbodenplatte 3
gemäß Figur 1 in einer Draufsicht von oben in verschiedenen Verformungsstadien dargestellt.
Gleiche Bauteile werden mit den gleichen Bezugszeichen versehen und es gilt das bezüglich
Figur 1 Gesagte entsprechend. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Abdeckplatten
19 des deformierbaren Segments 15 nicht dargestellt. Aus der Draufsicht gemäß Figur
2a wird die Honigwabenstruktur des erfindungsgemäßen deformierbaren Segments 15 dadurch
besonders gut sichtbar.
[0031] In Figur 2b ist nun eine Situation dargestellt, bei der aufgrund einer Kollision
das erste nicht-deformierbare Segment 13.1 gegen das deformierbare Segment 15 verschoben
wurde und dadurch das deformierbare Segment 15 teilweise deformiert. In Figur 2b ist
nur noch die unterste Reihe von Honigwaben unverformt. Die anderen Reihen von Honigwaben
sind bereits ineinander gefaltet und haben dadurch die Breite des deformierbaren Segments
15 verringert.
[0032] In Figur 2c ist die Situation dargestellt, bei der das deformierbare Segment 15 vollständig
verformt ist. Der Verformweg und damit die Breite des deformierbaren Segments 15 ist
naturgemäß auf die Knautschzonen bzw. die Deformationswege der Struktur des Schienenfahrzeugs
abzustimmen.
[0033] In Figur 3 ist ein Schnitt entlang der Linie A-A aus Figur 2 dargestellt. Aus diesem
Schnitt wird deutlich, dass die Fußbodenplätte 3, das heißt sowohl die nicht-deformierbaren
Segmente 13 und als auch das deformierbare Segment 15 seitlich von Führungsschienen
18 gehalten sind. Diese Führungsschienen 18 verlaufen parallel zur Fahrtrichtung 9
und erlauben dadurch einerseits die Deformierung des Segments 15 im Falle einer Kollision.
Gleichzeitig verhindern sie, dass sich die Fußbodenplatte 3 im Falle einer Kollision
nach oben oder nach unten aufwirft.
[0034] Anstelle der im Zusammenhang mit der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Honigwabenstrukturen
kann das deformierbare Segment 15 auch als herkömmlicher Gitterrost ausgeführt sein.
Eine Draufsicht auf ein solches Ausführungsbeispiel eines deformierbaren Segments
15 ist in der Figur 4 dargestellt. In Figur 4 ist eine Draufsicht auf ein deformierbares
Segment 15 dargestellt, welches als Gitterrost ausgeführt ist. Die Stege 20 dieses
Gitterrostes schließen mit der Fahrtrichtung 9 einen Winkel von etwa 45° ein, so dass
die Weichheit bzw. Deformierbarkeit des Segments 15 in Fahrtrichtung verbessert wird.
[0035] In der Figur 5 ist das Detail X aus Figur 1, welches den Übergang bzw. die Trennfuge
zwischen einem deformierbaren Segment 15 und einem nicht deformierbaren Segment 13
zeigt, vergrößert dargestellt. In dieser vergrößerten Ansicht sind die Kanäle 21 des
deformierbaren Segments 15 gut sichtbar.
[0036] Des weiteren ist im Bereich einer Trennfuge 23 zwischen dem deformierbaren Segment
15 und dem nicht-deformierbaren Segment 13.2 zu erkennen, dass die obere und die untere
Abschlussplatte 19 seitlich über das deformierbare Segment hinausragen und jeweils
in einem Falz 23 des nicht-deformierbaren Segments 13.2 aufgenommen sind. Dadurch
ergibt sich eine bündige Oberfläche im Bereich der Trennfuge 23 zwischen dem deformierbaren
Segment 15 und dem nicht deformierbaren Segment 13. Die Falze 25 weisen jeweils eine
Anlaufschräge 27 auf. Diese Anlaufschrägen 27 erleichtern das Eindringen des deformierbaren
Segments 15, das Verschieben der Abschlussplatten 19.1 und 19.2 über die das nicht-deformierbare
Segment 13.2 hinaus, so dass auch im Bereich des deformierbaren Segments 15 die Abschlussplatten
nicht ausbeulen.
1. Schienenfahrzeug mit einem Fahrzeugführerraum (1) umfassend eine Fußbodenplatte (3),
wobei die Fußbodenplatte (3) mindestens zwei Segmente (13, 15) umfasst, wobei eine
Trennfuge (23) im wesentlichen quer zur Fahrtrichtung (9) des Schienenfahrzeugs verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass mindesten ein Segment (15) der Fußbodenplatte (3) in Fahrtrichtung (9) des Schienenfahrzeugs
deformierbar ist.
2. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine deformierbare Segment (15) eine Vielzahl parallel zueinander
verlaufender Waben und/oder Kanäle (21) aufweist.
3. Schienenfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsachse der Kanäle (21) oder Waben orthogonal zur Fahrtrichtung (9) des Schienenfahrzeugs
verläuft.
4. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine deformierbare Segment (15) eine HonigwabenStruktur (honeycomb)
aufweist.
5. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine deformierbare Segment (15) eine offen- und/oder geschlossenporige
Struktur aufweist.
6. Schienenfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine deformierbare Segment (15) als Schaum, insbesondere als Metallschaum
oder Kunststoffschaum, ausgeführt ist.
7. Schienenfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine deformierbare Segment (15) als Gitterrost, insbesondere als Streckmetall-Gitterrost,
ausgeführt ist.
8. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das deformierbare Segment (15) aus Aluminium, Kunststoff, insbesondere thermoplastischem
Kunststoff und/oder faserverstärktem duroplastischem Kunststoff, besteht.
9. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine deformierbare Segment (15) der Fußbodenplatte (3) eine energieabsorbierende
Struktur aufweist und/oder aus einem energieabsorbierenden Werkstoff besteht.
10. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußbodenplatte (3) in mindestens einer Führungsschiene (18) geführt wird, und
dass die mindestens eine Führungsschiene (18) in Fahrtrichtung (9) des Schienenfahrzeugs
verläuft.
11. Schienenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Waben und/oder Kanäle (21) des mindestens einen deformierbaren Segments (15)
an einem oder beiden Enden durch eine Abschlussplatte (19.1, 19.2) verschlossen sind.
12. Schienenfahrzeug nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussplatten (19.1, 19.2) mit einem Falz (25 eines benachbart angeordneten
Segments (13) der Fußbodenplatte (3) formschlüssig verbunden sind.