[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überwachen des Zustandes einer Schutzeinrichtung
einer Maschine, insbesondere einen Sicherheitsschalter zum Überwachen des geschlossenen
Zustandes einer Schutztür oder dergleichen.
[0002] Aus der
DE 43 28 297 C1 ist ein Sicherheitsschalter bekannt, in dessen Schalterkopf ein beispielsweise an
einer Schutztür einer Schutzeinrichtung festgelegter Betätiger einführbar ist und
dabei ein Schaltrad dreht. Innerhalb des Schaltergehäuses ist ein Schaltstößel in
Anlage an der Umfangsfläche des Schaltrades gehalten. Bei einem Drehwinkel, welcher
der geschlossenen Position der Schutztür entspricht, rastet der Schaltstößel in eine
hierfür auf der Umfangsfläche des Schaltrades vorgesehene Rastvertiefung ein und schließt
dadurch ein Kontaktpaar. Auf diese Weise ist der eingeführte Zustand des Betätigers
und mithin die geschlossene Position der Schutztür elektrisch signalisierbar.
[0003] Für viele Anwendungen, beispielsweise bei Schutzhauben an Werkzeugmaschinen oder
dergleichen, ist es erforderlich, dass der Sicherheitsschalter außerdem eine Zuhaltefunktion
bereitstellt, d. h. dass der Betätiger in dem Schalterkopf arretierbar ist, insbesondere
hinsichtlich des Herausführens aus dem Schalterkopf arretierbar ist, und dadurch die
Schutzeinrichtung in dem geschlossenen Zustand arretierbar ist. Bei dem bekannten
Sicherheitsschalter wird hierzu der Schaltstößel federkraftbelastet oder magnetkraftbelastet
in der Rastvertiefung gehalten, und somit eine Drehbewegung der Kurvenscheibe blockiert.
Wird im arretierten geschlossenen Zustand der Schutzeinrichtung an der Schutztür gewaltsam
mit hoher Kraft gezogen, kann es zu einer Beschädigung des Sicherheitsschalters und
demzufolge zu einer Fehlfunktion kommen, durch welche die Schutzfunktion des Sicherheitsschalters
nicht mehr gewährleistet ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung bereitzustellen,
welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll eine Vorrichtung
bereitgestellt werden, die auch bei Einwirkung unzulässig hoher Betätigungskräfte
die Sicherheitsfunktion gewährleistet. Die Herstellung, Montage und Wartung der Vorrichtung
soll vereinfacht und dadurch zeit- und kostensparend sein.
[0005] Diese Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 bestimmte Vorrichtung gelöst. Besondere
Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
[0006] In einer Ausführungsart ist die Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung zum Überwachen
des Zustandes einer Schutzeinrichtung einer Maschine, insbesondere durch einen Sicherheitsschalter
zum Überwachen des geschlossenen Zustandes einer Schutztür oder dergleichen, wobei
die Vorrichtung einen an der Schutzeinrichtung festlegbaren Betätiger und ein Schaltergehäuse
mit einem darin beweglich gelagerten Schalterbetätigungselement aufweist und das Schalterbetätigungselement
durch eine Anlagekraft in Anlage an einer von dem Betätiger beim Schließen und Öffnen
der Schutzeinrichtung bewegbaren Kurvenbahn gehalten ist. In einem regulären Betriebszustand
der Vorrichtung ist durch vordefinierte Relativpositionen des Schalterbetätigungselements
in Bezug auf die Kurvenbahn der geschlossene Zustand der Schutzeinrichtung von der
Vorrichtung signalisierbar. Das Schalterbetätigungselement ist in einem beispielsweise
infolge einer überhöhten Krafteinwirkung auf die Kurvenbahn und/oder das Schalterbetätigungselement
eintretenden irregulären Betriebszustand durch die auf das Schalterbetätigungselement
wirkende Anlagekraft in eine Fail-Safe-Position überführbar, in der die Vorrichtung
den nicht-geschlossenen Zustand der Schutzeinrichtung signalisiert.
[0007] Der irreguläre Betriebszustand kann beispielsweise dadurch gegeben sein, dass das
im regulären Betriebszustand durch die Kurvenbahn für das Schalterbetätigungselement
gebildete Widerlager aufgehoben ist, etwa weil der Schalterkopf abgerissen wurde,
und/oder dass das Schalterbetätigungselement abgebrochen ist.
[0008] Die überhöhte Kraft auf den Betätiger kann beispielsweise von der Bedienperson dadurch
ausgeübt'werden, dass gewaltsam an der Schutztür gezogen wird, an welcher der Betätiger
angebracht ist. Bei den bekannten Sicherheitsschaltern kann dies dazu führen, dass
das Schalterbetätigungselement in eine Position überführt wird, in der zwar ordnungsgemäß
der nicht mehr zugehaltene und auch nicht mehr geschlossene Zustand der Schutzeinrichtung
signalisiert wird, wobei aber der Sicherheitsschalter beschädigt wird, beispielsweise
ein Endabschnitt des Schalterbetätigungselements abbricht; bei einem anschließenden
Schließen der Schutzeinrichtung besteht dann die Gefahr, dass der beschädigte Sicherheitsschalter
keine hundertprozentige Funktionsgarantie mehr bietet, dass aber nach wie vor der
geschlossene und gegebenenfalls auch der zugehaltene Zustand signalisiert werden kann.
Dies führt im Ergebnis dazu, dass für eine dem Sicherheitsschalter nachgeordnete Steuereinrichtung
der innerhalb der Schutzeinrichtung angeordneten Maschine nicht erkennbar ist, dass
der Sicherheitsschalter durch das gewaltsame Betätigen beschädigt ist.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird bei einer unzulässigüberhöhten Krafteinwirkung
das Schalterbetätigungselement in eine Fail-Safe-Position gebracht, aus der heraus
das Schalterbetätigungselement allein aufgrund eines Verschiebens des Betätigers nicht
mehr herausführbar ist. Insbesondere signalisiert die Vorrichtung in dieser Fail-Safe-Position
den nicht-zugehaltenen und gegebenenfalls auch den nicht-geschlossenen Zustand der
Schutzeinrichtung unabhängig von der Position des Betätigers und verhindert dadurch
einen Betrieb der innerhalb der Schutzeinrichtung angeordneten Maschine. Mithin gewährleistet
die erfindungsgemäße Vorrichtung einen sicheren (safe) Betriebszustand der Maschine.
[0010] In einer Ausführungsart ist das Schalterbetätigungselement in der Fail-Safe-Position
blockiert und behält diese blockierte Position unabhängig von der Stellung des Betätigers
bei. Hierzu kann ein Blockierelement, beispielsweise ein Schaltstößel eines Schalterelements,
in vorzugsweise formschlüssigen Eingriff mit dem Schalterbetätigungselement gebracht
werden und dadurch ein Verschieben des Schalterbetätigungselements jedenfalls derart
blockieren, dass durch das Schalterbetätigungselement nicht mehr der zugehaltene Zustand
der Schutzeinrichtung signalisierbar ist.
[0011] In einer Ausführungsart tritt das Schalterbetätigungselement in der Fail-Safe-Position
weiter aus dem Schaltgehäuse aus, als dies im regulären Betriebszustand der Fall sein
kann. Ein derartiger irregulärer Betriebszustand kann beispielsweise dann auftreten,
wenn durch Gewalteinwirkung der Schalterkopf der Vorrichtung beschädigt oder sogar
von dem Schaltergrundgehäuse abgetrennt wurde. Auch in dieser Position signalisiert
die Vorrichtung der nachgeordneten Steuereinrichtung einen nicht-geschlossenen Zustand
der Schutzeinrichtung, so dass die Steuereinrichtung ein Inbetriebnehmen der in der
Schutzeinrichtung angeordneten Maschine verhindert oder den laufenden Betrieb der
Maschine unterbricht. Der Austritt des Schalterbetätigungselements aus dem Schaltergehäuse
kann insbesondere durch die auf das Schalterbetätigungselement wirkende Anlagekraft
hervorgerufen sein, die im regulären Betriebszustand dazu vorgesehen ist, das Schalterbetätigungselement
in Anlage an der Kurvenbahn zu halten.
[0012] In einer Ausführungsart weist die Vorrichtung ein elektrisches Schalterelement mit
einem Zwangsöffnerkontakt auf, und in der Fail-Safe-Position des Schalterbetätigungselements
ist der Zwangsöffnerkontakt geöffnet. Über den Zwangsöffnerkontakt kann ein Steuerstrom
für die innerhalb der Schutzeinrichtung angeordnete Maschine geführt sein, so dass
gewährleistet ist, dass bei geöffnetem Zwangsöffnerkontakt der Betrieb der Maschine
unterbrochen ist. Zwangsöffnerkontakte sind prinzipiell aus den gleichen Elementen
aufgebaut wie Schalter mit Schließerkontakten. Allerdings werden die Schaltkontakte
bei einem Zwangsöffnerkontakt durch die äußere Kraft geöffnet und zwar auch dann,
wenn eine in dem Schalterelement angeordnete Feder bricht oder wenn die Kontakte verschweißt
sind. Die Zwangsöffnung kann durch eine formschlüssige, starre Verbindung zwischen
dem Schaltstößel und der Kontaktbrücke erreicht werden. Vorzugsweise weisen Zwangsöffnerkontakte
keine elastischen Teile auf.
[0013] In einer Ausführungsart weist das Schalterbetätigungselement eine weitere Kurvenbahn
auf, an welcher ein Schaltstößel des Zwangsöffnerkontakts in Anlage gehalten ist.
Diese weitere Kurvenbahn kann mehrere Abschnitte aufweisen, insbesondere einen ersten
Abschnitt für den regulären Betriebszustand, und einen zweiten Abschnitt für den irregulären
Betriebszustand. In dem zweiten Abschnitt kann die weitere Kurvenbahn eine Rastflanke
aufweisen, in welche der Schaltstößel des Zwangsöffnerkontakts in der Fail-Safe-Position
des Schalterbetätigungselements einrasten kann. Dadurch ist eine Verschiebung des
Schalterbetätigungselements verhindert, insbesondere eine Verschiebung derart, dass
die Vorrichtung den geschlossenen und zugehaltenen Zustand der Schutzeinrichtung signalisiert.
[0014] In einer Ausführungsart weist die Vorrichtung eine in dem Schaltergehäuse, insbesondere
in einem an einem Schaltergrundgehäuse festlegbaren Schalterkopfgehäuse, drehbar gelagerte
Kurvenscheibe auf, die ihrerseits eine Kurvenbahn bildet, an welcher das Schalterbetätigungselement
in Anlage gehalten ist. Die Kurvenbahn weist eine von der Kreisform abweichende Kontur
auf, so dass das in Radialrichtung an der Kurvenscheibe in Anlage gehaltene Schalterbetätigungselement
unterschiedliche Positionen abhängig vom Drehwinkel der Kurvenscheibe einnimmt und
dementsprechend unterschiedliche Kontakte geschaltet werden können. Der Betätiger
dreht seinerseits die Kurvenscheibe. Die Anlage des Schalterbetätigungselements an
der Kurvenscheibe kann durch eine Federkraft und/oder durch eine Magnetkraft bereitgestellt
werden. Sofern die Kurvenbahn der Kurvenscheibe Rastvertiefungen aufweist, kann durch
das Schalterbetätigungselement auch eine Zuhaltung bereitgestellt werden, indem die
Anlagekraft dafür sorgt, dass das Schalterbetätigungselement in die Rastausnehmung
einrastet und dadurch die Drehung der Kurvenscheibe blockiert.
[0015] In einer Ausführungsart weist die Zuhalteeinrichtung einen Elektromagneten auf, der
koaxial zu dem Schalterbetätigungselement angeordnet ist.
Dadurch ist eine besonders platzsparende und vorzugsweise langgestreckte Bauform der
Vorrichtung erreichbar. Vorzugsweise überdeckt eine Spule des Elektromagneten mindestens
abschnittsweise das Schalterbetätigungselement, das seinerseits als Anker des Elektromagneten
ausgebildet sein kann.
[0016] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere
Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen
und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Gesamtanordnung mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Fig. 2 bis 5
- zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung in vier unterschiedlichen Zuständen.
[0017] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Gesamtanordnung mit einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum Überwachen des Zustandes einer Schutzeinrichtung
2 einer Maschine 3, insbesondere des geschlossenen Zustandes einer Schutztür, mit
der eine Raumtrenneinrichtung verschließbar ist, um beispielsweise das Bedienpersonal
vor einer Gefährdung durch die im Betrieb befindliche Maschine 3 zu schützen. Die
Einrichtung 2 weist ein erstes Teil 4 auf, beispielsweise einen Rahmen für die Schutzeinrichtung
2. Das erste Teil 4 weist eine Öffnung 5 auf, die durch ein zweites Teil 6 schließbar
ist, beispielsweise durch eine Schutztür, die entsprechend dem Doppelpfeil 10 gegenüber
dem ersten Teil 4 bewegbar ist und durch Lagerelemente 11 beweglich gelagert ist.
Die Vorrichtung 1 weist einen Sicherheitsschalter auf, der ein vorzugsweise am feststehenden
ersten Teil 4 der Schutzeinrichtung 2 angeordnetes Schalterelement 7 und einen vorzugsweise
am beweglichen zweiten Teil 6 angeordneten Betätiger 8 umfasst.
[0018] Die Fig. 2 bis 5 zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Überwachen des Zustandes
der Schutzeinrichtung 2 der Maschine 4 in vier unterschiedlichen Zuständen. Die Vorrichtung
1 weist eine im regulären Betriebszustand um die Drehachse 20 drehbare Kurvenscheibe
12 auf, die von dem (nicht dargestellten) Betätiger 8 in Richtung des Doppelpfeils
19 drehbar ist. Ein Schalterbetätigungselement 14 ist aufgrund der Wirkung eines Kraftspeichers
16, beispielsweise einer Druckfeder, in Anlage an der auf der Außenumfangsfläche von
der Kurvenscheibe 12 gebildeten Kurvenbahn 15 gehalten. Aufgrund der von einer Kreisbahn
um die Drehachse 20 mindestens abschnittsweise abweichenden Kurvenbahn 15 kommt es
zu einer Verschiebung des in der Vorrichtung 1 verschiebbar gelagerten Schalterbetätigungselement
14 entlang seiner Längsachse. Auf seiner Außenfläche weist das Schalterbetätigungselement
14 mindestens abschnittsweise eine Kontur auf, die eine weitere Kurvenbahn 17 bildet,
an welcher der Schaltstößel 21 eines Zwangsöffnerkontakts 18 mittels eines weiteren
Kraftspeichers 23 in Anlage gehalten ist.
[0019] Die in den Fig. 2 bis 5 dargestellten Komponenten der Vorrichtung 1 sind in einem
nicht dargestellten Schaltergehäuse untergebracht, wobei vorzugsweise die Kurvenscheibe
12 in einem Schalterkopfgehäuse angeordnet ist, das lösbar mit einem Schaltergrundgehäuse
verbindbar ist, in dem u. a. das Schalterbetätigungselement 14 und der Zwangsöffnerkontakt
18 angeordnet sind. Die Trennlinie 25 zeigt symbolisch die Trennung zwischen dem Schalterkopfgehäuse
(oben) und dem Schaltergrundgehäuse (unten).
[0020] In dem in der Fig. 2 dargestellten Zustand ist die Schutzeinrichtung 2 nicht geschlossen
und daher der Betätiger 8 nicht in die Vorrichtung 1 eingeführt. Dementsprechend ist
der Zwangsöffnerkontakt 18 nicht geschlossen und die Vorrichtung 1 signalisiert an
die übergeordnete Steuereinrichtung den offenen Zustand der Schutzeinrichtung 2.
[0021] Die Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 1 in einem Zustand, in welchem die Schutzeinrichtung
2 geschlossen ist und dementsprechend der Betätiger 8 die Kurvenscheibe 12 um etwa
90° entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht hat. Dadurch kommt die Rastnut 13 in der Kurvenscheibe
12 gegenüber dem axialen Ende des Schalterbetätigungselements 14 zu liegen, woraufhin
das Schalterbetätigungselement 14 aufgrund der Anlagekraft des Kraftspeichers 16 in
die Rastnut 13 eingreift. Durch die damit verbundene Verschiebung des Schalterbetätigungselements
14 in Richtung des Pfeils 27 wandert der Schaltstößel 21 entlang der weiteren Kurvenbahn
17 und tritt aufgrund der Wirkung des weiteren Kraftspeichers 23 in die Vertiefung
der weiteren Kurvenbahn 17 ein. Dadurch wird der Zwangsöffnerkontakt 18 geschlossen
und die Vorrichtung 1 signalisiert dadurch den geschlossenen Zustand der Schutzeinrichtung
2.
[0022] Das dargestellte Ausführungsbeispiel weist auch eine Zuhalteeinrichtung auf, weil
durch das Eingreifen des Schalterbetätigungselement 14 in die Rastnut 13 die Kurvenscheibe
12 gegenüber einer Drehbewegung blockiert ist und dadurch der Betätiger 8 nicht aus
dem Schalterkopf herausgeführt werden kann, und demzufolge die Schutzeinrichtung nicht
geöffnet werden kann. Die Zuhaltung kann vorzugsweise durch Formschluss erfolgen,
insbesondere indem die Rastnut 13 eine selbstsperrende Rastflanke aufweist. Die Zuhaltung
kann aufgehoben werden mittels der Wirkung des Elektromagneten 40, der beim Bestromen
auf das in einem Abschnitt 38 magnetisierbaren Schalterbetätigungselement 14 einwirkt
und das Schalterbetätigungselement 14 entgegen der Wirkung des Kraftspeichers 16 in
Richtung entgegen des Pfeils 27 verschiebt und dadurch das Schalterbetätigungselement
außer Eingriff mit der Rastnut 13 kommt.
[0023] Die Fig. 4 zeigt die Vorrichtung 1 in einem Zustand, in dem aufgrund einer übermäßigen
Krafteinwirkung, beispielsweise durch ein gewaltsames Ziehen an dem Betätiger 8 im
geschlossenen Zustand der Schutzeinrichtung 2, das Schalterbetätigungselement 14 derart
beschädigt wurde, dass ein der Kurvenscheibe 12 zugewandtes Ende des Schalterbetätigungselements
14 entlang der in der Fig. 3 gepunktet angedeuteten Bruchlinie 36 abgebrochen ist.
Aufgrund der auf das gegenüberliegende axiale Ende des Schalterbetätigungselements
14 wirkenden Anlagekraft des Kraftspeichers 16 wird der Stößel nach wie vor in der
Rastausnehmung 13 gehalten, mithin ist von außen der Vorrichtung 1 nicht anzusehen,
dass das Schalterbetätigungselement 14 beschädigt ist. Durch die vorliegende Erfindung
wird allerdings aufgrund des geöffneten Zwangsöffnerkontakts 18 von der Vorrichtung
1 ein geöffneter Zustand der Schutzeinrichtung 2 signalisiert, mithin wird der übergeordneten
Steuereinrichtung signalisiert, dass die innerhalb der Schutzeinrichtung 2 angeordnete
Maschine 3 nicht in Betrieb genommen werden darf oder ein Betrieb der Maschine 3 unterbrochen
werden muss. Dies wird dadurch erreicht, dass die weitere Kurvenbahn 17 nach der abschnittsweisen
Vertiefung eine erneute Anhebung aufweist, so dass der Schaltstößel 21 zwangsweise
bewegt wird und dadurch der Zwangsöffnerkontakt 18 formschlüssig geöffnet wird.
[0024] Die Fig. 5 zeigt einen Zustand der Vorrichtung 1, in dem ein irregulärer Betriebszustand
dadurch eingetreten ist, dass die Kurvenscheibe 12 gegebenenfalls komplett mit dem
Schalterkopfgehäuse von dem Schaltergrundgehäuse abgetrennt wurde und somit das Widerlager
für die Anlagekraft des Schalterbetätigungsstößel 14 entfallen ist. Dementsprechend
tritt das Schalterbetätigungselement 14 weiter aus dem Schaltergrundgehäuse aus, als
dies im regulären Betriebszustand der Fall sein kann. Auch in diesem Zustand signalisiert
die Vorrichtung 1 aufgrund der Kontur der weiteren Kurvenbahn 17 einen nicht-geschlossenen
Zustand der Schutzeinrichtung 2.
[0025] In der Fig. 5 ist außerdem ein weiteres Ausführungsbeispiel für die weitere Kurvenbahn
17 dargestellt, die in einem zweiten Abschnitt eine weitere Vertiefung 29 aufweist,
die weniger tief als die erste Vertiefung ist und dadurch der Schaltstößel 21 beim
Eintreten in die weitere Vertiefung 29 den Zwangsöffnerkontakt 18 im offenen Zustand
hält. Weiterhin unterscheidet sich die weitere Vertiefung 29 dahingehend, dass sie
von mindestens einer Rastflanke begrenzt ist, die verhindert, dass allein durch Verschieben
des Schalterbetätigungselements 14 der Schaltstößel 21 aus der weiteren Vertiefung
29 austreten kann. Insbesondere ist dadurch verhindert, dass durch eine Kraft von
oben auf das Schalterbetätigungselement 14 der Zwangsöffnerkontakt 18 geschlossen
werden kann und dadurch ein geschlossener Zustand der Schutzeinrichtung 2 signalisierbar
wäre.
1. Vorrichtung (1) zum Überwachen des Zustandes einer Schutzeinrichtung (2) einer Maschine
(4), insbesondere Sicherheitsschalter zum Überwachen des geschlossenen Zustandes einer
Schutztür oder dergleichen, wobei die Vorrichtung (1) einen an der Schutzeinrichtung
(2) festlegbaren Betätiger (8) und ein Schaltergehäuse mit einem darin beweglich gelagerten
Schalterbetätigungselement (14) aufweist und das Schalterbetätigungselement (14) durch
eine Anlagekraft in Anlage an einer von dem Betätiger (8) beim Schließen und Öffnen
der Schutzeinrichtung (2) bewegbaren Kurvenbahn (15) gehalten ist, und wobei in einem
regulären Betriebszustand der Vorrichtung (1) durch vordefinierte Relativpositionen
des Schalterbetätigungselements (14) in Bezug auf die Kurvenbahn (15) der geschlossene
Zustand der Schutzeinrichtung (2) von der Vorrichtung (1) signalisierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalterbetätigungselement (14) in einem beispielsweise infolge einer überhöhten
Krafteinwirkung auf die Kurvenbahn (15) und/oder das Schalterbetätigungselement (14)
eintretenden irregulären Betriebszustand durch die auf das Schalterbetätigungselement
(14) wirkende Anlagekraft in eine Fail-Safe-Position überführbar ist, und dass die
Vorrichtung (1) in dieser Fail-Safe-Position des Schalterbetätigungselements (14)
den nicht-geschlossenen Zustand der Schutzeinrichtung (2) signalisiert.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalterbetätigungselement (14) aus der Fail-Safe-Position mittels des Betätigers
(8) nicht mehr in eine Position überführbar ist, in welcher die Vorrichtung (1) den
geschlossenen Zustand der Schutzeinrichtung (2) signalisiert.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalterbetätigungselement (14) in der Fail-Safe-Position weiter aus dem Schaltergehäuse,
insbesondere einem Schaltergrundgehäuse, austritt als dies im regulären Betriebszustand
der Fall sein kann.
4. Vorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalterbetätigungselement (14) in der Fail-Safe-Position blockiert ist und diese
blockierte Position unabhängig von der Stellung des Betätigers (8) beibehält.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Zuhalteeinrichtung aufweist, durch welche der geschlossene
Zustand der Schutzeinrichtung (2) lösbar arretierbar ist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) ein elektrisches Schalterelement mit einem Zwangsöffnerkontakt
(18) aufweist, und dass in der Fail-Safe-Position des Schalterbetätigungselements
(14) der Zwangsöffnerkontakt (18) geöffnet ist.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalterbetätigungselement (14) eine weitere Kurvenbahn (17) aufweist, an welcher
ein Schaltstößel (21) des Zwangsöffnerkontakts (18) in Anlage gehalten ist.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Kurvenbahn (17) eine Rastflanke aufweist, in welche der Schaltstößel
(21) des Zwangsöffnerkontakts (18) in der Faill-Safe-Position des Schalterbetätigungselements
(14) einrastet.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine in dem Schaltergehäuse, insbesondere in einem an einem Schaltergrundgehäuse
festlegbaren Schalterkopfgehäuse, drehbar gelagerte Kurvenscheibe (12) aufweist, welche
die Kurvenbahn (15) aufweist, an der das Schalterbetätigungselement (14) in Anlage
gehalten ist.
10. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuhalteeinrichtung einen Elektromagneten (40) aufweist, und dass der Elektromagnet
(40) koaxial zum Schalterbetätigungselement (14) angeordnet ist.
11. Vorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalterbetätigungselement (14) mindestens abschnittsweise einen Anker eines
Elektromagneten (40) der Zuhalteeinrichtung bildet.