[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckeinheit mit mindestens zwei relativ zueinander in
einer horizontalen Richtung abstandsveränderbaren Seitengestellteilen und ein Verfahren
zum Fixieren dieser Seitengestellteile gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw.
14.
[0002] Aus der
WO 2005/037553 A1 ist eine als Druckturm ausgebildete Druckeinheit mit vier übereinander angeordneten
Doppeldruckwerken bzw. Brückendruckwerken bekannt, die zwei relativ zueinander bewegliche
Gestellteile mit jeweils zwei gegenüberliegenden Seitengestellplatten umfasst, wobei
jeder Seitengestellplatte drei Zentrier- bzw. Verriegelungsvorrichtungen zugeordnet
sind, die als Haken ausgebildet sein können.
[0003] Aus der
WO 2005/037552 A1 ist eine weitere, als Druckturm ausgebildete Druckeinheit mit vier übereinander angeordneten
Doppeldruckwerken bzw. Brückendruckwerken bekannt, wobei ein relativ zu einem ortsfesten
Gestellteil bewegliches Gestellteil auf Rollen gelagert ist. Die Rollen sind in eine
versenkte Stellung einfahrbar, um das Gewicht des beweglichen Gestellteils auf einem
ortsfesten Träger abzustützen.
[0004] Aus der
EP 07 49 369 B1 ist eine weitere, als Druckturm ausgebildete Druckeinheit mit vier übereinander angeordneten
Doppeldruckwerken bzw. Brückendruckwerken bekannt, mit einem ortsfesten Gestellteil
und einem auf Rollen gelagerten beweglichen Gestellteil, wobei die Gestellteile im
Betriebszustand verriegelbar sind.
[0005] Aus der
EP 17 67 359 A2 ist eine weitere, als Druckturm ausgebildete Druckeinheit mit vier übereinander angeordneten
Doppeldruckwerken bekannt, wobei zwei relativ zueinander bewegliche Gestellteile vorgesehen
sind. Die Druckwerkszylinder der Doppeldruckwerke sind radial verstellbar in Linearlagern
gelagert, die hydraulisch betätigbar sind.
[0006] Die
DE 601 18 828 T2 offenbart eine Druckeinheit mit mindestens zwei relativ zueinander in einer horizontalen
Richtung abstandsveränderbaren Seitengestellteilen, welche jeweils ein Druckwerk oder
Teile eines Druckwerks aufnehmen und von denen zumindest ein Seitengestell zwischen
einer geschlossenen Funktionsstellung, in der die Seitengestellteile zusammengeführt
und gegeneinander fixiert sind, und einer Öffnungsstellung, in der sie voneinander
beabstandet sind, bewegbar ist, wobei mindestens eine Schließvorrichtung vorgesehen
ist, die einen die Seitengestellteile in die geschlossene Funktionsstellung vorspannenden
Zylinder umfasst.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckeinheit mit mindestens zwei relativ
zueinander in einer horizontalen Richtung abstandsveränderbaren Seitengestellteilen
und eine Verfahren zum Fixieren dieser Seitengestellteile zu schaffen.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 14 gelöst.
[0010] Die einen die Seitengestellteile in die geschlossene Funktionsstellung vorspannenden
Zylinder, insbesondere Zugzylinder umfassende Schließvorrichtung, die insbesondere
als hydraulischer Schwenkspanner ausgebildet sein kann, wobei vorzugsweise mehrere
Schließvorrichtungen vorgesehen sind, gewährleistet eine korrekte Anlage der Anschläge
der Seitengestellteile und ein gleichmäßiges Fixieren der Seitengestellteile. Hierdurch
kann die erforderliche, aufwendige Justage, um alle Haken gleichmäßig zu belasten,
entfallen.
[0011] Die in bevorzugter Weiterbildung der Erfindung vorgesehene, insbesondere mittig oder
z. B. im Lastenschwerpunkt oder annähernd im Lastenschwerpunkt und im Untergestell
der Druckeinheit angeordnete Zylinder-Kolben-Anordnung unterstützt hierbei eine exakte
Positionierung des beweglichen Seitengestellteils während des Betriebes.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematisierte Seitenansicht einer Druckeinheit mit einem ortsfesten Seitengestellteil
und einem abstandsvariablen Seitengestellteil;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Gestells der Druckeinheit nach Fig. 1, wobei das
dem Betrachter zugewandte Seitengestell nicht dargestellt ist;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Gestells nach Fig. 2, welche zusätzlich die horizontale Teilung
des Gestells zeigt;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer Schließvorrichtung zum Verriegeln der Seitengestellteile
der Druckeinheit nach Fig. 1 bis 3, sowie eines Anschlags für die Seitengestellteile
in ihrer Funktionsstellung;
- Fig. 5
- eine weitere perspektivische Darstellung der Schließvorrichtung nach Fig. 4, sowie
einer Zentriervorrichtung für die beiden Seitengestellteile in der Funktionsstellung;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Schließvorrichtung nach Fig. 4 bzw. 5 mit in Funktionsstellung
befindlichen Seitengestellteilen;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht des Basis des Gestells der Druckeinheit nach Fig. 1 bis
3 sowie diverser, an der Basis angeordneter Komponenten Druckeinheit;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung gemäß Fig. 7, die insbesondere auch die Zylinder-Kolben-Anordnung
zum Bewegen des verschiebbaren Seitengestellteils zeigt;
- Fig. 9
- eine Detailansicht der Basis gemäß Fig. 7 aus anderer Richtung, die insbesondere eine
Teilansicht der Führung des beweglichen Seitengestellteils mittels Laufschuhen zeigt;
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 9;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines Laufschuhs von unten bei einer Führung nach Fig.
9 oder 10;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht eines Laufschuh-Trägers bei einer Führung nach Fig. 9
oder 10;
- Fig. 13
- eine Schnittansicht durch den Laufschuh-Träger nach Fig. 12;
- Fig. 14
- eine weitere Ansicht des Laufschuh-Trägers nach Fig. 13;
- Fig. 15
- eine perspektivische Teilansicht einer alternativen Ausgestaltung einer Führung des
beweglichen Seitengestellteils mittels Gleitschuhanordnungen;
- Fig. 16
- eine Seitenansicht der Darstellung nach Fig. 15;
- Fig. 17
- eine Draufsicht der Darstellung ähnlich Fig. 15, jedoch ohne Gleitschuh-Träger;
- Fig. 18
- eine perspektivische Ansicht eines Gleitschuhs einer Gleitschuhanordnung nach Fig.
15;
- Fig. 19
- eine Ansicht des Gleitschuhs nach Fig. 18 von oben;
- Fig. 20
- eine Seitenansicht des Gleitschuhs nach Fig. 19;
- Fig. 21
- eine weitere Seitenansicht des Gleitschuhs nach Fig. 19;
- Fig. 22
- eine perspektivische Ansicht des Gleitschuhs nach Fig. 19 von schräg unten.
[0014] Fig. 1 zeigt in stark vereinfachter Form schematisch eine Druckeinheit 01 bzw. Druckmaschine
01, insbesondere eine Rollenrotationsdruckmaschine 01 in Form eines Druckturms 01,
vorzugsweise eine mehrere unterschiedliche Druckfarben verdruckende Druckmaschine
01, mit z. B. vier in einem Gestell 02 vertikal übereinander angeordneten Druckwerken
04, nämlich Doppeldruckwerken 03, wobei ein Bedruckstoff 05, z. B. eine Materialbahn
05, insbesondere eine Papierbahn 05, in vertikaler Richtung die Doppeldruckwerke 03
nacheinander passiert. Jedes dieser Doppeldruckwerke 03 ist aus zwei Druckwerken 04
gebildet.
[0015] In dem gezeigten Beispiel ist in jedem Doppeldruckwerk 03 beidseitig der Papierbahn
05 für den Schön- und Widerdruck jeweils ein Druckwerk 04 mit einem ersten Zylinder
06 bzw. Druckwerkszylinder 06, insbesondere einem Druckfarbe übertragenden, mit mindestens
einem Gummituch bestückten Übertragungszylinder 06 bzw. Gummizylinder 06 und einem
zweiten Zylinder 07 bzw. Druckwerkszylinder 07, insbesondere einem auf dem Gummizylinder
06 abrollenden, eine oder mehrere Druckplatten tragenden Formzylinder 07 bzw. Plattenzylinder
07 angeordnet. Die beiden Gummizylinder 06 und die beiden Plattenzylinder 07 zweier
gegenüberliegender Druckwerke 04 eines Doppeldruckwerks 03 sind so angeordnet, dass
ihre Rotationsachsen in einer Ebene liegen, die gegenüber der Papierbahn 05 um vorzugsweise
75° bis 88° geneigt ist. Jedem zumindest aus einem Gummizylinder 06 und einem Plattenzylinder
07 bestehenden Druckwerk 04 ist ein Farbwerk 08 zugeordnet, beispielsweise ein Walzenfarbwerk
08 oder ein Kurzfarbwerk 08. Weiterhin ist jedem Druckwerk 04 ein Feuchtwerk 09, beispielsweise
ein Sprühfeuchtwerk 09 zugeordnet. Falls in nicht näher dargestellter Weise im "Trockenoffset"
bzw. "wasserlosen Offsetdruck" gearbeitet wird, ist kein Feuchtmittel und somit auch
kein Feuchtwerk 09 vorgesehen und das Farbwerk 08 kann beispielsweise als Pumpenfarbwerk
08 ausgebildet sein.
[0016] Jedes Druckwerk 04 der Druckmaschine 01 weist mindestens einen vorzugsweise lagegeregelten,
hier nicht näher dargestellten Antriebsmotor auf. Der Plattenzylinder 07 und der Gummizylinder
06 können antriebsmäßig miteinander verbunden sein, insbesondere mittels Zahnrädern.
In alternativer Weise kann jeder Gummizylinder 06 und jeder Plattenzylinder 07 mit
einem eigenen, hier nicht näher dargestellten Antriebsmotor versehen sein, wobei bei
einem solchen Antriebskonzept ein Plattenwechsel an einem Plattenzylinder 07 unabhängig
von einem Plattenwechsel an einem anderen Plattenzylinder 07 durchgeführt werden kann.
[0017] Die Druckwerke 04 bzw. deren Plattenzylinder 07 können zur Aufnahme mehrerer Druckplatten
in axialer Richtung ausgebildet sein, insbesondere von 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8 Druckplatten
in axialer Richtung, sowie zur Aufnahme von einer oder ggf. auch zur Aufnahme von
mehreren Druckplatten in Umfangsrichtung, insbesondere von zwei Druckplatten in Umfangsrichtung.
[0018] In der Darstellung gemäß Fig. 1 sind die beidseitig der Papierbahn 05 in jeweils
einem Doppeldruckwerk 03 angeordneten Gummizylinder 06 in einer so genannten Gummi-Gummi-Anordnung
gegeneinander angestellt, so dass die gegeneinander angestellten Gummizylinder 06
wechselseitig als ein Gegendruckzylinder fungieren. Alternativ können in nicht näher
dargestellter Weise Druckwerke 04 zu einer Satellitendruckeinheit zusammengefasst
werden, wobei beispielsweise jeweils vier Druckwerke 04 um einen gemeinsamen, von
den übrigen Zylindern 06; 07 separaten Gegendruckzylinder angeordnet sind, wobei die
Papierbahn 05 jeweils zwischen mindestens einem an den Gegendruckzylinder angestellten
Übertragungszylinder 06 und dem Gegendruckzylinder geführt ist.
[0019] Wie in Fig. 1 angedeutet umfasst der Druckturm 01 mehrere, insbesondere zwei trennbare
und zueinander in horizontaler Richtung abstandsveränderbare Seitengestellmodule 11;
12 bzw. Seitengestellteile 11; 12, insbesondere ein maschinenfestes bzw. ortsfestes
Seitengestellteil 11 und ein demgegenüber verschiebbares Seitengestellteil 12, wobei
das verschiebbare Seitengestellteil 12 entlang einer unteren ortsfesten Basis 13 verschiebbar
ist. In alternativer Weise können auch beide Seitengestellteile 11; 12 verschieblich
angeordnet sein. An jedem Seitengestellteil 11; 12 ist jeweils ein Druckwerk 04 eines
Doppeldruckwerks 03 samt zugehörigen Komponenten wie insbesondere Farbwerk 08 und
ggf. Feuchtwerk 09 sowie hier nicht dargestellte, ggf. automatisch oder halbautomatisch
arbeitende Plattenwechselvorrichtungen bzw. Plattenmagazine angeordnet. Aufgrund der
Teilbarkeit des Gestells 02 lässt sich das Gestell 02 öffnen und entsprechende Druckwerkskomponenten
sind somit zu Rüst-, Wartungs- und ggf. Reparaturzwecken optimal zugänglich.
[0020] Die Druckwerkszylinder 06; 07, d. h. der Übertragungszylinder 06 bzw. Gummizylinder
06 und der Formzylinder 07 bzw. Plattenzylinder 07, sind jeweils in einer Lagereinheit
14 bzw. einem Linearlager 14 gelagert, wobei vorzugsweise jeweils beide Enden eines
jeden Druckwerkszylinders 06; 07 in einem Linearlager 14 gelagert sind. Ein solches
Linearlager 14 lagert einen Druckwerkszylinder 06; 07 zur Rotation und gestattet gleichzeitig
eine Translation, also einen linearen Stellweg des Druckwerkszylinders 06; 07, beispielsweise,
um den Plattenzylinder 07 vom Gummizylinder 06 z. B. zum Zwecke eines Plattenwechsels
abzustellen. Die Linearlager 14 sind mittels Aktoren 16 in Form von Hydraulikkolben
16 bewegbar, die eine gemeinsame, hier nicht näher dargestellte Versorgung aufweisen.
Zum Aufbau und der Funktionsweise der an sich bekannten Linearlager 14 wird beispielsweise
auf die eingangs genannte
EP 17 67 359 A2 verwiesen.
[0021] Wie insbesondere in Fig. 2 erkennbar, bei der die dem Betrachter zugewandten Seitengestelle
zum Zwecke der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind, umfasst das Gestell 02 das
ortsfeste Seitengestellteil 11, dessen sich gegenüberliegende Seitengestelle an der
Basis 13 fixiert sind, sowie das verschiebbar gelagerte Seitengestellteil 12, dessen
sich gegenüberliegende Seitengestellteile an der Basis 13 verschieblich gelagert sind
und die miteinander mittels einer unteren, basisnah angeordneten Traverse 19 zur gemeinsamen
Bewegung starr verbunden sind.
[0022] Wie in Fig. 3 dargestellt, ist zumindest eines der Seitengestellteile 11; 12, vorzugsweise
alle bzw. beide Seitengestellteile 11; 12, in seiner Höhe teilbar ausgebildet, und
zwar insbesondere entlang einer zumindest im Wesentlichen horizontalen Ebene. Grundsätzlich
ist, insbesondere in Abhängigkeit von der Höhe des jeweiligen Druckturms 01, eine
Teilung in mehrere Teile möglich, im Falle der vorliegenden Ausführungsform ist jedoch
eine Teilung in zwei Teile 11a; 11 b bzw. 12a; 12b bzw. in zwei Seitengestellhälften
11 a; 11 b bzw. 12a; 12b vorgesehen, was in der Regel ausreichend sein dürfte, um
die hierdurch insbesondere bezweckte besonders problemlose, einfache und Kosten sparende
Transportfähigkeit der Seitengestellhälften 11a; 11b; 12a; 12b zu gewährleisten. Die
Seitengestellhälften 11a; 11b bzw. 12a; 12b sind insbesondere nach Ihrem Transport
zur Montage zu Seitengestellteilen 11 bzw. 12 miteinander fest verbindbar, beispielsweise
über Schraubbolzen verschraubbar.
[0023] Wie aus Fig. 3 deutlich wird, erfolgt eine zumindest im Wesentlichen mittige Teilung
der Seitengestellteile 11; 12, so dass sich zumindest im Wesentlichen gleiche Seitengestellhälften
11a; 11b; 12a; 12b von zumindest im Wesentlichen gleichen Abmessungen ergeben, was
in konstruktionstechnischer und handhabungstechnischer Hinsicht von Vorteil ist.
[0024] Die einzelnen Seitengestellhälften 11a; 11b; 12a; 12b sind jeweils zumindest im Wesentlichen
kastenförmig ausgebildet, mit ihrer offenen Seite jeweils z. B. nach außen weisend.
Die Seitengestellhälften 11 a; 11b; 12a; 12b weisen des Weiteren diverse Öffnungen
21 zur Aufnahme von Lagereinrichtungen der Druckwerkszylinder 06; 07 und peripheren
Einrichtungen wie Farbwerk 08 bzw. Farbwerkswalzen, Feuchtwerk 09 bzw. Feuchtwerkswalzen
usw. der einzelnen Druckwerke 04 auf. Sie sind so ausgebildet, dass sie je nach Bedarf
des Kunden für unterschiedliche Formate d. h. das Formzylinder 07 und Übertragungszylinder
06 mit unterschiedlichen Durchmessern einsetzbar sind.
[0025] Zum horizontalen Verfahren bzw. Verschieben des abstandsvariablen Seitengestellteils
12 ist eine vorzugsweise hydraulisch arbeitende Zylinder-Kolben-Anordnung 22 vorgesehen
mit einem Zylinder 23, der an einem seiner Enden an der Basis 13 befestigt ist und
mit einer Kolbenstange 24, die mit einem ihrer Enden mit dem bewegbaren Seitengestellteil
12 verbunden ist, vgl. auch Fig. 2, 3, 7, 8 und 15 bis 17. Die Zylinder-Kolben-Anordnung
22 ist, wie dargestellt, vorzugsweise an der Unterseite des bewegbaren Seitengestellteils
12 angeordnet. Im Einzelnen ist die Zylinder-Kolben-Anordnung 22 zumindest im Wesentlichen,
vorzugsweise exakt mittig oder z. B. im Lastenschwerpunkt zwischen den sich gegenüberliegenden
Seitengestellteilen 11; 12 angeordnet und die Kolbenstange 24 ist mit einem sich vertikal
erstreckenden Bolzen 26 verbunden, der seinerseits mit der Traverse 19 des Seitengestellteils
12 verbunden ist.
[0026] Die Zylinder-Kolben-Anordnung 22 ist mit einem ersten Ende, nämlich mit dem in der
Darstellung nach z. B. Fig. 8 rechten Ende, über eine Lagereinrichtung 27, nämlich
ein Schwenklager 27 mit vertikal ausgerichteter Schwenkachse an der Basis 13 gelagert
und mit einem zweiten Ende, nämlich mit dem in der Darstellung nach Fig. 8 linken
Ende, über eine weitere Lagereinrichtung 28, nämlich ein Schwenklager 28 ebenfalls
mit vertikal ausgerichteter Schwenkachse am bewegbaren Seitengestellteil 12, d. h.
im Falle der hier in Rede stehenden Ausführungsform an der Traverse 19, insbesondere
an dem an der Traverse 19 befestigten Bolzen 26 gelagert.
[0027] Wie in Fig. 2 schematisch angedeutet ist für die Zylinder-Kolben-Anordnung 22 und
mindestens ein weiteres Hydraulikelement, insbesondere Hydraulikaggregat der Druckeinheit
01 eine gemeinsame Hydraulikversorgung 29 vorgesehen. Insbesondere kann die gemeinsame
Hydraulikversorgung 29 auch die Aktoren 16 bzw. Hydraulikkolben 16 der Lagereinheiten
14 bzw. Linearlager 14 versorgen (s. Fig. 1) und/oder die im Folgenden beschriebenen
hydraulisch betätigbaren Schließvorrichtungen 31 bzw. Schwenkspanner 31 (vgl. auch
Fig. 2) zum Sichern der geschlossenen Funktionsposition der Seitengestellteile 11;
12. Schließlich kann die gemeinsame Hydraulikversorgung 29 noch mindestens eine weitere,
nicht näher dargestellte Druckerzeugungseinrichtung der Druckeinheit 01 versorgen.
[0028] Zum gegenseitigen Fixieren der Seitengestellteile 11; 12 in ihrer Funktionsstellung,
d. h. in derjenigen Stellung, in der sich die Druckeinheit 01 in ihrem Produktionsbetrieb
befindet, ist mindestens eine Schließvorrichtung 31 vorgesehen, vorzugsweise mindestens
eine Schließvorrichtung 31 für jede Seite des Gestells 02, d. h. für jede Seitengestellpaarung
11, 12. Besonders bevorzugt ist es, wenn an jeder Seite mindestens zwei Schließvorrichtungen
31 vorgesehen sind, insbesondere an jeder Seite drei Schließvorrichtungen 31, wie
in Fig. 2 dargestellt, oder, bei einem anderen zu druckenden Format, vier Schließvorrichtungen
31 pro Seite. Hierbei ist jeder Seitengestellhälfte 11 a; 11b; 12a; 12b jeweils mindestens
eine Schließvorrichtung 31 zugeordnet. Im Falle der dargestellten bevorzugten Ausführungsform
ist die Anordnung so, dass den unteren Seitengestellhälften 11b; 12b an jeder Seite
der Druckeinheit 01 jeweils zwei Schließvorrichtungen 31 und den oberen Seitengestellhälften
11a; 12a jeweils eine Schließvorrichtung 31 zugeordnet sind, wie insbesondere aus
Fig. 2 zu erkennen ist. Im Falle von mehreren Schließvorrichtungen 31 sind diese vorzugsweise
senkrecht übereinander angeordnet.
[0029] Der Aufbau einer bevorzugten Ausführungsform einer Schließvorrichtung 31 ergibt sich
insbesondere aus Fig. 4 bis 6. Die Schließvorrichtung 31 umfasst einen vorzugsweise
hydraulisch betätigbaren, die zugeordneten Seitengestellteile 11; 12 in die geschlossene
Funktionsposition vorspannenden Zylinder 32, insbesondere einen die Seitengestellteile
11; 12 in die Funktionsposition ziehenden Zugzylinder 32. Vorzugsweise umfasst die
Schließvorrichtung 31 zumindest einen verschwenkbaren Spannarm 33, der von einer Schließposition
in eine Freigabeposition verschwenkbar ist und am freien Ende der Kolbenstange 34
des Zylinders 32 angeordnet sein kann.
[0030] Insbesondere kann der verschwenkbare Spannarm 33 mit der Kolbenstange 34 des Zugzylinders
32 starr verbunden sein und der Kolben des Zugzylinders 32 kann um seine Achse drehbar
ausgebildet sein. Der Zugzylinder 32 ist dann in an sich bekannter Weise zweckmäßig
so konstruiert, dass ein Teil des Hubes des Zugzylinders 32 als Drehhub zum Drehen
des Kolbens und somit zum Verschwenken des Spannarms 33 genutzt wird. Die Schließvorrichtung
31 ist somit vorzugsweise als Schwenkspanner 31 ausgebildet.
[0031] Die Schließvorrichtung 31 umfasst des Weiteren einen Befestigungsflansch 36, der
Durchgangsbohrungen 37 aufweist, über die die Schließvorrichtung 31 mittels Schrauben
38 an einem Seitengestellteil 11; 12 bzw. einer Seitengestellhälfte 11a; 11b; 12a;
12b befestigbar ist. Vorzugsweise werden die Schließvorrichtungen 31 bzw. Schwenkspanner
31 am ortsfesten Seitengestellteil 11, d. h. den zugeordneten Seitengestellhälften
11a; 11b befestigt. An den in Funktionsposition gegenüberliegenden Seitengestellteilen
12, d. h. an den zugeordneten Seitengestellhälften 12a; 12b, können dann geeignete
Öffnungen 35 bzw. Durchbrüche 35 ausgebildet sein, die der Schwenkspanner 31 mit seiner
Kolbenstange 34, insbesondere samt Spannarm 33, in der noch nicht fixierten Funktionsposition
durchdringt; bei Betätigung des Zugzylinders 32 wird der Spannarm 33 sodann zunächst
verschwenkt, so dass er den entsprechenden Seitengestellteil 11 bzw. 12 bzw. die entsprechende
Seitengestellhälfte 11a; 11b; 12a; 12b hintergreift, und im weiteren Verlauf der Kolbenbewegung
wird der in seine Spannposition verschwenkte Spannarm 33 zunehmend hin zum Zylinder
32 gezogen, wodurch die bewegbare Seitengestellhälfte 12a; 12b zunehmend hin zur ortsfesten
Seitengestellhälfte 11a; 11 b in ihre Schließstellung bzw. Funktionsposition gezogen
wird. Zusätzlich unterstützt die große Zylinder-Kolben-Anordnung 22 im Untergestell
die exakte Positionierung des beweglichen Seitengestellteils 12 während des Betriebes.
[0032] Die Öffnungen 35 besitzen vorzugsweise eine umlaufende, vorzugsweise eine endlose
Begrenzung. Die Öffnungen 35 befinden sich vorzugsweise in einer parallel zu den Rotationsachsen
der Druckwerkszylinder 06; 07 vorlaufenden Wand (insbesondere des Randes der kastenförmigen
Seitengestellteile 11; 12 oder Seitengestellhälften 11a; 11b; 12a, 12b), vorzugsweise
in der auf das gegenüberliegende Seitengestell weisenden Wand.
[0033] Am Befestigungsflansch 36 des Schwenkspanners 31 sind des Weiteren Anschlüsse 39;
41 für das Arbeitsmedium, insbesondere das Hydrauliköl ausgebildet, welches über Leitungen
42; 43 zu- bzw. abgeführt wird. Die Leitungen 42; 43 sind, wie weiter oben erläutert,
mit einer gemeinsamen Hydraulikversorgung 29 verbunden, die auch die Zylinder-Kolben-Anordnung
22 versorgt. Vorzugsweise sind alle Schließvorrichtungen 31 gemeinsam betätigbar.
[0034] Zum seitlichen Führen bzw. Zentrieren der Seitengestellteile 11; 12 in ihrer Funktionsstellung
ist mindestens eine Zentriervorrichtung 44 vorgesehen, die die benachbarten Seitengestellteile
11; 12 gegeneinander ausrichtet, vgl. Fig. 2 und 5. Im Falle der gezeigten Ausführungsform
wird die Zentriervorrichtung 44 von einer Prismavorrichtung 44 gebildet, die ein Aufnahmeteil
46 mit prismatisch geformter Aufnahmeöffnung 47 an einem Seitengestellteil 11; 12,
z. B. dem ortsfesten Seitengestellteil 11, und ein Einführteil 48 mit einer prismatisch
geformten Einführnase 49 am anderen Seitengestellteil 11; 12, z. B. am verschieblichen
Seitengestellteil 12, umfasst, wobei sich die prismatischen Formen von Aufnahmeteil
46 und Einführteil 48 entsprechen.
[0035] Die Zentriervorrichtung 44 ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, nur an einer Seite der
Druckeinheit 01 vorgesehen und dort an den einander zugewandten oberen Endabschnitten
der Seitengestellteile 11; 12 oberhalb der obersten oder z. B. unterhalb der untersten
Schließvorrichtung 31 angeordnet.
[0036] Für eine definierte Funktionsstellung der beiden Seitengestellteile 11; 12 ist des
Weiteren mindestens eine die Funktionsstellung definierende Anschlagsvorrichtung 51
vorgesehen, vgl. z. B. Fig. 2, 4 oder 10. Vorzugsweise sind mehrere Anschlagsvorrichtungen
51 vorgesehen, insbesondere Anschlagsvorrichtungen 51 auf beiden Seiten der Druckeinheit
01, d. h. an den Steingestellteilen 11; 12 beider Seiten der Druckeinheit 01. Insbesondere
können auf jeder Seite der Druckeinheit 01 jeweils mehrere Anschlagsvorrichtungen
51 vorgesehen sein, beispielsweise jeweils zwei Anschlagsvorrichtungen 51 oder jeweils
drei oder vier Anschlagsvorrichtungen 51, je nach zu druckendem Format. Insbesondere
kann jeder Schließvorrichtung 31 eine Anschlagsvorrichtung 51 zugeordnet sein, vorzugsweise
so zugeordnet sein, dass die jeweilige Anschlagsvorrichtung 51 der jeweils zugeordneten
Schließvorrichtung 31 unmittelbar benachbart angeordnet ist.
[0037] Jede Anschlagsvorrichtung 51 kann, wie dargestellt, zwei z. B. scheibenförmige Anschlagselemente
52; 53 umfassen, deren einander zugewandte Flächen die Anschlagsflächen definieren
und von denen jeweils eines am Seitengestellteil 11 und das andere am Seitengestellteil
12 befestigt ist, beispielsweise mittels Schrauben. Jede Anschlagsvorrichtung 51 kann
hinsichtlich ihrer exakten Anschlagsposition einstellbar bzw. justierbar ausgebildet
sein, beispielsweise in nicht näher dargestellter Weise durch Einsetzen von Distanzstücken
unterschiedlicher Anzahl und/oder unterschiedlicher Dicke.
[0038] Zur verschieblichen Lagerung des zumindest einen verschieblichen Seitengestellteils
12 des Gestells 02 der Druckeinheit 01 bzw. des Druckturms 01 ist auf jeder Seite
der Druckeinheit 01 zumindest eine Laufschuhanordnung 54 vorgesehen, vgl. Fig. 7 bis
14. Im Falle der gezeigten Ausführungsform sind auf jeder Seite beispielsweise drei
Laufschuhanordnungen 54 vorgesehen, die z. B. mittels Schrauben 56 an der jeweiligen
Unterseite der beiden sich gegenüberliegenden bzw. deren jeweils unterer Seitengestellhälfte
12b des verschiebbaren Seitengestellteils 12 befestigbar sind. Den Laufschuhanordnungen
54 gegenüberliegend sind auf den beiden seitlichen Trägern 57 der Basis 13 Führungsleisten
58 befestigt, entlang denen die Laufschuhanordnungen 54 laufen und die gleichzeitig,
wie weiter unten beschrieben, zur seitlichen Führung bzw. Justage des beweglichen
Seitengestellteils 12 dienen.
[0039] Jede Laufschuhanordnung 54 umfasst einen insgesamt in etwa quaderförmigen Laufschuh-Träger
59, vgl. insbesondere Fig. 12 bis 14, der über Durchgangsbohrungen 60 an der Unterseite
des jeweiligen Seitengestellteils 12 befestigbar ist und der einen Laufschuh 61 aufnimmt,
wie er aus Fig. 11 deutlich wird. Der Laufschuh 61 umfasst ein Gehäuse 62, an dem
seitlich zwei Stege 63 mit Durchgangsbohrungen 64 zur Befestigung am Laufschuh-Träger
59 bzw. an der Unterseite des Seitengestellteils 12 ausgebildet sind.
[0040] Im Gehäuse 62 des Laufschuhs 61 ist eine Mehrzahl von Rollen 66 parallel angeordnet
und bei Bewegung des Laufschuhs 61 entlang mindestens einer geschlossenen Bahn umlaufend,
die in einer vertikalen Ebene angeordnet ist, welche in Bewegungsrichtung des verschieblichen
Seitengestellteils 12 verläuft. Wie aus Fig. 11 deutlich wird, können mehrere parallele
Bahnen für mehrere Gruppen von umlaufenden Rollen 66 vorgesehen sein, insbesondere
wie dargestellt zwei parallele Bahnen nebeneinander für zwei Gruppen 67; 68 von umlaufenden
Rollen 66. Die geschlossene Bahn kann jeweils in nicht näher dargestellter Weise beispielsweise
von zwei sich gegenüberliegenden Führungsnuten definiert sein, in denen sich axial
erstreckende Achsstummel der Rollen 66 geführt sind.
[0041] Das Gehäuse 62 des Laufschuhs 61 ist an seiner der Führungsleiste 58 zugewandten
Unterseite geöffnet und die Führungsbahn der Rollen 66 ist in diesem Bereich geradlinig
bzw. eben, so dass die Rollen 66 an ihrer Unterseite in Kontakt mit der Führungsleise
58 kommen können und sich an der gegenüberliegenden, oberen Seite an einer im Gehäuse
62 ausgebildeten, nicht näher dargestellten Stützfläche abstützen. Bei Bewegung des
verschieblichen Seitengestellteils 12 wälzen die Bauteile dann nach Art eines Wälzlagers
aneinander ab.
[0042] Jeder Laufschuhanordnung 54 ist mindestens eine Abstreifeinrichtung 69 zugeordnet,
welche den Rollen 66 des Laufschuhs 61 vorauseilend angeordnet ist, um bei Bewegung
des Laufschuhs 61 Verschmutzungen von der Oberfläche der Führungsleise 58 abzustreifen
und somit vom Laufschuh 61 fernzuhalten. Vorzugsweise sind zwei Abstreifeinrichtungen
69 vorgesehen, wobei jeweils eine Abstreifeinrichtung 69 in jeweils einer der beiden
Laufrichtungen des Laufschuhs 61 dem Laufschuh 61 vorauseilend angeordnet ist.
[0043] Insbesondere kann die Abstreifeinrichtung 69 an der Laufschuhanordnung 54 angeordnet
sein, z. B. an der in Laufrichtung der Laufschuhanordnung 54 gesehen vorderen und
hinteren Seite des quaderförmigen Laufschuh-Trägers 59. Die Abstreifeinrichtung 69
kann hierbei jeweils als Abstreifdichtung 69 ausgebildet sein und beispielsweise aus
einem elastisch deformierbaren Material bestehen mit mindestens einer in der Laufebene
der Rollen 66 angeordneten Abstreiflippe 71. Für eine besonders wirkungsvolle Dichtung
weist im Falle des Ausführungsbeispiels jede Abstreifeinrichtung 69 zwei in Laufrichtung
des Laufschuhs 61 gesehen hintereinander angeordnete Abstreiflippen 71, beispielsweise
Dichtlippen 71 auf.
[0044] Zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Laufschuhanordnungen 54 sind an der Unterseite
eines der beiden sich gegenüberliegenden verschieblichen Seitengestellteile 12 oder
beider sich gegenüberliegender verschieblicher Seitengestellteile 12, vorzugsweise
nur an dem einem, die Zentriervorrichtung 44 tragenden Seitengestellteil 12, hinsichtlich
ihrer Position gegebenenfalls justierbar ausgebildete Führungsrollenträger 72; 73;
74 befestigt, an denen Führungsrollen 76; 77; 78; 79 mit vertikal angeordneter Drehachse
gelagert sind, die sich beidseitig der Führungsleiste 58 an deren Schmalseite abstützen
und so eine Führung bzw. Justierung des beweglich gelagerten Seitengestellteils 12
ermöglichen. Der Führungsrollenträger 72 trägt eine innenliegend angeordnete Führungsrolle
76, der Führungsrollenträger 73 eine außenliegend angeordnete Führungsrolle 77 und
der Führungsrollenträger 74 sowohl eine innenliegend angeordnete Führungsrolle 78
als auch eine außenliegend angeordnete Führungsrolle 79.
[0045] Eine zur vorstehend beschriebenen Lagerung des verschiebbaren Seitengestellteils
12 mittels Laufschuhen 61 alternative Art der Lagerung, nämlich eine Lagerung mittels
Gleitschuhen 82, wird im Folgenden anhand der Fig. 15 bis 22 beschrieben.
[0046] Zur verschieblichen Lagerung des zumindest einen verschieblichen Seitengestellteils
12 des Gestells 02 der Druckeinheit 01 bzw. des Druckturms 01 ist auf jeder Seite
der Druckeinheit 01 eine Gleitschuhanordnung 81 mit jeweils zumindest einem eine Gleitfläche
88 vorzugsweise aus Kunststoff aufweisenden Gleitschuh 82 vorgesehen. Im Falle der
gezeigten Ausführungsform sind auf jeder Seite der Druckeinheit 01 beispielsweise
drei Gleitschuhe 82 vorgesehen, die in einem gemeinsamen Gleitschuh-Träger 83 gehalten
sind, der z. B. mittels Schrauben 84 an der jeweiligen Unterseite der beiden sich
gegenüberliegenden bzw. deren jeweils unterer Seitengestellhälfte 12b des verschiebbaren
Seitengestellteils 12 befestigbar ist. Die Gleitfläche 88 ist auch direkt aufschraubbar
oder auch aufklebbar. Der Gleitschuhanordnung 81 gegenüberliegend sind auf den beiden
seitlichen Trägern 57 der Basis 13 Führungsleisten 58 befestigt, entlang denen die
Gleitschuhanordnungen 81 laufen und die gleichzeitig, wie weiter unten beschrieben,
zur seitlichen Führung bzw. Justage des beweglichen Seitengestellteils 12 dienen.
[0047] Jeder Gleitschuh 82 ist in einer entsprechend der Form des Gleitschuhs 82 geformten
Ausnehmung des Gleitschuh-Trägers 83 aufgenommen und, wie sich insbesondere aus Fig.
18 bis 22 ergibt, zumindest in etwa plattenförmig ausgebildet. Der Gleitschuh 82 weist
eine Gleitschuhbasis 86 sowie eine auf der Gleitschuhbasis 86 befestigte, beispielsweise
angeklebte, insbesondere aus Kunststoff mit hoher Gleitfähigkeit bestehende Gleitschicht
87 auf, welche die Gleitfläche 88 definiert. Die nach unten weisende Gleitfläche 88
des Gleitschuhs 82 ragt im eingebauten Zustand des Gleitschuhs 82 nach unten über
die Unterseite des Gleitschuh-Trägers 83 vor, so dass nur die Gleitschuhe 82, nicht
jedoch der Gleitschuh-Träger 81 die Oberfläche der Führungsleiste 58 berühren.
[0048] Der als Material für die Gleitschicht 87 verwendete Kunststoff hoher Gleitfähigkeit
weist vorzugsweise eine Reibungszahl zwischen 0,02 und 0,40 bei einer Flächenpressung
zwischen 1,0 und 4,0 N/mm
2 und einer Temperatur von 25° C auf, insbesondere eine Reibungszahl zwischen 0,04
und 0,30 bei einer Flächenpressung zwischen 0,5 und 4,0 N/mm
2 und einer Temperatur von 25° C, besonders bevorzugt eine Reibungszahl zwischen 0,06
und 0,12 bei einer Flächenpressung zwischen 0,3 und 4,7 N/mm
2 und einer Temperatur von 25° C. Des Weiteren ist bevorzugt, wenn das Kunststoffmaterial
eine Zugfestigkeit zwischen 30 und 100 N/mm
2, insbesondere zwischen 45 und 75 N/mm
2 aufweist. Schließlich weist ein bevorzugtes Kunststoffmaterial einen Verschleißfaktor
bei 20°C von weniger als 0,2 mm/100 km auf, vorzugsweise einen Verschleißfaktor bei
20°C von weniger als 0,1 mm/100 km, insbesondere einen Verschleißfaktor bei 20°C von
weniger als 0,05 mm/100 km.
[0049] Ein als Kunststoffmaterial für die Gleitschicht 87 geeignetes Material kann insbesondere
ein Konstruktionskunststoff sein, der vorzugsweise als, als mehrere Materialien aufweisender,
Verbundkunststoff ausgebildet sein kann und vorzugsweise wartungsfrei und verschleißfest
sein sollte. Vorzugsweise umfasst der Kunststoff eine Komponente aus thermoplastischem
Polyester und eine weitere Komponente weist einen gummiartigen Charakter mit hoher
Elastizität auf. Ein geeignetes Material ist unter der Bezeichnung ZEDEX bekannt und
im Handel erhältlich, hier insbesondere unter der Bezeichnung ZX-100, vorzugsweise
ZX-100A, oder insbesondere Uniform 2000 graublau, welches die vorzugsweise gewünschten
Eigenschaften in hohem Maße aufweist.
[0050] Jeder der Gleitschuhe 82 kann eine Gleitfläche 88 beispielsweise zwischen 20 und
1.000 cm
2, vorzugsweise zwischen 40 und 400 cm
2, insbesondere von 100 cm
2 +/- 50 % aufweisen. In der Gleitfläche 88 können zur Aufnahme von Verunreinigungen
Vertiefungen 89 ausgebildet sein, um einen durch Verunreinigungen verursachten Verschleiß
bzw. eine Verminderung der Gleitfähigkeit möglichst zu vermeiden. Die Vertiefungen
89 können insbesondere nut- bzw. rillenförmig ausgebildet sein und, wie dargestellt,
die Gleitfläche 88 netzförmig überziehen. Insbesondere kann die Längserstreckung der
Vertiefungen 89 schräg zur Verschieberichtung des beweglichen Seitengestellteils 12
verlaufen, um z. B. ein selbsttätiges Entleeren der Vertiefungen 89 zu ermöglichen,
und insbesondere mit der Verschieberichtung einen Winkel von 45° einschließen. Besonders
bevorzugt ist, wenn, wie beispielsweise in Fig. 19 dargestellt, die Gleitfläche 88
ein Raster an sich kreuzenden nutförmigen Vertiefungen 89 aufweist, die schräg zur
Verschieberichtung des Seitengestellteils 12 verlaufen.
[0051] Es ist bevorzugt, wenn die Vertiefungen 89 der Gleitfläche 88 einen relativ großen
Flächenanteil von mehr als 10% der Gleitfläche 88 in Anspruch nehmen, vorzugsweise
von mehr als 20%, insbesondere einen Flächenanteil zwischen 25% und 35%, beispielsweise
im Falle des bevorzugten Ausführungsbeispiels einen Flächenanteil von 30% +/-3%.
[0052] Zur seitlichen Führung bzw. Justierung des beweglichen Seitengestellteils 12 sind
an der Unterseite eines oder beider verschieblicher Seitengestellteile 12, vorzugsweise
nur an dem die Zentriervorrichtung 44 tragenden Seitengestellteil 12, hinsichtlich
ihrer Position gegebenenfalls justierbar ausgebildete Führungsrollenträger 92; 93;
94 befestigt, an denen Führungsrollen 96; 97; 98; 99 mit vertikal angeordneter Drehachse
gelagert sind, die sich beidseitig der Führungsleiste 58 an deren Schmalseite abstützen
und so eine Führung bzw. Justierung des beweglich gelagerten Seitengestellteils 12
ermöglichen, vgl. insbesondere Fig. 17. Der Führungsrollenträger 92 trägt eine innenliegend
angeordnete Führungsrolle 96, der Führungsrollenträger 93 eine au ßenliegend angeordnete
Führungsrolle 97 und der Führungsrollenträger 94 sowohl eine innenliegend angeordnete
Führungsrolle 98 als auch eine außenliegend angeordnete Führungsrolle 99.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 01
- Druckeinheit, Druckmaschine, Rollenrotationsdruckmaschine, Druckturm
- 02
- Gestell
- 03
- Doppeldruckwerk
- 04
- Druckwerk
- 05
- Bedruckstoff, Materialbahn, Papierbahn
- 06
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder, Gummizylinder
- 07
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Formzylinder, Plattenzylinder
- 08
- Farbwerk, Walzenfarbwerk, Kurzfarbwerk, Pumpenfarbwerk
- 09
- Feuchtwerk, Sprühfeuchtwerk
- 10
- -
- 11
- Seitengestellmodul, Seitengestellteil
- 12
- Seitengestellmodul, Seitengestellteil
- 13
- Basis
- 14
- Lagereinheit, Linearlager
- 15
- -
- 16
- Aktor, Hydraulikkolben
- 17
- -
- 18
- -
- 19
- Traverse
- 20
- -
- 21
- Öffnung
- 22
- Zylinder-Kolben-Anordnung
- 23
- Zylinder
- 24
- Kolbenstange
- 25
- -
- 26
- Bolzen
- 27
- Lagereinrichtung, Schwenklager
- 28
- Lagereinrichtung, Schwenklager
- 29
- Hydraulikversorgung
- 30
- -
- 31
- Schließvorrichtung, Schwenkspanner
- 32
- Zylinder, Zugzylinder
- 33
- Spannarm
- 34
- Kolbenstange
- 35
- Öffnung, Durchbruch
- 36
- Befestigungsflansch
- 37
- Durchgangsbohrung
- 38
- Schraube
- 39
- Anschluss
- 40
- -
- 41
- Anschluss
- 42
- Leitung
- 43
- Leitung
- 44
- Zentriervorrichtung, Prismavorrichtung
- 45
- -
- 46
- Aufnahmeteil
- 47
- Aufnahmeöffnung
- 48
- Einführteil
- 49
- Einführnase
- 50
- -
- 51
- Anschlagsvorrichtung
- 52
- Anschlagselement
- 53
- Anschlagselement
- 54
- Laufschuhanordnung
- 55
- -
- 56
- Schraube
- 57
- Träger
- 58
- Führungsleiste
- 59
- Laufschuh-Träger
- 60
- Durchgangsbohrung
- 61
- Laufschuh
- 62
- Gehäuse
- 63
- Steg
- 64
- Durchgangsbohrung
- 65
- -
- 66
- Rolle
- 67
- Gruppe (66)
- 68
- Gruppe (66)
- 69
- Abstreifeinrichtung, Abstreifdichtung
- 70
- -
- 71
- Abstreiflippe, Dichtlippe
- 72
- Führungsrollenträger
- 73
- Führungsrollenträger
- 74
- Führungsrollenträger
- 75
- -
- 76
- Führungsrolle
- 77
- Führungsrolle
- 78
- Führungsrolle
- 79
- Führungsrolle
- 80
- -
- 81
- Gleitschuhanordnung
- 82
- Gleitschuh
- 83
- Gleitschuh-Träger
- 84
- Schraube
- 85
- -
- 86
- Gleitschuh-Basis
- 87
- Gleitschicht
- 88
- Gleitfläche
- 89
- Vertiefung
- 90
- -
- 91
- -
- 92
- Führungsrollenträger
- 93
- Führungsrollenträger
- 94
- Führungsrollenträger
- 95
- -
- 96
- Führungsrolle
- 97
- Führungsrolle
- 98
- Führungsrolle
- 99
- Führungsrolle
- 11a
- Teil, Seitengestellhälfte
- 11b
- Teil, Seitengestellhälfte
- 12a
- Teil, Seitengestellhälfte
- 12b
- Teil, Seitengestellhälfte
1. Druckeinheit (01) mit mindestens zwei relativ zueinander in einer horizontalen Richtung
abstandsveränderbaren Seitengestellteilen (11; 12), welche jeweils mindestens ein
Druckwerk (04) oder Teile eines Druckwerks (04) aufnehmen und von denen zumindest
ein Seitengestellteil (12) zwischen einer geschlossenen Funktionsstellung, in der
die Seitengestellteile (11; 12) zusammengeführt und gegeneinander fixiert sind, und
einer Öffnungsstellung, in der sie voneinander beabstandet sind, bewegbar ist, wobei
zum gegenseitigen Fixieren von Seitengestellteilen (11; 12) mindestens eine Schließvorrichtung
(31) vorgesehen ist, die einen die Seitengestellteile (11; 12) in die geschlossene
Funktionsstellung vorspannenden Zylinder (32) umfasst, wobei der Zylinder (32) eine
eine Hubbewegung ausführende Kolbenstange (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließvorrichtung (31) als Schwenkspanner (31) ausgebildet ist, wobei die Kolbenstange
(34) zusätzlich zur Hubbewegung eine Schwenkbewegung um eine Längsachse der Kolbenstange
(34) ausführend angeordnet ist.
2. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (32) ein die Seitengestellteile (11; 12) in die geschlossene Funktionsstellung
ziehender Zugzylinder (32) ist.
3. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (32) in der geschlossenen Funktionsstellung während des Druckens mit
Druck beaufschlagt ist.
4. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schließvorrichtung (31) zumindest einen verschwenkbaren Spannarm
(33) aufweist.
5. Druckeinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbare Spannarm (33) an der Kolbenstange (34) des Zugzylinders (32) angeordnet
ist.
6. Druckeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbare Spannarm (33) mit der Kolbenstange (34) des Zugzylinders (32)
starr verbunden ist.
7. Druckeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (34) des Zugzylinders (32) um seine Achse drehbar ausgebildet ist.
8. Druckeinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugzylinder (32) ausgebildet ist, um einen Teil des Hubes des Zugzylinders (32)
als Drehhub zum Drehen des Kolbens zu nutzen.
9. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugzylinder (32) ein hydraulisch arbeitender Zugzylinder (32) ist.
10. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schließvorrichtungen (31) übereinander angeordnet sind.
11. Druckeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schließvorrichtungen (31) gemeinsam betätigbar sind.
12. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit (01) als Druckturm (01) mit vier übereinander angeordneten Doppeldruckwerken
(03) ausgebildet ist, wobei ein Seitengestellteil (11) ortsfest und ein Seitengestellteil
(12) verfahrbar ausgebildet ist.
13. Druckeinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem der beiden Seitengestellteile (11; 12) jeweils mindestens zwei Schließvorrichtungen
(31) vorgesehen sind.
14. Verfahren zum Fixieren von mindestens zwei relativ zueinander in einer horizontalen
Richtung abstandsveränderbaren Seitengestellteilen (11; 12) einer Druckeinheit (01),
welche jeweils ein Druckwerk (04) oder Teile eines Druckwerks (04) aufnehmen und von
denen zumindest ein Seitengestellteil (12) zwischen einer geschlossenen Funktionsstellung,
in der die Seitengestellteile (11; 12) zusammengeführt und gegeneinander fixiert sind,
und einer Öffnungsstellung, in der sie voneinander beabstandet sind, bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zum gegenseitigen Fixieren von Seitengestellteilen (11; 12) mindestens eine als Schwenkspanner
(31) ausgebildete Schließvorrichtung (31) betätigt wird, die einen die Seitengestellteile
(11; 12) in die geschlossene Funktionsstellung vorspannenden Zylinder (32) umfasst,
wobei der Schwenkspanner (31) mit seiner Kolbenstange (34) samt Spannarm (33) Öffnungen
(35) oder Durchbrüche (35) des Seitengestellteils (12) durchdringt, wobei bei Betätigung
des Zylinders (32) der Spannarm (33) verschwenkt wird, so dass der Spannarm (33) den
entsprechenden Seitengestellteil (12) hintergreift, wobei im weiteren Verlauf der
Kolbenbewegung der in seiner Spannposition verschwenkte Spannarm (33) zum Zylinder
(32) hingezogen wird, wobei das bewegbare Seitengestellteil (12) in seine Schließstellung
gezogen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Zylinder-Kolben-Anordnung (22) zum horizontalen Verfahren des abstandsvariabeln
Seitengestells (12) die exakte Positionierung des beweglichen Seitengestells (12)
während des Betriebes unterstützt wird.
1. Printing unit (01) having at least two side frame parts (11; 12) alterable in distance
relative to each other in a horizontal direction, which in each case include at least
a printing couple (04) or parts of a printing couple (04) and of which at least one
side frame part (12) is movable between a closed operating position, in which the
side frame parts (11; 12) are brought together and fixed to each other, and an open
position, in which they are spaced from one another, where for the mutual fixing of
side frame parts (11; 12) at least one closing device (31) is provided, which comprises
a cylinder (32) harnessing the side frame parts (11; 12) in the closed functional
position, the cylinder (32) having a piston rod (34) carrying out a stroke movement,
characterized in that the closing device (31) is designed as a pivoting tensioner (31), the piston rod
(34), additionally to the stroke movement, being arranged carrying out a swivelling
movement around a longitudinal axis of the piston rod (34).
2. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the cylinder (32) is a traction cylinder (32) pulling the side frame parts (11; 12)
into the closed functional position.
3. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the cylinder (32) is acted upon by pressure in the closed functional position during
printing.
4. Printing unit according to Claim 1, characterized in that the at least one closing device (31) has at least one swivellable tensioning arm
(33).
5. Printing unit according to Claim 4, characterized in that the swivellable tensioning arm (33) is arranged on the piston rod (34) of the traction
cylinder (32).
6. Printing unit according to Claim 5, characterized in that the swivellable tensioning arm (33) is rigidly connected to the piston rod (34) of
the traction cylinder (32).
7. Printing unit according to Claim 6, characterized in that the piston rod (34) of the traction cylinder (32) is designed to be rotatable around
its axis.
8. Printing unit according to Claim 7, characterized in that the traction cylinder (32) is designed in order to use a part of the movement of
the traction cylinder (32) as a rotational movement for rotating the piston.
9. Printing unit according to one of the preceding claims, characterized in that the traction cylinder (32) is a hydraulically operating traction cylinder (32).
10. Printing unit according to Claim 1, characterized in that a number of closing devices (31) are arranged one above the other.
11. Printing unit according to Claim 10, characterized in that all closing devices (31) are jointly operable.
12. Printing unit according to one of the preceding claims, characterized in that the printing unit (01) is designed as a printing tower (01) having four double printing
couples (03) arranged one above the other, one side frame part (11) being designed
to be fixed and one side frame part (12) being designed to be movable.
13. Printing unit according to Claim 12, characterized in that in each case at least two closing devices (31) are provided on each of the two side
frame parts (11; 12).
14. Method for fixing at least two side frame parts (11; 12) alterable in distance relative
to one another in a horizontal direction, of a printing unit (01), which in each case
include a printing couple (04) or parts of a printing couple (04) and of which at
least one side frame part (12) is movable between a closed operating position, in
which the side frame parts (11; 12) are brought together and fixed to each other,
and an opening position, in which they are spaced from one another, characterized in that for the mutual fixing of side frame parts (11; 12) at least one closing device (31)
designed as a swivelling tensioner (31) is actuated, which comprises a cylinder (32)
pretensioning the side frame parts (11; 12) in the closed operating position, the
swivelling tensioner (31) with its piston rod (34) together with tensioning arm (33)
penetrating openings (35) or perforations (35) of the side frame part (12), on actuation
of the cylinder (32) the tensioning arm (33) being swivelled such that the tensioning
arm (33) engages behind the corresponding side frame part (12), in the further course
of the piston movement the tensioning arm (33) swivelled in its tensioning position
being drawn to the cylinder (32), the movable side frame part (12) being pulled into
its closed position.
15. Method according to Claim 14, characterized in that by means of a cylinder/piston arrangement (22) for the horizontal process of the
distance-variable side frame part (12), the exact positioning of the movable side
frame part (12) is assisted during operation.
1. Unité d'impression (01) avec au moins deux parties latérales de bâti (11 ; 12) dont
l'espacement l'une par rapport à l'autre est variable dans la direction horizontale,
dont chacune reçoit au moins un groupe d'impression (04) ou des parties d'une groupe
d'impression (04), et au moins une partie latérale de bâti (12) étant mobile entre
une position fonctionnelle de fermeture, où les parties latérales de bâti (11 ; 12)
sont assemblées et immobilisées l'une contre l'autre, et une position d'ouverture,
où elles sont espacées l'une de l'autre, au moins un dispositif de fermeture (31)
étant prévu pour l'immobilisation réciproque des parties latérales de bâti (11 ; 12),
lequel comprend un cylindre (32) pré-contraignant les parties latérales de bâti (11
; 12) dans la position fonctionnelle de fermeture, le cylindre (32) comportant une
tige de piston (34) exécutant un mouvement de translation, caractérisée en ce que le dispositif de fermeture (31) est réalisé sous forme de dispositif de serrage pivotant
(31), la tige de piston (34) étant disposée de manière à exécuter un mouvement de
pivotement autour d'un axe longitudinal de la tige de piston (34) en plus du mouvement
de translation.
2. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre (32) est un cylindre de traction (32) tirant les parties latérales de
bâti (11 ; 12) vers la position fonctionnelle de fermeture.
3. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cylindre (32) est soumis à une pression pendant le serrage en position fonctionnelle
de fermeture.
4. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le ou les dispositifs de fermeture (31) comportent au moins un bras de serrage pivotant
(33).
5. Unité d'impression selon la revendication 4, caractérisée en ce que le bras de serrage pivotant (33) est disposé sur la tige de piston (34) du cylindre
de traction (32).
6. Unité d'impression selon la revendication 5, caractérisée en ce que le bras de serrage pivotant (33) est fixement raccordé à la tige de piston (34) du
cylindre de traction (32).
7. Unité d'impression selon la revendication 6, caractérisée en ce que la tige de piston (34) du cylindre de traction (32) est prévue rotative autour de
son axe.
8. Unité d'impression selon la revendication 7, caractérisée en ce que le cylindre de traction (32) est prévu pour utiliser une partie de la courbe du cylindre
de traction (32) comme course de rotation pour la rotation du piston.
9. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le cylindre de traction (32) est un cylindre de traction (32) à fonctionnement hydraulique.
10. Unité d'impression selon la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs dispositifs de fermeture (31) sont superposés.
11. Unité d'impression selon la revendication 10, caractérisée en ce que tous les dispositifs de fermeture (31) peuvent être actionnés ensemble.
12. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que ladite unité d'impression (01) est réalisée comme tour d'impression (01) avec quatre
groupes d'impression doubles (03) superposé, une partie latérale de bâti (11) étant
prévue fixe et une partie latérale de bâti (12) étant prévue mobile.
13. Unité d'impression selon la revendication 12, caractérisée en ce qu'au moins deux dispositifs de fermeture (31) sont prévus sur chacune des deux parties
latérales de bâti (11 ; 12).
14. Procédé d'immobilisation d'au moins deux parties latérales de bâti (11 ; 12) d'une
unité d'impression (01), dont l'espacement l'une par rapport à l'autre est variable
dans la direction horizontale, dont chacune reçoit au moins un groupe d'impression
(04) ou des parties d'une groupe d'impression (04), et au moins une partie latérale
de bâti (12) étant mobile entre une position fonctionnelle de fermeture, où les parties
latérales de bâti (11 ; 12) sont assemblées et immobilisées l'une contre l'autre,
et une position d'ouverture, où elles sont espacées l'une de l'autre, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de fermeture (31) réalisé comme dispositif de serrage pivotant
(31) est actionné pour l'immobilisation réciproque des parties latérales de bâti (11
; 12), et comprend un cylindre (32) pré-contraignant les parties latérales de bâti
(11 ; 12) dans la position fonctionnelle de fermeture, le dispositif de serrage pivotant
(31) passant par sa tige de piston (34) et son bras de serrage (33) dans des ouvertures
(35) ou des traversées (35) de la partie latérale de bâti (12), le bras de serrage
(33) étant pivoté lors de l'actionnement du cylindre (32), si bien que le bras de
serrage (33) contacte l'arrière de la partie latérale de bâti (12) correspondante,
le bras de serrage (33) pivoté dans sa position de serrage étant tiré vers le cylindre
(32) à mesure que le piston se déplace, la partie latérale de bâti (12) mobile étant
tirée vers sa position de fermeture.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le positionnement précis de la partie latérale de bâti mobile (12) est assisté en
cours de fonctionnement au moyen d'un dispositif cylindre-piston (22) pour le déplacement
horizontal de la partie latérale de bâti (12) dont l'espacement est variable.