[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kranarm für einen Kran, mit einer Längsachse
und einer in einer Transversalebene in Bezug auf eine Symmetrieachse spiegelsymmetrisch
verlaufenden Konturlinie, wobei die Konturlinie zwischen einem auf der Symmetrieachse
äquidistant zum ersten und zweiten Schnittpunkt angeordneten Punkt und dem ersten
Schnittpunkt einen zumindest angenähert kreisbogenförmigen Abschnitt aufweist, an
den sich in Richtung des zweiten Schnittpunkts tangential ein erster geradliniger
Abschnitt anschließt, dessen gedachte Verlägerung in Richtung des zweiten Schnittpunkts
die Symmetrieachse schneidet und mit dieser einen spitzen Winkel einschließt.
[0002] Ein derartiger Kranarm ist beispielsweise in Fig. 13 der
EP 583 552 B1 gezeigt.
[0003] Nachteilig ist, dass die Herstellung des kreisbogenförmigen Abschnitts aufwändig
und nicht leicht fehlerfrei durchführbar ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Kranarm zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Kranarm mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Ein realer Kranarm weist natürlich aufgrund der Materialstärke der ihn bildenden
Bauteile sowohl eine Außenkontur als auch eine Innenkontur auf. Die "gedachte Konturlinie"
bezieht sich auf die Außenkontur des Kranarms.
[0007] Durch die Erfindung ergeben sich eine gute Schweißbarkeit des Kranarms, eine bessere
Spannbarkeit zum Schweißen durch die schräg aufeinander treffenden Abschnitte sowie
die Ausführung einer Längsschweißnaht ohne zusätzliche Kantenvorbereitung. Insgesamt
ergibt sich eine prozesssichere Ausbildung.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0009] Unter Flächenschwerpunkt wird im Sinne dieser Offenbarung der Schwerpunkt des gesamten
von der gedachten Konturlinie eingeschlossenen Bereichs verstanden. Der Begriff "Flächenschwerpunkt"
soll also nicht in Bezug auf die zwischen der Außen- und Innenkontur eingeschlossene
Fläche verstanden werden.
[0010] Die Erfindung betrifft weiters ein Auslegersystem für einen Kran, wobei zumindest
ein Ausleger und/oder eine Auslegerverlängerung als Kranarm nach einem der Ansprüche
1 bis 12 ausgebildet sind. Vorzugsweise sind zwischen ein und zwanzig, vorzugsweise
zwischen fünf oder zehn Auslegerverlängerungen vorgesehen. Besonders bevorzugt gilt,
dass mehr als fünf Auslegerverlängerungen vorgesehen sind.
[0011] Die Erfindung betrifft weiters einen Kran, insbesondere Ladekran, mit einem Kranarm
nach einer der vorgenannten Ausführungsformen oder ein Auslegersystem der vorgenannten
Art sowie ein mit einem derartigen Kran ausgestattetes Nutzfahrzeug.
[0012] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der Figuren sowie
der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen:
- Fig. 1 a
- ein erstes Ausführungsbeispiel der gedachten Konturlinie eines erfindungsgemäßen Kranarms,
- Fig. 1b und 1c
- die Konstruktion einer Konturlinie (Fig. 1b) und die entsprechende Blechkonstruktion
(Fig. 1 c) eines Ausführungsbeispiels, bei welchem der kreisbogenförmige Abschnitt
k1 durch einen Polygonzug angenähert ist,
- Fig. 1d
- ein Auslegersystem mit drei Auslegerverlängerungen gemäß Fig. 1b,
- Fig. 1e
- den Kranarm nach den Fig. 1a bis 1c, wobei die Lage des Flächenschwerpunktes eingezeichnet
ist,
- Fig. 1f
- ein Auslegersystem mit einer Auslegerverlängerung, wobei die Anordnung von Lagerelementen
gezeigt ist,
- Fig. 1g
- ein Auslegersystem mit einer Auslegerverlängerung, wobei der kreisbogenförmige Abschnitt
im Ausleger und der Auslegerverlängerung durch unterschiedliche Polygone angenähert
wurde,
- Fig. 2
- den Kranarm nach den Fig. 1a bis 1c und 1e, wobei stellvertretend für alle Ausführungsbeispiele
jene Fläche, auf die sich der Flächenschwerpunkt bezieht, strichpunktiert eingezeichnet
wurde,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel der gedachten Konturlinie eines erfindungsgemäßen
Kranarms,
- Fig. 4
- die perspektivische Ansicht eines Auslegersystems gemäß Fig. 1d und
- Fig. 5
- ein Nutzfahrzeug mit einem erfindungsgemäßen Kran.
[0013] Vorausgeschickt sei, dass alle Figuren insoweit maßstabsgerecht sind, als die Längen
der einzelnen Konturabschnitte sowie die dargestellten Winkel im richtigen Verhältnis
zueinander dargestellt sind. Alle Winkelangaben beziehen sich auf das Gradmaß, sodass
ein Vollwinkel 360 Grad entspricht. Unter einem spitzen Winkel wird ein Winkel kleiner
als ¼ Vollwinkel verstanden. Unter einem stumpfen Winkel wird ein Winkel größer als
¼ und kleiner als ½ Vollwinkel verstanden. Ein Winkel gleich ¼ Vollwinkel wird als
rechter Winkel bezeichnet.
[0014] Fig. 1a zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des Verlaufes der gedachten Konturlinie
des Kranarms in einer Transversalebene des Kranarms. Unter Transversalebene wird dabei
eine Ebene verstanden, welche von der Längsachse des Kranarms orthogonal durchstoßen
wird. Alle erfindungsgemäßen Kranarme weisen eine in der Transversalebene angeordnete
Symmetrieachse s auf, in Bezug auf welche die Konturlinie des Kranarms in der Transversalebene
wenigstens annähernd spiegelsymmetrisch verläuft. Für den Fall, dass der Kranarm über
einen Großteil oder seine gesamte Längserstreckung dieselbe Querschnittsform aufweist,
stellt diese Symmetrieachse s die Schnittgerade der Transversalebene mit der entlang
der Längsachse verlaufenden Symmetrieebene (Medianebene) dar. Bei allen Ausführungsformen
schneidet die Konturlinie die Symmetrieachse s in einem ersten und einem zweiten Schnittpunkt
S
1, S
2. Der auf der Symmetrieachse s äquidistant zum ersten und zum zweiten Schnittpunkt
S
1, S
2 angeordnete Mittelpunkt M stellt die Position der halben Höhe des Kranarms in der
Transversalebene dar. Ausgehend vom Mittelpunkt M in Richtung des Schnittpunkt S
2 befindet man sich in einem Bereich des Kranarms, welcher im Betrieb überwiegend auf
Zug belastet wird. Der zwischen dem Mittelpunkt M und dem ersten Schnittpunkt S
1 liegende Bereich des Kranarms wird im Betrieb im Wesentlichen auf Druck belastet.
[0015] Der in Fig. 1 dargestellte Verlauf der Konturlinie des Kranarms weist vier voneinander
unterscheidbare Abschnitte k
1, g
1, g
2, g
3 auf.
[0016] Der im Bereich der im Betrieb größten Druckbelastung angeordnete Abschnitt k
1 ist kreisbogenförmig ausgebildet, da diese Querschnittsform, wie an sich bekannt,
verringerte Druckspannungen und damit eine Verminderung der Beulgefährdung aufweist.
Es genügt, wenn dieser Abschnitt in dem Sinn wenigstens annähernd kreisbogenförmig
ist, als er durch ein Polygon angenähert sein kann, wie dies in den Fig. 1 bund 1
c dargestellt ist. Die Annäherung des kreisbogenförmigen Abschnitts k
1 durch einen Polygonzug gestattet eine einfachere Fertigung durch Abkantung der den
Kranarm bildenden Bleche. Natürlich kann aber eine kreisbogenförmige Ausbildung mittels
eines Walzvorganges realisiert werden.
[0017] Der kreisbogenförmige Abschnitt k
1 kann auch in dem Sinn nur angenähert kreisbogenförmig sein, als er beispielsweise
durch einen oder mehrere Ellipsenabschnitte mit entsprechend geringer Exzentrität
gebildet sein kann. Denkbar wäre auch eine Ausbildung eines kreisbogenförmigen Abschnitts
k
1 durch eine Aneinanderreihung entsprechend kurzer geradliniger, elliptischer und/oder
kreisbogenförmiger Segmente.
[0018] Wie in Fig. 1 dargestellt, ist es besonders vorteilhaft, wenn der kreisbogenförmige
Abschnitt k
1 als Viertelkreisbogen ausgebildet ist, das heißt, sich über einen Winkel von ca.
90 Grad erstreckt. Hierdurch ist es möglich, den Großteil des Verlaufes der Konturlinie
zwischen dem ersten Schnittpunkt S
1 und dem Mittelpunkt M in Form eines kreisbogenförmigen Abschnitts k
1 auszubilden. Besonders bevorzugt ist die in Fig. 1 dargestellt Variante, bei welcher
der Krümmungsmittelpunkt K des kreisbogenförmigen Abschnitts k
1 in der Nähe oder auf der Symmetrieachse s liegt und der Krümmungsmittelpunkt K des
kreisbogenförmigen Abschnitts k
1 zwischen dem ersten Schnittpunkt S
1 und dem Mittelpunkt M liegt.
[0019] Erfindungsgemäß ist, wie in Fig. 1 gezeigt, vorgesehen, dass sich tangential an den
kreisbogenförmigen Abschnitt k
1 in Richtung des ersten Schnittpunkts S
1 ein zweiter geradliniger Abschnitt g
2 anschließt, der mit der Symmetrieachse s einen Winkel γ kleiner als 90 Grad einschließt
(hier beträgt der Winkel γ ca. 72 Grad). Hierdurch ergeben sich eine gute Schweißbarkeit
des Kranarms, eine bessere Spannbarkeit zum Schweißen durch die schräg aufeinander
treffenden Abschnitte sowie die Möglichkeit der Ausführung einer Längsschweißnaht
ohne zusätzliche Kantenvorbereitung. Insgesamt ergibt sich eine prozesssichere Ausbildung.
[0020] Der Winkel ist vorzugsweise kleiner als 80 Grad. Vorzugsweise ist der Winkel γ größer
als 70 Grad.
[0021] Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich der Krümmungsmittelpunkt
K des kreisbogenförmigen Abschnitts k
1 direkt auf der Symmetrieachse s zwischen dem Punkt M und dem ersten Schnittpunkt
S
1. Anders als dargestellt, kann der Krümmungspunkt K auch etwas versetzt zur Symmetrieachse
s angeordnet sein. Er sollte sich jedoch stets im Bereich zwischen dem Punkt M und
dem ersten Schnittpunkt S
1 befinden.
[0022] An den kreisbogenförmige Abschnitt k
1 schließt sich in Richtung des zweiten Schnittpunkts S
2 tangential an den in Fig. 1a und 1 b dargestellten Hilfskreis der erste geradlinige
Abschnitt g
1 an, welcher sich über den Großteil des Konturverlaufes zwischen dem Mittelpunkt M
und dem zweiten Schnittpunkt S
2 erstreckt. Durch diese lang gezogene geradlinige Ausbildung im oberen Bereich des
Kranarms und die sich damit ergebende Querschnittsverjüngung wird eine Zone gebildet,
welche besser als im Stand der Technik zur Aufnahme der hier auftretenden Zugkräfte
sowie der Auflagekräfte bei der Anordnung in einem Auslegersystem geeignet ist. Die
gedachte Verlängerung g
1' des geradlinigen Abschnitts g
1 (siehe Fig. 1b) schließt mit der Symmetrieachse s einen spitzen Winkel β ein, welcher
im gezeigten Ausführungsbeispiel ca. 18 Grad beträgt. Ganz allgemein kann der spitze
Winkel β auch in einem Bereich größer als 10 Grad, vorzugsweise größer als 15 Grad
liegen. Bevorzugt ist dabei jeweils eine obere Grenze von 25 Grad, um einen zu flachen
Verlauf des geradlinigen Abschnitts g
1 auszuschließen.
[0023] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 schließt sich an den ersten geradlinigen Abschnitt
g
1 unmittelbar ein dritter geradliniger Abschnitt g
3 an, welcher bis zur Symmetrieachse s verläuft und diese im zweiten Schnittpunkt S
2 schneidet. Wie dies insbesondere in Fig. 1 c zu erkennen ist, kann es aus fertigungstechnischen
Gründen wünschenswert sein, wenn der dritte geradlinige Abschnitt g
3 (anders als in Fig. 1a dargestellt) nicht unmittelbar, sondern über einen vorzugsweise
gekrümmt ausgebildeten weiteren Abschnitt mit dem ersten geradlinigen Abschnitt g
1 verbunden ist.
[0024] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel schließt der dritte geradlinige
Abschnitt g
3 mit der Symmetrieachse s einen Winkel α ein, der kleiner als 90 Grad ist (im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 beträgt der Winkel α ca. 65 Grad). Besonders bevorzugt ist ein Bereich
für den Winkel α kleiner als 70 Grad. Der Winkel α sollte in diesem Ausführungsbeispiel
allerdings größer als 60 Grad sein.
[0025] In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 schließt der zweite geradlinige
Abschnitt mit der Symmetrieachse s einen rechten Winkel ein.
[0026] Der dritte geradlinige Abschnitt g
3 bringt den Vorteil mit sich, dass hierdurch im Bereich um die Spitze des Kranarms
herum eine günstige örtliche Krafteinleitung, wie sie beispielsweise bei der Abstützung
von Gleitpaketen zwischen einzelnen Auslegerverlängerungen erfolgt, ermöglicht wird.
Durch die kurze Schenkellänge ergibt sich nämlich ein günstiges Verhältnis zwischen
der Blechdicke und der Schenkellänge, sodass eine Verformung des Kranarms im oberen
Bereich verhindert wird.
[0027] Allerdings wäre grundsätzlich auch eine Ausbildung des Konturverlaufes in diesem
Bereich in Form eines zweiten kreisbogenförmigen Abschnitts k
2 möglich (siehe Fig. 3). Dies stellt aber nur eine spezielle Variante einer allgemeineren
Idee dar, nämlich jener, dass die Konturlinie in einer Rundung an der Symmetrielinie
s endet. Alternativ zur dargestellten Ausbildung der Rundung als kreisbogenförmiger
Abschnitt k
2 könnte die Rundung zum Beispiel auch als Kantung 7 ausgeführt sein.
[0028] Ganz allgemein muss zu allen gezeigten Ausführungsformen gesagt werden, dass der
Flächenschwerpunkt F, der von der Konturlinie in der Transversalebene eingeschlossenen
Fläche in einem Bereich zwischen dem Mittelpunkt M und dem ersten Schnittpunkt S
1, das heißt unterhalb der halben Höhe des Kranarms, liegt. Hierdurch wird die Querschnittskonzentration
des Kranarms möglichst in die Druckzone nach unten verlagert, wodurch sich ein geringerer
Druckspannungsanteil ergibt.
[0029] Wie aus den Figuren erkennbar ist, weist die Konturlinie aller Ausführungsbeispiele
zwischen dem ersten Schnittpunkt S
1 und dem zweiten Schnittpunkt S
2 einen Extremalpunkt E mit maximaler Entfernung e von der Symmetrieachse s auf. Der
Abstand D zwischen dem ersten Schnittpunkt und dem zweiten Schnittpunkt S
1, S
2 kann dabei wenigstens doppelt so groß sein, wie die Entfernung e. Bevorzugt ist der
Abstand D wenigstens zweieinhalb mal so groß, besonders bevorzugt 2,75-mal so groß,
wie die Entfernung e. Der Abstand D kann jeweils kleiner als dreimal die Entfernung
e sein.
[0030] Es kann vorgesehen sein, dass der Abstand d der Konturlinie von der Symmetrieachse
s bei ungefähr einem Viertel des Abstands D zwischen dem ersten und dem zweiten Schnittpunkt
S
1, S
2 ausgehend vom zweiten Schnittpunkt S
2 kleiner gleich 0,8 mal der maximalen Entfernung e ist.
[0031] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich der Extremalpunkt
E zwischen dem Mittelpunkt M und dem ersten Schnittpunkt S
1 ungefähr auf der Höhe des Krümmungsmittelpunktes K. Bei dem in Fig. 1a dargestellten
Verlauf weist die Konturlinie nur einen einzigen Extremalpunkt E auf, das heißt sowohl
in Richtung des ersten Schnittpunkts S
1 als auch in Richtung des zweiten Schnittpunkts S
2 verringert sich ausgehend vom Extremalpunkt E die Breite des Kranarms. Bei der Annäherung
des kreisbogenförmige Abschnitt k
1 durch einen Polygonzug, wie in Fig. 1c dargestellt, weisen natürlich alle Punkte
des Polygonabschnittes, durch welchen der kreisbogenförmige Abschnitt k
1 im Bereich des Extremalpunktes E approximiert wird, diese maximale Entfernung e auf.
[0032] Ausgehend von dem in Fig. 1a dargestellten Hilfskreis mit dem Radius r weist das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 eine Profilbreite b gemäß b -2r, eine Profilhöhe D
gemäß D -3r und eine Profilbreite oben b
1 gemäß b
1 -r auf. Diese besonders vorteilhaften Dimensionierungen können ganz allgemein bei
erfindungsgemäßen Kranarmen vorgesehen sein.
[0033] Die Fig. 1e zeigt für das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 die Lage des Flächenschwerpunkts
F zwischen dem Mittelpunkt M und dem ersten Schnittpunkt S
1 auf der Symmetrieachse s. Der Flächenschwerpunkt F bezieht sich dabei auf die in
Fig. 2 strichpunktiert dargestellte Fläche, d.h. auf die gesamte Fläche, welche von
der gedachten Konturlinie (entspricht der Außenkontur) eingeschlossen wird.
[0034] In Fig. 1f ist ein Auslegersystem 5 mit einer Auslegerverlängerung dargestellt, wobei
zusätzlich die Lagerung des Auslegersystems 5 über ein Lagerelement 1 sowie die Lagerung
der Auslegerverlängerung im Ausleger über Lagerelemente 2 dargestellt ist. Das gezeigte
Ausführungsbeispiel ist natürlich im Bezug auf die Anzahl der gezeigten Auslegerverlängerungen
rein beispielhaft gemeint. Dieselben Lagerelemente können bei Auslegersystemen 5 mit
beliebig vielen Auslegerverlängerungen angewandt werden.
[0035] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1g sind zwei Kranarme dargestellt, bei welchen es
sich beispielsweise um eine in einem Ausleger angeordnete Auslegerverlängerung handelt.
Von Bedeutung ist, dass der kreisbogenförmige Abschnitt k
1 durch unterschiedliche Polygone angenähert ist. Das innenliegende Querschnittprofil
weist im Bereich des kreisbogenförmigen Abschnitts weniger Kantungen auf, was besonders
bei kleinen Profilen fertigungsbedingt von Vorteil ist.
[0036] Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Kranarms kann beispielsweise derart erfolgen,
dass der Kranarm aus zwei Schalen gebildet wird, welche zueinander spiegelbildlich
ausgeformt sind und wobei eine der Schalen jeweils einem der Ausführungsbeispiele
entspricht. Die beiden Schalen können im Bereich des ersten Schnittpunkts S
1 und des zweiten Schnittpunkts S
2 miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt, werden.
[0037] Es wäre allerdings besonders bevorzugt vorgesehen, den Kranarm, zumindest entlang
eines Abschnitts seiner Längserstreckung aus einem einzigen Blech herzustellen, welches
geeignet geformt und anschließend entlang einer einzigen Linie geschlossen (zum Beispiel
verschweißt) wird. Diese Linie kann beispielsweise im Bereich des ersten Schnittpunkts
S
1 oder des zweiten Schnittpunkts S
2 verlaufen.
[0038] Die Formgebung der Bleche kann in bekannter Weise oder durch Abkanten und/oder Walzen
sowie zum Beispiel Schweißen erfolgen.
[0039] Sind unterschiedliche Wandstärken erforderlich, soll die Außenkontur vorzugsweise
gleich bleiben und die Blechdicke nach innen aufgetragen werden.
[0040] Die Fig. 4 zeigt beispielhaft ein Auslegersystem 5 mit einer in einem Ausleger angeordneten
Auslegerverlängerung.
[0041] In Fig. 5 ist beispielhaft ein Nutzfahrzeug 3 gezeigt, auf welchem ein erfindungsgemäßer
Kran 4 angeordnet ist. Der Kran 4 weist ein erfindungsgemäßes Auslegersystem 5 auf,
wobei die einzelnen Auslegerverlängerungen über Schubzylinder 6 teleskopisch zueinander
verfahren werden können. Die teleskopische Verfahrbarkeit kann natürlich auch durch
andere Antriebsmittel sichergestellt werden. Im rückwärtigen Bereich des Nutzfahrzeuges
3 könnte beispielsweise ein nicht dargestellter Ladeaufbau angeordnet sein.
1. Kranarm für einen Kran, mit einer Längsachse und einer in einer Transversalebene in
Bezug auf eine Symmetrieachse wenigstens annähernd spiegelsymmetrisch verlaufenden
gedachten Konturlinie, wobei die Konturlinie zwischen einem auf der Symmetrieachse
äquidistant zum ersten und zweiten Schnittpunkt angeordneten Mittelpunkt und dem ersten
Schnittpunkt einen zumindest angenähert kreisbogenförmigen Abschnitt aufweist, an
den sich in Richtung des zweiten Schnittpunkts tangential ein erster geradliniger
Abschnitt anschließt, dessen gedachte Verlängerung in Richtung des zweiten Schnittpunkts
die Symmetrieachse schneidet und mit dieser einen spitzen Winkel einschließt, dadurch gekennzeichnet, dass sich tangential an den angenähert kreisbogenförmigen Abschnitt (k1) in Richtung des ersten Schnittpunkts (S1) ein zweiter geradliniger Abschnitt (g2) anschließt, der bis zur Symmetrieachse (s) verläuft und mit dieser im ersten Schnittpunkt
(S1) im Inneren der von der Konturlinie eingeschlossenen Fläche einen Winkel (γ) kleiner
als 90 Grad einschließt
2. Kranarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (γ) kleiner als 80 Grad ist und vorzugsweise größer als 70 Grad ist.
3. Kranarm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gedachte Verlängerung (g1) mit der Symmetrieachse (s) einen spitzen Winkel (β) einschließt.
4. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der kreisbogenförmige Abschnitt (k1) als Vertelkreisbogen ausgebildet ist, dessen Krümmungsmittelpunkt (K) vorzugsweise
auf oder in der Nähe der Symmetrieachse (s) liegt.
5. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsmittelpunkt (K) des kreisbogenförmigen Abschnitts (k1) zwischen dem ersten Schnittpunkt (S1) und dem Mittelpunkt (M) liegt.
6. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der geradlinige Abschnitt (g1) als tangentiale Fortsetzung des kreisbogenförmigen Abschnitts (k1) ausgebildet ist.
7. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Konturlinie zwischen dem ersten Schnittpunkt (S1) und dem zweiten Schnittpunkt (S2) einen Extremalpunkt (E) mit maximaler Entfernung (e) von der Symmetrieachse (s)
aufweist, wobei vorzugsweise der Abstand (d) zwischen dem ersten und dem zweiten Schnittpunkt
(S1, S2) wenigstens doppelt so groß ist, wie die maximale Entfernung (e) des Extremalpunktes
(E) von der Symmetrieachse (s) und vorzugsweise der Extremalpunkt (E) zwischen dem
ersten Schnittpunkt (S1) und dem äquidistant zum ersten und zweiten Schnittpunkt (S1, S2) angeordneten Mittelpunkt (M) liegt.
8. Kranarm nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (d) der Konturlinie von der Symmetrieachse (s) bei ungefähr einem Viertel
des Abstands (D) zwischen dem ersten und dem zweiten Schnittpunkt (S1, S2) ausgehend vom zweiten Schnittpunkt (S2) kleiner gleich 0,8 mal der maximalen Entfernung (e) ist.
9. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der kreisbogenförmige Verlauf (k1) durch ein Polygon angenähert ist.
10. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranarm aus wenigstens einem Blech besteht und die Blechstärke aller Abschnitte
(k1, k2, g1, g2, g3) des Kranarms in der Transversalebene zumindest im Wesentlichen gleich groß ist.
11. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranarm aus zwei Schalen beseht, welche zueinander spiegelbildlich ausgeformt
sind und - vorzugsweise im Bereich des ersten Schnittpunkts (S1) und des zweiten Schnittpunkts (S2) - miteinander verbunden sind.
12. Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranarm zumindest entlang eines Abschnitts seiner Längserstreckung aus einem
einzigen Blech besteht, welches entlang einer einzigen Linie geschlossen ist, die
vorzugsweise im Bereich des ersten Schnittpunkts (S1) oder des zweiten Schnittpunkts (S2) verläuft.
13. Auslegersystem für einen Kran, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Ausleger und/odor eine Auslegerverlängerung als Kranarm nach einem
der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet sind.
14. Auslegersystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Formen der Konturlinie des Auslegers und der Konturlinien aller Auslegerverlängerungen
- gegebenenfalls bis auf den Grad der Approximation von Kreisbögen durch Polygone
- gleich sind.
15. Kran, insbesondere Ladekran, gekennzeichnet durch einen Kranarm nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder ein Auslegersystem (5) nach
Anspruch 13 oder 14.
16. Nutzfahrzeug (3) mit einem Kran (4) nach Anspruch 15.
1. A crane boom for a crane having a longitudinal axis and a notional contour line extending
in a transverse plane relative to an axis of symmetry in at least approximately mirror-symmetrical
relationship, wherein the contour line has between a centre point arranged on the
axis of symmetry equidistantly relative to the first and second intersection points
and the first intersection point an at least approximately arcuate portion which is
tangentially adjoined in the direction of the second intersection point by a first
straight portion whose notional extension in the direction of the second intersection
point intersects the axis of symmetry and includes an acute angle therewith, characterised in that tangentially adjoining the approximately arcuate portion (k1) in the direction of the first intersection point (S1) is a second straight portion (g2) which extends to the axis of symmetry (s) and includes therewith an angle (γ) of
less than 90 degrees at the first intersection point (S1) in the interior of the area enclosed by the contour line.
2. A crane boom according to claim 1 characterised in that the angle (γ) is less than 80 degrees and preferably is greater than 70 degrees.
3. A crane boom according to claim 1 or claim 2 characterised in that the notional extension (g1') includes an acute angle (β) with the axis of symmetry.
4. A crane boom according to one of claims 1 to 3 characterised in that the arcuate portion (k1) is in the form of a quarter-circle arc, whose centre point of curvature (K) is preferably
on or in the proximity of the axis of symmetry (s).
5. A crane boom according to one of claims 1 to 4 characterised in that the centre point of curvature (K) of the arcuate portion (k1) is between the first intersection point (S1) and the centre point (M).
6. A crane boom according to one of claims 1 to 5 characterised in that the straight portion (g1) is in the form of a tangential extension of the arcuate portion (k1).
7. A crane boom according to one of claims 1 to 6 characterised in that the contour line between the first intersection point (S1) and the second intersection point (S2) has an extreme point (E) at maximum distance (e) from the axis of symmetry (S),
wherein preferably the spacing (d) between the first and second intersection points
(S1, S2) is at least twice as great as the maximum distance (e) of the extreme point (E)
from the axis of symmetry (s) and preferably the extreme point (E) is between the
first intersection point (S1) and the centre point (M) which is arranged equidistantly in relation to the first
and second intersection points (S1, S2).
8. A crane boom according to claim 7 characterised in that the spacing (d) of the contour line from the axis of symmetry (s) at approximately
a quarter of the spacing (D) between the first and second intersection points (S1, S2) starting from the second intersection point (S2) is less than or equal to 0.8 times the maximum distance (e).
9. A crane boom according to one of claims 1 to 8 characterised in that the arcuate configuration (k1) is approximated by a polygon.
10. A crane boom according to one of claims 1 to 9 characterised in that the crane boom comprises at least one metal sheet and the metal sheet thickness of
all portions (k1, k2, g1, g2, g3, g4) of the crane arm in the transverse plane is at least substantially equal in magnitude.
11. A crane boom according to one of claims 1 to 10 characterised in that the crane boom comprises two shells which are shaped in mirror-image relationship
with each other and are joined to each other - preferably in the region of the first
intersection point (S1) and the second intersection point (S2).
12. A crane boom according to one of claims 1 to 10 characterised in that the crane boom at least along a portion of its longitudinal extent comprises a single
metal sheet which is closed along a single line which extends preferably in the region
of the first intersection point (S1) or the second intersection point (S2).
13. A jib system for a crane characterised in that at least one jib and/or jib extension is in the form of a crane boom according to
one of claims 1 to 12.
14. A jib system according to clam 13 characterised in that the shapes of the contour line of the jib and the contour lines of all jib extensions
are the same - possibly except for the degree of approximation of circular arcs by
polygons.
15. A crane, in particular a loading crane, characterised by a crane boom according to one of claims 1 to 12 or a jib system (5) according to
claim 13 or claim 14.
16. A utility vehicle (3) having a crane (4) according to claim 15.
1. Bras pour une grue, comportant un axe longitudinal et une ligne de contour imaginaire,
qui s'étend au moins de manière à peu près symétrique dans un plan transversal par
rapport à un axe de symétrie, ladite ligne de contour comportant une partie au moins
approximativement en arc de cercle, qui est située entre un centre, disposé sur l'axe
de symétrie à équidistance du premier et du deuxième point d'intersection, et le premier
point d'intersection, et qui est prolongée vers le deuxième point d'intersection tangentiellement
par une première partie droite, dont le prolongement imaginaire vers le deuxième point
d'intersection coupe l'axe de symétrie et forme avec celui-ci un angle aigu, caractérisé en ce que la partie (k1) à peu près en arc de cercle se prolonge tangentiellement vers le premier point d'intersection
(S1) par une deuxième partie (g2) droite qui s'étend jusqu'à l'axe de symétrie (s) et forme avec celui-ci un angle
(γ) inférieur à 90 degrés, au premier point d'intersection (S1) à l'intérieur de la surface incluse par la ligne de contour.
2. Bras de grue selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle (γ) est inférieur à 80 degrés et, de préférence, supérieur à 70 degrés.
3. Bras de grue selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le prolongement (g1') imaginaire forme avec l'axe de symétrie (s) un angle (β) aigu.
4. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie (k1) courbe est réalisée sous la forme d'un quart d'arc de cercle, dont le centre de
courbure (K) se situe de préférence sur ou à proximité de l'axe de symétrie (s).
5. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le centre de courbure (K) de la partie (k1) en arc de cercle se situe entre le premier point d'intersection (S1) et le centre (M).
6. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la partie (g1) droite est réalisée sous la forme d'un prolongement tangentiel de la partie (k1) courbe.
7. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la ligne de contour entre le premier point d'intersection (S1) et le deuxième point d'intersection (S2) comporte un point extrême (E) avec un éloignement (e) maximal de l'axe de symétrie
(s), où de préférence la distance (D) entre le premier et le deuxième point d'intersection
(S1, S2) est au moins égale au double de l'éloignement (e) maximal entre le point extrême
(E) et l'axe de symétrie (s), et de préférence le point extrême (E) se situe entre
le premier point d'intersection (S1) et le centre (M) situé à équidistance du premier et du deuxième point d'intersection
(S1, S2).
8. Bras de grue selon la revendication 7, caractérisé en ce que la distance (d) entre la ligne de contour et l'axe de symétrie (s) à environ un quart
de la distance (D) entre le premier et le deuxième point d'intersection (S1, S2), à partir du deuxième point d'intersection (S2), est inférieure ou égale à 0,8 fois l'éloignement (e) maximal.
9. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la partie (k1) en arc de cercle se rapproche d'un polygone.
10. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le bras de grue est composé d'au moins une tôle et l'épaisseur de la tôle de toutes
les parties (k1, k2, g3, g2) du bras de grue est au moins sensiblement de même valeur dans le plan transversal.
11. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le bras de grue est formé par deux coques, qui sont formées symétriquement l'une
par rapport à l'autre et sont assemblées l'une à l'autre - de préférence dans la zone
du premier point d'intersection (S1) et du deuxième point d'intersection (S2).
12. Bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le bras de grue, au moins le long d'une partie de son extension longitudinale, est
réalisé dans une seule tôle qui est fermée le long d'une seule ligne, qui s'étend
de préférence dans la zone du premier point d'intersection (S1) ou du deuxième point d'intersection (S2).
13. Système de flèche pour une grue, caractérisé en ce qu'au moins une flèche et/ou un prolongement de la flèche sont réalisés selon un bras
de grue d'après l'une quelconque des revendications 1 à 12.
14. Système de flèche selon la revendication 13, caractérisé en ce que les formes de la ligne de contour de la flèche et des lignes de contour de tous les
prolongements de la flèche- le cas échéant, jusqu'au point où les formes en arc de
cercle se rapprochent de la forme d'un polygone - sont identiques.
15. Grue, en particulier grue de chargement, caractérisée par un bras de grue selon l'une quelconque des revendications 1 à 12 ou par un système
de flèche (5) selon la revendication 13 ou 14.
16. Véhicule utilitaire (3) comportant une grue (4) selon la revendication 15.