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(11) |
EP 2 185 807 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.10.2012 Patentblatt 2012/44 |
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Anmeldetag: 11.08.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/060518 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/027215 (05.03.2009 Gazette 2009/10) |
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| (54) |
STEUERVENTIL FÜR EINEN KRAFTSTOFFINJEKTOR
CONTROL VALVE FOR A FUEL INJECTOR
VANNE DE COMMANDE POUR UN INJECTEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.08.2007 DE 102007040248
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.05.2010 Patentblatt 2010/20 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BOECKING, Friedrich
70499 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 612 403 EP-A- 1 867 868
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EP-A- 1 707 797
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Steuerventil für einen Kraftstoffinjektor mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Aus
EP 1 612 403 A1 ist ein kraftausgeglichenes Steuerventil bekannt, bei dem an einem Ventilkörper eine
Ventilhülse axial bewegbar geführt ist. Die Ventilhülse begrenzt einen Ringraum nach
außen, der mit einem Steuerraum einer Düsennadel des Kraftstoffinjektors über eine
Ablaufdrossel verbunden ist. Durch eine Schließfeder wird die Ventilhülse gegen einen
am Ventilkörper ausgebildeten Ventilsitz gepresst und verschließt dadurch den Ringraum
nach außen. Die Ventilhülse wird von einem elektromagnetischen Stellelement bewegt
und dabei kraftfrei betrieben, d.h., dass auf die Ventilhülse durch den Kraftstoffdruck
im Ringraum keine resultierende Kraft in deren Bewegungsrichtung ausgeübt wird. Soll
nun eine Einspritzung mittels des Kraftstoffinjektors erfolgen, so wird die Ventilhülse
über einen Elektromagneten des elektromagnetischen Stellelements vom Ventilsitz weggezogen,
was durch die fehlende hydraulische Kraftkomponente und der Überwindung der relativ
kleinen Schließkraft der Schließfeder sehr schnell geschehen kann. Dadurch wird der
Steuerraum der Düsennadel mit einem Niederdruck-/Rücklaufsystem verbunden und infolgedessen
druckentlastet. Nachteilig bei einer derartigen technischen Lösung ist, dass über
den Systemdruck die Dynamik des Kraftstoffinjektors am Steuerventil konstant bleibt
und das Steuerventil bei massiver Überschreitung des maximalen Drucks nicht selbstständig
öffnet, um damit eine Sicherheitsfunktion zu haben.
[0003] Insbesondere bei Common-Rail-Einspritzsystemen kann das Problem auftreten, dass es
zu einem Überdruck innerhalb des Kraftstoffeinspritzventils oder des Hochdruckspeichers
kommt. Damit derartige Druckspitzen innerhalb des Kraftstoffinjektors rasch abgebaut
werden können und somit Schäden an diesen vermieden werden, wird in der
DE-Patentanmeldung 102006027485.7 vorgeschlagen, die Ventilhülse mit einer in Öffnungsrichtung des Steuerventils wirkenden
Druckstufe auszuführen, die dem Ringraum ausgesetzt ist. Dadurch wird bei einem Überdruck
im Steuerraum des Kraftstoffinjektors entgegen der Kraft der Schließfeder das Steuerventil
geöffnet und der Druck in das Niederdruck-/Rücklaufsystem entspannt.
Darlegung der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Steuerventil mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 hat den Vorteil, dass das Steuerventil schneller öffnet. Erreicht wird dies durch
die Ausbildung einer dynamischen Druckstufe im Führungsspalt zwischen Ventilhülse
und Führungszapfen. Die dynamische Druckstufe entsteht durch eine gezielte Aufweitung
des Führungsspiels an der Ventilhülse, indem die Ventilhülse im Bereich des Ventilsitzabschnitts
steif und im übrige Bereich des Führungsabschnitts relativ weich ausgebildet ist.
Dadurch weist die Ventilhülse im Bereich des Ventilsitzabschnitts eine höhere Steifigkeit
auf als im Bereich des Führungsabschnitts, so dass sich das Führungsspiel des Führungsdurchmessers
der Ventilhülse relativ zum Ventilsitzdurchmesser mit zunehmendem Druck im Ringraum
aufweitet. Die minimale, selbsttätig sich ausbildende dynamische Druckstufe erzeugt
beispielsweise bei einem Druckanstieg von 200 auf 1800 bar eine Öffnungskraft von
beispielsweise 8 - 10N. Gleichzeitig bewirkt diese dynamische Druckstufe, dass bei
Überschreiten der Schließkraft der Schließfeder das Steuerventil selbsttätig öffnet
und dadurch den Druck in den unkritischen Niederdruck-/Rücklaufbereich abbaut. Die
kraftausgeglichene Funktion des Steuerventiles wird dadurch beibehalten, in dem der
Ventilsitz den gleichen Durchmesser besitzt wie der Führungsabschnitt der Ventilhülse.
[0005] Die dynamische Druckstufe, die relativ zum Durchmesser des Ventilsitzes sich ausbildet,
entsteht, weil innerhalb der Ventilhülse der Ringraums mit Systemdruck des Common-Rails
beaufschlagt ist und die Ventilhülse von außen vom Lecköldruck umgeben ist, der dem
Druck des Niederdruck- /Rücklaufsystems von beispielsweise 10 bar entspricht.
[0006] Die unterschiedliche Steifigkeit der Ventilhülse in der Gestalt, dass im Bereich
des Führungsabschnitts die Ventilhülse relativ weich ausgeführt ist im Vergleich zum
Bereich des Ventilsitzabschnitts wird zweckmäßigerweise dadurch ausgebildet, indem
der Außendurchmesser D1 im Bereich des Führungsabschnitts kleiner ist als der Außendurchmesser
D2 im Bereich des Ventilsitzabschnitts.
Ausführungsbeispiele
[0007] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung und der
Zeichnung dargestellt.
[0008] Es zeigen:
Figur 1 einen Teilschnitt eines Kraftstoffinjektors mit einem ersten
Ausführungsbeispiel eines Steuerventils,
Figur 2 einen Teilschnitt eines Kraftstoffinjektors mit einem zweiten
Ausführungsbeispiel eines Steuerventils
Figur 3 einen vergrößerten Teilschnitt durch das Steuerventil des ersten Ausführungsbeispiels
in Figur 1,
Figur 4 einen vergrößerten Teilschnitt durch das Steuerventil gemäß Figur 1 mit einer
Darstellung der dynamischen Aufweitung der Ventilhülse und
Figur 5 einen vergrößerten Teilschnitt durch das Steuerventil des zweiten Ausführungsbeispiels
in Figur 2 mit einer Darstellung der dynamischen Aufweitung der Ventilhülse.
[0009] In den Figuren 1 und 2 ist ein Kraftstoffinjektor für ein Common-Rail-System einer
Dieseleinspritzeinrichtung im Teilschnitt dargestellt, mit einem Injektorgehäuse 10,
einem Grundkörper 11, einer Düsennadel 12, einem Steuerventil 13 und einem Stellelement
14. Der Grundkörper 11, der einen Führungsteil 15 für die Düsennadel 12 und ein Ventilstück
16 für das Steuerventil 13 aufweist, ist im Injektorgehäuse 10 hydraulisch dicht eingesetzt
und trennt einen Hochdruckraum 17 von einem Niederdruckraum 37. In den zwischen Injektorgehäuse
10 und Grundkörper 11 ausgebildeten ringförmigen Hochdruckraum 17 mündet eine Hochdruckbohrung
18, die an das nicht dargestelltes Commom-Rail-System angeschlossen ist. Im Führungsteil
15 des Grundkörpers 11 ist ein Steuerraum 20 ausgebildet, dem die Düsennadel 12 mit
einer Steuerfläche 21 ausgesetzt ist. Vom Hochdruckraum 17 führt eine Zulaufbohrung
22 mit einer Zulaufdrossel 23 in den Steuerraum 20.
[0010] Das Ventilstück 16 weist einen Führungszapfen 31 auf, an dem eine Ventilhülse 32
axial verschiebbar angeordnet ist Die Ventilhülse 32 ist mit einem Führungszylinder
34 und einem tellerförmigen Magnetanker 35 ausgeführt. Die Ventilhülse 32 ist dabei
mit dem Führungszylinder 34 mit einem Führungsdurchmesser d am Führungszapfen 31 axial
verschiebbar geführt, wobei im Bereich des Führungsdurchmessers d zwischen Führungszapfen
31 und Ventilhülse 32 ein Führungsspalt 39 vorliegt. Die Ventilhülse 32 weist einen
steuerraumfernen Endabschnitt 45 und einen steuerraumnahen Endabschnitt 47 auf. An
der Ventilhülse 32 ist weiterhin eine Dichtfläche 43 ausgebildet, mit der die Ventilhülse
32 mit einem Ventilsitzdurchmesser auf einem am Ventilstück 16 ausgebildeten Ventilsitz
33 aufliegt. Die Dichtfläche 43 und der Ventilsitz 33 können dabei, wie die Ausführungsbeispiele
in Figur 1, 3 und 4 oder Figur 2 und 4 zeigen, an unterschiedlichen Stellen am Ventilstück
16 und an der Ventilhülse 32 ausgebildet sein.
[0011] Zwischen Führungszapfen 31 und Ventilhülse 32 ist weiterhin ein Ringraum 36 ausgebildet.
Die Ventilhülse 32 ist weiterhin vom Niederdruckraum 37 umgeben, der mit einem mit
Lecköldruck beaufschlagten, nicht dargestellten Niederdruck-/Rücklaufsystem verbunden
ist. Eine Schließfeder 38 wirkt auf die Ventilhülse 32, so dass die Ventilhülse 32
mit der Dichtfläche 43 gegen den Ventilsitz 33 in Schließstellung gehalten wird.
[0012] Im Führungszapfen 31 ist eine Steigbohrung 25 mit eine Ablaufdrossel 26 und beispielsweise
zwei Schrägbohrungen 27 angeordnet, die von den Steigbohrung 25 aus in den Ringraum
36 führen. Über die Steigbohrung 25 mit der Ablaufdrossel 26 und den Schrägbohrungen
27 wird der Steuerraum 20 hydraulisch mit dem Ringraum 36 verbunden.
[0013] Das Stellelement 14, das beispielsweise ein Magnet-Aktor ist, umfasst eine Magnetspule
41, die in einem Magnetkern 42 fixiert ist und auf den Magnetanker 35 der Ventilhülse
32 einwirkt. Das elektromagnetische Stellelement 14 bildet zusammen mit dem Steuerventil
13 ein Servo-Ventil zur Ansteuerung des Steuerraums 20.
[0014] Wie in Figur 3, 4 und 5 dargestellt ist, weist die Ventilhülse 32 einen Führungsabschnitt
48 und einen Ventilsitzabschnitt 49 auf. Der Führungsabschnitt 48 ist mit einem Außendurchmesser
D1 und der Ventilsitzabschnitt 49 mit einem Außendurchmesser D2 ausgeführt, wobei
D1 < D2 ist.
[0015] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1, 3 und 4 ist der Ringraum 36 in die Ventilhülse
32 eingearbeitet. Der Ventilsitz 33 ist dort an einem stellelementseitigen Abschnitt
des Führungszapfens 31 ausgebildet. Der Ventilsitzabschnitt 49 mit dem Außendurchmesser
D2 und mit der Dichtfläche 43 befindet am steuerraumfernen Endabschnitt 45 der Ventilshülse
32. Der größere Außendurchmesser D2 des Ventilsitzabschnitts 49 ist dadurch realisiert,
indem die Wandung der Ventilshülse 32 am steuerraumfernen Endabschnitt 45 durch den
tellerförmigen Magnetanker 35 stärker ist als im darunterliegenden Führungsabschnitt
48.
[0016] Bei Ausführungsbeispiel in Figur 2 und 5 ist der Ringraum 36 in den Führungszapfen
31 eingearbeitet. Der Ventilsitz 33 befindet sich hierbei an einem steuerraumseitigen
Endabschnitt des Führungszapfens 31. Der Ventilsitzabschnitt 49 mit dem Außendurchmesser
D2 und mit der Dichtfläche 43 befindet am steuerraumnahen Endabschnitt 47 der Ventilshülse
32. Der größere Außendurchmesser D2 des Ventilsitzabschnitts 49 ist dadurch realisiert,
indem die Wandung der Ventilshülse 32 am steuerraumnahen Endabschnitt 47 verdickt
ist.
[0017] Dadurch, dass der Außendurchmesser D2 des Ventilssitzabschnitts 49 größer ist als
der Außendurchmesser D1 des Führungsabschnitts 48 ist die Ventilhülse 32 am Ventilsitzabschnitt
49 relativ steif und der übrige Führungsabschnitt 48 relativ weich ausgebildet. Diese
Maßnahme bewirkt, dass sich der Führungsdurchmesser d der Ventilhülse 32 im Bereich
des Führungsabschnitts 48 relativ zum Ventilsitzdurchmesser des Ventilsitzes 33 aufweiten
kann. Im Bereich des Ventilsitzabschnitts 49 bleibt die Ventilhülse 32 starr, so dass
sich dort der Führungsdurchmesser d nicht aufweitet oder aber wesentlich weniger aufweitet
als im Bereich des Führungsabschnitts 48, so dass dort der Führungsdurchmesser d im
Wesentlichen dem Ventilsitzdurchmesser entspricht. Infolgedessen entsteht gemäß Figur
4 und 5 im Führungsspalt 39 zwischen Führungszapfen 31 und Ventilhülse 32 im Bereich
des Führungsanschnittes 48 vornehmlich angrenzend an den Ringraum 36 eine Aufweitung
50, die eine Druckstufe 51 am Führungsdurchmesser d der Ventilhülse 32 ausbildet.
Die Steifigkeit der Ventilhülse 32 sollte dabei so ausgeführt sein, dass die Druckstufe
51 in Öffnungsrichtung des Ventilssitzes 33 der Ventilhülse 32 wirkt.
[0018] Die Aufweitung 50 entsteht aufgrund des Hochdrucks von beispielsweise 1800 bar des
Common-Rails-Drucks, der über die Steigbohrung 25, die Schrägbohrung 27 und über den
Ringraum 36 im Führungsspalt 39 von innen auf die Ventilhülse 32 wirkt. Weil von außen
auf die Ventilhülse 32 lediglich der im Niederdruckraum 37 anliegende Lecköldruck
von unter 10 bar wirkt, entsteht die genannte Aufweitung 50 mit der dynamisch wirkenden
Druckstufe 51.
[0019] Das Entstehen der Aufweitung 50 wird von der vorliegenden Erfindung ausgenutzt, um
relativ zum Ventilsitzdurchmesser des Ventilsitzes 33 die dynamische wirkende Druckstufe
51 im Führungsspalt 39 in Öffnungsrichtung der Ventilhülse 32 zu erzeugen. Dadurch
wird gewährleistet, dass die Ventilhülse 32 bei Ansteuerung durch des Stellelement
14 schnell öffnet und/oder dass bei einer Rail-Druck-Überschreitung die Ventilhülse
32 vom Ventilsitz 33 auch ohne Ansteuerung durch das Stellelement 14 abhebt.
1. Steuerventil zum Ansteuern eines Steuerraums (20) eines Kraftstoffinjektors mit einer
Ventilhülse (32), die mit einem Führungsdurchmesser d an einem Führungszapfen (31)
mit einem Führungszylinder (34) beweglich geführt ist und mit einer Schließkraft gegen
einen am Führungszapfen (31) ausgebildeten Ventilsitz (33) drückt, wobei die Ventilhülse
(32) von einem Stellelement (14) betätigbar ist sowie einen Führungsabschnitt (48)
und einen Ventilsitzabschnitt (49) aufweist, wobei zwischen Ventilhülse (32) und Führungszapfen
(31) ein Führungsspalt (39) vorliegt und eine Ringraum (36) ausgebildet ist, wobei
der Ringraum (36) von der Ventilhülse (32) im Zusammenwirken mit dem Ventilsitz (33)
begrenzt ist, und wobei der Ringraum (36) und der Steuerraum (20) über eine hydraulische
Verbindung (25, 26, 27) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilhülse (32) im Bereich des Ventilsitzabschnitts (49) eine höhere Steifigkeit
aufweist als im Bereich des Führungsabschnitts (48), derart, dass bei einem im Ringraum
(36) wirkenden Hochdruck eine Aufweitung (50) des Führungsspaltes (39) an der Ventilhülse
(32) entsteht, welche im Wesentlichen auf den Bereich des Führungsabschnitts (48)
beschränkt ist und dort eine dynamische Druckstufe (51) am Führungsdurchmesser d der
Ventilhülse (32) ausbildet, wobei die dynamische Druckstufe (51) in Öffnungsrichtung
auf die Ventilhülse (32) wirkt.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilhülse (32) im Bereich des Führungsabschnitts (48) einen Außendurchmesser
D1 und im Bereich des Ventilsitzabschnitts (49) einen Außendurchmesser D2 aufweist,
und dass zur Ausbildung der unterschiedlichen Steifigkeit der Ventilhülse (32) im
Bereich des Führungsabschnitts (48) und im Bereich des Ventilsitzabschnitts (49) der
Außendurchmesser D1 im Bereich des Führungsabschnitts (48) kleiner ist als der Außendurchmesser
D2 im Bereich des Ventilsitzabschnitts (49).
3. Steuerventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilhülse (32) einen steuerraumfernen Endabschnitt (45) und einen steuerraumnahen
Endabschnitt (47) aufweist, und dass der Ventilsitzabschnitt (49) am steuerraumfernen
Endabschnitt (45) ausgebildet ist.
4. Steuerventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilhülse (32) einen steuerraumfernen Endabschnitt (45) und einen steuerraumnahen
Endabschnitt (47) aufweist, und dass der Ventilsitzabschnitt (49) am steuerraumnahen
Endabschnitt (47) ausgebildet ist.
5. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringraum (36) an der Ventilhülse (32) ausgebildet ist.
6. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringraum (36) am Ventilstück (31) ausgebildet ist.
7. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochdruck dem Systemdruck eines Common-Rails einer Dieseleinspritzeinrichtung
entspricht.
1. Control valve for activating a control space (20) of a fuel injector, with a valve
sleeve (32) which is guided moveably with a guide diameter d on a guide pin (31) by
means of a guide cylinder (34) and presses with a closing force against a valve seat
(33) formed on the guide pin (31), the valve sleeve (32) being actuable by an actuating
element (14) and having a guide portion (48) and a valve-seat portion (49), a guide
gap (39) being present between the valve sleeve (32) and guide pin (31) and an annular
space (36) being formed, the annular space (36) being delimited by the valve sleeve
(32) in interaction with the valve seat (33), and the annular space (36) and control
space (20) being connected via a hydraulic connection (25, 26, 27), characterized in that the valve sleeve (32) has higher rigidity in the region of the valve-seat portion
(49) than in the region of the guide portion (48), in such a way that in the event
of high pressure acting in the annular space (36), an expansion (50) of the guide
gap (39) at the valve sleeve (32) appears, is restricted essentially to the region
of the guide portion (48) and forms there a dynamic pressure step (51) on the guide
diameter d of the valve sleeve (32), the dynamic pressure step (51) acting upon the
valve sleeve (32) in the opening direction.
2. Control valve according to Claim 1, characterized in that the valve sleeve (32) has an outside diameter D1 in the region of the guide portion
(48) and an outside diameter D2 in the region of the valve-seat portion (49), and
in that, to generate the different rigidity of the valve sleeve (32) in the region of the
guide portion (48) and in the region of the valve-seat portion (49), the outside diameter
D1 in the region of the guide portion (48) is smaller than the outside diameter D2
in the region of the valve-seat portion (49).
3. Control valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the valve sleeve (32) has a control-space-remote end portion (45) and a control-space-near
end portion (47), and in that the valve-seat portion (49) is formed on the control-space-remote end portion (45).
4. Control valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the valve sleeve (32) has a control-space-remote end portion (45) and a control-space-near
end portion (47), and in that the valve-seat portion (49) is formed on the control-space-near end portion (47).
5. Control valve according to one of the preceding claims, characterized in that the annular space (36) is formed on the valve sleeve (32).
6. Control valve according to one of the preceding claims, characterized in that the annular space (36) is formed on the valve piece (31).
7. Control valve according to one of the preceding claims, characterized in that the high pressure corresponds to the system pressure of a common rail of a diesel
injection device.
1. Vanne de commande servant à piloter un espace de commande (20) d'un injecteur de carburant,
avec un manchon de vanne (32) guidé de façon mobile, avec un diamètre de guidage d
au niveau d'un tenon de guidage (31), avec un cylindre de guidage (34), et avec une
force de fermeture appuyant contre un siège de vanne (33) réalisé au niveau du tenon
de guidage (31), le manchon de vanne (32) pouvant être actionné par un élément de
réglage (14) et comportant une section de guidage (48) ainsi qu'une section de siège
de vanne (49), une fente de guidage (39) étant présente entre le manchon de vanne
(32) et le tenon de guidage (31) et un espace annulaire (36) étant réalisé, ledit
espace annulaire (36) étant délimité par le manchon de vanne (32) en interaction avec
le siège de vanne (33) et l'espace annulaire (36) et l'espace de commande (20) étant
reliés par le biais d'une liaison hydraulique (25, 26, 27), caractérisée en ce que le manchon de vanne (32) présente une rigidité supérieure dans la zone de la section
de siège de vanne (49) à celle régnant dans la zone de la section de guidage (48),
de telle sorte qu'un élargissement (50) de la fente de guidage (39) se produit au
niveau du manchon de vanne (32) en présence d'une haute pression s'exerçant dans l'espace
annulaire (36), ledit manchon étant pour l'essentiel limité sur la zone de la section
de guidage (48) et formant à cet endroit un étage de pression (51) dynamique au niveau
du diamètre de guidage d du manchon de vanne (32), l'étage de pression (51) dynamique
agissant sur le manchon de vanne (32) dans la direction d'ouverture.
2. Vanne de commande selon la revendication 1, caractérisée en ce que le manchon de vanne (32) présente un diamètre extérieur D1 dans la zone de la section
de guidage (48) et un diamètre extérieur D2 dans la zone de la section de siège de
vanne (49) et que pour obtenir des rigidités différentes du manchon de vanne (32)
dans la zone de la section de guidage (48) et dans la zone de la section de siège
de vanne (49), le diamètre extérieur D1 observé dans la zone de la section de guidage
(48) est inférieur au diamètre extérieur D2 observé dans la zone de la section de
siège de vanne (49).
3. Vanne de commande selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le manchon de vanne (32) comporte une section d'extrémité (45) située à distance
de l'espace de commande et une section d'extrémité (47) située à proximité de l'espace
de commande et que la section de siège de vanne (49) est réalisée au niveau de la
section d'extrémité (45) située à distance de l'espace de commande.
4. Vanne de commande selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le manchon de vanne (32) comporte une section d'extrémité (45) située à distance
de l'espace de commande et une section d'extrémité (47) située à proximité de l'espace
de commande et que la section de siège de vanne (49) est réalisée au niveau de la
section d'extrémité (47) située à proximité de l'espace de commande.
5. Vanne de commande selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'espace annulaire (36) est réalisé au niveau du manchon de vanne (32).
6. Vanne de commande selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'espace annulaire (36) est réalisé au niveau de l'élément de vanne (31).
7. Vanne de commande selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la haute pression correspond à la pression du système d'une rampe commune d'un dispositif
d'injection de Diesel.
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