[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen, insbesondere
ein Magnetventil für Common-Rail-Injektoren (CRI), gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Stand der Technik
[0002] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP 1 612 403 A1 sind Kraftstoffeinspritzventile für schnelllaufende, selbstzündende Brennkraftmaschinen
bekannt, die den Kraftstoff direkt in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine einspritzen.
[0003] Bei Magnetventilen für Common-Rail-Injektoren gemäß dem Stand der Technik ergibt
sich konstruktionsbedingt immer ein Einfluss des Raildrucks auf den Hub des Schaltventils
beziehungsweise des Steuerventils (Ankerhub). Die Ursache hierfür liegt in elastischen
Verformungen, die den Ankerhub beeinflussen und die direkt oder indirekt dem Raildruck
unterliegen.
[0004] Bei bestimmten Bauarten von Magnetventilen ist der Einfluss auf den Ankerhub besonders
groß. Dazu zählen solche Magnetventile, bei denen der obere Hubanschlag am Magneten
ausgebildet ist. Durch den Raildruck tritt die Situation ein, dass der Ventilsitz
seine axiale Position gegenüber dem Haltekörper verändert, wohingegen die Position
des oberen Hubanschlags unverändert bleibt. Insgesamt bedeutet dies, dass der Ankerhub
mit zunehmendem Raildruck abnimmt.
[0005] Voraussetzung für die zuverlässige Funktion des Magnetventils ist, dass der Ankerhub
bei allen Raildrücken über einem Minimalwert liegt, also auch beim größten Raildruck
der Ankerhub noch den Minimalwert erzielt. Im drucklosen Zustand muss daher ein Ankerhub
eingestellt werden, der deutlich oberhalb des Minimalwerts liegt.
[0006] Ein großer Ankerhub führt aber dazu, dass der Anker beziehungsweise das Stellelement
bei Betätigung des Elektromagneten über eine längere Strecke beschleunigt wird und
somit eine größere kinetische Energie aufbaut. (Der gleiche Effekt tritt auch auf,
wenn die Ventilfeder das Stellelement wieder zurück zum Dichtsitz drückt).
[0007] Beim Anschlagen des Stellelements am oberen Hubanschlag (beziehungsweise am Ventilsitz)
findet daher ein Stoß statt, der zu einer erheblichen Belastung des Stellelements
und in der Regel auch zu einem Prellen des Stellelements führt. Da das Prellen aber
negative Auswirkungen auf die Zumessgenauigkeit des Injektors hat, ist ein großer
Ankerhub unerwünscht.
[0008] Ein weiterer Aspekt, der bei Kraftstoffeinspritzventilen von Bedeutung ist, betrifft
den Zusammenbau. Ein Einspritzventil besteht aus einer Vielzahl von Einzelteilen,
die im zusammengebauten Zustand sehr genau zusammenspielen müssen. Dazu zählen insbesondere
die Einstellung des Hubs des Stellelements, auch Ankerhub genannt, die Einstellung
der Ventilfederkraft und schließlich auch das Sicherstellen eines Minimalabstands
zwischen dem Stellelement und dem Aktuator. (Bei einem Magnetventil wird dieser Abstand
Restluftspalt genannt).
[0009] Bei Einspritzventilen ist es eine Zielsetzung, den benötigten Bauraum sowie den erforderlichen
Montageaufwand so gering wie möglich zu halten. Insbesondere ist es aufwändig und
daher unerwünscht, während des Zusammenbaus und/oder nach dem Zusammenbau des Einspritzventils,
Einstellungen und/oder Korrekturen vornehmen zu müssen. Daher ist ein Aufbau für ein
Einspritzventil wünschenswert, der es auf möglichst einfache Weise erlaubt, die Einstellungen
und/oder Korrekturen bereits vor der Endmontage an kleineren Baugruppen vorzunehmen,
wenn die einzelnen Teile noch gut zugänglich sind.
[0010] Es sei darauf hingewiesen, dass die zuvor genannten Probleme auch bei Ventilen mit
einem piezoelektrischen Aktuator auftreten können. Daher ergeben sich aus Erkenntnissen,
die in diesem Zusammenhang für ein Magnetventil aufgefunden werden, auch unmittelbar
Möglichkeiten, ein Ventil mit piezoelektrischem Aktuator zu verbessern.
Offenbarung der Erfindung
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftstoffeinspritzventil gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, insbesondere ein Magnetventil, aufzuzeigen, das bezüglich Aufbau,
Einstellung und Montage möglichst einfach ausgestaltet ist und gleichzeitig eine gute
Einstellbarkeit der einzustellenden Ventilparameter bietet. Dabei soll insbesondere
auch eine Möglichkeit aufgezeigt werden, bei der sich der Ankerhub auch bei hohem
Raildruck wenig ändert und insbesondere im Wesentlichen unverändert bleibt.
[0012] Die Aufgabe ist bei einem Kraftstoffeinspritzventil gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch gelöst, dass das Stellelement, das üblicherweise auch als Anker oder als
Dichthülse bezeichnet wird, ein zentrales Durchgangsloch aufweist, das einen sich
verjüngenden Abschnitt umfasst, in dem eine Verdickung eines Zwischenelements angeordnet
ist, wobei der Durchmesser der Verdickung größer als der kleinste Durchmesser des
sich verjüngenden Abschnitts des zentralen Durchgangslochs des Stellelements ist,
wobei das Zwischenelement ein Anschlagelement aufweist, das nur bis zu einem oberen
Anschlag auf dem Zwischenelement axial verschiebbar ist und das bei axialer Verschiebung
auf dem Zwischenelement nach unten in Kontakt mit dem Stellelement kommt. Die Begriffe
oben und unten werden stets entsprechend der Darstellung der Erfindung in der Zeichnung
verwendet. Das zentrale Durchgangsloch ist vorzugsweise als Innenbohrung ausgeführt,
die im oberen Bereich verjüngt ist. Das Zwischenelement ist durch die Innenbohrung
geführt beziehungsweise gesteckt. Durch die Verdickung wird am Zwischenelement ein
unterer Anschlag für das Stellelement ausgebildet. In der tiefstmöglichen axialen
Position des Stellelements bezogen auf das Zwischenelement bildet sich zwischen diesen
beiden Elementen eine Berührlinie aus. Diese ist vorzugsweise als Dichtsitz gestaltet
und dient im fertig montierten Zustand des Ventils zur Abdichtung einer Druckkammer.
Durch das Anschlagelement wird das axiale Spiel des Stellelements zwischen seinem
überlicherweise als Dichtsitz ausgebildeten unteren Anschlag am Zwischenelement und
seinem oberen Anschlag festgelegt. Das genannte axiale Spiel, welches gleich dem Ankerhub
des Schaltventils ist, kann folglich durch die Dicke des Anschlagelements eingestellt
werden.
[0013] Ein Aspekt der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Begrenzung des oberen Hubanschlags,
also wenn sich das Stellelement in größtmöglicher Nähe zum Aktuator befindet, nicht
mittels eines Elements erfolgt, welches sich unmittelbar zwischen dem Stellelement
und dem Aktuator befindet, beispielsweise einer Restluftspaltsscheibe bei einem Magnetventil.
Vielmehr wird der Hubanschlag mittels des Zwischenelements realisiert, welches sich
am Aktuator oder an anderen Teilen des Einspritzventils abstützt. Es ergibt sich dadurch
ein Einspritzventil mit einem einfachen Aufbau, der auch einen einfachen Zusammenbau
des Einspritzventils ermöglicht.
[0014] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ergibt sich aus der oben genannten Tatsache, dass
sowohl der obere als auch der untere Hubanschlag des Stellelements, das auch Anker
oder Dichthülse genannt wird, am Zwischenelement ausgebildet beziehungsweise vorgesehen
oder angebracht sind und sich nur in kurzer Entfernung voneinander befinden. Dies
führt unter anderem dazu, dass sich Änderungen aufgrund des Raildrucks in geringerem
Maße oder gar nicht mehr auf den Ankerhub auswirken. Dadurch ist es nicht länger erforderlich,
im Ruhezustand einen besonders großen Hub für das Stellelement einzustellen, um die
Funktionstüchtigkeit auch bei hohem Raildruck sicherzustellen. Vielmehr kann nun ein
kleiner Hub eingestellt werden, der bei steigendem Raildruck im Wesentlichen konstant
bleibt.
[0015] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlagelement an der Stirnfläche des Stellelements anliegt. Dies stellt eine
einfache Möglichkeit dar, den oberen Hubanschlag zu definieren und die Kraft, die
das Anschlagelement am Ende des definierten Wegs stoppt, in das Stellelement einzuleiten.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das Anschlagelement die Bewegung des Stellelements
mechanisch blockiert, da sich dadurch eine zuverlässige und einfach zu realisierende
Ausführung ergibt.
[0016] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenelement mindestens eine erste Nut aufweist, in die das Anschlagelement
eingesetzt ist, wobei das Anschlagelement zumindest bereichsweise aus der ersten Nut
hervorsteht. Auf diese Weise lässt sich das Anschlagelement kostengünstig und mechanisch
robust herstellen. Die Ausdehnung des Anschlagelements in Längsrichtung des Zwischenelements
ist dabei geringer als der Abstand zwischen der Auflagefläche für das Anschlagelement
am Stellelement und der oberen Stirnfläche der ersten Nut im Zwischenelement, der
sich ergibt, wenn das Stellelement sich an seinem unteren Anschlag am Zwischenelement
befindet. Somit ergibt sich ein definiertes Spiel des Anschlagelements und damit auch
des Stellelements in der Längsrichtung relativ zum Zwischenelement. Dabei ist es insbesondere
vorteilhaft, wenn das Anschlagelement als Sichelscheibe ausgeführt ist. So kann das
Zwischenelement beispielsweise durch eine Öffnung geführt werden, deren Durchmesser
geringer ist als der der Sichelscheibe, und die Sichelscheibe danach aufgesetzt werden.
Dies ergibt eine größere konstruktive Freiheit und eine Vereinfachung der Montage.
[0017] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Kraftstoffeinspritzventil eine Ventilfeder zur Beaufschlagung des Stellelements
in Richtung auf den Dichtsitz aufweist, wobei sich die Ventilfeder an einer Seite
am Anschlagelement und an einer anderen Seite an einem Haltebereich abstützt, der
am Zwischenelement ausgebildet ist. Grundsätzlich ist es ebenfalls möglich, dass sich
die Ventilfeder in bekannter Weise am Stellelement abstützt. Das hier vorgeschlagene
Ausführungsbeispiel bietet aber den Vorteil, dass das Anschlagelement in Bezug auf
das Stellelement stets eine feste axiale Position aufweist und folglich bei Schaltvorgängen
weder taumeln noch zunächst nur punktuell anschlagen kann. In beiden Fällen besteht
der Vorteil, dass das Zwischenelement bereits mit Stellelement, Anschlagelement und
Haltebereich gefertigt beziehungsweise zusammengesetzt werden kann, bevor es in das
Einspritzventil eingesetzt wird. Es steht also schon im frühen Stadium der Montage
eine Baugruppe zur Verfügung, bei der der Hub des Stellelements und die Vorspannkraft,
die auf das Anschlagelement beziehungsweise das Stellelement wirkt, eingestellt sind.
Diese voreingestellte Baugruppe kann dann als Ganzes mit dem Stellelement voraus auf
das Führungselement geschoben werden.
[0018] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Haltebereich ein Halteelement aufweist, das in eine zweite am Zwischenelement
ausgebildete Nut eingelegt ist und zumindest bereichsweise aus der zweiten Nut hervorsteht.
Diese Ausgestaltung bietet eine konstruktiv einfache und kostengünstige Lösung. Das
Halteelement ist dabei vorzugsweise als Sichelscheibe ausgeführt, und zwar mit den
gleichen Vorteilen, wie zum Anschlagelement erläutert.
[0019] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenelement an seinem ersten Ende, das dem Stellelement abgewandt ist,
eine Ablaufrille, eine oder mehrere schräg verlaufende Ablaufbohrungen oder eine zentrale,
in eine Querbohrung mündende Ablaufbohrung aufweist. Auf diese Weise lässt sich das
erforderliche Abströmen des Kraftstoffs aus dem Ankerraum zum Rücklaufanschluss hin
realisieren.
[0020] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Anschlagelement und/oder das Halteelement mittels eines Fixierelements in
ihrem Sitz in der jeweiligen Nut gesichert ist. Dabei umschließt das Fixierelement,
insbesondere eine Fixierhülse, bevorzugt das jeweilige Element und stellt so sicher,
dass das jeweilige Element radial positioniert bleibt und insbesondere nicht aus der
für das jeweilige Element vorgesehenen Nut im Zwischenelement entweichen kann.
[0021] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Aktuator mit einem äußeren Bereich an einem Haltekörper des Kraftstoffeinspritzventils
abstützt. Bei einem Magnetventil findet die Abstützung bevorzugt über den Außenpol
statt. Damit entsteht zwischen der oberen Stirnfläche des Führungselements, auch Ankerführung
genannt, und der unteren Stirnfläche des Zwischenelements, auch Sitzzapfen genannt,
ein Kraftstoffvolumen. Wenn die aus Zwischenelement, Stellelement und Anschlagelement
sowie gegebenenfalls aus Haltebereich und Ventilfeder bestehende Baugruppe nicht bereits
anderweitig befestigt ist, wird sie, sobald der Raildruck anliegt, nach oben in ihre
Sollposition, vorzugsweise gegen einen zum Haltekörper fixierten Anschlag, gedrückt.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Führungselement und dem Zwischenelement eine Feder angeordnet ist.
Dies bewirkt, dass sich das Schaltventil auch im drucklosen Zustand in seiner Sollposition
befindet.
[0022] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Ventils ist dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenelement und das Führungselement einstückig ausgeführt sind. Dies
ermöglicht einen stabilen Verbund zwischen dem Aktuator, dem Zwischenelement und dem
Führungselement. Insbesondere wenn sich Aktuator und Führungselement an demselben
Bezugselement, üblicherweise am Haltekörper des Einspritzventils, abstützen, ist der
Verbund wenig empfindlich gegenüber Schwankungen des Raildrucks, die sonst zu Dehnungen
und/oder Verschiebungen führen können.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele
im Einzelnen beschrieben sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0024] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzungsventil mit schematisch
dargestellten Zufuhrkomponenten;
- Figur 2
- eine Vergrößerung von Figur 1 im Bereich des Steuerventils;
- Figur 3
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Figur 2;
- Figur 4
- das Steuerventil aus Figur 2 mit einem Führungselement und einem Aktuator;
- Figur 5
- ein Zwischenelement aus der Figur 4;
- Figur 6
- eine andere Ausführungsform eines Zwischenelements; und
- Figur 7
- eine einstückige Ausgestaltung von Zwischenelement und Führungselement.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0025] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil 10 mit den Kraftstoff
zuführenden Komponenten 12 schematisch im Längsschnitt dargestellt. Die prinzipielle
Funktionsweise eines solchen Kraftstoffeinspritzventils 10 ist dem Fachmann bekannt
und wird daher nicht im Detail erläutert. Genauere Informationen hierzu finden sich
beispielsweise in der eingangs genannten Druckschrift sowie in der Anmeldung
DE 10 2006 027 485 A1.
[0026] Das Kraftstoffeinspritzventil 10 weist eine Ventilnadel 14, einen Steuerraum 16,
der mit der Ventilnadel 14 wirkverbunden ist, einen Ablaufkanal 18, der zur Verbindung
des Steuerraums 16 mit einem Leckölraum 20 ausgebildet ist, und ein Steuerventil 22
auf, das zum Öffnen und Verschließen des Ablaufkanals 18 ausgebildet ist.
[0027] Das Steuerventil 22 weist ein Führungselement 24 auf, auch Führungszapfen genannt,
auf dem ein Stellelement 26, auch Dichthülse oder Anker genannt, axial verlagerbar
gehalten ist, wobei das Stellelement 26 in Richtung auf einen Dichtsitz 28 mit einer
Kraft beaufschlagt ist. Das Steuerventil 22 weist ferner einen Aktuator 29 auf, hier
ein Elektromagnet, der dafür ausgebildet ist, das Stellelement 26 von dem Dichtsitz
28 nach oben -bezogen auf die Figur- abzuheben. Der Aktuator 29 stützt sich hier mit
seinem äußeren Bereich auf Vorsprüngen 30 des Haltekörpers 31 ab.
[0028] In Figur 2 ist eine Vergrößerung von Figur 1 im Bereich des Steuerventils 22 dargestellt.
In ein Zwischenelement 32, das unter anderem im Zusammenspiel mit dem Stellelement
26 den Dichtsitz 28 ausbildet, ist eine erste Nut 34 und eine zweite Nut 36 eingebracht.
Die Nuten 34, 36 sind hier ringförmig entlang des gesamten Umfangs des Zwischenelements
32 ausgeführt. In die erste Nut 34 ist ein Anschlagelement 38 eingesetzt, welches
aus der ersten Nut 34 hervorsteht und hier als Sichelscheibe ausgeführt ist. Das Anschlagelement
38 ist entlang einer Längsrichtung L des Zwischenelements 32 um einen definierten
Weg verlagerbar, der nachfolgend noch genauer gezeigt wird. Das Anschlagelement 38
liegt an einer Stirnfläche 40 des Stellelements 26 an und wirkt mit ihm in der Art
zusammen, dass ein oberer Hubanschlag (mit der Linie 42 angedeutet) des Stellelements
26 vorgegeben ist.
[0029] Eine Ventilfeder 44 stellt eine Vorspannkraft bereit, die das Anschlagelement 38,
und bei Anliegen des Stellelements 26 auch das Stellelement 26, nach unten -bezogen
auf die Figurdrückt. Dafür stützt sich die Ventilfeder 44 an ihrer einen Seite 46
am Anschlagelement 38 ab und an ihrer anderen Seite 48 an einem Haltebereich 50, der
am Zwischenelement 32 ausgebildet ist. Der Haltebereich 50 weist die zweite Nut 36
und ein Halteelement 52 auf, das als Sichelscheibe ausgeführt ist.
[0030] Das Anschlagelement 38 ist mit einem ersten Fixierelement 54 und das Halteelement
52 mit einem zweiten Fixierelement 56 im jeweiligen Sitz gesichert.
[0031] Das Zwischenelement 32 weist an seinem ersten Ende 58 eine Ablaufrille 60 auf. Auf
dem ersten Ende 58 ist zudem eine optionale Einstellscheibe 62 für den Restluftspalt
gezeigt. Ferner ist ein gestrichelter Kreis 62 dargestellt, der einen Bereich des
Steuerventils 22 andeutet, der in der nachfolgenden Figur vergrößert dargestellt wird.
Das Zwischenelement 32 ist, wie bereits aus Figur 1 ersichtlich ist, gegenüber dem
Aktuator 29 nicht nach oben verschiebbar angeordnet.
[0032] Figur 3 stellt den Bereich vergrößert dar, der vorher mit dem Kreis 62 angedeutet
wurde. Mittels zweier gestrichelter paralleler Linien ist der Weg d dargestellt, um
den sich das Abstandselement 38 in der ersten Nut 34 verlagern kann. Im Hinblick auf
die bisherigen Erläuterungen soll nun die Funktionsweise des vorgestellten Steuerventils
22 näher beschrieben werden.
[0033] Im Ruhezustand, also wenn der Aktuator 29, hier ein Elektromagnet, nicht betätigt
wird, drückt die Ventilfeder 44 das Anschlagelement 38 nach unten -bezogen auf die
Figur. Da die Stirnfläche 40 des Stellelements 26 am Anschlagelement 38 anliegt, wird
auch das Stellelement 26 nach unten, und zwar gegen den Dichtsitz 28, gedrückt. Wird
nun der Aktuator 29 betätigt, wird das Stellelement 26 gegen die Kraft der Ventilfeder
44 nach oben gezogen. Das Anschlagelement 38 legt nun den Weg d zurück, da die magnetische
Anziehungskraft des Aktuators 29 auf das Stellelement 26 größer ist als die Kraft
der Ventilfeder 44. Nachdem das Anschlagelement 38 vom Stellelement 26 um den Weg
d nach oben geschoben wurde, stößt es am oberen Ende der Nut 34 an und wird so mechanisch
blockiert. Da die Stirnfläche 40 des Stellelements 26 am Anschlagelement 38 anliegt,
wird auch eine weitere Bewegung des Stellelements 26 unterbunden. Damit hat das Stellelement
26 wohldefiniert den oberen Hubanschlag 42 erreicht. Wird der Aktuator 29 stromlos
geschaltet, entfällt die Anziehungskraft auf das Stellelement 26, und die Ventilfeder
44 drückt das Anschlagelement 38 nach unten und damit das Stellelement 26 gegen den
Dichtsitz 28. Da auf diese Weise auch der untere Hubanschlag am Dichtsitz 28 wohldefiniert
ist, kann durch die Erfindung der Hub des Stellelements 26 insgesamt festgelegt werden.
[0034] Figur 4 zeigt das Steuerventil aus Figur 2 mit dem Führungselement 24 und dem Aktuator
29, der als Elektromagnet ausgeführt ist und einen Magnetkern 64 sowie eine Magnetspule
66 aufweist. Das Zwischenelement 32 sitzt auf dem Führungselement 24, wobei eine Feder
68, auch Positionsfeder oder Kontaktfeder genannt, zwischen dem Führungselement 24
und dem Zwischenelement 32 angeordnet ist. Wie anhand des eingezeichneten oberen Hubanschlags
42 zu erkennen ist, verbleibt ein Restluftspalt zwischen dem Stellelement 26 und dem
Aktuator 29. Dieser Restluftspalt lässt sich bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventil
10 leicht einstellen, optional unter Verwendung der gezeigten Einstellscheibe 62.
[0035] Figuren 5, 6 und 7 zeigen Ausgestaltungen des Zwischenelements 32. Figur 5 zeigt
das Zwischenelement 32 aus Figur 2. Figur 6 zeigt ein Zwischenelement 32' mit einer
zentralen Ablaufbohrung 70, die in eine Querbohrung 72 mündet. Figur 7 zeigt ein Zwischenelement
32", das einstückig mit dem Führungselement 24 ausgebildet ist. Die letztgenannte
Ausgestaltung kann insbesondere dafür verwendet werden, dass sich der Magnetkern 64
über das Zwischenelement 32" im Haltekörper abstützt.
1. Kraftstoffeinspritzventil (10) für Brennkraftmaschinen, mit einer Ventilnadel (14),
die durch ihre Längsbewegung die Öffnung wenigstens einer Einspritzöffnung steuert,
mit einem Steuerraum (16), dessen Druck wenigstens mittelbar auf die Ventilnadel (14)
wirkt und der durch einen Ablaufkanal (18), mit einem Leckölraum (20) verbindbar ist,
und mit einem Steuerventil (22), das zum Öffnen und Verschließen des Ablaufkanals
(18) ausgebildet ist, wobei das Steuerventil (22) ein auf einem Führungselement (24)
verlagerbar gehaltenes Stellelement (26) aufweist, das in Richtung auf einen Dichtsitz
(28) mit einer Kraft beaufschlagt ist, und mit einem Aktuator (30) zum Abheben des
Stellelements (26) von dem Dichtsitz (28), dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (26) ein zentrales Durchgangsloch aufweist, das einen sich verjüngenden
Abschnitt umfasst, in dem eine Verdickung eines Zwischenelements (32) angeordnet ist,
wobei der Durchmesser der Verdickung größer als der kleinste Durchmesser des sich
verjüngenden Abschnitts des zentralen Durchgangslochs des Stellelements (26) ist,
wobei das Zwischenelement (32) ein Anschlagelement (38) aufweist, das nur bis zu einem
oberen Anschlag auf dem Zwischenelement (32) axial verschiebbar ist und das bei axialer
Verschiebung auf dem Zwischenelement nach unten in Kontakt mit dem Stellelement (26)
kommt.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (38) an der Stirnfläche (40) des Stellelements (26) anliegt.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (32) mindestens eine erste Nut (34) aufweist, in die das Anschlagelement
(38) eingesetzt ist, wobei das Anschlagelement (38) zumindest bereichsweise aus der
ersten Nut (34) hervorsteht.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Ventilfeder (44) zur Beaufschlagung des Stellelements (26) in Richtung auf den
Dichtsitz (28), wobei sich die Ventilfeder (44) an einer Seite (46) am Anschlagelement
(38) oder am Stellelement (26) und an einer anderen Seite (48) an einem Haltebereich
abstützt (50), der am Zwischenelement (32) ausgebildet ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (50) ein Halteelement (52) aufweist, das in eine zweite am Zwischenelement
(32) ausgebildete Nut (36) eingelegt ist und zumindest bereichsweise aus der zweiten
Nut (36) hervorsteht.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (32) an seinem ersten Ende (58), das dem Stellelement (26) abgewandt
ist, eine Ablaufrille (60) aufweist oder eine zentrale Ablaufbohrung (70) aufweist,
die in einer Querbohrung (72) mündet, oder eine oder mehrere schräg verlaufende Ablaufbohrungen
aufweist.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (38) und/oder das Halteelement (52) mittels eines Fixierelements
(54,56) in ihrem/seinem Sitz in der jeweiligen Nut (34,36) gesichert sind/ist.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Aktuator (29) mit einem äußeren Bereich an einem Haltekörper (31) des Kraftstoffeinspritzventils
(10) abstützt.
9. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Führungselement (24) und dem Zwischenelement (32) eine Feder (68) angeordnet
ist.
10. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (32) und das Führungselement (24) einstückig ausgeführt sind.
1. Fuel injection valve (10) for internal combustion engines, having a valve needle (14)
which, by means of its longitudinal movement, controls the opening of at least one
injection orifice, having a control chamber (16), the pressure of which acts at least
indirectly on the valve needle (14) and which can be connected by an outflow duct
(18) to a leakage oil chamber (20), and having a control valve (22) which is designed
for opening and closing the outflow duct (18), wherein the control valve (22) has
an actuating element (26) which is held in a movable manner on a guide element (24)
and which is loaded with a force in the direction of a sealing seat (28), and having
an actuator (30) for lifting the actuating element (26) from the sealing seat (28),
characterized in that the actuating element (26) has a central passage hole which comprises a tapering
portion in which a thickened portion of an intermediate element (32) is arranged,
wherein the diameter of the thickened portion is larger than the smallest diameter
of the tapering portion of the central passage hole of the actuating element (26),
wherein the intermediate element (32) has a stop element (38) which is axially movable
on the intermediate element (32) only as far as an upper stop and which, when it is
moved axially downwards on the intermediate element, comes into contact with the actuating
element (26).
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the stop element (38) bears against the end surface (40) of the actuating element
(26).
3. Fuel injection valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the intermediate element (32) has at least one first groove (34) into which the stop
element (38) is inserted, wherein the stop element (38) protrudes at least in regions
out of the first groove (34).
4. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 3, characterized by a valve spring (44) for loading the actuating element (26) in the direction of the
sealing seat (28), wherein the valve spring (44) is supported at one side (46) on
the stop element (38) or on the actuating element (26) and at another side (48) on
a retaining region (50) formed on the intermediate element (32).
5. Fuel injection valve according to Claim 4, characterized in that the retaining region (50) has a retaining element (52) which is placed into a second
groove (36) formed on the intermediate element (32) and which projects at least in
regions out of the second groove (36).
6. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the intermediate element (32) has a run-off channel (60) at its first end (58) facing
away from the actuating element (26), or has a central outflow bore (70) which opens
out in a transverse bore (72), or has one or more obliquely running outflow bores.
7. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the stop element (38) and/or the retaining element (52) are/is secured in their/its
seat in the respective groove (34, 36) by means of a fixing element (54, 56).
8. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the actuator (29) is supported with an outer region on a retaining body (31) of the
fuel injection valve (10).
9. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 8, characterized in that a spring (68) is arranged between the guide element (24) and the intermediate element
(32).
10. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the intermediate element (32) and the guide element (24) are formed in one piece.
1. Soupape d'injection de carburant (10) pour moteurs à combustion interne, comprenant
une aiguille de soupape (14) qui, par son déplacement longitudinal, commande l'ouverture
d'au moins une ouverture d'injection, un espace de commande (16) dont la pression
agit au moins indirectement sur l'aiguille de soupape (14) et qui peut être connecté
par un canal d'écoulement (18) à un espace d'huile de fuite (20), et une soupape de
commande (22), qui est réalisée pour ouvrir et fermer le canal d'écoulement (18),
la soupape de commande (22) présentant un élément de réglage (26) maintenu de préférence
déplaçable sur un élément de guidage (24), qui est sollicité par une force dans la
direction d'un siège d'étanchéité (28), et un actionneur (30) pour soulever l'élément
de réglage (26) du siège d'étanchéité (28), caractérisée en ce que l'élément de réglage (26) présente un trou de passage central qui comprend une portion
se rétrécissant, dans laquelle est disposé un épaississement d'un élément intermédiaire
(32), le diamètre de l'épaississement étant supérieur au plus petit diamètre de la
portion se rétrécissant du trou de passage central de l'élément de réglage (26), l'élément
intermédiaire (32) présentant un élément de butée (38) qui ne peut être déplacé axialement
que jusqu'à une butée supérieure sur l'élément intermédiaire (32), et qui, dans le
cas d'un déplacement axial sur l'élément intermédiaire, vient en contact vers le bas
avec l'élément de réglage (26).
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de butée (38) s'applique contre la face frontale (40) de l'élément de réglage
(26).
3. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément intermédiaire (32) présente au moins une première rainure (34) dans laquelle
est inséré l'élément de butée (38), l'élément de butée (38) faisant saillie au moins
en partie hors de la première rainure (34).
4. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée par un ressort de soupape (44) pour solliciter l'élément de réglage (26) dans la direction
du siège d'étanchéité (28), le ressort de soupape (44) s'appuyant au niveau d'un côté
(46) contre l'élément de butée (38) ou contre l'élément de réglage (26) et au niveau
d'un autre côté (48) contre une région de retenue (50) qui est réalisée sur l'élément
intermédiaire (32).
5. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 4, caractérisée en ce que la région de retenue (50) présente un élément de retenue (52) qui est introduit dans
une deuxième rainure (36) réalisée sur l'élément intermédiaire (32), et qui fait saillie
au moins en partie hors de la deuxième rainure (36).
6. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que l'élément intermédiaire (32) présente, à sa première extrémité (58) qui est opposée
à l'élément de réglage (26), une gorge d'écoulement (60), ou présente un alésage d'écoulement
central (70) qui débouche dans un alésage transversal (72), ou présente un ou plusieurs
alésages d'écoulement s'étendant obliquement.
7. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que l'élément de butée (38) et/ou l'élément de retenue (52) sont fixés dans leur siège
dans la rainure respective (34, 36) au moyen d'un élément de fixation (54, 56).
8. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que l'actionneur (29) s'appuie avec une région extérieure contre un corps de retenue
(31) de la soupape d'injection de carburant (10).
9. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce qu'un ressort (68) est disposé entre l'élément de guidage (24) et l'élément intermédiaire
(32).
10. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que l'élément intermédiaire (32) et l'élément de guidage (24) sont réalisés d'une seule
pièce.