[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Möbelauszugsführung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Verteilung eines Schmierstoffes an wälzgelagerten
Möbelauszugsführungen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0002] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten und derzeit eingesetzten Möbelauszugsführungen
wird ein eingebrachter Schmierstoff von den Wälzkörpern auf die Laufbahnen der Auszugsschienen
verteilt und der überschüssige Anteil des Schmierstoffes von den Wälzkörpern verdrängt.
Je nach Aufbau des Schmierstoffes verteilt sich der überschüssige Anteil unkontrolliert
und wird somit nur zu einem geringen Anteil nutzbringend eingesetzt. Dies führt dazu,
dass entweder die Schmierung vorzeitig versagt oder aber, dass eine größere Menge,
mehr als notwendig, an Schmierstoff in die Auszugsführungen eingebracht wird. Ein
solches Übermaß an Schmierstoff in den Auszugsführungen kann jedoch die Anlauf- und
Laufeigenschaften negativ beeinflussen. Außerdem kann sich in dem verdrängten Schmierstoff,
welcher sich ungenutzt auf den Laufbahnen der Schienen befindet, Schmutz ansammeln,
so dass die Laufeigenschaften der Auszugsführung dadurch zusätzlich verschlechtert
werden. Von Nachteil ist außerdem, dass der überschüssige Schmierstoff mit der Zeit
aus den Auszugsführungen auslaufen kann, was zu Einschränkungen der Einsetzbarkeit
eines solchen Systems insbesondere bei hohen Hygieneanforderungen führen kann.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Möbelauszugsführung zu schaffen,
welche die oben genannten Nachteile beseitigt und bei der insgesamt weniger Schmierstoff
eingesetzt werden muss, um eine ausreichende Schmierung der Auszugsführung zu erreichen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Möbelauszugsführung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch ein Verfahren zur Verteilung eines Schmierstoffes an wälzgelagerten Möbelauszugsführungen
mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Erfindungsgemäß weist der Käfig mehrere Schmierstoffkammern zur Lagerung eines Schmierstoffes
auf. Dadurch ist ermöglicht, dass der in die Möbelauszugsführung eingebrachte Schmierstoff
sich an definierten Orten in der Möbelauszugsführung sammeln kann und sich von dort
aus auch wieder auf den Laufbahnen der Möbelauszugsführung verteilen kann. Außerdem
ermöglicht dies einen geringeren Einsatz von Schmierstoff, was sich sowohl bei der
Montage als auch im laufenden Betrieb kostensenkend auswirkt.
[0007] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Schmierstoffkammern Leitschaufeln
mit einer quer zur Verfahrrichtung der Auszugsführung ausgerichteten und aus der Oberfläche
des Käfigs zumindestens einer der Schienen hervorstehenden Abstreifkante auf. Durch
diese Leitschaufeln ist ermöglicht, dass der verdrängte Schmierstoff zum einen in
den Schmierstofflcamznern gesammelt wird und zum anderen der zu schmierenden Schmierstelle
wieder zugeführt wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das stetige Wiederzuführen
des verdrängten Schmierstoffes dieser durchgewalkt wird und damit länger seine Schmiereigenschaften
beibehält.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung stehen die Leitschaufeln zu beiden
Seiten hin aus der Oberfläche des Käfigs hervor. Dadurch ist es ermöglicht, den überschüssigen
Schmierstoff der Laufbahn einer Schiene auf der gegenüberliegenden Laufbahn der zweiten
Schiene aufzubringen.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind quer zur Längsrichtung des
Käfigs mehrere in Längsrichtung des Käfigs spaltenförmige parallel verlaufende Schmierstoffkammern
angeordnet. Im Bereich dieser spaltenförmigen parallel verlaufenden Schmierstoffkammern
weist der Käfig in einer Ausführungsform eine geringere Wanddicke auf als in den übrigen
Bereichen des Käfigs. Dadurch ist ermöglicht, dass beim Anschlag der verfahrbaren
Schiene an einem Endpunkt der Käfig sich bevorzugt in diesem Bereich der geringeren
Wanddicke leicht verformt und dabei den in den Schmierstoffkammern befindlichen Schmierstoff
in Kontakt mit den Laufbahnen bringt.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist eine der Schienen in der Nähe
eines Schienenendes mindestens einen Endanschlag auf, der geeignet ist, in mindestens
eine gekrümmt ausgebildete Führungsnut an einer Stirnseite des Käfigs einzugreifen.
Dadurch ist ermöglicht, dass beim Anschlag der beweglichen Schiene an einem Endpunkt
der Käfig quer zu seiner Verfahrrichtung um einen Winkel α gekippt wird und dabei
für eine Verteilung des in den Schmierstoffkammern sowie neben den Laufbahnen vorhandenen
Schmierstoffes auf den Laufbahnen der Schienen sorgt.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der von den Wälzkörpern während einer Relativbewegung
der ersten Schiene zur zweiten Schiene verdrängte überschüssige, nicht einen Schmierfilm
bildende Schmierstoff sich in den Schmierstoffkamnern ansammeln und bei darauffolgenden
Relativbewegungen der Schienen der in den Schmierstoffkammern angesammelte Schmierstoff
dem Neuaufbau eines Schmierfilms auf den Laufbahnen der Schienen dienen. Dadurch wird
erreicht, dass trotz des Einsatzes einer geringeren Schmierstoffinenge dieser effizient
in der Auszugsführung gelagert und verteilt wird.
[0012] Zur Erzielung eines Voll- oder Überauszuges kann zwischen der Führungsschiene und
der Laufschiene mindestens eine auszugsverlängernde Mittelschiene angeordnet sein.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Möbelauszugsführung,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Möbelauszugsführung aus Figur 1,
- Figur 3
- eine Schnittansicht der Möbelauszugsführung durch eine mit III in Figur 2 bezeichnete
Schnittebene,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht eines Käfigs,
- Figur 5
- eine mit V bezeichnete perspektivische Einzelheit des in Figur 4 gezeigten Käfigs,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Käfigs mit eingesetzten Wälzkörpern,
- Figur 7
- eine Seitenansicht des in Figur 6 gezeigten Käfigs,
- Figur 8
- eine Schnittansicht des in Figur 7 gezeigten Käfigs durch eine mit VIII bezeichnete
Schnittebene,
- Figur 9
- eine Schnittansicht des in Figur 7 gezeigten Käfigs durch eine mit IX bezeichnete
Schnittebene,
- Figur 10
- eine Draufsicht auf den in Figur 7 gezeigten Käfig auf eine Stirnseite des Käfigs,
- Figur 11
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Möbelauszugsführung mit teilweise
aufgeschnittenem Käfig,
- Figur 12
- eine mit XII bezeichnete perspektivische Einzelheit der in Figur 11 gezeigten Möbelauszugsführung,
- Figur 13
- eine Querschnittsansicht zweier einander gegenüberliegenden Laufbahnen mit einer sich
auf den Laufbahnen befindenden Schmierstoffraupe,
- Figur 14
- eine Querschnittsansicht der Laufbahnen mit durchlaufendem Wälzkörper und dabei erzeugten
Schmierstoffverteilung,
- Figur 15
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Möbelauszugsführung,
- Figur 16
- eine perspektivische Ansicht einer noch weiteren Ausführungsform der Auszugsführung,
- Figur 17
- eine perspektivische Einzelheit eines Endes der Möbelauszugsführung,
- Figur 18
- eine Querschnittsansicht der Möbelauszugsführung aus Figur 17 in einer in Figur 17
gezeigten Position des Käfigs,
- Figur 19
- eine perspektivische Ansicht der Möbelauszugsführung aus Figur 17 mit weiter zum Rand
der Auszugsführung vorgeschobenem Käfig, und
- Figur 20
- eine Querschnittsansicht der in Figur 19 gezeigten Möbelauszugsführung bei einer in
Figur 19 gezeigten Position des Käfigs.
[0014] Eine Möbelauszugsführung 1 umfasst, wie in Figur 1 gezeigt, eine Führungsschiene
2, die an einer Wand eines Möbelkorpus oder auch einer Geschirrspülmaschine oder dergleichen
montierbar ist. An der ersten Schiene 2 ist eine Laufschiene 3 verfahrbar gehalten.
Um die Laufschiene 3 an der ersten stationären Schiene 2 zu führen, ist ein Käfig
4 vorgesehen, an dem eine Vielzahl von Wälzkörpern 5, vorzugsweise in Gestalt von
Kugeln oder Zylindern, geführt sind. Diese Wälzkörper 5 sind in Aussparungen 7 in
den Wänden des Käfigs 4 angeordnet. Der Käfig 4 umgreift bevorzugt die Führungsschiene
2 von drei Seiten und ist nach einer Seite hin mit einem Spalt 10 ausgebildet, durch
den die Aufhängung der ersten Schiene 2 hindurchgreift.
[0015] Wie in den Figuren 7 und 9 besonders gut zu erkennen, sind in den Wänden des Käfigs
4 zur Innen- und Außenseite der Kammerwände offene Schmierstoffkammern 8 zur Aufnahme
und Bevorratung eines Schmierstoffes 12 vorgesehen. Durch diese offene Ausgestaltung
der Schmierstoffkammern 8 ist ein Austausch von Schmierstoff 12 zwischen den Schienen
2 und 3 erleichtert.
[0016] Der Schmierstoff 12 ist dabei bevorzugt ein pastöser Schmierstoff wie beispielsweise
ein Schmierfett, welches geeignet ist, langsam aus den Schmierstoffkammern 8 auszutreten.
[0017] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Schmierstoffkammern 8 entlang einer parallel
zur Längsachse des Käfigs verlaufenden Linie beziehungsweise des Verfahrwegs der Schiene
3 zwischen den auf der gleichen Linie angeordneten Aussparungen 7, in denen die Wälzkörper
5 angeordnet sind, angeordnet. In jeder der Schmierstoffkammern 8 ist, wie in den
Figuren 1 bis 12 gezeigt, eine Leitschaufel 6 mit einer quer zur Verfahrrichtung X
der Auszugsführung 1 ausgerichteten und aus der Oberfläche der Käfigseiten mindestens
einer der Schienen 2, 3 hervorstehenden Abstreifkante 9 angeordnet. Bevorzugt sind
die Leitschaufeln 6 derart ausgebildet, dass sie zu beiden Schienen 2, 3 hin aus der
Oberfläche der Käfigseiten hervor stehen.
[0018] Die Abstreiferkanten 9 der Leitschaufeln 6 sind dabei bevorzugt trapezartig ausgebildet.
Dadurch wird erreicht, dass während des Verfahrens des Käfigs relativ zu den Schienen
2, 3 mittig auf einer Laufbahn 13, 14 der Schienen 2, 3 eine Schmierstoffraupe ausgebildet
wird. Der nicht zur Ausbildung der Schmierstoffraupe auf der Laufbahn 13, 14 verbleibende
Schmierstoff wird durch die Leitschaufel 6 zurückgehalten und in der in Verfahrrichtung
vor der Leitschaufel 6 befindlichen Schmierstoffkammer 8 abgelagert.
[0019] Die Schmierstoffraupe wird anschließend von einem der hinter den Leitschaufeln 6
in dem Käfig 4 angeordneten Wälzkörper 5 überrollt und zu einem Schmierstofffilm 11
ausgebreitet, wie in den Figuren 11 und 12 gezeigt ist. Durch diese einheitliche Raupenbildung
wird eine optimale Schmierstoffverteilung auf den Laufbahnen 13, 14 der Schienen 2,
3 erreicht.
[0020] Wie in Figur 15 gezeigt ist, ist der Käfig 4 in einer anderen bevorzugten Ausführungsform
mit mehreren in Längsrichtung des Käfigs 17 spaltenförmigen nebeneinander parallel
verlaufenden Schmierstoffkammern 15 ausgebildet. In diesem Bereich der parallel verlaufenden
Schmierstoffkammern 15 weist der Käfig eine geringere Wanddicke auf als in den übrigen
Bereichen des Käfigs 17, so dass bei einer Stauchung des Käfigs, hervorgerufen durch
einen Anschlag des Käfigs an einem Endanschlag 23 der Auszugsführung 1, dieser sich
bevorzugt im Bereich der geringeren Wanddicke verformt und dabei den Schmierstoff
12, der sich in den Schmierstoffkammern 15 angesammelt hat, zurück an die Laufbahnen
13, 14 der Schienen 2, 3 abgibt.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Möbelauszugsführung 1 sind die
Aussparungen 22, in denen die Wälzkörper 5 angeordnet sind, auf mehreren in Längsrichtung
des Käfigs 19 verlaufenden Bahnen parallel zueinander angeordnet und die Schmierstoffkammern
21 sind auf einer parallel verlaufenden Bahn zwischen diesen mit den Aussparungen
22 für die Wälzkörper 5 versehenen Bahnen angeordnet. Dadurch kann der von den Wälzkörpern
5 zur Seite gedrängte Schmierstoff 12 von den dort angeordneten Schmierstoffkammern
21 während des Verfahrens des Käfigs 12 über die Schienen 2, 3 aufgenommen werden.
[0022] Besonders bevorzugt weist eine der Schienen 2, 3, in der Nähe eines Schienenendes
mindestens einen Endanschlag 23 auf, welcher geeignet ist, in mindestens eine gekrümmt
ausgebildete Führungsnut 20 an einer Stirnseite des Käfigs 19 einzugreifen. Dadurch
wird, wie anhand der Figuren 17 bis 20 zu erkennen ist, der Käfig bei einem Anschlag
an einem Endbereich der Schiene 2 durch das Zusammenwirken der Führungsnut 20 mit
dem Endanschlag 23 um einen Winkel α um die Führungsschiene 2 herum verschwenkt. Dadurch
wird erreicht, dass bei dieser Verschwenkung der in den Schmierstoffkammern 21 sowie
seitlich der Laufbahnen 13, 14 abgelagerte Schmierstoff 12 zurück auf die Laufbahnen
13, 14 der Schienen 2, 3 gebracht wird. Bevorzugt ist auf beiden Stirnseiten des Käfigs
19 mindestens eine gekrümmt ausgebildete Führungsnut 20 und eine der Schienen 2, 3,
in der Nähe beider Schienenenden mit mindestens einem Endanschlag 23 ausgebildet.
[0023] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Verteilung des Schmierstoffs 12 wird der
Schmierstoff 12 von den Wälzkörpern 5 auf den Laufbahnen 13, 14 der Schienen 2, 3
während einer Relativbewegung der ersten Schienen 2 zur zweiten Schiene 3 verteilt.
Dies geschieht dadurch, dass der von den Wälzkörpern 5 während einer Relativbewegung
der ersten Schiene 2 zur zweiten Schiene 3 verdrängte überschüssige, nicht einen Schmierfilm
11 bildende Schmierstoff 12 sich in den Schmierstoffkammern 8, 15, 21 ansammelt und
bei folgenden Relativbewegungen der Schienen 2, 3, zueinander dieser in den Schmierstoffkammern
8, 15, 21 angesammelte Schmierstoff 12 dem Neuaufbau eines Schmierfilms 11 dient.
[0024] Bevorzugt wird bei diesem Verfahren der von den Wälzkörpern 5 während einer Relativbewegung
der ersten Schiene 2 zur zweiten Schiene 3 verdrängte, nicht einen Schmierfilm 11
bildende Schmierstoff 12 von den Leitschaufeln 6 aufgenommen und teilweise in eine
Schmierstoffkammer 8 befördert, teils unter Ausbildung einer Schmierstoffraupe auf
der oder den Laufbahnen 13, 14 der Schienen 2, 3 abgelagert.
[0025] Auch der in die Schmierstoffkammern 8, 15, 21 beförderte Schmierstoff 12 wird bei
anschließenden Relativbewegungen der Schienen 2, 3 zueinander von den Wälzkörpern
5 zu einem neuen Schmierfilm 11 auf der oder den Laufbahnen 13, 14 der Schiene 2,
3 verteilt.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Möbelauszugsführung
- 2
- Führungsschiene
- 3
- Laufschiene
- 4
- Käfig
- 5
- Wälzkörper
- 6
- Leitschaufel
- 7
- Aussparung
- 8
- Schmierstoffkammer
- 9
- Abstreifkante
- 10
- Spalt
- 11
- Schmierstofffilm
- 12
- Schmierstoff
- 13
- Laufbahn
- 14
- Laufbahn
- 15
- Kammer
- 16
- Schmierstoffraupe
- 17
- Käfig
- 18
- Aussparung
- 19
- Käfig
- 20
- Führungsnut
- 21
- Schmierstoffkammer
- 22
- Aussparung
- 23
- Endanschlag
- X
- Verfahrrichtung
1. Möbelauszugsführung (1), aufweisend
a) eine Führungsschiene (2), die an einer Wand festlegbar ist,
b) eine verfahrbare Laufschiene (3),
c) mehrere Wälzkörper (5), über die die Laufschiene (3) an der Führungsschiene (2)
gehalten ist,
d) einen die Führungsschiene (2) umgreifenden Käfig (4, 17, 19) mit mehreren Aussparungen
(7, 18, 22), in denen die Wälzkörper (5) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (4, 17, 19) mehrere Schmierstoffkaanmern (8, 15, 21) zur Lagerung eines
Schmierstoffes (12) aufweist.
2. Möbelauszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmierstoffkammern (8, 15, 21) in Längsrichtung des Käfigs (4, 17, 19) zwischen
den Aussparungen (7, 18, 22), in denen die Wälzkörper (5) angeordnet sind, angeordnet
sind.
3. Möbelauszugsführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schmierstoffkammern (8) Leitschaufeln (6) mit einer quer zur Verfahrrichtung
(x) der Möbelauszugsführung (1) ausgerichteten und aus der Oberfläche des Käfigs (4)
zu mindestens einer der Schienen (2, 3) hervorstehenden Abstreifkante (9) angeordnet
sind.
4. Möbelauszugsführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifkante (9) eine trapezartige Kontur aufweist.
5. Möbelauszugsführung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschaufeln (6) zu beiden Schienen (2, 3) hin aus der Oberfläche des Käfigs
(4) hervorstehen.
6. Möbelauszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass quer zur Längsrichtung des Käfigs (4, 17, 19) mehrere in Längsrichtung des Käfigs
(4, 17, 19) spaltenförmige parallel verlaufende Schmierstoffkammern (15) angeordnet
sind sind.
7. Möbelauszugsführung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (4, 17, 19) im Bereich der spaltenförmigen parallel verlaufenden Schmierstoffkammern
(15) eine geringere Wanddicke aufweist als in den übrigen Bereichen des Käfigs (4,
17, 19).
8. Möbelauszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (22), in denen die Wälzkörper (5) angeordnet sind, auf mehreren
in Längsrichtung des Käfigs (19) verlaufenden Bahnen parallel zueinander angeordnet
sind und dass die Schmierstoffkammern (15) auf einer parallel verlaufenden Bahn zwischen
den Bahnen mit den Aussparungen (22) angeordnet sind.
9. Möbelauszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Schienen (2, 3) in der Nähe eines Schienenendes mindestens einen Endanschlag
(23) aufweist, der geeignet ist, in mindestens eine gekrümmt ausgebildete Führungsnut
(20) an einer Stirnseite des Käfigs (19) einzugreifen.
10. Möbelauszugsführung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beide Stirnseiten des Käfigs (19) mindestens eine gekrümmt ausgebildete Führungsnut
(20) und eine der Schienen (2, 3) in der Nähe beider Schienenenden mindestens einen
Endanschlag (23) aufweisen.
11. Verfahren zur Verteilung eines Schmierstoffes (12) an wälzgelagerten Möbelauszugsführungen
(1) gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, wobei der Schmierstoff (12)
von den Wälzkörpern (5) auf den Laufbahnen (13, 14) der Schienen (2, 3) während einer
Relativbewegung der Führungsschiene (2) zur Laufschiene (3) verteilt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der von den Wälzkörpern (5) während einer Relativbewegung der Führungsschiene (2)
zur Laufschiene (3) verdrängte überschüssige, nicht einen Schmierfilm (11) bildende
Schmierstoff (12) sich in den Schmierstoffkammern (8, 15, 21) ansammelt und bei folgenden
Relativbewegungen der Schienen (2, 3) der in den Schmierstoffkammern (8, 15, 21) angesammelte
Schmierstoff (12) dem Neuaufbau eines Schmierfilms (11) dient.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der von den Wälzkörpern (5) während einer Relativbewegung der Führungsschiene (2)
zur Laufschiene (3) verdrängte nicht einen Schmierfilm (11) bildende Schmierstoff
(12) von den Leitschaufeln (6) aufgenommen und in eine Schmierstoffkammern (8) befördert
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der in eine Schmierstoffkammer (8) beförderte Schmierstoff (12) von den Wälzkörpern
(5) während einer Relativbewegung der Führungsschiene (2) zur Laufschiene (3) von
den Wälzkörpern (5) zu einem neuen Schmierfilm (11) auf einer Laufbahn einer der Schienen
(2, 3) verteilt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der in eine Schmierstoffkammer (8) beförderte Schmierstoff (12) von den Wälzkörpern
(5) während einer Relativbewegung der Führungsschiene (2) zur Laufschiene (3) von
den Wälzkörpern (5) zu einem neuen Schmierfilm (11) auf den Laufbahnen beider Schienen
(2, 3) verteilt wird.