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EP 2 186 571 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.2017 Patentblatt 2017/05 |
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Anmeldetag: 06.10.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Fliehkraftabscheider
Centrifugal separator
Séparateur de force centrifuge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.11.2008 DE 102008057480
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.05.2010 Patentblatt 2010/20 |
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Patentinhaber: RWE Power Aktiengesellschaft |
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45128 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Böschen, Johann
50374 Erftstadt (DE)
- Kaminski, Fred
50374 Erftstadt (DE)
- Pütz, Guido
50321 Brühl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kierdorf Ritschel Richly |
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Patentanwälte PartG mbB
Sattlerweg 14 51429 Bergisch Gladbach 51429 Bergisch Gladbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2007/110715 JP-A- 2007 040 574 US-A- 1 916 762 US-A- 6 024 874
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DE-A1- 3 228 902 US-A- 940 076 US-A- 3 129 173
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Fliehkraftabscheider mit einem wenigstens eine Wirbelkammer
bildenden Gehäuse mit wenigstens einem tangentialen Einlauf, mit einem in Einbaulage
unteren Austrag für die im Zentrifugalfeld abgeschiedenen schweren Bestandteile und
mit einem bezogen auf die Einbaulage oberen, eine Gehäusedecke durchsetzenden Austrag,
welcher ein sich in das Gehäuse erstreckendes Tauchrohr umfasst.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesondere einen Rückführzyklon für das Bettmaterial eines
Wirbelschichtkessels bzw. einer Wirbelschichtfeuerung oder eines Wirbelschichtvergasers.
[0003] Insbesondere bei Wirbelschichtfeuerungen mit zirkulierender Wirbelschicht wird ein
guter Zyklonabscheidegrad bei einem niedrigen Trennkorn angestrebt. Solche Fliehkraftabscheider
umfassen ein sich in das Gehäuse des Fliehkraftabscheiders erstreckendes Tauchrohr.
Das Tauchrohr muss möglichst rauchgasdicht in die eine feuerfeste Auskleidung umfassende
Gehäusedecke eingebaut sein, um Kurzschlussströmungen zu vermeiden. Dieses Tauchrohr
ist ständig Prozesstemperaturen von bis zu 900 °C ausgesetzt. Dieses wird üblicherweise
aus zunderbeständigem Stahlblech hergestellt.
[0004] Bei bekannten Fliehkraftabscheidern ist das Tauchrohr durch die Gehäusedecke hindurch
geführt und umfänglich mit Faserdämmstoffen abgedichtet. Dabei wird das Tauchrohr
einer bekannten Konstruktion, beispielsweise in einem an die Gehäusedecke angeschlossenen
Mantelrohr abgehängt, derart, dass die Gewichtskraft des Tauchrohrs ausschließlich
von dem Mantelrohr aufgenommen wird. Das Tauchrohr ist dabei wegen seiner Hindurchführung
durch die Gehäusedecke über seinen gesamten Umfang von der Feuerfestauskleidung der
Gehäusedecke umschlossen. Die umlaufende Asche aus der Wirbelschichtfeuerung setzt
sich in die konstruktionsbedingten Spalten und Hohlräume zwischen Tauchrohr und Gehäusedecke.
Durch Temperaturwechsel und unterschiedliche Wärmeausdehnungen von Tauchrohr einerseits
und Gehäusedecke andererseits kommt es häufig zu hohen Druckkräften auf das Tauchrohr.
Durch die hohen Druckkräfte und die verhältnismäßig geringe Warmfestigkeit des für
das Tauchrohr üblicherweise verwendeten Werkstoffs kommt es zu starken Deformationen
des Tauchrohrs im Auflagerbereich. Die ersten Folgen sind Leckagen und unerwünschte
Kurzschlussströmungen. Ab einem bestimmten Grad der Deformation des Tauchrohrs ist
dann eine sichere Fixierung des Tauchrohrs in oder oberhalb der Gehäusedecke nicht
mehr gegeben. Hierdurch wird die Standzeit des Fliehkraftabscheiders erheblich reduziert.
Eine Reparatur ist aufwändig, da im Reparaturfall die Feuerfestauskleidung der Gehäusedecke
entfernt und erneut zugestellt werden muss.
[0005] Aus dem Dokument
US 6,024,874 ist ein Hydrozyklon mit wenigstens einem eine Wirbelkammer bildenden Gehäuse, mit
wenigstens einem tangentialen Einlauf mit einem in Einbaulage unteren Austrag und
mit einem bezogen auf die Einbaulage oberen eine Gehäusedecke durchsetzenden Austrag
bekannt. Der Hydrozyklon umfasst ein sich in das Gehäuse erstreckendes Tauchrohr,
das an die einer Wirbelkammer zugekehrte Seite der Gehäusedecke angeschlossen ist.
[0006] Das Gehäuse dieses Hydrozyklons ist zweiteilig ausgebildet und umfasst ein oberes
Gehäuseteil sowie ein unteres Gehäuseteil, die miteinander verschraubt sind. Das Tauchrohr
ist als mit Schraubgewinde versehener Einsatz des oberen Gehäuseteils ausgebildet.
[0007] Ein anderer Hydrozyklon bzw. Flüssigkeits-Feststoffabscheider ist aus der
US 3,129,173 bekannt. Dieser umfasst ebenfalls einen tangentialen Einlauf und einen in Einbaulage
unteren Austrag sowie einen an einer Gehäusedecke angeordnetes Tauchrohr. Das Tauchrohr
ist an die der Wirbelkammer zugekehrte Seite der Gehäusedecke angeschlossen. Das Tauchrohr
mündet in einem zentralen Flüssigkeitsauslass, der auf der der Wirbelkammer abgekehrten
Seite der Gehäusedecke vorgesehen ist und der einen kleineren Durchmesser aufweist
als das Tauchrohr.
[0008] Ein weiterer Fliehkraftabscheider ist aus der
US 940 076 A bekannt, wobei der dort beschriebene Fliehkraftabscheider ebenfalls ein zentrales
Tauchrohr umfasst, das durch die Gehäusedecke des Fliehkraftabscheiders hindurchgeführt
ist. Aus der
US 1,916,762 A ist ein Funkenfang einer Dampflokomotive bekannt, der in einem Rauchfanggehäuse des
Dampfkessels der Lokomotive abgehängt ist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rückführzyklon für das Bettmaterial
eines Wirbelschichtkessels, einer Wirbelschichtfeuerung oder eines Wirbelschichtvergasers
bereitzustellen, der in Bezug auf die Standzeit des Tauchrohres verbessert ist.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1, vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Fliehkraftabscheiders wird insbesondere
das Tauchrohr umfänglich von Kräften freigehalten, die durch die unterschiedlichen
Wärmeausdehnungen von Feuerfestmaterial einerseits und Stahl andererseits bedingt
sind.
[0012] Bei dem Fliehkraftabscheider gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass das Tauchrohr
an einem an die der Wirbelkammer abgekehrte Seite der Gehäusedecke angeschlossenen
Tragring unter Zwischenlage der Gehäusedecke abgehängt ist. Auf diese Art und Weise
wird sichergestellt, dass die Gehäusedecke die Gewichtskraft des Tauchrohres nicht
aufnehmen muss.
[0013] Zweckmäßigerweise ist das Tauchrohr stirnseitig gegen die der Wirbelkammer zugekehrte
Seite der Zyklondecke abgedichtet. Insgesamt gewährleistet die erfindungsgemäße Konstruktion
eine Minimierung des direkten Kontakts von Stahl und Feuerfestauskleidung und eine
einfache und bessere Abdichtung. Die Konstruktion bereitet insbesondere keine Dehnungsprobleme.
[0014] Bei einer vorteilhaften Variante des Fliehkraftabscheiders gemäß der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Tauchrohr zylindrisch ausgebildet ist und mit einem ringförmigen
Anschlussflansch versehen ist, der zur Längsachse des Tauchrohrs konzentrisch ist.
Ein solches Tauchrohr ist konstruktiv besonders einfach und lässt sich auf Grund seiner
zylindrischen Ausgestaltung besonders einfach austauschen.
[0015] Zur Verbesserung des Abscheidegrades von Fliehkraftabscheidern der zuvor beschriebenen
Art ist es bekannt und sinnvoll, den Einlauf des Tauchrohres abzuschrägen. Bei bisherigen
Konstruktionen wurde dies durch exzentrisch zueinander angeordnete Rohrschüsse mit
verschiedenen Durchmessern bewerkstelligt.
[0016] Erfindungsgemäß ist nunmehr vorgesehen, dass der Tragring mit einem Mantelrohr des
oberen Austrags so verbunden ist, dass das Mantelrohr die Gewichtskraft des Tauchrohrs
aufnimmt. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Tragring in Bezug auf das Mantelrohr exzentrisch
angeordnet ist, so dass die Einlaufschräge im Bereich des Übergangs zwischen Mantelrohr
und Tauchrohr im Mantelrohr und somit in dem vermörtelten Feuerfestbereich ausgebildet
wird.
[0017] Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Tragring mit sich radial erstreckenden Schlitzen
versehen ist, mit welchen eine Wärmedehnung in Umfangsrichtung des Tragrings aufgefangen
wird.
[0018] Bei einer besonders bevorzugten Variante des Fliehkraftabscheiders gemäß der Erfindung
ist vorgesehen, dass die Zugstangen wenigstens gegen den Tragring und gegen den Anschlussflansch
des Tauchrohres mit Keilen gesichert sind. Diese Verkeilung der Zugstangen gewährleistet
auch bei längerer Standzeit ein einfaches Austauschen des Tauchrohrs. Eine solche
Verkeilung ist kaum anfällig für erhöhte Temperatureinwirkungen und Warmwechsel.
[0019] Um Verformungskräften in Umfangsrichtung des Tauchrohres entgegenzuwirken, ist bei
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Fliehkraftabscheiders gemäß der Erfindung
vorgesehen, dass die Zugstangen Bohrungen des Tragrings und/oder der Gehäusedecke
und/oder des Anschlussflansches durchsetzen, deren Durchmesser signifikant größer
als der Durchmesser der Zugstangen ist.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Tauchrohr aus mehreren Rohrschüssen unterschiedlicher
Stahlqualitäten zusammengesetzt ist. Im Bereich des ringförmigen Anschlussflanschs
kann ein Rohrschuss mit einer Stahlqualität erhöhter Warmfestigkeit Anwendung finden,
daran anschließend können in Schwerkraftrichtung Stahlqualitäten geringerer Warmfestigkeit
Anwendung finden.
[0021] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Ansicht eines Fliehkraftabscheiders gemäß der Erfindung,
- Figur 2:
- eine vergrößerte Schnittansicht durch den Fliehkraftabscheider im Bereich des Ausschnitts
II in Figur 1,
- Figur 3:
- eine perspektivische Ansicht der Anordnung von Mantelrohr, Tragring und Tauchrohr,
- Figur 4:
- eine Schnittansicht entlang der Linien IV-IV in Figur 3,
- Figur 5:
- eine Schnittansicht entlang der Linien V-V in Figur 4 und
- Figur 6:
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils VI in Figur 5.
[0023] Eine schematische Ansicht des Fliehkraftabscheiders 1 gemäß der Erfindung ist in
Figur 1 dargestellt. Der Fliehkraftabscheider 1 gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist als Rückführzyklon für das Bettmaterial einer Wirbelschichtfeuerung ausgebildet.
Dieser umfasst ein Gehäuse 2 mit einem tangentialen Einlauf 3 und einem in Einbaulage
unteren Austrag 4 für das aus dem Zentrifugalfeld der durch das Gehäuse 2 gebildeten
Wirbelkammer 5 ausgetragene Bettmaterial.
[0024] Die Wirbelkammer 5 wird an ihrem in Einbaulage oberen Ende durch eine Gehäusedecke
6 begrenzt. Die Gehäusedecke 6 und der überwiegende Teil des Gehäuses 2 sind im Inneren
mit einer Feuerfestauskleidung 7 versehen.
[0025] Ein zweiter Austrag 8 für das gereinigte Abgas durchsetzt die Gehäusedecke 6 etwa
zentral, wobei der zweite Austrag 8 in bekannter Art und Weise ein Tauchrohr 9 umfasst,
welches in die Wirbelkammer 5 hineinragt.
[0026] Über den Einlauf 3 gelangt Abgas mit Bettmaterial in die Wirbelkammer 5. Unter der
Einwirkung der dort vorherrschenden Zentrifugalkräfte wird das schwerere Material
von dem leichteren Material getrennt. Das auszuhaltende Bettmaterial wird über den
Austrag 4 der Wirbelschichtfeuerung wieder zugeführt. Das gereinigte heiße Gas verlässt
die Wirbelkammer 5 über das Tauchrohr 9.
[0027] Wie dies aus Figur 2 ersichtlich ist, ist das Tauchrohr 9 aus mehreren Rohrschüssen
10 zusammengesetzt und auf seiner der Gehäusedecke 6 zugekehrten Seite mit einem ringförmigen
Anschlussflansch 11 versehen, welcher unter Zwischenlage einer vorgespannten mineralischen
Dichtung gegen die der Wirbelkammer 5 zugekehrte Seite der Gehäusedecke 6 verspannt
ist. Der Anschlussflansch 11 ist über seinen gesamten Umfang mit einer Vielzahl von
Bohrungen 12 versehen, durch die das Tauchrohr 9 über Zugstangen 13 gegen die Gehäusedecke
6 befestigt ist. In der Gehäusedecke 6 ist eine kreisrunde Öffnung 14 vorgesehen,
deren Durchmesser etwa dem Innendurchmesser des Tauchrohres 9 entspricht und an deren
Umfang ebenfalls Bohrungen 15 zur Aufnahme der Zugstangen 13 vorgesehen sind. Die
Zugstangen 13 sind auf der der Wirbelkammer 5 abgekehrten Seite der Gehäusedecke 6
auf einem Tragring 16 abgestützt, welcher wiederum fest mit dem Mantelrohr 17 des
zweiten Austrags 8 verbunden ist bzw. Bestandteil des Mantelrohrs 17 ist. Die Zugstangen
13 sind jeweils beidseitig der Gehäusedecke 6 über Keile 18 und Unterlegscheiben 19
verkeilt bzw. verspannt. Auf diese Art und Weise ist das Tauchrohr 9 durch die Gehäusedecke
6 hindurch über den Tragring 16 an dem Mantelrohr 17 abgehängt, wie dies schematisch
in Figur 3 dargestellt ist. Figur 3 zeigt die Anordnung ohne die dazwischen vorgesehene
Gehäusedecke 6 und ohne eine Feuerfest- bzw. Mörtelzustellung.
[0028] Wie dies insbesondere aus Figur 2 ersichtlich ist, sind das Mantelrohr 17 und der
Tragring 16 ebenfalls mit einer Feuerfestauskleidung 7 versehen, und zwar derart,
dass der Übergang vom Mantelrohr 17 in das Tauchrohr 9 als teilweise konischer bzw.
schräger Einlauf gestaltet ist. Um dies zu bewerkstelligen, ist der in Einbaulage
obere Außenrand des Tragrings 16 im Bezug auf den in Einbaulage unteren Innenrand
exzentrisch angeordnet, so dass sich eine trichterförmige Schräge 20 in die durch
den Tragring 16 definierten Übergangsbereich von dem Mantelrohr 17 in das Tauchrohr
9 ergibt. Der Tragring 16 bildet im Querschnitt ein etwa L-förmiges Profil mit einem
ersten Schenkel 21, der sich in etwa parallel an dem Anschlussflansch erstreckt und
einem zweiten Schenkel 22, welcher sich senkrecht hierzu erstreckt. Der zweite Schenkel
22 erstreckt sich parallel zu der Mantelfläche des Mantelrohres 17. Der erste Schenkel
21 und der zweite Schenkel 22 des Tragringprofils sind über Knotenbleche 23 miteinander
verbunden. Die Knotenbleche 23 sind in das Tragringprofil eingeschweißt. Ebenso ist
der Anschlussflansch 11 des Tauchrohrs 9 mit Knotenblechen 23 verstärkt.
[0029] Um einem Spannungsaufbau in Umfangsrichtung des Tauchrohres 9 vorzubeugen, ist der
Durchmesser der Bohrungen 12 in dem Anschlussflansch 11 deutlich größer bemessen als
der Durchmesser der Zugstangen 13.
[0030] Wie dies insbesondere aus Figur 4 ersichtlich ist, ist der sich parallel zu dem Anschlussflansch
11 erstreckende erste Schenkel 21 des Tragrings 16 mit sich etwa radial bezogen auf
die Längsmittelachse des Tauchrohrs 9 erstreckenden Entlastungsschlitzen 24 versehen,
die einem etwaigen Spannungsaufbau in Umfangsrichtung des Tragrings vorbeugen.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1.
- Fliehkraftabscheider
- 2.
- Gehäuse
- 3.
- Einlauf
- 4.
- Austrag
- 5.
- Wirbelkammer
- 6.
- Gehäusedecke
- 7.
- Feuerfestauskleidung
- 8.
- zweiter Austrag
- 9.
- Tauchrohr
- 10.
- Rohrschüsse
- 11.
- Anschlussflansch
- 12.
- Bohrungen
- 13.
- Zugstangen
- 14.
- Öffnung der Gehäusedecke
- 15.
- Bohrungen
- 16.
- Tragring
- 17.
- Mantelrohr
- 18.
- Keile
- 19.
- Unterlegscheiben
- 20.
- Schräge
- 21.
- erster Schenkel des Tragringprofils
- 22.
- zweiter Schenkel des Tragringprofils
- 23.
- Knotenbleche
- 24.
- Entlastungsschlitze
1. Fliehkraftabscheider (1) mit wenigstens einem eine Wirbelkammer (5) bildenden Gehäuse
(2) mit wenigstens einem tangentialen Einlauf (3) mit einem in Einbaulage unteren
Austrag (4) für die im Zentrifugalfeld abgeschiedenen schweren Bestandteile und mit
einem bezogen auf die Einbaulage oberen eine Gehäusedecke (6) durchsetzenden Austrag
(8), welcher ein sich in das Gehäuse (2) erstreckendes Tauchrohr (9) umfasst, wobei
das Tauchrohr (9) an die der Wirbelkammer (5) zugekehrte Seite der Gehäusedecke (6)
angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (9) an einem an die der Wirbelkammer (5) abgekehrte Seite der Gehäusedecke
(6) angeschlossenen Tragring (16) unter Zwischenlage der Gehäusedecke (6) abgehängt
ist.
2. Fliehkraftabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (9) stirnseitig gegen die der Wirbelkammer (5) zugekehrte Seite der
Gehäusedecke (6) abgedichtet ist.
3. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (9) an die Gehäusedecke (6) durchsetzenden Zugstangen (13) aufgehängt
ist.
4. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (9) zylindrisch ist und mit einem ringförmigen Anschlussflansch (11)
versehen ist, der zur Längsachse des Tauchrohrs (9) konzentrisch angeordnet ist.
5. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (16) mit einem Mantelrohr (17) des oberen Austrags (8) so verbunden
ist, dass das Mantelrohr (17) die Gewichtskraft des Tauchrohrs (9) aufnimmt.
6. Fliehkraftabscheider nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (16) in Bezug auf das Mantelrohr (17) exzentrisch angeordnet ist.
7. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring (16) mit sich radial erstreckenden Schlitzen (24) versehen ist.
8. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 3 oder 4, 5, 7 wenn diese von Anspruch
3 abhängig sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstangen (13) wenigstens gegen den Tragring (16) und/oder gegen den Anschlussflansch
des Tauchrohrs (9) mit Keilen (18) gesichert sind.
9. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 3 oder 4, 5, 7, 8 wenn diese von Anspruch
3 abhängig sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstangen (13) Bohrungen des Tragrings (16) und/oder der Gehäusedecke (6) und/oder
der Gehäusedecke (6) und/oder des Anschlussflanschs (11) durchsetzen, wobei der Durchmesser
der Bohrungen signifikant größer ist als der Durchmesser der Zugstangen (13).
10. Fliehkraftabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (9) aus zylindrischen Rohrschüssen (10) unterschiedlicher Stahlqualitäten
zusammengesetzt ist.
1. Centrifugal separator (1) with at least one housing (2) forming a vortex chamber (5)
and having at least one tangential inlet (3), with a discharge (4), which is at the
bottom in the installed position, for the heavy constituents separated in the centrifugal
field, and with a discharge (8) which is at the top with respect to the installed
position, passes through a housing cover (6) and comprises an immersion tube (9) extending
into the housing (2), wherein the immersion tube (9) is connected to that side of
the housing cover (6) which faces the vortex chamber (5), characterized in that the immersion tube (9) is hung, with interposition of the housing cover (6), on a
supporting ring (16) which is connected to that side of the housing cover (6) which
faces away from the vortex chamber (5).
2. Centrifugal separator according to Claim 1, characterized in that the immersion tube (9) is sealed on the end side against that side of the housing
cover (6) which faces the vortex chamber (5).
3. Centrifugal separator according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the immersion tube (9) is suspended on tie rods (13) passing through the housing
cover (6).
4. Centrifugal separator according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the immersion tube (9) is cylindrical and is provided with an annular connecting
flange (11) which is arranged concentrically with respect to the longitudinal axis
of the immersion tube (9).
5. Centrifugal separator according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the supporting ring (16) is connected to a jacketed tube (17) of the top discharge
(8) in such a manner that the jacketed tube (17) absorbs the weight of the immersion
tube (9).
6. Centrifugal separator according to Claim 5, characterized in that the supporting ring (16) is arranged eccentrically with respect to the jacketed tube
(17).
7. Centrifugal separator according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the supporting ring (16) is provided with radially extending slots (24).
8. Centrifugal separator according to one of Claims 3 or 4, 5, 7, if said claims are
dependent on Claim 3, characterized in that the tie rods (13) are secured at least against the supporting ring (16) and/or against
the connecting flange of the immersion tube (9) by wedges (18).
9. Centrifugal separator according to one of Claims 3 or 4, 5, 7, 8, if said claims are
dependent on Claim 3, characterized in that the tie rods (13) pass through bores in the supporting ring (16) and/or in the housing
cover (6) and/or in the connecting flange (11), wherein the diameter of the bores
is significantly larger than the diameter of the tie rods (13).
10. Centrifugal separator according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the immersion tube (9) is assembled from cylindrical tube lengths (10) of differing
qualities of steel.
1. Séparateur de force centrifuge (1) avec au moins un carter (2) formant une chambre
de tourbillonnement (5) avec au moins une admission (3) tangentielle avec une extraction
(4) inférieure dans la position de montage pour les composants lourds séparés dans
le champ centrifuge et avec une extraction (8) traversant un plafond de carter (6)
supérieur par rapport à la position de montage, ladite extraction comprenant un tube
plongeur (9) s'étendant dans le carter (2), le tube plongeur (9) étant raccordé au
côté du plafond de carter (6) regardant vers la chambre de tourbillonnement (5), caractérisé en ce que le tube plongeur (9) est décroché au niveau d'un anneau porteur (16) raccordé au
côté du plafond de carter (6) éloigné de la chambre de tourbillonnement (5) avec intercalage
du plafond de carter (6).
2. Séparateur de force centrifuge selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tube plongeur (9) est étanchéifié sur le côté avant contre le côté du plafond
de carter (6) regardant vers la chambre de tourbillonnement (5).
3. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le tube plongeur (9) est accroché aux barres de traction (13) traversant le plafond
de carter (6).
4. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le tube plongeur (9) est cylindrique et pourvu d'un flasque de raccordement (11)
de forme annulaire disposé concentriquement par rapport à l'axe longitudinal du tube
plongeur (9).
5. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'anneau porteur (16) est relié de telle sorte à un tube fourreau (17) de l'extraction
(8) supérieure que le tube fourreau (17) absorbe la force du poids du tube plongeur
(9).
6. Séparateur de force centrifuge selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'anneau porteur (16) est disposé de façon excentrée par rapport au tube fourreau
(17).
7. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'anneau porteur (16) est pourvu de fentes (24) s'étendant dans le plan radial.
8. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, 5,
7 dépendant de la revendication 3, caractérisé en ce que les barres de traction (13) sont fixées de façon sécurisée avec des cales (18) au
moins contre l'anneau porteur (16) et/ou contre le flasque de raccordement du tube
plongeur (9).
9. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, 5,
7, 8 dépendant de la revendication 3, caractérisé en ce que les barres de traction (13) traversent les alésages de l'anneau porteur (16) et/ou
du plafond de carter (6) et/ou du flasque de raccordement (11), le diamètre des alésages
étant significativement plus grand que le diamètre des barres de traction (13).
10. Séparateur de force centrifuge selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le tube plongeur (9) est composé d'éléments de tube (10) cylindriques de différentes
qualités d'acier.
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