[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckel mit eingebautem Behälter zum autonomen Mischen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Der Deckel ist in der Lebensmittel-, Pharma- und Medizinindustrie einsetzbar und
dient zum aseptischen Versiegeln von Flaschen, Fläschchen und anderen Behältern und
Gefäßen. Der Deckel kann eine große Anwendung bei der Produktion von Getränken und
flüssigen medizinischen Präparaten finden, die in gebrauchsfertigen Lösungen und Mischungen
nur eine kurze Haltbarkeit aufweisen.
[0003] Der Begriff "Lösung und Mischung" bedeutet hier und im Weiteren ein Endprodukt, das
durch Vermischen von Bestandteilen erzeugt wird, die einfach oder zusammengesetzt
sein können. Das Endprodukt hängt von folgenden Faktoren ab:
- 1) von der Herkunft des Bestandteils,
- 2) von der Haltbarkeitsfrist des Bestandteils und
- 3) vom Zustand des Bestandteils (fest, flüssig, gasförmig.
[0004] Der Begriff "Deckel" bedeutet hier und im Weiteren eine Konstruktion, die zum Versiegeln
des Behälters bestimmt ist, der rund, quadratisch, polygonal, symmetrisch um die Längsachse
sein kann.
[0005] Der Begriff "Gefäß" bedeutet hier und im Weiteren eine Konstruktion, die einen inneren
Hohlraum für den Transport und die Lagerung von festen, schüttfähigen, flüssigen und
gasförmigen Produkten aufweist.
[0006] Bekannt ist ein Deckel mit einem Schraubgewinde, der zum Versiegeln von Flaschen
bestimmt ist (RUDOLF W. W. Produktion von alkoholfreien Getränken. Handbuch. - St.
Petersburg: Professija, 2000, S. 139). Der Nachteil eines solchen Deckels ist, dass
dieser Aufbau es nicht ermöglicht, die Bestandteile der Lösung getrennt zu versiegeln
und zu lagern. Falls sie miteinander vermischt werden sollen, ist es außerdem nicht
möglich, den Inhalt der versiegelten Flasche zu beeinflussen, ohne die Dichtheit des
Flascheninhalts gegenüber der Umwelt aufzuheben. Die Dichtheit der Flasche wird aufgehoben
durch eine Kraft, die tangential zur Seitenfläche des Deckels angewandt wird.
[0007] Bekannt ist ein Deckel mit einem Schraubgewinde und einem an dessen Gehäuse befestigten
abnehmbaren Behälter, der zum getrennten Versiegeln und Lagern der Bestandteile der
Lösung bestimmt ist (siehe z. B. die Beschreibung des deutschen Patents Nr.
3327615 AI. MKB B65D 25/08). Der Deckel enthält ein Gehäuse in Form von Seitenwänden mit einem
Boden und einer Fläche, die einen Innenraum bilden. Im Innenraum ist ein zusätzliches
Gefäß in Form eines Bechers angeordnet. Der Durchmesser des Gefäßes ist kleiner als
der Durchmesser der Ausgangsöffnung des Gefäßes. Die Seitenwand des Bechers ist dabei
mit einem Absatz ausgeführt, so dass der Querschnitt eine minimale Dicke aufweist.
Am Umfang der Becheröffnung befindet sich ein Flanschvorsatz, der mit der Stirnseite
der Becheröffnung zusammenwirkt. Im Innenraum des Deckels befindet sich ein zylindrisches
Einsatzrohr, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Becherabsatzes entspricht.
[0008] Die Abdichtung (Isolierung) des Flascheninhalts gegenüber dem Gefäßinhalt wird aufgehoben
durch eine Kraft, die tangential zur Seitenfläche des Deckels angewandt und in eine
fortschreitende Bewegung des Einsatzrohrs verwandelt wird. Das Einsatzrohr steht bei
der fortschreitenden Bewegung am ringförmigen Vorsatz des Bechers an und stößt ihn
in den Innenraum des Gefäßes.
[0009] Eine solche bauliche Ausführung ermöglicht es, die in den Innenräumen des Gefäßes
und des Bechers befindlichen Bestandteile der Lösung im Gefäß getrennt zu versiegeln
und zu lagern. Gerade infolge dieser baulichen Ausführung werden aber an die Aufbauteile
hohe verfahrenstechnische Anforderungen gestellt, um eine sichere Funktion des Aufbaus
sicherzustellen.
[0010] Die bekannte Ausführung lässt keine sichere Abdichtung des Gefäßinhalts gegen die
Umwelt beim Vermischen zu. Das liegt daran, dass dieselbe Kraft zur Abdichtung und
Öffnung angewandt wird, die tangential zur Seitenwand des Deckels verläuft. D. h.
sobald der Inhalt vermischt wird, wird die stabile Abdichtung des Deckels gegenüber
dem Gefäß aufgehoben.
[0011] Außerdem gewährleistet die bekannte Ausführung technisch keine sichere Abdichtung
des Inhalts beim Lagern. Sie taugt auch nicht für ein steriles Verpacken und Lagern
von medizinischen Präparaten und Lebensmitteln, die empfindlich für bakterielle Verseuchung
sind.
[0012] Bekannt ist ein Deckel mit einem Schraubgewinde, der ein Gehäuse in Form von Seitenwänden
mit einem Boden und einer Fläche aufweist, die einen Innenraum bilden. Im Innenraum
ist ein GAM-Stopfen angeordnet (GAM - Gerät für autonomes Mischen). Sein Aufbau liegt
technisch der angemeldeten Erfindung am nächsten.
[0013] Ein GAM-Stopfen, das Gerät für autonomes Mischen, ist durch das Patent der Russischen
Föderation Nr. 2276049, MPC B 65D 81/32, B 65D 51/28 geschützt. Er besteht aus einem
zylindrischen Gehäuse zum Aufpressen mit einem Unterteil auf einem Flaschenhals und
einem Deckel mit einem Schraubgewinde zum Aufsetzen auf das zylindrische Gehäuse.
Das zylindrische Gehäuse ist mit einem Boden versehen, der die obere Stirnseite des
Gehäuses überdeckt und einen Becher bildet. Darin ist ein Einsatz in Form von einem
zentralen Rohr angeordnet. Das Rohr verläuft parallel zur Gehäuseachse. Die Wand des
zentralen Rohrs ist mit einem zylindrischen Teil des Gehäuses durch radiale Stege
verbunden, die Zellen mit versiegelnden Platten bilden. Im Gehäuseboden sind segmentförmige
Öffnungen zum Lagern ausgeführt, die entlang der Achse des Schaufelbechers beweglich
sind. Die Anzahl der Schaufeln entspricht der Anzahl der Zellen. Am Gehäuse ist eine
ringförmige Vertiefung mit einer Zahnoberfläche ausgeführt, die zum Aufsetzen eines
Schutz-Zahnbandes dient. Das Aufheben der Dichtheit des Inhalts der Flasche gegenüber
dem Becher erfolgt durch das Entfernen des Zahnbandes. Danach wird auf den Deckel
eine Kraft ausgeübt, die tangential zur Seitenfläche des Deckels verläuft. Diese Kraft
wird beim Anziehen des Gewindes bis zum Anschlag in eine fortschreitende Bewegung
der inneren Fläche des Deckelbodens entlang der Längsachse des Deckels umgewandelt.
Beim Rutschen auf der Oberfläche des Schaufelbechers übt die innere Fläche des Deckelbodens
einen ansteigenden Druck auf den Boden des Schaufelbechers aus und lässt ihn eine
fortschreitende Bewegung entlang der Längsachse ausführen. Die Schaufeln des Bechers
drücken auf die innere Oberfläche der versiegelnden Platten und stoßen diese aus den
Zellen heraus. Der Vorsatz des zentralen Rohrs geht in die zylindrische Vertiefung
in der Deckelmitte ein. Der Schaufelbecher bewegt sich bis zum Berühren der inneren
Fläche des Becherbodens mit der äußeren Fläche des Gehäusebodens. Ein weiteres Anwenden
der tangentialen Kräfte auf die Seitenfläche des Deckels und ein Verdrehen des Deckels
wird dann unmöglich. Die versiegelten Platten sind herausgedrückt. Die Öffnungen der
Zellen sind zur Innenseite der Flasche hin geöffnet. Dabei bleibt die Flasche geschlossen,
und ihr Inhalt ist isoliert von der Umwelt.
[0014] Eine solche bauliche Ausführung (neben der Hauptaufgabe des Deckels, den Inhalt des
Gefäßes von der Umwelt zu isolieren) ermöglicht es, die in den Zellen des Deckelgehäuses
befindlichen Bestandteile in der Flüssigkeit unmittelbar vor dem Gebrauch aufzulösen,
bevor die Flasche oder das andere Gefäß geöffnet werden.
[0015] Eine solche bauliche Ausführung weist wesentliche Volumenbeschränkungen für die zu
mischenden Bestandteile auf. Sie stellt gleichzeitig hohe verfahrenstechnische Anforderungen
an die Herstellung und den Zusammenbau der Aufbauteile und die Auffüllung der Zellen
mit den zu mischenden Stoffen. Die bekannte Ausführung, wie auch die vorher beschriebenen,
tragen nicht zu einer sicheren Isolierung des Gefäßinhalts von der Umwelt beim Vermischen
bei. Denn sie besteht darin, dass dieselbe Kraft zur Abdichtung und Öffnung angewandt
wird, die tangential zur Seitenwand des Deckels verläuft. D. h. sobald der Inhalt
vermischt wird, ist die stabile Isolierung des Deckels vom Gefäß aufgehoben.
[0016] Außerdem gewährleistet die genannte Verpackungsweise technisch keine sichere Abdichtung
des Inhaltes beim Lagern. Sie ist für das sterile Verpacken und Lagern von medizinischen
Präparaten und Lebensmitteln, die empfindlich für bakterielle Verseuchung sind, nicht
geeignet.
[0017] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Deckel zu entwickeln, der keine hohen verfahrenstechnischen
Anforderungen an dessen Produktion und Gebrauch stellt. Der Deckel sollte gleichzeitig
eine sterile Auflösung bzw. Vermischung der Stoffe in der im Gefäß befindlichen Flüssigkeit
sowie eine sichere Isolierung des Gefäßinhalts von der Umwelt sicherstellen.
[0018] Die gestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0019] Dies ist durch den als Erfindung angemeldeten Deckel mit einem eingebauten Behälter
zum autonomen Mischen erreicht. Der Deckel mit einem darin eingebauten Behälter weist
ein Gehäuse in Form von Seitenwänden mit einem Boden und einer versiegelten Fläche
auf, die einen Innenraum des Gehäuses bilden. Im Gehäuse ist ein mit dem Boden zusammenwirkender
Einsatz angeordnet, und das Gehäuse ist dabei mechanisch mit einem Gefäßring verbunden.
[0020] Der Deckel mit dem darin eingebauten Behälter ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Boden oder die Seitenwände des Gehäuses mit einer Falte versehen sind und die
versiegelnde Fläche als eine dicht mit den Seitenwänden verbundene Folie ausgebildet
ist. Eine solche Ausführung ermöglicht es, ein zusätzliches inneres steriles Gefäß
im Innenraum des Deckels unterzubringen. In diesem zusätzlichen inneren Gefäß sind
die Bestandteile der künftigen Lösung bzw. Mischung aseptisch angeordnet und aufbewahrt.
Eine solche Ausführung ermöglicht es auch, die Bestandteile der Mischung zu vermischen,
wobei die Dichtungsfolie durch die auf die Fläche des Deckels mit dem eingebauten
Behälter entlang der Längsachse des Gefäßes bzw. des Deckels angewandte Kraft zerstört
wird. Dabei bleibt die dynamische Stabilität des Deckelaufbaus erhalten.
[0021] Ein zweites kennzeichnendes Merkmal ist, dass die mechanische Verbindung mit dem
Gefäßring des Gefäßes auf der Stirnseite des Deckels mit der dicht befestigten Folie
als Fortsetzung der Seitenwände vom Deckelgehäuse zum Aufpressen auf den Flaschenhals
ausgebildet ist. Die mechanische Verbindung mit dem Gefäßring des Gefäßes ist mit
einem mit dem Flaschenhals zusammenwirkenden ringförmigen Absatz versehen. Am Absatz
ist die Folie dicht befestigt. Die Öffnung des Absatzes liegt gegenüber dem Einsatz.
Dabei ist im gegenüberstehenden Stirnteil an den Seitenwänden des Gehäuses ein Schraubgewinde
ausgebildet. Der gefaltete Boden mit dem Ringmantel ist mit einem entsprechenden Innengewinde
versehen.
[0022] Eine solche Ausführung ermöglicht es, die im Umlauf befindlichen Glasgefäße mit Hilfe
eines Deckels mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen zu versiegeln.
[0023] Das dritte kennzeichnende Merkmal ist, dass das Deckelgehäuse fest mit dem Gefäßring
des Gefäßes durch einen ringförmigen Absatz verbunden ist, an dem seitens des Innenraums
die Folie dicht befestigt ist. Die Öffnung des ringförmigen Absatzes liegt gegenüber
dem Einsatz. Dabei sind die Seitenwände im gegenüberliegenden Stirnteil mit dem Schraubgewinde
und der gefaltete Boden mit dem Ringmantel mit dem entsprechenden Innengewinde versehen.
[0024] Eine solche Ausführung ermöglicht es, die zurzeit weit verbreiteten PET-Flaschen
und andere Kunststoffgefäße mit Hilfe des Deckels mit dem eingebauten Behälter zum
autonomen Mischen zu versiegeln.
[0025] Das vierte kennzeichnende Merkmal ist, dass der Einsatz als Tablette oder Kugel oder
Brikett ausgeführt ist.
[0026] Eine solche Ausführung ermöglicht es, die dynamische Stabilität der Tablette oder
der Kugel oder des Briketts anzuwenden, um die Dichtungsfolie zu zerstören. Dabei
sind dann die Bestandteile der künftigen Lösung oder Mischung verbunden, und ihre
Isolierung von der Umwelt ist beibehalten.
Die Anwendungsweise besteht im Folgenden:
[0027] Sobald die im zusätzlichen Deckelgefäß getrennt aufbewahrten Produktteile zu verwenden
sind, wird die Kraft auf den Aufbau des geschlossenen inneren Hohlraums des Deckels
angewandt. Dadurch wird der Innenraum zerstört. Der Inhalt wird in den Innenraum des
Gefäßes freigesetzt. Die Kraft, die entlang der Längsachse des Deckels mit dem eingebauten
Behälter oder Gefäßes verläuft, ist auf den Boden des Deckels mit dem eingebauten
Behälter angewandt. Alternativ kann diese Kraft senkrecht oder beinahe senkrecht zum
Becherboden angewandt werden. Eine solche Anwendungsweise des Deckels mit dem eingebauten
Behälter ermöglicht es, beim Aufbereiten der Lösung bzw. der Mischung aus isolierten
Bestandteilen im Becher die werkseitige Versiegelung aufrechtzuerhalten, da wiederum
die Isolierung des Inhalts von den Einflüssen der Umwelt gewährleistet ist.
[0028] Der Deckel mit dem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen und dessen Anwendungsweise
neben der Hauptbestimmung (Inhalt im Gefäß lagern und transportieren, für den Deckel
- den Gefäßinhalt gegen die Einflüsse der Umwelt abdichten) ermöglichen es, einen
oder mehrere Stoffe, die sich in den zusätzlichen Behältern des Deckels oder im Hals
des Gefäßes befinden, in der im Gefäß befindlichen Flüssigkeit unmittelbar vor dem
Gebrauch aufzulösen, bevor eine Flasche, ein Flakon oder ein anderes mit dem Deckel
versiegeltes Gefäß geöffnet wird. Dabei ist die werkseitige Isolierung des Gefäßinhalts
von den Einflüssen der Umwelt aufrechterhalten.
[0029] Die Ausführung des Deckels ist neu, weil eine solche Ausführung dem Erfinder und
Anmelder zur Zeit der Einreichung der Patentanmeldung aus den zugänglichen Informationsquellen
nicht bekannt war.
[0030] Die angemeldete Ausführung weist eine erfinderische Höhe auf, denn eine ähnliche
Ausführung ist von keinem Fachmann vor dem Anmeldungsdatum bei minimalen Investitionen
und wesentlich verlängerter Haltbarkeitsfrist der Bestandteile der Lösung vorgeschlagen
worden.
[0031] Die angemeldete Ausführung ist gewerblich anwendbar, denn ein Fachmann hat keine
Zweifel daran, dass deren Einführung in die Produktion und den Haushalt möglich ist.
Die Erfindung ist in jeder Realisierungsform der erfinderischen Idee unter Anwendung
von den im Maschinenbau gängigen Mitteln gewerblich realisierbar.
[0032] Die Erfindung ist durch folgende Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch den Deckel mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen
mit einem gefalteten Boden,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Deckel mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen
mit gefalteten Seitenwänden,
- Fig. 3
- eine Ausführung des Deckels mit einem eingebauten Behälter zum Aufsetzen auf ein Glasgefäß,
- Fig. 4
- eine Ausführung des Deckels mit einem eingebauten Behälter für PET-Gefäße,
- Fig. 5
- eine Ausführung des Deckels mit einem eingebauten Behälter mit einem Tablett,
- Fig. 6
- eine Ausführung des Deckels mit einem eingebauten Behälter mit einer Kugel und
- Fig. 7
- eine Ausführung des Deckels mit einem eingebauten Behälter mit einem Brikett.
[0033] Der Deckel mit dem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen weist ein Gehäuse in
Form von Seitenwänden 1 mit einem Boden 2 und eine versiegelte Fläche 3 auf. Der Deckel
stellt ein komplettes Erzeugnis mit einer mechanischen Verbindung mit einem Gefäßring
für ein Gefäß dar.
[0034] Die versiegelte Fläche 3 liegt im unteren Stirnteil der Seitenwände 1 und ist als
Folie 3 ausgebildet. Die Folie 3 ist dicht mit den Seitenwänden 1 über den ganzen
Umlauf verbunden. Die Folie 3 bildet einen dicht geschlossenen Innenraum 4 mit einem
darin angeordneten Einsatz 5.
[0035] Dabei können der Boden 2 oder die Seitenwände 1 mit einer Falte 6 versehen sein.
Die Falte 6 sowohl im Boden 2 (Fig. 1) als auch in den Seitenwänden 1 (Fig. 2) kann
sowohl getrennt als auch zusammen ausgeführt werden. Bei jeder der genannten Ausführungsformen
ist zwischen dem Boden 2 und der Dichtungsfolie 3 der Einsatz 5 angeordnet, der mit
dem Boden 2 zusammenwirkt. An den Seitenwänden 1 ist ein Ringmantel 7 mit einem Innengewinde
8 befestigt. Das Innengewinde 8 dient zum Befestigen auf dem Ring des Gefäßhalses
eines Gefäßes.
[0036] Eine Ausführungsform des Deckels mit dem eingebauten Behälter zum Befestigen an einem
Glasgefäßring (Fig. 3): Die mechanische Verbindung mit dem Gefäßring eines Gefäßes
ist auf der Stirnseite des Deckels mit dem eingebauten Behälter mit der dicht befestigten
Folie als Fortsetzung 9 der Seitenwände 1 vom Deckelgehäuse zum Aufpressen auf den
Gefäßhals ausgeführt. Die mechanische Verbindung mit dem Gefäßring des Gefäßes ist
mit dem mit dem Hals zusammenwirkenden ringförmigen Absatz 10 versehen. Am Absatz
ist die Folie 3 dicht befestigt. Die Öffnung des Absatzes liegt dem Einsatz 5 gegenüber.
Dabei ist an der gegenüberstehenden Stirn auf den Seitenwänden 1 des Gehäuses ein
Schraubgewinde 12 ausgeführt und der gefaltete Boden 2 mit dem Ringmantel 7 mit einem
entsprechenden Innengewinde 8 versehen (Fig. 3).
[0037] Ausführungsvariante des Deckels mit dem eingebauten Behälter für PET-Gefäße (Fig.
4): Die Seitenwände 1 des Gehäuses vom Deckel mit dem eingebauten Behälter sind fest
mit dem Ring des PET-Gefäßes durch einen ringförmigen Absatz 10 verbunden. Daran ist
seitens des Innenraums die Folie 3 befestigt. Die Öffnung eines ringförmigen Absatzes
11 liegt gegenüber dem Einsatz 5. Dabei sind die Seitenwände 1 im gegenüberliegenden
Stirnteil mit einem Schraubgewinde 12 und der gefaltete Boden 2 mit dem Ringmantel
7 mit einem entsprechenden Innengewinde 8 versehen (Fig. 4).
[0038] Bei jeder der genannten Ausführungsformen des Deckels mit dem eingebauten Behälter
zum autonomen Mischen ist zwischen dem Boden 2 und der Dichtungsfolie 3 ein Einsatz
5 angeordnet, der mit dem Boden 2 zusammenwirkt. Der Einsatz 5 kann als zylindrischer
Hohlkörper, Konus, Tablette, Kugel, Brikett ausgeführt sein. D. h. der Einsatz 5 kann
aus einem Material ausgeführt sein, das kein Bestandteil der fertigen Lösung ist,
oder umgekehrt, das ein Bestandteil der Lösung ist.
[0039] Im zusammengebauten Zustand kann der Deckel mit dem eingebauten Behälter auf den
Gefäßhals des Gefäßes aufgedreht werden (siehe Fig. 1, 2, 5, 6), oder der Deckel mit
dem eingebauten Behälter kann mit dem Unterteil auf den Gefäßhals des Gefäßes aufgepresst
werden (siehe Fig. 3). Oder der Deckel mit dem eingebauten Behälter kann mit dem Unterteil
eine Fortsetzung des Gefäßhalses des Gefäßes bilden (siehe Fig. 4). Der Innenraum
des Deckels mit dem eingebauten Behälter ist mit genau dosierten Stoffen gefüllt,
die zum Auflösen oder Vermischen in der im Gefäß befindlichen Flüssigkeit bestimmt
sind. Der Innenraum ist mit der Dichtungsfolie 3 abgedeckt, wobei zwischen der Folie
3 und dem Boden 2 der Einsatz 5 befestigt ist.
[0040] Die Funktion der angemeldeten Vorrichtung und eine kurze Beschreibung der Anwendungsweise:
[0041] Die Funktion des Deckels mit dem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen ist durch
die Zeichnungen Fig. 1 bis 6 erläutert. Um den im Innenraum des Deckels mit dem eingebauten
Behälter befindlichen Stoff aufzulösen, wird eine Kraft angewendet. Diese Kraft verläuft
entlang der Längsachse des Deckels oder des Gefäßes. Die Kraft wird auf den Boden
2 senkrecht zur Bodenfläche oder beinahe senkrecht angewendet, während auf den Boden
2 gedrückt wird. Durch die Falten 6 am Boden 2 oder in den Seitenwänden 1 bewegt sich
der Einsatz 5 entlang der Seitenwände 1, bis die Dichtungsfolie 3 zerstört ist. Der
Inhalt des Innenraums vom Deckel mit dem eingebauten Behälter oder des hohlen Einsatzes
5 sinkt durch sein Eigengewicht in den Inhalt des Gefäßes und vermischt sich mit diesem.
[0042] Der Innenraum des Gefäßes mit dem inneren Hohlraum des Deckels mit dem eingebauten
Behälter ist nach wie vor von der Umwelt isoliert, die werkseitige Verpackung bleibt
erhalten. Um eine bessere Auflösung der Stoffe zu erzielen, soll das Gefäß mehrmals
mit dem Boden nach oben geschwenkt werden. Die Flüssigkeit gelangt in den inneren
Hohlraum des Deckels mit dem eingebauten Behälter und wäscht die darin befindlichen
Stoffreste aus.
[0043] D. h. die angemeldete Ausführung ermöglicht es, bei minimalen verfahrenstechnischen
Anforderungen an die Produktion, mehrere Bestandteile der Lösung in einer einheitlichen
Packung getrennt zu lagern und zu transportieren sowie diese Stoffe in der im Gefäß
befindlichen Flüssigkeit aufzulösen, ohne die sichere Abdichtung des Inhalts gegen
die Umwelt zu stören.
[0044] Es ist offensichtlich, dass die angeführten Beispiele der baulichen Realisierung
der erfinderischen Idee und die Beispiele der verfahrenstechnischen Möglichkeiten
alle einzelnen Ausführungen und möglichen Aspekte der gewerblichen Anwendung der Vorrichtung
laut Erfindung nicht umfassen und den Schutzumfang der Erfindung keinesfalls beschränken.
1. Deckel mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen, der ein Gehäuse in Form
von Seitenwänden (1) mit einem Boden (2) und einer versiegelten Fläche (3) aufweist,
die einen Innenraum des Gehäuses bilden, wobei im Gehäuse ein mit dem Boden (2) zusammenwirkender
Einsatz (5) angeordnet ist und das Gehäuse dabei mechanisch mit einem Gefäßring eines
Gefäßes verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden (2) oder die Seitenwände (1) des Gehäuses mit einer Falte (6) versehen
und die versiegelte Fläche (3) als eine dicht mit den Seitenwänden (1) verbundene
Folie ausgebildet ist.
2. Deckel mit einem eingebauten Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Verbindung mit dem Gefäßring des Gefäßes auf der Stirnseite des Deckels
(2) mit der dicht befestigten Folie (3) als Fortsetzung (9) der Seitenwände (1) vom
Deckelgehäuse zum Aufpressen auf den Flaschenhals des Gefäßes ausgebildet ist und
mit einem mit dem Flaschenhals zusammenwirkenden ringförmigen Absatz (10) versehen
ist,
dass am Absatz (10) die Folie (3) dicht befestigt ist,
dass die Öffnung (11) des Absatzes dem Einsatz (5) gegenüberliegt,
dass im gegenüberstehenden Stirnteil an den Seitenwänden (1) des Gehäuses ein Schraubgewinde
ausgebildet ist und
dass der gefaltete Boden (2) mit einem Ringmantel (7) mit einem entsprechenden Innengewinde
(8) versehen ist.
3. Deckel mit einem eingebauten Behälter nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Deckelgehäuse fest mit dem Gefäßring des Gefäßes durch den ringförmigen Absatz
(10) verbunden ist, an dem seitens des Innenraums die Folie dicht befestigt ist, und
die Öffnung (11) des ringförmigen Absatzes (10) dem Einsatz (5) gegenüberliegt und
dass die Seitenwände (1) im gegenüberliegenden Stirnteil mit dem Schraubgewinde und der
gefaltete Boden (2) mit einem Ringmantel (7) mit entsprechendem Innengewinde (8) versehen
sind.
4. Deckel mit einem eingebauten Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz (5) als Kugel (Fig. 6), Tablette (Fig. 5) oder Brikett (Fig. 7) ausgebildet
ist.
5. Deckel mit einem eingebauten Behälter nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass in den Innenräumen des Gefäßes getrennt aufbewahrte Produktteile enthalten sind,
dass durch eine Kraft auf den Aufbau des geschlossenen inneren Hohlraums dieser zerstörbar
und der Inhalt desselben in den Innenraum des Gefäßes freisetzbar ist und
dass die Kraft entlang der Längsachse des Deckels mit dem eingebauten Behälter aufbringbar
ist.
6. Deckel mit einem eingebauten Behälter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kraft auf den gefalteten Boden (2) des Deckels mit dem eingebauten Behälter senkrecht
oder beinahe senkrecht zum Deckelboden aufbringbar ist.
Geänderte Ansprüche nach Art. 19.1 PCT
1. Deckel mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen, der ein Gehäuse in Form
von Seitenwänden (1) mit einem Boden (2) und einer versiegelnden Fläche (3) aufweist,
die einen Innenraum eines Gehäuses bilden, wobei im Gehäuse ein mit dem Boden (2)
zusammenwirkender Einsatz (5) angeordnet ist und wobei das Gehäuse mechanisch mit
einem Gefäßring verbunden und der Boden (2) oder die Seitenwand (1) des Gehäuses mit
einer Falte (6) versehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Verbindung mit dem Gefäßring mit dem Gefäßhals des Gefäßes verbunden
und mit einem mit dem Hals des Gefäßes zusammenwirkenden ringförmigen Absatz (10)
versehen ist, an dem die versiegelnde Fläche (3) dicht befestigt und die als eine
dicht mit den Seitenwänden (1) verbundene Folie ausgebildet ist.
2. Deckel mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mechanische Verbindung mit dem Gefäßring des Gefäßes auf der Stirnseite des Deckels
mit der dicht befestigten Folie (3) als Fortsetzung (9) der Seitenwände (1) vom Deckelgehäuse
zum Aufpressen auf den Flaschenhals des Gefäßes ausgebildet ist,
dass die Folie (3) an einem ringförmigen Absatz (10) befestigt ist, dessen Öffnung (11)
gegenüber dem Einsatz (5) liegt,
dass im gegenüberstehenden Stirnteil an den Seitenwänden (1) des Gehäuses die Schraubgewinde
ausgeführt sind und
dass der gefaltete Boden (2) mit einem Ringmantel (7) mit einem entsprechenden Innengewinde
(8) versehen ist.
3. Deckel mit einem eingebauten Behälter zum autonomen Mischen nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse des Deckels mit dem eingebauten Behälter fest mit dem Gefäßring des Gefäßes
durch den ringförmigen Absatz (10) verbunden ist, an dem auf der Seite des Innenraums
die Folie (3) dicht befestigt ist,
dass die Öffnung (11) des ringförmigen Absatzes (10) gegenüber dem Einsatz (5) liegt und
dass dabei die Seitenwände (1) im gegenüberliegenden Stirnteil mit dem Schraubgewinde
und der gefaltete Boden (2) mit dem Ringmantel (7) mit dem entsprechenden Innengewinde
(8) versehen sind.